(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 23. MAI 1952
/ Jjo IV c/12 p
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von quartären Salzen von
Pyrimidinderivaten.
Gemäß der Erfindung werden die neuen Verbindungen dadurch hergestellt, daß ein 2-, 4- (oder 6-)
niedrigmolekulares Alkylaminopyrimidin, welches in einer der anderen 2-, 4- (oder 6-) Stellungen durch ein
Halogenatom oder die Gruppe -SR substituiert ist, wobei R einen Kohlenwasserstoffrest bezeichnet und
das in der verbleibenden 2-, 4- (oder 6-) Stellung durch eine niedrigmolekulare Alkylgruppe eine primäre
Aminogruppe oder eine niedrigmolekulare Alkylaminogruppe substituiert sein kann, mit einem quartäre
Salze bildenden Mittel umgesetzt wird.
Quartäre Salze bildende Mittel, welche beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden können,
entsprechen der Formel Alkyl-A, worin A den Rest eines Anions bezeichnet, beispielsweise Halogen,
-S O4 CH3 und -S O3 C0 H4 CH3. Hierzu gehören beispielsweise
Methyljodid, Dimethylsulfat, Diäthylsulfat und Methyl-p-toluolsulf onat.
Die Reaktion kann in der Weise durchgeführt werden, daß die Reaktionskomponenten miteinander
erwärmt werden, zweckmäßig in Gegenwart eines Lösungsmittels, beispielsweise /3-Äthoxyäthanol, Methanol,
Äthanol, Acetonitril, Nitrobenzol, Nitroäthan oder Äthylacetat.
Da in dem angegebenen Pyrimidinderivat zwei nicht symmetrisch angeordnete Stickstoffatome vorliegen,
können also bei der Reaktion zwei quartäre Salze entstehen, je nachdem welches Stickstoffatom an der
quartären Salzbildung beteiligt ist. Im allgemeinen
wurde gefunden, daß Salze beider Typen entstehen, jedoch gewöhnlich wird das eine oder andere quartäre
Salz in vorherrschender Menge gebildet.
Diese neuen Pyrimidinderivate können also allgemein
durch folgende Formel ausgedrückt werden: N = C-Y
X-C CH
N —C —Z
Alkyl-A
worin von den Substituenten X, Y und Z einer eine
niedrigmolekulare Alkylaminogruppe ist, ein anderer ein Halogenatom oder die Gruppe -SR ist, worin R
einen Kohlenwasserstoffrest bezeichnet und der dritte ein Wasserstoffatom, ein niedrigmolekularer Alkylrest,
eine primäre Aminogruppe oder niedrigmolekμlare
Alkylaminogruppe ist, und worin A den Rest eines Anions bezeichnet, beispielsweise Halogen oder die
Reste -SO1CH3 oder -SO3C0H4CH3.
Eine Gruppe dieser neuen Pyrimidinderivate ist als Zwischenverbindung zur Herstellung von besonders
aktiven trypanociden Stoffen brauchbar, und ditese Gruppe kann durch folgende Formel dargestellt
werden:
N=C — Y
CH
CH3-N-C-Z
In dieser Formel bezeichnet X den -N H C H3-Rest,
Y bezeichnet ein Chloratom oder einen -S-Alkylrest, und Z bezeichnet ein Wasserstoffatom, den -CH3,
-NH2 oder -NHCH3-ReSt.
Die neuen gemäß der Erfindung hergestellten quartären Salze können entweder als quartäre Salze,
welche sich von einem Aminopyrimidin ableiten oder andererseits als Salze eines Iminodihydropyrimidins
betrachtet werden.
Wenn das quartäre Salze bildende Mittel aus einem Alkylhalogenid besteht, dessen Halogenatom verschieden
ist von dem Halogenatomsubstituenten im Pyrimidinrest, kann beim Quaternisieren neben der
quartären Salzbildung ein vollkommener oder teilweiser Ersatz des Halogensubstituenten des Pyrimidinkernes
durch das Halogenatom des Alkylhalogenids stattfinden.
