DE914250C - Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine

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DE914250C
DE914250C DEF2493A DEF0002493A DE914250C DE 914250 C DE914250 C DE 914250C DE F2493 A DEF2493 A DE F2493A DE F0002493 A DEF0002493 A DE F0002493A DE 914250 C DE914250 C DE 914250C
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DEF2493A
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Dr Fritz Baumann
Dr-Ing Berthold Bienert
Dr-Ing Georg Roesch
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Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/44Iso-indoles; Hydrogenated iso-indoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Polv-iminoisoindolenine Gegenstand des Patents 839 939 ist ein Verfahren zur Herstellung neuer kobalthaltiger Zwischenprodukte der Phthalocyaninsynthese, die man erhält, wenn man Phthalsäure bzw. Phthalsäureanhydrid oder solche funktionelle Derivate derselben, welche zur Bildung von Phthalocyaninen befähigt sind, in Gegenwart von Kobaltsalzen den zur Phthalocyaninbildung führenden Bedingungen unterwirft und die Reaktion abbricht, sobald wesentliche Mengen eines gelbbraunen Umsetzungsproduktes entstanden, aber bevor wesentliche Mengen an Kobaltphthalocyanin gebildet sind. Vorzugsweise arbeitet man bei etwas niedrigeren Temperaturen, als sie für die Phthalocyaninbildung optimal sind.
  • Auf Grund der Analysenergebnisse handelt es sich bei diesen komplexen Kobaltverbindungen um höhermolekulare Verbindungen, die auf i Atom Kobalt sechsmal die Elemente des Phthalodinitrils enthalten.
  • Weitere Arbeiten zeigten, daB nach verschiedenen neuen Verfahren auch andere Zwischenprodukte der Phthalocyaninsynthese, nämlich die i-Amino-3-imino-isoindolenine und die i-Alkoxy-3-imino-isoindolenine bzw. Alkaholanlagerungsprodukte derselben erhalten werden können (Patente 879 ioo, 879 toi und 879 i02). In diesen Patentschriften wird gezeigt, daß die obengenannten monomeren Verbindungen unter bestimmten Bedingungen unter Abspaltung von Ammoniak bzw. Alkohol in höher kondensierte Verbindungen übergehen können.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die im Patent 839 939 beschriebenen kobalthaltigen Zwischenprodukte der Phthalocyaninsynthese aus 3-Imino-isoindoleninmolekülen aufgebaut sind, ähnlich wie sie auch in den obengenannten monomeren und kondensierten Amino- bzw. Alkoxy-imino-isoi.ndoleninen vorliegen.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß solche schwermetallhaltigen, aus Iminö-isoindoleninmolekülen aufgebauten höhermolekularen Verbindungen auch auf andere Weise gewonnen werden können. So erhält man solche Produkte, wenn man auf o-Acrylendinitrile Kupfersalze in organischen Lösungsmitteln unter Bedingungen, die milder als die bei der Phthalocyaninbildung üblichen sind, einwirken läßt und die erhaltenen Produkte abtrennt.
  • Als Ausgangsmaterial für dieses Verfahren kommen o-Arylendinitrile sowie ihre zur Phthalocvaninbildung an sich befähigten Kernsubstitutionsprodukte, zu denen auch solche mit ankondensierten Ringen und solche mit Heteroatomen im Arylring gehören, in Betracht. Als Beispiel seien genannt Phthalodinitril, 1,:2, 4, 5-Tetracyanbenzol, die o-Cyanbenziminoäther, die alkylsubstituierten Phthalodinitrile, wie das 4-Methylphthalodinitril und das 4-Tertiärbutylphthalodinitril, das 3, 4-Dicyandiphenyl sowie die durch Alkoxy-, Phenoxy-, Sulfonsäuregruppen und durch Halogen substituierten Phthalodinitrile. Als mehrkernige Dinitrile seien genannt das Naphthalin-2, 3-dinitril und als heterocyclisches Dinitril 2, 3-Dicyanpyridin.
  • Als Kupfersalze kommen sowohl die des einwertigen Kupfers, wie. die Halogenide und Rhodanide, als auch die des zweiwertigen Kupfers, wie das Nitrat, Acetat, Formiat usw., in Betracht. Geeignete Lösungsmittel, in denen die Reaktion durchgeführt werden kann, sind sowohl aromatische Kohlenwasserstoffe und ihre Substitutionsprodukte, beispielsweise Naphthalin, Nitrobenzol, o-Dichlorbenzol, als auch tertiäre Basen, beispielsweise Pyri.din. Man kann diese Lösungsmittel für sich allein oder in Mischung miteinander anwenden.
  • Die Reaktion wird zweckmäßig unter solchen Bedingungen durchgeführt, unter denen möglichst keine größeren Mengen Phthalocyanin entstehen. Das erreicht man einerseits durch die Wahl des Kupfersalzes und Lösungsmittels und andererseits durch Einhaltung von Temperaturen, die unter den für die Phthalocyaninbildung üblichen liegen. Kupfernitrat beispielsweise neigt wenig dazu, Phthalocyanin bei den gegebenen Reaktionsbedingungen zu bilden. Dementsprechend kann man beim Arbeiten mit Kupfernitrat etwas höhere Reaktionstemperaturen einhalten, ohne daß Phthalocyanin entsteht, während es bei den anderen Salzen meistens von Vorteil ist, bei etwas tieferen Temperaturen zu arbeiten. Die optimale Temperatur für Umsetzungen in aromatischen Basen liegt etwa zwischen 6o und 8o°, in anderen Lösungsmitteln zwischen 8o und i4o°.
  • Die Zusammensetzung der nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen kupferhaltigen Polyisoindolenine schwankt je nach dem angewandten Verhältnis des Kupfersalzes zum o-Arylendinitril. Das anzuwendende molare Verhältnis Kupfersalz zu Dinitril kann zwischen i : i und i :6 schwanken. Vorzugsweise nimmt man i Molekül des Kupfersalzes auf 2 bis 3 Moleküle des Dinitrils.
  • Die für die Isolierung anzuwendenden Methoden richten sich danach, ob die so gewonnenen Produkte in der Reaktionsmischung gelöst vorliegen oder ob sie aus dieser bereits ausgefallen sind. Im ersteren Fall, d. h. beim Vorliegen der Lösung, fällt man die Polyisaindolenine durch Zusatz solcher Agentien, die ihre Löslichkeit in den Lösungsmitteln herabsetzen, wie z. B. durch Wasser oder Salzlösungen, beispielsweise wäßrige Lösungen von Natriumchlorid oder Natriumacetat, oder durch Ligroin aus.
  • In dem Fall, daß sie schon während der Reaktion ausgefallen sind, werden sie nach den üblichen Methoden abgetrennt. Die Löslichkeitsverhältnisse in der Reaktionsmischung ändern sich mit der Natur des angewandten Kupfersalzes und des Lösungsmittels. So sind beispielsweise die mit Hilfe von Kupfernitrat oder Kupferacetat gewonnenen Produkte schwer löslich. Die mit Hilfe der. einwertigen Kupfersalze gewonnenen Produkte sind dagegen sowohl in Py.ridin als auch in.. Nitrobenzol leicht löslich.
  • Durch Nachbehandlung der so gewonnenen kupferhaltigen Poly-isoindolenine mit Säuren können auch die schwerlöslichen in leichter lösliche Formen übergeführt werden. Man nimmt diese Säurebehandlung vorteilhafterweise in wassermischbaren organischen Lösungsmitteln vor, indem man sie beispielsweise in Aceton, Alkoholen oder Pyridin suspendiert und vorsichtig mit Salzsäure behandelt. Man erhält beispielsweise im Fall des nitrathaltigen Produktes auf diese Weise Verbindungen, die zwar in Aceton schwer, aber in Methanol leicht löslich sind. Aus den Werten der quantitativen Elementaranalyse geht hervor, daß die nach diesem Verfahren erhaltenen Produkte je nach ihrer Herstellungsweise auf i Atom Kupfer in der Regel 4 bis 6 Iminoisoindoleninreste und i bis :2 negative Reste, beispielsweise Hydroxylionen oder Säurereste, und gegebenenfalls noch ein oder mehrere Moleküle eines Alkohols oder Wasser enthalten, wenn sie mit letzteren Mitteln behandelt wurden.
  • Die metallhaltigen Poly-isoindolenine können nicht nur durch Synthese aus o-Arylendinitrilen, sondern auch aus anderen Zwischenprodukten der Phthalocyaninsynthese erhalten werden. So kann man die metallhaltigen Poly-isoindolenine erhalten, wenn man beispielsweise die aus o-Arylendinitrilen und Ammoniak bzw. dessen Abkömmlingen erhältlichen i-Amino-3-imino-isoindolenine mit löslichen Schwermetallverbindungen umsetzt und die schwerlöslichen höhermolekularen Metall-aminoiminoisoindolenine abtrennt.
  • Als Ausgangsmaterialien kommen die nach der Patentschrift 879 roo erhältlichen monomeren und auch kondensierten i-Amino-3-imino-isoindolenine in Betracht. Man nimmt die Umsetzung vorzugsweise in Gegenwart organischer Lösungsmittel, z. B. in Alkoholen oder Pyridin, vor. Je nach den angewandten Reaktionsbedingungen und nach der Natur des angewandten Metalls erhält man Komplexverbindungen mit wechselndem Metallgehalt. Enthalten die zugesetzten Lösungsmittel Wasser oder Alkohol, so können auch diese an die Komplexverbindungen angelagert werden. Setzt man beispielsweise i Mol eines i-Amino-3-imino-i@söindolenins mit i Mol Kupferchlorid bei Zimmertemperatur um, so erhält man eine gut kristallisierte Verbindung, die i Mol Kupferchlorid auf i Mol des monomeren i-Amino-3-imino-isoindolenins enthält. Entsprechend lassen sich auch solche Verbindungen herstellen, die 2, 3, 4, 5 oder 6 Mol i-Amino-3-imino-isoindolenin auf i Mol des Schwermetallsalzes enthalten. Geeignete Schwermetallsalze sind beispielsweise die des Kobalts, Nickels, Kupfers, Chroms, Eisens, Bleis.
