DE623037C - Verfahren zur Regelung der Foerderleistung von Freiflugkolbenverdichtern - Google Patents

Verfahren zur Regelung der Foerderleistung von Freiflugkolbenverdichtern

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DE623037C
DE623037C DEJ49185D DEJ0049185D DE623037C DE 623037 C DE623037 C DE 623037C DE J49185 D DEJ49185 D DE J49185D DE J0049185 D DEJ0049185 D DE J0049185D DE 623037 C DE623037 C DE 623037C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
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Description

  • Verfahren zur Regelung der Förderleistung von Freiflugkolbenverdichtern Bei Freiflugkolbenverdichtern mit einem Motorarbeitsraum und einem oder mehreren Verdichterräumen und mit frei hin und her schwingenden, die Flugmasse bildenden Kolben ist es bekannt, zur Änderung der Förderleistung des Verdichters die Hublänge der Flugmasse zu verändern, dabei aber die die Flugmasse nach ihrem Arbeitshub in die Ausgangslage zurückführende Energie (Rückführarbeit) angenähert konstant zu halten. Diese Hubveränderung hat insofern gewisse Nachteile, als dadurch auch die von der Bewegung der Flugmasse abgeleitete Steuerung der Brennkraftmaschine Veränderungen unterworfen ist. Anzustreben ist deshalb eine Betriebsweise, bei welcher eine weitgehende Änderung der Förderleistung des Verdichters und eine angenäherte Konstanthaltung der Rückführarbeit ohne nennenswerte Änderung des Flugmassenhubes möglich ist.
  • Erfindunggemäß wird dies erreicht, indem man von den Bestimmungsgrößen, welche bei gegebenem, gleichbleibendem Kolbenhub sowohl die Größe der vom Verdichter geförderten Gasmenge (die Verdichterförderleistung) als auch die Größe des beim Rückhub vom Verdichter an die Flugmasse abgegebenen Arbeitsbetrages (die Rückführarbeit) beeinflussen, mehrere (mindestens zwei) gleichzeitig ändert, und zwar werden als zu ändernde Bestimmungsgrößen solche ausgewählt, welche die Verdichterförderleistung im gleichen Sinne, die Rückführarbeit aber in verschiedenem Sinne (teils vermehrend, teils vermindernd) beeinflussen, so daß die letztgenannten Einwirkungen sich bei einer Änderung der Förderleistung gegenseitig ausgleichen, die Rückführarbeit demzufolge angenähert konstant bleibt. Der jeweils verlangten Verdichterförderleistung ist die Treibstoffzufuhr zum Motorteil des Freiflugkolbenverdichters anzupassen. Diese Anpassung kann entweder selbsttätig, z. B. in Abhängigkeit vom Druck, in einem dem Verdichter nachgeschalteten Vorratsbehälter oder vom Flugmassenhube oder auch durch Einstellung von Hand erfolgen.
  • Zur Beeinflussung der Verdichterförderleistung geeignete Bestimmungsgrößer, sind beispielsweise folgende: a) der Ansaugedruck (die Fördermenge sinkt, wenn dieser Druck sinkt, die Rückführarbeit nimmt dabei ab), b) der Ausschub- oder Förderdruck (die Fördermenge sinkt, wenn dieser Druck steigt, die Rückführarbeit nimmt hierbei zu), c) -der für das Ausschieben nutzbar gemachte Teil des Verdichterarbeitsraumes (nutzbares Ausschubvolumen) (die Fördermenge sinkt, wenn dieser Raumanteil kleiner wird, die Rückführarbeit nimmt dabei zu), d) die Größe des Verdichtertotraumes (die Fördermenge sinkt, wenn dieser Raum größer wird, die Rückführarbeit nimmt dabei zu), Man kann hiernach ein wenigstens angenähertes Konstantbleiben der Rücklaufarbeit erreichen, indem man zur Veränderung der Förderleistung des Verdichters außer der unter a genannten Bestimmungsgröße gleichzeitig noch eine -oder mehrere der unter b bis d genannten Bestimmungsgrößen ändert.
