Kurzschlußanzeiger für Kabel und Freileitungen sind in verschiedenen
Ausführungsforiaen bekannt geworden. Im deutschen Gebrauchsmuster
G 81 14 385.0 wird ein Freileitungsanzeiger mit Blinksignalgeber beschrieben, dessen Kunststoffgehäuse mit einem Montagebügel
direkt auf der Freileitung befestigt ist. Die Anregung im Kurzschlußfall bewirkt das Aufleuchten einer im Gehäuse vertieft
angebrachten Leuchtdiode.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 82 13 559.2 ist ein Licht emittierender Hochspannungsanzeiger zur Befestigung auf dem stromführenden
Leiter bekannt geworden, dessen Lichtquelle zur Potentiaitrennung mit einem Lichtleiter verbunden ist. Die Lichtaustrittsfläche
kann somit auf sicherem Nullpotential angeordnet werden.
Bei der Verwendung von Lichtleitfasern zur Abs iottung des Hochspannungspotentials
muß darauf geachtet werden, daß diese Fasern nicht durch Ablagerung von Staub und Feuchtigkeit leitend werden.
Die hier infragekommenden Glasfas-ersysteme sind nicht gerade
billig.
Seit einigen Jahren ist ein Kurzschlußanzeiger im Handel, der einen aus Drehanker und Hufeisenrückschluß bestehenden Eisenkreis
aufweist. Der Rückschluß wird über den Leiter geschoben und mit Schrauben auf diesem festgeklemmt. Der Drehanker wird
durch eine Rückstellfeder in der Nullstellung gehalten und läuft im Anregungsfall in eine durch Anschlag begrenzte Anzeigeposition.
Das Drehmoment wird durch ein inhomogenes Magnetfeld erzeuqt, das den Anker beim Kurzschlußstrom gegen die Kraft der Rückstellfeder
verdreht. Diese Verdrehung kann durch unterschiedliche Farbgebung oder durch Auslösung einer Fallklappe angezeigt werden.
Zusätzliche Hilfsmittel bewirken, daß der Anker oder zumindest die Fallklappe im Anzeigezustand verbleibt, damit die Ablesung
auch noch dann erfolgen kann, wenn der Kurzschlußstromstoß längst abgeklungen ist.
Bei dieser Lösung ist nachteilig, daß eine echte Fernanzeige oder Fernmeldung nicht möglich ist. Selbst wenn man mit dem Ankeraus-
schlag einen Mikroschalter betätigen würde, so wäre doch noch
das Problem des Hochspannungspotentials zu lösen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem Minimum an
Aufwand eine Fernmeldeeinrichtung-^fur Kurzschlußanzeiger zu
schaffen, die sowohl im Freien als auch in Innenräumen sicher
arbeitet.
Diese Aufgabe wird mit den im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen
Mitteln gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Fig. 1 - 5
der Zeichnung dargestellt. '
Fig. 1 zeigt eine zum Teil geschnittene Ansicht des fernmeldenden Kurzschlußanzeigers,
Fig. 2 eine Ansicht des abgenommenen Halterahmens mit dem
Anker, %
Fig. 3 eine Teilansicht des hufeisenförmigen Rückschlußeisens, |
i Fig. 1 eine Draufsicht auf das mit einem Tripelspiegel ausge- £
rüstete Anzeigegerät, I
Fig. 5 eine überwachungseinrichtung für die drei Phasen eines h
Drehstromnetzes. \
f Der fernmeldende Kurzschlußanzeiger nach Fig. 1 besteht a\is einem %
drehbar gelagerten Anker 1, einem den Anker umgreifenden rjfei- |
senförmigen Rückschlußeisen 2, einem Halterahmen 3 und einem mit f
dem Anker verbundenen Tripelspiegel 4. Das Rückschlußeisen 2 um- ί
schließt den Leiter 5. Die Schrauben 6 und 7 dienen der verdre- s
hungssicheren Befestigung des Gerätes auf dem Leiter 5. Das Rück- L-
schlußeisen 2 und der Halterahmen 3 sind durch Rändelschrauben 8, .;
9 miteinander verbunden. Unterhalb des Hochspannungsleiters 5 mit |
dem Anzeigegerät ist auf sicherem Erdpotential das Gehäuse einer |
Reflexlichtschranke 11 angeordnet, deren Lichtsender und -empfän- |
ger mit 11a und 11b bezeichnet sind. Der ausgesandte Strahl 12a
ist auf den Tripelspiegel 4 einjustiert. In Rückstellung des An- g
kers 1 wird der reflektierte Strahl 12b dem Epfanger 11b züge- |
leitet. Bei Stromfluß in dem Leiter 5 wird ein zirkuläres Magnet- k
feld erzeugt, das sich in dem Eisenkreis 1, 2 konzentriert. Durch die Formgebung des Ankers 1 ist das Feld stark inhomogen, so daß
auf dem Anker 1 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn (Pfeil 10) ausgeübt wird. Der Anker wird durch eine Rückstellfeder in Ruhelage
gehalten. Die Federkraft ist so ausgewählt, daß der Anker bei Überschreitung eines bestimmten Kurzschlußstromes in die Anregeposition
kippt.
