Verfahren zur Herstellung von Stahlsteindecken und Hohlstein zur Herstellung
derselben
Stahlsteindecken sind bekannt, die aus einzelnen
Hohlsteinen, z. B. nach Dinform 4159 bestehen.
Die Hohlsteine sind dabei so mit Abstand verlegt
bzw. lassen einen solchen Zwischenraum zwischen
sich, claß hier eine Stahlarmierung eingelegt und
durch Verguß mit Beton oder Mörtel eine Rippe
gebildet werden kann. Die Anordnung ist entweder
so getroffen, daß die einzelnen Steine an ihren
Stirnseiten mittels Mörtel miteinander vermauert
oder hier durch Vergußmörtel miteinander ver-
bunden werden. Eine solche Verbindung ist er-
forderlich, damit die Steine eine einNvandfreie>'Tber-
nahme der auf die Decke kommenden Kräfte ge-
währleisten.
Die erste Art der Verbindung durch Vermaue-
rung ist umständlich sowie zeitraubend und be-
dingt eine gewisse Mörtelverschwendung, da die
anzumörtelnden Stege der Steine sehr schmal sind.
Will man z. B. solche Steine zu Fertigbalken ver-
einigen, so müssen sie auf einem schrägen Gerüst
miteinander vermauert werden, was ebenfalls Auf-
wand und Zeit beansprucht.
Die zweite Art der Verbindung durch Ver-
gießen ist bei den bisherigen Bauarten der Steine
mit folgendem grundsätzlichen Fehler behaftet. Der
Vergußmörtel kann nur im oberen Teil der Steine
eine gewisse Tiefe zwischen die Steine eindringen,
aber nicht zwischen die Stege über größere Teile
ihrer Höhe. Letzteres ist aber für eine tragende
Verbindung der Steine untereinander wichtig, weil
sonst die Schubspannungen in der Decke an den
Stoßstellen der Steine durch Ouerschnittverminde-
rung zu groß werden.
Durch das Verfahren und die Steine nach der
Frfindung werden die bisherigen Nachteile be-
seitigt.
Erfindungsgemäß «-erden zur Herstellung von
Stahlsteitidecken insbesondere unter Zwischenher-
stellung von Fertigbalken Hohlsteine so anein-
ander-ereiht und durch =Ausguß eines Zwischen-
raume: zwischen ihnen mit Gußbeton oder -mörtel
zu einem kalken verbunden, daß die Stirnseiten
der Steine im Bereich ihrer statisch wirksamen
Iliilie durch den Ausguß vollständig oder beinahe
vollständig durch die Gußmasse gedeckt werden.
Das Verfahren ist an Hand der Zeichnung bei-
spiehsw-eise veranschaulicht. Es stellt dar
Fig. i einen Querschnitt durch eine Stahlstein-
decke nach der Erfindung in verschiedenen Stadien
der Herstellung,
Fig. 2 eine Aufsicht und teilweisen waagerechten
Querschnitt derselben (Schnitt nach Linie II-11 der
Fig. i).
1# 1g. 3 einen waagerechten Querschnitt durch
l )eckeiielenieiite mit verschiedenen Ausführungs-
formen der Stirnseiten der Steine in größerem
Maßstab,
1# ig. .4 einen lotrechten Querschnitt durch eine
Stahlsteindecke nach der Erfindung in einer etwas
anderen Ausführungsform.
In der Zeichnung bedeuten a Hohlsteine, deren
Stege i zwei Hohlräume 2 umschließen und einen
ollen offenen Hohlraum 3 umfassen, der sich oben
bei 3" erweitert. Die Stege i sind hier gegebenenfalls
durch kurze Zwischenstucke q. miteinander ver-
bunden. An den Seiten der Steine sind durch Fuß-
leisten 5 Zwischenräume 6 geschaffen, die zu-
sammen die Größe eines Zwischenraumes 3 auf-
weisen.
Solche Steine können auf einer Verschalung an-
einandergereiht und durch Ausgießen derZwischen-
räume 3 und 6 kann eine Stahlsteindecke geschaffen
«erden. Vorteilhaft wird aber eine Reihe von
Steinen a handlicher Länge, z. B. von 25 cm Länge,
aneinandergestoßen, und nach Einlegen von Beweh-
rungseisen 7 und Eisen 8 zwecks Transportsiche-
rung durch Ausgießen mit Gußbeton oder -mörtel 9
werden Fertigbalken erzeugt, die sodann zur Her-
stellung der Decke aneinandergereiht und durch
Ausgießen der Zwischenräume 6 mittels Gußbeton
oder -mörtel io miteinander verbunden werden
(Fig. i rechte Seite). Es ist aber auch möglich,
dazu Steine b zu verwenden, die nur einen Hcihl-
raurn 2 umschließen, je zwei solcher Steine neben-
einander anzuordnen und eine Reihe von solchen
Steinen nach Einlegen der Bewehrungs- und Trag-
eisen 7 und 8 zu Fertigbalken zu vereinigen.
