DE801024C - Picker fuer Webstuehle - Google Patents

Picker fuer Webstuehle

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Publication number
DE801024C
DE801024C DEp44167D DEP0044167D DE801024C DE 801024 C DE801024 C DE 801024C DE P0044167 D DEP0044167 D DE P0044167D DE 801024 C DE801024 C DE 801024C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
picker
wear
impact
inserts
looms
Prior art date
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Expired
Application number
DEp44167D
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Herion
Albert Witte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke AG filed Critical Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority to DEp44167D priority Critical patent/DE801024C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE801024C publication Critical patent/DE801024C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not peculiar to looms of a particular type
    • D03D49/24Mechanisms for inserting shuttle in shed
    • D03D49/26Picking mechanisms, e.g. for propelling gripper shuttles or dummy shuttles
    • D03D49/36Pickers; Arresting means therefor

Description

  • Picker für Webstühle Der Picker ist in Webstühlen bekanntlich das Teil, das mit am stärksten lurch Schlag und gleitende Reibung auf Verschleiß beansprucht ist. Er hat die Aufgabe, den Schützen mit großer Wucht und Beschleunigung entlang der Lade zu schießen und auf der Geggenseite den mit großer Geschwindigkeit auftretenden Schützen vollkommen zum Stillstand zu bringen. Des weiteren hat der Picker die Aufgabe, die Flugrichtung des Schützens an der Abschußstelle zu steuern, und zwar derart, daß die Vorderspitze des Schützens nach unten und einwärts zum Blatt gerichtet ist.
  • Bisher sind derartige Picker praktisch ausschließlich aus Büffelhaut hergestellt norden und gelegentlich auch l)ei geringer beanspruchten Stühlen aus einem besonders gegerbten Leder, während sich Kunststoffe, Eletalle. Holz u. dgl. in keiner NVeise bewährt haben. Kunststoffe üblicher Art, wie beispielsweise Kunstharzpreßstoff, sind den schlagartigen Beanspruchungen ebensowenig gewachsen wie beispielsweise Holz. Vor allem die Kunstharzpreßstoffpicker werden durch die schlagartige Beanspruchung durch den Schützen einerseits und durch das Schleuderholz andererseits, das dem Picker die schlagartige Beschleunigung vermittelt, in kürzester Zeit vollkommen zertrümmert. Büffelhaut und Leder dagegen sind in der Lage. die schlagartigen Beanspruchungen aufzunehmen indes haben sie den Nachteil, daß der Werkstoff sehr stark dem Verschleiß unterliegt. Vor allen Dingen an der Schlagstelle, an der die Spitze des Schützens bei seinem Anflug aufgefangen wird und beim Abschie- Ben wieder abgeschleudert wird, arbeitet er sich mit der Zeit derart aus, daß der Picker nicht mehr verwendet werden kann. Des weiteren ist die Bohrung, durch die die Pickerspindel hindurchgeht, in außerordentlich hohem Maße auf Verschleiß beansprucht, und zwar mehr oder minder einseitig. da das Sehlagholz oder das Zugleder exzentrisch zur Pickerachse angreift, so daß der Picker in bezug auf seine Bewegung auf der Pickerspindel verkantet wird.
  • Im allgemeinen wird so vorgegangen, daß der Picker mit einer glatten Schlagstelle in den Webstuhl eingebaut wird. In kürzester Zeit arbeitet der Schützen an der Schlagstelle ein Loch aus, in das er beim Abschuß und beim Auftreffen mit seiner meist metallischen Spitze einrastet. Die Entstehung des Loches und seine Ausarbeitung im Laufe der Benutzung ist mithin, abgesehen von allen anderen Nachteilen des Verschleißes, mehr oder minder stark dem Zufall überlassen.
  • Die Menge der durch Verschleiß umbrauchbar werdenden Picker ist außerordentlich groß, denn es besteht keine Möglichkeit, bei Pickern aus Büffelhaut oder Leder Vorkehrungen zu treffen, die den Verschleiß hintanhalten oder bei eingetretenem Verschleiß ein Aufarbeiten ermöglichen.
  • Die Erfindung will die bekannten Nachteile beseitigen, dabei aber Pickerkörper verwenden, bei denen die günstigen Eigenschaften der Büffelhaut. des Leders o. dgl. erhalten bleiben, die in hervorragendem im au nlaße geeignet sind, die schlagartigen Beanspruchungen aufzunehmen. Gemäß der Erfindung wird hierzu vorgeschlagen, die auf Verschleiß durch Schlag und/oder Reibung beanspruchten Stellen mit Einsätzen, Buchsen o. dgl. zu bewehren, die aus einer in der \N'ärme mit Kunstharz, insbesondere Phenolharz, gerränkter Cellulose bestehen. Ein solcher Werkstoff hat die Eigenschaft, im Vergleich zu l Büffelhaut oder Leder, erheblich höhere Verschleißfestigkeit zu besitzen, dabei aber gleichzeitig die niitige Elastizität aufzuweisen, die insbesondere zur Aufnahme der schlagartigen Verschleißbeanspruchungen erforderlich ist. Die Einsätze, Buchsen o. dgl. können aus einem einheitlichen Stück hergestellt sein, es ist aber auch möglich, sie aus einzelnen l<latten zusammenzusetzen und miteinander nach Art einer Verleimung zu binden. Aus Platten dieser Art werden die Einsätze, Buchsen o. dgl. durch Ausstanzen oder spanabhebender Bearbeitung herausgearbeitet.