  • Nimmt man dagegen die Umsetzung bei erhöhten Temperaturen, beispielsweise bei 7o bis 12o°, vor, so reagieren die einzelnen i-Ami@no-3-imino-isoindoleninmoleküle innerhalb der Metallkomplexverbindung untereinander unter Abspaltung von Ammoniak, wobei höhermolekulare Kondensationsprodukte entstehen, die denen ähnlich sind, die bei der Umsetzung kondensierter i-Amino-3-iminoisoindolenine mit Metallsalzen in der Kälte erhalten werden. Die Kondensation kann so weit fortschreiten, daß aus 4 bzw. 6 Molekülen i-Amino-3-imino-isoindoleninen unter Abspaltung von 4 bis 6 Molekülen Ammoniak bzw. im Fall der N-substituierten i-Amino-3-imino-isoindolerüne des entsprechenden Amins möglicherweise geschlossene Ringe mit i Atom Metall entstehen.
  • Nimmt man die Umsetzung der i-Amino-3-iminoisoindolenine mit den komplexbildenden Metallen bei noch höheren Temperaturen vor, beispielsweise bei 1500, so entstehen neben den obenerwähnten komplexen Verbindungen mehr oder weniger große Mengen des entsprechenden Metallphthalocyanins, wenn nicht relativ große Mengen Metallsalze, z. B. i Mol oder mehr, bezogen auf i Mol i-Amino-3-imino-isoindolenin, zugegen sind. Im letzteren Fall erhält man schwerlösliche bis unlösliche Metallverbindungen.
  • Unter Berücksichtigung der Kombinationsmöglichkeiten mit den verschiedenen Ausgangsmaterialien und Schwermetallsalzen sowie der möglichen Variationen in den Molverhältnissen und Temperaturen läßt sich so eine große Zahl der verschiedensten gut charakterisierten Metallverbindungen der i-Amino-3-imino-isoindolenine herstellen. Die neuen komplexen Metallverbindungen sind vielfach gut kristallisiert und weisen die verschiedensten Färbungen, wie grün, violett, gelb, grau oder rot, auf bzw. können sie auch farblos sein. Sie sind in konzentrierter Schwefelsäure löslich. Mit konzentrierter Salpetersäure erhält man, soweit nicht infolge hoher Herstellungstemperaturen Ringbildung oder weitgehende Kondensation der einzelnen i-Amino-3-imino-isoindoleninmoleküle untereinander stattgefunden hat, nach dem Verdünnen die i-Amino-3-imino-isoindolenine in Form ihrer Nitrate zurück. In organischen Lösungsmitteln sind die anionenhaltigen komplexen Metallverbindungen meist unlöslich; in mehrwertigen Alkoholen und Säureamiden, beispielsweise Dimethylformamid, jedoch sind die bei niederer Temperatur gewonnenen oft gut löslich.
  • Außer aus den vorstehend genannten i-Amino-3-imino-isoindoleninen erhält man schwermetallhaltige Polyim.inoisoindolenine auch, wenn man beispielsweise die aus o-Arylendinitrilen mit Alkalimetallalkoholaten erhältlichen kondensierten i-Alk-. oxy-3-imino-isoindolienine mit löslichen Schwermetallverbindungen zweckmäßig in organischen Lösungsmitteln umsetzt und die entstandenen Schwermetallverbindungen unter Zusatz solcher Stoffe ausfällt, die ihre Löslichkeit herabsetzen. Die Umsetzung kann man mit den in der Patentschrift 8791o2 beschriebenen kondensierten i-Alkoxy-3-imino-isoindoleninen und auch mit den nach den Angaben von L i n s t e a d und Lo w e (Journal of the Chemical Society, London, 1934, S. 1o26, Abschnitt »Reaction with Iodium«) aus Phthalonitril, Amylalkohol und Natrium erhaltenen Vorprodukten der Phthalocyanindarstellung vornehmen. Als Lösungsmittel, in denen man die Um- Setzung vorzugsweise durchführt, seien beispielsweise Alkohole, Dioxan, Dimethylformamid und Pyridin genannt.
  • Als Schwermetallsalze kommen die derjenigen Schwermetalle in Frage, die an sich zur Bildung von Phthalocyaninen befähigt sind. Es sind dies beispielsweise Salze des Kupfers, Nickels, Kobalts, Bleis, Zinns, Eisens und Chroms, wobei die der einwertigen Metalle, z. B. des einwertigen Kupfers, dazu neigen, während der Umsetzung bei erhöhten Temperaturen kleinere oder größere Mengen Phthalocyanin zu bilden. Die Anionen der Schwermetallsalze sind ohne wesentlichen Einfluß auf die Umsetzung. Wesentlich ist nur, daß die Schwermetallsalze in den eingesetzten Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen wenigstens etwas löslich sind, so daß die Ionenumsetzung stattfinden kann. Je nach der Löslichkeit des eingesetzten Schwermetallsalzes benötigt man kürzere oder längere Zeit, bis die Umsetzung vollständig verlaufen ist. So ist die Umsetzung teilweise schon nach wenigen Sekunden beendet, während es in anderen Fällen erforderlich sein kann, bis zu a4 Stunden oder mehr zu rühren. Anstatt die Alkoxviminoisoindolenine erst zu isolieren, kann man sie selbstverständlich auch in ihren Reaktionslösungen, wie sie bei ihrer Herstellung anfallen, umsetzen. Um die isolierten Alkoxyverbindungen leichter in Lösung zu bringen, kann man eine alkoholische Lösung eines Metallalko holates zusetzen.
  • Die entstandenen _Schwermetallverbindungen fällt man unter Zusatz solcher Stoffe, die ihre Löslichkeit herabsetzen, aus ihren Lösungen aus. Als solche kommen einerseits aliphatische Kohlenwasserstoffe oder Äther in Betracht und im Fall, daß die Umsetzung in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel vorgenommen wurde, wie in Alkoholen, Dioxan, Dimethylformamid oder Pyridin, auch Wasser- oder Salzlösungen.
  • Die so gewonnenen Schwermetallverbindungen sind meist amorphe, fast farblose bis braunrote Substanzen, die in vielen organischen Lösungsmitteln löslich sind. In Alkoholen, Formamid usw. sind sie dagegen schwerer löslich. Durch Säuren werden sie leicht bis zum entsprechenden Dicarbonsäureimid hydrolysiert, die Schwermetallverbindungen dagegen., die man in Gegenwart basischer Stoffe, wie Ammoniak oder Piperidin, aus den Alkoxyerbindungen gewonnen hat, sind säurebeständiger. Löst man sie beispielsweise in konzentrierter Schwefelsäure, so gehen sie oft .dabei schon bei Zimmertemperatur in Phthalocyanine über. In kalter Ameisensäure lösen sie sich mit roter Farbe, die beim Erwärmen über violett nach blau umschlägt, wobei dann schließlich Phthalocyanine abgeschieden werden.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß die neuen, stabilen, schwermetallhaltigen, kondensierten Polviminoisoindolenine nicht nur aus einfachen Ausgangsmaterialien, wie o-Arylendicarbonsäuren, Amino-iminoisoindoleninen und Alkoxy-iminoisoindoleninen gewonnen werden können, sondern auch, indem man starke Salpetersäure auf Phthalocyanine, die in organischen Lösungsmitteln suspendiert sind, einwirken läßt und die primär entstandenen Verbindungen mit basischen Stoffen behandelt. Für die Durchführung dieser Reaktion sind sowohl metallfreie als auch metallhaltige Phthalocyanine, wie beispielsweise Kupfer-, Kobalt-, Nickel- und Eisenphthalocyanine, die auch substituiert sein können, geeignet, wobei es vollkommen gleichgültig ist, nach welchem Verfahren die Phthalocyanine erhalten wurden. Als organische Suspensionsmittel kommen sowohl aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe oder deren Substitutionsprodukte, wie Toluol, Nitrobenzol, als auch Alkohole und organische Säuren, wie Essigsäure, in Betracht. Auch Gemische derselben untereinander oder diese Lösungsmittel zusammen mit tertiären Basen, wie beispielsweise Pyridin, können angewandt werden.
  • Die verwendete Salpetersäure soll möglichst konzentriert sein. So verläuft die Reaktion beispielsweise mit einer solchen, die ein spezifisches Gewicht von 1,5 hat, besonders gut. Die Menge der anzuwendenden Salpetersäure schwankt innerhalb weiter Grenzen, und zwar kommen schon Mengen, die weit unter der der Phthalocyanine liegen, wie auch Mengen, die ein Vielfaches der des Farbstoffes betragen, in Betracht. Die Einwirkung der Salpetersäure scheint in verschiedenen Stufen zu verlaufen. So konnte beobachtet werden, daß bei Anwendung von wenig Salpetersäure bei den Phthalocyaninen, in denen das Metall in verschiedenen Wertigkeitsstufen im Molekül auftreten kann, z. B. beim Kobaltphthalocyanin, das Phthalocyanin mit der höheren Wertigkeitsstufe des Metalls entsteht. Bei weiterer Einwirkung der Salpetersäure erhält man dann Produkte, die denen ähnlich sind, die im Fiat Final Report 1313, V01. III. S.343 beschrieben sind und jetzt in reiner Form erhalten werden können, indem man als Suspensionsmittel Nitrobenzol anwendet. Diese im früheren I. G. Werk Ludwigshafen durch Einwirkung von verdünnter Salpetersäure auf Phthalocyanine in wäßriger schwefelsaurer Suspension erhaltenen tiefblauvioletten Produkte sind nicht beständig und bilden in Gegenwart von Wasser oder auch schon unter dem Einfluß des in der Atmosphäre enthaltenen Wasserdampfes nach kurzer Zeit, auch ohne Zusatz anderer Substanzen und ohne daß eine Erhöhung der Temperatur erforderlich ist, Phthalocyanin zurück. Eine technische Verwendung dieser Produkte ist deshalb nicht möglich.