Die neuen quartären Salze sind brauchbar zur Herstellung von chemotherapeutischen Mitteln, insbesondere
von neuen trypanociden Mitteln nach dem Verfahren des Patents 839 641. Sie können gewünschtenfalls
in quarternäre Salze eines anderen Anions durch einfache Umsalzverfahren umgewandelt werden.
Die Erfindung ist in den folgenden Beispielen erläutert. Die Teile sind Gewicht st eile.
Beispiel 1
3,2 Teile 4-Chlor-2-methylamino 6 methylpyrimidin (hergestellt nach Johnson und McKenzie,
American Chemical Journal, 1909, 42, 363), 6,2 Teile Methyljodid und 10 Teile /?-Äthoxyäthanol werden am
Rückflußkühler auf dem Dampfbad 6 Stunden lang erwärmt und die Mischung wird dann abgekühlt und
filtriert, Der feste Rückstand wird mit Äthylacetat gewaschen und getrocknet. Er wird dann aus 20 Teilen
Wasser auskristallisiert und ergibt, aus Äthylalkohol umkristallisiert, 4-Jod-2 methylamino-6 methylpyrimidinjodmethylat
in Form von hellgelben Platten, ■ die unter Zersetzung bei 2240 schmelzen. Der wäßrigen
Mutterlauge der ersten Kristallisation werden 5 Teile Kaliumjodid zugegeben. Diese Flüssigkeit wird dann
filtriert und der aus 4-Chlor-2-methylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
bestehende Rückstand wird aus Äthylalkohol umkristallisiert. Er besteht aus gelblichen Platten, die bei 237 bis 2380 unter
Zersetzung schmelzen.
80 Beispiel 2
8,5 Teile 4-Chlor-2-rnethylamino-6-äthylpyrirnidin,
7,0 Teile Dimethylsulfat und 20 Teile Nitroäthan werden 6 Stunden lang auf dem Dampfbad
(innere Temperatur 920) erwärmt. Die Mischung wird dann abgekühlt und mit 50 Teilen kalten Wassers
extrahiert, die wäßrige Schicht wird abgetrennt, von Nitroäthan durch Extraktion mit Äther befreit und
dann mit einem Überschuß an Natriumiodid behandelt. Der feste Rückstand wird abfiltriert und aus
Äthylalkohol umkristallisiert. Auf diese Weise entsteht 4-Chlor-2-methylamino-6-äthylpyrimidin-I-jodmethylat
in Form von Nadeln, die unter Zersetzung bei 149 bis 1500 schmelzen.
Das bei diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 69 Teile
schwefelsaurer Methylisothioharnstoff werden mit 50 Teilen eiskaltem Wasser unter äußerer Eiskühlung verrührt
und eine Lösung von 20 Teilen Natriumhydroxyd und 50 Teilen Wasser wird allmählich der Mischung
zugegeben, worauf dann 70 Teile Propionylessigsäureäthylester hinzugefügt werden. Dann werden 20 Teile
Wasser zugegeben und die Mischung wird 24 Stunden lang bei 15 bis 200 gerührt und dann 48 Stunden lang
stehengelasien. Der feste Stoff wird abfiltriert, mit
Wässer gewaschen, dann in 500 Teilen Wasser suspendiert, und die Suspension wird durch Zugabe von
Natriumhydroxydlösung gegenüber Claytongelb alkalisch gemacht. Die Lösung wird dann filtriert, und das
Filtrat wird durch Zugabe von Essigsäure sauer eingestellt. Der kristalline feste Stoff wird abfiltriert, und
er besteht aus 4-Oxy-2-methylthio-6-äthylpyrimidin mit einem Schmelzpunkt von 152°. 8,5 Teile 4-Oxy-2-methylthio-6
äthylpyrimidin und 16 Teile wäßriges Methylamin (24,4 gewichtsprozentig) werden dann
zusammen in einem geschlossenen Gefäß 4 Stunden lang auf 1400 erwärmt. Das Gefäß wird dann abgekühlt
und der Inhalt gekocht, bis er frei von Methylmercaptan ist, dann" mit Entfärbungskohle behandelt und
heiß filtriert. Das Filtrat wird abkühlen gelassen, und es kristallisiert 4-Oxy-2-methylamino 6 äthylpyr^
imidin aus, welches abfiltriert und getrocknet wird. Dieses besitzt einen Schmelzpunkt von 162 bis 1630.
