DE60201425T3 - Verfahren und vorrichtung zum schliessen einer schachtel durch falten einer lateralen schliessklappe - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum schliessen einer schachtel durch falten einer lateralen schliessklappe Download PDF

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B7/00Closing containers or receptacles after filling
    • B65B7/16Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons
    • B65B7/20Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons by folding-down preformed flaps
    • B65B7/22Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons by folding-down preformed flaps and inserting flap portions between contents and wall

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf automatische Maschinen zum Verpacken von Artikeln in Behältern.
  • Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine neue Vorrichtung zum Falten lateraler Klappen von Schachteln und im Einzelfall in einer Verpackungslinie, wo die Schachteln mit Artikeln befüllt und dann durch Falten lateraler Klappen geschlossen werden.
  • BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
  • Die automatischen Linien zum Verpacken von Artikeln in Behältern sind üblicherweise mit Mitteln zum Verschließen der Behälter nach deren Befüllung ausgerüstet.
  • Sind die Behälter aus quaderförmigen Kartonschachteln gebildet, so werden sie normalerweise durch Falten von Klappen um einen 90°-Winkel verschlossen, die an den Öffnungskanten der nach außen weisenden Bereiche eines vorverleimten röhrenförmigen Zuschnitts angeordnet sind, der den Schachtelkörper bildet.
  • Jeder nach außen weisende Bereich des röhrenförmigen Zuschnitts weist üblicherweise drei laterale Klappen auf, nämlich zwei innere und eine äußere, die die Außenwand der Schachtel bildet, wenn diese verschlossen ist.
  • Die beiden inneren Klappen sind identisch, parallel zueinander und an einander gegenüberliegenden Seiten des Zuschnitts angelenkt (üblicherweise an dessen kürzeren Seiten).
  • Die inneren Klappen werden zuerst gefaltet, so daß sie innerhalb der Schachtel verbleiben, wenn diese geschlossen wird.
  • Gemäß einer sehr verbreiteten Konfiguration der Schachtel weist die äußere Klappe zwei durch eine Knicklinie getrennte Bereiche auf.
  • Die Abmessungen des ersten, von der Zuschnittkante ausgehenden Bereichs sind im wesentlichen dieselben wie die Abmessungen der Öffnung.
  • Im gefalteten Zustand überdeckt der erste Bereich die gesamte Ausdehnung der Öffnung und bildet somit eine der Stirnwandungen der Schachtel.
  • Ein zweiter Bereich oder ein Einsteckende wird entlang der vorerwähnten Knicklinie in einem annähernd rechten Winkel zu dem ersten Bereich in Richtung des Schachtelinneren abgebogen und in die Schachtel eingeführt.
  • Auf diese Weise wirkt der zweite Bereich mit den bereits gefalteten inneren lateralen Klappen zusammen beim Halten des ersten Bereichs in der gefalteten Position sowie folglich beim Verschließen der Schachtelöffnung.
  • Bei bekannten Vorrichtungen zum automatischen Verschließen von Schachteln, siehe zum Beispiel DE-55477.4 , umfasst das Falten der äußeren lateralen Schließklappe mindestens drei Arbeitsschritte: Eine erste Bewegung der Klappe in Richtung der Schachtel durch einen horizontalen Schieber; das Falten des Einsteckendes durch einen vertikalen Schieber, der das Einsteckende nach oben schiebt; eine zweite und abschließende Bewegung der Klappe in Richtung der Schachtel zusammen mit dem Einstecken des Endes in die Schachtel.
  • Eines der häufigsten Probleme der bekannten Vorrichtungen liegt in der Tatsache, dass der Arbeitsablauf der Schieber recht komplex und seine Zeitsteuerung sehr kompliziert ist, was für den Arbeitsablauf der Vorrichtungen als besonders kritisch erscheint.
  • Darüber hinaus erlauben bekannte Konfigurationen gerade aufgrund ihrer Komplexität keine hohen Produktionsgeschwindigkeiten in der Linie.