Uni nun eine absolut sichere und wirksame Ver-
bindung der Steine in ihrer Längsrichtung zu
sichern, die geignet ist, die in dieser Richtung auf
die Decke kommenden Beanspruchungen voll auf-
zunehmen, ist erfindungsgemäß folgende Anord-
nung geschaffen.
Die Steine weisen an mindestens einer Stirnseite
11>sclir:igungen i i oder eine sonstige Profilierung
auf. die nach einer Ausgußstelle zu, z. B. dem
Zwischenraum 3, eine Öffnung bildet, so daß die
hier entstehenden kleinen, streifenförmigen Hohl-
räume beim Ausgießen der Zwischenräume 3 und 6
von hier aus mit Gußbeton oder -mörtel sicher ge-
füllt werden. In Fig.3 sind verschiedene Arten
gezeigt, wie diese streifenförmigen Hohlräume an
den Stirnseiten der Steine erzeugt werden, z. B.
durch Abschrägungen i i, die sich über die ganze
Breite der Stege i erstrecken, oder durch Abschrä-
gungen i i°, die sich nur über einen wesentlichen
Teil dieser Breite erstrecken, wobei die Stirnseite
des anstoßenden nächsten Steines entweder Flächen
12 senkrecht zur Längsrichtung des Steines auf-
weist (Fig.3 linke Seite), oder ebenfalls mit Ab-
schrägungen i i bzw. i ja ausgestattet ist (Fig. 3
Mitte). Die entsprechenden Hohlräume können
auch durch Absätze 14, 15 gebildet sein (Fig.3
rechte Seite). Wesentlich ist, daß diese Abschrä-
gungen an den Stirnseiten der Steine sich über die
Teile der Stege erstrecken, die zur Übernahme der
Kräfte, namentlich auch der Schubspannungen, in
Frage kommen, z. B. mindest,@rs bis zur neutralen
Linie. Sie können sich aber auch über den Be-
reich A (Fig. i) erstrecken.
Bei der besonderen Ausführungsform der Erfin-
dung nach Fig..1 sind U-förmige Hohlsteine c mit
Stegen 16 und Fußleisten 17 unter Einlegung von
Bewehrungseisen 7 und Trageisen 8 durch Aus-
gießen mit Gußbeton oder -mörtel 9 zu Fertig-
halken zusammengefügt, wobei die Stirnseiten
dieser Steine ebenfalls Abschrägungen oder Pro-
filierungen nach Fig.2 oder 3 aufweisen, die ein
Eintreten der Gußinasse über eine wesentliche
Tiefe dieser Stege gestatten. Bei der besonderen,
gezeichneten Ausführungsform sind die Außen-
flächen der Stege 16 durch Vertiefungen 18 be-
sonders profiliert, so daß eine Art Verzahnung
entsteht, welche eine besonders innige Verbindung
mit den anderen Elementen der Decke sichert.
Diese Fertigbalken werden in Abstand verlegt und
der freie Raum zwischen den Balken wird durch
beliebige Hohlsteine d mit Stegen 19, 20, 21 aus-
gefüllt, die in bekannter Weise auf den Fußleisten
17 aufliegen. Wesentlich ist, daß erfindungsgemäß
die Stege i9 und 2o ebenfalls Abschrägungen oder
Profilierungen aufweisen, so daß hier Gußbeton
oder -mörtel io eindringen und eine feste, tragende
Verbindung zwischen den Steinen schaffen kann.
Gegebenenfalls kann auch ein Armierungseisen 22
in den Zwischenraum zwischen den Fertigbalken c
und den Hohlstein d eingelegt werden.
Ein Fertigbalken mit Hohlsteinen a ist ver-
hältnismäßig einfach herzustellen und gerade noch
handlich genug. Gewicht etwa 4o kg pro laufendes
Meter. Ein Fertigbalken mit Hohlstein c hat noch
geringeres Gewicht pro laufendes Meter.
Process for the production of steel stone ceilings and hollow stone for the production of the same Steel stone ceilings are known to consist of individual
Hollow stones, e.g. B. according to Dinform 4159 exist.
The hollow stones are laid at a distance
or leave such a space between
itself, here a steel reinforcement inserted and
a rib by grouting with concrete or mortar
can be formed. The arrangement is either
hit so that the individual stones at their
Front sides walled together with mortar
or here by means of grouting mortar
be bound. Such a connection is
necessary so that the stones have a
taking the forces on the ceiling
ensure.
The first type of connection by masonry
is cumbersome as well as time-consuming and
causes a certain waste of mortar, since the
The bridges of the stones to be mortared are very narrow.
Do you want to z. B. convert such stones into prefabricated beams
some, they have to be placed on an inclined scaffolding
be walled together, which also
wall and time.