4,6 Teile dieses 4-OXV-2 methylamino-6-äthylpyrimidins
und 16 Teile Phosphoroxychlorid werden gemischt und die Mischung wird 30 Minuten lang am
Rückflußkühler gekocht. Sie wird dann abkühlen gelassen und auf ioo Teile zerkleinertes Eis gegossen, und
die Suspension wird durch Zugabe von Ammoniumhydroxydlösung gegenüber Brillantgelb alkalisch gemacht.
Der feste Stoff wird dann abfiltriert, in heißem Äthylalkohol gelöst und die Lösung wird mit Wasser
verdünnt, bis gerade eine Trübung auftritt. Die Lösung wird dann abgekühlt und filtriert. Der so erhaltene
kristalline feste Stoff besteht aus 4-Chlor-2-methylamino-6-äthylpyrimidin
mit einem Schmelzpunkt von 74 bis 750.
Beispiel 3
3,4 Teile 4-Chlor-6-amino-2-äthylaminopyrirnidin,
*5 3.5 Teile Methyljodid und 25 Teile Acetonitril werden
zusammen 5 Stunden lang am Rückflußkühler gekocht und die Mischung wird dann abgekühlt und filtriert.
Der aus Wasser umkristallisierte feste Stoff besteht aus 4-Chlor-6-amino-2 -äthylaminopyrirnidin-3- jodmethylat,
das unter Zersetzung bei 2270 schmilzt.
Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 8,2 Teile
2,4-Dichlor-6-aminopyrimidin, 5 Teile Äthylamin und 5 Teile Äthylalkohol werden zusammen 4 Stunden lang
in einem geschlossenen Gefäß bei ioo° gekocht. Die Mischung wird dann mit 50°/Oigem wäßrigem Alkohol
verdünnt, filtriert, und das Filtrat wird zur Trockne eingedämpft. Es wird dann abgekühlt und filtriert,
und der feste Stoff wird aus 30%igem wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert. Auf diese Weise entsteht
4-Chlor-6-amino-2-äthylaminopyrimidin mit einem Schmelzpunkt von 113 bis 1140.
Beispiel 4
3.3 Teile 4-Chlor-2, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin, 3,5 Teile Methyljodid und 12 Teile /J-Äthoxyäthanol
werden zusammen 5 Stunden lang auf 80 bis 85° erwärmt. Die heiße Mischung wird filtriert und der
Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert. Auf diese Weise wird 4-Chlor-2, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin-3-jodmethylat
erhalten, das unter Zersetzung bei 2170 schmilzt.
Beispiel 5
3,4 Teile 4-Chlor-2, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin und 4,4 Teile Methyl-p-toluolsulfonat werden
gemischt und die Mischung wird auf einem ölbad auf 1500 erwärmt, bis die innere Temperatur, die auf 1950
steigt, wieder zu fallen beginnt. Die Mischung wird
So dann abgekühlt und in Wasser gelöst, und die Mischung
wird mit einem Überschuß an Natriumiodid behandelt. Der feste Stoff wird abfiltriert und aus Wasser
umkristallisiert. Auf diese Weise wird 4-Chlor-2, 6-bis- (methylamino)-pyrirnidin-3-jodmethylat erhalten,
das bei 217° unter Zersetzung schmilzt.
Das in diesem Beispiel und im Beispiel 4 angewandte Ausgangsmaterial wird wie folgt hergestellt:
36,6 Teile 2, 4, 6-Trichlorpyrimidin werden tropfenweise 100 Teilen alkoholischem Methylamin (28gewichtsprozentig)
unter Rühren und Kühlung in einem Eisbad zugegeben. Dann werden 150 Teile Äthylalkohol
hinzugefügt, und das Rühren wird 10 Minuten lang fortgesetzt. Die Mischung wird dann in 500 Teile
Wasser gegossen und der aus einer Mischung von 2, 4-Dichlor-6-rnethylaminopyrimidin und4,6-Dichlor-2-methylaminopyrimidin
bestehende feste Stoff wird abfiltriert.