  • Ein weiteres Problem resultiert aus dem Umstand, dass die vertikalen Schieber jedes Mal gemessen und ausgewechselt werden müssen, wenn die Größe der Schachtel und/oder die zu faltende Kante wechselt.
  • Auch ist in diesem Fall die Anpassung der Kalibrierung der Maschine langwierig und schwierig.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Schließen der äußeren Klappe einer Schachtel in einer automatischen Verpackungslinie vorzuschlagen und ein perfektes Schließen der Klappe zu erreichen.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die verschiedene Größen von Schachteln und Klappen ohne das Auswechseln von Teilen zu handhaben vermag.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die die Arbeitsgeschwindigkeit entlang der Verpackungslinie erheblich verbessert.
  • Schließlich ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die oben erwähnte Schließvorrichtung durch eine einfach herzustellende, ebenso leicht zu installierende wie auch zu kalibrierende und zu wartende technische Lösung zu realisieren, die eine besonders begrenzte Anzahl bewegter Teile aufweist.
  • Die vorerwähnten Ziele werden in Übereinstimmung mit dem Inhalt der Ansprüche durch eine Vorrichtung erreicht, umfassend
    • – Faltmittel zum Falten der lateralen Klappe, bis die Anbindungslinie des faltbaren Randbereichs in Anlage gegenüber Anschlagmitteln gerät, die unterhalb der Faltmittel angeordnet sind;
    • – erste, sich quer zu der erwähnten Vorwärts-Bewegungsrichtung zwischen einer inaktiven Position und einer Arbeitsposition hin- und herbewegende Anstoßmittel, die in der Arbeitsposition zusammen mit den Anschlagmitteln den faltbaren Randbereich erfassen, um diesen in Richtung der Schachtel zu falten;
    • – ein den Anschlagmitteln und den ersten Anstoßmitteln bezüglich der Vorwärts-Bewegungsrichtung nachgeschaltetes Gegenstück, das den Randbereich berührt und ihn elastisch in einer bezüglich der Bodenwand der Schachtel angehobenen Position hält;
    • – zweite, quer zu dem Gegenstück angeordnete und mit diesem fluchtende Anstoßmittel, die sich quer zur Vorwärts-Bewegungsrichtung und in Schritt-Relation mit den ersten Anstoßmitteln zwischen einer inaktiven Position und einer Arbeitsposition hin- und herbewegen, in der die zweiten Anstoßmittel die laterale Klappe anstoßen, um sie an die Schachtel anzulegen und deren Randbereich in die Schachtel einzuschieben;
    • – wobei das Gegenstück einschließlich einem Block neben und unterhalb der Schachtel angeordnet ist, der Block eine obere Fläche bildet, eine erste Schrägfläche aufweist, die sich von der oberen Fläche nach außen erstreckt und eine zweite Schrägfläche in die Vorwärtsbewegungsrichtung erstreckt, der Block über eine parallel zur Vorwärtsbewegungsrichtung verlaufenden horizontalen Achse gelagert ist, wobei der Block um die Achse gegenüber einer Feder frei schwingt und der Block in einer freien stabilisierten Position mit der oberen Fläche geringfügig über der Bodenwand der Schachtel angeordnet, der Block den Randbereich an der zweiten Schrägfläche aufnimmt und von der oberen Fläche in der Reihenfolge der äußeren Teile über die Bodenwand der Schachtel erhält.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die charakteristischen Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung eines bevorzugten, aber nicht einzig denkbaren Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläuter, in denen:
  • 1 eine schematische Draufsicht, teilweise im Schnitt, einer in einer Verpackungslinie für Schachteln installierten bevorzugten Ausführungsform der vorgeschlagenen Vorrichtung zeigt, wobei einige Teile im Interesse der Klarheit weggelassen wurden;
  • 2 einen schematischen Schnitt entlang II-II der Vorrichtung aus 1 zeigt;
  • 3a und 3b schematische Schnitte entlang III-III der Vorrichtung aus 1 in zwei verschiedenen Arbeitsschritten des vorgeschlagenen Verfahrens zeigen;
  • 4a und 4b schematische Schnitte entlang IV-IV der Vorrichtung aus 1 in zwei verschiedenen Arbeitsschritten des vorgeschlagenen Verfahrens zeigen;
  • 5 einen schematischen Schnitt entlang V-V der Vorrichtung aus 1 zeigt.
