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Maschine zur Beseitigung der eingedrückten Seitenwände von Matrizen,
die einzeln selbsttätig aus einem Magazin zugeführt werden. Die Erfindung bezieht
sich auf eine Einrichtung, durch welche die bei der Herstellung von Matrizen für
Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen leicht entstehenden Unvollkommenheiten beseitigt
werden sollen.
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Bei der Herstellung der erwähnten Matizzen ist es üblich, zuerst in
der Querrichtung verlaufende Nuten in die Kanten der Matrizenblankette einzuschneiden
und alsdann Schriftzeichen in die Grundflächen dieser Nuten einzuprägen. Die Seitenflächen
der Matrizen werden alsdann geschabt, um die Matrizen wieder auf die nötige Stärke
zu bringen. Während dieses Schabens werden die verhältnismäßig dünnen Seitenwandungen
der stärkeren Matrizen häufig abgebogen oder an der Oberkante nach innen gekrümmt,
so daß sie in die Bildhöhlungen hineinragen. Die Folge davon ist, daß die Druckflächen
der hiervon gegossenen Typen beschädigt oder unvollständig werden. Um gute Typen
zu erzielen, ist es erwünscht, daß diese Unvollkommenheiten beseitigt werden, was
bisher von Hand mit Hilfe geeigneter',#Verkzeuge geschah. Diese Arbeit geht jedoch
langsam vor sich, ist sehr mühevoll und stellt nicht zufrieden, außerdem ist sie
kostspielig. Die Erfindung sieht zu diesem Zweck eine Maschine vor, welche dasselbe
Ergebnis selbsttätig hervorbringt und auf diese Weise die Arbeit erleichtert und
die Arbeitslöhne auf ein geringes Maß herabsetzt.
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Gemäß der Erfindung werden in der als Beispiel dargestellten Maschine
die Matrizen, deren Formhöhlungen in der obenerwähnten Weise mit eingedrückten Wändchen
versehen sind, einem Ausputzwerkzeug zugeführt, und die Teile sind so angeordnet,
daß das Werkzeug in die Bildhöhlungen eintritt, um die eingedrückten Wände zu entfernen.
Bei dieser Maschine ist, wie das bei Maschinen zum Bearbeiten und Reinigen von Matrizen
üblich ist, ein Magazin vorhanden, in welchem die zu behandelnden Matrizen aufgestapelt
werden, und die Matrizen werden eine nach der anderen von der Vorderseite des Stapels
aus zwischen zwei Klemmbacken in eine Stellung weitergeschoben, in welcher sie von
dem Ausputzwerkzeug behandelt werden können. Bei Vollendung der Arbeit werden
die
Matrizen zwischen den Backen herausgeschoben und weiter vorwärts an einem Schneidemesser
vorbeibewegt, um etwaigen Grat oder Vorsprünge, die durch die Wirkung des Ausputzwerkzeuges
entstanden sind, abzuschaben. Alsdann werden die Matrizen nach einer Ausstoßvorrichtung
hin weiterbefördert, welche sie aus der Maschine ausstößt und sie in einem Schiff
aufstapelt. Bei den angegebenen Arbeitsvorgängen gehen die Matrizen schrittweise
durch die Maschine, wobei immer die vordere Matrize von der folgenden vorgeschoben
wird, wie das bei ähnlichen Maschinen auch bereits bekannt ist, so daß sie der Reihe
nach von dem Ausputzwerkzeug und dem Schneidemesser behandelt werden.
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Bei der Arbeit des Ausputzwerkzeuges werden bei einem Durchgang der
Matrize durch die Maschine nur die eingedrückten Wändchen auf der einen Seite der
Bildhöhlungen beseitigt. Um daher die Arbeit zu vollenden und auch die eingedrückten
Wändchen auf der anderen Seite der Schriftzeichen zu beseitigen, ist es notwendig,
die Matrize ein zweites Mal in umgekehrter Lage durch die Maschine zu schicken,
so daß die anderen Seitenwände in die richtige Lage gegenüber dem Ausputzwerkzeug
und dem Schneidemesser gelangen.
