DE8816328U1 - Fräswerkzeug zum Wiederanphasen von Punktschweißelektroden - Google Patents

Fräswerkzeug zum Wiederanphasen von Punktschweißelektroden

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DE8816328U1
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    • B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/16—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for bevelling, chamfering, or deburring the ends of bars or tubes
    • B23B5/167—Tools for chamfering the ends of bars or tubes
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Milling Processes (AREA)

Description

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2. März 1989 H8/H
Anmelder: RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge,
Siemensstraße 11, 7036 Schönaich
Vertreter: Patentanwalt Dipl.-Ing. Hans Schiering, Westerwaldweg 4·, 7030 Böblingen
Fräswerkzeug zum Wlederanphasen von Punktschweißelektroden
Die Erfindung uetrifft ein Fräswerkzeug zum Wiederanphasen von Punktschweißelektroden, bei dem zwei Schneiden rotationssymmetrisch um eine Halbdrehung gegeneinander versetzt im hinteren Bereich einer von der freien Stirnseite eines mit einem Einspannschaft versehenen Werkzeugkopfes ausgehenden und zur Werkzeugachse koaxialen Sackbohrung angeordnet sind und in Richtung auf die freie Stirnseite des Werkzeugkopfes mit der Werkzeugachse einen spitzen Winkel bilden.
Vom Markt ist bereits ein Fräswerkzeug zum Wiederanphasen von PunktSchweißelektroden bekannt, das ein mühseliges und ungenaues Zufeilen der durch ihren Gebrauch abgestumpften, verfransten und verzunderten Punktschweißelektroden ausschließt und obendrein einen vorübergehenden Ausbau der PunktSchweißelektroden vermeidet. Es hat einen massiven Handgriff und arbeitet nach dem Rätschen-
- 2 —
- 2 -
g prinzip. Im Rätschenzentrum sind zahlreiche Schneiden
f als Maixtellinien eines Kreiskegelstumpfes gleichmäßig
1I1 verteilt. Das Fräswerkzeug benötigt die auf ihm ge-
jf schlossene Jeweilige Gegenelektrode als Widerlager, da-
|. 5 mit es von der zu bearbeitenden Punktschweißelektrode
i| nicht abrutschen kann. Weitere Nachteile dieses Fräs-
% Werkzeugs sind der große Platzbedarf beim Arbeitseinsatz
■ · infolge des ausladenden Handgriffs, das ungenaue Wieder-
■; anphasen durch das Nichteinhalten der Radialebene beim
Bewegen des Handgriffs und die kräf te zehrende Kfjidbetätigung an sich.
Ein Fräswerkzeug der eingangs angeführten Art ist aus der DD-PS 2 06 951 bekannt. Seine Zweckbestimmung liegt jedoch beim Anspitzen insbesondere von Schraubenenden, wozu ihm eine besondere Schrauben-Halteeinrichtung zugeordnet ist. Im unteren Bereich eines mit einer axial verlaufenden Durchgangsbohrung versehenen zylindrischen Werkzeugträgers sind mehrere in radialer Richtung waagerecht verlaufende Führungsprofile angeordnet, in aenwn je ein radial verstell- und festklemmbar angebrachtes Schneidmesser formschlüssig geführt ist. Die Durchgangsbohrung dient im oberen Bereich der Aufnahme des Bundansatzes eines Kegelschaftes und im unteren Bereich der Werkstückzu- und Späneabführung. Zum Ansatz von Austreibmitteln sind im Werkzeugträger zwei über Kreuz angeordnete Querbohrungen vorgesehen.
Aus der CH-PS 4 68 232 ist ein Werkzeug zum Abgraten und Anphasen von Rohr- und Wellenenden bekannt, bei dem nur eine Schneide vorhanden ist und eino auf der Schneidplatte mit einem Zylinderkopf aufliegende Klemmschraube durch einen FührungBsehlitz hindurchragt. Eine zum Führungschlitz parallele Führungsleiste der Schneidplatte und
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eine Stellschraube ergänzen die Lagefixierung der Schneidplatte dieses Werkzeugs.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein maschinell antreibbares, kostengünstig herstellbares und leicht zu wartendes Fräswerkzeug zum schnellen und genauen Wiederanphasen von in ihrer Einbaustellung befindlichen Punktschweißelektroden zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß an einem Fräswerkzeug der eingangs angeführten Gattung dergestalt gelöst, daß die beiden Schneiden zu einer auswechselbaren einzigen Schneidplatte gehören, eine Ausnehmung für die Schneidplatte aus einem von der freien Stirnseite des Werkzeugkopfes ausgehenden und in der Ebene der Werkzeugachse sich erstreckenden Sägeschlitz mit einer die Stärke der Schneidplatte geringfügig übertreffenden Weite besteht und zur Erweiterung der Ausnehmung im Bereich der Schneiden zu einem Späneabfuhrraum eine mit ihrer Achse zur Werkzeugachse senkrecht stehende und die Ausnehmung schräg kreuzende ^uerbohrung vorgesehen ist.
Das erfindungsgemäße Fräswerkzeug läßt sich bei einer passenden Ausgestaltung seines Einspannschaftes in das Spannfutter einer elektrischen Handbohrmaschine einsetzen und sodann mittels der Handbohrmaschine auf ein wiederanzuphasendes Ende einer in der Einbaustellung belassenen Punktschweißelektrode aufsetzen. Bei einer lediglich geringen Überweite der zur Werkzeugachse koaxialen Sackbohrung gegenüber dem Durchmesser der wiederanzuphasenden Punktschweißelektroden ist die Sackbohrung in ihrem vor den Schneiden liegenden vorderen Bereich zum Selbstzentrieren des Werkzeugkopfes auf der jeweiligen Punktschweißelektrode eingerichtet. Es brauchen keine zusätz-
lichen Maßnahmen ergriffen werden, um ein Abrutschen des Fräswerkzeugs von der gerade bearbeiteten Punktschweißelektrode zu verhindern. Das Fräswerkzeug erbringt wesentliche Arbeitserleichterungen und Qualitätsverbesserungen, wenn man bedenkt, daß stoßbetriebene Punktnehweißelektroden sehr rasch verschleißen und in Fertigungsstraßen oder Schweißautomaten oft sehr viele Punktschweißelektroden zu warten sind. Mit der Erfindung erzielte Vorteile bestehen aber insbesondere auch darin, daß das Fräswerkzeug über einen Austausch seiner Schneidplatte auf unterschiedliche Phasenwinkel umrüstbar ist, das Fräswerkzeug im Arbeitseinsatz besonders wenig Freiraum benötigt und die Genauigkeit des Wiederanphasens der Punktschweißelektroden verbessert ist.
Ein aufgrund der in den Unteransprüchen angegebenen Erfindungsausgestaltungen bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt 20
Fig. 1 eine Längsseitenansicht des beschriebenen Fräswerkzeugs,
Fig. 2 einen Axialschnitt mit Blickrichtung A aus Fig. 1 und
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 1 und Fig. 2 vergrößerte Stirnseitenansicht des Fräswerkzeugs.
Bei dem in der Zeichnung wiedergegebenen Fräswerkzeug ist der Einspannschaft 10 als ein in das Spannfutter einer Handbohrmaschine passender senkrechter Kreiszylinder ausgebildet und damit als besonders einfaches Drehteil leicht zu fertigen. Die kostensparende Herstellung des
Fräowerkzeugs wird zudem dadurch begünstigt, daß auch de^ sich an den Einspannschaft 10 anschließende Werkzeugkopf 11 abgesehen von der Ausnehmung 12, dem Späneabfuhrraum, der Gewindebohrung 15 und der koaxialen Sackbohrung 14 als senkrechter Kreiszylinder ausgebildet ist.
Die Ausnehmung 12 für die Schneidplatte 15 besteht aus einem von der freien Stirnseite 16 des Werkzeugkopfes ausgehenden und in der Ebene der Werkzeugachse 17 sich erstreckenden Sägeschlitz mit einer die Stärke der Schneidplatte 15 geringfügig übertreffenden Weite. Dadurch wird einerseits ein weiterer Beitrag für eine möglichst kostengünstige Herstellung des Fräswerkzeugs geleistet, werden aber andererseits auch die verdeckte Unterbringung der Schneidplatte 15 und die Zuverlässigkeit des Fräswerkzeugs gefördert. Die Klemmschraube 18 ragt durch ein Zentrierloch 19 der Schneidplatte 15 hindurch und liegt auf der Schneidplatte 15 mit einem Zylinderkopf auf, was die präzise und sichere Fixierung der Schneidplatte 15 an der Auflagefläche 20 erleichtert.
Auch die Schneidplatte 15 für sich genommen ist ein besonders kostengünstig herstellbares Bauteil des Fräswerkzeugs, da sie eine quadratische Form mit einer an einer Seitenlinie zur Bildung der beiden Schneiden 21 vorgenommenen Einkerbung aufweist. Die Einkerbung ist an den Schneiden 21 jeweils zu einer anderen Breitseite der Schneidplatte 15 hin schräggeschliffen. Nachdem die beiden Schneiden 21 vor dem Erreichen der Werkzeugachse an einer zur Werkzeugachse 17 senkrechten Anschlagkante 22 der Schneidplatte 15 enden, endet auch der Fräsvorgang mit dem Erreichen eines vorbestimmten Schweißpunktdurchmessers der anzuphasenden oder wiederanzuphasenden Punktschweißelektrode. Bei PunktSchweißelektroden mit
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einem einheitlichen Durchmesser von 9 mm wird 3o die Stirnfläche auf einen einheitlichen Durchmesser von 4,5 mm reduziert. Während der große Elektrodendurchmesser das Übertragen starker mechanischer Stoßkräfte erlaubt, führt die Stirnflächenreduktion zu einer wirksameren vilektrischen St romdichte.
Es wurde bereits die Besonderheit herausgestellt, daß die beiden Schneiden 21 in Richtung auf die freie Stirnseite 16 des Werkzeugkopfes 11 mit der Werkzeugachse 17 einen spitzen Winkel 23 bilden. Das Doppelte dieses Winkels 23 ist der Anphasungswinkel der Punktschweißelektrode, de^- vorzugsweise 90° oder 75° beträgt. Zum Wechseln des Anphasungswinkels genügt es, an einem einzigen vorhandenen Fräswerkzeug die Schneidplatte 15 auszutauschen. Die Bereithaltung eines kompletten Zweitwerkzeugs ist insoweit überflüssig.
Zur Erweiterung der Ausnehmung 12 im Bereich der Schneiden 21 zu einem Späneabfuhrraum ist eine mit ihrer Achse zur Werkzeugachse 17 senkrecht stehende und die Ausnehmung 12 schräg kreuzende Querbohrung 24 vorgesehen. Damit werden auch in dieser Hinsicht die Herstellungskosten des speziellen Fräswerkzeugs niedrig gehalten. Der Durchmesser der Querbohrung 24 beträgt etwa zwei Drittel des Durchmessers der koaxialen Sackbohrung 14.

Claims (4)

Schutzansprüche
1. Fräswerkzeug zum Wiederanphasen von Punktschweißelektroden, bei dem zwei Schneiden rotationssymmetrisch um eine Halbdrehung gegeneinander versetzt im hinteren Bereich einer von der freien Stirnseite eines mit einem Einspannschafc versehenen Werkzeugkopfes ausgehenden und zur Werkzeugachse koaxialen Sackbohrung angeordnet sind und in Richtung auf die freie Stirnseite des Werkzeugkopfes mit der Werkzeugachse einen spitzen Winkel bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schneiden (21) zu einer auswechselbaren einzigen Schneidplatte (15) gehören, eine Ausnehmung (12) für die Schneidplatte (15) aus einem von der freien Stirnseite (16) des Werkzeugkopfes (11) ausgehenden und in der Ebene der Werkzeugachse (17) sich erstreckenden Sägeschlitz mit einer die Stärke der Schneidplatte (15) geringfügig übertreffenden Weite besteht und zur Erweiterung der Ausnehmung (12) im Bereich der Schneiden (21) zu einem Späneabfuhrraum eine mit ihrer Achse zur Werkzeugachse (17) senkrecht stehende und die Ausnehmung (12) schräg kreuzende Querbohrung (24) vorgesehen ist.
2. Fräswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine alleinige Klemmschraube (18) durch ein Zentrierloch (19) der Schneidplatte (15) hindurchragt und auf der Schneidplatte (15) mit einem Zylinderkopf aufliegt.
3· Fräswerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidplatte (15) eine quadratische Form mit einer an einer Seitenlinie zur Bildung der "beiden Schneiden (21) vorgenommenen Einkerbung aufweist.
4. Fräswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schneiden (21) vor dem Erreichen der Werkzeugachse (17) an einer zur Werkzeugachse (17) senkrechten Anschlagkante (22) der Schneidplatte (15) enden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4213571A1 (de) * 1991-04-26 1992-10-29 Honda Motor Co Ltd Elektrodenspitzen-abrichtgeraet und schneidwerkzeug fuer dieses
EP0844040A1 (de) * 1996-11-22 1998-05-27 A.M.D.P. Punktschweisselektroden-Fräswerkzeug mit automatischer Späneableitung
WO2023034522A1 (en) * 2021-09-01 2023-03-09 Tolomatic, Inc. Tip dresser system with integrated transverse flux motor

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