  • Nimmt man die Behandlung der Phthalocyanine mit größeren Mengen Salpetersäure vor, so erhält man solche Verbindungen, die durch eine Nachbehandlung mit basischen Stoffen, wie Ammoniak oder Aminen, in die stabilen gelben bis gelbbraunen, meist: kristallisierten metallhaltigen Poly-iminoisoindolenine übergeführt werden können.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Reaktion besteht darin, daß man die Phthalocyanine in den genannten Mitteln suspendiert und die Salpetersäure, die zweckmäßig mit einem der genannten Suspensionsmittel verdünnt wurde, allmählich zugibt, wobei man durch Kühlung dafür sorgt, daß die Reaktionstemperatur nicht zu hoch ansteigt. Das weitere Vorgehen richtet sich danach, welche Suspensionsmittel benutzt werden bzw. wie groß die verwendeten Salpetersäuremengen sind. Arbeitet man in Mitteln wie Eisessig oder Toluol mit nicht zu großen Mengen Salpetersäure, so erhält man gefärbte kristallisierte Veribindungen, die man nach dem Abtrennen mit Basen, z. B. Ammoniak, oder mit Aminen zweckmäßig in aromatischen Kohlenw asserstoffen behandelt. Durch die Basenbehandlung gehen die genannten kristallisierten., ursprünglich entstandenen Verbindungen in Lösung. Man isoliert sie daraus dadurch, daß man sie durch Zusatz von aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder Äthern ausfällt und abtrennt oder dadurch, daß man den aromatischen Kohlenwasserstoff vorzugsweise im Vakuum abdestilliert.
  • Führt man dagegen die Reaktion mit größeren Mengen Salpetersäure in Gegenwart von Alkoholen durch, so gehen die Reaktionsprodukte schon während der Reaktion in Lösung, aus der man sie durch Einrühren in Eis-Kochsalz-Mischungen isolieren kann. Durch anschließende Behandlung mit wäßrigen Lösungen von Ammoniak oder anderen Basen erhält man die stabilen metallhaltigen Poly-iminoisoindolenine.
  • Die gelben bis gelbbraunen neuen Poly-iminoisoindolenine sind in den meisten organischen Lösungsmitteln löslich, außer in aliphatischen Kohlenw asserstoffen und Äthern. In Alkoholen sind sie meist schwer löslich.
  • Durch Behandlung mit Alkalilauge kann man sie in vielen Fällen in eine Form überführen, die in Alkoholen leichter löslich ist. Im Fall der Kobaltverbindungen führt die Alkalilaugebehandlung zu wasserlöslichen Produkten.
  • Die Analyse eines aus Kobaltphthalocyani.n mit Salpetersäure in Nitrobenzol erhaltenen Produktes, das mit Methanol aufgearbeitet wurde, ergibt folgende Werte: C = 49,6%, H = 3,70/0, 1T = i70/0, 0 = 16,6%, Co = 7,1 0/0.
  • Eine weitere Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man auf Phthalocyanine Brom in Gegenwart von Alkoholen einwirken läßt und die primär entstandenen Bromanlagerungsprodukte mit Basen behandelt. Als Ausgangsmaterial eignen sich metallfreie oder metallhaltige Phthalocyanine, wie beispielsweise Kupfer-, Kobalt-, Nickel-, Eisenphthalocyanine, die auch substituiert und nach irgendeinem der bekannten Verfahren hergestellt sein können. Als Lösungsmittel verwendet man vorzugsweise niedere Alkohole, wie Methanol, die man gegebenenfalls in Mischung mit organischen Basen, wie Pyridin, anwenden kann..
  • Das Brom wird in elementarer Form und vorzugsweise im Überschuß angewandt, wobei man zweckmäßig mit etwa der 3fachen Gewichtsmenge Brom, bezogen auf das eingesetzte Phthalocyanin, arbeitet.
  • Die Einwirkung des Broms kann bei Zimmertemperatur oder auch bei leicht erhöhten Temperaturen erfolgen, wobei der Farbstoff fast vollkommen in Lösung geht. Die auf diese Weise erhaltenen Bromanlagerungsprodukte sind kristallisierte gelbbraune Produkte, die relativ unbeständig sind.
  • Um diese Verbindungen zu stabilisieren, kann man das Reaktionsgemisch, ohne die Bromanlagerungsprodukte zu isolieren" mit kleineren Mengen tertiärer Basen, vorzugsweise Pyridin, bei erhöhten Temperaturen, die bis zur Siedetemperatur des Lösungsmittelgemisches gesteigert werden können, behandeln. Es entstehen dabei schwerlösliche braungelbe kristallisierte Verbindungen, die etwa 30°/o Brom enthalten.
  • Dasi Brom ist sowohl in den zuerst genannten unstabilen als auch in den durch die Pyridin-Wärme-Behandlung stabilisierten Verbindungen noch lose gebunden und kann mit alkalischen Mitteln, wie Ammoniak, entfernt werden. Dieses Verhalten zeigt, daß das Brom unter den eingehaltenen Reaktionsbedingungen nicht substituierend wirkt, sondern nur angelagert wird.
  • Die Abspaltung des Broms aus den genannten stark bromhaltigen Verbindungen erfolgt am einfachsten durch Behandlung mit Ammoniak: Man kann dabei so verfahren, daß man die schwerlöslichen Produkte in flüssigen organischen Medien, z. B. in Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, Toluol, oder in Nitrobenzol oder in tertiären Basen suspendiert und entweder Ammoniakgas einleitet oder das Ammoniak auf andere Weise, z. B. als Lösung, zufügt.
  • Die suspendierten Bromverbindungen gehen bei der Ammoniakbehandlung in hsung und können daraus durch Zusatz solcher Mittel, die ihre Löslichkeit verringern, wie beispielsweise aliphatische, Kohlenwasserstoffe oder Äther, als fast halogenfreie gelbe kristallisierte Verbindungen abgeschieden werden.
  • Behandelt man die bromfreien'Reaktionsprodukte mit Piperidin in Pyri.din, so erhält man in Alkohol schwerlöslich.egelbe kristallisierte Produkte, die in konzentrierter iSchwefelsäure schon ohne Zusatz von Reduktionsmitteln den Farbstoff bilden.
  • Die durch die Basenbehandlung gewonnenen Produkte sind beständig und vor allem in vielen Lösungsmitteln leichter löslich als die hochbromhaltigen, so daß den ersteren in der Praxis, d. h. vor allem zum Färben und Drucken auf der Faser, größere Bedeutung zukommt.
  • Ein aus Kupferphthalocyanin gewonnenes, durch Behandlung mit Ammoniak halogenfrei erhaltenes, grünlichgelb bis orange gefärbtes kristallisiertes Produkt zeigte die folgende Analyse:
    gefunden
    , berechnet füi
    Cis Hao N3 ()a Cu
    C = 63,2 % C = 63,0 °/a
    = 3,70/0 H = 3,20/-
    0 = 5,00/0 0 = 5,T @/o
    N = 17,8 °/o N =i7,8
    Cu = 9,5 % Cu = Zo,T 0/0
    Die auf Grund der Elementaranalyse aufgestellten Summenformeln für die neuen Verbindungen zeigen, daß sie sich von den als Ausgangsmaterial eingesetzten Phthalocyaninen durch einen Mehrgehalt von zwei Sauerstoffatomen unterscheiden und vermutlich Alkoxygruppen bzw. Alkohole enthalten.
  • Eine weitere Abänderung des Verfahrens zur Herstellung schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine besteht darin, daß man auf Metallph thalocyanine Nitrate von Amino-iminoisoindoleninen in Gegenwart indifferenter Lösungsmittel bei erhöhten Temperaturen einwirken läßt.
  • Als Ausgangsmaterial können die bekannten Metallphthalocyanine, .die auch substituiert und mach irgendeinem der bekannten Verfahren hergestellt sein können, verwendet werden. Als solches sei besonders das Kobaltphthalocyanin erwähnt. Die für die Durchführung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung erforderlichen Nitrate von Amino-iminoisoindoleninen können beispielsweise nach dem Verfahren des Patents 879 roo gewonnen werden, indem man o-Arylendicarbonsäuren, ihre Kiernsubstitutionsprodukte oder die funktionellen ,Derivate derselben in Gegenwart von ammoniakliefernden Substanzen, wie Harnstoff, sowie in Gegenwart zweckmäßig mindestens äquimolarer Mengen Nitrationen und in Gegenwart der die Phthalocyaninbildung aus o Arylendicarbonsäuren an sich begünstigenden Katalysatoren und gegebenenfalls auch in Gegenwart indifferenter Lösungsmittel auf Temperaturen bis etwa 2oo° erhitzt. Sie besitzen die allgemeine Formel in der R1 und R2 für Wasserstoff oder für Alkyl-, Aryl- und Cycloalkylgruppen, die außerdem substituiert sein können, und X für ein oder mehrere Substituenten, wie beispielsweise Alkyl-, Aryl- oder Cycloalkylgruppen sowie Halogenatome, Sulfonsäuregruppen, Carboxylgruppen usw., oder auch für anellierte Ringe stehen können.
