DE630521C - Vorrichtung zum Eindicken von zaehfluessigen Zuckerloesungen - Google Patents
Vorrichtung zum Eindicken von zaehfluessigen ZuckerloesungenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G3/00—Sweetmeats; Confectionery; Marzipan; Coated or filled products
- A23G3/02—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of sweetmeats or confectionery; Accessories therefor
- A23G3/0205—Manufacture or treatment of liquids, pastes, creams, granules, shred or powder
- A23G3/0226—Apparatus for conditioning, e.g. tempering, cooking, heating, cooling, boiling down, evaporating, degassing, liquefying mass before shaping
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eindicken von zähflüssigen Zuckerlösungen,
insbesondere Karamelmasse, mit einem einzigen, die Zuckermasse unter Atmosphären- oder höherem Druck erhitzenden
Kocher, der durch einen als 'Sprühdüse gestalteten Stutzen mit einer darunter angeordneten,
durch einen ausfahrbaren, unbeheizten Kessel unten abgeschlossenen Vakuutnhaube verbunden ist. Bei den bekannten Einrichtungen
wird durch entsprechende Wahl des Druckunterschiedes zwischen Kocherinhalt und Vakuumbehälter und die dadurch
bestimmte Verminderung der Siedetemperatur der Masse beim Übergang vom höheren auf
den tieferen Druck erreicht, daß während der Drucksenkung aus der Masse nahezu die gesamte,
bis zur Herbeiführung des gewünschten Endzustandes der Masse abzugebende Wassermenge verdampft. Als Kocher wird
hierbei eine von einer besonderen Pumpe gespeiste, verhältnismäßig stark beanspruchte
Kochschlange verwendet, die innerhalb eines besonderen Dampfdomes untergebracht und
infolgedessen schwer zu überwachen ist.
Es sind ferner Kochvorrichtungen bekannt, bei denen mehrere Kochbehälter übereinander
angeordnet und untereinander durch je ein abschließbares Leitüngsstück verbunden sind.
Bei diesen Kochvorrichtungen wird eine stufenweise erfolgende Verdampfung der aus
der Masse zu entfernenden Feuchtigkeit zunächst durch Kochen und schließlich auch
durch die Druckentlastung beim Übertritt der Masse aus dem Behälter höheren Druckes in
den Behälter niedrigeren Druckes erreicht. Auch solche übereinander angeordneten Kessel
sind nicht einfach während des Betriebes zu überwachen. Sie nehmen ferner einen verhältnismäßig
großen Raum für eine bestimmte Leistung ein.
Um nun bei der eingangs erwähnten, nur einen einzigen Kocher besitzenden bekannten
Vorrichtung mit geringstem baulichem Aufwand ein schnelles gleichmäßiges Kochen unter Vermeidung unübersichtlicher Bauteile
und unter Verzicht auf mehrere Kochstufen zu erzielen, ist gemäß der Erfindung der gegebenenfalls
mit einem regelbaren Ausflußventil versehene einzige Kocher nicht als Kochschlange, sondern als beheizter Kessel
ausgebildet und mit einem seiner Form angepaßten Rührwerk ausgestattet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung
im Schnitt dargestellt, und zwar zeigen
Abb. ι die gesamte Kochvorrichtung,
Abb. 2 bis S Schnitte durch verschiedene Düsenformen.
Das Gestell 1 trägt einen unter Atmo-Sphären- oder auch einem höheren bzw. niedrigeren
Druck stehenden Kochkessel 2 mit Doppelmantel 3, der zur Beheizung mit Dampf aus der Leitung 4 dient. Das Kondenswasser
wird durch die Leitung 5 abgeleitet. Im Innern dieses Vorkochers ist ein
Rührflügel 6 angeordnet, der auf einer über ein Kegelradgetriebe 8 durch Riemenscheibe 9
angetriebenen Hohlwelle 7 befestigt ist. Ein Tauchthermometer χα ,zeigt- die Temperatur'"
der Masse im Kocher 2 an. ji -^
Am tiefsten Punkt des Kochbehälters %| schließt sich ein durch einen Ventilkörper 12"'
absperrbares Leitungsstück 11 an, das die Verbindung mit der kegelförmigen Abdeckhaube
15 eines auf Rädern 20 ausfahrbaren Aufnahmekessels 16 herstellt. Die Betätigungsstange
13 für das Ventil 12 geht durch die Hohlwelle 7 hindurch zu einem Handhebel 14.