8,9 Teile dieser Mischung von 2, 4-Dichlor-6-methylaminopyrimidin
und 4, o-Dichlor^-methylaminopyrimidin
werden zusammen mit 10 Teilen äthylalkoholischem Methylamin (28gewichtsprozentig)
2 Stunden lang in einem geschlossenen Gefäß auf ioo0 erhitzt. Die Reaktionsmischung wird dann zur Trockne
eingedampft, und Wasser wird zugegeben, worauf dann die Mischung filtriert und der Feststoff aus
25°/oigem wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert wird.
Auf diese Weise wird 4-Chlor-2, o-bis-(methylamino)-pyrimidin
mit einem Schmelzpunkt von 1340 erhalten,
Beispiel 6 gQ
9,2 Teile 2-Methylthio-4, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin,
7,8 Teile Methyljodid und 25 Teile Nitroäthan werden zusammen am Rückflußkühler 4 Stunden lang
auf dem Dampfbad gekocht, und die Mischung wird dann abgekühlt, stehengelassen und filtriert. Der Feststoff
wird aus Wasser umkristallisiert, und auf diese Weise wird 2-Methylthio-4, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin-i-jodmethylat
erhalten, das unter Zersetzung bei 222 bis 2230 schmilzt.
90 Beispiel 7
3,35 Teile 2-Methylthio-4, 6-bis-(methylamino)-pyrimidin,
2,9 Teile Methyljodid und 25 Teile Äthylacetat werden zusammen 4 Stunden lang am Rückflußkühler
gekocht. Die Mischung wird dann abgekühlt und filtriert. Der Feststoff wird mit Wasser gekocht und filtriert,
und das Filtrat wird mit einem Überschuß an Natriumjodid behandelt, der Feststoff wird abfiltriert und
aus Wasser umkristallisiert, wodurch 2-Methylthio-4, 6-bis- (methylamino) - pyrimidin -1- jodmethylat mit
einem Schmelzpunkt von 222 bis 2230 erhalten wird.
Das in dem obigen Beispiel verwendete Ausgangsmaterial wird wie folgt hergestellt: 6,4 Teile 4, 6-Dichlor-2-methylthiopyrirnidin
werden langsam 31 Teilen äthylalkoholischem Methylamin (i5gewichtsprozentig)
zugegeben, wobei die Temperatur der Mischung auf 15 bis 250 gehalten wird. Die Reaktionsmischung wird in
150 Teile Wasser ausgegossen und filtriert. Der feste Rückstand besteht aus 4-Chlor-2-methylthio-6-methylaminopyrimidin
und besitzt nach dem Umkristalli- no sieren aus wäßrigem Äthylalkohol einen Schmelzpunkt
von 130 bis 1310.
6,2 Teile dieses 4-Chlor-2-methylthio-6-methylaminopyrimidins
und 8 Teile äthylalkoholisches Methylamin (3ogewichtsprozentig) werden zusammen 12 Stunden
lang in einem geschlossenen Gefäß auf ioo° erhitzt. Die Mischung wird dann abgekühlt und der Feststoff
zunächst mit kaltem Äthylalkohol und dann mit Wasser gewaschen. Er wird dann aus Äthylalkohol umkristallisiert
und liefert 2-Methylthio-4,6-bis-(methylamino)- iao
pyrimidin mit einem Schmelzpunkt von 152 bis 1530.
Beispiel 8
7,2 Teile 4-Chlor-6-methylaminopyrimidin, 8,0 Teile
Methyljodid und 25 Teile Nitroäthan werden zusammen ias
2 Stunden lang am Rückflußkühler gekocht. Die
Mischung wird dann abgekühlt und filtriert, und der Feststoff wird mit Nitroäthan und Äther gewaschen
und dann aus Wasser umkristallisiert. Auf diese Weise entsteht^Chlor-o-methylarninopyrimidin-ß-jodmethylat,
das bei 222 bis 2230 unterZersetzung schmilzt.
