DE4440045A1 - Druckgasbetriebenes chirurgisches Instrument - Google Patents

Druckgasbetriebenes chirurgisches Instrument

Info

Publication number
DE4440045A1
DE4440045A1 DE19944440045 DE4440045A DE4440045A1 DE 4440045 A1 DE4440045 A1 DE 4440045A1 DE 19944440045 DE19944440045 DE 19944440045 DE 4440045 A DE4440045 A DE 4440045A DE 4440045 A1 DE4440045 A1 DE 4440045A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surgical instrument
characterized
piston
instrument according
trocar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19944440045
Other languages
English (en)
Inventor
Marc Dr Waisman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WAIS-MED Ltd NESHER IL
WAIS MED Ltd
Original Assignee
WAIS-MED Ltd NESHER IL
WAIS MED Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to IL10765093A priority Critical patent/IL107650D0/xx
Application filed by WAIS-MED Ltd NESHER IL, WAIS MED Ltd filed Critical WAIS-MED Ltd NESHER IL
Publication of DE4440045A1 publication Critical patent/DE4440045A1/de
Application status is Withdrawn legal-status Critical

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3472Trocars; Puncturing needles for bones, e.g. intraosseus injections
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3476Powered trocars, e.g. electrosurgical cutting, lasers, powered knives
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B2017/00535Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets pneumatically or hydraulically operated
    • A61B2017/00544Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets pneumatically or hydraulically operated pneumatically

Description

Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument zum druckvermittelten Einbringen einer Trokarnadel in einen Knochen, und zwar zum Zwecke der Infusion, Injektion, Transfusion, Aspiration, Anästhesierung bzw. zur Verabreichung einer sonstigen Medizin oder zur Behandlung von Patienten, egal ob Mensch oder Tier. Insbesonders betrifft sie ein für das sofortige Legen einer Trokarnadel geeignetes Instrument, entweder auf einem Kriegsschauplatz, bei einem Unfall oder in irgendeiner anderen Situation, in der eine sofortige Infusion oder Injektion notwendig ist. Besonders wichtig ist dies bei Neugeborenen oder Kindern, bei denen sich schwer eine Vene finden läßt. Bei Erwachsenen stellt sie eine Alternative zur intravenösen Infusion bzw. Injektion dar, da es einen schnellen Gefäßzugang gewährleistet und bei Knochenmarkaspirationen oder Transplantationen.

Intraossäre Infusionen und Knochenmarkaspirationen wurden zum ersten Mal in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts eingeführt und wurden vor allem in Notfällen während des Zweiten Weltkriegs angewandt, wobei nicht mehr erst langwierig nach einer zum Einführen der Nadel passenden Vene gesucht werden mußte. Heutzutage ist das Verfahren weithin bekannt, jedoch nicht sehr gebräuchlich, da es einerseits schwierig ist, eine Nadel bzw. einen Trokar unter großem Kraftaufwand in einen Knochen zu schlagen, wobei erhebliche Schmerzen entstehen, und andererseits eine Infektionsgefahr besteht, und zwar aufgrund der Notwendigkeit, die Haut und das Gewebe um den Knochen herum zu eröffnen. Der herkömmliche Trokar wird verwendet in Form eines scharfen, von einem Röhrchen umgebenen Mandrins (Kanüle) und wird durch die den Knochens umgebende Wand eingeführt, woraufhin der Mandrin herausgezogen wird; durch das verbleibende Röhrchen kann Flüssigkeit entweder infundiert oder abgezogen werden.

