DE592886C - Thermoelement - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
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- G01K7/00—Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements
- G01K7/02—Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements using thermoelectric elements, e.g. thermocouples
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- Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)
Description
Thermoelemente für pyrometrische Zwecke unter Verwendung von Kohle als Elektrodenmaterial
sind bereits vorgeschlagen worden; 'bei ihnen^ werden jedoch die Kohlenstoffe
" entweder in Form von Stäben nach Art der Bogenlichtkohlen angewendet, oder die Kohlenstoffe
werden in Pulverform in U-förmig gebogene Röhren aus feuerfestem Material eingepreßt. Man erhält so aber keine für hohe
Temperaturen brauchbaren Thermoelemente; denn wenn man die Kohlenstoffe, z. B. Graphit
und Kohle, mit dem als Bindemittel notwendigen Teerpech in Form von Stäben nach Art der
Bogenlichtkohlen in Ringöfen bei den dabei üblichen Temperaturen von höchstens 1200
bis 14000C brennt, sind die so erhaltenen
■Stäbe höchstens bis zu Temperaturen von 1200 bis 1400 ° stabil. Verwendet man die
aus solchen Stäben hergestellten Thermoelemente bei höheren Temperaturen, deren Bereich durch die Kohlepyrometer gerade mit
erschlossen werden soll, so ändert sich der physikalische Zustand beider Kohlenstoffstäbe
so erheblich, daß man auch nur einigermaßen
richtige Meßergebnisse nicht erhält. Überdies ist auch bei Benutzung eines solchen Thermoelementes
zur Messung niedriger Temperaturen die Thermokraft viel zu niedrig, als daß sich
mit den normalen Betriebsanzeigeinstrumenten brauchbare Meßergebnisse erzielen ließen.
Wenn man nach dem zweiten bekannten Herstellungsverfahren die Kohlenstoffe in Pulverform
in U-förmig gebogene Röhren aus feuerfestem Material einpreßt, erhält man ebenfalls keine brauchbaren Thermoelemente.
Insbesondere sind diese Thermoelemente ebenfalls für hohe Temperaturen nicht verwendbar,
da ihre Haltbarkeit von der Beständigkeit des feuerfesten Materials abhängig ist, aus dem die
Röhren bestehen. Bei hohen Temperaturen vereinigt sich der Kohlenstoff mit der Rohrwand
unter Carbidbildung, was die Zerstörung des Rohres zur Folge hat.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung vermieden. Die Erfindung besteht darin, daß
die beiden die Thermokraft erzeugenden Glieder, die in bekannter Weise aus verschiedenen
Kohlenstoffen bzw. deren Mischung bestehen, graphitierte beispielsweise elektrographitiert
sind. Infolge der Graphitierung ist das Thermoelement nicht nur für sehr hohe Temperaturen,
z.B. auch solche über 30000C, brauchbar, sondern es hat auch eine besonders hohe
Thermokraft. So weisen z. B. Thermoelemente gemäß der Erfindung bei 10000 C eine elektromotorische
Kraft von mehr als 13 mV auf, während das bekannte Platin-Platinrhodium-Thermoelement
bei derselben Temperatur nur etwa 9,4 mV ergibt. Gegenüber den bekannten Thermoelementen haben sie ferner den Vorzug
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Paul Conraih in Berlin-Weißensee.'
einer hohen chemischen und mechanischen
Widerstandsfähigkeit, einer großen Leistungsfähigkeit und der billigen Herstellung.
Besonders günstige Ergebnisse erhält man, wenn das eine Glied des Thermoelementes durch
Graphitierung aus schwer graphitierbarem Kohlenstoff, z. B. Ruß, Holzkohle, und das andere
Glied aus leicht graphitierbarem Kohlenstoff, z. B. Petrolkoks, hergestellt wird. Bei der
ίο Graphitierung geht dann das erste Glied trotz
der hohen Graphitierungstemperatur nicht in weichen Graphit über, während das zweite,
aus leicht graphitierbarem Kohlenstoff hergestellte Glied in weichen Graphit mit hoher
Leitfähigkeit umgewandelt wird.
Als Bindemittel setzt man dem für das erste
Glied bestimmten Kohlenstoff Stoffe zu, die schwer graphitierbar sind, und dem Kohlenstoff
des zweiten leicht graphitierbaren Gliedes
ao solche Stoffe, die leicht graphitierbar sind.
Bei der Herstellung wird so vorgegangen, daß das Ausgangsmaterial beispielsweise in
feinster Verteilung mit dem Bindemittel gemischt wird. Die Mischung wird alsdann
geformt und im Ofen gebrannt. Die so erhaltenen Körper werden darauf z. B. nach dem
bekannten Verfahren der Elektrographitierung in den graphitischen Zustand überführt.
