Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft im allgemeinen eine
kieferorthopädische Vorrichtung und insbesondere einen
kompakten Gebißdehner oder eine Expansionsschraube zum
Dehnen des Oberkiefers oder der Maxilla zur Korrektur der
Position der Oberkieferzähne, um einen guten Gebißschluß
mit den Unterkieferzähnen zu erhalten.
Hintergrund der Erfindung
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Früher war in der kieferorthopädischen Industrie die
Verwendung von Streckvorrichtungen oder
Expansionsschrauben zum Dehnen des Oberkiefers und zur
Korrektur der Stellung der Oberkieferzähne gut bekannt.
Beispiele solcher Vorrichtungen sind offenbart in den US-
Patenten Nr. 3,284,902; 4,197,644; 4,323,345; 4,324,036;
4,354,832 und 4,482,318. Während diese Vorrichtungen im
allgemeinen ihre beabsichtigte Funktion erfüllen, ist man
bei diesen Vorrichtungen verschiedenen Schwierigkeiten
begegnet.
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Eine Schwierigkeit bei diesen Vorrichtungen liegt
darin, daß sie die Einstellung durch Einführen eines
leinen stiftartigen Schlüssels in ein Stiftloch einer
zentralen Spindel oder eines Betätigungsteil hinten im
Mund erfordern. Der Stift wird dann betätigt, indem man
ihn nach hinten um einen 90º-Bogen dreht und ihn in einer
Richtung zum Rachen des Patienten hin entfernt. Außer der
Schwierigkeit beim Einsetzen des Stiftes in das
Stiftloch, können diese Stifte recht gefährlich sein,
weil sie leicht in den Mund des Patienten fallen und vom
Patienten verschluckt werden können.
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Andere Schwierigkeiten mit dem Stift und dem
Spindeleinstellungssystem ergeben sich, weil nur eine
Vierteldrehung pro Betätigung möglich ist, und es ist
schwierig festzustellen, ob ein konstantes Maß der
Dehnung auf beiden Seiten des Kiefers erreicht wird. In
ähnlicher Weise läßt sich bei einigen dieser
Vorrichtungen die genaue, durch jede Betätigung
geschaffene Dehnung nicht vorhersagen.
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Frühere Expansionsschrauben umfaßten auch
Führungsstifte, die Raum einnehmen und den Platz für eine
bequeme Einstellbarkeit beschränken. Frühere
Expansionsschrauben, wie die Ausführungsform der Fig. 23
im US-Patent Nr. 4,323,345 und die Vorrichtungen in den
US-Patenten Nr. 4,324,036 und 4,354,832 verließen sich
auch auf atraumatische Teile zwischen einer Schraube und
einem Gewinderohr zur Aktivierung der zweiten
Dehnungsstufe, und diese Anordnung versagte häufig, da
sie zu einer passiven Schraubendrehung ohne Aktivierung
der zweiten Stufe und zu einem ungleichen Expansionmaß
führte.
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Eine andere Anordnung wird in US 597,852
dargestellt, bei der ein Paar Gewindeelemente durch eine
Hülse mit Innengewinde untereinander verbunden ist.
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Ein weiteres Problem bei diesen Vorrichtungen jedoch
liegt darin, daß die Breite dieser Vorrichtungen ihre
Brauchbarkeit in der Mundhöhle eines engen Mundes
behindert, wie z. B. dem eines Kindes, das eine schwere
Querverengung des Oberkiefers hat. Dieses Problem
vergrößert sich noch, denn je enger der Kiefer desto mehr
Expansion ist notwendig, doch um so kleiner ist der
Platz, der für die die Expansion bewirkende
Streckvorrichtung vorhanden ist.
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Andere bekannte Expansionsschrauben haben
unterschiedliche Gewindesteigungen an den Schrauben und
dem Gehäuse, was ein verändertes Expansionsmaß pro
Drehung während des gesamten Aktivierungszeitraumes
bewirkte. Führungsstifte werden benötigt wegen der
Perforationen in der zentralen Spindel, um das Einsetzen
des Aktivierungsstiftes zu ermöglichen, was die Spindel
strukturell schwächt.