Infusionen, Injektionen, Reanimationen, das Verabreichen von Medikamenten und das Setzen einer Narkose durch eine zentrale Vene oder eine periphere Vene können häufig zu Komplikationen führen, die sich durch intraossäre Infusion leicht vermeiden lassen, und die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine speziell ausgebildete Trokarnadel und ein Instrument zu schaffen, das die Nadel in das Knochenmark bohrt oder schießt, ohne jedoch dem Patienten Schmerzen zu verursachen. Besondere Fälle, bei denen eine Injektion in den Knochen erforderlich wird, ergeben sich bei Notwendigkeit eines schnellen Gefäßzugangs, bei der Injektion von Medikamenten und bei Knochenmarkaspirationen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Instrument für die oben genannten Zwecke zu schaffen, welches gewissermaßen narrensicher ist und leicht von jedem Chirurgen, jeder Krankenschwester, jedem Arzt oder Sanitäter gehandhabt werden kann, auf einem Kriegsschauplatz ebenso wie in der Ambulanz und insbesonders auf der Notfallstation eines Krankenhauses.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein chirurgisches Instrument zu schaffen, das sich zur erneuten Verwendung ohne weiteres sterilisieren läßt; die Hauptidee ist jedoch, das Instrument so kostengünstig herzustellen, daß man es nach einmaligen Gebrauch wegwerfen kann.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:

In der nachfolgenden Beschreibung des chirurgischen Instruments sollte darauf geachtet werden, daß der Ausdruck "Vorderteil" für das Ende des Instruments verwendet wird, welches in die Haut des Patienten gedrückt werden soll und daß der Ausdruck "hintere Teil" sich auf das andere Ende bezieht und daß die Ausdrücke "vorwärts" und "rückwärts" ebenso verwendet werden.

Weiterhin sollte berücksichtigt werden, daß das chirurgische Instrument gemäß der Erfindung zur Behandlung von kranken - bzw. gesunden - Menschen, von Neugeborenen, von Pferden und Rindvieh und von jedem anderen Lebewesen, das eine Behandlung braucht, eingesetzt wird, daß jedoch im folgenden kurz der Begriff "Patient" allumfassend verwendet wird.

Das chirurgische Instrument bzw. die "Pistole" zum Schieben einer Trokarnadel in den Knochen eines Patienten arbeitet nach dem Prinzip, daß das hintere Ende der Trokarnadel abnehmbar am vorderen Ende eines Kolbens befestigt ist, der mittels Gas aus einer Druckgaspatrone vorwärts bewegt wird, wobei sich der Kolben und die Gaspatrone innerhalb des Instruments befinden. Normalerweise ist die Gaspatrone mittels eines Ventils verschlossen, das sich dann, wenn vordere Ende der Pistole Druck auf die Haut des Patienten ausübt, öffnet, und zwar nachdem ein Sicherheitshaken gelöst wurde; dabei wird die Trokarnadel unter hoher Geschwindigkeit vorwärts getrieben und aus seiner Stellung an dem Kolben gelöst.

Wie in Fig. 3 dargestellt, umfaßt das Instrument eine Trokarnadel, die die äußere Form einer herkömmlichen Subkutannadel aufweist, wobei das vordere Ende die Form einer scharfen Spitze 21 aufweist, die das Lumen 23 der Nadel begrenzt und eine Verbindung zwischen dem Lumen und der Außenseite über ein oder mehrere schräg verlaufenden Löcher 22 in der Röhrchenwand nahe der scharfen Spitze herstellt. Das hintere Ende der Nadel wiederum ist auf herkömmliche Weise gebildet, und zwar mittels eines Flansches 20 zur Verbindung mit einem Infusionsset oder ähnlichem.

Eine bevorzugte Ausführungsform des Instruments bzw. der "Pistole" umfaßt vor allem folgendes: - Ein zylindrisches Gehäuse mit einem von einer perforierbaren Membran verschlossenen vorderen Ende, um die Nadel steril zu halten und mit einem von einem axial beweglichen Stöpsel verschlossenen hinteren Ende. Das Gehäuse umfaßt die oben beschriebene Trokarnadel mit der scharfen Spitze nahe der Membran, einen Kolben, der die Nadel auf abnehmbare Weise mittels flexibler, am vorderen Ende des Kolbens angebrachten Griffe hält, und außerdem einen den Kolben umgebenden und einen festen Bestandteil des Gehäuses bildenden Zylinder. Das hintere Ende des Zylinders ist mit einer Öffnung versehen, die das Auslaßende eines Ventilteils, das üblicherweise die Gaspatrone verschlossen hält, verschließt. Die Gaspatrone wird in ihren normalen, hinteren Stellung von einem Sicherheitszapfen gehalten, wobei ein unbeabsichtigtes Abschießen der Nadel, die fest in der hinteren Position gehalten wird, verhindert wird. Der Stöpsel ist mit einem Haken versehen, der die Nadel entgegen den auf das vordere Ende des Zylinders wirkenden Gasdruckes in seiner vorderen Position hält.