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Eine besondere Ausführungsform der Maschine und ihre Wirkungsweise
sind aus den Zeichnungen ersichtlich, und zwar zeigen: Abb. i einen Grundriß der
neuen Maschine, Abb.2 als Einzeldarstellung die Matrizenzuführvorrichtung, Abb.3,
q. und 5 Seitenansichten der Maschine, teilweise im Schnitt, und lassen die aufeinanderfolgenden
Stellungen des Ausputzwerkzeuges während der Arbeit und die entsprechenden Stellungen
der zugehörigen Teile erkennen; Abb. 6 einen senkrechten Schnitt durch die Maschine
und läßt besonders erkennen den Werkzeugträger und die Vorrichtung zu seiner Bewegung
sowie die darunterliegenden Teile der Maschine, auf welchen die Matrizen liegen,
wobei der Matrizenüberführungsschlitten vorgeschoben ist, Abb. 7 in einem vergrößerten
Grundriß den Matrizenüberführungsschlitten in der zurückgezogenen Stellung, Abb.8
einen senkrechten Schnitt in Richtung der Linie 8-8 der Abb.7. Abb.9 einen senkrechten
Schnitt in Richtung der Linie 9-9 in Abb. 7, Abb. io eine schaubildliche Darstellung
einer Matrize vor und nach der Bearbeitung, Abb. i i eine Ansicht des Ausputzwerkzeughalters,
teilweise im Schnitt, und läßt besonders die Lage des Ausputzwerkzeuges gegenüber
den Bildhöhlungen einer Zweibucbstabenmatrize erkennen, Abb. 12 einen erkennen,
des Werkzeughalters, Abb. 13 einen senkrechten Schnitt durch diesen in Richtung
der Linie 13-13 in Abb. 12 und Abb. i¢ in Einzelansicht eine abgeänderte Form des
Ausputzwerkzeuges, wie es für größere oder überschriftbuchstaben verwendet wird.
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Eine Anzahl Matrizen X, deren Bildhöhlungen ausgearbeitet werden sollen
und welche sämtlich Zweibuchstabenmatrizen sind und die gleiche Stärke haben, werden
hochkant in einem wagerechten Magazin ,4- aufgespeichert, und zwar so, daß ihre
Bildseite frei ist und die vorderste Matrize an dem Abgabeende der Matrizen sich
in einer solchen Lage befindet, daß sie aus dem Magazin entfernt werddn kann. Zum
Vorschieben des Matrizenstapels ist eine Zuführvorrichtung vorgesehen, so daß die
Matrizen nach der Abgabestelle hin allmählich weiterbefördert werden, bis der ganze
Stapel erschöpft ist. Diese Vorrichtung besteht bei der in Abb. 2 dargestellten
Ausführungsform aus einem Block Al, welcher in dem Magazin gleitet und von einem
aufgehängten Gewicht A2 bewegt wird. Das Gewicht drängt den Block beständig vorwärts
und schiebt den Matrizens.tapel entsprechend weiter. An dem Block Al ist ein federnder
RiegelAs drehbar gelagert. Der Riegel kann mit der Vorderkante der Magazingrundplatte
in Eingriff kommen, um den Block in der zurückgezogenen Lage zu halten, wenn das
Magazin neu mit Matrizen beschickt werden soll.
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Wie bereits ausgeführt wurde, sollen die Matrizen allmählich in eine
Stellung geführt werden, in welcher ihre Höhlungen der Wirkung des Ausputzwerkzeuges
unterworfen werden. Die hierzu verwendeten Mittel (Abb. i, 6 und 7) bestehen aus
einem hin und her bewegten Schlitten B, welcher bei B1 geschlitzt ist und in einer
Führung in dem Maschinenrahmen D, geführt ist, und zwar unterhalb einer oberen Führungsplatte.
