DE441468C - Dampfkessel fuer dampfbetriebene Luftfahrzeuge - Google Patents

Dampfkessel fuer dampfbetriebene Luftfahrzeuge

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DE441468C
DE441468C DEST41251D DEST041251D DE441468C DE 441468 C DE441468 C DE 441468C DE ST41251 D DEST41251 D DE ST41251D DE ST041251 D DEST041251 D DE ST041251D DE 441468 C DE441468 C DE 441468C
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boiler
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B21/00Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically
    • F22B21/007Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically specially adapted for locomotives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Dampfkessel für dampfbetriebene Luftfahrzeuge. Bei dampfbetriebenen Luftfahrzeugen sind bisher die bekannten Wasserrohrkessel in Vorschlag gebracht worden, deren Oberkessel quer zur Fahrtrichtung des Luftfahrzeuges liegen soll. Bei einem ohne Kurven stattfindenden dynamischen Aufstieg des Flugzeuges mögen diese Kessel wohl ohne Betriebsstörungen arbeiten können, aber niemals bei den in Kurven stattfindenden Aufstiegen, weil hierbei in dem langen Oberkessel die ganze Wassermasse von einer zur anderen Seite herüber- und wieder zurückgeworfen wird. Der gleiche Vorgang spielt sich auch bei Gleitflügen und Landungen ab, so daß der Kessel dauernd wechselnden hohen Beanspruchungen unterworfen ist. Abgesehen davon, daß hierdurch Wasserstandsgläser dauernd ersetzt werden müssen, findet bei dieser großen Wasserbewegung ein ständiges Aufwühlen der Speisewasserabsonderungen statt, die sich bis zu den Eintrittsstutzen der Armaturen hochspülen und diese nicht nur vorzeitig verschmutzen, sondern auch in ihren Funktionen behindern, z. B. schließen hierdurch baldigst die Ventile nicht mehr dicht, Manoineterröhren und Wasserstandsstutzen verstopfen usw., welches naturgemäß große Gefahren in sich schließt.
  • Diesen Übelständen und Gefahren wird durch die Erfindung in wirksamster Weise abgeholfen, deren Wesen darin besteht, daß für die Dampferzeugung ein runder stehender Kessel Anordnung findet, welcher aus einem Oberkessel mit in dessen Boden sitzenden und frei in den Feuerungsraum hineinragenden U-förmigen Siederohren besteht und in einem Abstand von einem zweiten in halber Höhe unterteilten Kessel umschlossen wird. Der untere Teil dieses Außenkessels umschließt den Feuerungsraum und dient als Speisewasservorwärrner, während der obere Teil desselben als Gaskanal dient, in welchem gleichzeitig ein Überhitzer untergebracht ist. Die Speisung des Kessels erfolgt durch ein im Oberkessel unterhalb vom tiefsten Wasserstand liegendes Ringrohr, von welchem durch den Kesselboden in die Feuerung Rohre abzweigen, die durch Kammern mit den Siederohren am unteren Ende verbunden sind. Hierdurch wird ein guter Wasserumlauf und eine beschleunigte Verdampfung erreicht, welcher Prozeß noch durch im Oberkessel senkrecht angeordnete Gasrehre beschleunigt wird, und der Dampf gleichzeitig vorgetrocknet, ehe er in den Überhitzer gelangt. Durch diese runde Form des Oberkessels mit hängenden Siederohren verteilt sich die Wassermenge in demselben nach allen Seiten gleichmäßig, so daß sowohl keim Abstieg wie Aufstieg wie auch in Kurven, die das Fahrzeug zurücklegt, stets eine gleichmäßige Wasserbewegung stattfindet, ohne daß ein Überstürzen der Wasserinassen wie bei einem langen Oberkessel möglich ist.
  • Der Kessel wird mit flüssigem Brennstoff beheizt, zu welchem Zwecke die Zerstäuber im Feuerraummantel um 9o° versetzt zueinander stehen. Der Kessel wird von einem Rahmen im Luftfahrzeug getragen, welcher Rahmen oberhalb des Kessels gleichzeitig als Träger für die Dampfturbine dienen kann.
