DE919153C - Satteldecke, insbesondere fuer Fahrraeder - Google Patents

Satteldecke, insbesondere fuer Fahrraeder

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DE919153C
DE919153C DESch4943A DESC004943A DE919153C DE 919153 C DE919153 C DE 919153C DE SC004943 A DESC004943 A DE SC004943A DE 919153 C DE919153 C DE 919153C
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DE
Germany
Prior art keywords
rubber
saddlecloth
cover
adhesive
calico
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Expired
Application number
DESch4943A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Schroeder
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LUDWIG SCHROEDER LEDERWARENFAB
Original Assignee
LUDWIG SCHROEDER LEDERWARENFAB
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62JCYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
    • B62J1/00Saddles or other seats for cycles; Arrangement thereof; Component parts
    • B62J1/18Covers for saddles or other seats; Paddings

Description

  • Satteldecke, insbesondere für Fährräder Die Erfindung betrifft eine Satteldecke, insbesondere für Fahrräder. Satteldecken der verschiedensten Formen aus Leder, Gummi od. dgl. sind bereits bekannt. Leder wird heutzutage mehr und mehr durch künstliche Werkstoffe ersetzt, da Leder nicht weich genug und auch im Preis höher ist. Die vielfach verwendeten Gummisättel haben den Nachteil, daß bei unmittelbarer Berührung des Gummis mit der Kleidung ein Kleben und eine Art Radiervorgang eintreten, bei dem sich vor allem die Kleidung schnell abnutzt. Daher sind vielfach für Gummisättel Überzüge aus glattem Stoff vorgesehen, die teils lose aufgespannt werden oder teils mit der Satteldecke fest verbunden sind. Um ein richtiges Anschmiegen an die Satteldecke zu erzielen, waren die Überzüge bisher aus einzelnen Teilen zusammengesetzt, die durch Nähte miteinander verbunden waren. Neuerdings sind auch Sättel bekanntgeworden, bei denen ein Überzugstoff auf der eigentlichen Sitzfläche nahtlos ausgeführt ist, aber am Rand dennoch durch eine Naht gehalten wird.
  • Es ist ferner bereits bekanntgeworden, Gummisatteldecken dadurch mit einem Überzug zu versehen, daß nur an einzelnen verhältnismäßig ebenen Stellen ein entsprechend geschnittenes Materialstück aus Leder, Kunstleder, Kunststoff oder geeignetem Gewebe im Vulkanisations- oder Klebverfahren ein- bzw. aufgelegt ist. Ein derartiger nur teilweiser Überzug ist aber unvollkommen, deckt den Sattel nicht vollständig ab, scheuert an den Kleidern und hat auch keineswegs die Haltbarkeit, die für den gedachten Zweck erforderlich ist.
  • Es ist schließlich noch ein Verfahren zur Herstellung von Satteldecken bekanntgeworden, bei dem eine aus einem Stück bestehende Unterlage, z. B. ein gut preßbarer Filz mit einer Bindemasse getränkt, in die Form des Sattels gepreßt und in Heißluft getrocknet wird, worauf diese Unterlage erneut mit Bindemasse, z. B. mit Leim bestrichen und darüber ein Textilgewebe, z. B. Leinen, Nessel, Kunstseide od. dgl., gespannt wird, das sich der Unterlage gut anpaßt und mit derselben verklebt. Das Ganze wird nun wie bei der Kunstlederherstellung behandelt, d. h. es werden eine oder mehrere Schichten einer Auftragmasse aufgetragen, z. B. eine mit Weichmachungsmitteln und Farbstoffen versetzte Lösung von Kolodiumwolle in organischen Lösungsmitteln oder eine Lösung in Zelluloidabfällen in Alkohol, Äther, Essigäther oder Aceton und vorzugsweise unter Anwendung eines durch Sprit od. dgl. verdünnten Grundanstrichs, der tief in das Gewebe eindringt und die nachfolgenden Schichten bindet. Die Auftragmasse wird zweckmäßig aufgespritzt. Nach Einprägen einer Ledernarbe und Trocknung wird die Decke noch mit einem Lacküberzug versehen.
  • Auch dieses Verfahren ist aber umständlich und teuer und setzt einen besonderen Aufwand an Maschinen und Einrichtungen voraus. Auch wird das Textilgewebe mit der Unterlage am Rand noch durch eine Naht verbunden.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Satteidecke, die ohne das komplizierte Verfahren der Kunstlederherstellung gefertigt werden kann und die überhaupt keine Nähte mehr aufweist. Erfindungsgemäß wird eine an sich bekannte, mit einem Überzug zu versehende Gummidecke vorgesehen, bei welcher als Überzug ein völlig nahtloser, mit keilförmigen Einschnitten 5, 6, 7 für die am stärksten gekrümmten Randstellen versehener Kalikostoff benutzt wird, der unter Anwendung eines Gummiklebstoffes und ohne Vernähen mit dem Tragkörper in einer Preßform auf die Satteldecke gepreßt, mit dem Rand nach innen umgeschlagen und dort angeklebt ist. Vor dem Gummieren wird die Gummidecke aufgerauht: und durch ein chemisches Bad (Benzin-Benzol-Gemisch) gereinigt. Die vorbereitete Gummidecke wird dann getrocknet -und mit einem einer Gummilösung ähnlichen Klebstoff bestrichen. Desgleichen wird der überzugstoff, vorzugsweise Kalikokunststoffgewebe, Plüsch, Samt od. dgl., mit Klebstoff bestrichen und mit Hilfe einer geeigneten Presse nahtlos auf den gespannten überzugstoff aufgepreßt und mit seinem Rand an der Innenseite der Satteldecke verklebt.
