DE4341568C1 - Vorrichtung zur Zerkleinerung von organischen Massen - Google Patents
Vorrichtung zur Zerkleinerung von organischen MassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zerkleinerung
von organischen Massen, mit einer drehfest gehaltenen
Lochscheibe, einer vor der Lochscheibe angeordneten
relativ zur Lochscheibe rotierenden Messeranordnung sowie
einer Zuführöffnung mit einem Trichter zur Zuführung der
organischen Massen und einem Auslauf auf der anderen
Seite der Lochscheibe.
Vorrichtungen der angesprochenen Art dienen zur
Zerkleinerung von organischen Massen, z. B. zur
Zerkleinerung von Fleisch, Obst und Gemüse. Insbesondere
werden solche Vorrichtungen in Fleischereien und
Wurstfabriken eingesetzt, um Roh- und Kochfleisch sowie
Fette und Schwarten zu zerkleinern, um daraus
verschiedenste Wurst- und Fleischprodukte herzustellen.
Bei den Vorrichtungen der gattungsgemäßen Art kann es
sich um bekannte Wölfe handeln, bei denen die
Fleischmasse durch einen Schneckenförderer in Richtung
der rotierenden Messeranordnung in einem Wolfgehäuse
transportiert wird. Bei gleichzeitigem Förderdruck durch
die Transportschnecke und Durchdrücken durch die
Lochscheibe und Abschneiden der Fleischmassen erfolgt
dabei eine mehr oder minder feine Zerkleinerung der
vorgeschnittenen Fleischwaren. In gleicher Weise können
aber auch andere organische Massen zerkleinert werden.
Die aus dem Auslauf des Wolfes austretenden Massen werden
in Auffangbehältern aufgefangen oder weiteren
Verarbeitungsmaschinen zugeführt, die die organischen
Massen in gewünschter Weise weiterverarbeiten. Zur
Zuführung der zu zerkleinernden Fleischmassen, die in
Stücke vorgeschnitten sind, weist das Wolfgehäuse eine
Zuführöffnung auf, über der ein Trichter angeordnet ist,
in welchen die zu zerkleinernden Fleischmassen
eingelassen werden. Dieser Trichter kann verschieden groß
ausgebildet sein. Dies hängt jeweils von der Leistung des
Wolfes ab. Die Lochscheibe ist mittels eines
Schraubringes fest an der Vorderseite des Wolfgehäuses
befestigt und weist mehr oder minder große
Durchgangsbohrungen auf, durch die Fleischmassen
hindurchgedrückt und gleichzeitig durch die rotierende
Messeranordnung abgeschnitten werden. In einem
Arbeitsgang kann dabei nur ein bestimmter
Zerkleinerungsgrad der organischen Massen erreicht
werden. Soll eine weitere Zerkleinerung erfolgen, so ist
es notwendig, die Lochscheibe nach einem ersten Durchgang
gegen eine andere Lochscheibe mit feineren Bohrungen
auszutauschen. Die einmal durchgelaufene Masse muß dann
wieder in den Trichter eingefüllt werden und wird noch
einmal von dem Wolf zerkleinert. Dies ist in mehrfachen
Stufen wiederholbar. Es versteht sich von selbst, daß
allein durch das Austauschen der Lochscheibe sehr viel
Zeit in Anspruch genommen wird. Weiterhin ist eine
Einbindung eines solchen Wolfes in eine mehrstufige
Verarbeitungsanlage nicht möglich, um beispielsweise
kontinuierlich eine bestimmte Wurstsorte herstellen zu
können, unter Einschluß eines Mischers und einer
Abfüllvorrichtung, z. B. für Dosen, oder einer
Stoppvorrichtung zum Befüllen von Kunst- oder
Naturdärmen. Ein kontinuierlicher fortgesetzter
Zerkleinerungsvorgang ist nur dann möglich, wenn
Maschinen gleicher Bauart in einer Kette angeordnet
werden. Das am Auslauf abgegriffene zerkleinerte Material
muß sodann aus dem Auffangbehälter in den Trichter des
zweiten Wolfes eingegeben werden. Dazu ist im
automatischen Betrieb eine gesonderte Fördereinrichtung
notwendig. Weiterhin sind die Doppel- und
Dreifachanordnungen solcher Wölfe außerordentlich
kostspielig, da jede Maschine in sich autark ist und alle
Einrichtungen aufweist, die sie zu einer Maschine machen.