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Die kieferorthopädische Vorrichtung der vorliegenden
Erfindung dient zur Dehnung der Maxilla oder des
Oberkiefers bei Patienten, die an abnormem lateralem
Wachstum leiden. Insbesondere dehnt der erfindungsgemäße
Gebißdehner kieferorthopädisch die knochigen Hälften des
Oberkiefers, so daß die oberen Zähne so eingestellt
werden können, daß sie richtig zu den Zähnen des
Unterkiefers passen.
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Die vorliegende Erfindung überwindet alle vorher
aufgetretenen Probleme durch Schaffung eines kompakten
Gebißdehners oder einer Expansionsschraube, die ein
konstantes Expansionsmaß während des gesamten Zeitraums
der Aktivierung liefert. Der erfindungsgemäße Dehner
liefert zwei mm Expansion für jeden mm des
Arbeitsgewindes in dem Dehner. Weiterhin umfaßt der
erfindungsgemäße Gebißdehner eine minimale Anzahl von
Teilen durch Schaffung eines drehbaren Einstellelements,
ein inneres oder erstes Expansionselement und ein äußeres
oder zweites Expansionselement.
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Das Einstellelement umfaßt eine äußere Hülse mit
Schraubenschlüsseloberflächen auf seiner Außenseite und
eine innere Hülse, die wenigstens teilweise in der
äußeren Hülse angeordnet ist. Die innere Hülse hat eine
Außengewindefläche und eine Innengewindefläche. Das
äußere Expansionselement ist auf einem Ende des
Einstellelements auf die Außengewindefläche der inneren
Hülse aufgeschraubt. Das innere Expansionselement ist in
dem anderen Ende des Einstellelements in das Innengewinde
der inneren Hülse eingeschraubt. Die Schraubgewinde der
Elemente sind in geeigneter Weise so angeordnet, daß die
Drehung des Einstellelementes das äußere und innere
Expansionselement dazu veranlaßt, sich gleichmäßig
voneinander weg oder aufeinander zu zu bewegen. In einer
anderen Ausführungsform kann das äußere Expansionselement
in die äußere Hülse mit Innengewinde anstelle der inneren
Hülse mit Außengewinde eingeschraubt sein. In dieser
Ausführungsform ist die äußere Oberfläche der inneren
Hülse glatt und mit Markierungen zur Messung der
Expansion versehen.
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Die äußeren und inneren Expansionselemente umfassen
jeweils an einem Ende eine Öffnung oder Öffnungen zur
Aufnahme von einem oder mehreren Drähten oder
Befestigungseinrichtungen zur Befestigung der Vorrichtung
in der Mundhöhle zwischen den Seiten des Oberkiefers.
Jeder Draht ist jeweils an einer Seite des Mundes und
damit auf gegenüberliegenden Seiten des Kiefers
befestigt. Da das Einstellelement durch einen
Schraubenschlüssel gedreht wird, der auf der Vorderseite
des Mundes eingesetzt wird, um die
Schraubenschlüsselflächen mit dem Einstellelement in
Eingriff zu bringen, gehen das äußere und innere Element
auseinander oder zusammen, um eine Kraft zu erzeugen, die
auf die Zähne und den Kiefer übertragen wird.
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
einen neuen und verbesserten, leicht einstellbaren
Gebißdehner zur Dehnung oder zum Zusammenziehen des
Oberkiefers und zur Korrektur der Position der
Oberkieferzähne zu schaffen.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung
einer neuen und verbesserten Expansionsschraube mit einer
minimalen Anzahl von Teilen und einem insgesamt kompakten
Profil, das in Querrichtung minimalen Raum einnimmt und
das die notwendige Expansion schafft zur Befriedigung der
klinischen Anforderungen, ohne für die Anwendung in sehr
engen Mundhöhlen zu groß zu sein.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
die Schaffung eines Gebißdehners mit positivem Eingriff
aller Gewindeteile während der Betätigung, was ein
konstantes Expansionsmaß während des ganzen Zeitraums der
Aktivierung schafft.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
die Schaffung einer neuen und verbesserten
Expansionsschraube mit einem Einstellelement in Form
einer sechseckigen Mutter, das eine 1/6-Drehung zur
feineren Einstellung ermöglicht und den Einsatzabstand im
Mund durch Schraubenschlüssel minimiert und die
Notwendigkeit der Plazierung des Schraubenschlüssels im
hinteren Teil des Mundes vermeidet.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
die Schaffung eines kompakten, schraubbaren Gebißdehners,
der 2 mm Expansion für jeden mm des Arbeitsgewindes des
Dehners liefert.
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Eine zusätzliche Aufgabe der Erfindung ist die
Schaffung einer neuen und verbesserten
Expansionsschraube, die die Notwendigkeit eines
Führungsstiftes ausschaltet und damit den
Aktivierungszugang erleichtert und die Platzanforderungen
verringert.
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Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der
Erfindung werden in der folgenden detaillierten
Offenbarung in Zusammenhang mit den begleitenden
Zeichnungen ersichtlich, in denen gleiche Bezugszahlen
sich auf gleiche Teile beziehen.
Beschreibung der Zeichnungen
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Fig. 1 ist eine Unteransicht der Oberkieferzähne,
die den erfindungsgemäßen Gebißdehner in der Position
zwischen den Oberkieferzähnen zeigt;
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Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Oberkieferzähne,
die den Gebißdehner in der Mundhöhle des Oberkiefers im
allgemeinen nach der Linie 2-2 der Fig. 1 zeigt;
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Fig. 3 ist eine auseinandergezogene, perspektivische
Darstellung des Gebißdehners;
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Fig. 4 ist ein vergrößterer Längsschnitt des
zusammengesetzten Gebißdehners im wesentlichen nach der
Linie 4-4 der Fig. 1;
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Fig. 5 ist ein Vertikalschnitt des Gebißdehners im
wesentlichen nach der Linie 5-5 von Fig. 4;
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Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines zur
Einstellung des erfindungsgemäßen Gebißdehners
verwendeten Schraubenschlüssels;
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Fig. 7 ist eine Seitenansicht des
Schraubenschlüssels von Fig. 6;
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Fig. 8 ist eine perspektivische Ansicht eines
modifizierten, zur Einstellung des erfindungsgemäßen
Gebißdehners verwendeten Schraubenschlüssels;
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Fig. 9 ist eine Seitenansicht des modifizierten
Schraubenschlüssels der Fig. 8;
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Fig. 10 ist ein Vertikalschnitt einer weiteren
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gebißdehners, die
aber das äußere Expansionselement in voller Ansicht und
den Dehner in geschlossener Position zeigt;
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Fig. 11 ist ein Vertikalschnitt wie Fig. 10, der
aber auch das äußere Expansionselement im Schnitt zeigt;
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Fig. 12 ist ein Vertikalschnitt des Gebißdehners von
Fig. 10, der den Expander in offener Position zeigt; und
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Fig. 13 ist die Stirnansicht des Einstellelements
der Ausführungsform von Fig. 10 mit Blick auf das das
innere Einstellelement aufnehmende Ende.
Beschreibung der Erfindung
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Die von den Erfindern für die am besten für die
Ausführung der Erfindung gehaltene Form wird in den
Zeichnungen dargestellt und nachfolgend beschrieben.
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In Bezug auf die Zeichnungen und insbesondere auf
die Fig. 1 bis 2 wird der erfindungsgemäße Gebißdehner
oder die Expansionsschraube im allgemeinen mit der Zahl
15 bezeichnet und in der am Oberkiefer oder der Maxilla
befestigten Position zur Erzeugung einer Kraft zwischen
den gegenüberliegenden Seiten des Kiefers dargestellt.
Wie insbesondere in Fig. 2 gezeigt, wird der Gebißdehner
15 im allgemeinen in der Mundhöhle 17 des Oberkiefers
aufgenommen und auf gegenüberliegenden Seiten an den
Zähnen des Oberkiefers befestigt.
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Der Gebißdehner 15 umfaßt im allgemeinen ein
drehbares Einstellelement 20, ein inneres
Expansionselement oder eine Schraube 22 und ein äußeres
Expansionselement oder eine Schraube 24. Wie nachfolgend
beschrieben, bewirkt die Drehung des Einstellelements 20
die Bewegung der gegenüberliegenden Element 22 und 24
aufeinander zu oder voneinander weg in Abhängigkeit von
der Drehrichtung des Einstellelements.
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Das drehbare Einstellelement 20 umfaßt wie in Fig. 4
ersichtlich, eine innere Hülse 26 und eine äußere Hülse
27, die an einem Ende miteinander verbunden sind. Die
innere Hülse ist länger als die äußere Hülse und in der
äußeren Hülse wenigstens teilweise teleskopisch
aufgenommen. Die innere Hülse umfaßt einen äußeren
radialen Flansch 29 an einem Ende, der ineinanderpassend
von der äußeren Hülse 27 aufgenommen ist. Die äußere
Hülse umfaßt eine äußere zylindrische Oberfläche 31 und
eine innere Bohrung 32. Die innere Bohrung 32 paßt zu der
Peripherie des Flansches 29 der inneren Hülse und kann in
geeigneter Weise dort bei 33 angeschweißt werden. So sind
die inneren und äußeren Hülsen konzentrisch angeordnet,
zur Begrenzung einer ringförmigen Öffnung auf Abstand
voneinander gehalten und zur Definiton des
Einstellelementes 20 miteinander an einem ihrer Enden
verbunden.
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An einem Ende der inneren Hülse 26 nimmt ein
Innengewinde 34 das innere Expansionselement 22 auf, ein
Außengewinde 35 ist am anderen Ende der inneren Hülse
vorgesehen zum Aufschrauben des äußeren
Expansionselementes 24. Das Innengewinde 34 auf der
Innenhülse 27 ist an einem Ende der Hülse gelegen,
während das Außengewinde 35 an dem anderen Ende der Hülse
und außerhalb des entsprechenden Endes der äußeren Hülse
27 gelegen ist. Die Gewinde 34 und 35 sind gegenläufig.
Das innere Expansionselement 22 umfaßt einen Schaft
37 mit einer Außengewindefläche 38, die mit dem
Innengewinde 34 der inneren Hülse 26 in Eingriff ist. Das
äußere Ende des Schaftes 37 umfaßt einen Kopf 39 mit
einer Queröffnung oder Bohrung 40 zur Aufnahme eines
Befestigungsdrahtes 41. Der Kopf kann eine Mehrzahl von
Öffnungen haben und eine Mehrzahl von Drähten aufnehmen
oder zur Aufnahme anderer Vorrichtungen zur Befestigung
an dem Kiefer ausgebildet sein. Vorzugsweise wird der
Draht an dem Kopf befestigt. Das innere Ende des Schafts
37 ist bei 42 verdickt, um das völlige Abschrauben des
inneren Expansionselements von dem Einstellelement 20 zu
verhindern. Die verdickte Zone stößt auf das innere Ende
des Innengewindes 34, um weitere Relativdrehung des
Einstellelements relativ zu der inneren
Expansionsschraube und der äußeren Expansionsschraube zu
verhindern.
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Die äußere Expansionsschraube oder das Element 24
hat die Form eines hohlen, an einem Ende geschlossenen
zylindrischen Elements und umfaßt eine äußere glatte
Fläche 46. Das Element 24 hat eine innere Bohrung und ist
mit einem Innengewinde versehen zur Schaffung einer
Innengewindefläche 37, die gewindemäßig mit dem
Außengewinde 35 der inneren Hülse 26 zusammenpaßt. Das
äußere Ende des äußeren Expansionselement 24 ist
geschlossen und mit einem Kopf 48 mit einer
querverlaufenden Öffnung oder Bohrung 49 zur Aufnahme
eines Befestigungsdrahtes 50 versehen. Ähnlich wie der
Kopf 39 des inneren Expansionselements kann der Kopf 48
des äußeren Expansionselements eine Mehrzahl von
Öffnungen zur Aufnahme einer Mehrzahl von Drähten haben
oder so ausgebildet sein, daß es andere Vorrichtungen zur
Befestigung an dem Kiefer aufnehmen kann. Vorzugsweise
ist die Gewindesteigung der inneren Hülse 26, des inneren
Expansionselements 22 und des äußeren Expansionselement
24 dieselbe, wodurch eine gleichförmige und glatte
Bewegung zwischen den Teilen während der Drehung des
drehbaren Einstellelements 20 geschaffen wird. Die
Gewindesteigung und die Anordnung der Gewinde ist auch
so, daß zwei mm Expansion des Dehners während der
Querbewegung von einem mm des Arbeitsgewindes geschaffen
werden, da das Einstellelement beide Expansionselemente
gleichzeitig und um dieselbe Entfernung antreibt. Daher
umfaßt der erfindungsgemäße Expander eine doppelte
teleskopische Schraubenanordnung, bei der die
Expansionsschrauben sich nicht drehen, sondern linear
bewegen. Weiterhin schafft die Gewindeanordnung zwei mm
Expansion für jeden mm Gewindelänge der Vorrichtung. Auf
diese Weise schafft 1 mm Gewindelänge an dem
Einstellelement operativ 2 mm Expansion. Während die
Gewindesteigung an den gegenüberliegenden Enden der
inneren Hülse vorzugsweise die gleiche ist, kann sie,
falls gewünscht, unterschiedlich sein, was dazu führt,
daß sich die Ausdehnungselemente mit unterschiedlichen
Lineargeschwindigkeiten bewegen.
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Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich, ist die
äußere Expansionschraube 24 während des größten Teils
ihrer Bewegung auf der inneren Hülse des Einstellelements
in diesem teleskopisch aufgenommen. Weiterhin ist das
Außengewinde der inneren Hülse gegenläufig zu dem
Innengewinde der inneren Hülse, so daß die Drehung des
Einstellelements 20 eine Bewegung des inneren und äußeren
Expansionselements in entgegengesetzten Richtungen
während der Expansion voneinander weg und während der
Kontraktion aufeinander zu veranlaßt.
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Man wird es zu schätzen wissen, daß der
erfindungsgemäße Gebißdehner einem bestimmten Patienten
angepaßt wird, und demgemäß wird der Kieferorthopäde
entscheiden, wie die Befestigungsdrähte 41 und 50 zur
Befestigung der Vorrichtung im Mund des jeweiligen
Patienten geformt werden sollen. Eine Form der
Befestigung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt, in
denen die Befestigungdrähte 41 und 50 an ihren
gegenüberliegenden Enden in geeigneter Weise gebogen
worden sind und jeweils an Bändern 54 an einem Ende und
Bändern 55 am anderen Ende befestigt worden sind. Die
Bänder 54 sind abwechselnd in geeigneter Weise an die
Zähne 56 an einer Seite des Kiefers zementiert, während
die Bänder 55 in geeigneter Weise an die Zähne 57 an der
anderen Seite des Kiefers zementiert sind.
Dementsprechend verursacht die Einstellung des Expanders
durch Drehung des Einstellelements 20 eine Bewegung
zwischen dem inneren Expansionselement 22 und dem äußeren
Expansionselement 24 entweder aufeinander zu oder
voneinander weg in Abhängigkeit von der gewählten Drehung
des Einstellelements 20. Es ist ferner zu bemerken, daß
die Befestigungsdrähte 41 und 50 auch in geeigneter Weise
in Acrylplatten eingebettet sein können, die in
geeigneter Weise eingepaßt sind, um an den Zähnen auf
gegenüberliegenden Seiten des Kiefers anzugreifen, was
eine weitere Methode zur Befestigung des Expanders in dem
Mund eines Patienten zur Erzeugung einer Expansion des
Oberkiefers darstellt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist
eine teleskopische Überlappung der inneren und äußeren
Expansionsschrauben vorhanden, wenn der Expander in
geschlossenem bis im wesentlichen offenem Zustand ist,
wodurch die Kompaktheit und eine relativ lange
Expansionslängs erleichtert wird.
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Ebenfalls einmalig ist bei der vorliegenden
Erfindung die Schaffung eines Systems zur Einstellung des
drehbaren Einstellungselements 20 zur Schaffung einer
feinen Einstellung des Gebißdehners und ebenfalls zur
Vermeidung jedes Risikos für den Patienten. Dieses System
umfaßt die Bildung einer sechseckigen Mutter 60 auf der
Außenfläche des Einstellelements 20, die mehrere flache,
hexagonal angeordnete Flächen 61 hat. An der sechseckigen
Mutter 60 kann ein geeigneter Schraubschlüssel angreifen,
wie durch den Schraubenschlüssel mit offenem Ende 64 in
den Fig. 6 und 7 oder den Schraubenschlüssel mit offenem
Ende 65 in den Fig. 8 und 9 dargestellt ist. Der
Schraubenschlüssel 64 umfaßt einen Griff 66 mit einem
Loch 67 an einem Ende zur selektiven Aufnahme eines
Stücks Bindfaden oder dergl. und einen mit der Mutter in
Eingriff kommenden Kopf 68 am anderen Ende. Der mit der
Mutter in Eingriff kommende Kopf 68 umfaßt
entgegengesetzte flache Flächen 69 von der Größe, daß sie
auf die sechseckige Mutter 60 des Einstellelements
passen. Der Kopf 68 ist um 90º von der Fläche des Griffes
66 abgebogen, und die flachen Flächen 69 für den
sechseckigen Angriff sind um einen Winkel 70 von der
Längsachse des Griffes 66 abgebogen. Vorzugsweise ist
dieser Winkel 15º, was das Einsetzen des
Schraubenschlüssels in den Mund und die Anlage an der
sechseckigen Mutter 60 erleichtert. Der Griff 66 ist
vorzugsweise mindestens 7,62 cm (3 Zoll) lang, so daß er
leicht von der Vorderseite des Patienten gehandhabt
werden kann und ebenfalls ein möglicher Verlust des
Schraubenschlüssels im Mund des Patienten vermieden wird,
wo der Schraubenschlüssel verschluckt werden könnte.
Während der Expander mit einer sechseckigen Mutter mit
sechs mit dem Schraubenschlüssel in Eingriff kommenden
Flächen dargestellt ist, ist zu bemerken, daß eine Mutter
mit jeder beliebigen Anzahl von mit dem
Schraubenschlüssel in Eingriff kommenden Seiten
vorgesehen sein kann. Außerdem kann die
Schraubenschlüsselfläche eine Mehrzahl von Löchern oder
axialen Vertiefungen zur Aufnahme eines
Werkzeugschlüssels umfassen.
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Der Schraubenschlüssel 65 unterscheidet sich von dem
Schraubenschlüssel 64 nur darin, daß er einen Griff 72
umfaßt, der nicht winkelig von dem Kopf 73 abgebogen ist.
Der Kopf 73 umfaßt flache Flächen 74, die von der
Längsachse des Griffes 72 um einen Winkel 75 in der
gleichen Weise, wie bei dem Schraubenschlüssel 64
abgebogen ist. Vorzugsweise beträgt dieser abgebogene
Winkel 15º, obwohl er so beliebig abgebogen sein kann,
wie man es für den Angriff des Schraubenschlüssels an der
Sechskantmutter auf dem Einstellelement am
praktikabelsten hält. Wegen der Anordnung der
Sechskantmutter und des Schraubenschlüssels kann die
Mutter nur um eine zwölftel Umdrehung gedreht werden,
wodurch eine Feineinstellung ermöglicht wird.
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Demgemäß wird man es schätzen, daß der
erfindungsgemäße Gebißdehner eine verhältnismäßig kleine
Anzahl von Teilen umfaßt, die ökonomisch hergestellt und
zusammengebaut werden können, und eine kompakte
Dehnungsvorrichtung schafft, die wirkungsvoll während der
Behandlung des Patienten zur optimalen Dehnung seines
Oberkiefers eingestellt werden kann.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 10 bis 13 wird eine
weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gebißdehners oder der Expansionsschraube dargestellt und
allgemein mit der Nummer 15A bezeichnet. Wie der
Gebißdehner 15 wird der Gebißdehner 15A im allgemeinen in
der Mundhöhle des Oberkiefers aufgenommen und auf
gegenüberliegenden Seiten an den Zähnen des Oberkiefers
befestigt. Der Gebißdehner 15A umfaßt im allgemeinen ein
drehbares Einstellelement 20A, ein inneres
Expansionselement oder eine Schraube 22A und ein äußeres
Expansionselement oder eine Schraube 24A. Die Drehung des
Einstellelements 20A verursacht die Bewegung der
gegenüberliegenden Elemente 22A und 24A aufeinander zu
oder voneinander weg in Abhängigkeit von der
Drehrichtung.
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Das drehbare Einstellelement 20A umfaßt eine innere
Hülse 26A und eine äußere Hülse 27A, die an einem Ende in
derselben Weise wie oben für die Verbindung der Hülsen 26
und 27 beschrieben miteinander verbunden sind. Die innere
Hülse 26A ist kürzer als die Hülse 26 und reicht nicht
aus der äußeren Hülse 27A heraus. Die Hülse 26A ist
teleskopisch in der inneren Hülse 27A aufgenommen und von
der äußeren Hülse zur Begrenzung einer ringförmigen
Öffnung auf Abstand gehalten.
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Die innere Hülse 26A hat ein Innengewinde 34A, in
das das innere Expansionselement 22A eingeschraubt ist.
Anders als die Hülse 26 jedoch hat die Hülse 26A kein
Außengewinde. Vielmehr hat die äußere Hülse 27A ein
Innengewinde 35A, das von dem mit der inneren Hülse 26A
verbundenen Ende bis zu dem gegenüberliegenden Ende der
äußeren Hülse 27A reicht und zum Einschrauben des äußeren
Expansionselements 24A dient. Die Gewinde 34A und. 35A
sind gegenläufig. Das innere Expansionselement 22A ist
identisch mit dem inneren Expansionselement 22 und kommt
mit dem Innengewinde 34A, der inneren Hülse 26 in
Schraubeingriff. Ähnlich wie das Element 24 hat das
äußere Expansionselement 24A die Form eines hohlen,
zylindrischen, an einem Ende geschlossenen Elements mit
einer inneren Bohrung und einem Kopf 48A, der mit dem
Kopf 48 des äußeren Expansionselements 24 identisch ist.
Das äußere Expansionselement 24A umfaßt eine innere
glatte Fläche 46A. Das dem Kopf 48A entgegengesetzte Ende
der Außenfläche 70A des äußeren Expansionselement 24A ist
mit einem Außengewinde 47A versehen, das mit dem
Innengewinde 35A der äußeren Hülse 27A in Schraubeingriff
ist. Wie am besten in Fig. 11 ersichtlich, umfaßt das
äußere Expansionselement eine Schulter oder Lippe 75, die
so angepaßt ist, daß sie mit der Schulter oder dem
Anschlag 77 der inneren Hülse 26A zur Anlage kommt und
dadurch die weitere Bewegung des äußeren
Expansionselements 24A nach innen verhindert.
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Die Außenfläche 70A' des äußeren Expansionselements
24A ist glatt und umfaßt weiter die Markierungen 72
vorzugsweise in Form von auf Abstand gesetzten Rillen, um
den Benutzer das Maß der Expansion anzuzeigen, wie man am
besten in Fig. 12 sehen kann. In der bevorzugten
Ausführungsform bezeichnet jede Markierung zwei mm
Expansion in Relation zu dem Ende der äußeren Hülse, aber
es ist zu bemerken, daß der Abstand der Markierungen
variieren kann. Es ist auch zu bemerken, daß andere
Merkmale als Rillen zur Messung der Dehnung benutzt
werden können. Wenn die Schulter 47B der Gewindefläche
47A auf dem äußeren Expansionselement erscheint, wie in
Fig. 12, zeigt es die Expansionsgrenze des Gebißdehners
15A an.
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Vorzugsweise sind die Gewindesteigungen der inneren
Hülse 26A, des inneren Expansionselements 22A, der
äußeren Hülse 27A und des äußeren Expansionselementes 24A
dieselben, wodurch eine gleichförmige und glatte Bewegung
zwischen den Teilen während der Drehung des drehbaren
Einstellelements 20A geschaffen wird. Ähnlich wie bei dem
Gebißdehner 15 sind die Gewindesteigung und die Anordnung
der Gewinde im Gebißdehner 15A dergestalt, daß 2 mm
Ausdehnung des Expanders 15A bei der Querbewegung von 1
mm des Arbeitsgewindes entstehen, da das Einstellelement
20A beide Expansionselemente gleichzeitig in
entgegengesetzte Richtungen um dieselbe Entfernung
bewegt. Demgemäß umfaßt der Gebißdehner 15A ebenfalls
eine doppelte teleskopische Schraubenanordnung, bei der
die Expansionsschrauben sich nicht drehen, weil sie mit
Drähten an dem Zahnbogen verbunden sind, aber sich linear
wie im Expander 15 bewegen. Sonst ist der Betrieb und die
Konstruktion des Expanders 15A identisch mit dem Expander
15 einschließlich der Art der Drehung des drehbaren
Einstellelements 20A durch einen an der sechseckigen
Mutter 60A angreifenden Schraubenschlüssels.
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Es versteht sich, daß Modifizierungen und
Abwandlungen vorgenommen werden können, ohne vom Umfang
und von dem neuen Konzept der vorliegenden Erfindung
abzuweichen, und diese Anmeldung nur durch den Umfang der
angefügten Ansprüche begrenzt werden soll.