Ferner ist an dem Schlitten ein Finger B2 (siehe auch Abb. z) angeordnet, der sich
in gleicher Richtung mit der vordersten Matrize in dem Magazin befindet. Dieser
Finger stößt bei der Hinundherbewegung des Schlittens die jeweils vorderste - Matrize
hochkant in die Stellung vor das Ausputzwerkzeug, so daß ihre beiden Höhlungen in
die richtige Lage mit . dem Ausputzwerkzeug G gelangen, welches im einzelnen noch
beschrieben werden soll. Um die Lage der Matrize hierbei genau zu bestimmen, ist
der Finger B2 so mit dem Schlitten verbunden, daß er in seiner
Längsrichtung
daran eingestellt werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform erfolgt diese
Verbindung des Fingers B° mit dem Schlitten B durch einen Klemmbolzen
b,
welcher durch einen Längsschlitz b1 in dem Finger hindurchgeht und in den
Schlitten eingeschraubt ist, so daß der Finger durch den Bolzen in verschiedene
Stellungen gegenüber dem Schlitten festgestellt werden kann. In dem Schlitten B,
und zwar auf der Rückseite des Fingers B', ist eine Anschlag-( schraube b' eingefügt,
welche mit der Hinterseite des Fingers B' in Eingriff gelangt und eine Verstellung
des Fingers. aus der eingestellten Lage verhindert. Ferner ist eine Puffervorrichtung
in Form eines durch eine Feder bewegten Kolbens vorgesehen, an welche das .äußerste
linke Ende des Schlittens B (,Abb. i und 6) anstößt, um eine etwaige Überbewegung
zwischen den bewegten Teilen aufzunehmen. Die Hinundherbewegung des Schlittens B
wird durch einen umlaufenden Nocken Bi bewirkt, welcher an dem einen Ende einer
ständig umlaufenden Welle C befestigt ist. Die Welle selbst ruht in Lagern an den
beiden Seiten des Grundrahmens Di. In die Kurvennuten greifen. die Rollen Bl; eines
Hebels B3 ein, der an seinem anderen Ende an den Matrizenablieferungsschlitten B
angelenkt ist und das Verbindungselement zwischen den beiden Teilen bildet. Der
Antrieb der Welle C erfolgt unter Vermittlung einer gewöhnlichen Federkupplung Cl
und eines Paares für verschiedene Geschwindigkeiten dienender Antriebsscheiben C',
welche auf der Welle C sitzen, während ein Handhebel C3, der in einem Lager C4 drehbar
gelagert ist und eine Verriegelungsvorrichtung C5 besitzt, dazu dient, die Kupplung
in der ausgerückten Lage zu verriegeln.
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Zum Halten der Matrizen in der Lage, in welcher sie mit dem Ausputzwerkzeug
in Eingriff gelangen, dienen ein Paar Klemmbacken E, El (Abb. 7). Die Backe El ist
fest an dem Grundrahmen D befestigt und besitzt einen Ansatz E', der quer zu dem
Ablieferungsende des Magazins A liegt. Auf diese Weise wird ein Anschlag gebildet,
gegen welchen der Matrizenstapel vorgeschoben wird, und den Matrizen wird eine ununterbrochene
Fläche dargeboten, wenn sie nach dem Ausputzwerkzeug hin vorgeschoben werden. Die
zweite Backe E ist gleitbar in dem Rahmen D angeordnet und wird in ihrer Stellung
durch eine Deckplatte D= gehalten, wobei eine Schraubenfeder E3, welche zwischen
dieser Backe und einem festen Lager liegt, die Backe E so mit der nötigen Spannung
vorwärts drückt. Wenn die Arbeit der Maschine beginnt, also wenn Matrizen bearbeitet
werden sollen, welche dicker sind als diejenigen, die vorher behandelt wurden, so
wird die Backe E von Hand so weit zurückgezogen> bis eine Matrize der betreffenden
Stärke zwischen die Backen E und El eingefügt werden kann. Zu diesem Zweck ist ein
Handgriff E°" (Abb. 5) vorgesehen, welcher an seinem unteren Ende an das Lager E4
- drehbar angeschlossen ist und mit der Backe mit Hilfe einer Stange Es in Verbindung
steht. Wenn die Backe nämlich nicht in der angegebenen Weise zurückgezogen wird,
so würde eine Matrize während ihrer Vorbewegung aus der Ablieferungsstelle, anstatt
die zwischen den Backen E und El befindlichen Matrizen weiterzuschieben, wie beabsichtigt
ist, durch Anschlag gegen die Backe E angehalten werden.
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An der Führungsplatte D,3 ist eine Matrizenhalteplatte F vorgesehen,
die mit Fingern F1 versehen ist. Diese Finger fassen über die Ohren der Matrize,
wenn sich diese in der Lage befindet, in welcher sie bearbeitet wird, und sichern
sie gegen eine senkrechte Verschiebung während der Bearbeitung.