  • Itei detn Picker gemäß der Erfindung wird die Schlagstelle für den Schützen mit einem derartigen Einsatz versehen, der vorzugsweise zylindrische Form aufweist. I)ie Bohrung für die Pickerspindel kann el)enfalls mit einer Buchse der gekennzeichneten Art versehen werden. Sowohl einsätze als auch Buchsen werden im Paßsitz eingepreßt, wobei gegebenenfalls gleichzeitig eine Verleimung stattfindet.
  • In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt, an denen die Erfindung näher erläutert werden soll. Die dargestellten Formen sind aber nicht die einzigen Pickerausbildungsarten, die in der Praxis verwendet werden, so daß die Erfindung nicht auf diese Pickerformen beschränkt ist.
  • Sie gilt vielmehr sinngemäß für alle Pickerarten, die in Webstühlen der verschiedensten Konstruktion verwendet werden. Es zeigen Abb. 1 eine Ausführungsform eines Pickers, Abb. 2 eine zweite Ausführungsform, Abb. 3 einen Einsatz und Abb. 4 eine weitere Ausführungsform eines Pikkers.
  • Der Picker nach Abb. 1 ist aus Büffelhaut hergestellt. Durch Zusammenbiegen der langgestreckten Büffelhaut entsteht der bügelförmige Abschnitt 1, der mit der Buchse 2 für die Pickerspindel und dem Schlitz 3 für das Schlagholz versehen ist. I)ie zusammengebogenen Enden der Büffelhaut bilden dem Bügel 1 gegenüber einen Ansatz, der mit dem Führungsteil 4 versehen ist. Dieser wird in einem Schlitz der Schlaglade gefiihrt. Außerdem sind an diesem Ansatz die beiden Schlagstellen 5 gebildet.
  • In die Schlagstellen ist gemäß der Erfindung der vorzugsweise zylindrische Einsatz 6, bestehend aus Cellulose, die mit Phenolharz getränkt ist, eingesetzt. Der Einsatz 6, von dein jeweils nur einer wirksam ist, kann selbstverständlich auch andere Form aufweisen, l)eispielseveise viereckig o. dgl. sein. Das Einsetzen geschieht mit Paß sitz unter gleichzeitiger Verleimung. In manchen Fällen genügt es, ausschließlich Paßsitz anzuwenden. Die Buchsen 2 und die Ensätze 6 können auch mit Gewinde eingeschraubt werden, wie bei 2¹ und 6¹ in Abb. 4 angedeutet, die sonst im wesentlichen der Abb. 1 entspricht. Auch beim Einschrauben kann gleichzeitig verleimt werden. Die Einsätze selbst werden mit Bohrungen 7 versehen, und zwar vorzugsweise mit mindestens teilweise konischen Wandungen. als besonders zweckmäßig hat es sich erweisen, hierbei einen Öffnungswinkel zu verwenden, der etwa 60° beträgt. Je nach Erfordernisen des einzelnen Stuhles kann der Öffnungswinkel auch andere Winkelmaße annchmen, die etwa zwischen Ao und 900 liegen. In Abb. 3 ist ein Einsatz gezeigt, dessen Bohrung mit kurvenmäßig gekriimmten Wandungen versehen ist. Als zweckmäßig hat sich hier die Parabelform erwiesen. Es ist aber natürlich auch möglich, andere Formen anzuwenden.
  • Die Einsätze halten die Eigenschaft, die schlagartige Beanspruchung aufzunehmen und sicher auf den Pickerkörper zu übertragen, dabei aber gleichzeitig einen hohen Verschleißwiderstand aufzuweisen, der den Einsätzen und damit dein Picker eine lange Lebensdauer gewährleistet. Die Tatsache, daß ein geringer Verschleiß gegeben ist und andererseits das Loch an der Schlagstelle von vornherein vorgebildet ist, stellt sicher, daß der Schützen insbesondere beim abschuß stets die richtige Richtung erhält und infolgedessen auch die Zufälligkeiten ausgeschaltet sind, die sich bei den bekannten Pickern dadurch ergeben, daß man der Schützenspitze gestattet, sich das Schlagloch selber zu erzeugen und weiter auszuarbeiten.
  • Die Buchse 2 für die Führung an der Pickerspindel wird gemäß der Erfindung ebenfalls aus Cellulose hergestellt, die in der Wärme mit Kunst- harz getränkt ist. Sie ist ebenfalls im Paßsitz eingesetzt und verleimt, kann aber auch, wie bei 2¹ (Abb. 4) angedeutet, eingeschraubt und gegebenenfalls verleimt werden. Die Buchse von hohem Verschleißwiderstand stellt sicher, daß der Picker stets einwandfrei an der Spindel geführt ist und infolgedessen dem Schützen die richtige Richtung beim Abschuß vermittelt wird.
  • Der Picker gemäß der Erfindung wird selbstverständlich im allgemeinen von vornherein in der in Abb. 1 dargestellten Form hergestellt. Es ist aber auf Grund der Erfindung möglich, alte Pickerkörper, möge es sich dabei nun um solche handeln, die ursprünglich ohne Kunststoffeinsätze und Buchsen hergestellt waren, oder um solche, die von vornherein solche Teile aufweisen, aufzuarbeiten, indem die Löcher bzw. Bohrungen für die Einsätze bzw.
  • Buchsen aufgearbeitet und mit neuen Buchsen bzw.
  • Einsätzen verschen werden.
  • In Abb. 2 ist ein Pickerkörper anderer Form dargestellt. Es handelt sich hierbei um einen aus besonders gegerbtem Leder zu einer langgestreckten Schlaufe gebogenen Körper. Im Innenraum 8 greift das Schlagholz ein, und die Schlagstelle mit dem Einsatz gemäß der Erfindung ist bei 9 vorgesehen.
  • Für den Picker gemäß Abb. 2 gilt sinngemäß das zu Abb. 1, 3 und 4 Ausgefuhrte, und es ist ohne weiteres verständlich, daß Einsätze und, wo erforderlich und zweckmäßig, auch Buchsen für die Führungsspindel bei Pickern anderer Ausbildungsform sinngemäß angeordnet werden können.

