DE567630C - Verfahren zur Erhoehung und Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten aus Destillationsgasen durch Einleitung von Wasserdampf in die Verkokungs-kammern normaler Koksoefen - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung und Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten aus Destillationsgasen durch Einleitung von Wasserdampf in die Verkokungs-kammern normaler Koksoefen

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/18Modifying the properties of the distillation gases in the oven

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung und Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten aus Destillationsgasen durch Einleitung von Wasserdampf in die Verkokungskammern normaler Koksöfen Bei der trockenen Destillation von Brennstoffen, insbesondere Kohle, zur Erzeugung von Koks oder Halbkoks entweichen bekanntlich bei Temperaturen bis zu etwa 60o ° C wertvolle Schwelgase, während bei höheren Temperaturen bis zu etwa looo ° C Gase entweichen, welche infolge teilweiser Zersetzung an den heißen Ofenwandungen weniger wertvoll sind. Zur getrennten Absaugungderwertvollen Schwelgase, welche hauptsächlich zur Gewinnung der Nebenprodukte verarbeitet werden, von den weniger wertvollen Verkokungsgasen, welche nach Befreiung von ihren Nebenprodukten hauptsächlich zu Heizzwecken dienen, hat man im Brennstoffbesatz der Verkokungskammern Gasabzugskanäle angebracht, die auch mit Koks- oder Halbkoksstückchen gefüllt sein können, um das Einstürzen bzw. Verstopfen derselben zu vermeiden. Diese Gasabzugskanäle, - welche gleichzeitig auch verhindern, daß sich im Besatz Gasspannungen bilden, welche zu explosionsartigen Zerreißungen führen, die das gute Sintern und Zusammenbacken der glühenden Koksteilchen erheblich stören oder hindern, sind so angebracht, daß die wertvollen Schwelgase auf ihrem Wege aus dem Besatz mit den heißen Ofenwandungen, an welchen sie sich zersetzen könnten, nicht in Berührung kommen.
  • Man hat weiterhin bereits erkannt, daß eine Erhöhung der Ausbeute an wertvollen Nebenprodukten durch Hydrierung der Schwelgase erfolgen und daß die Benzolausbeute bzw. die Ausbeute an Urteer durch eine Hitzebehandlung, bei welcher die Schwelgase bis auf 120o bis 1q.00° C erhitzt werden, je nach der angewendeten Temperaturhöhe willkürlich beeinflußt werden kann. Zu Hydrierungszwecken wurde hierbei der erforderliche Wasserdampf dem Besatzmaterial nach weitgehender Entgasung unmittelbar zugeführt, wobei die Aufspaltung in Wasserstoff und Sauerstoff erfolgte. Da der entstehende Sauerstoff sich mit dem Kohlenstoff der Umgebung zu Kohlenoxyd verband, welches sich den abziehenden Destillationsgasen beimengte, vergrößerte sich der Aschegehalt des Fertiggutes, so daß der Wert desselben stark herabgemindert und dasselbe für manche industrielle Zwecke, beispielsweise die Carbiderzeugung, unbrauchbar wurde. Auch die Hitzebehandlung der Destillationsgase, die in der Ofenkammer unmittelbar erfolgte, beeinflußte die Koksgewinnung ungünstig, da auch hierdurch das Fertiggut rissig und kleinstückig wurde.
