DE931845C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE931845C
DE931845C DEB21872A DEB0021872A DE931845C DE 931845 C DE931845 C DE 931845C DE B21872 A DEB21872 A DE B21872A DE B0021872 A DEB0021872 A DE B0021872A DE 931845 C DE931845 C DE 931845C
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DE
Germany
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dye
dyes
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vat
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DEB21872A
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr Ebel
Walter Dr Rupp
Otto Dr Trauth
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/46Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of cyanuric acid or an analogous heterocyclic compound
    • C09B1/467Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of cyanuric acid or an analogous heterocyclic compound attached to two or more anthraquinone rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DieUmsetzungsprodukte von 2,4-Diehlorc'hinazolrn mit i-Amino-anthrachinonen haben keine praktische Bedeutung als Küpenfarbstoffe erlangt.
Es wurde nun gefunden, daß man neue wertvolle Küpenfarbstoffe erhält, wenn man 2 Moleküle gleicher oder verschiedener gelber bis roter wasserunlöslicher primärer Monoamine der Anthrachinonreihe mit einem Molekül eines solchen Chinazoline umsetzt, das in· 2- und 4-Stellung und mindestens in einer der Stellen 5, 6, 7 und 8 durch Halogen substituiert ist.
Als Ausgangsstoffe eignen sich beispielsweise folgende Amine: 1- und 2-Amkio-anthradhinon, i-Amino-ö-chloranthraohinon, i-Amino-4-benzoylamino - anthrachinon, 1 - Amino - 5 - benzoylaminoantibrachinon. Der Anthradhinonkern kann noch weitere Substituenten enthalten, vorausgesetzt, daß dadurch keine Wasserlösliehkeit hervorgerufen wird.
Geeignete Chinazoline sind z. B. 2, 4, 6-Trichlorclhinazolin; 2, 4, 6, 8-Tetrachlordhinazolin, 2, 4, 5, 6, 7, 8 - Hexadhlordhinazolin; 2, 4 - Didhlor - 6-bromchinazolin oder 2, 4-Dibrom-6-chlorch,inazolin. Man kann derartige Chinazoline entweder mit zwei gleichen oder mit zwei verschiedenen Aminen der Anthradhinonreilhe umsetzen.
Zur Umsetzung erhitzt man die Komponenten, zweckmäßig im berechneten Verhältnis, auf Temperaturen zwischen etwa 100 und 2500. Vorzugsweise führt man die Reaktion zwischen 130 und 22O° in Lösungsmitteln aus, die weitgehend inert gegen Halogenchinazoline sind, wie z. B. Nitrobenzol oder Dichlorbenzol. Man kann in Gegenwart oder Abwesenheit säurebindender Mittel
arbeiten. Geeignete säurebindende Mittel sind z. B. Natriumacetat, .Kaliumcarbonat, Pyridin.
Die SO' erhältlidhen 'halogenhaltigen Küpenfarbstoffe zeichnen sich durch hohe Affinität und klare Farbtöne aus.
Die nach dem Verfahren erhältlichen Farbstoffe sind besser lidhedht als die aus den Beispielen ι der Patentsdbriften 66i 152 und 661 202 bekannten Farbstoffe. Der nach dem folgenden Beispiel 1 erhältlidhe Farbstoff ist überdies ausgiebiger als der aus Beispiel 1 der Patentschrift 661 202 bekannte Farbstoff und zeigt ein besseres Ausgleichvermögen, eine bessere Sodakodh- und Beuchechtheit, eine bessere Reibechthedt und eine etwas bessere Wasch-, Peroxyd- und Mercerisiereahthe.it.
Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewiäbtsteile.
Beispiel ι