Die "Pistole" wird "schußfertig" gemacht, indem man den Sicherheitszapfen zieht, was eine Vorwärtsbewegung der Gaspatrone ermöglicht; um die Trokarnadel in den dazu bestimmten Knochen zu bohren bzw. zu schießen, wird das vordere Ende des Gehäuses gegen die jeweilige, den Knochen umgebende Haut durch manuellen Druck auf den beweglichen Stöpsel am hinteren Ende gepreßt; der Stopfen wird vorwärts bewegt und schiebt gleichzeitig die Gaspatrone in dieselbe Richtung, wobei das Ventilteil in die Patrone eintritt und diese öffnet. Sodann flieht Gas unter großem Druck in den Zylinder und bewegt den Kolben und die damit verbundene Trokarnadel unter großer Geschwindigkeit vorwärts durch die Membran, durch die Haut und durch das Gewebe in den Knochen. Am Ende des Hubs wird der Kolben durch einen sich innerhalb erstreckenden Flansch am Ende des Zylinders gestoppt, wobei die flexiblen Griffe an der Vorderseite des Kolbens den Rand der Trokarnadel freigeben. Das Gehäuse wird nun zurückgezogen und die Trokarnadel wird an seinem Rand mit einem Infusionsset oder einer Spritze außerhalb des Körpers des Patientens verbunden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt eines chirurgischen Instruments oder einer Pistole, aufwärtsgerichtet,

Fig. 2 zeigt eine Vergrößerung des Mittelteils,

Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt der Trokarnadel gemäß der Erfindung und

Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform der Trokarnadel.

GENAUE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die in Fig. 3 dargestellte Trokarnadel hat die äußere Form einer herkömmlichen Subkutannadel 23, mit dem Unterschied, daß das Lumen 24 kurz vor dem spitzen vorderen Ende 21 aufhört und mit außen in Verbindung steht - im vorliegenden Fall das Knocheninnere - über zwei schräg verlaufende Löcher 22. Das hintere Ende der Nadel weist die Form eines Umfangssaumes 20 zur Vebindung mit einer Spritze, einem Infusionsset oder ähnlichem auf.

Die in Fig. 4 dargestellte Trokarnadel besitzt einen festen Mandrin 25 mit einem spitzen vorderen Ende 21 und einem hinteren Ende, das in einem zylindrischen Block 26 befestigt ist, der sich am vorderen Ende verjüngt. Der Mandrin befindet sich in einer Kanüle 27, die ein hohles, kegelstumpfförmiges hinteres Ende 28 aufweist, das an dem vorderen Ende des Blocks 26 befestigt ist und in einen Umfangssaum 20 mündet, der mit dem in Fig. 3 identisch ist und auch den selben Zweck hat.

Das Instrument bzw. die "Pistole" zum Bohren bzw. Schieben der in Fig. 3 bzw. 4 dargestellten Trokarnadel in den Knochen eines Patienten zum Zwecke der Infusion, Transfusion oder sonstigen Behandlung weist im wesentlichen ein Gehäuse 1, eine abnehmbar an einem Kolben 3 befestigte Trokarnadel und eine Gaspatrone 4 auf. Das vordere Ende des Gehäuses ist von einer Membran 5 verschlossen, die mit dem Gehäuse mittels eines zentrisch perforierten Deckels 10 fest und dicht verbunden ist, der als Arretierung dient, um so ein versehentliches Losschießen der Trokarnadel zu verhindern. Das hintere Ende ist mit einem beweglichen Stöpsel 14 verschlossen, der mit einem federbetriebenen Haken 15 versehen ist. Der vordere Teil des Gehäuses hat die Form eines glatten Zylinders 11, dessen vorderes Ende mit einem innen vorpringendem Bund 12 versehen ist, der als vorderer Stop für den Kolben 3 dient.