  • OPTIMALE FORMEN DER AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
  • Unter Bezugnahme auf die 1 bezeichnet die Bezugsziffer 1 eine quaderförmige Schachtel bekannter Art, die mit einer durch einen 90 Grad-Winkel in Richtung der Schachtel 1 zu faltenden lateralen Klappe 5 versehen ist, um diese zu verschließen. Eine Vielzahl von Schachteln 1 wird schrittweise entlang einer Förderlinie L in einer Vorwärts-Bewegungsrichtung W gefördert.
  • Die Schachteln 1 befinden sich in bekannter Weise um einen vorher festgelegten Schritt P voneinander beabstandet entlang der Linie L und sind mit ihren Längsachsen senkrecht zu der Richtung W ausgerichtet.
  • Aus Vereinfachungsgründen zeigt 1 nur eine Hälfte der Schachteln, da die andere Hälfte spiegelbildlich ausgebildet ist.
  • Darüber hinaus wurde der zum Fördern der Schachteln 1 entlang der Linie L benötigte Aufbau der Vorrichtung, da bekannt und zu der Erfindung gehörend, weggelassen
  • Eine mit 10 bezeichnete Vorrichtung zum Schließen der lateralen Klappe 5 der Schachtel 1 befindet sich neben der Linie L.
  • Aus Gründen der Einfachheit und Klarheit werden in diesem Schritt die anderen inneren Klappen der Schachteln als bereits durch bekannte und nicht gezeigte Vorrichtungen gefaltet angesehen, die in der Vorwärts-Bewegungsrichtung W der Schließvorrichtung 10 vorgeschaltet sind.
  • Genauer betrachtet, erstreckt sich die laterale Klappe 5 von einer oberen Kante 6 einer lateralen Öffnung 7 der Schachtel 1 und ist mit einem faltbaren Randbereich 8 versehen.
  • Der faltbare Randbereich 8 erstreckt sich von derjenigen Seite der Klappe 5, die der Seite gegenüberliegt, entlang der die Klappe 5 mit der oberen Kante 6 verbunden ist, und er ist von der Klappe 5 durch eine Anbindungslinie 9 abgeteilt, die durch eine Materialverdünnungs- oder Knicklinie erhalten wird. Anfangs ist der faltbare Randbereich 8 mit der Klappe 5 ausgerichtet.
  • Die Schließvorrichtung 10 umfallt Faltmittel 14 (siehe auch 2, 3a und 3b) für ein erstes teilweises Falten der Klappe 5.
  • Die ersten Faltmittel 14 beinhalten eine stationäre Führung 14 von bekannter Form, deren zentraler Teil annähernd schraubenlinienförmig ist und deren abstehende Teile in etwa gerade sind.
  • In Übereinstimmung mit der Darstellung in 1 umfaßt die Schließvorrichtung 10 ebenfalls Anschlagmittel 15, die sich unterhalb der stationären Führung 14, vorwärts bezüglich der Richtung W und in einem vorher festgelegten Abstand von der Öffnung 7 befinden.
  • Die Anbindungslinie 9 des Randbereichs 8 der Klappe 5 stößt gegen Anschlagmittel 15 (3a, 3b).
  • Die Anschlagmittel 15 umfassen einen stationären Anschlagstab 51 von vorzugsweise dreieckigem Querschnitt, der bezüglich der Vorwärts-Bewegungsrichtung W längs ausgerichtet ist.
  • Der Stab 51 weist eine scharfe Kante 53 entsprechend der Berührungslinie der vorerwähnten Anbindungslinie 9 sowie eine untere Fläche 54 auf, die im wesentlichen horizontal verläuft und gegenüber der Bodenwand der Schachtel 1 geringfügig angehoben ist.