  • Man führt die Reaktion vorteilhafterweise bei Temperaturen zwischen r6o und 25o° durch. Im allgemeinen nimmt man, üm aus dem Phthalocyanin schwermetallhaltige Poly-iminoisoindolenine mit 5 bzw. 6 Iminoisoindoleninresten zu erhalten, i bzw. 2 Mol des Amino-iminoisoindaleninnitrats auf r Mol des R-Tetall-Phthaloevanins, wobei es manchmal vorr Vorteil sein kann, noch etwas Ammoniumnitrat zuzusetzen. Als indifferente Lösungsmittel kommen, alle die in Betracht, deren Siedepunkte möglichst oberhalb der angewandten Reaktionstemperatur liegen, wie beispielsweise Nitrobenzol, Trichlorbenzol, Naphthalin, Chinolin, Acetamid, Benzolsulfonamid, Benzophenon. Man kann die Reaktion aber auch in Gegenwart von Harnstoff durchführen.
  • Zur Isfllierung der so hergestellten metallhaltigen Poly-iminoisoindolenine kann man den Teil, der schon während bzw. nach Beendigung der Reaktion ausgefallen ist, in bekannter Weise abtrennen. Er besteht vermutlich aus solchen metallhaltigen Poly-iminoisoindoleninen, die Nitrit- oder Nitratreste, die salzartig gebunden sind, enthalten. Ein Teil der metallhaltigen Poly-iminoisoindolenine bleibt im verwendeten Lösungsmittel in Form der freien Base gelöst und kann nach Einengen der Lösung durch Zusatz von Ligroin ausgefällt werden oder auch durch Eindampfen der .Lösung zur Trockne, was vorteilhafterweise im Vakuum geschieht, gewonnen werden.
  • Die nach diesem Verfahren gewonnenen metallhastigen Poly-iminoisoindolenine sind meist gut kristallisierte Verbindungen, die sich chemischen und physikalischen Einwirkungen gegenüber ähnlich verhalten wie die nach der vorher beschriebenen Arbeitsweise erhaltenen und je nach der Menge des angewandten Amino-iminoisoindoleninnitrats 5 bzw. 6 Iminoisoindoleninreste im Molekül enthalten. Sie fallen meistens in Form brauner bis gelber Kristalle an, welche sich in Methanol und Lauge mit rötlichgelber Farbe lösen. Nach Zusatz von Reduktionsmitteln gehen sie beim Erwärmen wieder in die entsprechenden Phthalocyanine über.
  • Die metallhaltigen stabilen Polv-iminoisoindolenine, wie sie nach den vorstehend beschriebenen Verfahren .erhalten werden, bestehen aus kondensierten Iminoisoindoleninen, wobei jedes einzelne Iminoisoindoleninmolekül eine Alkoxy-, Amino-oder Oxygruppe tragen kann. Die Zahl der Iminoisoindoleninreste, aus denen sie sich aufbauen., liegt meist zwischen a und b, wobei sowohl solche mit offener Kette als auch solche, die den Ring geschlossen haben, vorkommen können. Trotz des recht verschiedenen äußeren Aussehens und ihres verschiedenen Verhaltens gegenüber Lösungsmitteln und chemischen Einflüssen gehören alle diese Produkte zu derselben Gruppe, nämlich den Poly-iminoisoindoleninen. Wenn man berücksichtigt, daß je nach der Vorbehandlung mehr oder weniger viele Moleküle Wasser oder Alkohol (wahrscheinlich an die Döppelbindung des heterocyclischen Ringes jedes einzelnen Isoindoleninmoleküls) angelagert sein können und daß z. B. die Aminogruppe und gegebenenfalls auch die Iminogruppe zur Salzbildung befähigt sind und daß das Metall an den verschiedensten Stellen und :auf die verschiedenste Weise im 'olekül gebunden sein kann, wozu noch die durch die Natur des jeweils gebundenen Metalls bedingten Unterschiede hinzukommen, so lassen sich dadurch die bei den einzelnen Verbindungen auftretenden Unterschiede sowohl im äußeren Aussehen als auch in ihrer Löslichkeit und in ihren anderen physikalischen Eigenschaften, wie Farbe, erklären. Über die Art und Weise, wie das Metall in den neuen Verbindungen gebunden ist, konnten noch keine genauen Anhaltspunkte gefunden werden. Im allgemeinen dürfte die komplexe Bindung eine große Rolle spielen, was sich beispielsweise auch darin zeigt, Verbindungen koordinativ vierwertige Metalle bevorzugt Verbindungen aus 4 Iminoi.soindoleninresten aufbauen, wie beispielsweise das Kupfer, und koordinativ sechswertige Metalle bevorzugt solche mit 6 Iminoisoinidolenin@resten bilden, wie beispielsweise das Kobalt. Allen diesen Verbindungen ist gemeinsam, daß sie meist schon unter sehr milden Bedingungen und vorteilhaft in Gegenwart eines reduzierenden Stoffes in die entsprechenden Phthalocyanine übergehen. Die neuen metallhaltigen Poly-iminoisoindolenine stellen wertvolleZwischenprodukte für die .organisch-chemische Synthese dar. Beispiel i 2o Gewichtsteile Phbhalodinitril werden unter Rühren zusammen mit io Gewichtsteilen wasserfreiem .,Kupfernitrat in 140 Gewichtsteilen Pyridin auf 65° erwärmt. Bevor die Reaktionspartner in Lösung gegangen sind, beginnt die Abscheidung eines schwach gefärbten kristallinen Niederschlages, und das Reaktionsgemisch ist nach 7stündiger Reaktionsdauer ziemlich dick geworden. Man setzt das Erwärmen insgesamt 17 Stunden fort und saugt dann das schwerlöslicshe Reaktionsprodukt nach warm ab. Der Filterrückstand wird mit Pyridin, Methanol und heißem Wasser mehrmals gut ausgewaschen, bis der Ablauf farblos erscheint, und dann getrocknet. Die in guter Ausbeute anfallende schwachgrau gefärbte Verbindung ist kupferhaltig und weist geringe Spuren von Kupferphthalocyanin auf. Sie ist in organischen Lösungsmitteln schwer löslich.
  • Die Verbindung liefert beim Erwärmen in Pyridin, Chinolin oder Anilin Kupferphthalocyanin und ebenso bei der Reduktion, z. B. in Ameisensäure mit Ferrosulfat. Bei der Behandlung mit Aceton und Salzsäure geht die neue Verbindung in eine farblos, gut kristallisierende Substanz über, die in Methanol spielend löslich ist und mit Anilin oder beim Verküpen schon bei Raumtemperatur in Kupferphthalocyanin übergeht. Die mit (Salpetersäure, und Aceton behandelte Substanz hat nach der Analyse die Zusammensetzung C51 H39 N154. Cu und enthält wahrscheinlich zwei Nitratreste. Beispiel e Werden 77 Gewichtsteile Phthalodinitril und 56 Gewichtsteile wasserfreies Kupfernitrat in 60o Gewichtsteilen Nitrobenzol bei g5° verrührt, so kristallisiert nach einiger Zeit aus der gelben Lösung eine gelbe Verbindung aus, die nach 7stündiger Reaktionsdauer abfiltriert, mit Nitrobenzol, Methanol und heißem Wasser ausgewaschen und getrocknet wird. Man erhält 85 Gewichtsteile messinggelbes Kristalle, welsche in organischen Lösungsmitteln fast unlöslich sind. .Die Verbindung enthält 14,81/o Kupfer. Beispiel 3 Läßt man 1i2,8 Gewichtsteile Phthalodinitril und 75 Gewichtsteile entwässertes Kupferaoetat in 1200 Gewichtsbeilen Nitrobenzol bei g5 bis ioo° mehrere Stunden aufeinander einwirken, so geht die ursprüngliche bläuliche Farbe der Schmelze in schwacholivgrün über, und nach etwa il/, Stunden scheiden sich farblose bis schwachgrau gefärbte Nädelchen aus. Bei zu langer Reaktionsdauer kann man außerdem die Bildung von Kupferphthalocyanin beobachten. Der Versuch muß daher rechtzeitig unterbrochen werden. Die Isolierung dies Reaktionsproduktes erfolgt durch Absaugen usw.
  • Die schwachgrau gefärbte Substanz ist in Pyridin, Methanol sowie in Pyridin-Natronlauge-Gemischen unlöslich. Sie geht bei der Behandlung mit Aceton und Salzsäure in eine Verbindung über, die mit Natriumhydrosulfit im alkalischen Medium tiefblaue Lösungen gibt. Beispiel 4 Eine Mischung aus 3o Gewichbsteilern Phbhalodinitril, i2Gewichtsteilen Kupferbromür und 24oGewichtsteilen Pyridin wird im offenen Kolben etwa 15 Stunden auf 65° erhitzt. Die ursprünglich bräunliche Pyridinlösung hat jetzt eine gelbe Farbe angenommen. Nachdem Abkühlen wind die Schmelze mit noo Gewichtsteilen Pyridin verdünnt und von dem ausgefallenen Anteil abfiltriert. Beim Verdünnen des gelben Filtrates mit Eiswasser scheiden sich aus der Pyridinlösung schwachgelb gefärbte Flocken aus, die abgesaugt und xnit Wasser ausgewaschen werden. Man trocknet im Exsikkator. Das Rohprodukt kann mit Salpetersäure gereinigt werden. Es löst sich in M.ethänol mit gelblicher Farbe, die auf Zusatz von Natronlauge nach orangebraun umschlägt und nach Zugabe von Hydrosulfit beim Verdünnen mit Wasser eine klare grüne Lösung gibt, die bald. neinblaue Flocken des Kupferphthalocyanins abscheidet. Auch bei schwachem Erwärmen in Butanol-Natron-Lauge oder bei direktem Erhitzen erfolgt gleichfalls die Bildung von Kupferphthalocyanin.
  • Beispiel 385 Gewichtsteile Pyridin., &i,6 Gewichtsteile 3, 4-Dicyandiphenyl und 28,6 Gewichtsbeile Kupferbromür werden 24 Stunden bei 65 bis 7o° gerührt. Hierauf wird von dem ` gebildeten 4, 4 , 4", 4 "'-Tetraphenyl-kupferphthalocyanin abgesaugt und mit Pyridin nachgewaschen.
