DE675037C - Einrichtung zum Daempfen von Schiffsschwingungen - Google Patents

Einrichtung zum Daempfen von Schiffsschwingungen

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Publication number
DE675037C
DE675037C DES127271D DES0127271D DE675037C DE 675037 C DE675037 C DE 675037C DE S127271 D DES127271 D DE S127271D DE S0127271 D DES0127271 D DE S0127271D DE 675037 C DE675037 C DE 675037C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
piston
magnet
flap
channel
Prior art date
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Expired
Application number
DES127271D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Phil Hermann Hort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens APP und Maschinen GmbH
Original Assignee
Siemens APP und Maschinen GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens APP und Maschinen GmbH filed Critical Siemens APP und Maschinen GmbH
Priority to DES127271D priority Critical patent/DE675037C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE675037C publication Critical patent/DE675037C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B39/00Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude
    • B63B39/02Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses
    • B63B39/03Equipment to decrease pitch, roll, or like unwanted vessel movements; Apparatus for indicating vessel attitude to decrease vessel movements by displacement of masses by transferring liquids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. APRIL 1939
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65 a2 GRUPPE
6" 127271 X116 5 ar
ist als Erfinder benannt worden.
Siemens Apparate und Maschinen G. m. b. H. in Berlin Einrichtung zum Dämpfen von Schiffsschwingungen
Zusatz zum Zusatzpatent 666
Patentiert irn Deutschen Reiche vom 21. Mai 1937 ab
Das Hauptpatent 630 637 hat angefangen am 10. Januar 1934
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 6. April 1939
Das Hauptpatent betrifft eine Einrichtung zum Dämpfen von Schiffsschwingungen mittels einer Tankanlage, deren Flüssigkeitsbewegung durch eine zweiseitig wirkende Abschließvorrichtung gesteuert wird, . die während der einzelnen Periode bei Erreichen der größten Flüssigkeitsstandsdifferenz geschlossen und beim Durchgang des Schiffes durch seine Mittellage oder etwas später geöffnet wird.
Die Erfindung bildet die Einrichtung nach dem Hauptpatent weiter durch eine im Wasser- oder Luftverbindungskanal vorgesehene Abschließvorrichtung, die im Schließzustand den Kanal für beide Durchströmrichtungen abschließt und in geöffnetem Zustand nur einseitig durchlässig ist und hinsichtlich dieser Durchlaßrichtung in Abhängigkeit von einem Steuergerät periodisch umschaltbar ist.
Durch die Erfindung wird ein Übelstand beseitigt, der bei Anlagen nach dem Hauptpatent unter bestimmten Umständen auftreten kann und darin besteht, daß während der Öffnungsdauer der Abschließvorrichtung das Wasser von derjenigen Tankseite, zu der es gefördert werden soll, zur anderen Tankseite zurückströmt, wie das bei Schräglagen und insbesondere bei Benutzung eines zusätzlichen Aktivierungsantriebes vorkommen kann.
An sich sind einseitig wirkende und hinsichtlich der Durchlaßrichtung periodisch umsteuerbare Abschließvorrichtungen bei An-
lagen der Erfinderin wiederholt benutzt worden. Diesen Anlagen gegenüber besteht der Unterschied des Erfindungsgegenstandes unter anderem darin, daß die Abschließvof-ί richtung nur in geöffnetem Zustand einsl^ durchlässig ist, im Schließzustand aber beide Durchströmrichtungen sperrend wirkt" j Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
Es zeigt
Fig. ι eine Gesamtdarstellung der hier in Betracht kommenden Teile,
Fig. 2 die zugehörige Schaltung und Fig. 3 eine abgeänderte Einzelheit.