  • Erste Anstoßmittel 16 befinden sich bezüglich des Anschlagstabes 51 in einer äußeren Position. Die ersten Anstoßmittel 16 umfassen eine erste, im wesentlichen horizontale, geformte Platte 61, deren Frontfläche 63 längs zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung W ausgerichtet ist.
  • Die Frontfläche 63 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite der Klappe 5.
  • Die erste geformte Platte 61 bewegt sich in einer im wesentlichen horizontalen Richtung zwischen einer hinteren, inaktiven Position A (3a) und einer vorderen, aktiven Position B (3b) hin und her in einer ein wenig geringeren Höhe als derjenigen des Anschlagstabes 51, quer zu der Richtung W gemessen, sowie in Schritt-Relation mit der Vorwärtsbewegung der Schachtel in der Richtung W.
  • Insbesondere beeinträchtigt die erste geformte Platte 61, wie in 3a zu erkennen, in ihrer hinteren Position A weder den Stab 51 noch den Randbereich 8.
  • Wenn, wie in 3b zu erkennen, die Platte 61 in ihrer vorderen Position B ist, befindet sich die Frontfläche 63 der Platte 61 jenseits des Anschlagstabes 51, und der Randbereich 8 wird zwischen dem Anschlag 15 und der geformten Platte 61 einwärts in Richtung der Schachtel 1 gefaltet.
  • Die geformte Platte 61 ist außerdem an einer Lagerstruktur 95 befestigt (1), die sich parallel zu der Richtung W erstreckt.
  • Die Lagerstruktur umfasst einen Längsriegel 96, dessen vorderer Bereich die vorerwähnte geformte Platte 61 trägt und der an einer Stange 97a eines an einem stationären Rahmen 98b angebrachten Betätigungsgliedes 97 befestigt ist.
  • Der rückwärtige Bereich des Längsriegels 96 ist mit einem Paar Stabilisierungsstangen 99 versehen, die in entsprechenden Führungsbohrungen 99a des stationären Rahmens 98 gleitend geführt sind.
  • Weiterhin sind Gegenstück-Mittel 17 dem Anschlagstab 51 um einen Schritt P entfernt in der Richtung W nachgeschaltet (siehe 4a und 4b sowie 1).
  • Die Gegenstück-Mittel 17 fangen den zuvor gefalteten Randbereich 8 ab und halten dessen äußere Kante 8a oberhalb der Bodenwand 1a der Schachtel 1.
  • Das Gegenstück 17 enthält einen neben und unterhalb der Schachtel 1 angeordneten und an einer horizontalen, zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung parallelen Achse Z im Bereich seines von der Schachtel abgekehrten Endes gelagerten Block 71.
  • Der Block 71 kann um die vorerwähnte Achse Z gegen die Kraft einer Feder 73 frei schwingen.
  • Wenn der Block 71 sich in einer freien stabilen Position befindet, liegt seine obere Fläche 74 leicht oberhalb der Bodenwand 1a der Schachtel 1.
  • Der Block 71 weist außerdem eine erste geneigte Fläche 75 auf, die sich von der oberen Fläche 74 erstreckt und allmählich nach oben (???) abfällt.
  • Der Block 71 nimmt den auf der oberen Fläche 74 aufliegenden Randbereich 8 auf, um dessen äußere Kante 8a oberhalb der Bodenwand 1a der Schachtel 1 zu halten.
  • Das untere Ende der Feder 73 stützt sich gegen ein festes, nicht gezeigtes Lager ab, während ihr oberes Ende auf die untere Fläche 76 des Blocks 71 einwirkt.
  • In Übereinstimmung mit den 1, 4a und 4b umfasst die Schließvorrichtung 10 außerdem zweite, quer zu dem Block 71 angeordnete und mit diesem fluchtende Anstoßmittel 18, die sich in horizontaler Richtung und in Schritt-Relation mit den ersten Arbeitsmitteln 16 alternativ zwischen einer hinteren inaktiven Position C und einer vorderen Arbeitsposition D hin- und herbewegen.
