DE69804891T2 - Reduktion von Eisenerz - Google Patents

Reduktion von Eisenerz

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verhütten von Eisenerz, wobei das Eisenerz zu Eisen enthaltenden Produkten reduziert wird. Mehr im einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein solches Verfahren, bei welchem aus einer Kohlenstoff enthaltenden Substanz wie beispielsweise Kohle gebildeter Schwelkoks bei der Reduzierung des Eisenerzes vergast wird. Noch mehr im einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein solches Verfahren, bei welchem der Schwelkoks gebildet und das zu verhüttende Eisenerz ganz oder teilweise in einem Sekundärreaktor reduziert wird und der resultierende Schwelkoks und teilweise reduziertes Eisenerz in einen Primärreaktor mit höherer Temperatur zur Erzeugung der Eisen enthaltenden Produkte zugeführt werden.
  • Es gibt verschiedene Eisenverhüttungsprozesse, welche die Verwendung elektrischer Lichtbogenöfen, Siemens-Martin-Öfen, Gebläseöfen, den COREX-Prozeß, und Primärbadschmelzöfen umfassen, wie sie in dem ROMELT-Prozeß eingesetzt werden. Bei allen diesen Reaktoren wird eine Charge von Eisenerz und eine Kohlenstoff enthaltende Substanz wie beispielsweise Kohle oder Koks in einen Reaktor eingeführt. Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherte Luft wird ebenfalls in den Reaktor eingeleitet, um das Kohlenstoff enthaltende Material zu vergasen, um ein reduzierendes Gas zu erzeugen, das Wasserstoff und Kohlenmonoxid enthält. Das reduzierende Gas bewirkt die Reduktion des Erzes und dadurch die Erzeugung einer Eisen enthaltenden Substanz wie beispielsweise eines Gemischs aus Stahl oder Eisen und einer separaten Schlackenphase.
  • Beim COREX-Verfahren werden Eisenerz und Flussmittel in einen Schachtofen eingegeben, um das Eisen zum festen Metall zu reduzieren und das Flussmittel mit einem in einem Schmelzvergaser erzeugten reduzierenden Gas zu kalzinieren. Kohle oder durch Verbrennung von flüchtigen Kohlenstoffen vorgeheizte, als Schwelkoks bekannte Kohle wird zusammen mit dem direkt reduzierten Eisen und Flussmittel aus dem Schachtofen und Sauerstoff in einen Schmelzofenvergaser eingeführt. Der Schwelkoks wird vergast und das Erz aus dem Schachtofen wird weiter reduziert und geschmolzen, um ein geschmolzenes Gemisch aus Eisen und Schlacke zu erzeugen, das als Produktstrom abgezogen werden kann. In einem Primärbadschmelzreaktor, wie er im ROMELT-Prozeß eingesetzt wird, werden Sauerstoff, Eisenerz und Kohle in einen Reaktor eingeführt wird, um Eisen- und Schlackenprodukte zu erzeugen.
  • In allen oben erwähnten Prozessen wird das Maximieren der Produktivität des Reaktors gewünscht. Des weiteren verwenden sämtliche oben erwähnten Prozesse verarbeiteten Sauerstoff, nämlich Sauerstoff mit einer Reinheit von etwa 95% oder mehr oder mit Sauerstoff angereicherte Luft. Solcher verarbeiteter Sauerstoff trägt zu den Produktionskosten bei. Folglich ermöglicht eine Reduzierung des erforderlichen Verbrauchs an verarbeiteten Sauerstoff entweder verringerte Produktionskosten oder höhere Produktivität ohne Kostensteigerung, zumindest hinsichtlich des Sauerstoffverbrauchs.
  • Die Zusammenfassung aus Patent Abstracts of Japan zu der JP 62 228 415 A beschreibt ein Verfahren zum Erzeugen von geschmolzenem Rohreisen, das umfasst: Zuführen von Eisenerzfeinfraktion, Kohle und Hochtemperaturluft in einen Vorreduzierofen zum Erzeugen von Produkten, die Gas und Schwelkoks und vorreduziertes Eisenerz enthaltende heiße Feststoffe umfassen, und Zuführen der heißen Feststoffe in einen Schmelzofen, wo sie geschmolzen und zur Bildung von geschmolzenem Roheisen reduziert werden, wobei der Schmelzofen bei einer Temperatur von weniger als derjenigen des Vorreduzierofens betrieben wird.