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Die Ausputzwerkzeuge, ihre Anordnung und ihre Arbeitsweise ist am
besten aus den Abb. i i bis 14 zu ersehen. Die Werkzeuge G, von denen gewöhnlich
gleichzeitig zwei Stück angewendet werden, sind in .einem Halter G1 untergebracht
und so angeordnet, daß sie gleichzeitig mit den beiden Formhöhlungen der Matrizen
X zusammenwirken, wenn sich diese zwischen den Klemmbacken befinden. Die für diese
Matrizen verwendeten Werkzeuge sind an ihrem wirksamen Ende mit einer - Spitze versehen,
wenn die Buchstaben der zu behandelnden Matrize klein und dementsprechend auch die
zu entfernenden Einbiegungen nur klein sind. Es hat sich jedoch als zweckmäßig erwiesen,
Werkzeuge von anderen Formen, nämlich von flacher oder meißelartiger Form, zu verwenden,
so wie sie in Abb. 14 gezeigt sind, wenn es sich um die Bearbeitung von breiteren
oder überschriftmatrizen handelt. Diese Matrizen haben gewöhnlich nur ein Schriftzeichen
an ihrer Kante, und es braucht deshalb nur ein Werkzeug von einer besonderen Form
verwendet zu werden. Der Halter G1 besitzt eine Spindel G', welche seitlich an diesem
angeordnet ist und die drehbar in einem hin und her beweglichen Kopf H gelagert
ist. Der Kopf H ist in einer Führung in einem Ständer Hl, der selbst an der Grundplatte
D, befestigt ist, in geeigneter Weise geführt. Der Werkzeugträger 03 ist
in dem oberen Ende des Halters G1 gelagert und erstreckt sich auf ihm in einer der
Spindel G'' entgegengesetzten Richtung. Er trägt einen bearbeiteten Schenkel Cil.
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Um die gewünschte Beweglichkeit bei der Behandlung von Zweibuchstabennfatrizen
verschiedener
Stärke zu haben, ist -eine Einrichtung getroffen, um die Werkzeuge als Ganzes
einstellen zu können. Zu diesem Zweck ist das eine Werkzeug an dem Träger G3 fest
verankert, während das andere in einem Hilfsträger G5 angeordnet ist, welcher auf
dem Schenkel G4 verstellt werden kann. Eine Kordelmutter G6, welche gegen achsiale
Verschiebung gesichert auf dem Schenkel G¢ angeordnet ist, bewirkt durch ihren Eingriff
mit einem mit Gewinde versehenen Teil des Trägers G5 eine . Bewegung des letzteren
in der Längsrichtung des Schenkels und bewirkt hierdurch die gewünschte Einstellung
des Werkzeuges. In dem Träger G5 ist noch eine Stellschraube G7 vorgesehen, welche
sich gegen den Schenkel G4 legt, um ihn in der eingestellten Lage auf dem Schenkel
zu halten (Abb. r3).
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Es ist ferner eine Einrichtung vorgesehen, um eine besondere Einstellung
der Werkzeuge G in Richtung nach der Matrizenhöhlung vorzunehmen. Zu diesem Zweck
werden die Werkzeuge durch Klemmvorrichtungen G3 an je einem winkelförmigen Block
G9 gehalten. Einer dieser Blöcke ist unmittelbar an dem Träger G3 befestigt und
der andere (Abb. 13) an dem Hilfsträger G5. In die winkelförmigen Blöcke G9 fassen
Stellschrauben 010 und Klemmschrauben Gll ein und kommen mit den Trägern G3 bzw.
G5 in Eingriff. Sie dienen zum Halten der Blöcke G9 und der Werkzeuge G in der eingestellten
Lage. Es ist ferner ein federnder Klemmblock G12 vorgesehen (Abb. 13), welcher--eine
Stange Gls besitzt, die in einem Ansatz G14, der seitlich an dem unteren Ende des
Trägers G3 angeordnet ist, gleiten kann. Dieser Klemmblock besitzt zwei öffnungen
g und g1, welche die betreffenden Werkzeuge aufnehmen. Wenn der Klemmblock in Abb.
13
nach rechts bewegt wird, so kommen die hinteren Wandungen der öffnungen
mit den Werkzeugen in Eingriff und drücken diese gegen die Verlängerung G14. Die
öffnung g1 ist verlängert, um eine Einstellung des zugehörigen Werkzeuges durch
die Mutter Gl` in der vorbeschriebenen Weise zu ermöglichen. Die Stange G13 wird
von einer Feder G15 umgeben, welche zwischen der Außenfläche des Ansatzes G14 und
einer Mutter G' 9 liegt und dazu dient, die Werkzeuge federnd in Eingriff mit dem
Ansatzstück G14 zu halten. Die Werkzeuge werden auf diese Weise gewöhnlich in der
richtigen Lage gehalten, um ihre Arbeit auszuführen. Gleichzeitig gestattet jedoch
die Anordnung eine -Schwingbewe-. gung zwischen den Werkzeugen und ihrem Halter
um die Achse des Trägers. G3 zu einem noch später anzugebenden Zweck.