  • Bei Freiflugkolbenverdichtern mit mehreren Verdichterräumen können diese Räume entweder so angeordnet sein, daß die Verdichtung (und der Ausschubdruck) in allen Räumen gleichzeitig (beim Motorarbeitshub) erfolgt, oder so, daß sie bei einem Teil der Verdichterräume während des Arbeitshubes des Motors und bei dem anderen Teil der Verdichterräume während des Rückhubes stattfindet.
  • Im erstgenannten Fall wird die Verdichterförderleistung erfindungsgemäß geregelt, indem in den verschiedenen Verdichterräumen verschiedene Bestimmungsgrößen geändert, werden, und zwar dergestalt, daß die in diesen Räumen frei werdenden Rückführarbeitsbeträge bei dem einen Teil- der Räume zunehmen, beim anderen Teil dagegen abnehmen (die Summe teils zu-, teils abnehmender Größen hat das Bestreben, gleichzubleiben).
  • Im zweiten Falle werden zwecks Änderung der Verdichterförderleistung in den verschiedenen Verdichterräumen solche Bestimmungsgrößen -geändert, daß sowohl die beim Rückhube in dein -einen Teil der Räume an die Flugmasse abgegebene Rückführarbeit als auch die gleichzeitig von der Flugmasse dem anderen Teil der Räume zugeführte Verdichtungsarbeit sich im gleichen Sinne ändern, also entweder zunehmen oder abnehmen (die Differenz von im gleichen Sinne sich änderndenGrößenhat das Bestreben, gleichzubleiben); Ferner können bei. Freiflugkolbenverdichtern außer den Verdichterräumen noch besondere Arbeit aufnehmende und wieder abgebende Hilfseinrichtungen (z. B. pneumatische odermechanische Puffer zur Stabilisierung des Laufes, Spülpumpen und ähnliches) vorgesehen sein. Diese Hilfseinrichtungen können entweder so angeordnet sein, daß sie beim Rückhub der Flugmasse Arbeit an diese abgeben, oder so, daß sie beim Rückhub Arbeit abgeben, oder so, daß sie beim Rückhub Arbeit von der Flugmasse her aufnehmen. Bei pneumatischen Puffern ist die Größe dieser Arbeitsbeträge teils von den gleichen Bestimmungsgrößen (nämlich von den oben unter c und d genannten) wie bei Verdichterräumen abhängig, und ferner noch von der eingeschlossenen Gasmenge (Druck X Volumen); bei 'mechanischen Puffern (Federn) von der Art, der Masse und der Beanspruchung des federnden Werkstoffes. Man kann also wiederum durch Änderung einer oder mehrerer dieser Größen eine Änderung der beim Flugmassenrückhub erfolgenden Arbeitsabgabe bzw. -aufnahmt solche Puffer o. dgl. erzielen. Man wählt nun wieder eine oder mehrere der für die Verdichterförderleistüng maßgebenden Bestimmungsgrößen und eine oder mehrere der für die Arbeitsaufnahme und -abgabt dieser Hilfseinrichtungen maßgebenden Bestimmungsgrößen so aus, daß die rechnerische Summe der beim Flugmassenrückhub an die Flugmasse übertragenen (positiven) und der gegebenenfalls von ihr gleichzeitig abzugebenden (negativen) Arbeitsbeträge (welche Summe also den für die Verdichtung der Motorzylinderladung verfügbaren Arbeitsbetrag darstellt) bei allen Verdichterförderleistungen angenähert gleich bleibt.
  • Schließlich besteht noch die Möglichkeit, einer bei Änderung der Verdichterförderleistung sich ergebenden Veränderung der Rückführarbeit Rechnung zu tragen, indem man den Motorteil des Freiflugkolbenverdichters so . ausgestaltet, daß seine Arbeitsaufnahme während des Rückhubes sich in angenähert gleichem Maße ändert wie die von den Verdichterräumen abgegebene Rückführarbeit. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, daß in an sich bekannter Art ein größerer oder kleinerer Teil der Motorzylinderladung vor Einsetzen der Verdichtung aus dem Motorzylinder durch eine mehr oder weniger lange offen gehaltene Auslaßöffnung wieder ausgeschoben wird.
