DE561711C - Ripsartiger Moebelstoff - Google Patents

Ripsartiger Moebelstoff

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DE561711C
DE561711C DE1930561711D DE561711DD DE561711C DE 561711 C DE561711 C DE 561711C DE 1930561711 D DE1930561711 D DE 1930561711D DE 561711D D DE561711D D DE 561711DD DE 561711 C DE561711 C DE 561711C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D23/00General weaving methods not special to the production of any particular woven fabric or the use of any particular loom; Weaves not provided for in any other single group

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen ripsartigen Möbelstoff mit geometrischen Figuren aus musterbildenden Kettenfäden sowie dünnem Schuß und starken Füllschüssen. Gemäß der Erfindung sind die Kettenfäden über die ganze Breite des Gewebes im gleichen Verhältnis (1 :1) verteilt und übergreifen an den Mustergrenzen der geometrischen Figuren jeweils zwei dünne (Wende-) oder zwei Füllschüsse, so, daß auf beiden Gewebeseiten nur die Ketten das Muster bilden und die Schüsse an den Mustergrenzen ohne Störung des ripsartigen Charakters des Gewebes in beliebiger Reihenfolge eingetragen sind. Bei der Herstellung derartiger Möbelstoffe wird in der Weise verfahren, daß die in der gleichen Versetzung musterbildenden Kettenfäden und die Kettenfäden etwa vorgesehener Bordürenstreifen in dieselben Schäfte bzw. Platinen eingezogen sind. Auf diese Weise ist es möglich, derartig doppelseitige, mit geometrischen Figuren gemusterte ripsartige Stoffe auf Schaft- oder Jacquardwebstühlen mit einer geringen Zahl von Schäften oder Platinen herzustellen.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, dünne Bindeschüsse und dickere Füllschüsse in der Weise zu verwenden, daß an der Mustergrenze die Kettenfäden zweier nebeneinanderliegender Schüsse überspringen. Die Reihenfolge der jeweils nebeneinander liegenden Binde- oder Füllschüsse war dabei aber nicht beliebig, sondern es konnten immer nur ein dicker und ein dünner Schuß abwechselnd eingetragen werden, um den Schuß- und Ketteneffekt im Gewebe zu erhalten. Es konnten somit an jeder Stelle, an welcher der Farbwechsel eintreten soll, nur ein dicker und ein dünner Schuß gemeinsam im Fach liegen, da die Reihenfolge der Schüsse nicht gewechselt werden kann, ohne daß eine Störung des Gewebebildes eintreten würde. Bei dem Gewebe gemäß der Erfindung wird die Kette im Verhältnis 1 : 1 geschert, so daß auf Grund der Regeln von zwei- oder mehrchorigen Geweben der eine Teil der Kette auf der einen, der andere auf der anderen Seite zu liegen kommt. Es handelt sich hier somit nur um eine reine Kettenmusterung, während der Schuß zum Teil zur Bindung bzw. zur Hervorrufung des ripsartigen Charakters dient und an der Oberfläche niemals in Erscheinung tritt. Es kann daher zu diesen Schüssen beliebiges Material, wie beispielsweise Abfallgarn, Jute o. dgl., verwendet werden, wodurch eine wesentliche Ver-
billigung des Gewebes erreicht wird, was von Vorteil ist. Aus dem gleichen Grunde können gleichzeitig zwei dicke bzw. zwei dünne Schüsse oder Bindeschüsse in dasselbe Fach eingetragen werden, um den Färb- bzw. Effektwechsel der Kette zu erzielen. Daraus ergibt sich ferner der Vorteil, daß an diesen Stellen der Schützenkastenwechsel nicht in Tätigkeit treten muß, da der gleiche Schützen ίο zweimal hintereinander eingetragen wird. Es wird also der ganze Vorgang vereinfacht und somit eine Kraftersparnis erzielt sowie die Abnutzung verringert, welche Umstände gleichfalls als wesentlicher technischer Fortschritt zu werten sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. Abb. 1 zeigt die Patrone eines bestimmten Figurenmusters, Abb. 2 die Musterung eines Gewebestückes, Abb. 3 einen Schnitt durch das Gewebe in Linie C-C der Abb. 2, Abb. 4 einen Schnitt nach Linie D-D der Abb. 2.
In Abb. ι bedeutet eine voll ausgezogene geometrische Figur (schwarz) die in irgendeiner Farbe oder einem Material an der Oberfläche des Gewebes effektbildende Kette, während die leeren Stellen (weiß) die andere Kette darstellen. Wie aus Abb. 2 ersichtlich, besteht die eine breitere Bordüre (Fadengruppe a) aus acht Fäden der Kette 1 und sind die Fäden in der Abb. 2 unten beziffert. Der anschließende Bordürenstreifen (Fadengruppe b) besteht aus vier Fäden der Kette 2. Für das Muster der Patrone (Abb. 1) ist die Mitte derselben aus regelmäßigen Fadengruppen c, d, c', d' aufgebaut. Diese Fadengruppen bestehen in dieser beispielsweisen Anordnung aus je vier Kettenfäden der Kette ι und vier Fäden der Kette 2. In praktisch durchgeführtem Gewebe scheinen sich die Fäden der verschiedenen Ketten an den effektbildenden Stellen zu überdecken. In Abb. 2 sind zum Zwecke der Deutlichkeit +5 die Fäden auseinandergesetzt gezeichnet, was aber bei der angewendeten Verschiedenheit der Ketteilbezeichnung trotz der eingezeichneten Bindung das Mustergut erkennen läßt. Oberhalb der Kettenfäden der Abb. 1 ist gleich die für den besonderen Schafteinzug nötige Skizze gezeichnet.