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Um das Ausputzen in richtiger Weise vornehmen zu können, treten die
Werkzeuge gemäß der Erfindung in der einen Richtung in,-die Matrizenhöhlungen ein
und verlassen sie-in der anderen Richtung. . Es sind deshalb Mittel vorgesehen,
um eine kombinierte Bewegung der Werkzeuge auszuführen. Zu diesem Zweck ist der
Kopf H, worin, wie vorher angegeben, der Werkzeughalter gelagert ist, gleitbar in
dem Ständer Hl angeordnet und durch Halteplatten H2 in geeigneter Weise geführt.
An dem Ständer Hl ist ein Hebel H3 drehbar gelagert, dessen vorderes Ende an das
obere Ende des Kopfes.H angelenkt ist und dessen hinteres Ende eine Rolle
H4 trägt, die in einer Nut der Kurve H5 läuft. Diese Kurve ist auf die Antriebs:
welle C aufgekeilt, und die Form ihrer Nut ist .so, daß bei der Drehung der Kurve
der Werkzeughalter eine senkrechte Hinundherbewegung erhält, so daß die Werkzeuge
in die Matrizenhöhlungen um einen gewissen Betrag am Ende des Abwärtshubes eintreten.
Dieser Betrag muß natürlich durch besondere senkrechte Einstellung eines Werkzeuges
bestimmt werden. Der Halter G1 schwingt um die Achse seiner Spindel G2, so daß die
Werkzeuge, nachdem sie in die Matrizenhöhlungen eingetreten sind, in Eingriff mit
den daran befindlichen eingedrückten Wändchen gebracht werden. Zu diesem Zweck ist
der Halter G1 an eine Hülse J angeklemmt (Abb.6), und zwar durch einen Bolzen J1,
welcher von dem anderen Ende der Hülse aus in diese eintritt und mittels Gewindes
in die Spindel G2 des Halters einfaßt. Die Hülse J ist mit einem sie umgebenden
Rohr J2 mittels eines Keiles. verbunden, während das Rohr selbst drehbar in dem
Kopf H angeordnet ist und an der einen Seite einen Kurbelarm J3 und an der anderen
Seite eine Mutter J4 trägt, welche zum Festklemmen des Rohres an der Büchse H6 des
Kopfes dient. Der Arm J3 ist bei i .gelenkig an dem einen Ende eines einstellbaren
Lenkers J5 (Abb. 3, q. und 5) befestigt, während das andere Ende dieses Lenkers
an einem Exzenterring J6 befestigt ist, welcher um das Exzenter J7 auf der Antriebswelle
C gelegt ist und dem Werkzeughalter die gewünschte Schwingbewegung quer zu der Bewegung
des Kopfes H erteilt.
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Um eine Beschädigung der Bildhöhlungen bei der seitlichen Bewegung
der Werkzeuge während des Schwingens des. Werkzeughalters zu vermeiden, ist die
obere Fläche der feststehenden Klemmbacke El ein wenig höher angeordnet, als die
Grundfläche der Formhöhlungen liegen, aber noch so weit unterhalb der Grundfläche
der Nuten,. um die Entfernung der eingedrückten Teile der -Seitenwandungen durch
die seitliche Bewegung der
Werkzeuge zu gestatten. Infolge dieser
Anordnung könnte, wenn nicht weitere Vorkehrungen getroffen werden, ein Brechen
der Werkzeuge oder eine Beschädigung der arbeitenden Teile während der seitlichen
Bewegung der Werkzeuge eintreten, wenn sie zufällig ein wenig zu tief eingestellt
sind, oder wenn die Seitenwandungen der Formhöhlungen ungewöhnlich dick sind. Diese
Gefahr wird jedoch dadurch beseitigt, daß das das Werkzeug tragende Glied G3 drehbar
angeordnet ist und zusammen mit dem Klemmblock G12 eine seitliche Nachgiebigkeit
der Werkzeuge gegenüber dem Halter entgegen der Spannung der Feder G15 ermöglicht.