  • Dementsprechend beinhaltet die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verhütten von Eisen, das umfasst: Zuführen eines Eisenerzspeisematerials, einer Kohlenstoff enthaltenden Substanz, und eines Sauerstoff enthaltenden Gases in einen Sekundärreaktor zum Erzeugen von Produkten, die ein Kohlendioxid und Kohlenmonoxid in einem Verhältnis von nicht weniger als 0,25 enthaltendes Heizgas und Schwelkoks und teilweise reduziertes Eisenerz enthaltende heiße Feststoffe umfassen, Trennen und Abführen von mindestens etwa 90% des Heizgases von den im Sekundärreaktor erzeugten Produkten zur Bildung eines Zwischenspeisematerials, Einleiten des Zwischenspeisematerials in einen Primärreaktor ohne wesentliche Abkühlung der heißen Feststoffe, und Reduzieren des teilweise reduzierten Eisenerzes im Primärreaktor zur Bildung mindestens eines Teils eines eisenhaltigen Produkts, wobei der Sekundärreaktor auf einer niedrigeren Temperatur als der Primärreaktor betrieben wird. Die vorliegende Erfindung umfasst ein Verfahren, das in Verbindung mit allen oben erwähnten Prozessen eingesetzt werden kann, und das eine Steigerung der Reaktorproduktivität im Zusammenhang mit einer Reduzierung des Verbrauchs an verarbeitetem Sauerstoff ermöglicht.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Eisenverhüttungsverfahren, bei welchem ein Eisenerzspeisematerial, eine Kohlenstoff enthaltende Substanz, und ein Sauerstoff enthaltendes Gas zum Erzeugen von Produkten in einen Sekundärreaktor zugeführt werden. Die Produkte umfassen ein Heizgas, das Kohlendioxid und Kohlenmonoxid in einem Verhältnis von nicht weniger als 0,25 enthält, und erhitzte Feststoffe, die Schwelkoks und teilweise reduziertes Eisenerz umfassen. In dieser Hinsicht bedeutet der hier und in den Ansprüchen verwendete Begriff "teilweise reduziertes Eisenerz" ein Gemisch aus einigen Eisenoxiden, vorwiegend Eisen (II)- Oxide, und etwas metallisches Eisen, das aus dem Eisenerz (vorwiegend Eisen (III)- Oxide) durch Reduktion erzeugt wird. Der Begriff "Heizgas", wie er hier und in den Ansprüchen verwendet wird, bedeutet ein vorwiegend Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, und etwas Wasserstoff und Kohlenwasserstoffe enthaltendes Gas. Mindestens etwa 90% des Heizgases wird von den im Sekundärreaktor erzeugten Produkten zur Bildung eines Zwischenspeisematerials abgetrennt. Das Zwischenspeiseprodukt wird in einen Primärreaktor ohne wesentliche Abkühlung der heißen Feststoffe eingeleitet, und das teilweise reduzierte Eisenerz wird im Primärreaktor weiter reduziert, um mindestens einen Teil eines Eisen enthaltenden flüssigen Produkts zu bilden. Der Sekundärreaktor arbeitet auf einer niedrigeren Temperatur als der Primärreaktor.
  • Weil die vorliegende Erfindung bei einem Verfahren wie beispielsweise dem COREX-Prozeß Anwendung findet, ist, wie man erkennen sollte, davon auszugehen, daß das Eisenprodukt aus Eisenerz- und Flussmittelspeiseprodukten gebildet wird, die zwischen dem Schachtofen und dem Sekundärreaktor aufgeteilt werden. In einem solchen Fall bildet das resultierende Zwischenspeisematerial aus dem Sekundärreaktor in den Primärreaktor nur einen Teil des eisenenthaltenden Produkts. In einem Primärbadschmelzreaktor würde normalerweise das gesamte teilweise reduzierte zu verarbeitende Eisenerz aus dem Sekundärreaktor zugeführt. Ein weiterer hier zu erwähnender Punkt ist der hier und in den Ansprüchen erwähnte Begriff "wesentliches Abkühlen", der ein Abkühlen um mehr als 200ºC von der Temperatur des Sekundärreaktors oder innerhalb 200ºC der Umgebungstemperatur bedeutet.