  • Die verschiedenen hier erwähnten Möglichkeiten der Regelung der Förderleistung des Verdichters und der gleichzeitigen Beeinflussung der Rückführarbeit können auch wieder in verschiedenartiger Weise unter sich kombiniert werden, also mehrere derselben gleichzeitig zur Anwendung gelangen.
  • Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert werden.
  • Die Abb. i-, 7, 8, 10, 11, 13, 15 und 16 zeigen Freiflugkolbenverdichter mit gegenläufigen Flugmassen im - Längsschnitt, und zwar mit Ausnahme der Abb. i je zur Hälfte. Abb. 9 ist ein Querschnitt nach Linie IX-IX der Abb. 8 in größerem Maßstabe.
  • Die Abb.2, 3, 4, 5 und 6 zeigen Druckvolumendiagramme von Verdichtern, die Abb. 12 und 14 solche von Puffern zur Veranschaulichung der Regelvorgänge.
  • Abb. i zeigt einen Freiflugkolbenverdichter mit gegenläufigen Flugmassen, dessen Gehäuse i in der Mitte einen Motorarbeitsraum .2 und an den Enden je einen Verdichterraum 3 enthält. Die Flugmassen bestehen je aus einem Motorkolben 4 und einem Verdichterkolben 5, die unmittelbar miteinander verbunden sind; der linke Motorkolben steuert bei seinem Hinundhergang die Spülschlitze 6, der rechte die Auspuffschlitze 7, die in der Wand des Motorzylinders vorgesehen sind. Die Verdichterkolben 5 saugen beim Rückhub das zu verdichtende Gas durch die Saugventile S an, verdichten es beim Arbeitshub und fördern dieses verdichtete Gas über die Druckventile g, durch die Druckleitungen io und die Sammelleitung i i zu einem Vorratsbehälter 13, von dem es dann durch Leitung 14 zur Verbrauchsstelle abströmt. In die -Sammelleitung i i ist ein federbelastetes Rückschlagv entil 12 eingesetzt, zum Zweck, den Verdichtungsenddruck in den Verdichterräumen 3 auf einer bestimmten Mindesthöhe zu halten, auch dann, wenn der Druck im Behälter 13 infolge starker Entnahme von Druckgas niedriger ist als diese Mindesthöhe. Die Belastung des Ventils 12 ist so, gewählt, daß der ihr entsprechende Verdichtungsenddruck (von dessen Höhe die Größe der Rückführarbeit abhängt) eine für den sicheren Betrieb ausreichende Rückführarbeit ergibt. Das Ventil 12 kann fortbleiben, falls statt dessen die Druckventile g so eingerichtet sind, daß sie erst dann öffnen, wenn der Verdichtungsenddruck die für den Betrieb erforderliche Mindesthöhe erreicht. Das am Ende einesArbeitshubes in den Verdichtertoträumen zurÜckbleibende verdichtete Gas treibt, während es sich dabei ausdehnt, die Flugmassen 4, 5 aufeinander zu; sobald hierbei der Druck in den Verdichterzylindern bis auf den Ansaugedruck gesunken ist, folgt das Ansaugen frischen Gases durch die Saugventile 8; gleichzeitig wird der Inhalt des Motorarbeitsraumes 2 verdichtet; ferner wird diesem Raum mittels der Einrichtung 16 (Einspritzdüse d. dgl.) Brennstoff zugeführt und dieser zur Entzündung gebracht. Die entstehenden Verbrennungsgase treiben die Flugmassen auseinander, wobei das Gas in den Verdichterzylindern verdichtet und nach außen gefördert wird. Um die genaue Gegenläufigkeit der Flugmassen zu sichern, sind diese durch ein geeignetes Getriebe miteinander verbunden, beispielsweise sind die Flug= massen mit je einer Zahnstange 17 versehen, die beide mit einem am Gehäuse i unverschieblich gelagerten Zahnrad i8 in Eingriff stehen. In der Abbildung sind die um die Hublänge s voneinander entfernten Endlagen der Flugmassen eingetragen. Dieser Hub s soll für alle im Betrieb vorkommenden Fälle der Belastung des Verdichters (also über einen großen Regelbereich, im Grenzfall von Maximalförderung bis Nullförderung) so weit konstant gehalten werden, als dies bei den unvermeidlichen kleinen Hubschwankungen der frei fliegenden Kolben praktisch möglich ist.