Das Mittelteil des medizinischen Instruments ist in Fig. 2 genauer dargestellt und im folgenden wird nur Bezug auf diese Figur genommen. Das Gehäuse besitzt ein Trennteil 13, welches die hintere Wand des Zylinders bildet und durch eine Gaseinlaßöffnung 16 zentrisch perforiert ist. Zum hinteren Teil der Trennung hin bildet das Gehäuse eine glatte zylindrische Führung 17 für das vordere Ende des Ventilgehäuses der Gaspatrone, wodurch sich letztere ohne weiteres vorwärts bewegen lädt.

Der Kolben 3 weist die Form einer Scheibe 30 auf, die mittels einer Achse 31 nach vorne verläuft, deren vorderes Ende durch eine zylindrische Vertiefung 35 perforiert ist, die so ausgebildet ist, daß sie das hintere Ende der in Fig. 4 dargestellten Trokarnadel aufnimmt. Scheibe und Achse bestehen aus Metall, um so der Nadel die nötige Durchstoßkraft zu verleihen. An dem vorderen Ende trägt die Achse eine weitere Scheibe 32 aus Kunststoff, welche zwei oder mehrere hakenförmige, elastische Griffe 33 aufweist, welche die Trokarnadel mittels des hinteren Flansches 20 an dem Kolben befestigen (vgl. Fig. 3 und 4) und ihn bei plötzlichem Kontakt des Kolbens mit dem Bund 12 freigibt. Eine Ringdichtung 34 ist in eine Umfangsnut am äußeren Rand der Scheibe 30 eingeführt, wodurch ein Austreten des Gases verhindert wird.

Die Gaspatrone enthält Druckgas oder irgendein anderes geeignetes Gas und ist mittels eines axial in dem Ventilgehäuse 41 beweglichen Ventilteils 40 verschlossen. Das Ventilgehäuse ist in dem mit einem Gewinde versehenen Hals der Patrone befestigt und mit zwei parallel verlaufenden Umfangsnuten 42 und 43 versehen, von denen letztere eine Ringdichtung 44 aufweist, um zu verhindern, daß Gas in den hinteren Teil des Gehäuses eindringt. Die Nut 43 ist mit dem Ende eines Sicherheitsstiftes 45 verbunden, welcher einen kugelförmigen, aus dem Gehäuse herausragenden Griff aufweist. Das Ventilgehäuse ist zentrisch perforiert und besitzt ein Ventil in Form eines Röhrchens 46, dessen hinteres Ende mit einem Flansch 47 verschlossen ist und in geöffnetem Zustand mit dem Patroneninneren mittels einer oder mehrerer seitlicher Öffnungen 48 in Verbindung steht. In geschlossenem Zustand der in der Zeichnung dargestellten Gaspatrone sind die Öffnungen durch das Ventilgehäuse bedeckt. Ein zusätzlicher Verschluß läßt sich durch eine zwischen dem hinteren Ende des Ventilgehäuses und dem Flansch 47 gelegenen Dichtung 48 erzielen; dieser Flansch wird mittels des Gasdrucks in der Patrone gegen das Gehäuseende gepreßt.

