DE692583C - Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter Mittelfrequenz - Google Patents
Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter MittelfrequenzInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K47/00—Dynamo-electric converters
- H02K47/18—AC/AC converters
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
Es ist bekannt, mittels Frequenzwandlern aus Drehstrom niederer Frequenz solchen
höherer Frequenz herzustellen. . Bei solchen in der Praxis weitverbreiteten Frequenzwandlern
ohne besondere Vorkehrungen übertragen sich Schwankungen der Belastung, der Primärfrequenz
und der Primärspannung stets auf die Frequenz der Sekundärseite.
Will man die sekundäre höhere Frequenz unabhängig von den aufgeführten Einflüssen
konstant halten, so benutzt man bei bekannten Einrichtungen Synchrongeneratoren, die von
geregelten Gleichstrommotoren betrieben werden, wobei letztere mit durch besondere
Leonard-Sätze aus dem primär vorhandenen Drehstromnetz umgeformtem Gleichstrom gespeist
werden. Die Synchrongeneratoren sind hierbei des öfteren Gleichpoltypen, deren Wirkungsgrad schon zu wünschen übrigläßt.
Bei der eben skizzierten bekannten Methode der Herstellung konstanter Mittelfrequenz
aus schwankender Primämiederfrequenz erzielt man einen schlechten Gesamtvvirkungsgrad,
weil außer dem Generator- und Motor-Wirkungsgrad auch noch der Wirkungsgrad des Leonard-Umformers sich geltend macht.
Dies ist besonders bei Teillast und Leerlauf des Mittelf requenzgenerators von Einfluß.
Leonard-Motor und -Generator sind für die gesamte Sekundärleistung vermehrt, um die
Verluste des Mittelfrequenzgenerators und diejenigen des Antriebsmotors desselben zu bemessen.
Die Leerlaufverluste des Leonard-Umformers sind beträchtlich. Sie sind immer vorhanden, auch bei Leerlauf des Mittelfrequenzgenerators.
Der Aufwand bei Leerlauf steht· daher bei dieser bekannten Einrichtung
in keinem Verhältnis zur Abgabe. Ähnlich ungünstig hinsichtlich Wirtschaftlichkeit
verhält sich eine andere bekannte An-Ordnung. Diese benutzt einen Frequenzwandler,
dessen Drehzahl durch eine veränderliche Zusatzlast so geregelt werden soll, daß sich
konstante Sekundärfrequenz ergibt. Diese Zusatzlast wird kontrolliert durch eine von
der Sekundärfrequenz angetriebene Fliehkraft-
- kontaktregelan Ordnung, welche ihrerseits das
Feld einer in ihrem Ankerkreis kurzgeschlossenen Gleichstromdynamo steuert. Die Gleichstromdynamo
als veränderliche Bremslast bringt beträchtliche Verluste mit sich, namentlich
bei Teillast und stark abweichender Primärfrequenz. Für Schwachstromaufgaben ist
diese bekannte Anordnung gerade noch tragbar; sobald, es sich aber um die Erzeugung
ίο einigermaßen beträchtlicher Sekundärleistungen
handelt, ist sie völlig unwirtschaftlich.
Die Einrichtung gemäß der Erfindung beseitigt diese Unwirtschaftlichkeit, indem die
Nachteile der bekannten Anordnungen, vermieden werden, nämlich einmal der Umweg
über Gleichstrom mit der gesamten Leistung, andererseits die Regelung durch irgendwelche
Bremsverluste. Sie benutzt einen Frequenzwandler mit veränderlicher ' Speisefrequenz,
ao wobei letztere in ihrem Mittelwert mit Rücksicht
auf Erregerleistung und Eisenverluste grundsätzlich möglichst tief gelegt wird. Die
Drehzahl des Frequenzwandlers selbst ist im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen keinem
Regeleinfluß unterworfen. Sie stellt sich infolge der Verwendung eines normalen Asynchronmotors
als Antriebsmotor entsprechend der augenblicklichen Frequenzwandlerbelastung
und der Primärfrequenz ein. Die Sekundärfrequenz steuert über eine von ihr angetriebene
Fliehkraf tkontaktregelanor dnung die Speisefrequenz, so daß sich aus ihr und der
veränderlichen Drehzahl der Frequenzwandlerwelle eine konstante Sekundärfrequenz ergibt.
Die Speisefrequenz muß zwar bei der Erfindung ebenfalls auf dem Umweg über
Gleichstrom gewonnen werden, und zwar durch einen kleinen Hilfsmotorgenerator oder
-einankerumformer. Da jedoch bei einem Frequenzwandler die Erregerleistung = -~-·Ν.2 ist
so ergibt sich für die Erfindung das vorteilhafte Unterscheidungsmerkmal gegenüber
dem Bekannten, daß der Umweg über Gleichstrom nur mit einem Bruchteil der Gesamtleistung gemacht werden muß. Hieraus ergeben
sich bessere Gesamtwirkungsgrade der Anlage, Da ferner keine energieverzehrenden
Bremsschaltüngen u. dgl. vorhanden sind, so arbeitet die Regelung gemäß der Erfindung
im Gegensatz zu der erwähnten bekannten Einrichtung verlustlos.