The second type of connection through
pouring is in the previous types of stone
afflicted with the following fundamental error. Of the
Grouting mortar can only be used in the upper part of the stones
penetrate a certain depth between the stones,
but not between the webs over larger parts
their height. The latter is, however, for a load bearing
Connection between the stones is important because
otherwise the shear stresses in the ceiling on the
Butt joints of the stones by reducing the
tion become too big.
Through the process and the stones after the
The previous disadvantages
sided.
According to the invention «earths for the production of
Steel side ceilings, especially under intermediate
position of prefabricated beams so that hollow blocks
in a row and through = spout of an intermediate
spaces: between them with cast concrete or mortar
connected to a lime that the end faces
of the stones in the area of their statically effective
Iliilie through the spout completely or almost
be completely covered by the casting compound.
The procedure is based on the drawing
illustrated in ways. It shows
Fig. I a cross section through a steel stone
cover according to the invention in different stages
the production,
Fig. 2 is a plan view and partially horizontal
Cross section of the same (section along line II-11 of
Fig. I).
1 # 1g. 3 shows a horizontal cross section
l) corner parts with different designs
shape the faces of the stones in larger ones
Scale,
1 # ig. .4 a perpendicular cross-section through a
Steel stone ceiling according to the invention in one something
other embodiment.
In the drawing a mean hollow stones, their
Bridges i enclose two cavities 2 and one
ollen include open cavity 3, which is above
at 3 ". The webs i are here if necessary
through short intermediate pieces q. with each other
bound. On the sides of the stones are by foot
provide 5 spaces 6 created, the
together the size of a space 3
point.
Such stones can be placed on a casing.
lined up and by pouring out the intermediate
A steel stone ceiling can be created in rooms 3 and 6
"earth. However, a number of will be advantageous
Stones of a manageable length, e.g. B. of 25 cm length,
butt against each other, and after inserting
iron 7 and iron 8 for the purpose of transport security
tion by pouring with cast concrete or mortar 9
prefabricated beams are produced, which are then used for
position of the ceiling strung together and through
Pouring the spaces 6 using cast concrete
or mortar io can be connected to one another
(Fig. I right side). But it is also possible
to use stones b that only have a
enclose space 2, each with two such stones next to
to arrange each other and a number of such
Stones after inserting the reinforcement and load-bearing
Iron 7 and 8 to combine into prefabricated beams.
Uni is now an absolutely safe and effective insurance
binding of the stones in their longitudinal direction
back up that is appropriate in this direction
the ceiling fully absorbs the stresses
increase, according to the invention, the following arrangement
created.
The stones have at least one end face
11> sclir: igungen ii or some other profiling
on. after a pouring point to, z. B. the
Gap 3, forms an opening so that the
small, strip-shaped hollow
spaces when pouring the spaces 3 and 6
from here with cast concrete or mortar securely
be filled. In Fig.3 are different types
shown how these strip-shaped cavities appear
the faces of the stones are generated, for. B.
by bevels ii that extend over the whole
Extend the width of the webs i, or by chamfering
gungen ii °, which have only one essential
Part of this width extend, with the end face
of the adjoining next stone either surfaces
12 perpendicular to the longitudinal direction of the stone
points (Fig. 3 left side), or also with a
bevels ii or i yes is equipped (Fig. 3
Center). The corresponding cavities can
also be formed by paragraphs 14, 15 (Fig. 3
right side). It is essential that these bevels
gung on the front sides of the stones over the
Parts of the webs extend to take over the
Forces, including the shear stresses, in
Come to a question B. at least, @ rs to neutral
Line. You can also use the
rich A (Fig. i) extend.
In the particular embodiment of the invention
1 are U-shaped hollow blocks with c
Web 16 and baseboards 17 with the insertion of
Reinforcing iron 7 and support iron 8 by means of
pour with cast concrete or mortar 9 to finish
halken joined together, with the end faces
these stones also have bevels or pro-
have fillings according to Fig.2 or 3, the one
Entry of the Gußinasse over a substantial
Allow depth of these webs. At the special
shown embodiment are the outer
surfaces of the webs 16 by depressions 18
specially profiled, so that a kind of interlocking
which creates a particularly intimate connection
secures with the other elements of the ceiling.
These prefabricated beams are laid at a distance and
the free space between the bars is due to
any hollow bricks d with webs 19, 20, 21
filled in a known manner on the baseboards
17 rest. It is essential that according to the invention
the webs i9 and 2o also bevels or
Have profilings, so that here cast concrete
or mortar io penetrate and create a solid, load-bearing
Can create a connection between the stones.
If necessary, a reinforcing iron 22
in the space between the prefabricated beams c
and the hollow stone d are inserted.
A prefabricated beam with hollow bricks a is
relatively easy to manufacture and barely
handy enough. Weight about 40 kg per running
Meter. A prefabricated beam with hollow brick c still has
lower weight per running meter.