  • Die zweiten Anstoßmittel umfassen eine zweite, horizontal angeordnete geformte Platte 81, deren Frontfläche 83 parallel zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung W verläuft.
  • Die zweite geformte Platte 81 befindet sich geringfügig oberhalb der Bodenwand 1a der Schachtel 1 und fängt die laterale Klappe 5 nahe der Anbindungslinie 9 zum Randbereich 8 ab, um die Klappe 5 so in eine Position zu bringen, in der sie sich gänzlich an die Schachtel 1 anlehnt.
  • Weiterhin ist die zweite geformte Platte 81 über den Längsriegel 96 mit der Lagerstruktur 95 verbunden, Zunächst wird die Schachtel 1 an den stromaufwärtigen Teil der stationären Falt- bzw. Führungsmittel 14 gebracht, die sich auf einer höheren Ebene als die Klappe 5 befinden.
  • Während der folgenden Bewegung um einen Schritt P fängt der schraubenlinienförmige Teil der Falt- bzw. Führungsmittel 14 die Klappe 5 ab, faltet sie somit teilweise und bringt die Anbindungslinie 9 des Randbereichs 8 in Anlage mit der scharfen Kante 53 des Anschlagstabes 51, wenn die Schachtel 1 wieder anhält.
  • An diesem Punkt wird das Betätigungsglied 97 aktiviert, um die erste geformte Platte 61 aus der rückwärtigen Position A in die vordere Position B zu bewegen (3a, 3b).
  • Während dieser Bewegung erfasst die erste geformte Platte 61 den Randbereich 8 unmittelbar unterhalb des Anschlages 15 und faltet ihn, indem seine äußere Kante 8a auf eine geringfügig höhere Ebene als diejenige der Bodenwand 1a der Schachtel 1 gebracht wird.
  • Die erste geformte Platte 61 verbleibt auch während des ersten Teils der nächsten Vorwärtsbewegung der Schachtel 1 um einen weiteren Schritt P in ihrer vorderen Position A, bis der gefaltete Randbereich 8 erneut von einer zweiten Fläche 77 des Blocks 71 aufgenommen wird.
  • Anschließend wird die erste geformte Platte 61 in ihre rückwärtige Position B zurückgeführt.
  • Wenn die Schachtel 1 erneut angehalten wird, wird das Betätigungsglied 97 erneut aktiviert, um die zweite geformte Platte 81 von der rückwärtigen Position C in die vordere Position D zu bewegen.
  • Während dieser Bewegung (4a, 4b) berührt die zweite geformte Platte 81 zunächst die Klappe 5 im Bereich der Anbindungslinie 9 und stößt sie in Richtung der Schachtel 1.
  • Sodann berührt die zweite geformte Platte 81 den Block 71 im Bereich seiner ersten geneigten Fläche und veranlaßt ihn, gegen die Kraft der Feder 73 abwärts zu schwingen.
  • Die Positionierung der zweiten geformten Platte 81 und des Blocks 71 ist derart, dass der Randbereich perfekt in die laterale Öffnung 7 eingeführt wird, unmittelbar oberhalb der Bodenwand 1a der Schachtel 1.
  • Zu diesem Zeitpunkt wird die Schachtel 1 um einen weiteren Schritt vorwärts bewegt, während die zweite Platte 81 in ihre rückwärtige Position C zurückgebracht wird.
  • Beim folgenden Stop der Schachtel 1 wird wiederum das Betätigungsglied 97 aktiviert, und die dritten Anstoßmittel 19 bewegen sich aus der rückwärtigen Position E in die vordere Position F (5).
  • In letzterer Position erfassen die Rollen 91 und 92 die Klappe 5, um sie an die gesamte laterale Öffnung 7 anzulegen und damit die Schachtel 1 durch Einführen des Randbereichs 8 in die Schachtel 1 zu verschließen.