Würden die Fäden des Gewebes nach den gewöhnlichen Gesetzen der Bindungstechnik in die Schäfte eingezogen und verwebt werden, so würden für die Patronengruppen c, d, c', ä' infolge der Figur en Versetzungen für jede einzelne zwei Schäfte und ebenso für die Gruppe c bzw. b benötigen. Da die Patrone (Abb. 1) von der gezeichneten Mittellinie A-A gegen rechts symmetrisch ist, sich also die Figuren wiederholen, so können die gleichen Schäfte verwendet werden. Es wären also zum Weben dieses beispielsweisen Musters zehn bis zwölf Schäfte nötig.
Für derartige Färb- bzw. durch Material wirkende Effektmuster, wie sie durch das vorliegende Verfahren hergestellt werden können, ist wegen des in der Breitenrichtung des Gewebes gleichstimmigen Färb- bzw. Materialwechsels eine bedeutend geringere Schaftzahl möglich. Z. B. ist die Figurenfolge der Gruppe c in der Kettenrichtung die gleiche wie bei der Gruppe c' sowie auch der rechts von der Mitte symmetrisch anschließenden Figuren. Nur die Farbe der Gruppe c und c' ist beispielsweise über die genau gleiche Schußzahl eine verschiedene. Es ändert sich aber keineswegs die Form der betreffenden Gruppenfiguren.
Es werden also für die Gruppen c, c' und die zu ihnen symmetrischen bzw. gleichstimmigen Gruppen nur zwei Schäfte S1, S2 benötigt (Abb. 2 oben). Die gleichen Schäfte S1, S2 werden für die Bordürengruppen α (links und rechts der Mittellinie A-A) verwendet. Da die Fäden dieser Gruppen α nur von der Kette ι gebildet werden, so ergeben sie trotz des für die anderen gleich eingezogenen Gruppen zum Figureneffekt nötigen Bindungswechsels einen Längsstreifen, der infolge gleicher Farbe bzw. gleichen Materials benachbarter Fäden gegenüber der Mischkette in der Mustermitte eine reinere, kräftigere Farbe aufweist, so daß in dem als Beispiel besprochenen Muster bei Verwendung von zwei Farben in der Kette jede davon im Muster eine Nuancierung erfährt. Ein ähnlicher Effekt läßt sich bei Verwendung verschiedenen Materials erzielen. Gleiches gilt auch für die Gruppen d, d' und b sowie für die zu xoo ihnen gleichgestimmten Gruppen.
In der im oberen Teile der Abb. 2 gezeichneten Schafteinzugsskizze sind also im ersten und zweiten Schaft S1 und S2 die vier ersten Ösen derselben abwechselnd mit Fäden der Kette ι eingezogen. Die vier Fäden der Gruppe b sind auf Schaft S3 und St derart verteilt, daß in jedem zwei Fäden der Kette 2 abwechselnd eingezogen sind. Die folgenden vier Fäden der Kette 1 in Gruppe c sind im Schaft ν?!, die vier Fäden der Kette 2 der gleichen Gruppe in Schaft S2 eingezogen. Für die Gruppe c müssen nun, da die Schußzahlen der Gruppen c und c' jeweils gleich sind, die Fäden der Kette 2 im Schaft S1 und die der Kette 1 im Schaft S2 sein usf. Für die Fadengruppen b, d, d' bzw. ihre symmetrischen Gruppen gilt der gleiche abwechselnde Einzug in den Schäften S3 und 5"4.
•In Abb. 3 und 4 ist im Längsschnitt die abwechselnde Schußfolge zu ersehen, durch welche die Musterung erzielt wird. Um die
Ripsart des Gewebes zu erzielen, wird ein starker Schußfaden aus härteren Pflanzenfasern eingetragen. Damit nun die gleiche Kette wieder oben erscheint, muß innerhalb desselben Effektes nach jedem Füllschuß 6* ein dünner Schuß (Wendeschuß) s eingetragen werden, welcher wegen seiner geringen Stärke den ripsartigen Gewebecharakter nicht stört.
to Um nun die Figuren durch einen Effektwechsel zu begrenzen, muß entweder ein dünner Schuß s nach dem vorbeschriebenen Wendeschuß s in das gleiche Fach eingetragen werden (Wechsel W1 in Abb. 4) oder aber, falls der Effektwechsel nach einem Füllschuß S erfolgen soll, muß ein ebensolcher starker Schuß S eingetragen werden (Wechsel IV2 in Abb. 3). Teilt sich eine breitere Figur in schmälere derart, daß der eine Teil in der gleichen Farbe bzw. in gleichem Material fortläuft, während die Nachbarstelle den Effekt wechselt, so muß an dieser Stelle der dünne Wendeschuß s in dasselbe Fach mit dem Füllschuß 5" gelegt werden (Wechsel W3 in Abb. 3), während derselbe für den fortlaufenden Effekt in früher besprochener Weise abbindet. Dieser Bindungsvorgang ist in Abb. 3 im Schnitt C-C durch den Wechsel W3 derart angegeben, ,daß im langen Schnitt der Effektwechsel ersiehtlieh gemacht ist, während die kleine Skizze (Abb. 4) im Schnitt D-D die Bindung im fortlaufenden Streifen angibt.