Wie vorstehend bereits erwähnt, wird das Instrument "schußfertig" gemacht, indem der Sicherheitszapfen 45 aus dem Gehäuse herausgezogen wird. Das vordere Ende wird nun gegen die Knochenhaut gepreßt, woraufhin die Trokarnadel in den Knochen eindringt und die Gaspatrone wird unter Druck auf den Stöpsel 14 am Ende des Gehäuses geschoben, wobei der Stöpsel mittels des Sicherheitshakens in seiner Position gehalten wird. Die Vorwärtsbewegung der Patrone drückt auf das Ventilteil innen, wodurch Öffnungen 48 freigegeben werden und eine Verbindung zwischen dem Patroneninneren und dem Zylinder hergestellt wird. Der Gasdruck bewegt den Kolben und die damit verbundene Nadel unter großer Geschwindigkeit nach vorne, wobei die Nadel durch die Membran in den Knochen im Körper des Patienten geschoben wird. Der Kolben wird von dem Bund 12 gestoppt, woraufhin die Nadel durch die flexiblen Griffe 33 von dem Kolben losgelöst wird. Nun wird das Instrument entfernt und die Nadel mit einer Spritze und einem Infusions- bzw. Transfusionsset verbunden.

Der Hauptvorteil der Erfindung besteht in der schnellen Einführung der Trokarnadel in den Knochen, nahezu ohne Schmerzen für den Patienten, und in der augenblicklichen Ablösbarkeit von der Schießvorrichtung. Dieses Verfahren ist für die intravenöse Infusion von Vorteil, da nicht mehr viel Zeit verloren geht, um aufwendig ein geeignetes Blutgefäß zu finden, eine Tatsache, die im Krieg, bei Unfällen, Aufständen und ähnlichen Vorfällen von großer Bedeutung ist. Wie bereits oben erwähnt, hat sich das Verfahren bei Neugeborenen und bei Kindern, bei denen es schwierig ist, eine Vene zu finden, sehr bewährt. Da das Instrument absolut steril ist, besteht keine Gefahr einer Infektion oder anderweitiger Komplikationen.

Es versteht sich von selbst, daß der Mechanismus zum Herausleiten des Gases aus der Gaspatrone in des Ende des Zylinders, wie bereits gezeigt und beschrieben, nur eine Art und Weise, die Patrone vorwärts zu bewegen, darstellt und daß der Fachmann jeden beliebigen Mechanismus vorsehen und ausführen kann. Ähnlich lassen sich die Form des Gehäuses, des Kolbens und der anderen Bauteile variieren, so lange wie das Verfahren zum Schießen einer Trokarnadel in einen Knochen aufrechterhalten wird.

Claims (18)