  • Nach dem Auskochen des Filterrückstandes mit verdünnter Salzsäure erhält man etwa 319,5 Gewichtsteile des T.etraphenyl-kupferphthalocyan@ins. Die Pyridinmutterlaugen werden mit Wasser verdünnt, der ausfallende Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.
  • Man erhält etwa 58 Gewichtsteile eines schwachlehmgelb gefärbten Produktes, welches mit Reduktionsmitteln, wie Natriumhydrosulfit oder Glucose, leicht in das 4, 4', 4", 4 "-Tetraphenyl-kupferphthalocyanin übergeführt werden kann. In Pyridin ist das Zwischenprodukt leicht mit gelblicher Farbe löslich.
  • Beispiel 6 In 40o Gewichtsteilen Pyridin werden 14,5 Gewichtsteile i-Amina-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 ioo, bei 6o1 gelöst. In die auf 401 abgekühlte Lösung wird eine bei 8o0 hergestellte und auf 4o0 abgekühlte Lösung von io Gewichtsteilen Kupferchlorür in 30o Gewichtsteilen Pyridin eingerührt. Aus der Lösung scheidet sich ein rotbrauner Niederschlag ab. Nach Rühren über Nacht bei Raumtemperatur wird abgesaugt und mit Pyridin und Äther gewaschen. Die so gewonnene rotbraune Verbindung enthält die Elemente C, H, O, N, Cl, Cu im Verhältnis 8,7: 8,6 : 0,38: 3 : 0,78: o,89. Beim Erhitzen mit überschüssigem Amino-iminoisoindolenin in Formamid oder Glykol wird daraus Kupferphthalocyanin erhalten. Natriumhydrosulfit reduziert das Kupfer zum 1Zetall.
  • Beispiel ? In eine Lösung von 171 Gewichtsteilen Kupferchlorid (krist.) in 135o Gewichtsteilen Methanol werden bei 25° 145 Gewichtsteile i-Amino-3-iminoisoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 10o, unter Rühren eingetragen, wobei sich ein grüner kristalliner Niederschlag abscheidet. Er wird abgesaugt und mit Methanol und Äther gewaschen. Die grüne Kupferverbindung hat die Zusammensetzung C=38°/0, H=3,300/0, 0=3,36°/o, N= 15,70°l0, Cl = 21,50°/0, Cu- = 19 0/0.
  • Beim Erhitzen mit überschüssigem Amino-iminoisoindolenin in Formamid oder Glykol entsteht daraus Kupferphthalocyanin schon bei etwa ioo1. Natriumhydrosulfit reduziert das Kupfer zum Metall.
  • Beispiel 8 8,7 Gewichtsteile i Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 100, werden in 86 Gewichtsteilen Methanol kalt gelöst, und eine Lösung von 5,1 Gewichtsteilen Kupferchlorid (krist.) in 4o Gewichtsteilen Methanol wird bei Raumtemperatur eingerührt.
  • Es scheidet sich ein violettgrauer kristalliner Niederschlag ab, der abgesaugt und mit Methanol und Äther gewaschen wird. Ausbeute: 13,5 Gewichtsteile einer violettgrauen Kupferverbindung, die die Elemente C, H, 0, N, Cl, Cu im Verhältnis 17:21,8: 1,o4:6,17:2: 1 enthält. Beim Erhitzen mit überschüssigem Amino-iminoisoindolenin in Formamid oder Glykol entsteht daraus schon bei etwa ioo° Kupferphthalocyanin. Natriumhydrosulfit reduziert das Kupfer zum Metall.
  • Beispiel 9 2g Gewichtsteile i-Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 10o, werden bei Raumtemperatur in 23o Gewichtsteilen Methanol gelöst, und unterRührenwirdeineLösung von 23,8 Gewichtsbeilen Nickelchlorid (krist.) in igo Gewichtsteile Methanol eingetragen.
  • Zunächst entsteht eine klare gelbe Lösung, dann scheidet sich ein gelber Niederschlag ab, der nach etwa istündigem Rühren kristallin wird. Darauf wird abgesaugt und mit Methanol und Äther gewaschen.
  • Die gelbe Nickelverbindung löst sich in Formamid erst mit gelber Farbe, beim Erwärmen scheiden sich graue Nadeln ab, die bei weiterem Erhitzen in Nickelphthalocyanin übergehen. Natriumhydrosulfit reduziert das Nickel zu Metall.
  • Beispiel io 29 Gewichtsteile i-Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 löo, werden bei Raumtemperatur in 23o Gewichtsteilen Methanol gelöst, und unter Rühren wird eine Lösung von 23,8 Gewichtsteilen Kobaltchlorid (krist.) in igo Gewichtsteile Methanol eingetragen.
  • Zunächst entsteht eine rotbraune Lösung, dann scheidet sich ein rotbrauner Niederschlag ab, der bei längerem Rühren kristallin wird. Nach 1i2 Stunde wird abgesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet.
  • Beim Erhitzen der Kobaltv erbindung in Formamid für sich allein entsteht Kobaltphthalocyanin. Beim Erwärmen zusammen mit überschüssigem Amino-iminoisoindolenin in Formamid oder Glykol entsteht der Farbstoff schon bei etwa ioo1. Natriumhydrosulfit reduziert das Kobalt bis zum Metall.
  • Beispiel ii Ein Gemisch von 19,4 Gewichtsteilen i-Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879100, 3,44Gewichtsteilen Kupferchlorid (krist.), i80 Gewichtsteilen Pyridin wird 48 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, die violettgrauen Nädelchen abgesaugt und mit Pyridin, Aceton und Äther nachgewaschen.
  • Die so hergestellte violettgraue Verbindung enthält die Elemente C, H, O, N, Cl, Cu im Verhältnis 31,5 : 37,6: 2"6: 11,3 : 2,4: 1.
  • Die Substanz gibt beim Erhitzen für sich allein oder mit überschüssigem Amino-iminoisoindolenin in Formarnid oder Glykol schon bei etwa ioo° Kupferphthalocyanin. Natriumhydrosulfit reduziert das enhaltene Kupfer bis zum Metall.
  • Beispiel 12 2,3 Gewichtsteile Natrium werden in 8o Gewichtsteilen wasserfreiem Äthanol gelöst, dann bei Raumtemperatur 14,5 Gewichtsteile i-Amino-3-iminoisoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 10o, und 12,8 Gewichtsteile Phthalodiniti'il unter Rühren eingetragen. Die gelbe Lösung wird etwa 20 Stunden gerührt. Dann werden 8,5 Gewichtsteile Kupferchlorid (krist.) zugefügt. Nach etwa 4stündigem Rühren, wobei Ammoniak entweicht, wird der hellgrüne Niederschlag abgesaugt und mit Äthanol und Äther gewaschen. Ausbeute: 11,5 Gewichtsteile der hellgrünen Kupferverbindung folgenderZusammensetzung:C=44,34°/o,H=3,400/0, O = 5,53'/0, N = 15,14%, Cl =i7,58°/0, Cu =i40/0.
  • Der hellgrüne Niederschlag löst sich in konzentrierter Schwefelsäure olivfarben. Beim Eingießen dieser Lösung in Wasser fallen daraus blaue Flocken von Kupferphthalocyanin aus.
  • In Ameisensäure gibt die Kupferverbindung eine anfänglich orangegefärbte Lösung, aus der unter Übergang der Färbung über Rot, Violett nach Blau Kupferphthalocyanin ausfällt.
  • Beispiel 13 19,4 Gewichtsteile I-Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren .des Patents 879100, und 3,4 Gewichtsteile Kupferchlorid (krist.) werden in 18o Gewichtsteilen Pyridin I Stunde bei ioo° gerührt, wobei eine gelbbraune Lösung entsteht, dann wird noch 45 Minuten bei 117° weitergerührt. Die Lösung entfärbt sieh., Ammoniak entweicht, und graue Nadeln scheiden sich ab. Es wird heiß filtriert und mit Pyridin und Äther gewaschen. Die Substanz löst sich in konzentrierter Schwefelsäure grünstichiggelb.
  • Beim Austragen dieser Lösung in Wasser fallen blaue Flocken von Kupferphthalocyanin aus.
  • In Ameisensäure löst sich die graue Substanz in der Kälte fast farblos, beim Erwärmen wird die Lösung orangefarben, dann violett, und beim Kochen fällt Kupferphtllalocyanin aus. In Eisessig wird eine gelbe Lösung erhalten, die beim Kochen Kupferphthalocyanin abscheidet. In Alkohol-Pyridin- oder in Pyridin-Wasser-Gemischen gibt Natriumhydrosulfit oder Schwefelnatrium eine tiefblaue Lösung, aus der sich Kupferphthalocyanin abscheidet.
  • Beim Kochen in Nitrobenzol entweicht Ammoniak, und es scheidet sich ebenfalls Kupferphthalocyanin ab. Die Substanz ist in siedendem Pyridin unlöslich.
  • Auf Grund der Analyse und des Verhaltens gegenüber Lösungsmitteln handelt es sich bei dem vorliegenden Komplex vermutlich um einen solchen, der einen geschlossenen Ring von 6Iminoisoindol-bzw. Iminoisoindoleninmolekülen enthält.
  • Der graue Kupferkomplex hatte folgende Zusammensetzung: C = 67,4o°/0, H = 3,o10/0, O = 2,96%, N=18,901)10, Cl = o, I o 0/0, Cu = 7 %.
  • Wird an Stelle von Kupferchlorid Kupferacetat verwendet, so entsteht eine graue Substanz von ganz ähnlichen Eigenschaften.
