DE441524C - Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhaeltnismaessig dicken und duennen Kanten, z. B. Messerklingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhaeltnismaessig dicken und duennen Kanten, z. B. Messerklingen

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DE441524C
DE441524C DEW66828D DEW0066828D DE441524C DE 441524 C DE441524 C DE 441524C DE W66828 D DEW66828 D DE W66828D DE W0066828 D DEW0066828 D DE W0066828D DE 441524 C DE441524 C DE 441524C
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relatively thick
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knife blades
thick
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Application number
DEW66828D
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Wade & Butcher Corp
Original Assignee
Wade & Butcher Corp
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H7/00Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons
    • B21H7/10Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons knives; sickles; scythes

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhältnismäßig dicken und dünnen Kanten, z. B. Messerklingen. Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhältnismäßig dicken und -dünnen Längskanten, z. B. einer Tischmesserklinge.
  • Beim Walzen von Gegenständen xnfit verhältnismäßig dicken und dünnen Kanten bietet die dünne Kante denn Strecken weniger Widerstand als die dicke Kante. Es ergibt sich daher ein Erzeugnis, welches nicht gerade, sondern seitlich gekrümmt ist, wobei die dicke Kante d en Bogen mit dem kürzeren Radius bildet. Bisher war es erforderlich, solche gekrümmten Gegenstände einer Anzahl von Nachwalzungen zu unterwerfen, um sie allmählich wieder in eine Gerade zu bringen, bevor die Vollendungsarbeiten vorgenommen werden konnten.
  • Es wurde herausgefunden, daß die Notwendigkeit, solche Gegenstände in die Gerade zu bringen, vermieden werden kann, wenn man aus einem Grundformstück ein Zwischenformstück von erforderlicher Breite formt, das verhältnismäßig dicke und dünne Längskanten und in der Nähe der dicken Kante überschüssiges Material aufweist, und dann dieses Zw-ischenformstück in der Längsrichtung walzt, um es im wesentlichen zu strecken und das überschüssige Material an der dicken Kante zu verdrängen. Die dicke Kante mit dem überschüssigen Material wirkt dem Bestreben der Klinge, beim Walzen sich zu krümmen, entgegen und wird auch beim Auswalzen in verstärktem Maße verlängert, so daß ein gerades Erzeugnis ohne 1;achwalzen und ohne die damit verbundenen zusätzlichen Kosten erreicht wird.
  • Es ist auch herausgefunden worden, daß durch Aufwalzen von Rippen auf das Zwischenformstück zwischen Walzen mit entsprechenden Vertiefungen oder durch Erzeugung der Rippen durch einen Schmiedevorgang das Material beim Walzen zurückgehalten und veranlaßt wird, sich mehr seitlich statt in die Länge auszudehnen.
  • Mit dem neuen Verfahren wird sowohl eine wirtschaftlichere Herstellung als auch ein verbessertes Erzeugnis gewonnen. In der als Beispiel gegebenen Zeichnung zeigt Abb. i schaubildlich ein Grun.dform+ stück aus Stahl, aus welchem ein Tischmesser hergestellt werden soll.
  • Abb. 2 zeigt ebenfalls schaubildlich das in einem Arbeitsvorgang aus dem Grundformstück nach Abb. i hergestellte Zwischenformstück.
  • Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 in Abb. 2.
  • Abb. q. ist ein Schaubild einer aus dem Zwischenformstück nach Abb.2 gewalzten Messerklinge.
  • . Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Abb. q..
  • Abb. 6 ist ein Schaubild zur schematischen Darstellung der Walzen mit die Umformung eines Grundformstückes nach Abb. i in ein Zwischenformstück nach Abb.2 bewirkenden Segmentwalzmatrizen.
  • Abb. 7 ist ein in größerem Maßstabe gezeichnetes Schaubild einer der beiden zur Herstellung des Zwischenformstücks nach Abb. 2 bestimmten Segmentwalzmatrizen, und Abb. 8 ist ein in größerem Maßstabe gezeichnetes Schaubild einer der beiden zur Umformung des Zwischenformstücks nach Abb. 2 in die Messerklinge nach Abb. ¢ bestimmten Walzmatrizen.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens wird ein von einer Stahlstange abgeschnittenes Grundformstück g erhitzt und in die Form eines Zwischenformstücks io übergeführt. Dies kann mittels eines Fallhammers und passender Gelenke oder mittels .eines Walzwerks mit entsprechenden Walzmatrizen geschehen. Das Verfahren in seiner bevorzugten Form sieht die Anwendung eines Walzwerks und geeigneter Walzmatrizen vor, und zwar sowohl zur Herstellung des Zwischenformstücks als auch zur Umformung dieses Stücks in die Messerklinge.
  • Wenn das Zwischenformstück io aus dem Grun.dformstück gewalzt werden soll, wird letzteres zwischen zwei segmentförmigen Walzmatrizen i i (Abb. 6) hindurchgeführt, die in bekannter, nicht besonders gezeichneter Weise an den Walzen r2 des Walzwerks befestigt sind, deren Konstruktion und Wirkungsweise bekannt sind und keiner Erläuterung bedürfen.