  • In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Dampfkessels teilweise im senkrechten Schnitt und Ansicht dargestellt.
  • Der Kessel besteht aus dem runden Oberkessel i mit Dampfdom 2, welcher sich unterhalb von seinem Boden 3 als Mantel d. fortsetzt. Im Boden 3 des Oberkessels i sind die U-förmigen Siederohre 5 angeordnet, die gruppenweise durch die Wasserkammern 6 untereinander verbunden sind. Im Oberkessel i ist unterhalb vom tiefsten Wasserstand das mit der Pumpenrohrleitung 7 verbundene Ringrohr 8 angeordnet, von welchem eine Anzahl Fallrohre 9 nach unten durch den Kesselboden 3 in den Feuerraum abzweigen und durch Wasserkammern io mit den unteren Enden der Siederohre 5 verbunden sind. Die Wasserkammern io verbinden gruppenweise die Siederohre 5 an ihren unteren Enden, so daß durch die Fallrohre 9 alle Siederohre 5 von unten gespeist werden. Zwischen den oberen Enden der Siederohre 5 sind im Kesselboden 3 die Gasrohre i i eingesetzt, welche die Haube des Oberkessels i durchdringen, so daß der Feuerraum mit dem oberhalb des Oberkessels i liegenden Raum durch diese Rohre i i in Verbindung steht. 12 ist ein unterhalb vom Dampfdom :2 befestigtes Dampfprallblech.
  • Der Oberkessel i mit Dampfdom 2 wird in einem Abstand von dem Mantel 13 umschlossen, an welchen sich unten der den Mantel :I umschließende Speisewasservorwärmer 14 anschließt. An seiner höchsten Stelle läuft der Mantel 13 in den Stutzen 15 zum Aufsetzen des Schornsteines 16 aus. Der Raum innerhalb vom Mantel 13 dient als Gasabzugskanal und steht durch die im .Mantel 4. unterhalb vom Kesselboden 3 angeordneten Öffnungen 17 mit dem Feuerraum in Verbindung. In diesem Gasabzugskanal ist der Überhitzer 18 angeordnet, welcher in dem Gasabzugskanal breit ausladend angeordnet wird und dadurch sehr wirkungsvoll ist. Der Speisewasservorwärmer i¢ besitzt in seinem Deckel mehrere Rohre i9, welche den Oberkessel i im Gasabzugskanal überbrücken und dadurch dem Gasstrom ausgesetzt sind. Diese Rohre i9 können aber auch den Oberkessel i in Spiralen umschließen. Der Stutzen 2o am Vorwärmer 14 steht mit der Leitung für das Kondensat bzw. mit dem Abdampf der Turbine u. dgl. in Verbindung, während der Stutzen 2,1 mit der Speisepumpe verbunden ist, die ihrerseits wieder an die Leitung 7 anschließt.
  • Unterhalb vom Speisewasservorwärmer 14 schließt sich an den Mantel 4 die doppel- Nvandige isolierte Feuerbuchse 22 mit gleichartigem Boden 23 an, in welcher auf dem Vinfange um je 9o° zueinander versetzt die Zerstäuber 24 für den flüssigen Brennstoff angeordnet sind.