In Fig. ι ist 1 ein Luftverbindungskanal zweier nicht dargestellter Tanks einer Schlingerdämpfungsanlage. Die in dem Luftverbindungskanal ι angeordnete Abschließvorrrichtung ist im Ausführungsbeispiel durch die mittels der Achse 2 drehbar gelagerte Klappe 3 gebildet, die mit Hilfe des außerhalb des Kanals 1 auf der Achse 2 befestigten Hebels 4 gesteuert werden kann. Dem Hebel 4 sind zwei hydraulische Daumen 5 und 6 zugeordnet. Jeder von den beiden Daumen 5 und 6 besteht aus einem Zylinder 7 bzw. 8 und einem darin geführten Kolben 9 bzw. 10, .dessen Kolbenstange 11 bzw. 12 nach außen geführt ist und für den Hebel 4 in der dargestellten Arbeitsphase einen Anschlag bildet. Mittels der Leitungen 13 bzw. 14 sind die hydraulischen Daumen 5 und 6 an hydraulische Steuerorgane, beispielsweise Dreiweghähne 15 bzw. 16, angeschlossen, die mit der Druckleitung 17 einer nicht dargestellten Pumpe in Verbindung stehen. Andererseits sind die Dreiweghähne 15 und ιό über die Leitung 18 mit einem ebenfalls nicht dargestellten ölsammelbehälter verbunden, der an die Saugleitung der Pumpe angeschlossen ist. Die zur Ableitung von Lecköl dienende Abnußleitung 19 der hydraulischen Daumen 5 und 6 mündet in die Leitung 18, d.h. auch in den ölsammelbehälter.
Jeder der hydraulischen Daumen 5 und 6 ist noch mit einer Druckfeder 20 bzw. 21 ausgerüstet, die auf der Kolbenstange 11 bzw. 12 sitzt und sich einerseits am Zylinderdeckel und andererseits an einem Bund der entsprechenden Kolbenstange abstützt. Die Federn 20 und 21 sind bestrebt, die Kolben 9 und 10 mit den Kolbenstangen Ii und 12 in der dargestellten Stellung zu halten, in der der Hebel 4 der Klappe 3 durch die Kolbenstangen 11 und 12 festgehalten ist.
Die Schalthebel 22 und 23 der obenerwähnten Dreiweghähne 15 und 16 sind an die Ankerachsen 24 und 25 angelenkt. Die Federn 37 und 38 suchen die Anker der Magnete in der Aus-Stellung zu halten. Das Schaltschema für die Magnete 26 und 27 ist ί in Fig. 2 dargestellt. 28 ist eine an sich bekannte Kontakteinrichtung eines aus einem Schlingerwinkelmesser und einem mit diesem '.Jn Reihe geschalteten Phasenschieber (Interator) bestehenden, im Hauptpatent dares|ellten Steuergerätes. Diese Kontakt-"J'einrichtung 28 besteht aus einer Scheibe 29 mit zwei Kontaktsegmenten 30 und 31 und einem mit diesen zusammenarbeitenden drehbeweglichen Schaltarm 32. Jedem Kontaktsegment 30 bzw. 31 ist ein Zeitrelais 33 bzw. 34 zugeordnet. Beide Zeitrelais 33 und 34 sind einerseits mit den Kontaktsegmenten 30 und 31 und andererseits mit dem Minuspol einer Stromquelle verbunden. Der Pluspol der Stromquelle ist an dem Schaltarm 32 angeschlossen. Desgleichen sind die an den Zeitrelais 33 bzw. 34 vorgesehenen Ruhekontakte 35 bzw. 36 mit der einen Kontaktfeder an den Pluspol der Stromquelle gelegt, während die zweite Kontaktfeder über die Magnete 26 bzw. 27 mit dem Minuspol der betreffenden Stromquelle verbunden ist.
Der Schaltarm 32 bewegt sich gemäß den Schiffsschwingungen relativ zu den Kontaktsegmenten 30 und 31. In dem Augenblick, in dem er sich zwischen den beiden Kontaktsegmenten befindet und mit dem wir die Erklärung der Wirkungsweise beginnen wollen, sind die beiden Zeitrelais 33 und 34 stromlos und deren Ruhekontakte 35 und 36 geschlossen. Über die letzteren sind die Stromkreise der Magnete 26 und 27 geschlossen, also die Anker angezogen. Damit befinden sich die Dreiweghähne 15 und 16 in der dargestellten Lage. Die Druckleitung 17 ist über die Leitungen 13 und 14 mit den Zylindern der hydraulischen Daumen 5 und 6 verbunden, deren Kolben 9 und 10 vom Druckmittel hochgepreßt werden. Durch die Kolbenstangen 11 und 12 ist der Hebel 4 in der dargestellten Lage festgehalten und zugleich die Klappe 3 geschlossen. Es sei nun angenommen, daß der Schaltarm 32 auf das Segment 30 aufläuft. Dadurch wird der Stromkreis des Zeitrelais 34 geschlossen, das seinen Kontakt 36 aber erst nach Ablauf der einzustellenden Verzögerungszeit öffnet, wodurch dann der Magnet 27 stromlos wird. Das andere Zeitrelais 33 bleibt dagegen weiterhin stromlos. Durch den abfallenden Anker des Magnets 27 wird der Dreiweghahn 16 umgeschaltet und der Zylinder 8 über die Leitungen 14 und 18 mit dem Ölsammelbehälter verbunden. Dem auf der Klappe 3 lastenden Luftdruck wirkt am Hebel 4 kein Gegendruck der Kalbenstange 12 mehr entgegen. Die Klappe 3 wird geöffnet, indem der Kolben 10 vom Hebel 4 zurückgeschoben wird. Damit kann die Flüssigkeit von einer Tankseite zur anderen hinüberströmen. Diese