  • Die Abb.2 bis 6 zeigen nun, wie durch Änderung verschiedener Bestimmungsgrößen die Verdichterförderleistung und die. Größe der Rückführarbeit beeinflußt werden kann.
  • In diesen Abbildungen stellt der Linienzug A B C D A das Verdichterdiagramm bei normaler Förderleistung mit Verdichtung des Gases vom Saugdruck p1 auf den Förderdruck p2 dar. Die Rückführarbeit ist durch die Fläche CDAEFC dargestellt.
  • Abb. z veranschaulicht die Regelung der Förderleistung durch . Verringerung des Ansaugedruckes. Für den verringerten Ansaugedruck p11 ergibt sich das Diagramm A2B1CD2A2. Die Förderleistung entspricht der Strecke Bi C, die kleiner als die die Normalleistung darstellende Strecke B C ist. Die der verkleinerten Förderleistung entsprechende Rückführarbeit ist durch die Fläche CD2A2EFC gegeben; sie ist um den Betrag D AA2 D2 D kleiner als bei der Normalleistung.
  • Abb.3 zeigt die Regelung der Förderleistung durch Erhöhung des Förderdruckes. Wird dieser Druck beispielsweise auf den Wert p21 erhöht, so entsteht das neue Verdichterdiagramm AB2 C DIA, dessen Ansaugestrecke D1A kleiner ist als die Ansaugestrecke D A bei normaler Förderung. Im gleichen Verhältnis wie diese Strecken ändern sich auch die angesaugten und demzufolge auch die geförderten Gasmengen. Die bei dieser verkleinerten Förderleistung sich ergebende Rückführarbeit entspricht der Fläche CD1AEFC, sie ist also um den der Fläche C,DIDCC entsprechenden Betrag größer als bei der Normalleistung.
  • Abb.4 zeigt die Regelung der Förderleistung durch Zurückströmenlassen eines Teils des vorher verdichteten und.ausgeschobenen Gases. Bei der Verringerung der Förderleistung verschiebt sich der Anfangspunkt der Rückexpansion von C nach H; die Rückexpansion selbst folgt der Linie HI; es ergibt sich also das neue Diagramm AB H I A und dementsprechend die Rückführarbeitsfläche H I A E F C H, die um den Betrag der Fläche HIDCH größer als beim Normalbetrieb ist.
  • Abb. 5 betrifft die Förderleistungsregelung durch Änderung der Totraumgröße. Durch Vergrößerung des für den Normalbetrieb vorgesehenen Totraumes vT um den Betrag vT' ergibt sich das neue Diagramm AKCLA. Die durch die Strecke K C dargestellte Förderleistung ist kleiner als die der Strecke B C entsprechende des Normalbetriebes. Die Rückführarbeit entsprechend der Fläche C L A E F C ist um den der Fläche C L D C entsprechenden Betrag größer als beim Normalbetrieb.
