-
Wasserbadkochgefäß Gegenstand der Erfindung ist ein Wasserbadkochgefäß
mit zwei ineinandersteckkenden Einzelkochtöpfen und mit einer abnehmbaren Signalvorrichtung
auf dem Einfüllstutzen des Außentopfes.
-
Es sind schon Doppelkochtöpfe mit einer das Ende des Kochvorganges
anzeigenden Signalvorrichtung bekannt. Bei diesen besteht die Möglichkeit, daß zuviel
Wasser eingefüllt wird, was einen zu großen Heizbedarf und damit eine unnötige Verteuerung
und Verlängerung des Kochvorganges zur Folge hat.
-
Das Wesen der Erfindung besteht deshalb darin, diese 'Übelstände durch
die Anordnung eines vergrößerten Dampfraumes und die Festlegung und Begrenzung der
erforderlichen und genügenden Wassermenge zu beseitigen. Die Erfindung erreicht
diesen Zweck dadurch, daß der Außentopf in einer der richtigen Wassermenge :entsprechend°n
Höhe eine Ausbuchtung aufweist, auf deren schräg abfallender oberer Fläche der zum
Einfüllen des Wassers und zur Aufnahme der Signalvorrichtung dienende Stutzen angeordnet
ist, dessen unterer Rand den Höchstwasserstand begrenzt.
-
Auf der Zeichnung ist die Erfindung schematisch veranschaulicht. Es
zeigt Abb. i einen Schnitt durch den Topf und Abb. 2 die Draufsicht dazu.
-
Der Kochtopf besteht aus dem Außentopf rc und dem Innentopf
b. Die beiden Töpfe sind .an ihrer oberen Kante luftdicht miteinander verbunden,
wodurch eine weitgehende Ersparnis an Heizstoff erzielt wird. Das gezeichnete Ausführungsbeispiel
zeigt eine besonders vorteilhafte Verbindung, derart, daß der Innentopf den oberen
Rand des Außentopfes übergreift, wodurch ein sauberes Ausgießen der Speisen !ermöglicht
wird. Die Verbindung der beiden Töpfe kann natürlich auf beliebige Art und Weise
erfolgen. Die luftdichte Verbindung muß nur derart sein, daß ein ungewolltes Lösen
der beiden Töpfe unmöglich ist. Die Verbindung kann in diesem Sinne durch Falzen,
durch Verschraubung oder auf ähnliche Weise erfolgen.
-
Der Doppelkochtopf ist mit einer Signalvorrichtung c versehen, so
daß die Hausfrau durch das Ertönen des Signals, beispielsweise beim Keimfreimachen
von Milch, ohne weiteres darauf aufmerksam gemacht wird, daß die Erhitzung zu beenden
ist. Die Signalvorrichtung c tritt in an sich bekannter Weise in Tätigkeit, -wenn
das Wasser d zu kochen beginnt. In diesem Augenblick hat die im Innentopf befindliche
Milch eine Temperatur von etwa 9o°, was zum Keimfreimachen genügt, :ohne den Nährwert
zu beeinträchtigen. Beim Zubereiten anderer Speisen ist das Ertönen der Signalvorrichtung
das Zeichen dafür, daß .nunmehr die Heizquelle gedrosselt werden kann, so daß die
Signalvorrichtung, beispielsweise die Pfeife, noch Dampf ausströmen läßt, ohne :einen
eigentlichen Signalton zu geben. Das Wasserbad kocht dann in sparsamster Weise weiter.
Die Signalvorrichtung
erfüllt daher einen doppelten Zweck, indem
sie einmal anzeigt, wann das Wasserbad kocht, und zum anderen als Kontrollmittel
für die gerade genügende Heizkraft der Heizquelle dient.
-
Der Außentopf a ist im übrigen gemäß der Erfindung mit einer Ausbuchtupg
e versehen, welche eine Vergrößerung des Dampfraumes bewirkt. Ihre obere Fläche
dient zur Aufnahme der Signalvorrichtung c. Vorteilhafterweise ist dabei die obere
Fläche der Ausbuchtung als flache, schräg abfallende Fläche f ausgebildet. Die Signalvorrichtung
c ist abnehmbar angeordnet, so daß der zu ihrer Aufnahme dienende Stutzen g zugleich
als Einfüllöffnung für das Wasser dienen kann. Durch diese@Anordüung wird fernererreicht,
daß das Einfüllen :einer unnötig großen Wassermenge unmöglich gemacht wird, denn
der untere Rand des zum Einfüllen des Wassers und zurAufnahme der Signalvorrichtung
dienenden Stutzens g begrenzt den Höchstwasserstand, so daß also .ein unachtsames
Einfüllen von zuviel Wasser ausgeschlossen ist, denn die Höhenlage des Stutzens
g bzw. der Ausbuchtung e entspricht der richtigen, d. h. der zwar erforderlichen,
aber auch genügenden Wassermenge und ist damit also von Höhe und Durchmesser der
Töpfe abhängig. Die Folge der erfindungsgemäßen Ausbildung ist eine wesentliche
Ersparnis an Heizstoff. Vorteilhafterweise ist im Innentopf eine Skala eingeprägt,
so daß die Hausfrau ohne 1Vleßinstrument zu arbeiten vermag.
-
Der Boden des Innentopfes ist vorzugsweise so ausgebildet, daß er
von der Mitte nach außen ansteigt, wodurch die Aufwärtsströmung des erhitzten Wassers
erleichtert und die Wärmeübertragung auf den Innentopf gesteigert wird.
-
Der Topf ist in bekannter Weise mit Handgriffen ft versehen, welche
um go° versetzt zu dem Stutzen g angeordnet sind, so daß das Ausgießen des Topfinhaltes
zwangsläufig über die dem Stutzen g gegenüberliegende Kante erfolgen muß.