DE82574C - - Google Patents

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DE82574C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B13/00Oxyketone dyes
    • C09B13/02Oxyketone dyes of the naphthalene series, e.g. naphthazarin

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Schwefelsäure und Borsäure.
Aehnlich wie es in der Patentschrift Nr. 79768 für das Dinitroanthrachinon beschrieben wurde, wird auch beim Erhitzen von α, a3-Dinitronaphtalin mit cone. Schwefelsäure die Reaction durch die Gegenwart von Borsäure wesentlich beeinflufst.
Erhitzt man nämlich Dinitronaphtalin mit cone. Schwefelsäure unter Zusatz von Borsäure , so entsteht als Hauptproduct nicht Naphtazarin, wie dies bei Abwesenheit von Borsäure der Fall ist, sondern eine Reihe von Farbstoffen, welche vom Naphtazarin durchaus verschieden sind. Bisher wurden aus dem Reactionsproduct zwei Farbstoffe, welche im Folgenden mit den Buchstaben A. und B. bezeichnet werden sollen, isolirt, die durch ihre verschiedene Löslichkeit in verdünnter Schwefelsäure getrennt werden können. Zu ihrer Darstellung verfährt man wie folgt:
10 kg α, Äj-Dinitronaphtalin,
ι 5 kg krystall. Borsäure und ·
250 kg Schwefelsäure von 66° B. werden auf 100'bis 220° erhitzt. Unter Rothfärbung der Schwefelsäurelösung und unter Gasentwickelung findet eine' ruhig verlaufende Reaction statt. Wenn die Lösung eine tiefblaurothe Farbe angenommen hat, läfst man erkalten, giefst in 1000 1 Wasser, erhitzt zum Kochen und filtrirt heifs. Ungelöst bleiben geringe Mengen von unverändertem Dinitronaphtalin und eines in Natronlauge mit schmutzig violett-rother Farbe löslichen Farbstoffes. Aus dem heifsen Filtrat scheidet sich beim Erkalten der Farbstoff A. als schwarzvioletter Niederschlag ab. Derselbe wird abfiltrirt und das Filtrat mit Kochsalz versetzt, wobei sich der Farbstoff B. ausscheidet.
Auch hier lassen sich, ähnlich wie bei der Darstellung des Naphtazarins, Zwischenproducte constatiren, welche durch Kochen mit verdünnten Säuren in die eigentlichen Farbstoffe übergehen.
Die Eigenschaften dieser Farbstoffe sind folgende:
Farbstoff A.: Sehr schwer löslich in kaltem Wasser, leichter in heifsem mit blaurother Farbe. Sehr leicht löslich in Eisessig mit schön blaurother Farbe. Die Lösung in Ammoniak ist violettroth, in Natronlauge violett. In cone. Schwefelsäure löst sich der Farbstoff mit johannisbeerrother Farbe. Auf chromirter Wolle giebt das Product violette bis tiefschwarze Töne mit röthlichem Stich.
Farbstoff B.: Sehr schwer löslich in kaltem, reinem Wasser, ziemlich leicht löslich in kalter verdünnter Schwefelsäure, leicht löslich in heifsem, reinem Wasser mit fuchsinrother Farbe. Leicht löslich in Eisessig mit kirschrother, in cone. Schwefelsäure mit gelbrother Farbe. Lösung in Ammonik carminroth, in Natronlauge fuchsinroth. Auf chromirter Wolle giebt dieses Product ähnliche, jedoch bedeutend blaustichigere Nuancen als der Farbstoff A.
Vom Naphtazarin unterscheiden sich diese Farbstoffe am frappantesten durch die Farbe ihrer Lösung in Natronlauge, welche bei Naphtazarin bekanntlich rein blau ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von beizenfärbenden Farbstoffen, darin bestehend, dafs man αλ a3-Dinitronaphtalin mit cone. Schwefelsäure unter Zusatz von Borsäure auf Temperaturen von 200 bis 3000 erhitzt.
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