  • Man kann nun ein wenigstens angenähertes Konstantbleiben der Rückführarbeit erreichen, indem man mehrere Regelungsarten, die teils eine Verringerung, teils eine Erhöhung der Rückführarbeit ergeben, gleichzeitig anwendet. Ein :Beispiel hierfür zeigt Abb. 6, wonach die Regelungsarten nach Abb.2 (Verringerung des Ansaugdruckes) und nach Abb. 3 (Erhöhung des Förderdruckes) gemeinsam zur Anwendung kommen. Die Verdichtung beginnt demzufolge beim verringerten Ansaugdruck p11 und dauert bis zur Erreichung des erhöhten Förderdruckes p21; dabei ergibt sich das Diagramm A2 B2 C2 D2 A2: Die Rückführarbeit ist einerseits um den Betrag der Fläche C2 Dl D C C2 vermehrt, anderseits um den Betrag der Fläche D1 A A2 D2 D- vermindert. Wird die Regelung so vorgenommen, daß diese beiden letztgenannten Flächen einander gleich sind, so bleibt die Rückführarbeit konstant. Auch die Regelungsarten nach Abb.4 und 5 können ebenso wie diejenige nach Abb. 3 einzeln oder in beliebiger Verbindung untereinander zusammen mit der Verringerung des Ansaugedruckes (nach Abb.2) zur Anwendung gelangen.
  • Abb. 7 zeigt eine Einrichtung zur .Regelung der Förderleistung des Verdichters- durch Änderung des Ansaugedruckes. Hierbei sind alle Ansaugventile.8 an eine gemeinsame, einen Drosselschieber 22 enthaltende Ansaugleitung 21 angeschlossen. Dieser Schieber 22 ist mit einem Kolben 23 verbunden, der über Leitung 24 durch den Druck im Behälter. 13 belastet wird, derart, daß dieser Druck den Schieber zu schließen sucht, während eine Feder 25 der Kolbenkraft entgegenwirkt. Die Feder ist so bemessen, daß von einem bestimmten Behälterdruck ab der Drosselschieber immer mehr geschlossen wird, wenn dieser Druck weiter steigt.
  • Die Abb. 8 und 9 zeigen eine Einrichtung zur Änderung des nutzbaren Ausschubvolumens des Verdichters, mit der man zu Beginn des Druckhubes Druckgas in den Verdichterarbeitsraum zurückströmen lassen kann. Zwischen dem Verdichterraum 3 und. dem Ringraum 3o, in welchen die Druck-' ventile 9 münden, ist ein mittels des Schiebers 32 zu öffnender und abzuschließender Kanal 31 vorgesehen. Der Schieber wird von einem auf der Zahnstange 17 sitzenden N okken 33 über Winkelhebel 34 und Gestänge 35 gesteuert. Der Nocken 33 ist auf der Zahnstange 17 unverschiebbar, aber drehbar angebracht, und sein erhöhter Teil besitzt in den verschiedenen Radialebenen verschiedene Länge, so daß durch Verdrehen des Nockens die Schieberbewegung verändert werden kann. Zur Ermöglichung dieser Verdrehung trägt der Nocken einen drehbaren Arm 36 (Abb. 9), der längs seines ganzen Hubes, den er zusammen mit der Zahnstange 17 ausführt, in eine entsprechend lange, parallel zur Zahn-Stange 17 verlaufende, profilierte Leiste 37 eingreift, die senkrecht zu ihrer Längenerstreckung verstellbar ist. Diese Verstellung' kann mittels eines vom Druck irr. Behälter 13 belasteten Kolbens 38, dem eine Feder 39 entgegenwirkt, selbsttätig in Abhängigkeit vom Behälterdruck erfolgen. Soll der Verdichter die volle Leistung hergeben, so wird der Nocken so eingestellt, daß der Schieber 32 keine Verstellung erfährt und den Kanal 31 ständig geschlossen hält. Zur Verringerung der Verdichterleistung wird der Nocken 33 derart verschwenkt, daß der Schieber 32 bei Annäherung des Verdichterkolbens 5 an die dem Förderende entsprechende Totlage verschoben und der Kanal 3 i eröffnet wird; es kann dann nach Umkehr der Kolbenbewegung Druckluft aus dem Raum 30 in den Verdichterarbeitsraum 3 zurückströmen, so lange, bis beim Rückhube des Kolbens 5 der Nocken 33 aus dem Bereiche des Winkelhebels 34 gelangt ist.
