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Die Erfindung betrifft Notizblöcke mit wiederanbringbarem
Klebstoff auf der Rückseite jedes Blattes in dem Block.
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In den einigen Jahren sind Papierblöcke sehr weit
verbreitet, bei denen jedes Blatt eine Randleistenfläche
aufweist, die auf ihrer Unterseite ein Band von
nichttrocknendem, leicht haftendem Kleber aufweist, der, obwohl
dauerhaft mit der Unterseite des Blattes verbunden, lediglich
vorübergehend an anderen Oberflächen haftet, die Leistenfläche
der oberen Oberfläche des jeweils benachbarten gleichen Blattes
in dem Stapel, der den Block bildet, eingeschlossen.
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Das grundlegende Konzept eines derartigen Produktes ist in
dem Schweizer Patent von Eugster 452,479 vom 31. Mai 1968
offenbart.
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Eugster offenbart einen Papierblock, der aus selbsthaftenden
einzelnen Blättern zusammengesetzt und dadurch gekennzeichnet
ist, daß jedes Blatt abziehbar mit dem unter ihm liegenden Blatt
verbunden ist mittels eines nichttrocknenden Klebers und daß der
Klebestreifen, der am Rand jedes einzelnen Blattes vorgesehen
ist, eine Seite aufweist, die glatt und haftend ist, jedoch
keinen Kleber aufnimmt, während die andere Seite den Kleber
trägt. Die den Kleber tragende Seite kann auf der Unterseite des
Blattes angeordnet sein. Der auf diese Seite aufgebrachte Kleber
kann nicht ohne chemische Mittel entfernt werden. Wenn zwei
Oberflächen dieses Klebestreifens, die zusammengeklebt sind,
getrennt werden, bleibt praktisch der gesamte Kleber auf der
Unterseite, während die obere Oberfläche unbefeuchtet bleibt.
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Beim Zusammenfügen eines derartigen Blocks mit Hilfe von
nichttrocknendem Kleber wird der obere Rand jedes einzelnen
Blattes mechanisch mit seiner Unterseite, die das Klebemittel
aufnimmt, auf die glatte obere Oberfläche des anderen Blattes
gedrückt, die kein Klebemittel aufnimmt. Die einzelnen Blätter
werden hierdurch miteinander verbunden, sie sind jedoch nicht
dauerhaft aneinander befestigt, womit ausgedrückt wird, daß sie
nicht miteinander verklebt sind, sondern von Hand einzeln
getrennt werden können. Wenn ein Blatt entfernt wird, verbleibt
das Klebemittel auf der Unterseite des Blattes, sodaß das Blatt,
das entfernt wurde, durch leichtem Fingerdruck auf einer anderen
Oberfläche befestigt werden kann ohne Verwendung eines neuen
Klebemittels.
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Klebemittel und Papier, die zur Herstellung derartiger
Produkte geeignet sind, sind auf diesem speziellen Fachgebiet
allgemein bekannt.
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Es ist ebenfalls bekannt, mehrlagige Blattformulare mit
einer kohlefreien Beschichtung zur Herstellung mehrfacher Kopien
eines Originalschriftsatzes zu versehen, wobei beispielhaft
Bezug genommen wird auf die US Patentbeschreibungen Nr. 3981523,
4126334 und 4199174.
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Auch die europäische Patentanmeldung Nr. 88301727.9
beschreibt einen Block mit einer Vielzahl von Blättern, die in
einem Stapel angeordnet sind, wobei ein Übertragungsmaterial
zwischen jedem der Blätter angeordnet ist und wobei ein
wiederanbringbarer Klebstoffstreifen am Kopf jedes Blattes
angebracht ist, um dieses an dem anliegenden Blatt zu
befestigen.