1. Chirurgisches Instrument zum druckvermittelten Einbringen einer Trokarnadel in das Knochenmark eines Patienten durch die Haut und das Gewebe hindurch, mittels der Rückschlagkraft eines vorher komprimierten Gases, wobei das Instrument folgendes umfaßt:
ein längliches ßehäuse mit einem vorderen Ende und einem hinteren Ende, welches mittels eines zentrisch perforierten Trennteil in einen vorderen Teil und einen hinteren Teil geteilt ist, wobei das vordere Teil einen Zylinder mit einem darin beweglichen Kolben und eine mit dem Vorderteil des Kolbens löslich befestigten Trokarnadel bildet, und wobei das hintere Teil eine Druckgaspatrone und eine Vorrichtung zum Öffnen der Patrone enthält, wodurch Druckgas in den Zylinder gelassen wird, was bewirkt, dar der Kolben und die Trokarnadel vorwärts bewegt werden, wobei der hintere Teil eine Vorrichtung enthält, die bewirkt, daß die Trokarnadel von dem Kolben abgelöst wird, und zwar am Ende des Kolbenhubs, nachdem sie in den Knochen eingedrungen ist.
2. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trokarnadel die Form einer herkömmlichen Subkutannadel aufweist und sich vorne im Gehäuse befindet, wobei das spitze Ende nach vorne weist, wobei die Trokarnadel durch eine scharfe, geschlossene Spitze gekennzeichnet ist und durch mindestens ein schräg verlaufendes Loch in der Nähe der scharfen Spitze, das zur Verbindung mit der Nadelbohrung und dem Äußeren dient.
3. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trokarnadel einen scharfen Mandrin enthält, welcher fest mit dem vorderen Ende des Kolbens verbunden ist, wobei der Mandrin sich in einer Kanüle befindet und mit seinem hinteren Ende abnehmbar mit dem hinteren Ende des Mandrins befestigt ist und in einen Umfangsaum mündet.
4. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaspatrone ein in einem Ventilgehäuse axial bewegliches und aus dem Gehäuse nach vorne herausragendes Ventilteil aufweist, wobei dessen vorderes Ende in enger Verbindung mit der Perforation in dem Trennteil steht, und wobei das Ventilteil die Patrone geschlossen in Vorwärtsstellung hält und sie öffnet, sobald sie mit dem hinteren Teil in die Patrone geschoben wird.
5. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilteil die Form eines Röhrchens aufweist, der an seinem hinteren Ende mittels eines Flansches verschlossen ist und an seinem hinteren Ende in der Nähe des Flansches durch mindestens eine schräg verlaufende Öffnung perforiert ist und dadurch, daß das vordere Ende des Röhrchens mit der Perforation in dem Trennteil zusammenwirkt.
6. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende des Gehäuses einen Stöpsel enthält, welcher durch manuellen Druck darauf axial beweglich ist, wodurch die Patrone vorwärts bewegt wird, das Ventilteil in die Patrone gedrückt wird und sich dabei die Patrone öffnet und somit Gas aus der Patrone durch das Ventilteil in den Zylinder fließt und den Kolben und die Trokarnadel nach vorne bewegt.
7. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben mit flexiblen Griffen versehen ist, welche den hinteren Saum der Trokarnadel halten und sie nach Einführen des Trokars in den Knochen freigeben.
8. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse eine zylindrische Form aufweist, dessen vorderes Ende durch eine perforierbare Membran verschlossen ist, welche durch einen zentrisch perforierten Deckel in Position gehalten wird.
9. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stöpsel mit einem federbelasteten Haken versehen ist, um ihn in seiner Vorwärtsstellung zu halten.
10. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben ein hinteres Teil aus Metall in Form einer Scheibe und eine nach vorne verlaufende Achse und eine an der Achse befestigte Frontscheibe aus Kunststoff aufweist, wobei die Frontscheibe mit elastischen Griffen aus Kunststoff zum löslichen Halten des Umfangsaumes der Trokarnadel versehen ist.
11. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallscheibe des Kolbens mit einem in der Umfangsnut befestigten Dichtungsring versehen ist.
12. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ringdichtung sich auf der Vorderseite des Flansches des Ventilteils befindet, wodurch eine fester Verschluß der Patrone gewährleistet ist.
13. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse mit einer Unfangsnut versehen ist, welche mit dem Stift eines sich von dem Gehäuseäußeren erstreckenden Sicherheitshakens in Verbindung steht und bei Nichtgebrauch die Gaspatrone in ihrer hinteren Position hält.
14. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus Kunststoff besteht.
15. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus Metall besteht.
16. Chirurgisches Instrument gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trokarnadel mit zwei sich gegenüberliegenden seitlichen Löchern nahe der scharfen vorderen Spitze versehen ist.
17. Chirurgisches Instrument gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 und im wesentlichen wie beschrieben unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen.
DE19944440045 1993-11-18 1994-11-09 Druckgasbetriebenes chirurgisches Instrument Withdrawn DE4440045A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IL10765093A IL107650D0 (en) 1993-11-18 1993-11-18 Gas-propelled surgical instrument for impact insertion of an intraosseous trocar-needle

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4440045A1 true DE4440045A1 (de) 1995-05-24

Family

ID=11065469

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19944440045 Withdrawn DE4440045A1 (de) 1993-11-18 1994-11-09 Druckgasbetriebenes chirurgisches Instrument

Country Status (5)