  • Abb. io zeigt eine Einrichtung zur Regelung der Förderleistung des Verdichters durch Veränderung des Totraumvolumens. Am Deckel 4o des Verdichterzylinders ist ein Zylinderfortsatz 41 vorgesehen, in dem ein Kolben 42 verschiebbar ist. Die Kolbenstange 43 dieses Kolbens trägt ein Gewinde 44, das in die mit entsprechendem Muttergewinde versehene Nabe eines Zahnrades 45 eingreift, welches in axialer Richtung unverschieblich gelagert ist. In das Zahnrad 45 greift die verzahnte Kolbenstange 46 eines Kolbens 47 ein, der auf einer Seite durch den Druck im Behälter 13, auf der anderen Seite durch die Spannkraft einer Feder 48 belastet ist. Steigt der Druck im Behälter 13 über seinen normalen Wert an, d. h. ist die Förderleistung des Verdichters größer als der Druckgasbedarf, so wird der Kolben 47 gegen den Druck der Feder 48 nach unten verschoben. Hierbei wird das Zahnrad 45 so gedreht, daß der Kolben 42 sich nach rechts bewegt, der Totraum des Verdichterzylinders also vergrößert und die Förderleistung dementsprechend vermindert wird.
  • Bei den folgenden Beispielen sind außer den Verdichterräumen noch @ Nebenräume (Puffer u. dgl.) vorgesehen und diese Nebenräume mit Einrichtungen zur Beeinflussung der für die Verdichtung der Motorladung verfügbaren Rückführarbeit versehen.
  • Bei dem Beispiel nach Abb. ii ist mit dem Verdichter ein Puffer, bestehend aus dem Zylinder 51 und dem Kolben 52, verbunden, der beim Arbeitshub Energie aufnimmt und diese beim Rückhub wieder abgibt. Der Deckel dieses Pufferzylinders wird von einem verschiebbaren Kolben 53 gebildet, so daß die Größe des Puffertotraumes veränderbar -ist. Die Verstellung dieses Kolbens 53 kann von Hand oder in gleicher Weise wie beim Kolben 42 in Abb. ro selbsttätig in Abhängigkeit vom Behälterdruck erfolgen.
  • Abb. 12 zeigt das Diagramm eines solchen Puffers. Der Anfangsdruck sei stets gleich po. Ist dieser Druck gleich dem Atmosphärendruck, so genügt eine kleine ins Freie führende Bohrung 54 des Pufferzylinders nahe der dem Anfang des Arbeitshubes entsprechenden Totlage, um diesen Druck ständig aufrechtzuerhalten. Bei kleinem Totraum vT des Puffers vollzieht sich dann die Verdichtung längs der Linie MN, und die vom Puffer abgegebene Rückführarbeit entspricht der Fläche NP O M N. Vergrößert man den Puffertotraum um den Wert vT', so folgt die Verdichtung der Linie MR, welche unter der Linie lVI N liegt, und -es ergibt sich die kleinere Rückführarbeit des Puffers R P Q M R.
  • Falls die vom Verdichter abgegebene Rückführarbeit mit abnehmender Förderleistung ebenfalls abnimmt (z. B. bei Drosselung des vom Verdichter angesaugten Gases gemäß Abb.2 und 7), muß der vom Puffer herrührende Anteil an Rückführarbeit zunehmen; die Einrichtung nach Abb. zr ist dann so auszubilden, daß der Puffertotraum kleiner wird, wenn die Verdichterförderleistung sinkt, und umgekehrt.
  • Nimmt dagegen die Verdichterrückführarbeit mit abnehmender Förderleistung zu (z. B. gemäß Abb. 3 bis 5), so muß der Puffertotraum bei sinkender Förderleistung kleiner werden.
  • Eine andere Möglichkeit der Veränderung der auf den Puffer entfallenden Rückführarbeit zeigt Abb. 13. Hier ist der Arbeitsraum 55 des Pufferzylinder 5 1 über eine nahe dem Arbeitshubanfang liegende Wanddurchbrechung 56 und daran anschließende Leitung 57 mit dem Behälter 13 verbunden.