Die besondere Beschaffenheit der gräphitierten Glieder des Thermoelementes erfordert
eine besondere Verbindungsart an der Stelle, an der sie der hohen Temperatur ausgesetzt
werden. Ein sehr wirksamer Kontakt ergibt sich z. B., wenn man die fertig graphitierten
Glieder in bei Thermoelementen bekannter Weise miteinander verschraubt, oder wenn
man sie konisch gestaltet und miteinander verkeilt. Man kann sie aber auch mit Hilfe
eines geeigneten Kittes verbinden, z. B. mit Hilfe eines verkokbaren Kittes, der dann durch
einen Brennprozeß in leitende Kohle verwandelt wird.
Als Form für die graphitierten Glieder des
Thermoelementes ist die in der Zeichnung dargestellte, für Thermoelemente bekannte Form
besonders geeignet. Das eine Glied α ist als
Rohr ausgebildet und das zweite Glied b als Stab. Der Stab ist in bekannter Weise von der
inneren Rohrwandung isoliert angebracht. Bei c sind die Glieder miteinander verschraubt, d ist
eine Isolierung, die aus einer geeigneten keramischen Masse, z. B. aus Porzellan, Siliciumdioxyd
oder Zirkonoxyd, bestehen kann. Sie wird, was besonders wesentlich ist, nur so weit
an c herangeführt, daß sie nicht in ein Gebiet hineinragt, in dem sie durch die hohen Temperaturen
gefährdet wird. Für die Zone höchster Temperatur ist es zweckmäßig, keine besonderen
Zwischenmaterialien zwischen Rohr und Stab anzubringen, sondern in bekannter Weise einen
Gasraum e freizulassen, f und g sind Metallüberzüge
der Kohlen, die der Stromabnahme dienen.
Zum Schutz gegen störende Einflüsse kann das ganze Thermoelement in üblicher Weise
mit einer äußeren Schutzhülle versehen werden, z. B. mit einem bekannten Schutzrohr, insbesondere
aus Kohle, oder mit einer auf seiner Oberfläche aufgetragenen Schutzschicht. Das
Schutzrohr schützt das Thermoelement auch gegen störende elektrische Außenströme, wie
sie z. B. in elektrischen öfen auftreten können. Das Thermoelement gemäß der Erfindung
bietet auch bei niederen Temperaturen vielfach Vorteile wegen seiner Einfachheit und der
Indifferenz der Stoffe, aus denen es besteht.
Claims (2)
1. Thermoelement für hohe Temperaturen, dessen beide die Thermokraft hervorrufenden
Glieder aus verschiedenen Kohlenstoffarten bzw. deren Mischungen bestehen, dadurch
gekennzeichnet, daß beide die Thermokraft erzeugenden Glieder graphitiert sind.
2. Thermoelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß' das eine Glied
aus schwer graphitierbarem, graphitiertem Kohlenstoff und das andere Glied aus leicht
graphitierbarem, graphitiertem Kohlenstoff besteht. g0
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98305D DE592886C (de) | 1931-04-25 | 1931-04-25 | Thermoelement |
| CH163107D CH163107A (de) | 1931-04-25 | 1932-04-22 | Thermoelement. |
| FR735926D FR735926A (fr) | 1931-04-25 | 1932-04-25 | Procédé de fabrication d'éléments thermo-électriques |
| GB11999/32A GB393403A (en) | 1931-04-25 | 1932-04-26 | Methods for the production of thermo-couples |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98305D DE592886C (de) | 1931-04-25 | 1931-04-25 | Thermoelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE592886C true DE592886C (de) | 1934-02-16 |
Family
ID=7521380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES98305D Expired DE592886C (de) | 1931-04-25 | 1931-04-25 | Thermoelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE592886C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234819B (de) * | 1960-11-17 | 1967-02-23 | Atomic Energy Commission | Thermoelement fuer die Messung von Temperaturen bis zu 2400íÒC |
| DE102014105100A1 (de) * | 2014-04-10 | 2015-10-15 | Otto Egelhof Gmbh & Co. Kg | Ventil, insbesondere Regel- oder Abschaltventil, für flüssige oder gasförmige Medien |
| DE102020203166B4 (de) | 2020-03-12 | 2024-07-25 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung eingetragener Verein | Sensoraufbau zur Bestimmung hoher Temperaturen |
-
1931
- 1931-04-25 DE DES98305D patent/DE592886C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234819B (de) * | 1960-11-17 | 1967-02-23 | Atomic Energy Commission | Thermoelement fuer die Messung von Temperaturen bis zu 2400íÒC |
| DE102014105100A1 (de) * | 2014-04-10 | 2015-10-15 | Otto Egelhof Gmbh & Co. Kg | Ventil, insbesondere Regel- oder Abschaltventil, für flüssige oder gasförmige Medien |
| DE102014105100B4 (de) * | 2014-04-10 | 2017-11-30 | Otto Egelhof Gmbh & Co. Kg | Ventil, insbesondere Regel- oder Abschaltventil, für flüssige oder gasförmige Medien |
| US10174859B2 (en) | 2014-04-10 | 2019-01-08 | Otto Egelhof Gmbh & Co. Kg | Valve, in particular a regulating or shut-off valve, for liquid or gaseous media |
| DE102020203166B4 (de) | 2020-03-12 | 2024-07-25 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung eingetragener Verein | Sensoraufbau zur Bestimmung hoher Temperaturen |
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