Claims (1)

  1. Strömung hört erst auf, wenn der Schaltarm 32 wieder zwischen die Kontaktsegmente 30, 31 gelangt und damit das Relais 34 abschaltet. Durch den sich schließenden Kontakt 36 wird der Magnet 27 an Spannung gelegt, zieht seinen Anker an und schaltet den Dreiweghahn 16 wieder in die dargestellte Stellung. Das Druckmittel gelangt wieder in den Zylinder 8 und schiebt den Kolben 10 hoch, der seinerseits mit Hilfe seiner Kolbenstange 12 den Hebel 4 mit der Klappe 3 in die Mittelstellung gegen die Kolbenstange 11 'des zweiten hydraulischen Daumens 5 drückt und damit den Kanal 1 abschließt. Beim Auflaufen des Schaltarmes 32 auf das Kontaktsegment 31 wird das Zeitrelais 33 an Spannung gelegt, das seinen Kontakt 35 auch erst nach Ablauf einer Verzögerungszeit öffnet. Bis dahin bleibt der Kanal 1 noch geschlossen. Mit dem Öffnen des Kontaktes 35 wird der Magnet 26 stromlos. Es wiederholt sich jetzt ein ähnlicher Vorgang wie nach dem oben beschriebenen Stromloswerden des Magnets 27, nur mit dem Ergebnis, daß der Kolben 9 des hydraulischen Daumens 5 zurückgedrückt wird, die Klappe 3 nach der anderen Seite ausschwenkt, d. h. die Flüssigkeitsströmung von Tank zu Tank in entgegengesetzter Richtung stattfindet. Der Schaltarm 32 gelangt endlich wieder zwischen.die beiden Kontaktsegmente 30, 31, das Zeitrelais fällt ab, der Kontakt 35 schließt den Stromkreis für den Magneten 26, wodurch schließlich die Klappe 3 wieder geschlossen wird. Wir sind nunmehr wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt, von dem aus der Vorgang sich wie oben beschrieben wiederholt.
    Als hydraulisches Steuerorgan kann statt der in Fig. 1 angegebenen Dreiweghähne 15 und ιό auch die in Fig. 3 veranschaulichte Anordnung verwendet werden. 26 und 27 sind wieder die beiden Umschaltmagnete. Ihre Ankerachsen 24 und 25 sind mit in den Zylindern 39 und 40 geführten Kolben 41 und gekuppelt. Beide Zylinder 39 und 40 sind sowohl an die Druckleitung 17 wie an die Saugleitung 18 angeschlossen. Anderseitig stehen sie jeweils mit einem der Zylinder 7 und 8 der hydraulischen Daumen 5 und 6 in Verbindung. Zwei Federn 43 und 44 suchen die Kolben in der dargestellten Lage des Kolbens 42 zu halten.
    Die Wirkungsweise dieser Steueranordnung ist aus der Zeichnung und den eingetragenen Richtungspfeilen leicht ersiehtlieh.
    Ρλτentans ρ ruch:
    Einrichtung zum Dämpfen von Schiffsschwingungen mittels einer Tankanlage, deren Flüssigkeitsbewegung durch eine zweiseitig wirkende Abschließvorrichtung gesteuert wird, die während der einzelnen Periode bei Erreichen der größten Flüssigkeitsstanddifferenz in Regel abhängigkeit von einem Schlinger- oder Stampfwinkelmesser geschlossen und beim Durchgang des Schiffes durch seine Mittellage oder etwas später selbsttätig wieder geöffnet wird, nach Patent 666 374, dadurch gekennzeichnet, daß die im Wasser- oder Luftverbindungskanal vorgesehene, im Schließzustand den Kanal für beide Durchströmrichtungen abschließende Abschließvorrichtung von dem ihren Schließizeitpunkt regelnden Steuergerät derart periodisch umschaltbar ist, daß sie in geöffnetem Zustand in an sich bekannter Weise nur einseitig durchlässig ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES127271D 1937-05-21 1937-05-21 Einrichtung zum Daempfen von Schiffsschwingungen Expired DE675037C (de)

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