Das in diesem Beispiel angewandte Ausgangsmaterial
kann wie folgt hergestellt werden: 340 Teile verdünnte
Jodwasserstoffsäure (Dichte 1,70) und 10 Teile roter
Phosphor werden gemischt und zusammen 5 Minuten lang am Rückflußkühler gekocht. Die Mischung wird
dann abgekühlt, und es werden langsam 24,6 Teile 2, 4-Dichlor-6-methylaminopyrimidin zugegeben. Die
Mischung wird dann auf 45 ± 3° erwärmt und bei dieser Temperatur 1 Stunde lang gehalten. Sie wird dann
abgekühlt, 200 Teile Wasser werden zugegeben und die Mischung wird filtriert. Das Filtrat wird durch Zugabe
von wäßrigem Natriumhydroxyd gegenüber Clayton- ^eIb alkalisch gemacht und der Feststoff wird abfiltriert
und aus Wasser umkristallisiert. Auf diese Weise wird 4-Chlor-6-methylaminopyrimidin mit einem Schmelzpunkt
von 137 bis 1380 erhalten.
Beispiel 9
5-3 Teile 4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidin werden in 50 Teilen Nitroäthan gelöst und die Lösung
wird auf 850 erwärmt. Dann werden langsam 4,8 Teile Dimethylsulfat zugegeben und die Mischung wird auf
95 bis 970 erwärmt und hierbei 1 Stunde lang gehalten.
Sie wird dann abgekühlt und nach Zugabe eines Überschusses an Natriumjodid filtriert. Der Feststoff wird
aus absolutem Äthylalkohol umkristallisiert, und es wird so 4-Chlor-2-amino-6-methylarninopyrimidin-3-jodmethylat
erhalten, das bei 2170 unter Zersetzung schmilzt.
Beispiel 10
10,6 Teile 4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidin,
to 11,7 Teile Diäthylsulfat und 50 Teile Nitroäthan werden
zusammen 2 Stunden lang am Rückflußkühler gekocht. Die Mischung wird dann abgekühlt und mit 75 Teilen
Wasser extrahiert. Der wäßrige Extrakt wird durch Zugabe von verdünntem Ammoniak gegenüber Brillantgelb
alkalisch gemacht, und dann wird ein Überschuß an Natriumjodid zugegeben. Die Mischung wird
dann filtriert und der Feststoff wird aus Wasser umkristallisiert. 4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidin-3-jodäthylat
wird auf diese Weise erhalten, das einen Schmelzpunkt von 177° besitzt.
Das in diesen Beispielen verwendete Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt wesden: 123 Teile
4, 6-Dichlor-2-aminopyrimidin und 320 Teile äthylalkoholisches Methylamin (i5gewichtsprozentig) werden
zusammen 6 Stunden lang in einem Autoklaven auf 92° erhitzt. Die Mischung wird dann abgekühlt und
filtriert, und der feste Rückstand wird mit 250Teilen kochendem Wasser extrahiert. Der Extrakt wird abgekühlt
und filtriert. Der so erhaltene Feststoff besteht aus 4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidin. Das
alkoholische Filtrat der Reaktionsmischung wird zur Trockne eingedampft und der Rückstand wird mit dem
wäßrigen Filtrat des wie oben erhaltenen 4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidins
gewaschen. Dieser Rückstandbesteht auch aus4-Chlor-2-amino-6-methylaminopyrimidin
und diese beiden Produkte werden vereinigt und aus Wasser umkristallisiert. Das Produkt
besitzt einen Schmelzpunkt von 162 bis 1630.
Beispiel 11
6,0 Teile 4-Benzylthio-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin, 3,2 Teile Dimethylsulfat und 15 Teile Nitrobenzol
werden zusammen ^1J2 Stunden lang auf 900
erwärmt. Die Mischung wird dann abgekühlt und mit 30 Teilen Benzol verdünnt, und 200 Teile Petroläther
(Siedepunkt 40 bis 6o°) werden zugegeben. Die Petrolätherschicht wird abdekantiert und der sirupöse Rückstand
wird mit 50 Teilen Petroläther gewaschen. Nach dem Dekantieren des Petroläthers wird der Rückstand
in 50 Teilen Wasser gelöst. Die Lösung wird durch Zugabe von Ammoniumhydroxydlösung alkalisch gemacht,
ein Überschuß an Natriumjodid wird zugegeben, und die ölige Schicht wird abgeschieden und mit Benzol
extrahiert. Der feste Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert und ergibt 4-Benzylthio-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
mit einem Schmelzpunkt von 1540.
Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial '
kann wie folgt hergestellt werden: 11,5 Teile Natrium
werden in 400 Teilen Methylalkohol aufgelöst und 62 Teile Benzylmercaptan werden der heißen Lösung zugegeben,
die dann 5 Minuten lang stehengelassen wird, worauf dann 100 Teile 4-Chlor-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin
zugegeben werden. Die Mischung wird dann 18 Stunden lang auf 15 bis 200 gehalten und dann
3 Stunden lang am Rückflußkühler gekocht, abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wird dann zu einem Sirup
eingedampft und in 1500 Teile Wasser gegossen und filtriert. Der Rückstand wird aus Petroläther (Siedepunkt
40 bis 6o°) umkristallisiert, wodurch 4-Benzylthio-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin
mit einem Schmelzpunkt von 59 bis 6o° erhalten wird.
Beispiel 12
10,55 Teile z-Methylthio^-n-buiylamino-o-methylpyrimidin
(hergestellt durch Umsetzen von 4-Chlor-2-methylthio-6-methylpyrimidin
mit n-Butylamin), 25 Teile Methanol und 14,2 Teile Methyljodid werden
8 Stunden lang zusammen am Rückflußkühler erwärmt. Die erhaltene Lösung wird unter verringertem Druck abgedampft
und der Rückstand besteht aus 2-Methylthio-4-n-butylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat,das
aus Wasser umkristallisiert wird und dann einen Schmelzpunkt von 1640 besitzt.
Beispiel 13
10,5 Teile 2-Methylthio-4-n-butylamino-6-methylpyrimidin
werden in 50 Teile Nitrobenzol bei einer Temperatur von 90 bis 950 eingerührt, und der
Mischung werden 12,6 Teile Dimethylsulfat zugegeben. Dann wird 3 Stunden lang bei 90 bis 930 gerührt, abgekühlt
und mit Wasser extrahiert. Der wäßrige Extrakt wird mit einem Überschuß an Natriumjodid be-
handelt und filtriert. Das erhaltene 2-Methylthio-4-nbutylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
ist identisch mit dem Produkt des Beispiels 12.
Beispiel 14
17 Teile 4-Brom-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin
und 50 TeileNitrobenzol werden zusammen bei 90 bis 950 verrührt und 18,7 Teile Dimethylsulfat werden
zugegeben. Die Mischung wird dann 3 Stunden lang bei 90 bis 950 gerührt, abgekühlt und mit Wasser extrahiert.
Der wäßrige Extrakt wird mit einem Überschuß an Natriumjodid behandelt und filtriert. Auf
diese Weise wird 4-Brom-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
erhalten und aus Acetonitril umkristallisiert. Dieser Stoff schmilzt bei 222° unter
Zersetzung.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 9,2 Teile Natrium werden in 200 Teilen Methanol
gelöst, der Lösung werden 60 Teile Isopropylguanidinsulfat zugegeben und die Mischung wird
10 Minuten lang am Rückflußkühler erwärmt. Dann werden 50 Teile Acetessigsäureäthylester zugegeben
und die Mischung wird 12 Stunden lang unter Rühren am Rückflußkühler erwärmt. Sie wird dann filtriert, das
Methanol wird abgedampft, und der feste Rückstand wird in heißem verdünntem wäßrigem Natriumhydroxyd
aufgelöst, und Essigsäure wird zugegeben. Der Rückstand wird abfiltriert und aus Wasser umkristallisiert.
Auf diese Weise wird 2-Isopropylamino-4-oxy-6-methylpyrimidin erhalten, das unter Zersetzung bei
136 bis 138° schmilzt.
23,1 Teile 2-Isopropylamino-4-oxy-6-methylpyrimidin
und 40 Teile Phosphoroxybromid werden zusammen 45 Minuten lang auf 135° erwärmt. Die
Mischung wird dann abgekühlt, und zerkleinertes Eis wird zugegeben und dann Ammoniak zugefügt. Der
aus 4-Brom-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin bestehende Rückstand ist ein öl, welches ein Pikrat
liefert, das umkristallisiert aus /3-Äthoxyäthanol, unter
Zersetzung bei 200 bis 201° schmilzt.