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Auch die britische Patentbeschreibung Nr. 2214131 beschreibt
einen Block mit Aufzeichnungsblättern und entfernbaren Blättern,
die paarweise angeordnet sind. Übertragungsmaterial ist zwischen
dem Aufzeichnungsblatt und dem entfernbaren Blatt jedes Paars
angeordnet und ein Streifen von Klebstoff geringer Haftung ist
längs der Randkante des entfernbaren Blattes vorgesehen mit
einer Perforationslinie in dem entfernbarem Blatt innerhalb des
Streifens Klebstoff niedriger Haftung.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Notizblock
bereitzustellen.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen
verbesserten Notizblock bereitzustellen, der aus einer Vielzahl
von Sätzen von Blättern besteht, bei denen eine Nachricht oder
andere Daten auf das oberste Blatt des Satzes aufgebracht und
eine Kopie der Nachricht oder der anderen Daten auf dem
darunterliegenden Blatt angefertigt wird und in dem ein Blatt
des Satzes entfernbar sein kann, wobei eine Kopie oder das
verbleibende Aufzeichnungskopierblatt zurückbleibt.
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Erfindungsgemäß umfaßt ein Notizblock eine Vielzahl von
Blattsätzen, wobei jeder Satz wenigstens ein entfernbares
oberstes Kopierblatt und ein darunterliegendes
Aufzeichnungskopierblatt aufweist, bei dem das oberste
Kopierblatt in dichter Nebeneinanderstellung auf dem
darunterliegenden Kopierblatt liegt und einen Streifen
wiederanbringbaren Klebstoffs neben einer Kante des
Aufzeichnungskopierblattes trägt, und bei dem das
Aufzeichnungskopierblatt über die Kante des obersten
Kopierblattes hinausragt, um einen Rand zu bilden, wobei dieser
Rand dazu dient, an anderen Rändern des Blocks für
Aufzeichnungszwecke befestigt zu werden.
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Ausführungsformen eines Notizblocks gemäß der Erfindung
werden nunmehr beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei:
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Notizblocks gemäß
der Erfindung ist,
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Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie II-II von Fig. 1
ist,
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Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines einzelnen Satzes
ist,
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Fig. 4 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 2 einer Modifikation
ist,
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Fig. 5 eine Ansicht ist, die den Block gemäß Fig. 1 im
Gebrauch zeigt, und
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Fig. 6 eine weitere Modifikation zeigt.
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Fig. 7 zeigt einen Notizblock mit einer Abdeckung.
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Bezugnehmend auf die Figuren 1, 2 und 3 umfaßt ein
Notizblock 1 eine Vielzahl von Blattsätzen 2, die in dichter
Nebeneinanderstellung angeordnet sind. Jeder Blattsatz umfaßt
ein entfernbares oberstes Kopierblatt 3 und ein
darunterliegendes Aufzeichnungskopierblatt 4. Die relative
Anordnung des entfernbaren obersten Kopierblattes und des
darunterliegenden Aufzeichnungskopierblattes ist am besten in
Fig. 3 dargestellt, obwohl es in der Praxis nicht beabsichtigt
ist, daß der Notizblock einen einzelnen Satz umfaßt.
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Das darunterliegende Aufzeichnungskopierblatt 4, das keine
Abreißperforation trägt, ragt über die Kante des obersten
Kopierblattes 3 heraus, um einen Rand 5 zu bilden, wobei der
Rand als ein Mittel dient, das darunterliegende
Aufzeichnungskopierblatt durch Mittel (nicht gezeigt)
zusammenzuhalten. Ein solches Befestigungsmittel kann einen
Klebestreifen längs des Randes 5 jedes
Aufzeichnungskopierblattes 4 zwischen aneinanderliegenden
Aufzeichnungskopierblättern 4 aufweisen oder es kann einen
Klebstoff aufweisen, der längs der äußeren Kante jedes
Aufzeichnungskopierblattes 4 angeordnet ist. Andere Mittel wie
Drahtheftklammern, Heften, Papierklammern oder mechanisches
Binden, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, können
zum Aneinanderbefestigen der Aufzeichnungskopierblätter
verwendet werden.
