DE935714C - Herstellung von dampfgehaertetem Schaumbeton - Google Patents

Herstellung von dampfgehaertetem Schaumbeton

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DE935714C
DE935714C DEH12195A DEH0012195A DE935714C DE 935714 C DE935714 C DE 935714C DE H12195 A DEH12195 A DE H12195A DE H0012195 A DEH0012195 A DE H0012195A DE 935714 C DE935714 C DE 935714C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/10Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by using foaming agents or by using mechanical means, e.g. adding preformed foam

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Description

  • Herstellung von dampfgehärtetem Schaumbeton Es ist bekannt, daß zur Herstellung von Schaumbeton der Mischflüssigkeit Stoffe, sogenannte Schaumbildner, zugegeben werden, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen, wodurch beim Peitschen der Flüssigkeit Schaum gebildet wird.
  • Auf diese Weise kann aus Mörtelfüllstoffen, wie Sand, Flugasche und Wasser, nach Zugabe des Schaumbildners unter Schlagen in einem Peitschwerk eine schaumige Masse erzeugt werden, die nach Zugabe von Zement, Kalk od. dgl. Bindemitteln nach gründlichem Durchmischen in Formen gefüllt und nach einer gewissen Vorhärtezeit zu Körpern gewünschter Abmessungen ;geschnitten werden kann. Durch Härten im gespannten Dampf erhält man so ein Material, das sich durch geringes Raumgewicht, große Druckfestigkeit und hohe Wärmedämmung auszeichnet. Zur Herstellung solchen dampfgehärteten Schaumbetons muß ein besonders feines Zuschlagsmaterial verwendet werden, das genügend lösliche Kieselsäure enthält, um eine Verbindung derselben mit dem Kalk in Form von Kalziumhydrosilikat zu ermöglichen.
  • Für die heute auf den Markt kommenden Schaumbildner wird in der Regel eine Zugabe von 21 Schaumstoff pro cbm Schaumbeton vorgeschrieben, das: ist o,2 Volumprozent. Bei der Feinheit der Ausgangsstoffe führt nun das Festhalten an dieser Konzentration nicht immer zu dem gewünschten Erfolg. Ein Beispiel möge dies erläutern.
  • Um i cbm Schaumbeton herzustellen, verfährt man z. B. wie folgt: 4o4 kg Sand (Feuchtigkeitsgehalt 2o °/o) und 29o 1 Wasser werden in die Mischtrommel. eingefüllt. Nach gründlichem Aufschlämmen werden 21 des Schaumbildners hinzugefügt und nach einer Schaumzeit von Il/2 bis 3 Minuten das Bindemittel (22o kg Zement) vorsichtig zugegeben und untergemischt. Die Temperatur des Mischwassers betrage r8° C. Das spezifische Gewicht der fertigen Mischung muß g16 g betragen: Will man nun die Vor'härtezeit der Masse verkürzen, so 'kann man dies durch erhöhte Raumtemperatur und gleichzeitig erhöhte Temperatur des Mischwassers erreichen.
  • Verfährt man bei erhöhter Temperatur, z. B. einer Wassertemperatur von 30° C, nach der gleichen Vorschrift, wie oben angegeben bei :der Temperatur von r8° C, so führt dieses Vorgehen zu keinem befriedigenden Ergebnis.
  • Durch die Erhöhung der Temperatur verdickt sich die Masse, sie besitzt nicht mehr genügend Fließfähigkeit, und es kommt zu Überschichtungen und - Schalenbildung.
  • Dies läßt sich vermeiden, indem man den Wasserzusatz erhöht, wodurch die Viskosität der Masse herabgesetzt wird. Läßt man dabei die Konzentration des Schaumbildners unverändert, so wird während der vorgeschriebenen Schaum- und Mischzeit zuviel Schaum gebildet, und es gelingt nicht, das beabsichtigte Raumgewicht zu erhalten.
  • Eine Herabsetzung der Schaumzeit führt nicht zum Ziel, da zum Untermischen des Bindemittels eine Mindestzeit von 3 Minuten eingehalten werden muß, während der das Volumen bereits durch zu starke Schaumbildung überschritten wird.
  • Diesen Schwierigkeiten wird nun nach diesem Verfahren dadurch begegnet, daß bei Erhöhung der Mischtemperatur der Wasserzusatz erhöht und gleichzeitig die Konzentration des Schaumbildners herabgesetzt wird.
  • Bei einer Temperatur von 30° C wird dabei obige Mischvorschrift wie folgt abgeändert: 404 kg Sand (Feuchtigkeitsgehalt 2o°10), 330 1 Wasser, 11 Schaumstoff, 22o kg Bindemittel pro cbm Schaumbeton. Spezifisches Gewicht der fertigen Mischung 955 g.
  • Ist man während der kalten Jahreszeit gezwungen, mit gefrorenem Sand zu arbeiten, so ist es auch bei Zugabe von heißem Wasser oft nicht möglich, eine höhere Mischtemperatur als ro° C zu erreichen. In diesem-Falle wird man umgekehrt dieWassermenge herabsetzen und die Konzentration des Schaumbildners erhöhen, um zu dem gewünschten Ergebnis zu gelängen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von dampfgehärtetem Schaumbeton durch Vermischen von mit Wasser angemachten, feinkörnigen, kieselsäurehaltigen Mörtelfüllstoffen, wie Sand, Flugasche od. dgl., mit künstlich hergestelltem Schaum und nachträglichem Zusatz von Zement, Kalk od. dgl. Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß mit Zunahme der Mischtemperatur der Wasserzusatz der Masse erhöht und zugleich :der Gehalt an Schaummittel herabgesetzt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr: 673 375, 722 094; schweizerische Patentschrift Nr. 191 494.
DEH12195A 1952-04-18 1952-04-18 Herstellung von dampfgehaertetem Schaumbeton Expired DE935714C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH191494A (de) * 1936-07-14 1937-06-30 Continental Investment Syndica Verfahren zur Herstellung eines zementartigen Formkörpers.
DE673375C (de) * 1933-11-15 1939-03-21 Karl Ivar Anders Eklund Verfahren zur Herstellung von Leichtbeton
DE722094C (de) * 1937-07-28 1942-06-30 Karl Ivar Anders Eklund Verfahren zur Herstellung von hochporoesen Leichtbaukoerpern

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE673375C (de) * 1933-11-15 1939-03-21 Karl Ivar Anders Eklund Verfahren zur Herstellung von Leichtbeton
CH191494A (de) * 1936-07-14 1937-06-30 Continental Investment Syndica Verfahren zur Herstellung eines zementartigen Formkörpers.
DE722094C (de) * 1937-07-28 1942-06-30 Karl Ivar Anders Eklund Verfahren zur Herstellung von hochporoesen Leichtbaukoerpern

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