Beispiel 15
7.55 Teile 4-Chlor-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin
werden bei 90 bis 950 in 50 Teile Nitrobenzol gegeben. Es werden 10,3 Teile Dimethylsulfat zugegeben,
und die Mischung wird 3 Stunden lang auf einer Temperatur von 90 bis 950 gehalten. Sie wird dann
abgekühlt und mit Wasser extrahiert, und der wäßrige Extrakt wird mit einem Überschuß an Natriumjodid
behandelt. Das 4-ChloΓ-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
wird abfiltriert und aus Acetonitril umkristallisiert. Es schmilzt bei 222 bis 2240
unter Zersetzung.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 10 Teile 2-Isopropylamino-4-oxy-6-methylpyrimidin
und 25 Teile Phosphoroxychlorid werden zusammen 30 Minuten lang am Rückflußkühler erwärmt.
Die Lösung wird dann auf Eis ausgegossen und durch Zugabe von Ammoniak alkalisch gemacht. Das
ausgefällte öl wird mit Chloroform extrahiert, der Chloroformextrakt wird getrocknet und abgedampft,
und es entsteht 4-Chlor-2-isopropylamino-6-methylpyrimidin
in Form eines Öles.
Beispiel 16
6 Teile 2-Methylamino-4-methylthiopyrimidin und 30 Teile Nitrobenzol werden zusammen bei 90 bis 950
verrührt. 10 Teile Dimethylsulfat werden zugegeben und die Temperatur wird 3 Stunden lang auf 90 bis 95 °
gehalten. Die Mischung wird dann abgekühlt und mit Wasser extrahiert, und der Extrakt wird mit einem
Überschuß an Natriumjodid behandelt. Das 2-Methylamino-4-methylthiopyrirnidin-i-jodmethylat
wird abfiltriert und aus Alkohol-Leichtpetroleum auskristallisiert. Es besitzt einen Schmelzpunkt von 174 bis 176°.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 10,2 Teile 2-Oxy-4-methylthiopyrimidin
(Wheehler und Johnson, American Chemical
Journal, 1909,42,34) und 50Teile Phosphoroxychlorid
werden zusammen 15 Minuten lang am Rückflußkühler erwärmt. Der Überschuß an Phosphoroxychlorid wird
unter verringertem Druck abdestilliert und der Rückstand wird auf zerkleinertes Eis geschüttet. Er wird
dann durch Zugabe von Ammoniak alkalisch gemacht und 2-Chlor-4-methylthiopyrimidin wird abfiltriert
und in Äther aufgelöst. Die Lösung wird getrocknet und abgedampft. Der Rückstand wird unter verringertem
Druck destilliert und besitzt bei 15 mm Druck einen Siedepunkt von 125 bis 1260.
50 Teile 30%iges alkoholisches Methylamin werden *
zu 8 Teilen 2-Chlor-4-methylthiopyrirnidin gegeben, die in 25 Teilen Äthanol gelöst sind. Die Mischung wird
in einem geschlossenen Gefäß bei Zimmertemperatur über Nacht stehengelassen und dann zur Trockne gedampft,
und der Rückstand wird mit Wasser gewaschen. Das so erhaltene 2-Methylamino-4-methylthiopyrimidin
wird aus Petroläther (Siedepunkt 80 bis 100°) umkristallisiert und besitzt einen Schmelzpunkt
von 8o°.