  • Gegenstand der Erfindung ist es, zu zeigen, wie unter Beibehaltung aller auf der Hydrierung und Hitzebehandlung der Destillationsgase beruhenden Vorteile bezüglich der Steigerung der Oualität der aus diesen gewonnenen Nebenprodukte die bisherigen Nachteile bezüglich der Erzeugung von für industrielle Zwecke qualitativ wertvollem, festem und stückigem Halb- oder Ganzkoks beseitigt werden können. Das neue Verfahren hat zudem noch den Vorteil, daß es bei allen normal gebauten Koksöfen Verwendung finden kann. Die Hydrierung erfolgt hierbei in bekannter Weise durch Zuführung von Wasserdampf; jedoch wird dieser nicht, wie bisher üblich, der zu verkokenden Kohle unmittelbar zugeführt, sondern mittelbar derart, daß ein schädigender Einfluß des Wasserdampfes auf die Koksbildung ausgeschlossen ist. Zur Erreichung dieses Zieles werden im Brennstoffbesatz an geeigneten Stellen auf beliebige Weise bekannte, der Zuführung des Wasserdampfes dienende Hohlkanäle gebildet, welche mit einer Füllung von Koks oder Halbkoks geringer Körnung versehen sind. Im Unterschiede zu einem bekannten Verfahren erfolgt jedoch die Dampfzufuhr in diese Kanäle nicht erst dann, wenn die Verkokung des gesamten Besatzes der Ofenkammer bereits beendet ist, sondern bereits dann, wenn die Umgebung dieser Kanäle fertig verkokt ist und sich die Koksfüllung derselben in so stark erhitztem, glühendem Zustande befindet, daß der Wasserdampf aufgespalten wird. Die Verkokung des übrigen Besatzes ist dann noch in vollem Gange. Auf diese Weise wird erreicht, däß der Wasserdampf nur noch mit der Koksfüllung der Dampfzuführungskanäle reagiert und nur den Aschegehalt dieses Füllmaterials anreichert. Die Separierung dieses infolge des erhöhten Aschegehaltes minderwertigen Füllmaterials kann bei der Entleerung der Ofenkammer leicht erfolgen, da die geringe Körnung desselben das Absieben erleichtert. Der in den glühenden Füllkoks der Kanäle eingeleitete Wasserdampf zersetzt sich hier in bekannter Weise, wobei der in statu nascendi noch atomare und daher ganz besonders reaktionsfähige Wasserstoff hydrierend auf die in den entweichenden Schwelgasen enthaltenen Kohlenwasserstoffe und den Stickstoff einwirkt.
  • Die Anordnung der zur Zuführung des Wasserdampfes dienenden, mit Koks- oder Halbkoksstückchen gefüllten Kanäle ist grundsätzlich beliebig, jedoch sind die betreffenden Stellen des Besatzes so zu wählen, daß sie von den von den Heizquellen aus fortschreitenden Verkokungszonen möglichst frühzeitig erreicht und überschritten werden. Besonders geeignet für dieAnbringung dieserKanäle ist daher dieNähe der geheizten Längsseiten der Ofenkammern, da die Verkokung hier beginnt und somit die in unmittelbarer Nähe derselben angeordneten Dampfzuführungskanäle raschestens erreicht. Zur Abführung der hydrierten Schwelgase werden zweckmäßig gesonderte Gasabzugskanäle ähnlicher Art wie die Dampfzuführungskanäle im Inneren, also der Mitte des Ofenbesatzes in bekannter Weise angeordnet, wobei diese und die durch die Zersetzung des Wasserdampfes gebildeten Gase sich mischen können und im Gegensatz zu den bekannten Verfahren in gleicher Richtung durch den Ofenbesatz strömen, in welcher die Verkokungszonen denselben durchwandern. Beim Durchgang durch die noch nicht entgasten Schichten des Besatzes wird das Gasgemisch gefiltert, wobei die in demselben enthaltenen bituminösen Bestandteile auf den kälteren Kohleschichten niedergeschlagen werden. Hierdurch wird ein besserer Koks erzielt und außerdem die Gewinnung an Nebenprodukten aus den Destillationsgasen günstig beeinflußt.
  • Die zur Zuführung des Wasserdampfes dienenden, mit Koks- oder Halbkoksstückchen gefüllten Hohlkanäle können in gleicher Weise wie bei Füllöfen auch im Brennstoffbesatz solcher Ofen angebracht werden, deren Verkokungskammern mit verdichteten Kohlenkuchen beschickt werden. Bei derartigen Ofen kann der Wasserdampf statt in besonders angeordneten Dampfzuführungskanälen auch in den zwischen der Kammerwandung und dem Stampfkuchen bestehenden schmalen Hohlraum erfolgen, welcher zu diesem.Zwecke in ähnlicher Weise wie die Kanäle mit Koks-oder Halbkoksstückchen geringer Körnung gefüllt wird.
