DE543529C - Verfahren zur Herstellung optisch aktiver Monooxyphenylalkamine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung optisch aktiver Monooxyphenylalkamine

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DE543529C
DE543529C DEL75216D DEL0075216D DE543529C DE 543529 C DE543529 C DE 543529C DE L75216 D DEL75216 D DE L75216D DE L0075216 D DEL0075216 D DE L0075216D DE 543529 C DE543529 C DE 543529C
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C49/427Saturated compounds containing a keto group being part of a ring polycyclic a keto group being part of a condensed ring system having two rings
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C215/28Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being unsaturated and containing six-membered aromatic rings
    • C07C215/30Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being unsaturated and containing six-membered aromatic rings containing hydroxy groups and carbon atoms of six-membered aromatic rings bound to the same carbon atom of the carbon skeleton

Description

  • Verfahren zur Herstellung optisch aktiver 1Vlonooxyphenylalkamine In der französischen Patentschrift 695 675 ist die Darstellung der racemischen Monooxyphenylalkamine beschrieben. Diese haben therapeutisch wertvolle Eigenschaften und stellen vasokontrictorisch wirkende Mittel von sehr geringer Giftigkeit dar. Es wurde nun gefunden, daß diese Eigenschaften insbesondere der einen der_ optisch aktiven Komlponenten zukommen und daß die andere E-omponente zum Teil antagonistische Wiricung ausübt. Beispielsweise ist bei p-Oxyhenyläthänolmethylamin die Linkskomponente hinsichtlich der Wirkung auf den Blutdruck die wirksamere, und die Wirkung der Rechtskomponente ist so klein, daß sie nicht gemessen werden kann. Dagegen ist das Verhältnis der Giftigkeit zwischen den beiden Komponenten r ::2. Bei o- und m-OZyphenyläthanolmethylamin ist die Situation bezüglich des Verhältnisses Blutdruckwirkung zu Giftigkeit zwischen der d- und 1-Komponente genau so wie bei der p-Verbindung, wobei Wirksamkeit und Giftigkeit bei der o-Verbindung =13, bei der m-Verbindung das Drei- bis Vierfache derjenigen der p-Verbindung ist. Die d-Komponente stellt also in allen Fällen einen gefährlichen Ballast dar, so daß die Trennung der Racemkörper in die optisch isomeren erhebliche Bedeutung hat.
  • Die Spaltung gelingt, indem man die racemischen Basen mit Hilfe starker optisch aktiver Säuren, wie Weinsäure, Bromkampfersulfonsäure, Corydalinsulfonsäure usw., unter Anwendung geeigneter Lösungsmittel in die aktiven Komponenten zerlegt. Diese können durch Erwärmen mit starken organischen oder anorganischen Säuren unter Erzielung fast "quantitativer Ausbeuten racemisiert werden, wodurch es ermöglicht wird, den Racemkörper fast vollständig in die therapeutisch wertvolle Komponente zu verwandeln. Das Verfahren wird durch die folgenden Beispiele veranschaulicht.
  • Beispiele 3i,7 g p-Oxyphenyläthanolmethylamin ,verden in etwa jo ccm Wasser verteilt, mit der berechneten Menge Salzsäure gelöst; zur heißen Lösung des Salzes wird eine heiße konzentrierte wässerige Lösung von 62,-, bromkampfersulfonsaurem Ammonium zugefügt. Beim Erkalten scheidet sich das rohe, bromkampfersulfonsaure Salz der d-Komponente aus, das durch drei- bis viermaliges Umlösen aus heißem Wasser in reinem Zustand erhalten wird. Der 1-Körper, dem die obengenannten therapeutisch wichtigen Eigenschaften zukommen, ist im wesentlichen in der Mutterlauge von der ersten Kristallisation enthalten und wird durch starkes Einengen derselben und Umlösen des Rückstandes aus verdünntem Alkohol in Form des Bromkampfersulfonats gewonnen.