  • Die Wirkungsweise des Dampfkessels ist folgende: Nachdem der Kessel bis zum niedrigsten Wasserstand mit Wasser gefüllt ist, werden die Zerstäuberdüsen 24 in bekannter Weise angestellt, wobei das ganze Siederöhrensystem 5 mit Follrohren 9 und Wasserkam-Inern G und io beheizt wird. Gleichzeitig ziehen die Heizgase einmal durch die den Oberkessel i durchdringenden Rohre i i und beschleunigen die Dampfentwicklung und dann al;er auch durch die Öffnungen 1 7 in den Abzugskanal, wobei der Oberkessel i auch noch von außen beheizt wird, mithin keine Strahlungsverluste hat, sondern die Dampfentwicklung noch begünstigt wird. Der im Oberkessel i sich entwickelnde Dampf umgibt die Rohre i i in ihrem oberen Teil, wodurch eine Vorerhitzung stattfindet, eile derselbe in' den Überhitzer 18 gelangt, so <laß bei dem breitausladenden Überhitzer 18 mit der Vorerhitzung i i ein hochwertiger Dampf für die Turbine erzielt wird. Da nun cler Speisewasservorwärmer 1.1, den Mantel .f (1e, Feuerraums umgibt, so ist dieser gleichfalls gegen eine Ausstrahlung an die Außentemperatur geschützt und wird dessen Hitze von dem im Vorwärmer 14 befindlichen Speisewasser aufgenommen, welches durch den Al:dainpf und Kondensat der Turbine, Pumpe u. dgl. gleichfalls erwärmt und ergänzt wird. Die durch den Gaskanal führenden Rohre i9 des Vorwärmers 14 steigern noch «-eiter die Temperatur des Speisewassers, so daß dem Dampfkessel beinahe siedendes Wasser wieder zugeführt werden kann. Da nun das Speisewasser durch die Ringleitung 8 im siedenden Wasser des Oberkessels i fließt, so wird dessen Temperatur noch weiter gesteigert, ehe es in die der Feuerung ausgesetzten Fallrohre 9 und von cla in die Siederohre 5 gelangt. Durch diesen Vorgang wird die Dampfentwicklung sehr beschleunigt, weil nunmehr die Gegenströme im Wasser zwischen Oberkessel i und Siederohre 5 ausgeschaltet sind. Es findet vielmehr ein störungsfreier Umlauf des Wassers statt und wird das fortlaufende Abkühlen des kurz vor der Verdampfung stehenden Wassers im Oberkessel vermieden. Diese Vorteile sind für Luftfahrzeuge von ausschlaggebender Bedeutung, um den Kessel stets manövrierfähig zu erhalten, z. B. bei steigender und dann wieder bei abfallender Geschwindigkeit; ebenso beim Klarmachen vor dem Aufstieg und bei Beendigung der Fährt. Dadurch, daß die Fallrohre g am inneren Mantel .a. liegen, sind diese der Feuerung nicht so stark ausgesetzt wie die Siedrohre 5, wodurch in diesen noch keine Dampfentwicklung stattfinden kann. Außerdem muß bei einem derartigen Kessel die Speisepumpe ständig in Betrieb sein bzw. der Regler sorgt für einen ständigen Wasserdurchfluß in den Fallrohren 9, während die Siederohre 5 ständig das Wasser aus den Fallrohren 9 absaugen. Wird die Fahrtgeschwindigkeit stark herabgemindert, so werden entsprechend ein oder mehrere Strahldüsen gedrosselt oder ganz abgestellt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dampfkessel für dampfbetriebene Luftfahrzeuge, gekennzeichnet durch einen von - einem Rauchgaskanal ummantelten runden Oberkessel (i) mit senkrecht von dessen Boden (3) in die Feuerung ragenden U-förmigen Siederohren (5) mit an deren tiefsten Stellen anschließenden, als Speiseleitungen dienenden Fallrohren (9) sowie durch mehrere den Oberkessel (i) senkrecht durchdringende Gasabzugsrohre (ii).
  2. 2. Dampfkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Speiseleitung (7) an eine im Oberkessel (i) liegende Ringleitung (8) anschließt, von welcher die Fallrohre (9) senkrecht in den Feuerraum in Nähe von dessen Mantel (d.) führen.
  3. 3. Dampfkessel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallrohre (9) durch Wasserkammern (io) gruppenweise mit den Siederohren (5) verbunden sind. d..
  4. Dampfkessel nach Anspruch i bis- 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Siederohre (5) gruppenweise in ihrer Höhe durch Wasserkammern (6) untereinander verbunden sind:
  5. 5. Dampfkessel nach Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer (1d.) den Oberkessel (i) überbrückende oder diesen in Spiralen umschließende, im Rauchabzugskanal liegende Heizrohre (i9) aufweist.
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