Country Link
CA (1) CA2134245A1 (de)
DE (1) DE4440045A1 (de)
FR (1) FR2712480A1 (de)
GB (1) GB2283918A (de)
IL (1) IL107650D0 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10057931A1 (de) * 2000-11-22 2002-08-29 Peter Lell Pyrotechnisch betriebenes chirurgisches Instrument (Pyronadel)
DE19820172A1 (de) * 1997-09-30 2005-01-27 Wolfgang Wagner Einrichtung und einrichtungsbezogenes Verfahren zur Einbringung eines Diagnostikträgers oder einer Arznei unter die Haut eines Lebewesens
WO2006013389A1 (en) * 2004-08-05 2006-02-09 The University Court Of The University Of Dundee Biopsy apparatus and method

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103393468B (zh) * 2013-05-13 2016-02-24 李钢 一种远程控制机械手辅助经皮肾镜穿刺定位装置
GB2519971B (en) * 2013-11-01 2017-06-14 Consort Medical Plc Medicament delivery device sub-assembly

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA2069060C (en) * 1991-06-26 2003-07-29 Daniel Shichman Powered trocar

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19820172A1 (de) * 1997-09-30 2005-01-27 Wolfgang Wagner Einrichtung und einrichtungsbezogenes Verfahren zur Einbringung eines Diagnostikträgers oder einer Arznei unter die Haut eines Lebewesens
DE10057931A1 (de) * 2000-11-22 2002-08-29 Peter Lell Pyrotechnisch betriebenes chirurgisches Instrument (Pyronadel)
DE10057931B4 (de) * 2000-11-22 2007-11-08 Lell, Peter, Dr.-Ing. Pyrotechnisch betriebenes chirurgisches Instrument (Pyronadel)
WO2006013389A1 (en) * 2004-08-05 2006-02-09 The University Court Of The University Of Dundee Biopsy apparatus and method

Also Published As

Publication number Publication date
GB2283918A (en) 1995-05-24
FR2712480A1 (fr) 1995-05-24
IL107650D0 (en) 1994-02-27
CA2134245A1 (en) 1995-05-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US9295487B2 (en) Apparatus and method to inject fluids into bone marrow and other target sites
DE60217382T2 (de) Zusammenschiebbarer spritzenbehälter
DE60201876T2 (de) Medizinische Nadeleinheit
EP1970091B1 (de) Insertionskopf für medizinische oder pharmazeutische Anwendungen
DE69928731T2 (de) Kombiniertes Spinal-, Epiduralnadelset verschiedener Extension
AT412837B (de) System zum injizieren oder ansaugen eines fluids
EP1618908B1 (de) Kupplungsvorrichtung zum Anschliessen einer medizinischen Versorgungsleitung an einen Katheter
DE3831540C2 (de)
DE69834957T2 (de) Vorrichtung zum Implantieren von subkutanen Implantaten
DE60216467T2 (de) Schutzvorrichtung für eine nadel
EP2063938B1 (de) Nadelschutzvorrichtung mit distalem und proximalem nadelschutz
DE69931384T2 (de) Abtupfbare, nadellose zuspritzstelle mit geringem rückfluss
US5342296A (en) Method for draining antrum
EP1764122B1 (de) Insertionskopf mit Nadelschutz im Griff
DE60216436T2 (de) Spritzvorrichtung
US8480632B2 (en) Cartridge apparatus for injecting fluids into bone
DE69532320T2 (de) Austauscherzubehör zur Verwendung mit einem Katheter
DE19821723C2 (de) Katheterkopf für subkutane Verabreichung eines Wirkstoffs
DE69925179T2 (de) Stiftförmige Medikamentenspritze mit Wiederholungsdosierung
EP1968681B1 (de) Insertionskopf mit griff
EP0263096B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Entnahme von Flüssigkeiten, Gewebe
DE60028151T2 (de) Intradermale Arzneimittelabgabevorrichtung und Nadelvorrichtung
DE10009814B4 (de) Einweg-Injektorkappe
DE602005003009T2 (de) Injektionsvorrichtung
US5078688A (en) Paracentesis catheter system

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee