DE858849C - Waermebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen - Google Patents

Waermebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen

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DE858849C
DE858849C DER162A DER0000162A DE858849C DE 858849 C DE858849 C DE 858849C DE R162 A DER162 A DE R162A DE R0000162 A DER0000162 A DE R0000162A DE 858849 C DE858849 C DE 858849C
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DE
Germany
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furnace
metal
oxygen
gas
fuel
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Expired
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DER162A
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English (en)
Inventor
Alfred Gordon Evans Robiette
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/74Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material
    • C21D1/76Adjusting the composition of the atmosphere

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • - Wärmebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallen in einer geregelten Atmosphäre, welche in Hinsicht auf das zu behandelnde Metall bei der Behandlungstemperatur im wesentlichen nicht oxydierend ist. Solch ein Verfahren. ist vorteilhaft z. B. für das Blankglühen von Stählen und l#Tickellegierungen, das Erhitzen für das Walzen und Schmieden der meisten Metalle und Legierungen und das Glühfrischen. von Temperguß.
  • Es ist allgemein üblich, solch ein Verfahren in einem geschlossenen Ofen oder geschlossenen Behälter durchzuführen, in welchen die geregelte @@tmosphäre eingeleitet wird.
  • In den meisten Fällen wird die Atmosphäre außerhalb des Ofens in einem Gasgenerator besonders vorbereitet, der die Form eines Apparates für die geregelte Teilverbrennung von Ammoniak oder sogar von festem Brennstoff, wie Holzkohle, haben kann.
  • Bisher ist es nicht möglich gewesen, mit Ausnahme des Falles von Kupfer und bestimmten Kupferlegierungen, die Verbrennung eines Brennstoffs im Innern eines Ofens in solcher Weise zu führen, d-aß, während die frei werdende Hitze für die Erhitzung des Ofens und des Wärmegutes genügend ist, die Atmosphäre das Metall gegen Oxydation schützt. Der Grund hierfür ist, daß für die meisten Metalle, z. B. Eisenmetalle, die Wärmemenge, die durch Verbrennen des Brennstoffs in Teilverbrennung frei wird, ungenügend ist, um wirksame oder wirtschaftliche Wärmebedingungen zu schaffen. Zum Beispiel ist es bei der Stahlbehandlung notwendig, ein Verhältnis von Luft zu Kohlengas zwischen 2,o zu i und 2,6 zu i zu benutzen, um eine Atmosphäre zu schaffen, die auf Stahl oder Eisen bei Temperaturen von etwa 100o° C schützend wirkt, während das Verhältnis für eine vollständige Verbrennung in der Größenanordnung von .I,2 zu i ist. Mit anderen Worten, nur ungefähr die Hälfte des Wärmewertes des Gases wird frei, und da die blasse dieser Wärme für die Erhitzung der Verbrennungsprodukte verwendet wird, so ist wenig wirksame oder nützliche Wärme vorhanden, welche in dem Ofen @-tr@:-endet -,werden kann. Dies ist besonders der Fall, wenn die Behandlungstemperatur hoch, z. B. zwischen 700 und i ioo@ C, ist.
  • Der Grund, warum die unmittelbare Verbrennung irgendeines Brennstoffs mit Luft im Fall von Isupferlegierutigen eine Schutzatmosphäre schaffen kann, liegt darin, da13 die Erzeugnisse der vollständigen @erbreünung, nämlich Wasserdampf und Kohlendioxyd, Kupfer und bestimmte kupferreiche Legierungen lief ihren Glühtemperaturen nicht oxydieren.
  • Es ist selbstverständlich sehr wünschenswert, die gasförmigen Produkte der Teilverbrennung zum Schutze anderer Metalle als Kupfer gegen Oxydation verwenden und eine Wärmebehandlung mit einer geregelten Atmosphäre in einem Ofen mit unmittelbarer Feuerung durch den Brennstoff durchführen zu können.
  • Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich tim ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen. bei welchem in dem Ofen flüssiger oder gasförmiger Brennstoff in Teilverbrennung mit einem Gas verbrannt wird, das 70% oder mehr an Sauerstoff enthält, uni eine Atmosphäre zu erzeugen, die bei der Behandlungstemperatur im wesentlichen nicht oxydierend auf das Metall wirkt; hierbei wird gemäß der Erfindung die Behandlung laufend in dein Ofen durchgeführt, durch welchen das Heizgas und das @lletall im Gegenstrom wandern. Der Heizstoff und das Gas werden am Entleerungsende des Ofens teilweise verbrannt, um die Atmosphäre zu erzeugen, die auf das Metall nicht oxydierend wirkt, diese teilverbrannten Gase werden sodann nach dem kälteren Beschickungsende des Ofens geleitet, wo die Gase im wesentlichen vollständig verbrannt werden, um das in den Ofen eintretende Metall vorzuwärmen.
  • Gewöhnlich wird Luft geregelt in den Ofen eingeführt, um diese. vollständige Verbrennung zu bewirken.
  • Durch den Ausdruck im wesentlichen geschlossener Ofen ist ein solcher gemeint, bei dem der Eintritt der Außenatmosphäre beschränkt ist und der Ausschluß der Luft hauptsächlich durch den Gasdruck im Innern des Ofens bewirkt wird.. Letzterer muß aber insoweit offen sein, daß er das Beschicken und Entleeren des Ofens zuläßt.
  • Das Verfahren kann in einem Ofen mit geradem Durchgang oder in einem ringförmigen Umlaufherdofen .durchgeführt werden, wobei in dem letzteren Fall die Stellen der Beschickung und Entleerung nebeneinanderliegen.
  • In der Ofentechnik bedeutet die Bezeichnung laufend nicht notwendig, daß das Material in dauernder Bewegung ist, sondern daß das Material allmählich von der Beschickungsstelle zu der Entleerungsstelle ununterbrochen oder absatzw°ise gefördert wird.
  • Bei einer Abart der Erfindung kann eine vollständige Verbrennung mit Hilfe von Sauerstoff oder einer :Mischung von Sauerstoff mit Luft anstatt durch Luft allein bewirkt werden, aber im allgemeinen ist dies nicht wirtschaftlich, -wenn Sauerstoff nicht sehr billig als 2,-,ebenprodulct eines anderen Verfahrens gewonnen wird.
  • Wenn gewünscht, kann °ine geregelte Schutzatmosphäre, die außerhalb des Ofens erzeugt oder vorbereitet wird, zusätzlich in die Brennkammer eingeführt werden, um das Volumen des in den Ofen eintretenden Gases zu vergrößern, aber im allgemeinen ist dies nicht notwendig.
  • Die :',usführung der Erfindung kann wie folgt vor sich gehen: Die in der Wärme zu behandelnden Metalle werden in regelmäßigen Zwischenräumen in das kühlere Ende eines Durchlaufofens eingeführt und mit geeigneter Geschwindigkeit durch ein Fördermittel darch den Ofen bewegt, mit einer Geschwindigkeit, die gleichförmig oder unterbrochen sein kann.
  • Am Entleerungsende des Ofens, welches das heißere ist, wird durch eine Mehrzahl von quer zur Längsachse des Ofens in den Seitenwänden desselben liegende Öffnungen flüssiger oder gasförmiger Brennstoff, wie Stadtgas, und eine Mischung von Sauerstoff und Stickstoff, die ungefähr zwischen 70 und ioo% Sauerstoff enthält, in den Ofen eingeführt. Diese Gase werden in dem Ofen in Teilverbrennung verbrannt, um eine Atmosphäre zu bilden, die im wesentlichen nicht oxydierend auf das Metall an dem heißen Ende des Ofens bei einer Behandlungstemperatur, die im Fall von Eisen und Stahl die Größenordnung von 700 bis iaäo' C aufweist.
  • In einigen Fällen ist es nicht notwendig, die Oxydation vollständig auszuschließen; die Bedingungen, können so, geregelt werden, daß der Grad der Oxydation begrenzt oder eingeschränkt werden kann.
  • Die teilverbrannten Gase wandern nach dem Beschickungsende des Ofens und an diesem Ende wird durch einen weiteren Satz von quer zur Längsachse des Ofens in den Seitenwänden desselben liegende Öffnungen Luft eingeführt, um die Heizgase im wesentlichen vollständig zu verbrennen. Die durch diese zweite Verbrennung entstehende Hitze dient dazu, die Barren, die durch das Beschickungsende des Ofens wandern, vorzuwärmen. Am Beschickungsende des Ofens sind die Bedingungen natürlich oxydierend. Da aber das Metall in dieser Zone nur einer Vorwärmung bei niedrigen Temperaturen unterworfen wird, so ist der Grad der entstehenden Oxydation gering. Wenn notwendig, kann die entstandene dünne Oxydschicht in der Zone der geregelten Atmosphäre reduziert werden.
  • Die Zugverhältnisse in dem Ofen sind so, d.aß das Gas im Gegenstrom zu dem Behandlungsgut wandert und die Abgase, wie es für einen Ofenbetrieb mit Vorwärmung üblich ist, durch einen Rekuperator geschickt werden, um Gas, Luft oder Sauerstoff oder mehrere dieser Gase zu erhitzen und so den Wirkungsgrad zu verbessern.
  • Wenn Kohlengas verwendet wird, -das einen Heizwert von 40o4,6 kcal/m3 besitzt, dann wird ungefähr die Hälfte des Heizwertes des Gases in der nicht oxydierenden Zone verbraucht, wo die Metalltemperatur zwischen etwa 6jo und i2oo° C liegt und das Verhältnis von Sauerstoff zu Gas 0,45 Sauerstoff zu i Kohlengas ist. In den Einlaß oder die Vorwärmzone wird genügend Luft, die zweckmäßig durch einen Rekuperator erhitzt ist, eingeführt, um die Produkte der ersten Verbrennung im wesentlichen vollständig zu verbrennen; hierdurch wird das Behandlungsgut von Raumtemperatur auf 6oo bis 65o°' erhitzt.
  • Das Verfahren wird vorzugsweise kontinuierlich durchgeführt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Wärmebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen, bei welchem flüssiger oder gasförmig r Brennstoff in dem Ofen in Teilverbrennung mit einem Gas verbrannt wird, das 7090 oder mehr an Sauerstoff enthält, um eine Atmosphäre zu schaffen, welche bei der Behandlungstemperatur im wesentlichen nicht oxydierend auf das Metall wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung laufend in einem Ofen durchgeführt wird, in dem das Heizgas und das Metall- im Gegenstrom geführt und der Brennstoff sowie das Gas am Entleerungsende des Ofens zur Schaffung der das Metall nicht oxydierenden Atmosphäre teilweise verbrannt, dann zum kühleren Beschikkungsende des Ofens geleitet und dort im wesentlichen vollständig verbrannt wird.
  2. 2. Die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i in einem ringförmigen umlaufenden Herdofen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch,-,-kennzeichnet, daß Luft, Sauerstoff oder eine Mischung aus beiden derart geregelt dem Eintrittsende des Ofens zugeleitet wird, daß eine vollständige Verbrennung der Heizgase eintritt.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen, aus dem Ofen austretenden Gase zur Vorwärmung von Brennstoff, Luft oder Sauerstoff oder mehreren dieser Gase, die für das durchzuführende Verfahren verwendet werden, benutzt werden.
DER162A 1948-10-28 1949-10-27 Waermebehandlung von Metall in einem im wesentlichen geschlossenen Ofen Expired DE858849C (de)

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