  • Als Bespannung der Gummidecke wird dabei vorteilhafterweise ein Stoffgewebe benutzt, dessen Hauptfaser quer zur Satteldecke verläuft und das vorzugsweise leicht gekreppt ist, so äaß es den erforderlichen Dehnungen, ohne zu reißen, nachgeben kann.
  • Die Aufpressung des Überzugstoffes auf die Gummidecke erfolgt vorzugsweise ini Kaltpreßverfahren, wobei der überstehende Rand des entsprechend groß geschnittenenÜberzugstoffes an den am stärksten gekrümmten Stellen des Sattels keilförmig eingeschnitten, nach innen umgeschlagen und an der Innenseite der Satteldecke angeklebt wird. Nach Fertigstellung des Überzuges werden die üblichen metallischen Befestigungslaschen und Eckenschutzbeschläge durch Niete u. dgl. befestigt.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung an einem Beispiel noch näher erläutert. Es zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch eine Satteldecke und Presse und Abb. :2 den vorderen Teil eines Sattels mit erfindungsgemäß aufgepreßtem Kalikoüberzug.
  • In der Abb. i ist i eine Gummisatteldecke, die mit einem Überzug 2 aus Kaliko od. dgl. versehen ist. Der Überzug wird durch eine Presse 3, 8 in schonender Weise um die Sattelform gepreßt und durch einen vorher sowohl auf den Gummi als vorzugsweise auch auf den Merzugstoff aufgebrachten Klebstoff 4, 7. B. eine Gummilösung, festgeklebt. Der zunächst überstehende Rand des Überzuges wird an den Hauptkrümmungsstellen des Sattels, insbesondere bei 5, 6 und 7, keilförtnig eingeschnitten, nach innen umgeschlagen und an der Innenseite der Satteldecke festgeklebt. Der letztgenannte Arbeitsgang kann entweder von Hand erfolgen oder wird durch einen entsprechenden zweiten Preßsternpel 8 maschinell vorgenommen. Nach Fertigkleben des Überzuges werden in üb- licher Weise an den gestrichelt angedeuteten Stellen Befestigungslaschen 9 und die Eckenbeschläge io durch Niete i i mit der Satteldecke fest verbunden. Sie dienen dabei zugleich als zusätzlicher Halt für den Überzug.
  • In Abb.:2 ist 2 die Kalikoschicht, die mit Hilfe des KlebstOffes 4 auf die Gumtnischicht i aufgepreßt ist, derart, daß die Hauptfaser, die mit den Linien 1:2 angedeutet ist, quer liegt. Die Kreppung 13 erscheint an den glatten Stellen bei 14 und an den Innenwölbungen, z. B. bei 15, dichter als bei den Außenwölbungen, z. B. bei 16 und 17.
  • Ein so hergestellter Sattel erfordert nur ein Minimum an Herstellungszeit und Material bei hochwertigster Ausführung und genügt in bezug auf Haltbarkeit und gefälliges Aussehen den höchsten Ansprüchen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Salteldecke, insbesondere für Fahrräder, bestehend aus einem mit einem Überzug versehenen Gummikörper, dadurch gekennzeichnet, daß als Überzug ein völlig nahtloser, mit keilförmigen Einschnitten (5, 6, 7) für die am stärksten gekrümmten Randstellen versehener Kalikostoff (2) benutzt wird, der unter Anwendung eines Gummiklebstoffes (4) und ohne Vernähen mit dem Tragkörper in einer Preßform (3, 8) auf die Satteldecke (i) gepreßt, mit dem Rand nach innen umgeschlagen und dort angeklebt ist.
  2. 2. Satteldecke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Kalikostoff (2) ein solcher benutzt wird, dessen Hauptfaser (12) quer zur Satteldecke (i) verläuft und der vorzugsweise leicht gekreppt ist, um den erforderlichen Dehnungen nachgeben zu können, 3. Verfahren zur Herstellung einer Satteldecke nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummikörper (i) vor der Pressung vorzugsweise maschinell an der Klebfläche aufgerauht und in einem chemischen Bad (Benzin-Benzol-Gemisch) gereinigt wird. 4. Verfahren nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von einer Art Gummilösung als Klebstoff das Aufpressen im Kaltpreßverfahren geschieht. 5. Verfahren nach den Ansprüchen3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Gummikörper (i) als auch der überzugstoff (2) an den Berührungsflächen mit Klebstoff bestrichen werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 704904, 7o8 141; schweizerische Patentschrift Nr. :215 800.
DESch4943A 1950-10-12 1950-10-12 Satteldecke, insbesondere fuer Fahrraeder Expired DE919153C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE708141C (de) * 1937-03-19 1941-07-12 Carl Vom Feld Fa Verfahren zur Herstellung von Fahrradsaetteln mit einer Kunstlederdecke
CH215800A (de) * 1941-04-02 1941-07-15 Sacchi Wolf Carlo Fahrrad-Sattel.
DE704904C (de) * 1937-11-21 1941-10-16 Wittkop & Co Sattel, insbesondere fuer Fahr- und Motorraeder

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE708141C (de) * 1937-03-19 1941-07-12 Carl Vom Feld Fa Verfahren zur Herstellung von Fahrradsaetteln mit einer Kunstlederdecke
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