  • An Stelle von überhitztem Wasserdampf kann auch gesättigter Wasserdampf oder aber auch Wasser, letzteres in nebelartig feiner Verteilung, eingeblasen oder eingespritzt werden.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, die Kanäle zur Einführung des Wasserdampfes mit denjenigen zur Absaugung der Destillationsgase zu kombinieren. Die in diesem Falle in der Mitte des Besatzes angeordneten, mit Koks-oder Halbkoksstückchen gefüllten Kanäle erhalten dann zweckmäßig eine bekannte elektrische Widerstandsheizung, durch welche die Kokssäule zunächst auf die Mindesttemperatur gebracht wird, bei welcher eine Aufspaltung des dann zugeführten Wasserdampfes erfolgt, da die Temperatur in der Mitte der Ofenkammer infolge der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Kohle erst gegen das Ende der Verkokung auf diese Temperaturhöhe steigt. Zwischen der Kokssäule und dem Ofenbesatz kann in diesem Falle ein ringförmiger Hohlraum angeordnet sein, durch welchen der Abzug der Destillationsgase erfolgt. Dieser Gasabzugsraum kann aber auch in Fortfall kommen, so daß dann der Ofenbesatz in unmittelbarer Berührung mit der Kokssäule steht. Der Gasabzug .erfolgt in diesem Falle durch die Kokssäule hindurch.
  • Zum Zwecke der besseren Hydrierung der in den Destillationsgasen enthaltenen Kohlenwasserstoffe und des Stickstoffs durch den atomaren Wasserstoff können diese Gase sowie die noch nicht in Reaktion getretenen Aufspaltungsprodukte des Wasserdampfes in einer der Verkokungskammer angeschlossenen, an sich bekannten Nachschaltkammer auf eine höhere Temperatur erhitzt werden, als sie im Ofenraum herrscht. Diese Nachschaltkammer wird zweckmäßig durch entsprechend hoch temperierte Heizgase geheizt, welche dann nach Abgabe eines Teiles ihrer Wärme zur Heizung der Ofenkammern verwendet werden.
  • Es ist bereits eine Einrichtung bekannt geworden, bei welcher einer stehenden, kontinuierlich betriebenen Retorte für Halbkokserzeugung im Abtragsschacht unmittelbar Wassergas zugeführt wird, welches in gesonderten Generatoren erzeugt wird. Das Wassergas steigt durch den Besatz nach oben und vermischt sich hier mit den unter Schweltemperatur, also 6oo bis 65o' C entstehenden Schwelgasen. Das auf diese Weise gebildete Gasgemisch wird dann einer etwa auf 7oo bis 8oo ° C erwärmten Verkrackungskammer zugeleitet, in welcher die Veredelung der Schwelgase erfolgt. Demgegenüber werden bei der Erfindung nicht nur die entstehenden Schwelgase, sondern auch die im normalen Verkokungsbetrieb, also bei Temperaturen von etwa 8oo bis iioo ° C entstehenden, teilweise verkrackten Destillationsgase unter Wasserdampfzuführung in einer solchen Nachschaltkammer, die aber mit Koks- oder Halbkoksstückchen gefüllt ist, auf eine höhere als diese normale Temperatur, nämlich auf etwa i2oo bis 140o° C erhitzt, wobei der aus der Zersetzung des Wasserdampfes entstehende, noch atomare Wasserstoff in besonders günstiger Weise auf die vorhandenen Kohlenwasserstoffe hydrierend einwirkt. Hierbei ist eine Verwendung gesonderter Generatoren überflüssig.
  • Auf beiliegender Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele für die Anordnung der verschiedenen zur Zuführung des Wasserdampfes und zur Abführung der Destillationsgase dienenden, mit Koks- oder Halbkoksstückchen gefüllten Kanäle im Ofenbesatz einer Verkokungskammer von normalen Koksöfen veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen horizontalen Querschnitt durch die Ofenkammer eines Koksfüllofens mit durch in der Kammerdecke angebrachte Öffnungen eingefülltem, verdichtetem oder unverdichtetem Brennstoffbesatz, und zwar mit einer glatten und einer mit Nischen versehenen Seitenwand, Abb. 2 und 3 je einen ähnlichen Querschnitt wie Abb. i, aber durch die Ofenkammer eines mit einem Stampfkuchen verschiedener Gestaltung beschickten Koksofens, Abb. q. einen horizontalen Querschnitt durch eine Wandnische der Abb. i mit eingesetztem "Zuführungskanal für den Wasserdampf in vergrößertem Maßstabe, Abb.5 einen horizontalen Teilquerschnitt durch einen im Besatz angeordneten Zuführungskanal für den Wasserdampf in vergrößertem Maßstabe.
