DE651612C - Verfahren zur Herstellung von Ketodicarbonsaeuren und ihren Lactonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ketodicarbonsaeuren und ihren Lactonen

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DE651612C
DE651612C DEM130770D DEM0130770D DE651612C DE 651612 C DE651612 C DE 651612C DE M130770 D DEM130770 D DE M130770D DE M0130770 D DEM0130770 D DE M0130770D DE 651612 C DE651612 C DE 651612C
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anhydride
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lactones
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/09Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from carboxylic acid esters or lactones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellunä von Ketodicarbonsäuren und ihren Lactonen Bekanntlich können Dicarbonsäuren oder ihre Anhvdride zur Abspaltung von Kohlendioxyd gebracht werden und ergeben dann die entsprechenden Monocarbonsäuren, und zwar infolge der Einwirkung von Wasser oder Dampf in Gegenwart eines Katalvsators, der hier mit Decarbonisierungskatalvsator bezeichnet werden soll. Auf diese Weise kann beispielsweise Phthalsäureanhvdrid in Benzoesäure umgewandelt werden. Gemäß der Erfindung läßt sich nun durch Erhitzen eines aliphatischenoderaromatischen Dicarbonsäureanhvdrids, deren Carboxylgruppenreste an zwei benachbarten Kohlenstoffatomen sitzen, in Gegenwart eines Decarbonisierungskatalysators in Abwesenheit von Wasser oder Dampf eine Ketodicarbonsäure oder ein entsprechendes Lacton gewinnen.
  • Die' in Frage kommende Reaktion kann durch die nachstehende Gleichung wiedergegeben werden.
  • Die Säure wird durch Hvdrolvse des Lactons, und zwar nach folgender Gleichung gebildet. Bei der Verwendung von Phthalsäureanhydrid kann der Vorgang folgendermaßen veranschaulicht werden: ' , Im allgemeinen wird die Reaktion in der Weise zurAusführung gebracht, daß man das Anhydrid entweder in flüssiger oder in Dampfform mit einem Decarbonisierungskatalysator in Berührung bringt; auf diese Weise ist die Reaktion analog den Methoden zur Herstellung von Monocarbonsäuren aus Dicarbonsäuren, jedoch mit der Ausnahme, daß bei den letzteren Wasser in die Reaktion qritt gemäß der Gleichung' Im allgemeinen weisen die bekannten KatalysatorzusammensetzungenVerbindungen von Metallen der 6. Gruppe des - periodischen Svstems, insbesondere Chrom wie auch v erschiedene andere Metalle, einschließlich Zink, Aluminium, Kupfer, Nickel, Silber, Natrium usw., auf. Die Oxyde, Hydroxyde und Carbonate und solche andere Verbindungen der Metalle, die sich mit der Dicarbonsäure unter Bildung von Salzen zu.vereinigen vermögen, sowie auch die Metallsalze der Dicarbonsäuren haben sich insbesondere als zweckmäßig erwiesen. Ebenso ist festgestellt worden, daß eine Katalysatorzusammensetzung, die mehr als eine Metallverbindung enthält, im allgemeinen wirksamer ist als nur eine einzige Metallverbindung. So besitzt beispielsweise ein Katalysator, der Verbindungen des Chroms und des Kupfers aufweist, eine größere Wirksämkeit als die gleiche Menge eines Katalysators, der nur Chrom oder Kupfer allein enthält. Da Wasser die Bildung von Monocarbonsäuren veranlassen kann, muß der Katalysator in möglichst trockenem Zustand verwendet werden. Beispiel i ooo Gewichtsteile Phthalsäureanhvdrid und 5o Gewichtsteile einesDeearbonisierungskatalysators werden 25 bis 30 Stunden lang bei einer Temperatur von i8o bis igo° behandelt. Durch Erhöhen der Reaktionstemperaturwird die Umsatzgeschwindigkeit beschleunigt. Um die Ausscheidung des Kohlendioxyds zu erleichtern und ein gleichmäßiges Reaktionsgemisch zu gewährleisten, wird die Mischung zweckmäßig umgerührt.
  • Ein gute Ausbeuten ergebender Katalysator wird in der Weise erhalten, daß man ein Äquivalent Kupferoxyd oder Kupferhydroxyd und drei Äquivalente Chromoxyd oder Chromhydroxyd, - vorzugsweise in fein verteilter Form, zur Erleichterung der Reaktion mit dem Dicarborisäureanhvdrid mischt und' zu dem trockenen Gemischdrei Äquivalente wasserfreies l#,Tatriumcarbonat zusetzt. Das entstehende Gemisch ist dann fertig zum Gebrauch. ' Gegen Ende. der Umsetzungsperiode wird das Gemisch schwerflüssig und zeigt das Bestreben, zu schäumeA oder zu spritzen. Hierauf läßt man die Temperatur sich senken, und das Reaktionsprodukt wird dann in einer' wäßrigen Alkalilösung aufgelöst, die Lösung zur Entfernung des unlöslichen Materials filtriert und das saure Produkt, nämlich Benzophenon-2, 2'-dicarbonsäure, zusammen mit etwas Phthalsäure (die aus dem nicht umgesetzten Phthalsäureanhydrid gebildet worden ist) durch Zufügen von Salzsäure zu dem Filtrat freigemacht und ausgefällt. Das so erhaltene Rohprodukt kann dann noch weiter durch Auflösen in einer Petrolnaphthafraktion (mit einem Siedebereich von 15o bis 170°) in der Nähe ihres Siedepunktes gereinigt werden. Die entstehende Lösung wird filtriert, um die Phthalsäure abzutrennen, und das Filtrat scheidet beim Abkühlenlassen das Lacton in kristallinischer Form aus.