Ein Gemisch aus 22,3 Teilen i-Aminoanthrachinon, 11,7 Teilen 2, 4, 6-Trichlorchki.azolin und 500 Teilen Nitrobenzol wird unter Rühren 2 Stunden auf i8o° erhitzt. Nach dem Erkalten saugt man den ausgeschiedenen Farbstoff ab, wäscht ihn mit Nitrobenzol, dann mit Methanol und trocknet ihn. Man erhält 28,5 Teile eines Farbstoffes, der Baumwolle aus- dunkelbrauner Küpe orange färbt.
Wenn man das i-Aminoanthrachinon durch
2-Aminoanthradtiinon ersetzt, erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle aus rotbrauner Küpe kräftiggelb färbt.
Be i s pie I 2
26 Teile 2, 4, 6, 8 - Tetradhlorchinazolin und 50 Teile i-Amino-6-dhlorantlbrachinon werden mit 500 Teilen Nitrobenzol 2 Stunden bei i8o° gerührt. Nach der im Beispiel 1 geschilderten Aufarbeitung erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle kräftig orange färbt.
Der entsprechende Farbstoff mit i-Aminoanthrachinon ist gelborange.
Das benötigte 2, 4, 6, 8-Tetrachlorclhinazolin gewinnt man wie folgt; Gleiche Teile 3, 5-Dichloranthranilsäure und Harnstoff werden 45 Minuten bei 150 bis i6o° und dann 15 Minuten bei 180 bis 2oo° miteinander verschmolzen. Die erstarrte Schmelze wird mit sdhwachalkalischem Wasser behandelt. Der dabei ungelöst bleibende Anteil wird abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und bei 2oo°/i Torr sublimiert. Man erhält blaßgelbe Nädelchen vom F. 286 bis 2870.
20 Teile des so erhaltenen 2, 4-Dioxy-6, 8-di-
chlorchinazolins werden mit 100 Teilen Phosphoroxychlorid und 37 Teilen Phosphorpentadhlorid 24 Stunden gekocht. Dann wird das Phosphoroxychlorid abdestilliert und der Rückstand bei 110 bis 2oo°/i Torr sublimiert. Dabei erhält man das 2,4,6,8-Tetrachlorchinazolin als farblose Nädelchen vom F. 150 bis 1520.
Beispiel 3
Aus 13,6 Teilen i-Amino-5-benzoylaminoantlhrachinon, 4,68 Teilen 2, 4, 6-T.riehIorcfainazolin und 250 Teilen' Nitrobenzol oder o-Didhlorbenzol erhält man bei der in den vorausgehenden Beispielen geschilderten Arbeitsweise einen orangeroten Farbstoff, dessen Küpenfarbe dunkelbraun ist.
Der analoge Farbstoff mit i-Amino-4-benzoylaminoanthradhinon färbt aus graugrüner Küpe korinthrot.
In beiden Fällen gibt 2,4,6,8-Tetrachlorchinazolki ganz ähnliche Farbtöne.
Beispiel 4
Ein Gemisdh aus 25,5 Teilen i-Amino-4-tnethoxyanthradhinon, 11,5 Teilen 2,4, 7-Trichlorchinazolin und 1000 Teilen Nitrobenzol wird unter Rühren 7 Stunden. auf iio° erhitzt. Nach der üblichen Aufarbeitung des ausgeschiedenen Niedersdhlages erhält man 29 Teile eines roten Farbstoffes, der Baumwolle aus rotbrauner Küpe in sehr echten, blaustichigroten Tönen färbt.
Das 2,4,7-Trrchlordhinazolin erhält man wie folgt: 50 Teile 4-Chloran-tJhranilsäure werden mit 100 .Teilen Harnstoff in 40 Minuten von 160 auf i8o° erhitzt. Nach dem Abkühlen löst man den Harnstoff mit Wasser heraus. Man erhält 42 Teile dlerb kriistalMsieintes 2,4-Dioxy-7-tihlorchiinazolin vom Schmelzpunkt über 3100. 28,5 Teile des sublimiiecten Chinazolims werden mit einem Gemisch aus 75 Teilen Phosphorpentadhlorid und 150 Teilen Phosphoroxy chlor id 24 Stunden zum Sieden erhitzt. Dann destilliert man das überschüssige P'hosphoroxychlorid ab und kristallisiert den Rückstand aus 100 Teilen Acetonitril um. Man erhält so 21,0 Teile 2,4, 7-Trichlorchinazolin in Form von langen farblosen Nadeln vom F. 128 bis 1300.
Beispiel 5
Ein Gemisch aus 23 Teilen 2,4,7-Trichlorchinazolin, 44 Teilen i-Aminoanthrachinon und .1000 Teilen Nitrobenzol wird unter Rühren 2 Stunden auf i8o° erhitzt. Man läßt abkühlen, saugt bei 6o° ab, wäscht mit Methanol und trocknet. Man erhält 45,0 Teile des neuen Farbstoffes in Form derber oranger Kristalle, der Baumwolle aus braunroter Küpe in sehr echten orangen Tönen färbt.