Das Leitungsstück 11 selbst ist als Entspannungsdüse
ausgebildet, so* daß der hindurchtretende Flüssigkeitsstrahl, da der Aufnahmekessel
16 unter Vakuum steht, zerstäubt wird. - Verschiedene andere Ausführungsmöglichkeiten
der Düse zeigen die Abb. 2 bis 5, die keiner Erläuterung bedürfen. Auch Prallteller,
Iiijektordüsen, die mit Luft oder Wasserdampf arbeiten, oder sonstige bekannte Mittel zur Zerstäubung von Strahlen zäher
Flüssigkeiten können geeignet sein. Innerhalb der Haube 15 ist zur Verhinderung
der Kondenswasserausscheidung eine dampfdurchströmte Heizschlange 17 so angeordnet,
daß sie von dem zerstäubten Flüssigkeitsstrahl möglichst nicht getroffen wird. An Stelle dieser Heizschlange kann jedoch
auch eine Außenbeheizung der Haube 15 vorgesehen sein, insbesondere ein Doppelmantel
für Dampfheizung. Ein Brüdenrohr 18 führt zunächst zu einem Einspritzkondensator und
danach zu einer Vakuumpumpe.
Der Sammelkessel 16 ist durch einen Dichtungsring 19 gegenüber der Haube 15 zur
Aufrechterhaltung des Vakuums abgedichtet. Er kann nach Aufhebung des Vakuums ohne
weiteres ausgefahren, entleert und wieder eingeschoben werden. Zwei gegenüberliegende
Schaugläser 21 gestatten die Überwachung der Wirkungsweise der Vorrichtung während
des Betriebes.
Bei Betriebsbeginn wird zunächst das Leitungsstück ir durch das Ventil 12 verschlossen
und die zu verkochende Lösung in den oberen Kochbehälter 2 eingefüllt, -das
Rührwerk 6, 7, 8, 9 wird in Betrieb gesetzt und der Heizdampf in den Doppelmantei 3
eingelassen. Inzwischen wird auch der untere Kochbehälter 15, 16 mit Hilfe der Heizschlange
17 erwärmt und das Vakuum angestellt. · Sobald das Thermometer 10 die gewünschte
Temperatur des Kochgutes anzeigt, wird die öffnung 11 durch Anheben des Ventils
12 freigegeben. Die Flüssigkeit strömt in einem durch die Düse 11 zersprühten
Strahl in den Fertigkocher 15, 16, verdampft
durch den Druckunterschied zwischen Vor- und Fertigkocher und die dadurch verursachte
Siedepunktsherabsetzung in dem gewünschten Maße und sammelt sich in dem Sammelkessel
.16 in der beabsichtigten Beschaffenheit. Sofisald
der Vorkocher 2 entleert ist, wird die ?^0|fnung 11 wieder verschlossen, das Vakuum
i||Bfgehoben und der nach Aufhebung der Verriegelung
sich von selbst lösende Sammelkessel 16 ausgefahren und entleert. Danach
kann sofort ein neuer Kochvorgang beginnen.
Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch für stetigen Betrieb dadurch geeignet
gemacht werden, daß die Zufuhr des Kochgutes zum Vorkocher und die Entleerung des
Fertigkochers ohne Aufhebung des Vakuums ununterbrochen erfolgt.
Es soll bei dieser Gelegenheit noch darauf hingewiesen werden, daß die Beheizung des
Fertigkochers in der Hauptsache dazu dient, die Bildung von Kondensat zu verhindern.