  • Die Produktivität und die thermische Effizienz des Primärreaktors wird durch seine Wärmeübergangsrate und seinen Wirkungsgrad begrenzt. Der Sekundärreaktor steigert die Kapazität des Primärreaktors, in dem er den Gesamtenergiebedarf zum Reduzieren des Erzes und zum Schmelzen des Flussmittels und des reduzierten Erzes zum Erzeugen der geschmolzenen Metall- und Schlackenprodukte verringert. Der Sekundärreaktor steigert auch die thermische Effizienz des Primärprozesses durch Abscheiden der flüchtigen Kohlebestandteile und durch teilweises Reduzieren des Eisenerzspeisematerials auf einer niedrigeren Temperatur innerhalb der Grenzen eines vernünftigen Kohlendioxid- und Kohlenmonoxidverhältnisses. Aus diesem Grund können Luft oder zumindest Sauerstoffangereicherte Luft mit einer niedrigeren Sauerstoffanreicherung, als sie im Primärreaktor erforderlich ist, als Oxidationsmittel im Sekundärreaktor verwendet werden, und dies vermindert den Bedarf an verarbeitetem Sauerstoff.
  • Die Erfindung wird nunmehr beispielshalber und mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen zeigt:
  • Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Ausführen eines Verfahrens nach der Erfindung, und
  • Die Fig. 2a, 2b und 2c alternative Ausführungsformen eines Sekundärreaktors, der in der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung verwendet wird.
  • Gemäß Fig. 1 ist der Primärreaktor 10 vorgesehen, der ein Siemens-Martin-Ofen sein kann, der hinsichtlich der Wärmeenergie getrennte Eingänge haben könnte. Andere Möglichkeiten wären die Blasbereich-Schmelzzone eines Gebläseofens, der Schmelzofenvergaser des COREX-Prozesses oder ein Primärbadschmelzprozeß wie beispielsweise ein ROMELT-Primärbadreaktor. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff "Schmelzofenvergaser" irgendeinen Reaktor, in welchem teilweise reduziertes oder wesentlich reduziertes Eisen in Anwesenheit von Kohle, Koks oder Schwelkoks, die bzw. der der Vergasung unterliegt, reduziert und geschmolzen wird, um eine flüssige metallische eisenreiche Phase zu bilden. Der "Blasbereich eines Gebläseofens" ist, soweit dieser Begriff hier und in den Ansprüchen verwendet wird, eine Art eines Schmelzofenvergasers. Schließlich bedeutet ein "Schmelzreaktor des Badtyps", wie es hier und in den Ansprüchen verwendet wird, irgendeinen Reaktor, in welchem Eisenerz, eine Kohlenstoffquelle und Sauerstoff zu einer flüssigen Schmelze zugegeben werden.
  • Zu Erläuterungszwecken wird die vorliegende Erfindung mit Bezugnahme auf einen Primärbadschmelzreaktor beschrieben, in welchem Erz, Kohle und Flussmittel als Speisematerial 12 in den Primärreaktor 10 zugeführt werden. Sauerstoffangereicherte Luft oder sogar hochreiner Sauerstoff werden als Speisematerial 14 ebenfalls in den Primärreaktor 10 eingeleitet, um einen Abgasstrom 16 und einen Eisenerz- und Schlackenproduktstrom 18 zu erzeugen. Eisenerz und gegebenenfalls Flussmittel (Kalziumkarbonat) als Speisematerial 20 (das Teil der Gesamtzufuhr von zu verhüttenden und mit Flussmittel zu versetzendem Eisenerz bildet) und ein Kohlespeisematerial 22 werden in einen Sekundärreaktor 24 zugeführt. Die Kohle wird teilweise durch Luft oxidiert, die als Speiseluft 26 eingeleitet wird, um Schwelkoks zu bilden. Der flüchtige Bestandteil der Kohle wird vorzugsweise zersetzt. Das Erz kann folglich teilweise reduziert werden, das Flussmittel kalziniert werden, und die Kohle mit minimalem Verlust an festem Kohlenstoff im ursprünglichen Kohlespeisematerial vorgeheizt werden, was ein sehr wünschenswertes Speisematerial für den Primärreaktor darstellt. Das in den Sekundärreaktor 24 eingeführte Eisenerz wird teilweise durch den Kohlenschwelkoks reduziert, und Heizgas wird durch die teilweise Oxidation der Kohle produziert, so daß ein heißes und teilweise reduziertes festes Erz erzeugt wird. Die Reaktion wird im Sekundärreaktor 24 derart durchgeführt, daß das Heizgas Kohlendioxid und Kohlenmonoxid in einem Verhältnis von nicht weniger als 0,25 enthält. Das Heizgas wird von den erhitzten Feststoffen abgetrennt, die in der Hauptsache teilweise reduziertes Eisenerz, kalziniertes Flussmittel und Schwelkoks enthalten, und wird danach aus dem Sekundärreaktor 24 als Heizgasstrom 27 abgeführt. Wie noch erörtert wird, wird diese Trennung durch einen Fließbettreaktor bewerkstelligt und sollte mehr als etwa 90% des Heizgases aus den erhitzten Feststoffen abscheiden. Die erhitzten Feststoffe und ein etwaiger nicht von den erhitzten Feststoffen abgetrennter Teil des Heizgases werden in den Primärreaktor 10 als Zwischenspeisematerial 28 zugeführt. Im Primärreaktor 10 vergast der heiße Schwelkoks und erzeugt dadurch Wärme zum Schmelzen des Erzes und des Flussmittels, und ein reduzierendes Gas, das hauptsächlich Wasserstoff, Kohlenmonoxid und viel kleinere Mengen an Kohlendioxid und Wasserprodukten enthält. Kohlenmonoxid und Wasserstoff reduzieren das teilweise oxidierte Eisen sowie das Eisenerz, das noch nicht reduziert worden ist. Die Reaktionswärme schmelzt das resultierende Eisen und die Schlacke, die als Eisenerz- und Schlackenproduktstrom 18 abgeführt werden.