  • In allen Abbildungen sind die Seitenwände der Verkokungskammern des Koksofens mit a, die Stirnwände mit b, der Brennstoffbesatz mit c bezeichnet.
  • Die in Abb. i dargestellte Verkokungskammer eines Füllofens zeigt in der unteren Hälfte an den Längsseiten in der Nähe der Kammerwandungen in geeigneten Abständen angeordnete Kanäle d, welche der Zuführung des Wasserdampfes dienen sollen und als Hohlkanäle ausgebildet sind, welche in bekannter Weise mit einer Füllung von Koks oder Halbkoks geringer Körnung versehen werden. Die Herstellung dieser Kanäle kann beispielsweise derart erfolgen, daß Senkdorne in den verdichteten Kammerbesatz eingepreßt und dann wieder herausgezogen werden, worauf der erzeugte Hohlraum mit dem erwähnten Material ausgefüllt wird. In diese Kanäle wird der Wasserdampf entweder unmittelbar oder aber durch besondere, siebartig mit Löchern versehene Rohre feingeführt. Die Ausbildung eines solchen Kanals d samt Zuführung f für denWasserdampf zeigt in vergrößertem Maßstabe Abb. 5.
  • Anstatt den Wasserdampf durch Kanäle d einzuführen, welche zwar in der Nähe der Kammerwandungen, aber im Brennstoffbesatz selbst angeordnet sind, können auch an den Längsseiten der Ofenkammer Nischen g angeordnet sein, welche in ähnlicher Weise wie die Kanäle d mit einer Füllung e von Koks oder Kohle geringer Körnung und zwecks Zuführung des Wasserdampfes mit je einem Zuführungsrohr f versehen sind. Da es umständlich istnach dem Einfüllen der Kohle die Zuführungs, kanäle für den Wasserdampf d anzubringen, ist es bei Anwendung der Nischen g möglich, in die letzteren rohrartige, der trapezförmigen Gestalt der Nischen angepaßte und nach dem Ofeninneren zu siebartig durchlochte feste Kanäle h einzuführen, welche, wie Abb. q. zeigt, in ihrem Inneren wiederum das Dampfzuführungsrohr f und die Koks- bzw. Kohlefüllung e enthalten. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß diese Kokskanäle nicht bei jeder Kammerbeschickung erneuert zu werden brauchen. Ganz besonders vorteilhaft ist diese Anordnung jedoch bei Koksöfen mit Stampfkuchenbeschickung, da das * Einbringen des Stampfkuchens in die Ofenkammer hierdurch nicht behindert wird.
  • Die im Inneren des Besatzes angebrachten Kanäle i. dienen zur Absaugung der Destillationsgase und werden in ähnlicher Weise her-. gestellt wie die Kanäle d, nur fehlt bei ihnen das Dampfzuführungsrohr f.
  • Die in Abb. 2 dargestellte Verkokungskammer mit glatten Seitenwänden ist mit einem Stampfkuchen c beschickt, -welcher seitliche Aussparungen k besitzt. Die mit Wasserdampfzuführung versehenen Kanäle d werden hier zweckmäßig in diesen Aussparungen untergebracht. Der gesamte Zwischenraum zwischen dem Stampfkuchen und den, Kammerwänden wird hierauf zweckmäßig mit Koks- oder Halbkoksstückchen geringer Körnung aufgefüllt, so daß der Wasserdampf hier einen besonders großen Wirkungsbereich vorfindet. Im Inneren des Besatzes befinden sich ebenfalls Gasabzugskanäle i, welche grundsätzlich keine Dampfzuführung besitzen.