  • Es versteht sich, dass für die Zwecke der vorliegenden Erfindung die ersten Anstoßmittel 16, die zweiten Anstoßmittel 18 und die dritten Anstoßmittel 19 auch unabhängig voneinander und in verschiedenen Schritten betätigt werden können, jedoch in korrelierter Form.
  • Die dritten Anstoßmittel 19 könnten auch fest angeordnet sein. In diesem Fall würden die Rollen 91, 92 die laterale Klappe 5 für einen längeren Zeitraum erfassen.
  • Die durch die vorliegende Erfindung gewonnenen Vorteile liegen hauptsächlich in der Anpassungsfähigkeit der vorbeschriebenen Schließvorrichtung 10 an verschiedene Größen der Schachtel 1.
  • Eigentlich enthält die Vorrichtung 10 keinerlei Teile für eine bestimmte Größe, so dass sie zum Verschließen einer enormen Vielzahl von Schachtelgrößen mit verschiedenen Dimensionen der lateralen Klappe verwendet werden kann.
  • Ein weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, dass die bewegten Teile der Vorrichtung 10 elementare Bewegungen und alle diese in derselben Richtung ausführen, und zwar quer zur Vorwärtsbewegung der Schachteln.
  • Dies erlaubt eine erhebliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit der Verpackungslinie, womit die Nachteile bekannter Vorrichtungen überwunden werden.
  • Ein weiterer Vorteil resultiert aus der extremen Einfachheit und Zuverlässigkeit der Schließvorrichtung, die wenige und einfache Arbeitsvorgänge zur Kalibrierung und Wartung erfordert.

Claims (11)

  1. Vorrichtung zum Schließen einer Schachtel (1) mit offenen Enden durch Falten einer lateralen Schließklappe (5), die sich von einer oberen Kante (6) einer lateralen Öffnung (7) eines offenen Endes dieser Schachtel (1) erstreckt und mit einem faltbaren, mit der lateralen Klappe (5) durch eine Anbindungslinie (9) verbundenen faltbaren Randbereich (8) versehen ist, wobei die Schachtel (1) entlang einer Verpackungslinie (L) in einer Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) bewegt wird, während sie auf einer Bodenwand (1a) aufliegt und die Vorrichtung einschließt: – Faltmittel (14) zum Falten der lateralen Klappe (5), bis die Anbindungslinie (9) des faltbaren Randbereichs (8) in Anlage gegenüber Anschlagmitteln (15) gerät, die unterhalb der Faltmittel (14) angeordnet sind; – erste, sich quer zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) zwischen einer inaktiven Position (A) und einer Arbeitsposition (B) hin- und herbewegende Anstoßmittel (16), die in der Arbeitsposition (B) zusammen mit den Anschlagmitteln (15) den faltbaren Randbereich (8) erfassen, um diesen in Richtung der Schachtel (1) zu falten; – ein den Anschlagmitteln (15) und den ersten Anstoßmitteln (16) bezüglich der Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) nachgeschaltetes Gegenstück (17), das den Randbereich (8) berührt und ihn elastisch in einer bezüglich der Bodenwand (1a) der Schachtel (1) gehobenen Position halten; – zweite, quer zu dem Gegenstück (17) angeordnete und mit diesem fluchtende Anstoßmittel (18), die sich senkrecht zur Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) und in Schritt-Relation mit den ersten Anstoßmitteln (16) zwischen einer inaktiven Position (C) und einer Arbeitsposition (D) hin- und herbewegen, in der die zweiten Anstoßmittel (18) die laterale Schließklappe (5) anstoßen, um sie an die Schachtel (1) anzulegen und deren Randbereich in die Schachtel (1) einzuführen, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gegenstück (17) einschließlich einem Block (71) neben und unterhalb der Schachtel (1) angeordnet ist, der Block eine obere Fläche (74) bildet, eine erste Schrägfläche (75) aufweist, die sich von der oberen Fläche (74) nach außen erstreckt und eine zweite Schrägfläche (77) in die Vorwärtsbewegungsrichtung erstreckt, der Block über eine parallel zur Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) verlaufenden horizontalen Achse (Z) gelagert ist, wobei der Block (71) um die Achse (Z) gegenüber einer Feder frei schwingt und der Block (71) in einer freien stabilisierten Position mit der oberen Fläche (74) geringfügig über der Bodenwand (1a) der Schachtel (1) angeordnet, der Block (71) den Randbereich (8) an der zweiten Schrägfläche (77) aufnimmt und von der oberen Fläche in der Reihenfolge der äußeren Teile (8a) über die Bodenwand (1a) der Schachtel (1) erhält.