  • Die Wirkungsweise ergibt sich aus dem Diagramm nach Abb. 14. Hat der Druck im Behälter 13 seinen Normalwert, so erfolgt die Verdichtung im Pufferraum 55 von diesem Normalwert p,n aus nach der Linie S T. Steigt der Druck im Behälter 13 an auf den Wert p", so ergibt sich die neue Verdichtungslinie UV" und die vom Puffer geleistete Rückführarbeit wird um den der Fläche V T S U Il entsprechenden Betrag größer.
  • Der Puffer, ein zusätzlicher Verdichter o. dgl. kann auch so vorgesehen sein, daß er beim Rückhub der Flugmasse Energie (negative Rückführarbeit) aufnimmt und beim Arbeitshub derselben diese Energie wieder abgibt. Falls der Verdichterkolben größer ist als der Motorkolben, so kann die Differenzkolbenfläche zynischen beiden und der Raum 6o (Abb. r), in "welchem diese Differenzkolbenfläche arbeitet, diesen Puffer oder zusätzlichen Verdichter bilden. Die Größe der beim Rückhub der Flugmasse von diesem Puffer oder Zusatzverdichter aufgenommenen Energie kann mit denselben Mitteln, wie sie in Verbindung mit dem normalen Puffer bzw. mit dem Hauptverdichter erwähnt wurden, in Abhängigkeit von der Änderung der V erdichterleistung derart verändert werden, daß sich wiederum eine wenigstens angenähert gleichbleibende resultierende Rückführarbeit ergibt.
  • Ein Beispiel einer derartigen Ausführungsmöglichkeit zeigt Abb. 15. Der an die linke Seite des Verdichterkolbens 5 angrenzende Raum 6o ist als Spülpumpe ausgebildet und mit Saugventilen 61 und Druckventilen 62 ausgestattet. Vom Druckventil 62 führt eine Leitung 63 zum Spülluftaufnehmer 64 (Abb. r6). In diese Leitung ist eine Drosselvorrichtung 65 eingebaut, die in ähnlicher Weise wie die Drosselvorrichtung nach Abb. 7 vom Druck im Behälter 13 derart beeinflußt wird, daß sie stärker drosselt, wenn dieser Druck steigt und umgekehrt. An die Stelle der selbsttätigen Verstellung dieser Drosselvorrichtung könnte auch eine Handverstellung treten.
  • Abb. i6 zeigt eine Einrichtung, um die Arbeitsaufnahme des Motorarbeitsraumes zu verändern. Anschließend an die Spülschlitze 6 sind in der Zylinderwand Öffnungen 70, in Hubrichtung hintereinande»liegend, vorgesehen, die von einem Schieber 71 abgedeckt oder freigelegt werden können. Der Schieber ist an einen im Zylinder 72 verschieblichen, einerseits dem Druck im Behälter 13, andererseits der Kraft einer Feder 73 ausgesetzten Kolben 74 angeschlossen.
  • Bei steigendem Behälterdruck soll die Verdichterleistung geringer werden.
  • Wird der Verdichter so geregelt, daß bei Verringerung seiner Förderleistung die Rückführarbeit zunimmt (etwa gemäß Abb.3 bis 5), so sind der Schieber 71 und der Kolben 74 so (Wie in der Zeichnung dargestellt) anzuordnen, daß bei steigendem Behälterdruck die Öffnungen 70 vom Schieber 71 nacheinander abgedeckt werden, daß also ein immer geringer werdender Teil der Motorzylinderladung vor der Verdichtung derselben in den Spülluftaufnehmer zurückgeschoben, der zu dieser Verdichtung erforderliche Arbeitsbetrag also erhöht wird.