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Um die Einstellung der Ausputzwerkzeuge G in der Längsrichtung der
Matrizen zu ermöglichen, so daß die Werkzeuge, wenn die Matrizen in umgekehrter
Richtung durch die Maschine hindurchgehen, ihre richtige Lage gegenüber den Formhöhlungen
einnehmen, ist der Werkzeughalter wagerecht einstellbar in dem Kopf H angeordnet,
und zwar unabhängig von den zum Schwingen des Werkzeughalters dienenden Mitteln,
und diesen gegenüber. Wie aus Abb.6 zu sehen ist, kann die Hülse J, obwohl sie mittels
eines Keiles mit dem sie umgebenden Rohr J=' verbunden ist, eine beschränkte Längsbewegung
ausführen, und es ist eine Einstellmutter J$ auf das mit Gewinde versehene Ende
der Hülse J aufgeschraubt, welche gegen eine achsiale Bewegung durch einen Ring
il gesichert wird, aber frei auf der Hülse gedreht werden kann. Durch Auf- oder
Abschrauben der Mutter wird demnach die Hülse J in ihrer Längsrichtung innerhalb
des Rohres J2 bewegt werden, und zwar unabhängig von dem Arm J3, durch den das Rohr
hin und her geschwungen wird.
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Durch die Wirkung der Ausputzwerkzeuge wird häufig ein Grat hervorgebracht,
welcher über die Seitenwände der Matrizen herüberragt und der beseitigt werden muß,
um ein vollständiges Aneinanderreihen der Matrizen beim Gebrauch zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck ist ein Schneidemesser I( (Abb. 6 und 7) vorgesehen, welches in
eine Verlängerung der feststehenden unwirksamen Backe El eingesetzt ist und durch
Bolzen in einer solchen Lage gehalten wird, daß seine. Schneidkante in gleicher
Richtung mit der inneren Seite dieser Backe liegt. Um das Schneiden zu erleichtern,
ist ein nachgiebiger Block I(1 (Abb. 7 und 8) vorgesehen, welcher dem Schneidemesser
gegenüberliegt und dazu dient, die Matrize gegen das Messer I( zu drücken, wenn
sie durch die nachfolgende Matrize aus ihrer Stellung zwischen den Klemmbacken E,
El herausgedrückt wird. Dieser Block ist gleitbar in dem Grundrahmen D angeordnet
und mit Aussparungen versehen, in welche er eine Feder K2 aufnimmt, die durch einen
Regulierzapfen 1(3, der einstellbar in der Deckplatte D2 befestigt ist, unter der
gewünschten Spannung gehalten wird (Abb.8). Der Blockl(1 ist auf diese Weise nachgiebig
und zurückziehbar, unabhängig von der beweglichen Klemmbacke E. Dies ist insofern
von Wichtigkeit, als die Klemmwirkung der Backe L auf die Matrize nicht gestört
oder beeinflußt wird, auch wenn das Messer den Grat von der vorhergehenden Matrize
nicht genügend entfernt, da in einem solchen Falle ein Zurückgehen des Blockes durch
den vortretenden Grat erfolgen kann, da ja der Block I(1 nachgiebig ist, ohne daß
dabei die Stellung der Klemmbacke beeinflußt wird. Es isst jedoch wichtig, daß ;der
Block I(1 durch die Lage der Backe E bezüglich seiner Stellung gesteuert wird, damit,
wenn die Backe für eine Matrize von bestimmter Dicke eingestellt wird, auch der
Block in der richtigen Lage gegenüber dem Messer gehalten wird, damit die betreffende
Matrize zwischen ihm und dem richtig arbeitenden Messer hindurchgehen kann. Dies
geschieht dadurch, daß die Backe E mit einem Ohr E7 versehen ist, welches von der
dem Block I<1 benachbarten Endfläche hervorragt und .in eine offene Nut h in
der benachbarten Seite des Blockes einfaßt. Die Anordnung ist so, daß, wenn die
Backe durch den Hebel E5 zurückgezogen wird, um der Backe ihre Anfangslage für die
besondere Dicke der zu bearbeitenden Matrize zu geben, das Ohr E7 den Block in die
entsprechende Entfernung zurückzieht. Da jedoch die Nut, in welche das Ohr E7 einfaßt,
offen ist, kann der Block I(1 auch eine Rückwärtsbewegung ausführen, wenn er durch
den Grat, den das Messer nicht abgenommen hat, zurückgedrängt wird, unabhängig von
und ohne Störung der Wirkung der Backe beim FestkleYnmen der nächsten Matrize.