  • Abb.3 zeigt eine ganz besonders schmale Ofenkammer, welche mit einem Stampfkuchen gewöhnlicher Art beschickt ist. Im Gegensatz zu den in Abb. i und 2 dargestellten Ofenkammern sind hier nur in der Mitte des Stampfkuchens angeordneteKanäleynvorhanden,welche gleichzeitig zur Zuführung des Wasserdampfes und zur Abführung der Destillationsgase dienen. Da infolge der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Kohle in der Mitte der Ofenkammer die Temperatur erst gegen das Ende der Verkokung ,vesentlich steigt, muß vor der Zuführung des Wasserdampfes die Kokssäule erst auf diejenige Mindesttemperatur gebracht werden, bei welcher der eingeleitete Wasserdampf mit der Kokssäule unter Bildung von atomarem Wasserstoff und Kohlenoxyd reagiert. Dies geschieht durch den Einbau einer elektrischenWiderstandsheizung bekannter Art (in der Zeichnung nicht dargestellt), welche in die Kokssäule eingebettet ist.
  • Es ist natürlich auch möglich, derartige Widerstandsheizungen mit oder ohne Wasserdampfzuführung nach Art der Kanäle in in den Gasabzugskanälen i gemäß Abb. i und 2 zu verwenden. Dies ist dann von besonderem Vorteil, wenn die in diesen Kanälen aufsteigenden Destillationsgase der vorerwähnten Hitzebehandlung zwecks Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten unterworfen werden sollen. Es ist auf diese Weise leicht möglich, diese Destillationsgase bis zu den erforderlichen, oberhalb ihrer Normaltemperatur von etwa iooo° C liegenden Temperaturen aufzuheizen.
  • Bei Ofenkammern mit Stampfkuchenbeschickung nach Abb.3 kann natürlich die Wasserdampfzuführung auch in dem den Kohlenkuchen umgebenden freien Raum stattfinden, der zu diesem Zwecke mit Koks- oder Halbkoksstückchen geringer Körnung ausgefüllt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erhöhung und Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten aus Destillationsgasen durch Einleitung von Wasserdampf in die Verkokungskammern normaler Koksöfen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Absaugung der Destillationsgase durch senkrechte, in der Mitte der Beschikkung angeordnete Kanäle die Wasserdampfzufuhr in senkrechte, entweder im Brennstoffbesatz oder im Mauerwerk der Kammerlängswände angeordnete, mit Koks oder Halbkoks geringer Körnung gefüllte Kanäle (d) erst dann beginnt, wenn sich das Füllmaterial dieser Wasserdampfzuführungskanäle in so stark erhitztem, glühendem Zustande befindet, daß der Wasserdampf aufgespalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch der Destillationsgase und der noch nicht in Reaktion getretenen Aufspaltungsprodukte desWasserdampfes nach dem Austritt aus der Verkokungskammer zum Zwecke der Hydrierung in einer an sich bekannten, dem Koksofen angegliederten, gleichfalls mit glühendem Koks oder Halbkoks gefüllten Nachschaltkammer -auf höhere als Normaltemperatur erhitzt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die lediglich zur Zuführung des Wasserdampfes dienenden, mit Füllmaterial versehenen Kanäle (d) an den zuerst durch die normale indirekte Heizung erwärmten, den Seitenwandungen (a) der Ofenkammer benachbarten Stellen des Besatzes angeordnet sind. q.. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen, der Wasserdampfzuführung dienenden Kanäle innerhalb der der Gasabsaugung dienenden Kanäle (na) angeordnet und mit einer elektrischen Widerstandsheizung versehen sind. j. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Durchführung des Wasserdampfes dienenden Kanäle (d) außerhalb des Ofenbesatzes in in der Ofenwandung angebrachten Nischen (g) angeordnet sind.
DE1930567630D 1930-02-14 1930-02-14 Verfahren zur Erhoehung und Regulierung der Ausbeute an Nebenprodukten aus Destillationsgasen durch Einleitung von Wasserdampf in die Verkokungs-kammern normaler Koksoefen Expired DE567630C (de)

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