  • Falls der Verdichter durch Drosselung des Ansaugens (gemäß Abb. 2) geregelt wird, nimmt mit sinkender Förderleistung die Rückführarbeit ab; dann sind Schieber 71 und Kolben 74 so anzuordnen, daß bei steigendem Behälterdruck die Öffnungen 7o nacheinander freigelegt werden; es nimmt dann die Menge der zur .Verd.ichtüng gelangenden Motorzylinderlädung und demzufolge der zu dieser Verdichtung 49fönderliche Arbeitsbetrag ebenfalls ab. Diese Regelungsweise ist besonders ztweckmäßig, 'weil sich hierbei die Menge der Motorzylinderladung im gleichen Sinne ändert, wie die vom Motorteil aufzubringende Leistung.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung der Förderleistung von Freiflugkolbenverdichtern bei annähernd gfeichbleibenderri Kolbenhub unter Anpassung der Treibstoffzufuhr an die Verdichterförderleistung, dadurch gekennzeichnet, daß entweder nur in Vereichterförderräumen oder in diesen und etwa vorhandenen zusätzlichen Verdichtungsräumen von den die Arbeitsaufnahme und -abgabe bestimmenden Größen, z. B. __flusschubdruck, Ansaugdruck, nutzbares Ausschubvolumen, Totraumvolumen, mindestens zwei so verändert werden, daß bei gleichbleibendem Kolbenhub der für die Verdichtung der Motorladung verfügbare Arbeitsbetrag annähernd konstant bleibt.
  2. 2. Regelverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Verdichterförderraum mindestens zwei auf die Rückführarbeit sich entgegengesetzt auswirkende, die Förderleistung bestimmende Größen geändert werden.
  3. 3. Regelverfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch entgegengesetzte Änderung des Ansang- und d. es Ausschubdruckes im Verdichterförderraum (Abb.6).
  4. 4. Regelverfahren nach Anspruch i für Freiflugkolbenverdichter mit mehreren Verdichterräumen, in denen die Verdichtung während des Motorarbeitshubes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß in den -einen Räumen eine Vermehrung, in den anderen eine Verminderung der Pückführa.rbeit herbeigeführt` wird. g.
  5. Regelverfahren nach Anspruch r für Freiflugkolbenverdichter mit mehreren Verdichterräumen, in deren einen Gruppe Gag beim Motorarbeitshub, und in der anderen Gruppe beim Rückhub verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den einzelnen Verdichterräumen die Arbeitsaufnahme und -abgabe bestimmenden Größen so geändert werden, daß die während des Rückhubes von der einen Gruppe der Verdichterräume- abgegebenen Arbeitsbeträge und die von der anderen Gruppe der Verdichterräurne aufgenommenen Arbeitsbeträge sich in gleichem Sinne ändern, so daß ihre zur Verdichtung der Motorladung verfügbare Differenz bei allen Verdichterförderleistungen angenähert konstant bleibt.
  6. 6,. Regelverfahren nach Anspruch r für Freiflugkolbenverdichter mit pneumatischem oder mechanischen Puffern, welche die bei einem Hub aufgenommene Arbeit beim darauffolgenden Hub wieder abgeben, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl eine oder mehrere der für die Verdichterförderleistung maßgebenden Größen als auch eine oder mehrere,der für die Arbeitsaufnahme der Puffer maßgebenden Größen so geändert werden, daß der resultierende, für die Verdichtung der Motorladung verfügbare Arbeitsbetrag angenähert konstant bleibt.
  7. 7. Regelverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in angenähert gleichem Maße, wie die Rückführarbeit sich bei Änderung der Verdichterförderleistung ändert, die im Motorarbeitsraum zu überwindende Widerstandsarbeit geändert wird, beispielsweise indem ein Teil der Motorzylinderladung vor Beginn der Verdichtung wieder ausgeschoben wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958788C (de) * 1951-06-15 1957-02-21 Erich Wachsmuth Dipl Ing Start- und Regelverfahren fuer einen im Gegentakt arbeitenden, pulvergestarteten Freiflugkolbenkompressor
DE968371C (de) * 1952-11-14 1958-02-06 Siemens Ag Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen mit offenem Kreislauf

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