  • Die freien Basen werden aus den Salzen erhalten, indem man dieselben in wenig Wasser verteilt, überschüssiges konzentriertes Ammoniak zufügt und zu der entstehenden Lösung festes Natriuriichlorid gibt. Hierdurch werden die im Wasser im Gegensatz zu dem Racemkörper leicht löslichen optisch aktiven Basen ausgefällt. Diese schmelzen bei i80° und zeigen ein spez. Drehungsvermögen von [a] ° v _ ± 62,2°.
  • Beispie12 27 g d-Weinsäure und 30 g p-Oxyphenylmethylaminoäthanol-1 werden in siedende rgo°/oigen Alkohol gelöst. Das durch Abkühlung hieraus kristallisierende Bitartrat wird fraktioniert umkristallisiert und die am stärksten drehende Fraktion aus 8o°/oigem Methanol bis zur Drehungskonstanz umgelöst. Die aus diesem Bitartrat hergestellte Base erwies sich mit der nach Beispiel i hergestellten identisch. Sowohl der Schmelzpunkt von iso° wie auch das spezifische Drehungsvermögen [a] 2v --- ± 62,2° waren das gleiche.
  • Beispiel 3 20,4g p-Oxyphenylmethylaminoäthanol-1 und 23,2 g d-Kampfersulfonsäure werden mit 40 ccm Benzol versetzt. Auf siedendem Wasserbade wird nun Aceton bis zur klaren Lösung zugegeben. Bei längerem Stehen scheidet sich sodann d-p-Oxyphenylmethylaminoäthanol-l-kampfersulfonat ab. Die hieraus hergestellte Base wird in das Hydrochlorid übergeführt, das nach dem Umkristallisieren als reines d-p-Oxyphenylmetliylaminoäthanol-l-hydrochlorid erkannt worden ist. Die Base zeigt die spezifische Drehung [a] 2v = --_ 62°.
  • Beispie14 16,8 g d-bromkainpfersulfonsaures Ammonium und i0,8 g o-Oxyphenylmethylamino-`äthanol-l-hydrochlorid werden reit 25 ccm Wasser bis zur vollständigen Lösung erhitzt. Beim Erkalten kristallisiert das d-bromkampfersulfonsaure o - Oxyphenylmetliylaminoäthanol-l, das nach 24stündigem Stehen abgesaugt wird. Zur Reinigung wird es bis zur Drehungskonstanz umkristallisiert, was nach zweimaligem Umlösen der Fall ist. Durch Fällen mit Ammoniak unter Zusatz von etwas Natriumchlorid erhält man daraus reines d-o-Oxyphenylmethylaminoäthanol. Das Hydrochlorid zeigt die spezifische Drehung [a] = 385°.
  • v ± Beispiel s i,3 g d-Oxyphenyläthanolmethylamin werden in i i ccm --Salzsäure gelöst und mit Wasser auf 25 ccm verdünnt. Die Lösung, welche im Rohr von i,88 dm Länge eine Drehung von + 6,o° zeigt, ist nach 2stündigem Erwärmen auf kochendem Wasserbade völlig inaktiv. Durch Ausfällen mit Ammoniak wird die racemische Base in guter Ausbeute zurückerhalten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung optisch aktiver Monooxyphenylalkamine, darin bestehend, daß man die entsprechenden Racemkörper mit Hilfe starker optisch aktiver Säuren in die optisch aktiven Komponenten zerlegt.
  2. 2. Verfahren zur Wiedernutzbarmachung der nach Patentanspruch i erhaltenen, unwirksamen aktiven Komponenten durch Racemisierung, dadurch gekennzeichnet, daß man dieselbe durch Behandlung mit starken Säuren unter Erwärmung bewirkt und das erhaltene Produkt dem Verfahren gemäß Anspruch i wieder unterwirft.
DEL75216D 1929-05-28 1929-05-28 Verfahren zur Herstellung optisch aktiver Monooxyphenylalkamine Expired DE543529C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE869965C (de) * 1948-03-16 1953-03-09 Parke Davis & Co Verfahren zur Zerlegung der diastereomeren Formen von dl-Aminodiolen
DE969562C (de) * 1949-12-31 1958-06-19 Helmut Legerlotz Dr Verfahren zur Herstellung von Camphersulfonaten aromatischer Alkanolamine
US8455692B2 (en) 2010-11-01 2013-06-04 Divi's Laboratories, Ltd. Process for resolution of 1-(3-hydroxyphenyl)-2-methylamino ethanol

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DE969562C (de) * 1949-12-31 1958-06-19 Helmut Legerlotz Dr Verfahren zur Herstellung von Camphersulfonaten aromatischer Alkanolamine
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