Es ist bei der Erfindung nun weiter vorgesehen, die Drehrichtung des Frequenzwandlerfeldes
gegenüber der Drehrichtung der Welle-wahlweise zu- und gegenzuschalten, wodurch
stark voneinander abweichende Mittelfrequenzen erzeugt werden können. Da der
erwähnte Hilfsmotorgenerator bzw. -einankerumformer zur Erzeugung der Speisefrequenz
auch in seiner Drehzahl variiert werden kann, wird damit die Sekundärfrequenz feinstufig
einstellbar. Bei diesen abweichenden Sekundärfrequenzen wird die Fliehkraftkontaktregelanordnung
ausgeschaltet und statt dessen durch den Bedienenden die Sekundärfrequenz mittels
Handreglers eingestellt. Mittels der Erfindung wird die Frequenzwandleranordnung
zur Übernahme einer zweiten Aufgabe befähigt; neben der Lieferung konstanter Mittelfrequenz
kann man mit ihr den verlustlosen. Anlauf der an der Sekundärseite des Frequenzwandlers
liegenden Verbraucher bewerkstelligen. Bei mit Rücksicht auf kleinste Erregerverluste und kleinste 'Hilfsmaschinen
möglichst niedrig gelegter Speisefrequenz des Frequenzwandlers ergeben sich praktisch bei
etwa 3facher Unterteilung des Anlaufvorganges brauchbare Verhältnisse für die erforderlichen
Schalteinrichtungen bei verlustlosem Anlauf der sekundären Verbraucher von Stillstand
bis Nenndrehzahl, wobei als Variante im ersten Teil des Anlaufs die Speisefrequenz
des Hilfsumformers vorübergehend direkt auf das Sekundärnetz gegeben werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung bedeutet PW den Frequenzwandler, AM den Antriebsmotor,
welcher als normaler Drehstromasynchronmotor ausgebildet ist. Als Speiseumformer
dient einmal ein Einankerumformer EU, sodann wahlweiseein MotorgeneratorSG-j-G/W.
Sowohl der Speiseeinarikerumf ormeralsauch der -motorgenerator werden durch einen vorzugsweise
auf derselben Welle mit dem Frequenzwandler sitzenden Gleichstromhilfsgenerator
HiG gespeist, der nur für die Erregerleistung, nicht aber für die gesamte Sekundärleistung
des Frequenzwandlers bemessen zu sein braucht. Zur Erregung dieses Hilfsgenerators
und des Speiseumformers dient ein kleiner Erregergenerator EG, welcher ebenfalls
mit dem Frequenzwandler auf derselben Welle sitzt. Die Sekundärfrequenz wird in an sich
bekannter Weise kontrolliert durch eine mehrkontaktige Fliehkraftkontaktregelanordnung '05
FKR, welche durch einen Synchronmotor RM frequenzabhängig angetrieben wird. Bei der
Anordnung gemäß der Erfindung ist er für asynchronen Selbstanlauf ausgebildet.
Als allerdings weniger günstige Variante "°
der Erfindung ist der Vollständigkeit halber auf der Zeichnung noch der Ersatz des Hilfsgenerators
HiG durch einen Gleichrichter Gl angedeutet. ·
Claims (4)
115 Patentansprüche:
i. Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter Mittelfrequenz aus
schwankender Niederfrequenz bei schwankender Spannung und veränderlicher Last
unter Verwendung einer mehrkontaktigen Fliehkraftregelanordnung, deren Kontakte
in Abhängigkeit von der Sekundärfrequenz geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingangsfrequenz für den Wandler, dessen Antrieb durch einen netzgespeisten
Asynchronmotor erfolgt, von einem Hilfsmaschinensatz (Einankerumformer,
Motorgenerator) geliefert wird, dessen Erregung willkürlich oder durch den
Fliehkraftregler selbsttätig erfolgt.
2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung
des Hilfsmaschinensatzes mit Gleichstrom ein fremderregter Generator sowie eine Erregermaschine mit der Welle des Frequenzwandlers
gekuppelt sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, da-, durch gekennzeichnet, daß zur Erzielung
zweier voneinander stark abweichender Mittelfrequenzen die Eingangsfrequenz für den Wandler in ihrer Drehrichtung gegenüber
der Drehrichtung der Antriebswelle wahlweise mit- oder gegengeschaltet wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den Anlauf
der an die Ausgangsfrequenz angeschlossenen Verbraucher .die Erregung des
Hilfsmaschinensatzes und der Drehsinn der Eingangsfrequenz für den Wandler unter
. Ausschaltung des Fliehkraftreglers stufenweise geändert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937C0053476 DE692583C (de) | 1937-12-18 | 1937-12-18 | Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter Mittelfrequenz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937C0053476 DE692583C (de) | 1937-12-18 | 1937-12-18 | Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter Mittelfrequenz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE692583C true DE692583C (de) | 1940-06-22 |
Family
ID=7027790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937C0053476 Expired DE692583C (de) | 1937-12-18 | 1937-12-18 | Frequenzwandlergruppe zur Erzeugung konstanter Mittelfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE692583C (de) |
-
1937
- 1937-12-18 DE DE1937C0053476 patent/DE692583C/de not_active Expired
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