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Wenn die Matrizenhöhlungen auf der einen Seite ausgeputzt sind und
der Grat von der entsprechenden Seitenfläche entfernt ist, werden sie um einen weiteren
Schritt in die Ausstoßstellung vorgeschoben. Von hier aus werden sie seitlich aus
dem Weg der nachfolgenden Matrize weggeschoben und in einem Kanal DA aufgestapelt,
wobei ein Schiff M vorgesehen ist, welches die Matrizen aus dem Kanal aufnimmt.
Zu diesem Zweck ist die in Abb.7 und 9 dargestellt Ausstoßvorrichtung vorgesehen.
Die Vorrichtung besteht aus einem zylindrischen Schlitten L, welcher in dem Grundrahmen
D geführt ist und einen flachen Steg L1 trägt. ;Dieser Steg ist an seinem äußeren
Ende mit einem nasenartigen Stück oder einem Kissen
L2 versehen,
welches, mit den Seitenflächen der Matrizen in Eingriff gelangt, wenn diese in die
Ausstoßstellung gelangt sind. Der flache Steg L1 geht durch den Schlitz BI des Ablieferungsschlittens
B .hindurch, und der Ausstoßer wird rechtwinklig zu der Bewegung des Ablieferungsschlittens
hin und her bewegt, so daß die Matrizen der Reihe nach seitlich in den Kanal D1
geschoben werden. Das nasenartige Stück L2 liegt, wenn der Ausstoßer zurückgezogen
ist, in einer Aussparung N1 (Abb. 7) einer Formplatte N, so, daß es nicht mehr im
Wege der Matrizen liegt, wenn diese von den Schneidemess lern aus weitergeschoben
werden. Der Ausstoßex bekommt diese Hinundherbewegung von der Antriebswelle G und
der Kurvenscheibe H5, wobei ein Winkelheb@elLj vorgesehen ist, der an dem Grundrahmen
drehbar gelagert ist und dessen einer Arm mit dem zylindrischen Schlitten L und
dessen anderer Arm mit einem Lenker L4 gelenkig verbunden ist, dessen anderes Ende
die Achse der Rolle H4 trägt. Diese läuft, wie bereits vorher erwähnt, in der Nut
der Kurvenscheibe,H5 (Abb. q. und 5).
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Um zu verhindern, daß eine Matrize über die Ausstoßstellung hinausbewegt
wird, ist ein Anschlag O vorgesehen, welcher an der linken Seitenwandung des Kanals
DA befestigt ist und zur Führung der :Matrizen beim Ausstoßen dient. Wie in Abb.
7 und 9 gezeigt, ist dieser Anschlag nachgiebig, so daß die Möglichkeit einer Beschädigung
der Teile ausgeschlossen ist, die sonst eintreten könnte, wenn Späne oder sonstige
Hindernisse zwischen die Matrizen oder in ihre. Bahn gelangen.
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Die allgemeine Wirkungsweise der Teile und die Reihenfolge der Arbeitsgänge,
in welcher die Matrizen behandelt werden, ist folgende: Angenommen, die Teile seien
in der in Abb. 7 dargestellten Lage, wo sich eine Matrize zwischen den Klemmbacken
E, E'1 und der Kopf H in der gehobenen Stellung befindet, in der er in Abb. 3 dargestellt
ist; es liegt dann die vorderste Matrize derjenigen, welche in dem Magazin A; aufgestapelt
sind, unmittelbar hinter der, welche sich zwischen den Klemmbacken befindet, und
der Finger B2 des Ablieferungsschlittens liegt in der Verlängerung dieser beiden
Matrizen. Wenn nun der Schlitten in die in Abb.7 in punktierten Linien dargestellte
Lage vorgeschoben wird, so wird eine Matrize aus dem !Magazin A herausgeschoben
und zwischen die Backen. E, E'1 geführt in eine solche Lage, daß ihre beiden Formhöhlungen
vor das Ausputzwerkzeug Gr gelangen.. Gleichzeitig wird die davorstehende Matrize
aus ihrer Lage zwischen den Backen fortgeschoben und den Schneidemessern I( zugeschoben.