  • Jede Matrize i i ist mit einer in der Längsrichtung der Walzen leicht erweiterten Vertiefung 13 versehen, deren Zweck es ist, auf jeder Seite des Zwischenformstücks io in der Nähe der dicken Kante bei 1d. einen Metailüberschuß zu schaffen, wobei sich der Überschuß längs jener Kante erstreckt und quer dazu an den verschiedenen Stellen, in Übereinstimmung mit der zweifachen Verjüngung der herzustellenden Klinge und der davon herrührenden, beim Auswalzen aus dem Zwischenformstück fortschreitenden Änderung in der Streckung der Stärke nach abweicht. Die Abb.7 in Verbindung mit Abb. 2 und 3 gibt besonders Aufschluß über die Form der Vertiefung 13. Jede Matrize ii ist ferner mit einer Reihe von querlaufenden Rinnen 15 versehen, die auf dem Zwischenformstück, wenn es gewalzt wird, Querrippen 16 bilden. Durch diese Rippen wird die Metallverschiebung in der Walzrichtung verzögert und bewirkt, daß sich das Metall mehr seitlich als nach der Länge ausdehnt. Auf diese Weise dehnt sich während der ersten Auswalzung der größere Teil des Grundformstücks nach der Breite aus.
  • Das Zwischenformstück wird danach zwischen einem Paar segmentförmiger Walzmatrizen 17 hindurchgeführt, die in ähnlicher Weise wie die Matrizen i i auf Walzen befestigt sind. Während des zweiten Walzvorganges, d. h. zwischen den Matrizen 17, wird das Zwischenformstück nur um wenig in der Breite, dagegen mehr in der Länge ausgedehnt und naturgemäß in der Dicke auf den gewünschten Grad herabgemindert. Wäre kein überschüssiges Metall an dem zwischen den Matrizen 17 hindurchgeführten Zwischenstück bei 1q. vorhanden, so würde die verschiedene Streckung der dicken und der dünnen Kante des durch die Matrizen 17 dünner zu walzenden Zwischenformstücks ein seitlich gebogenes Erzeugnis ergeben, wobei die dickere Kante den kleineren Radius aufweisen würde. Dadurch aber, daß längs der dickeren Kante des Zwischenformstücks überschüssiges Metall vorhanden ist, wird diese Kante in verstärktem Maße beim Auswalzen verlängert, wodurch die natürliche verschiedene Streckkung der dicken und der dünnen Kante ausgeglichen wird.
  • Durch diesen Ausgleich mit gerade so viel Metall, wie zur Streckung der dicken Kante im gleichen Maße wie der dünnen Kante genügt, wird die Klinge 18 gerade ausgewalzt, wie Abb. q. zeigt, und ist danach für die weitere Bearbeitung, wie Zurichten. Schleifen und Polieren, bereit.
  • Bei diesem Verfahren wird die Zahl der zur Umformung eines Grundformstücks in eine Messerklinge erforderlichen Vorgänge auf zwei herabgemindert und dem anfänglich im Zwischenformstück io quer ausgedehnten und dann in der Klinge längsweise gestreckten Metall ein Grad von Dichtigkeit, Härte und ein Gefüge verliehen, welche das nachfolgende Schleifen und Polieren wesentlich erleichtern.
  • Es ist ersichtlich, daß das Verfahren auch auf andere Gegenstände als Messerklingen und auf andere Materialien als Stahl anwendbar ist.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhältnismäßig dicken und dünnen Kanten, z. B. Messerklingen, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem Grundformstück ein Zwischenformstück von der endgültigen Gestalt angenäherten Abmessungen mit überschüssigem Material in der Nähe der dicken Kante geformt und dieses hierauf in der Längsrichtung ausgewalzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das überschüssige Material in verschiedener Menge längs und in der Nähe der dicken Kante des Zwischenformstücks verteilt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundformstück zur Umformung in das Zwischenformstück geschmiedet -wird. d..
  4. Verfahren nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundforrnstück zur Bildung des Zwischenformstücks in der Längsrichtung ausgewalzt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenfortnstück mit Ouerrippen hergestellt wird, um die Längsstreckung des Materials zu verzögern und das Stück auf die erforderliche Breite auszudehnen.
DEW66828D Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes mit verhaeltnismaessig dicken und duennen Kanten, z. B. Messerklingen Expired DE441524C (de)

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NL15458D NL15458C (de) 1924-06-04
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US717792A US1543880A (en) 1924-06-04 1924-06-04 Method of making knife blades, etc.
GB18172/24A GB231378A (en) 1924-07-30 1924-07-30 Method of making knife blades and the like
FR584577D FR584577A (fr) 1924-07-30 1924-08-07 Procédé pour fabriquer les lames de couteaux et objets analogues
CH112836D CH112836A (de) 1924-06-04 1924-08-08 Verfahren zur Herstellung eines gestreckten Gegenstandes, dessen eine Längskante verhältnismässig dick und die andere verhältnismaässig dünn ist.

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DE (1) DE441524C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2685882A1 (fr) * 1992-01-08 1993-07-09 Seb Sa Procede de fabrication d'une lame de couteau.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2685882A1 (fr) * 1992-01-08 1993-07-09 Seb Sa Procede de fabrication d'une lame de couteau.

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