DE764124C - Elektrolyt fuer elektrolytische Kondensatoren - Google Patents

Elektrolyt fuer elektrolytische Kondensatoren

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DE764124C
DE764124C DEN44153D DEN0044153D DE764124C DE 764124 C DE764124 C DE 764124C DE N44153 D DEN44153 D DE N44153D DE N0044153 D DEN0044153 D DE N0044153D DE 764124 C DE764124 C DE 764124C
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DE
Germany
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electrolyte
operating
impregnation
electrolytic capacitor
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Expired
Application number
DEN44153D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Spiess
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NSF NUERNBERGER SCHRAUBENFABRI
ELEKTROWERK GmbH
Original Assignee
NSF NUERNBERGER SCHRAUBENFABRI
ELEKTROWERK GmbH
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES OR LIGHT-SENSITIVE DEVICES, OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/004Details
    • H01G9/022Electrolytes; Absorbents

Description

  • Elektrolyt für elektrolytische Kondensatoren Die beiden Elektrodeneines elektrolytischen Kondensators werden bekanntlich. aus der als Anode wirkenden Aluminiumfolie und aus dem Elektrolyten gebildet. Die Aluminiumoxydschicht wirkt als Diele'ktrikum. Die als Kathode bezeichnete Folie dient lediglich als Stromzuführung in den Elektrolyten.
  • Wenn nun der Elektrolyt bei tieferen Temperaturen, also bei Temperaturen unter o° C, eine sehr starke -Ieitfähigkeitsverminderung erfährt, so wirkt der Kondensator so, als ob ihm, ein sehr großer Ohmscher Widerstand vorgeschaltet wäre und er nur noch einen-geringen Prozentsatz seiner bisherigen Kapazität hätte.
  • Dieser Übelstand tritt in beeonderem Maße bei den sogenannten oberflächenvergrößerten Kondensatoren auf. .
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektrolyten für elektrolytische Kondensatoren, dessen Verwendung an sich bekannt ist, insbesondere, für niedrige Betriebsteimperaturen, beispielsweise von -q.0 his -50°'C, und bezweckt, diese große Kapazstätsverrninderung dadurch zu ve-rhinde:rn,, daß man: einen besonderen Elektrolyten verwendet und die Imprägnierung und Formierung des Kondensators in besonderer Weise vornimmt. Der Erfindung gemäß werden die Ausgangsstoffe für den Elektrolyten, beispielsweise Glykol. Borsäure oder Ammoniumborat, wäßriges Ammoniak und eine organische Säure, z. B. Essigsäure oder Zitronensäure, nur so weit zur Reaktion gebracht und erhitzt, daß der ursprünglich im Reaktionsglemisch vorhandene Gehalt an freiem Wasser nicht unter 9% absinkt und vorzugsweise 9 bis 12% beträgt und daß die Ausgangsstoffe so gewählt werden, daß der Widerstand too bis Zoo Ohm pro Kubikzentimeter bei 16 bis 2o" C beträgt. Zeigt der Elektrolyt weniger Wasser, so wird die Kältebeständigkeit des Kondensators gemindert; enthält er mehr Wasser, so wird die Formierung ungünstig beeinflußt. Der bestimmte Wassergehalt wird in der Weise eingehalten und erzielt, daß das Gemisch der Stoffe sa lange erhitzt wird, bis das durch das wäßrige Ammoniak ursprünglich miteingebrachteWasser so weit verdampft ist, daß die verbleibende, Wassermenge den erforderlichen Prozentsatz des fertigen Elektrolyten ergibt. Die Bestimmung geschieht mittels Waage.
  • Mit diesem Elektrolyten wird der KondensatorEv ickel imprägniert, und zwar so, daß der Wickel von der Luft, die sich in den Poren derZwischenlagen befindet, mittels Evakuieren praktisch restlos befreit wird. Daraufhin läßt man den Elektrolyten zufließen,. so daß die Wickel vom Elektrolyten bedeckt werden. Im Anschluß daran wird normaler Luftdruck oder erhöhter Druck zur Einwirkung gebracht. Dadurch wird der Elektrolyt unter einem höheren Druck in dieWickel eingepreßt. Die Temperatur des Elektrolyten soll dabei nicht wesentlich über der Raumtemperatur liegen.
  • Die Anodenfolie der Wickel wird vor dem Imprägnieren bereits einer Gleichstromformierung in to%iger Oxalsäurelösung und anschließend in einer etwa i o%igen Borsäurelösungauf die gewünschte Spannung unterzogen. Nach dem Imprägnieren erfolgt eine dritte Formierung, indem die Wickel in den Betriebselektrolyten eingehängt und bei Raumtemperatur mit Gleichstrom behandelt werden, -,vobei die den Wickel umgebende Elektrolytmenge. ein Mehrfaches der vom Wickel bei der Imprägnierung aufgenommenen sein soll.
  • Die so. hergestellten Kondensatoren weisen bei tiefen Temperaturen ein Mehrfaches der Kapazität der bisher nach bekannten Methoden hergestellten Kondensatoren auf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrolyt für elektrolytische Kondensatoren, insbesondere fürniedrige Betriebstemperaturen, beispielsweise von -.4o bis - 5o° C, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe für den Elektrolyten, beispielsweise bestehend aus Glykol, Borsäure oderAmmoniumhorat, «-äßrigem Ammoniak und einer organischen Säure vom Typus der Essigsäure oder der Zitronensäure, nur so weit zur Reaktion gebracht und erhitzt sind, daß der ursprünglich im Reaktionsgemisch vorhandene Gehalt an freiem Wasser nicht unter 9% absinkt und vorzugsweise 9 bis 12% beiträgt und daß die Ausgangsstoffe so gewählt werden, daß der Widerstand Zoo bis 200 Ohm pro Kubikzentimeter bei 16 bis -2o° C beträgt. .
  2. 2. Elektrolytischer Kondensator mit einem Betriebselektrolyten gemäß Anspruch i, dadurch gelennzeichnet, daß die Imprägnierung praktisch bei Raumtemperatur vorgenommen ist, die Luft vorher aus dein WickeI entfernt und der Elektrolyt mittels eines höheren Druckes als im Innern des Wickels vorhanden eingepreßt ist.
  3. 3. Elektrolytischer Kondensator mit einem Betriebselektrolyten a mäß den Ansprüchen i und :2, dadurch gekennzeichnet, daß die- Anodenfolien vor dem Imprägnieren einer Gleichstromformierung in etwa to%ig er Oxalsäurelösung und in etwa to%ia r Borsäurelösung unterzogen werden. d.. Elektrolytischer Kondensator mit einem Betriebselektrolyten gemäß den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der imprägnierte Wickel in den Betriebselektrolyten eingehängt einer dritten Gleichstrombehandlung unterzogen wird und daß die den Wickel umgebende Elektroly tmenge ein Mehrfaches der vom Wickel bei der Imprägnierung aufgenommenen beträgt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteitungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht zogen worden: USA.-Patentschrift Nr. 2 022 30o.
DEN44153D 1940-08-31 1940-08-31 Elektrolyt fuer elektrolytische Kondensatoren Expired DE764124C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1193167B (de) * 1952-12-06 1965-05-20 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung von Anoden fuer Elektrolytkondensatoren

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2022500A (en) * 1935-02-02 1935-11-26 Gen Electric Electrolytic device

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