Der Kopf H geht alsdann, gesteuert von der Kurvenscheibe 175, nach abwärts
bis zur Grenze seines Abwärtshubes, und, das Ausputzen geschieht nun in der vorher
beschriebenen Weise, d. h. durch. eine teilweise Drehung des WerkzeughaltersQl und
die daraus folgende Schwingung der .Werkzeuge gegen die Seitenwandungen der Matrizenhöhlungen.
Sobald der Ablieferungsfinger B2 zurückgezogen ist, wird eine weitere Matrize in
die Ablieferungsstellung vorgeschoben werden, und wenn sie zwischen die Backen E,
.Ei gebracht wird, so werden die beiden vor ihr stehenden Matrizen weitergeschoben,
und zwar ,nach dem Schneidemesser I( hin und nach der Ausstoßstellung. Auf diese
Weise werden die Matrizen durch die Hinundherbewegung des Ablieferungsschlittens
aus dem Magazin A der Reihe nach eine nach der anderen vorwärts geschoben, und zwar
an der inneren Fläche der feststehenden Backe EI entlang zuerst in die Ausputzstellung,
wo sie der Wirkung der Ausputzwerkzeuge unterworfen werden, alsdann in die Schneidstellung,
in welcher das Messer I( den Grat von der Seitenfläche entfernt, und schließlich
in die Ausstoßstellung, wo sie aufgestapelt werden, -um dann aus der Maschine genommen
zu werden. Die Wirkung der Teile ist so, daß der Ausstoßer immer eine Matrize in
den Kanal D4 hineinstößt und wieder zurückgeht, bevor die nächste Matrize in die
Ausstoßstellung vorgeschoben wird. Wie bereits .erwähnt, werden -die Matrizen, wenn
sie durch die Maschine hindurchgegangen .sind, umgekehrt und ein zweites Mal hindurchgeschickt,
.so .daß die anderen Seitenwändchen ihrer Bildhöhlungen in die' Stellung kommen,
in welcher die Ausputzwerkzeuge auf sie -einwirken, wobei vorausgesetzt ist, daß
an beiden Seitenwandungen der Matrizenhöhlungen eingedrückte Wändchen vorhanden
sind und nicht nur auf einer. Die Maschinen sind deswegen so gebaut, daß die Matrizen
ohne weiteres auch in der umgekehrten Lage bearbeitet werden können, nur muß, bevor
die Matrizen ein zweites Mal durch die Maschine hindurchgehen, darauf geachtet werden,
daß eine wagerechte Einstellung des Werkzeughalters GI in der vorher angegebenen
Weise durch die Mutter Jß erfolgt, um die Werkzeuge in die richtige Lage zu bringen,
in welcher sie mit den- Formhöhlungen der umgekehrten Matrizen in Eingriff kommen.
Mit anderen Worten, die Matrizenhöhlungen (Abb. ro) sind nicht symmetrisch oder
in gleicher Entfernung von dem oberen bzw. unteren Ende der Matrizen. angeordnet.
Infolgedessen nehmen die Formhöhlungen, wenn die Matrizen ein zweites Mal durch
die Maschine geschickt
werden, nicht dieselbe Lage in senkrechten
Ebenen ein, wie dies bei dem vorhergehenden Durchgang der Fall war, so daß der Werkzeughalter
entsprechend eingestellt werden muß.
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Wenn aus den vorerwähnten Gründen der durch die Ausputzwerkzeuge G
erzeugte Grat nicht entfernt worden ist, wenn die Matrizen das erstemal durch die
Maschine hindurchgegangen sind, so würde dieser Grat mit den Klemmbacken C und dem
Gleitblock I(1 zusammenstoßen, wenn die Matrizen zum zweiten Male durch die Maschine
hindurchgehen, so daß verhindert wird, daß eine Matrize richtig in ihrer Ausputzstel
, Jung und in der richtigen Lage geg.-nübei' dem Messer I( gehalten wird. Die Backe
E und der Block I(1 sind aus diesem Grunde mit Längsaussparungen E3 und I(3 (Abb.
4., 5 und 7) an ihrem Klemmflansche versehen, um den nötigen Spielraum für den Grat
zu geben.
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Auf den Zeichnungen ist die Maschine nur in einer vorzugsweisen Ausführungsform
und als Beispiel dargestellt, und es können natürlich viele Änderungen daran vorgenommen
werden, welche für einen Fachmann naheliegen, ohne daß dadurch der Bereich der Erfindung
überschritten wird.