  • Beispiel 14 19,4 Gewichtsteile I-Arnino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 10o, und 4,8 Gewichtsteile Kobaltchlorid (krist.) werden in 18o Gewichtsteilen Pyridin zunächst I Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Dabei fällt ein rotbrauner amorpher Niederschlag aus. Dann wird noch I Stunde bei 70° und 3 Stunden bei 117° weitergerührt. Bei Temperaturen über 9o°' entweicht Ammoniak. Der amorphe Niederschlag wandelt sich dabei in Nädelchen um, die dann allmählich in gelbbraune Rhomben übergehen. Diese werden nach dem Erkalten abgesaugt, mit etwas Pyridin, Wasser und mit heißem Alkohol und dann mit Äther gewaschen. Die Elementaranalyse des gelbbraunen Kobaltkomplexes ergab folgende Werte: C = 68,60%, 11 = 3,80'10, 0 = 0,44'/0, Cl = 0,25 0/0,N = 19,910/0, Co 7,20»/o.
  • Der gelbbraune Kobaltkomplex löst sich in konzentrierter Schwefelsäure olivgrün, beim Austragen dieser Lösung in Wasser fallen blaue Flocken von Kobaltphthalocyanin aus. In Ameisensäure gibt die Kobaltverbindung bei Raumtemperatur eine gelbe Lösung, die beim Erwärmen grün wird und aus der sich beim Köchen ebenfalls Kobaltphthalocyanin abscheidet. Auch beim Erwärmen mit F örmamid oder Glykol entsteht Kobaltphthalocyanin. In Pyridin-Wasser-Gemischen entsteht mit Natriumhydrosulfit oder Schwefelnatrium eine olivgrüne Lösung, aus der sich unter dem Einfluß des .Luftsauerstoffs Kobaltphthalocyanin abscheidet. Beim Einengen des Alkoholfiltrats, das beim Auswaschen des oben beschriebenen Kobaltkomplexes erhalten wurde, erhält man einen anderen gelben kristallinen Kobaltkomplex, der in seinen Eigenschaften dem ersteren sehr ähnlich ist, jedoch in siedendem Methanol und Pyridin löslich ist. Er enthält die Elemente C, H, O, N, Co im Verhältnis 48:32,6:2,1 : 14,3: 1,03. Beispiel 15 19,4 Gewichtsteile I-Amino-3-imino-isoindolenin, hergestellt nach dem Verfahren des Patents 879 10o, und 4,76 Gewichtsteile Nickelchlorid (krist.) werden in 18o Gewichtsteilen Pyridin 2 Stunden bei ioo° gerührt. Zunächst entsteht eine rote Lösung, aus der sich rotbraune Nadeln abscheiden, wobei Ammoniak entweicht. Dann wird noch I Stunde bei 117°' weitergerührt. Die rotbraunen Nadeln gehen dabei in kurze Prismen über. Letztere werden aus der heißen Lösung abfiltriert und mit Pyridin und Äther gewaschen. Die Substanz löst sich in konzentrierter Schwefelsäure olivgrün. Beim Austragen dieser Lösung in Wasser fallen blaue Flocken von Nickelphthalocyanin aus. In Ameisensäure gibt die Nickelverbindung in der Kälte eine blaurote Lösung, die sich bald violett färbt. Beim Kochen fällt daraus Nickelphthalocyanin aus.
  • Auch beim Erhitzen in Formamid oder Glykol entsteht Nickelphthalocyanin.
  • In Pyridin-Wasser-Gemischen entsteht beim Kochen mit Natriumhydrosulfit ebenfalls Nickelphthalocyanin. Beispiel 16 32 Gewichtsteile dimolekulares Methoxyiminoisoindolenin, hergestellt nach Beispiel I des Patents 879 1o2, werden in Zoo Gewichtsteilen Methanol gelöst und 38,4 Gewichtsteile Natriummethylatlösung (6 Gewichtsteile Natrium in 79,3 Gewichtsteilen Methanol) diazugegeben; dazu läßt man langsam eine Lösung von 26,4 Gewichtsteilen wasserfreiem Kupferchlorid in ioo Gewichtsteilen Methanol zulaufen.
  • Es scheidet sich in guter Ausbeute ein gelbgrüner Niederschlag ab, welcher abgesaugt, mit Methanol gewaschen und im Vakuum getrocknet wird. Er ist in organischen Lösungsmitteln sehr schwer löslich, geht aber auf Zusatz von Natronlauge in einem Gemisch von Pyridin und Methanol leicht mit gelbbrauner Farbe in Lösung. Beim Erwärmen dieser Lösung mit einer Invertzuckerlösung scheiden sich schöne braungelbe Kristalle ab. Sowohl die gelbgrüne als auch die braungelbe Kupferverbindung geben beim Erhitzen mit Formamid leicht Kupfer-. phthalocyanin.
  • Beispiel 17 In einer Stickstoffatmosphäre läßt man zu einer Suspension von 25,6 Gewichtsteilen Phthalodinitril in 1o5,5 Gewichtsteilen Benzol bei 2o bis 30° 34 Gewichtsteile Natriummethylatlösung (6 Gewichtsteile Natrium in 74,3 Gewichtsteilen Methanol) tropfen und erwärmt die Mischung unter Rühren i Stunde auf etwa 35°. Anschließend läßt man bei 20 bis 22° eine Lösung von 6,7 Gewichtsteilen wasserfreiem Kupferchlorid in 15,8 Gewichtsteilen Methanol zulaufen, wobei eine Temperatursteigerung um etwa i5'°' eintritt. Nach 3stündigem Rühren saugt man das abgeschiedene Kochsalz ab. Das Benzolfiltrat wird im Vakuum eingeengt und mit Ligroin versetzt, wobei sich einbrauner, klebriger Niederschlag abscheidet. Letzterer wird in o,9 Gewichtsteilen Tetrahydrofuran gelöst und in 3,5 Gewichtsteilen Ligroin eingerührt, der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Ligroin gewaschen und im Vakuum getrocknet. Ausbeute etwa 26 Gewichtsteile.
  • Das getrocknete Produkt ist ein in Methanol lösliches schwachgelblichbraunes Pulver. Bei der Zugabe von Natronlauge oder Wasser zu der methylalkoholischen Lösung fällt ein heller, flockiger Niederschlag aus. In einer pyridinhaltigen Lösung von Natriumhydrosulfit geht die Kupferverbindung beim schwachen Erwärmen leicht in Kupferphthalo cyanin über.
  • Auch beim Erwärmen mit Piperi,din tritt P.hthalocyaninrings.chluß ein. Die Kupferverbindung löst sich in Ameisensäure mit oiivstichiggelber Farbe, «selche beim Erhitzen zunächst braungelb und später violett wird; schließlich scheidet sich aus der Lösung etwas Kupferphthalocyanin ab.
  • Beispiel 18 Eine Mischung von 105,5 Gewichtsteilen Benzol, 25,6 Gewichtsteilen Phthalodinitril und 22,7 Gewichtsteilen Natriummethylatlösung (6 Gewichtsteile Natrium in ioo Gewichtsteilen Methanol) erwärmt man etwa 15 :Minuten auf 35°, bis die Intensität der gelben Lösung nicht mehr zunimmt. Hierauf trägt man bei 2o° 6,02 Gewichtsteile fein gesiebtes Kupferacetat ein, rührt 11/z bis 2 Stunden bei 20° und saugt von dem abgeschiedenen Natriumacetat ab. Das im Vakuum eingeengte Benzolfiltrxt wird mit Ligroin versetzt und so lange stehengelassen, bis der ausgefallene Niederschlag festgeworden ist. Man saugt dann ab und wäscht mit Ligroin nach. Nach dem Trocknen im Vakuum erhält man 27,3 Gewichtsteile eines schwachbräunlichgelb gefärbten Pulvers, welches in einer pyridinhaltigen alkalischen Lösung von Natriumhydrosulfit sehr leicht Kupferphthalocyanin gibt.
  • Beispiel 19 Man löst in 51 Gewichtsteilen Methanol 2,875 Gewichtsteile Natrium, verdünnt mit 314 Gewichtsteilen Pyridin und trägt anschließend 64 Gewichtsteile Phthalodinitril ein. Manerwärmtdann i Stunde auf 6o° und trägt nach dem Abkühlen auf 2o° 23 Gewichtsteile fein zerriebenes basisches Kupferacetat ein. Nach i Stunde fällt man aus der braunen Lösung die Kupferverbindung mit Wasser aus, welche abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet wird. Man erhält 65,5 Gewichtsteile eines bräunlichlehmgelben Pulvers (Kupfergehalt 8 %), welches in Formamid schwer, in Dimethylformamid, Pyridin oder Dioxan leicht löslich ist. Beim Erwärmen mit Formamid, Glykol oder Nitrobenzol entsteht Kupferphthalocyanin.
  • Beispiel :2o Man stellt eine Lösung eines kondensierten i-MethOxy-3-imino-isoindolenins her, indem man eine Lösung von 2,9 Gewichtsteilen metallischem Natrium in 51 Gewichtsteile Methanol, mit 314 Gewichtsteilen Pyridin verdünnt, bei 2o bis 30° 64 GewichtsteilePhthalodinitrileinträgt und anschließend i Stunde auf 6o° erhitzt. Hierauf läßt man auf 2o° erkalten.
  • In diese Lösung trägt man 29,7 Gewichtsteile kristallines Nickelchlorid ein, rührt i Stunde bei 20'° und saugt das ausgeschiedene Salz ab, welches mit Pyridin nachgewaschen wird. Das Pyridinfiltrat wird mit Wasser ausgefällt, der entstandene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhält 64,5 Gewichtsteile eines bräunlichroten Pulvers (Nickelgehalt 6%), welches in Methanol etwas löslich ist und sich in Chloroform, Pyridin und Dimethylformamid bräunlichorange löst. Mit Natriumhydrosulfit oder beim Erhitzen mit Formamid, Glykol oder Trichlorbenzol erhält man leicht Nickelphthalocyanin.