  • Ein anderes Verfahren zum Abscheiden des Produktes besteht darin, daß man das Reaktionsgemisch in einer wäßrigen Alkalilösung auflöst, wobei man jedoch nur einen geringen Überschuß des Alkalis nehmen darf. Eine kleine Menge Calciumchlorid wird in der erhaltenen wäßrigen Misehung aufgelöst; hierdurch wird die Abtrennung der färbenden Verunreinigungen erleichtert. Dann wird die Lösung filtriert und das Filtrat mit Salzsäure angesäuert, wodurch die organischen Säuren ausfallen; die letzteren werden von der Mutterlauge getrennt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und schließlich mit einem Petroleumlösungsmittel in der oben beschriebenen Weise behandelt, wobei sich das Lacton bildet, welches von der Phthalsäure abgetrennt wird. Wahlweise kann die Reaktionsmasse jedoch auch mit einem Petroleumlösungsmittel oder aromatischen Lösungsmittel in der Weise behandelt werden, daß der unlösliche Katalysator von den organischen Stoffen hierdurch abgeschieden wird. Der Katalysator ist dann wieder fertig zum Gebrauch. Das die organischen Stoffe enthaltende Filtrat wird in diesem Falle verdampft und das Produkt auf irgendeine geeignete Art und Weise gereinigt bzw. raffiniert, beispielsweise durch fraktionierte Destillation unter vermindertem Druck oder durch Kristallisation in der oben beschriebenen Weise.
  • Das so erhaltene Produkt schmilzt bei 208,5 bis 21o°. Seine Säure bildet mit Alkoholen Ester von hohem Siedepunkt, wie den Diinethylester, Diäthylester usw., und außerdem ist das Produkt auch in anderer Hinsicht mit dem in der Literatur beschriebenen Produkt identisch, das die gleiche -Konstitution hat, jedoch auf andere Weise hergestellt wurde. Die Erfindung liefert also auf diese Weise eine bequeme Methode, um unter Verwendung von leicht zugänglichen Ausgangsmaterialien zu der Benzophenon-2, 2'-dicarbonsäure und ihren Abkömmlingen zu gelangen, die bisher durch Oxydation von Diphenylmethan-2, 2'-dicarbonsäure erhalten worden sind.
  • An Stelle des in dem vorhergehenden Beispiel verwendeten Phthalsäureanhydrids kann auch Bernsteinsäureanhvdrid, ein substituiertes Plithalsäureanhydrid,- wie Chlorplithalsäureanhydrid, oder ein anderes Dicarbonsäureanhydrid genommen werden, welches sich nicht leicht unter dem Einfluß von Hitze polymerisiert, wobei die entsprechenden Ketodicarbonsäuren oder ihre Lactone erhalten werden können. (Der Schmelzpunkt des aus Bernsteinsäureanhydrid gewonnenen Dilactons beträgt 750.) Die Reaktionstemperatur kannentsprechend der gewünschten Umsetzungsgeschwindigkeit und der Wirksamkeit des verwendeten besonderen Katalysators sowie auch je nach der Natur des zu verwendeten Anhydrids ge-. ändert werden. Obgleich es vorzuziehen ist, die Reaktion durchzuführen, während das Anhydrid in geschmolzenem oder flüssigem Zustand - wie in dem vorstehenden Beispiel beschrieben - erhalten wird, so ist jedoch die Erfindung nicht hierauf beschränkt, sondern man kann auch die Reaktion in der Weise bewerkstelligen, daß man die Dämpfe des Anhydrids mit oder ohne einen inaktiven Verdünnungsdampf mit einer geeigneten Katalysatorzusammensetzung in Berührung bringt. Im letzteren Falle indessen werden im allgemeinen höhere Temperaturen erforderlich, wie es auch bei Herstellung von Monocarbonsäuren durch Decarbonisation von Dicarbonsäuren vermittels Dampfes der Fall ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Ketodicarbonsäuren und ihren Lactonen, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart der üblichen Decarbonisierungskatalysatören ein aliphatisches oder aromatisches Dicarbonsäureanhydrid, dessen Carbox_vlgruppenreste an zwei benachbarten Kohlenstoffatomen sitzen, unter Ausschluß von Wasser in flüssigem oder dampfförmigem Zustand erhitzt, .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Anhydrids einer aromatischen Dicarbonsäure, insbesondere von Phthalsäureanhydrid oder eines Kernsubstitutionsproduktes von diesem.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator in der Hauptsache aus einem Gemisch einer Chromverbindung und einer Kupferverbindung zusammengesetzt ist.
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