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die auf eine untere Fläche (76) des Blocks (71) einwirkende Feder (73) die obere Fläche (74) des Blocks (71) in einer bezüglich der Bodenwand (1a) der Schachtel (1) erhöhten Position hält.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Anschlagmittel (15) einschließlich einem Anschlagelement (51) als dreieckiger Abschnitt längs zur Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) ausgerichtet sowie das Anschlagelement (51) in Übereinstimmung mit der Linie des Anschlagens an der Verbindungslinie (9) des Randbereichs (8) eine scharfe Kante (53) aufweist sowie eine im wesentlichen eine horizontale und gegenüber der Bodenwand (1a) der Schachtel (1) erhöhte untere Fläche (54) aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die ersten Anstoßmittel (16) eine im wesentlichen horizontale, geformte Platte (61) mit einer parallel zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) ausgerichteten Frontfläche (63) umfassen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die zweiten Anstoßmittel (18) eine zweite, im wesentlichen horizontale, geformte Platte (81) mit einer zu der Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) parallelen Frontfläche (83) enthalten.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die ersten Anstoßmittel (16) und die zweiten Anstoßmittel (18) miteinander eine Einheit bilden und an einer Lagerstruktur (95) befestigt sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin die Lagerstruktur (95) einen Längsriegel (96) umfasst, dessen vorderer Bereich die ersten Anstoßmittel (16) und die zweiten Anstoßmittel (18) trägt und dessen rückwärtiger Bereich ein Paar Stabilisierungsstangen (99) aufweist, die in entsprechenden Führungsbohrungen (99a) eines stationären Rahmens (98) gleitend geführt sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, die weiterhin dritte, den zweiten Anstoßmitteln (18) nachgeschaltete Anstoßmittel (19) enthält, mit dem Ziel, die laterale Schließklappe (5) weiter in Richtung der Schachtel (1) zu stoßen, um das Verschließen der Schachtel (1) zu beenden.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, worin die dritten Anstoßmittel (19) ein Paar auf einem Support (93) montierter und um entsprechende Achsen quer zur Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) drehbarer Rollen (91, 92) umfaßt, wobei sich der Support (93) in im wesentlichen horizontaler und zur Vorwärts-Bewegungsrichtung (W) senkrechter Richtung abwechselnd zwischen einer rückwärtigen inaktiven Position (E) und einer vorderen Arbeitsposition (F) bewegt, in der die Rollen (91, 92) die laterale Schließklappe erfassen.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, worin die ersten Anstoßmittel (16), die zweiten Anstoßmittel (18) und die dritten Anstoßmittel (19) miteinander eine Einheit bilden und an einer Lagerstruktur (95) befestigt sind.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, worin die Lagerstruktur (95) einen Längsriegel (96) umfasst, dessen vorderer Bereich die ersten Anstoßmittel (16), die zweiten Anstoßmittel (18) und die dritten Anstoßmittel (19) trägt und dessen rückwärtiger Bereich ein Paar Stabilisierungsstangen (99) aufweist, die in entsprechenden Führungsbohrungen (99a) des stationären Rahmens (98) gleitend geführt sind, und wobei an dem Längsriegel (96) eine Stange (97a) eines an dem stationären Rahmen (98) angebrachten Betätigungsgliedes (97) befestigt ist.
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