Claims (5)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Picker für Webstühle aus Büffelhaut. Leder o.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die auf Verschleiß durch Schalg und/oder Reibung beanspruchten Stellen mit Einsätzen. Buchsen o. dgl. bewehrt sind, die aus in der Wärme mit Kunstharz, insbesondere Phenolharz, getränkter Cellulose bestehen.
  2. 2. Picker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schlagstelle für den Schützen ein vorzugsweise zylindrischer Einsatz vorgesehen ist.
  3. 3. Picker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz mit einer konischen Bohrung versehen ist, deren Öffnungswinkel vorzugsweise 40 bis 90° beträgt.
  4. 4. Picker nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen der Bohrung kurvenmäßig Krümmung aufweisen, beispielsweise nach Form Parabel.
  5. 5. Picker nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung für die Pickerspindel mit einer Buchse versehen ist.
DEp44167D 1949-05-28 1949-05-28 Picker fuer Webstuehle Expired DE801024C (de)

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DE (1) DE801024C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE930526C (de) * 1952-12-05 1955-07-18 Saeureschutz Rheinruhr Ober In Verwendung von Kunstharzueberzuegen als Gleitflaeche an der inneren Oberflaeche von Foerderwagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE930526C (de) * 1952-12-05 1955-07-18 Saeureschutz Rheinruhr Ober In Verwendung von Kunstharzueberzuegen als Gleitflaeche an der inneren Oberflaeche von Foerderwagen

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