Beispiel 17
19,6 Teile 4-Chlor-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin
werden in 80 Teile Nitrobenzol eingerührt, und dieser Mischung werden bei einer Temperatur von 90
bis 950 20 Teile Dimethylsulfat zugegeben. Die Mischung
wird dann 3 Stunden lang bei 90 bis 950 gerührt, abgekühlt und mit 50 Teilen Wasser extrahiert, und
der Extrakt wird mit einem Überschuß an Natriumjodid behandelt. Das so erhaltene 4-Chlor-2-n-butylamino-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
wird aus Wasser umkristallisiert und besitzt dann einen Schmelzpunkt von 210 bis 2120.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 9,2 Teile Natrium werden in 200 Teilen Methanol
gelöst und 65,6 Teile n-Butylguanidinsulfat werden zugegeben. Die Mischung wird 10 Minuten lang
am Rückflußkühler erwärmt, und dann werden 50 Teile Acetessigsäureäthylester zugegeben, und die
Mischung wird 12 Stunden lang am Rückflußkühler gerührt. Sie wird dann warm filtriert, und das Filtrat
wird unter verringertem Druck zur Trockne gedampft. Der Rückstand wird in heißem verdünntem, wäßrigem
Natriumhydroxyd aufgelöst, und die Lösung wird durch Zugabe von Essigsäure angesäuert. Das 2-n-
Butylamino-4-oxy-6-methylpyrimidin wird abfiltriert.
Dieses liefert ein Pikrat, welches, aus Äthanol umkristallisiert, einen Schmelzpunkt von 2040 aufweist.
10 Teile 2-n-Butylamino-4-oxy-6-methylpyrimidin und 20 Teile Phosphoroxychlorid werden zusammen
45 Minuten lang am Rückflußkühler erwärmt, dann abgekühlt und auf Eis gegossen. Die Mischung wird
durch Zugabe von Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht. Sie wird dann mit Wasser verdünnt und
nitriert. Der Feststoff wird in Äther gelöst, die Lösung wird mit verdünntem Natriumhydroxyd gewaschen,
getrocknet und abgedampft. Der aus 4-Chlor-2-nbutylamino-6-methylpyrimidin
bestehende Rückstand ist ein niedrig schmelzender fester Stoff, der ein Pikrat bildet, welches aus Alkohol umkristallisiert einen
Schmelzpunkt von 154 bis 1560 besitzt.
Beispiel 18
21,6 Teile 2-Äthylamino-4-methylthio-6-methylpyrimidin,
100 Teile Acetonitril und 32,6 Teile Methyljodid werden zusammen 41I2 Stunden lang am Rückflußkühler erwärmt. Das auf diese Weise erhaltene 2-Äthylamino-4-methylthio-6-methylpyrimidin-i-jodmethylat
wird aus Wasser umkristallisiert und schmilzt unter Zersetzung bei 2260.
Beispiel 19
13,75 Teile 2-Äthylamino-4-methylthio-6-methylpyrimidin
und 100 Teile Nitrobenzol werden zusammen
bei 90 bis 95° verrührt. 18,9Teile Dimethylsulfat werden
zugegeben, und die Mischung wird 3 Stunden lang bei 90 bis 950 gerührt. Sie wird dann mit Wasser extrahiert,
und der Extrakt wird mit einem Überschuß an Natriumjodid behandelt und nitriert. Auf diese Weise
wird 2-Äthylamino-4-methylthio-6-methylpyrimidin-I-jpdmethylat
erhalten.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden: 24 Teile 2-Oxy-4-methylthio-6-methylpyrimidin
(Wheeler und McFarland, American Chemical Journal, 42, 437) und 75 Teile Phosphoroxychlorid
werden zusammen 1 Stunde lang am Rückflußkühler erwärmt. Der Überschuß an Phosphoroxychlorid wird
dann unter verringertem Druck destilliert, und der Rückstand wird auf Eis gegossen. Die Mischung wird
durch Zugabe von Ammoniak alkalisch gemacht. Das 2-Chlor-4-methylthio-6-methylpyrimidin wird abfiltriert,
in Äther aufgelöst, und die Lösung wird getrocknet und abgedampft. Der Rückstand wird destilliert
und besitzt bei 70 mm Druck einen Siedepunkt von 166 bis i68°.
30,6 Teile 2-Chlor-4-methylthio-6-methylpyrimidin und 135 Teile wäßriges Äthylamin (33gewichtsprozentig)
werden zusammen in einem geschlossenen Gefäß 2 Stunden lang auf ioo° erwärmt. Die Mischung
wird dann mit Äther extrahiert, die ätherische Lösung getrocknet und abgedampft. Das 2-Äthylamino-4-methylthio-6-methylpyrimidin
wird aus Leichtpetroleum umkristallisiert und besitzt dann einen Schmelzpunkt von 620.