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Jedes oberste Kopierblatt 4 ist an dem unter ihm liegenden
Aufzeichnungskopierblatt durch wiederanbringbaren Klebstoff
befestigt, der in Form eines Streifens eines derartigen
wiederanbringbaren Klebstoffs 6 in der Nähe der Kante des
obersten Kopierblattes 3 neben dem Rand 5 und parallel zu der
Kante des obersten Kopierblattes 3 angeordnet ist. Dieser
wiederanbringbare Klebstoff 6 ist derart angeordnet, daß das
oberste Aufzeichnungskopierblatt 3 abziehbar mit dem
darunterliegenden Aufzeichnungskopierblatt verbunden ist, sodaß
das Blatt 3 von dem darunterliegenden Aufzeichnungskopierblatt 4
entfernt werden und an einer anderen Oberfläche angebracht
werden kann.
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Desweitern ist zwischen jedem obersten Kopierblatt 3 und dem
dazugehörigen darunterliegenden Aufzeichnungskopierblatt 4 eine
Übertragungsmaterialbeschichtung 7, 8 (siehe Fig. 3) vorgesehen,
um es zu ermöglichen, daß eine Nachricht oder andere Daten, die
auf das oberste Kopierblatt 3 aufgebracht werden, auf das
darunterliegende Aufzeichnungskopierblatt 4 kopiert werden.
Diese Übertragungsmaterialbeschichtung kann von der Art sein,
wie sie unter den Marken MCP, Idem oder Action vertrieben wird,
oder kann von der Art sein, bei der, wie in Fig. 3 gezeigt, eine
Donatorbeschichtung 7 auf die Unterseite des obersten
Kopierblattes 3 und eine Akzeptorbeschichtung 8 auf die obere
Seite des darunterliegenden Aufzeichnungskopierblattes 4
aufgebracht ist, oder kann vorzugsweise von der Art sein, die
als in-sich-geschlossene Beschichtung bezeichnet wird, wobei
diese Beschichtung lediglich auf die obere Seite des
darunterliegenden Aufzeichnungskopierblattes 4 aufgebracht ist,
oder sie kann von der Art sein kann, bei der die
bildausbildenden Materialien in das Papier bei dessen
Herstellung eingefügt sind. Vorzugsweise wird die in-sich-
geschlossene Beschichtung eingesetzt, sodaß der Klebstoff auf
die untere, unbeschichtete Seite jedes Blattes aufgebracht
werden kann.
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Das oberste Kopierblatt kann Aufdrucke tragen, die für die
Anwendung geeignet sind, für die der Block verwendet werden
soll. So kann für den Fall, daß eine Verwendung als
Telefonnotizblock beabsichtigt ist, das Wort Nachricht auf das
oberste Kopierblatt 3 aufgedruckt sein, wie bei 12 in Fig. 1
gezeigt. Ein ähnlicher Aufdruck kann auf das
Aufzeichnungskopierblatt 4 aufgebracht sein, wenn dies
zweckmäßig ist, dieses Blatt 4 kann jedoch auch einen
entsprechenden Aufdruck tragen.
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Vorzugsweise kann ein Blatt Karton oder Pappe 9 (siehe Fig.
5) dem Block zugeordnet sein, sodaß das Blatt 9 zwischen den
obersten Blattsatz 2 des Blocks und den nächst folgenden Satz 2
des Block eingefügt werden kann, um für einen Schreibschutz zu
sorgen. Dies soll verhindern, daß eine Nachricht oder Daten, die
auf den obersten Satz aufgebracht werden, auf das
darunterliegende Aufzeichnungkopierblatt 4 der
Aufzeichnungskopierblätter des nachfolgenden Satzes dupliziert
wird. Der Block kann zudem mit einem Abdeckungsblatt versehen
sein, das dem Blatt 9 zugordnet ist. Eine Abdeckung kann somit
ein Verstärkungsblatt aufweisen, das unterhalb des untersten
Satzes des Blocks liegt, wobei ein umgefalteter Teil als
Schreibschutzblatt dient und ein anderer umgefalteter Teil als
ein Abdeckblatt dient und wobei der Block zeitweise innerhalb
der Abdeckung transportiert wird.