Die- eigentliche Fertigkochung bzw. Ausdampfung erfolgt nur durch den Wärmeinhalt
des Kochgutes selbst, den es bereits im Vorkocher gewonnen hat, so daß die Heizung
des unteren Kochbehälters unter Umständen auch ganz unterbleiben kann, z. B. wenn eine
hinreichende Wärmeisolation vorgesehen ist. Auch kann durch geeignete Wahl der Wandstärke
der Haube 15 und gute wärmeleitende Verbindung mit dem Vorkocher eine ausreichende
Temperatur der Haube 15 während des Betriebes aufrechterhalten werden. Der
Sammelkessel 16 selbst darf ziemlich kalt werden.
Die Anwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist nicht nur auf das Verkochen
bzw. Eindicken von Karamelmasse für die Zuckerwarenindustrie beschränkt, sondern sie eignet sich auch zum Verkochen
von Zuckersäften schlechthin, zum Einkochen von Marmelade. Brühen aller Art, Milch,
Leim, Gerblösungen u. dgl. sowie von Extrakten, wobei dem Verdampfungsgrad des Lösungsmittels
bzw. dem Flüssigkeitsgrad der zurückbleibenden eingedickten Lösung oder Masse nur durch den Überdruck im oberen
und das Vakuum im unteren Behälter technische bzw. wirtschaftliche Grenzen gesetzt
sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Eindicken von zähflüssigen Zuckerlösungen, insbesondere Karamelmasse, mit einem einzigen, die Zuckermasse unter Atmosphären- oder ng höherem Druck erhitzenden Kocher, der durch einen als Sprühdüse gestalteten Stutzen mit einer darunter angeordneten, durch einen ausfahrbaren, unbeheizten Kessel unten abgeschlossenen Vakuumhaube verbunden ist, wobei der Druckunterschied zwischen Kocherinhalt und Va-kuumbehälter so groß gewählt ist, daß die Verminderung der Siedetemperatur der Masse beim Übergang vom höheren auf den tieferen Druck nahezu die für den gewünschten Endzustand der Masse erforderliche Wasserverdampfung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der gegebenenfalls mit einem regelbaren Ausflußventil (12) versehene einzige Kocher als beheizter Kessel (2) ausgebildet und mit einem seiner Form angepaßten Rührwerk (6) ausgestattet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE630521T | 1930-03-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE630521C true DE630521C (de) | 1936-05-29 |
Family
ID=6578832
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930630521D Expired DE630521C (de) | 1930-03-06 | 1930-03-06 | Vorrichtung zum Eindicken von zaehfluessigen Zuckerloesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE630521C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE854744C (de) * | 1950-06-06 | 1952-11-06 | Robert Sollich | Vorrichtung zum Eindampfen von zaehfluessigen Zuckerloesungen |
| DE865102C (de) * | 1950-10-06 | 1953-01-29 | Albert Henkel Sen | Zuckermassen-Kocher mit Ruehrwerk fuer stetigen Durchlaufbetrieb |
| US2651573A (en) * | 1948-11-13 | 1953-09-08 | John M Leach | Process for manufacturing confections |
| US3294038A (en) * | 1964-02-18 | 1966-12-27 | Anthony J Rossi | Continuous vacuum candy cooker |
| DE1239186B (de) * | 1963-04-13 | 1967-04-20 | Otto Haensel Ges Mit Beschraen | Vakuum-Kocheinrichtung zum Eindicken von Zuckerloesungen fuer die Bonbonfertigung |
-
1930
- 1930-03-06 DE DE1930630521D patent/DE630521C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2651573A (en) * | 1948-11-13 | 1953-09-08 | John M Leach | Process for manufacturing confections |
| DE854744C (de) * | 1950-06-06 | 1952-11-06 | Robert Sollich | Vorrichtung zum Eindampfen von zaehfluessigen Zuckerloesungen |
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| DE1239186B (de) * | 1963-04-13 | 1967-04-20 | Otto Haensel Ges Mit Beschraen | Vakuum-Kocheinrichtung zum Eindicken von Zuckerloesungen fuer die Bonbonfertigung |
| US3294038A (en) * | 1964-02-18 | 1966-12-27 | Anthony J Rossi | Continuous vacuum candy cooker |
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