DE617362C - Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstaerkerbetrieb - Google Patents
Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und VerstaerkerbetriebInfo
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- DE617362C DE617362C DES102363D DES0102363D DE617362C DE 617362 C DE617362 C DE 617362C DE S102363 D DES102363 D DE S102363D DE S0102363 D DES0102363 D DE S0102363D DE 617362 C DE617362 C DE 617362C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B3/00—Line transmission systems
- H04B3/02—Details
- H04B3/32—Reducing cross-talk, e.g. by compensating
- H04B3/34—Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
- Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstärkerbetrieb Bekanntlich kann man die Leitungsdämpfung in Fernmeldekabeln nicht beliebig weit erhöhen, weil es bisher nicht gelungen ist, die Nebensprechfreiheit so weit zu verbessern, daß ein störungsfreier Betrieb auch noch bei Verstärkungsziffern möglich ist, die über den bisher verwendeten liegen. Der Grund hierfür ist jedoch nicht in den elektrostatischen Kopplungen zu suchen, die z. B. durch metallische Abschirmungen o. dgl. in genügendem Maße verringert werden können, sondern in den magnetischen Kopplungen, die sich selbst bei Anwendung komplizierter Ausgleichsverfahren nicht in ausreichendem Maße verhindern lassen. Selbst wenn es aber möglich wäre, ein Fernmeldekabel auch elektromagnetisch ausreichend nebensprechfrei zu gestalten, würden derartige magnetische Nebensprechkopplungen bei Reparaturen infolge des notwendigen I-1eratisschneidens von Kabelstücken dennoch wieder entstehen und bei hohen Verstärkungsziffern Störungen verursachen.
- Die Erfindung löst die Aufgabe, in Fernmeldekabelanlagen mit hoher Anforderung an Nehensprechfreiheit und mit Verstärkerbetrieb, insbesondere in Fernmeldeseekabelanlagen, eine wesentliche Erhöhung der Leitungsdämpfung über die bisher erreichten Werte dadurch zu ermöglichen, daß die magnetischen Kopplungen auf nahezu unschädliche Beträge durch Verwendung eines Sternviererkabels herabgedrückt werden, bei dem in den Sternvierern die diagonal gegenüberliegenden Leiter direkt parallel geschaltet sind und je eine Ader bilden und die beiden so gebildeten Adern zusammen einen Übertragungskanal (Doppelader) der Anlage bilden. Unter dem Übertragungskanal (vielfach auch als Sprechkanal bezeichnet) ist dabei ein in sich selbständiger Kanal für Fernmeldeenergie zu verstehen, so daß die Fernmeldeenergie in einem Kanal bei Zweidrahtbetrieb also in beiden Sprechrichtungen, bei Vierdrahtbetrieb dagegen nur in einer Sprechrichtung übertragen wird. Die Phantomschaltung fällt dagegen nicht hierunter.
- Der durch die Erfindung- erzielte Fortschritt hängt zunächst damit zusammen, daß die aus den Adern hergestellte sternviererförmige Doppelader magnetisch nahezu neutral, d. h. nach außenhin praktisch feldfrei ist, so daß die magnetische Kopplung von Sprechkreis zu Sprechkreis praktisch weitestgehend verkleinert wird. Diese günstigen Werte sind auch dann noch vorhanden,. wenn größere Metallmasseri, wie der Bleimantel oder die Armierung des Kabels, in der Nähe der Sprechkanäle .liegen. Außerdem induzieren äußere magnetische Felder auf alle vier Teiladern, die infolge ihrer Anordnung auf den Ecken eines Quadrates ein in. magnetischer Hinsicht völlig symmetrisches System bilden, praktisch nur Spannungen gleicher Größe, so daß in den Sprechkanälen keine Ausgleichströme fließen -können. Dieser Vorteil ist auch bei Kabeln mit getrennten Sprechrichtungen, z. B. bei Doppelbündelkabeln, vorhanden. Auch in diesem Fall werden nämlich je zwei diagonal liegende Teiladern des Sternvierers zu je einer Ader zusammenge=-schaltet. Da zwischen ihnen durch äußere Störfelder infolge ihrer symmetrischen Lage nur Spannungen gleicher Größe induziert werden, bestehen keine Potentialdifferenzen, so daß in ihnen auch keine Ausgleichströme, die die Übertragung stören könnten, fließen. Äußere magnetische Felder können daher auch in diesem Falle keine Störungen hervorrufen. Da die Form eines Sternvierers bei der Verseilung bekanntlich praktisch gewahrt bleibt, können bei den Kabeln gemäß der Erfindung auch keine wesentlichen Kopplungen durch eine Verlagerung der Adern entstehen.