  • Beispiel 21 Man stellt eine Lösung eines kondensierten i-Methoxy-3-imino-isoindolenins her, indem man 28i Gewichtsteile Benzol zu einer Lösung von 2,875 Gewichtsteilen metallischem Natrium in 51 Gewichtsteile Methanol zufügt, bei 2d° 64 Gewichtsteile Phthalodinitril einträgt und 24 Stunden bei 2o° rührt.
  • Man fügt zu dieser Lösung 16,25 Gewichtsteile entwässertes Kobaltchlorid zu und rührt noch etwa i Stunde bei 20°. Hierbei bilden sich 62 Gewichtsteile eines Niederschlages, welcher hauptsächlich aus Kobaltphthalocyanin besteht und welcher abgesaugt und mit Benzol gewaschen wird. Das Benzolfiltrat wird im Vakuum eingeengt, mit Ligroin versetzt und die entstandene Fällung abgesaugt. Nach dem Auswaschen mit Ligroin und Trocknen im Vakuum erhält man ig Gewichtsteile eines bräunlichlehmgelb gefärbten Pulvers, das in Methanol mit braungelber Farbe löslich ist und mit alkalischem Hydrosulfit eine Leukoverbindung liefert. Seine Lösung in Ameisensäure ist bräunlichgelb und färbt sich beim kurzen Erhitzen schrnutziggrün.
  • Beispiel 22 Man löst 3,45 Gewichtsteile metallisches Natrium in Methanöl und destilliert das überschüssige Methanol im Vakuum weitgehend, bis zur Erzielung eines dicken Syrups, ab. Nach dem Verdünnen mit 253 Gewichtsteilen Benzol trägt man bei 2o bis 25'° 57,6 Gewichtsteile Phthalodinitril ein, rührt i Stunde bei 25'° und fügt io,o5 Gewichtsteile entwässertes Kupferchlorid zu, wobei zunächst keine Reaktion zu beobachten ist. Darauf läßt man 38,25 Gewichtsteile Piperidin zulaufen, wobei die Temperatur durch äußere Kühlung auf 25 bis 30° gehalten wird.
  • Nach 24stündigem Rühren saugt man die abgeschiedenen schwachgelblich gefärbten derben Nadeln ab und wäscht mit Benzol und Ligroin nach. Nach dem Trocknen im Vakuum erhält man ein fast farbloses Kristallpulver, welches in verdünnter Natronlauge und organischen Lösungsmitteln unlöslich ist. In verdünnten wäßrigen Säuren löst es sich unter teilweiser Zersetzung und Bildung von Kupferphthalocyanin. In kalter konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit der Farbe des Kupferphthalocyanins. Beim Eingießen der Lösung in Wasser fällt reines Kupferphthalocyanin aus. In Ameisensäure löst sich die Kupferverbindung mit bräunlichroter Farbe. Beim Erhitzen schlägt die Lösung zunächst nach violett um, dann fällt Kupferphthalocyanin aus.
  • Beispiel 23 Zu einer Suspension von io Gewichtsteilen Kupferphthalocyanin in ioo Gewichtsteilen Eisessig fügt man 5 Gewichtsteile 95o/oige Salpetersäure und rührt etwa 1/z Stunde bei 2o bis 251° nach. Dann wird die violette Masse abgesaugt, der Rückstand mit eiskaltem 2aP/oigem Ammoniak angerührt und erneut abgenutscht. Der gut trockengesaugte Nutschkuchen wird dann bei Raumtemperatur mit Benzol ausgezogen, wobei das Reaktionsprodukt in Lösung gebracht wird. Es kann durch Ausfällen mit Ligroin oder durch vorsichtiges Einengen der Benzollösung nach Abtrennung ungelöster Bestandteile isoliert werden. Man erhält auf diese Weise eine schwachgelb gefärbte Verbindung, die sich am Sonnenlicht oliv färbt. Sie gibt beim Erwärmen in Anilin oder bei der Behandlung mit Reduktionsmitteln Kupferphthalocyanin.
  • Beispiel 24 In eine Mischung aus 6o Gewichtsteilen Toluol und 3 Gewichtsteilen konzentrierter Salpetersäure trägt man io Gewichtsteile Kupferphthalocyanin ein und verrührt etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur. Nach dieser Zeit wird auf einer Glasnutsche abgesaugt, der Filterrückstand in etwa 6o Gewichtsteilen Benzol angeschlämmt und in die Benzolsuspension eine Zeitlang gasförmiges Ammoniak eingeleitet. Brei dieser Operation geht das Produkt mit gelbbrauner Farbe in Lösung und wird nach voraufgegangener Filtration durch Abtreiben des Benzols im Vakuum isoliert. Es stimmt mit der nach Beispiel 23 erhältlichen Substanz überein.
  • Beispiel 25 In eine auf ä° abgekühlte Mischung aus 16 Gewichtsteilen Methanol und 52 Gewichtsteilen Salpetersäure (D 1,5) trägt man unter Kühlung 5 GewichtsteileKupferphthalocyanin ein und setzt nochmals 2o Gewichtsteile Salpetersäure zu, damit der Farbstoff restlos in Lösung geht. Die Lösung ist schwachbraun gefärbt. Man gibt dann sofort auf ein Eis-Kochsalz-Gemisch, saugt den hellgrauen Niederschlag ab und schlämmt ihn mit kaltem Ammoniakwasser an. Man kann aber auch schon vor dem Absaugen direkt ammoniakalisch stellen. Die ammoniakalische Paste ist schwachgelb gefärbt, sie wird nach dem Auswaschen mit kaltem Wasser im Exsikkator getrocknet.
  • Beispiel 26 Zu einer Mischung aus io Gewichtsteilen Methanol und 7,5 Gewichtsteilen Pyridin läßt man unterhalb i& 45 Gewichtsteile Salpetersäure zutropfen und trägt dann bei etwa 5'°' 5 Gewichtsteile Kupferphthalocyanin ein. Durch Nachsatz von etwa 15 Gewichtsteilen Salpetersäure geht das Ausgangsmaterial restlos mit orangegelber Farbe in Lösung. Man gießt die Lösung auf Eis und überschüssiges Ammoniak und saugt den schwach gefärbten Niederschlag ab. Er wird nach dem Auswaschen mit Wasser bei Zimmertemperatur getrocknet. Die Verbindung ist mit dem nach Beispiel 25 erhältlichen Produkt identisch. Die Ausbeute beträgt 4 Gewichtsteile. Die Substanz ist in Äther und Methanol kaum löslich. Aceton, Pyridin und Nitro. benzol lösen mit gelbbrauner Farbe. Eine Lösung in Pyridin-Methanol zeigt auf Zusatz von Natronlauge im ersten Augenblick keinen Farbumschlag, wird aber bald heller. Beim Erwärmen in Nitrobenzol und einer Spur Piperidin oder bei der Reduktion erhält man Phthalocyanin. Die Lösung in Ameisensäure ist gelbbraun.
  • Beispiel 27 45,6 Gewichtsteile Kobaltphthalocyanin werden unter Rühren in 3oo Gewichtsteile Nitrobenzol eingestreut, und bei Zimmertemperatur wird eine Mischung aus 12 Gewichtsteilen 95o/oiger Salpetersäure und 5o Gewichtsteilen Nitrobenzol zugesetzt. Die Temperatur steigt auf 25 bis 30'°, und der Versuch wird unterbrochen, sobald das Ausgangsmaterial in einheitliche grobe schwarzbraune Nadeln übergegangen ist. Das Umsetzungsprodukt wird abgenutscht und mit Nitrobenzol, Benzol und Methanol gewaschen. Nach dem Trocknen an der Luft erhält man 6o Gewichtsteile der dunkelbraunen Verbindung. Beim Erwärmen in Ameisensäure erhält man aus dieser über eine violette Zwischenstufe das blaue Kobaltphthalocyanin. Schlämmt man die ausgewaschene schwarzbraune Substanz in Methanol an, .so geht auf Zusatz von wenig Natronlauge der größte Teil mit grünblauer Farbe in Lösung. Durch Aussalzen der filtrierten Lösung mit mehr Natronlauge erhält man schöne blaue Prismen. Der isolierte blaue Körper ist in kaltem Methanol mit klarer blaugrüner Farbe leicht löslich; die Lösung in kaltem Piperidin verhält sich ähnlich und nimmt beim Erwärmen eine blauere Färbung an. Die Lösung in Schwefelsäure ist olivgrün und liefert beim Eingießen in Wasser grünliche, stumpfblaue Flocken. Wird die Behandlung von Kobaltphthalocyanin mit Salpetersäure in der oben beschriebenen Weise, aber unter Verwendung von mehr Säure durchgeführt, so geht die Reaktion weiter, und es entstehen an Stelle der schwarzbraunen Kristalle zitronengelbe Nädelchen. Die Darstellung dieser gelben Verbindung kann z. B. auf folgende Weise vorgenommen werden: 22,8 Gewichtsteile Kobaltphthalocyanin werden in i40 Gewichtsteile Nitrobenzol eingetragen. Nach dem Abkühlen auf io bis 15° läßt man 56 Gewichtsteile Salpetersäure vom spezifischen Gewicht i,4 zutropfen, wobei man die Temperatur auf etwa 20° ansteigen läßt. Das Gemisch nimmt zunächst ein schwarzbraunes Aussehen an und wird beim Verrühren bei Raumtemperatur allmählich heller. Gegen Ende der Reaktion beobachtet man unter dem Mikroskop einheitliche gelbe Nadeln, und eine Probe löst sich in Methanol auf Zusatz von Lauge nicht mehr blaugrün, sondern mit orangebrauner Farbe. Ist dieses Stadium erreicht, so wird die inhomogene Masse mit etwa 320 Gewichtsteilen Methanol versetzt und auf der Nutsche abgesaugt. Der gelbe N utschkuchen wird mit Methanol gut ausgewaschen und zum Schluß mit Aceton und Äther mehrmals abgedeckt. Ausbeute 27 Gewichtsteile.