Claims (2)

Patentansprüche: 3g
1. Ripsartiger Möbelstoff mit geometrischen Figuren aus' musterbildenden Kettenfäden sowie dünnem Schuß und starken Füllschüssen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenfäden über die ganze Breite des Gewebes im gleichen Verhältnis (1 : 1) verteilt sind und an den Mustergrenzen der geometrischen Figuren jeweils, zwei Wende- oder zwei Füllschüsse. derart übergreifen, daß auf beiden Gewebeseiten nur die Ketten das Muster bilden und die Schüsse an den Mustergrenzen ohne Störung des ripsartigen Charakters des Gewebes in beliebiger Reihenfolge eingetragen sind.
2. Verfahren zur Herstellung von ripsartigen Möbelstoffen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der gleichen Versetzung musterbildenden Kettenfäden und dje Kettenfäden etwa vorgesehener Bordürenstreifen in dieselben Schäfte eingezogen bzw. von denselben Platinen gesteuert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930561711D 1930-02-08 1930-10-11 Ripsartiger Moebelstoff Expired DE561711C (de)

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DE561711C true DE561711C (de) 1932-10-17

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DE1930561711D Expired DE561711C (de) 1930-02-08 1930-10-11 Ripsartiger Moebelstoff

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2721330A1 (fr) * 1994-06-20 1995-12-22 Didier Koudinoff Technique de tissage sur métier à lames en fond taffetas pour l'obtention de motifs pleins, en lignes ou en contours suffisamment précis.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2721330A1 (fr) * 1994-06-20 1995-12-22 Didier Koudinoff Technique de tissage sur métier à lames en fond taffetas pour l'obtention de motifs pleins, en lignes ou en contours suffisamment précis.
WO1995035401A1 (fr) * 1994-06-20 1995-12-28 Didier Koudinoff Technique de tissage sur metier a lames en fond taffetas pour l'obtention de motifs pleins, en lignes ou en contours suffisamment precis

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