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Im Gebrauch kann der Block 1 als Telefonnachrichtsblock
verwendet werden. Der Block wird auf eine feste Oberfläche
gelegt und das Karton- oder Pappblatt 9 wird zwischen den
obersten Satz 2 des Block und den nachfolgenden Satz 2 eingefügt
und eine Nachricht auf das abziehbare oberste Kopierblatt 3
geschrieben. Die auf das Blatt 3 geschriebene Nachricht wird
durch das Übertragungsmaterial 7, 8 auf das darunterliegende
Aufzeichnungskopierblatt 4 dupliziert. Das abziehbare oberste
Kopierblatt 3 wird daraufhin entfernt und an einer Stelle
plaziert, an der es der Empfänger, für den die Nachricht gedacht
ist, lesen kann, und das Kopierblatt 4 bleibt als Notiz an den
anderen Blättern des Blocks befestigt. Es wird vorzugsweise
durch den wiederanbringbaren Klebstoff auf einer festen
Oberfläche plaziert, wo es verbleibt, bis der Empfänger der
Nachricht diese aufnimmt und es entfernt.
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Es können verschiedene Modifikationen an dem Aufbau des
Blocks 1 durchgeführt werden. So kann, wie in Fig. 4 gezeigt,
ein zusätzliches Kopierblatt als das letzte Blatt 10 des Satzes
unter diesem Satz und in Ausrichtung mit dem Blatt 4 eingefügt
sein. Eine querverlaufende Perforationslinie 11 ist in dem Blatt
10 vorgesehen, um es zu ermöglichen, daß der Hauptbestandteil
des Blattes 10 entfernt werden kann. Diese Perforationslinie 11
ist in der Nähe des Kopfes des Blattes 10 vorgesehen,
vorzugsweise in Ausrichtung mit und unter der Kante des obersten
Kopierblattes 3. Ein derartiger Block kann beispielsweise
geeignet sein für die Verwendung in einem Mitnahmerestaurant, in
dem Informationen über eine mitgenommene Mahlzeit auf das
oberste Kopierblatt 3 aufgebracht werden. Dieses Blatt wird
entfernt und an dem Behälter befestigt, der die Mitnahmemahlzeit
enthält, und das abgetrennte Kopierblatt 10 kann beispielsweise
als Empfangsbescheinigung zum Zahlen der Mahlzeit dienen oder
zur Küche des Mitnahmerestaurants gesandt werden als Anweisung,
die Mahlzeit zu bereiten. Das Aufzeichnungskopierblatt 4
verbleibt in dem Block als eine Aufzeichnung.
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Wenn dies gewünscht wird, kann der Block eine Reihe von
Aufzeichnungblocken umfassen, die Seite an Seite angeordnet
sind, wie in Fig. 6 gezeigt. Der Aufzeichnungsblock umfaßt ein
"Drei-Sehen" oberstes Kopierblatt 3 mit einem "Drei-Sehen"
darunterliegenden Aufzeichnungskopierblatt 4 mit Streifen
wiederanbringbaren Klebstoffs 6 zwischen den obersten
Kopierblättern 3 und den darunterliegenden Aufzeichnungsblättern
4 und Übertragungsmaterial 7, 8 (nicht gezeigt) zwischen den
Blättern 3 und 4. Die darunterliegenden
Aufzeichnungskopierblätter 4 ragen über die obersten
Kopierblätter 3 hinaus, um einen Rand 5 zu bilden zur
Bereitstellung eines Mittels zum Befestigen der
Aufzeichnungskopierblätter aneinander.