Beispiel 6
Man trägt 5 Teile i-Aminoantnrachinon und 10 Teile 2, 4, 6-Trichlorchinazolin in ein Gemisch aus 90 Teilen Xylol und 10 Teilen Phenol ein, rührt ι Stunde bei 8o° ctndi erhitzt dann noch etwa V2 Stunde unter Rückfluß zum Sieden. Dabei fallen aus der zunächst klarien Lösung 7,9 Teile eines· Antlhrachinoinylamino-dichlordhinazolins aus, die man absaugt und mit Acetonitril nachwäscht.
4,2 Teile dieses Zwisdbenprodukts' werden in ein Gemisch aus 70 Teilen Nitrobenzol und 3,4 Teilen 1 - Amino - 5 - benzoylaminoanthrachinon eingetragen. Man rührt 2 Stunden bei i8o°, läßt dann erkalten undi saugt den Farbstoff a.b. Die Ausbeute beträgt nach dem Waschen mit Benzol
und Trocknen 5,35 Teile. Der neue Farbstoff zieht aus rotbrauner Küpe in orangem Ton auf native oder regenerierte Cellulose sowie auf Polyamidfasern auf.
Beispiel7
Man trägt in eine Lösung von 25 Teilen Phenol in 100 Teilen Toluol unter Rühren 10 Teile i-Am.ino-4-benzoylaminoanthrachinon und 35 Teile 2,4, 6-Tridhlorehinazolin ein und erhitzt das Ganze etwa 1 Stunde unter Rückfluß zum Sieden.
Das dabei ausfallende Zwischenprodukt wird abgesaugt und in ein Gemisch aus 240 Teilen Nitrobenzol und 6,5 Teilen i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon eingerührt. Nun rührt man weitere 6 Stunden bei 1500 und 1 Stunde bei i8o°, läßt dann auf etwa 6o° abkühlen und saugt den entstandenen Farbstoff ab. Er wird mit Methanol ausgewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 12 Teile. Der neue Farbstoff zieht aus braunvioletter Küpe in korinthfarbenen Tönen auf native oder regenerierte Cellulose sowie auf Polyamidgewebe auf; die Färbungen zeichnen sich durch sehr gute Echtheiten aus.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen durch. Umsetzung von Aminoanthrachmonen mit halogenierten ChinazoMnen, dadurch gekennzeichnet, daß man 2 Moleküle gleicher oder verschiedener gelber bis roter wasserunlöslicher primärer Monoamine der Anthradhinonreihe mit 1 Molekül eines solchen Chinazolins umsetzt, das. in 2- und 4-Stellung und außerdem in mindestens einer der Stellen 5, 6, 7 und 8 durch Halogen substituiert ist.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 661 152, 661 202.
    © 509 534 8.55
DEB21872A 1952-09-03 1952-09-04 Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE931845C (de)

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DE317122X 1952-09-03
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073132B (de) * 1960-01-14 Badische Anilin &. Soda-Fabrik Aktiengesellschaft Ludwigshafen/Rhein Verfahren zur Her stellung von Küpenfarbstoffen

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE661152C (de) * 1936-05-31 1938-06-11 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Anthrachinonreihe
DE661202C (de) * 1936-05-27 1938-06-14 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

Patent Citations (2)

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DE661202C (de) * 1936-05-27 1938-06-14 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE661152C (de) * 1936-05-31 1938-06-11 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Anthrachinonreihe

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073132B (de) * 1960-01-14 Badische Anilin &. Soda-Fabrik Aktiengesellschaft Ludwigshafen/Rhein Verfahren zur Her stellung von Küpenfarbstoffen

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