Im angeregten Zustand liegt der reflektierte Lichtstrahl 12b weit außerhalb des Empfängers 11b. Wenn der Anker nach dem Abklingen
des Kurzschlußstromes in die Ruhelage zurückkehrt, kann das während der Ankerauslenkung anstehende "Wischersignal" einen Haltestromkreis
anregen, der die Anzeige bis zur Löschung speichert.
Abweichend von der Darstellung können Lichtsender und -empfänger räumlich so getrennt sein, daß ein Empfangssignal nur im angeregten
Zustand auftritt.
Wenn man eine solche Lichtschranke einsetzt, deren Sende- und Empfangsstrahlen über einen größeren Winkel wirksam sind, so kann
man damit drei nebeneinander liegende ,Phasenleiter mit je einem Kurzschlußanzeiger überwachen. Solange sich die Tripelspiegel
aller Kurzschlußanzeiger im Ruhezustand befinden, fallen die ausgesandten Strahlen nur auf den Sender zurück. Spricht einer
der Kurzschlußanzeiger an, lenkt sein Spiegel den Lichtstrahl auf den seitlich versetzt angebrachten Empfänger.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Halterahmen 3 des Kurzschlußanzeigers
nach Abnahme des Rückschlußeisens 2. Der Anker 1 ist an beiden Enden in dem Rahmen 3 gelagert. Auf seiner linken
Seite ist ein Vierkant 1a vorgesehen, der in Verbindung mit einem zylindrischen Stift 13 und einer Schraubenfeder 14 die Rückstellung
bewirkt. Die Federkraft kann mit einer Schraube 15 verstellt werden, so daß der Ansprechstrom einjustierbar ist.
Fig. 3 zeigt das hufeisenförmige Rückschlußeisen 2 von unten.
In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf den KurzSchlußanzeiger dargestellt.
Man erkennt den Rahmen 3, den Tripelspiegel 4 und die
Rändelschrauben 8, 9. Der Rahmen 3 und die Schrauben 8, 9 bestehen
aus Isoliermaterial.
In Fig. 5 ist eine Kurzschlußfernüberwachungseinrichtung für ein
Drehstromnetz dargestellt. Die Phasenleiter R, S, T werden auf einer Linie angeordnet und unter Einhaltung der Sicherheitsabstände
mit Kurzschlußüberwachungseinheiten versehen. Abweichend von Fig. 1-4 trägt der Anker jeweils eine Abdeckfahne 16, 17,
18. Mit 19 ist eine Reflexlichtschranke und mit 20 ein Tripelspiegel
bezeichnet. Im Ruhezustand liegen die Abdeckfahnen außerhalb der optischen Achse 21. Sobald in wenigstens einem
Leiter ein Kurzschlußstrom auftritt, schlägt die zugehörige Abdeckfahne in die strichpunktiert angedeutete Lage aus und unterbricht
damit den Lichtstrahl. In der Meßstation läßt sich aber hieraus nicht ablesen, welche Phasen betroffen sind sind.
Abweichend von der Darstellung können jedoch auch hier Drehanker mit Tripelspiegel benutzt werden, die im Ruhezustand außerhalb
der optischen Achse liegen und im Anregezustand in diese Achse hineinschwenken. In diesem Falle wird ein Ausschlagwinkel &>
von nahezu 90° vorgesehen.
Für die Fernmeldung von Kurzschlußströmen mit Hilfe von Lichtschranken
können auch Schauzeichen verwendet werden, die mit einer Kompaßnadel als Magnefeldsensor und einer Sektorscheibe
als Anzeigeelement ausgerüstet sind. Um die Stellung solcher Schauzeichen abtasten zu können, genügt es, die als Anzeigeflächen
dienenden Sektoren mit einer Reflexschicht zu verseher...