  • Die erhaltene Verbindung ist sauerstoffhaltig und enthält noch das Metall. Die Elementaranalyse ergibt folgende Werte: C = 49,6%, O =i6,60/0, H=3,70/0, N =i70/0, Co = 7,10/0. Während sie in kaltem Nitrobenzol unlöslich ist, löst sie sich in Pyridin und Chinolin leicht mit orangebrauner Farbe. Die braune wäßri.ge alkalische Lösung gibt eine olivgefärbte Küpe, die beim Schütteln mit Luft klaren blauen Farbstoff abscheidet. Beispiel 28 io Gewichtsteile fein pulverisiertes Kupferphthalocyanin trägt man in eine Lösung aus 17o Gewichtsteilen Methanol und 3o Gewichtsteilen Brom ein und rührt so lange bei Zimmertemperatur, bis der Farbstoff bis auf einen geringen Rückstand in Lösung gegangen ist. Läßt man eine Probe der geklärten Lösung verdunsten, so beobachtet man unter dem Mikroskop einheitliche gelbe Kriställchen. Da die Substanz in diesem Stadium nicht sehr beständig ist, setzt man dem Versuch nach der Filtration io Gewichtsteile Pyridin zu und erwärmt nochmals etwa 15 Minuten zum Sieden. Dabei erhält man gelbbraune Kristalle, die nach dem Erkalten abgesaugt werden. Der Nutschkuchen wird mit Methanol und darauf mit Äther ausgewaschen und getrocknet. Das bräunlichgelbe Kristallpulver enthält 28,8% lose gebundenes Brom. Die bromhaltige Substanz löst sich in Schwefelsäure ähnlich wie Kupferphthalocyanin. Beim Erwärmen in Pyridin, worin die Verbindung leicht löslich ist, oder in Anilin wird Kupferphthalocyanin zurückgebildet, ebenso entsteht der Ausgangsfarbstoff bei der Reduktion mit Hydrochinon, z. B. in Eisessig.
  • Wird die Bromverbindung in 22 Gewichtsteilen Benzol angeschlämmt und bei Raumtemperatur Ammoniakgas eingeleitet, so geht die Substanz mit orange Farbe in Lösung. Es wird dann von den anorganischen Salzen abfiltriert und die neue Verbindung vorsichtig mit Äther ausgefällt. Man erhält orangegelb gefärbte, halogenfreie Krisba.:lle, die in kaltem Pyridin löslich sind und daraus auf Zusatz von Wasser wieder gut kristallisiert ausgefällt werden. Beim Erwärmen in Anilin auf etwa ioo° erhält man in guter Ausbeute Kupferphthalocyanin. Gibt man zu ihrer goldgelben Lösung in Schwefelsäure Hydrochinon, so erhält man beim Eingießen in Wasser ebenfalls blaue Flocken des Farbstoffes. Beispiel 29 Soo Gewichtsteile Methanol, 9o Gewichtsteile Brom, 3o Gewichtsteile Pyridin und 3o Gewichtsteile Kupferphthalocyanin werden unter Rühren etwa 1/a Stunde zum Sieden erhitzt. Vorübergehend tritt zum großen Teil Lösung ein, aus der sich dann aber sehr rasch orangebraune Kristalle abscheiden. Man saugt kalt ab und wäscht mit Methanol und Äther nach. Ausbeute 42 Gewichtsteile einer Bromverbindung, die mit .dem nach Beispie128 dargestellten Bromderivat übereinstimmt. Sie wird durch die Behandlung mit Ammoniak in die oben beschriebene bromfreie Verbindung übergeführt. Die Elementaranalyse der letzteren ergab die Zusammensetzung C = 63,20/0,O = 50/0, H = 3,70/0, hT = 17,80/0, Cu = 9,5'/0.
  • Beispiel 30 Eine Mischung von 5,8 Gewichtsteilen i-Amino-3-imino-isoindolenin, 4,16 Gewichtsteilen i Amino-3-imino-isoindoleninnitrat und 1,6 Gewichtsteilen wasserfreiem Kobaltchlorid in 19,2 Gewichtsteilen Nitrobenzol wird unter Rühren 4 bis 5 Stunden auf i80° erhitzt.
  • Nach dem Erkalten wird mit Methanol verdünnt; die erhaltenen gelbbraunen Kristalle werden abgesaugt, mit Methanol und Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 6,7 Gewichtsteile eines Kobaltphthalocyaninzwischenproduktes.
  • Beispiel 31 Eine Mischung vorn 6,96 Gewichtsteilen einer komplexen Kobaltaminoiminoisoindoleninverbindung, die auf i Atom Kobalt 4 Moleküle Iminoisoindolenin und ein. oder mehrere Nitratres.te enthält (hergestellt nach Beispiel 27), 3,2 Gewichtsteil-en i-Amino-3-imino-isoindolenin und 6o Gewichtsteilen Nitrobenzol wird so lange auf i8o bis igo° erhitzt, bis die anfangs entstandenen blauen Kristalle des Kobaltphthalocyanins wieder verschwunden sind. Nach dem Erkalten wird mit Methanol verdünnt und das gelbbraune Kristallisat abgesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet.
  • Man erhält 2,4 Gewichtsteile eines in Nitrobenzol schwerlöslichen Kobaltphthalocyaninzwischenproduktes, welches in Aceton mit Natriummethylat zunächst in Lösung geht, sich aber durch überschüssiges Natriummet'hylat als Natriumverbindung in Form rotbrauner Kristalle aussalzen läßt. Löst man die Natriumverbindung in Aceton, so fällt beim Ansäuern mit Eisessig wieder die natriumfreie Verbindung aus.
  • Die Elementaranalyse ergab folgende Werte: gefunden C = 61,17'/0, H = 3,07%, N = 22,170/0, O = 5,070/0, Co = 7,500/0.
  • Engt man die oben erhaltenen Nitrobenzol-Methanol-Mutterlaugen im Vakuum ein und versetzt den Rückstand mit Ligroin, so erhält man nach dem Absaugen, Auswaschen mit Ligroin und Trocknen des ausgefallenen gelbbraunen Niederschlages 5,3 Gewichtsteile eines in Nitrobenzol leichtlöslichen Kobaltphthalocyaninzwischenproduktes. Nach der Elementaranalyse besitzt es die folgende Zusammensetzung: gefunden C = 6o,5 %, H=3,62%, N=i9,ig%, O=io,230/0, Co=6%. Beispiel 32 6o Gewichtsteile Nitrobenzol, 5,7i. Gewichtsteile Kobaltphthalocyanin und: 4,44 Gewichtsteile i-Amino-3-imino-isoindolenin-nitrat werden etwa 2 bis 3 Stunden auf Zoo bis 2i.o° erhitzt, bis die blauen Nadeln des Kobaltphthalocyan.ins verschwunden sind. Nach dem Abkühlen saugt man ab und wäscht mit Aceton und Ligroin nach. Man erhält 6,25 Gewichtsteile eines schwerlöslichen Kobaltphthalocyaninzwischenproduktes.
  • Durch Einengen der Nitrobenzolmutt.erlauge im Vakuum und Ausfällen mit Ligroin, Absaugen, Waschen mit Ligroin und Trocknen erhält man 2,7 Gewichtsteile eines in Nitrobenzol leichtlöslichen Kobaltphthalocyaninzwischenproduktes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine, die weniger als i Atom Schwermetall auf einen Iminoisoindoleninrest enthalten, dadurch gekennzeichnet, a) daß man auf o-Arylendinitrile Kupfersalze in organischen Lösungsmitteln unter Bedingungen, die milder als die bei der Phthalocyaninbil.dung üblichen sind, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen (5o bis i4o° einwirken läßt und die erhaltenen kristallisierten Produkte abtrennt, b),daß man i-Amino-3-imino-isoindolenine mit löslichen Kupfer-, Nickel-, Kobalt-, Eisen-, Chrom-, Blei- oder Zinnverbindungen umsetzt, wobei pro Mol i-Amino-3-imino-isoindolenin weniger äls i Mol Schwermetallverbindung verwendet werden, und die schwerlöslichen höhermolekularen Metallamino-imino-isoindolenine abtrennt, c) daß man kondeniserte i-Alkoxy-3-imino-isoindolenine mit löslichen Kupfer-, Nickel-, Kobalt-, Eisen-, Chrom-, Blei- oder Zinnverbindungen zweckmäßig in organischen Lösungsmitteln umsetzt und, die entstandenen Schwermetallverbindungen durch Zusatz solcher Stoffe ausfällt, die, wie aliphatische Kohlenwasserstoffe,Äther oder wäßrige Salzlösungen, die Löslichkeit dieser Verbindungen herabsetzen, d) daß man starke Salpetersäure auf Metallphthalocyanine, die in organischen Lösungsmitteln suspendiert sind, einwirken läßt und die primär entstandenen Verbindungen mit basischen Stoffen behandelt, e) daß man auf Metallphthalocyanine in Gegenwart von Alkoholen Brom einwirken läßt und die dabei erhaltenen Bromanlagerungsprodukte in der Wärme mit tertiären Basen und gegebenenfalls mit Ammoniak behandelt, f) daß man auf Metallphthalocyanine oder schwermetallhaltige Poly-iminoisoindol@enine niedrigeren Kondensationsgrades Nitrate von i-Amino-3-imino-isoindoleninen in Gegenwart indifferenter Lösungsmittel bei erhöhtenTemperaturen einwirken läßt.
DEF2493A 1949-08-25 1950-08-24 Verfahren zur Herstellung neuer, stabiler, schwermetallhaltiger Poly-iminoisoindolenine Expired DE914250C (de)

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