  • Das im Speisematerial 20 enthaltene sekundäre Erz liegt vorzugsweise in einem Größenbereich zwischen etwa 100 und etwa 5000 Mikrometer Durchmesser. Relativ große Kohleteilchen bilden das bevorzugte Kohlespeisematerial 22 und liegen vorzugsweise in einem Größenbereich zwischen etwa 1 mm und etwa 50 mm Durchmesser. Die Verwendung solcher Kohle eliminiert die Notwendigkeit für teure Kohlenmahlanlagen.
  • Die Speiseluft 26 kann mit Kohle und Eisenerz nach einer Vielfalt von Verfahren in Berührung gebracht werden. Der Sekundärreaktor 20 kann ein extern rezirkulierter Strömungsreaktor sein, wie in Fig. 2A dargestellt ist, ein fluidisiertes Feststoffbett, wie in Fig. 2B dargestellt ist, oder ein Fließbett mit innerer Zirkulation, wie in Fig. 2C dargestellt ist. Alternativ dazu kann die Speiseluft 26 vorteilhafter Weise als zwei Teilströme 26A und 26B oberhalb und unterhalb eines expandierten Feststoffbetts 30 eingeleitet werden, das zwischen jedem der in den Fig. 2A, 2B und 2C dargestellten Reaktortypen gebildet ist. Kohlenmonoxid im Heizgas aus dem Erz-, Flussmittel- und Kohlenschwelkoksbett reagiert mit dem durch den Teilstrom 26A zugeführten Sauerstoff zur Erzeugung eines stärker oxidierten Sekundärreaktorheizgases und steigert die thermische Effizienz des Sekundärreaktor 20. Die resultierende Wärme wird durch das expanierte Feststoftbett 30 hauptsächlich durch Wärmeleitung zu den Wänden des Sekundärreaktors 24 und außerdem durch Strahlung von den Sekundärreaktorwänden übertragen.
  • Das Verhältnis von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid innerhalb des Heizgases, das im Sekundärreaktor 24 produziert wird, sollte nicht kleiner als etwa 0,25 sein. Ein solches Verhältnis ist notwendig, um ein Gleichgewicht zwischen thermischer Effizienz und der Notwendigkeit zum Reduzieren des Eisenerzes zu schaffen. Die getrennten Sauerstoffzuführströme steigern das optimale Verhältnis von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid wesentlich. Anders ausgedrückt, je mehr Kohlendioxid vorhanden ist, desto thermisch effizienter ist der Prozeß, aber desto weniger Kohlenmonoxid wird produziert, um die Reduktion von Eisen zu bewerkstelligen, und umgekehrt. Das Verhältnis kann durch geeignetes Einstellen des Luft- und Kohlezufuhrverhältnisses und der Gas-Feststoff-Berührungsdauer gesteuert werden. Die Betthöhe wird dann wichtig, weil sie die Gas-Feststoff-Berührungszeit beeinflusst. Je höher das Bett ist, desto größer ist die Massentransfereffizienz zwischen Gas und Feststoffen. Eine höhere Massentransfereffizienz vermindert die Kohlendioxidkonzentration, was vorteilhaft ist, weil es die Effizienz der Erzreduktion verbessert. Jedoch sind große Betthöhen aus der Sicht des Prozesswärmegleichgewichts nicht vorteilhaft. Ein Kompromiß zwischen diesen beiden Faktoren gibt eine Betthöhe von zwischen etwa 1 m und etwa 5 m vor, wobei das Verhältnis von Betthöhe zu Behälterdurchmesser im Allgemeinen zwischen etwa 0,2 und 5 liegt. Das Verhältnis von Betthöhe zu Behältnisdurchmesser ist viel weniger wichtig als der Absolutwert der Betthöhe.