- Bei den bisher bekannten Fernmeldekabeln oder denjenigen Schaltungen, bei denen die Hin-undRückleitung jeder Sprechverbindung aus zwei parallel geschalteten Adern bestehen, sind die durch die Erfindung erzielten Fortschritte nicht vorhanden, beispielsweise weder bei den bekannten Phantomschaltungen, bei denen aus den vier Adern eines Vierers mit Hilfe von Übertragern drei Sprechkreise gebildet sind, noch bei den bekannten Verlängerungskabeln, die für jede Ader des zu ergänzenden Hauptkabels zwei oder mehr voneinander isolierte Adern aufweisen und entweder nach der von Dieselhorst-Martin angegebenen Art verseilt oder als Doppelsternkabel ausgebildet sind.
- Je nach den an das Kabel zu stellenden Anforderungen kann man sämtliche oder auch nur die gefährdeten Sprechkreise des Kabels gemäß der Erfindung ausbilden. Bei Doppelbündelkabeln für Vierdrahtbetrieb, also solchen, bei denen innerhalb des Kabels die Adern der einen Sprechrichtung in der einen Hälfte und die Adern der anderen Sprechrichtung in der anderen Hälfte des Kabels liegen, genügt es; die ankommende Sprechrichtung, also die, ,die den niedrigen Pegel hat, gemäß .der Erfindung auszubilden, weil damit schon die magnetische Kopplung zur abgehenden Sprechrichtung genügend herabgesetzt ist und für Außenstörungen nur die ankommende Sprechrichtung empfindlich ist. Auch bei anders betriebenen Kabelaa braucht man unter Umständen lediglich diejenigen Doppeladern oder die Teile .der Doppeladern. gemäß der Erfindung auszubilden, .die -den Störbeeinflussungen durch Nachbaradern oder von außen her ausgesetzt sind. Weil die Kapazität der gemäß der Erfindung ausgebildeten Doppeladern größer ist als die der im selben Kabel enthaltenen normalen Doppeladern, ist es zur Erzielung gleicher Spulenabstände bzw. Spulenfeldkapazitäten zweckmäßig, die Leiterstärken der Doppeladern gemäß der Erfindung wesentlich zu verringern und dadurch die Betriebskapazität herabzusetzen, z. B. bei Vierdraht-, Zweiband- und _Rundfunkkabeln. Es ist in vielen Fällen auch hinreichend, die Anfänge und Enden langer Seekabel bis zur Länge einer hinreichenden Dämpfung (etwa 3 Neper) gemäß der Erfindung auszubilden und das mittlere Kabelstück als Bündel- oder Lagenkabel mit den bekannten Doppeladern aufzubauen. Dies kann dann den Vorteil der Gesamtdämpfungsverminderung haben, d. b. man kann eine noch größere Länge überbrücken oder im Querschnitt günstiger werden.
- Die statischen Nebensprechkopplungen kann man z. B. durch Schutzschirme genügend kleinen Widerstandes in ausreichendem Maße vermindern.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstärkerbetrieb, insbesondere Fernmeldeseekabelanlage, gekennzeichnet durch ein Sternviererkabel, bei dem in den Sternvierern die diagonal gegenüberliegenden Leiter direkt parallel geschaltet sind und je eine Ader bilden und die beiden so gebildeten Adern zusammen einen Übertragungskanal (Doppelader) der Anlage bilden.
- 2. Fernmeldekabelanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur einige Sternvierer des Kabels gemäß Anspruch i ausgebildet sind.
- 3. Fernmeldekabelanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden des Kabels nur die zu der ankommenden Übertragungsrichtung gehörigen Sternvierer gemäß Anspruch i ausgebildet sind. q..
- Fernmeldekabelanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Enden der gesamten Kabelanlage bis zu einer genügenden D4mpfungslänge gemäß Anspruch i ausgebildet sind, die dazwischenliegenden Teile der Kabelanlage aber in irgendeiner bekannten Weise ausgebildet sind.
- 5. In Vierdrahtschaltung betriebene Fernmeldeanlage mit Kabeln gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise die Adern der beiden Sprechrichtungen in räumlich voneinander getrennten Bündeln zusammengefaßt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES102363D DE617362C (de) | 1931-12-13 | 1931-12-13 | Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstaerkerbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES102363D DE617362C (de) | 1931-12-13 | 1931-12-13 | Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstaerkerbetrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE617362C true DE617362C (de) | 1935-08-19 |
Family
ID=7524384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES102363D Expired DE617362C (de) | 1931-12-13 | 1931-12-13 | Fernmeldekabelanlage mit hoher Nebensprechfreiheit und Verstaerkerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE617362C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139168B (de) * | 1961-02-27 | 1962-11-08 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Bekaempfung der in Fernsprechaemtern ueber die Stromversorgungsleitung auftretenden Geraeuschspannungen |
-
1931
- 1931-12-13 DE DES102363D patent/DE617362C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139168B (de) * | 1961-02-27 | 1962-11-08 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Bekaempfung der in Fernsprechaemtern ueber die Stromversorgungsleitung auftretenden Geraeuschspannungen |
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