  • Der Sekundärreaktor 24 sollte auf einem Druck arbeiten, der grob gleich oder größer als der Betriebsdruck des Primärreaktors und der Mittel zum Transport der Feststoffe ist. Wo das Zwischenspeisematerial 28 durch eine kurze Feststoffüberführungsleitung oder eine mechanische Vorrichtung wie beispielsweise einen heißen Schraubenförderer oder ein Sternventil zugeführt wird, würde der Druck innerhalb der beiden Reaktoren etwa der gleiche sein. Im Falle von Gastransport müsste der Druck im Sekundärreaktor 24 höher als im Primärreaktor 10 eingestellt werden, um Druckverluste in Leitungen zwischen den Reaktoren zu kompensieren. Bei jeder Transporteinrichtung ist es wichtig, daß in den Primärreaktor 10 zugeführte Feststoffe ohne wesentlichen Wärmeverlust von ihrem Ausgangspunkt im Sekundärreaktor 24 in den Primärreaktor 10 zugeführt werden, oder, mit anderen Worten, ohne einen Temperaturverlust während des Transports zwischen den Reaktoren von mehr als etwa 200ºC. Die Betriebstemperatur des Sekundärreaktors 24 muß größer als die Selbstzündungstemperatur der Kohle, aber kleiner als die Sintertemperatur irgendeiner Speisematerialkomponente sein. Daher liegt der Temperaturbereich des Sekundärreaktorbetriebs vorzugsweise in einem Bereich zwischen etwa 400ºC und etwa 1200ºC. Die Betriebstemperaturen des Sekundärreaktors 24 sollten mit der Temperatur verglichen werden, bei welcher der Primärreaktor 10 arbeiten würde, die in einem Bereich zwischen etwa 1500ºC und etwa 1800ºC liegt. Die niedrigere Temperatur des Sekundärreaktors ermöglicht es, Luft für den Sekundärreaktor 26 zu verwenden, und kann den Bedarf an verarbeitenden Sauerstoff beträchtlich verringern.

Claims (8)

1. Verfahren zum Verhütten von Eisen, das umfasst: Zuführen eines Eisenerzspeisematerials, einer Kohlenstoff enthaltenden Substanz, und eines Sauerstoff enthaltenden Gases in einen Sekundärreaktor zum Erzeugen von Produkten, die Gas und heiße Feststoffe umfassen, die Schwelkoks und teilweise reduziertes Eisenerz enthalten, Trennen und Abführen von mindestens etwa 90% des Heizgases aus den im Sekundärreaktor erzeugten Produkten zur Bildung eines Zwischenspeisematerials, Einleiten des Zwischenspeisematerials in einen Primärreaktor ohne wesentliche Abkühlung der heißen Feststoffe, und Reduzieren des teilweise reduzierten Eisenerzes im Primärreaktor zur Bildung mindestens eines Teils eines eisenhaltigen Produkts, wobei der Sekundärreaktor auf einer niedrigeren Temperatur als der Primärreaktor betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das im Sekundärreaktor erzeugte Gas ein Heizgas ist, das Kohlendioxid und Kohlenmonxid in einem Verhältnis von nicht weniger als 0,25 enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Eisenerzspeisematerial und die Kohlenstoff enthaltende Substanz ein Bett innerhalb des Sekundärreaktors bilden, und wobei ein Sauerstoff enthaltendes Gas in den Sekundärreaktor an oberhalb und unterhalb des Betts gelegenen Stellen desselben zugeführt wird, um das Kohlenmonoxid mit Sauerstoff reagieren zu lassen, wobei die Reaktionswärme zu dem Bett transferiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Betriebstemperatur des Sekundärreaktors zwischen 400ºC und 1200ºC liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Betriebstemperatur des Sekundärreaktors zwischen 700ºC und 950ºC liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eisenerzspeisematerial feines Eisenerz in einem Eisenerzgrößenbereich zwischen etwa 100 und etwa 5000 Mikrometer enthält, und wobei die Kohlenstoff enthaltende Substanz granulierte Kohle in einem Größenbereich zwischen 1 Millimeter und etwa 50 Millimeter enthält.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sekundärreaktor ein Fließbettreaktor, ein Reaktor mit intern zirkulierendem Fließbett oder ein Reaktor mit zirkulierender Strömung ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Primärreaktor ein Schmelzofenvergaser oder ein Schmelztiegel des Badtyps ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das weiter das Zuführen eines Flussmittels in den Sekundärreaktor umfasst.
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