Ferner sind nach der Bearbeitung mehrere Maschinen zu
reinigen. Die Verarbeitungsleistung einer solchen
Reihenanordnung ist dabei bestimmt durch die Leistung der
kleinsten Maschine. Es macht deshalb keinen Sinn, große
Menge vorzuzerkleinern, wenn der in der Reihe angeordnete
Wolf mit der Lochscheibe mit dem kleinsten
Lochdurchmesser nur eine begrenzte Verarbeitungskapazität
aufweist, die nur einem Teil der anderen Maschinen
entspricht.
Die Erfindung bezieht sich aber nicht nur auf Wölfe der
klassischen Ausbildungsform, sondern auch auf sog.
Feinstzerkleinerer, wie sie in der DE 39 39 213 C2
beschrieben sind. Solche Feinstzerkleinerer unterscheiden
sich von den Wölfen im wesentlichen dadurch, daß der
Transport der zu zerkleinernden organischen Massen von
der Messeranordnung selbst bewirkt wird und es deshalb
keiner Schneckenzuführung bedarf. Darüber hinaus werden
anstelle relativ dickwandiger Lochscheiben bei solchen
Anordnungen dünne Lochscheiben verwendet, die auf
Stützscheiben aufgelegt sind. Diese Stützscheiben weisen
wiederum gegenüber den Lochdurchmessern in den
Lochscheiben relativ große Durchgangsbohrungen auf, so
daß das zerkleinerte Gut ungehindert abfließen kann. Die
Stärke der Lochscheibe bestimmt dabei u. a. auch die
erzielbare Stärke der Körnung der zerschnittenen
Fleischmassen, die im übrigen auch abhängt von der
Schnittgeschwindigkeit und der Transportleistung der
Messeranordnung. In jedem Fall weisen derartige
Feinstzerkleinerer vor dem Auslauf einen Stauraum auf, in
welchem die zerkleinerten Fleischmassen, z. B. zur
Herstellung eines Brätes, durch einen rotierenden
Auswerfer emulgiert werden. Als besonders effizient für
die Nutzung der Messeranordnung und der
Durchgangsleistung hat es sich dabei erwiesen, die
Lochscheibenanordnung in axialer Richtung gegenüber dem
Messer beidseitig verschieblich zu befestigen und durch
eine Drosseleinrichtung im Auslaufrohr wahlweise den
Druck in dem Stauraum zu erhöhen, um dadurch bei
kleinerer Durchlaufgeschwindigkeit durch die Lochscheibe
einen höheren Feinheitsgrad bei der Zerschneidung mittels
der Messeranordnung zu erreichen. Die Drehachse der
Messeranordnung kann bei solchen Feinstzerkleinerern
horizontal oder vertikal angeordnet sein. Die
Zuführungsöffnung für die zu zerkleinernden Fleischmassen
ist immer so gewählt, daß die Wirkung der Messeranordnung
als gleichzeitige Transportvorrichtung gewahrt ist. Der
Auslauf kann an x-beliebiger Stelle des Stauraumes
vorgesehen sein. In der Regel besteht der Auslauf nur aus
einem Auslaufrohr, das auf einen Auslaufstutzen
aufgesteckt und hieran befestigt ist. Dieses Auslaufrohr
kann somit mit dem gekrümmten Ende in eine Richtung
verdreht werden, die den Auslauf der zerkleinerten
Fleischmassen in einen Behälter oder in eine andere
Maschine gestattet, je nach dem, wie lang und gebogen das
Auslaufrohr ausgebildet ist. Durch den Auswerfer wird die
zerkleinerte Masse in dem Rohr befördert, so daß es
keiner Fördereinrichtung mit einem eigenen Antrieb
bedarf. Auch eine solche Maschine ist zerlegbar
ausgebildet, so daß die Messeranordnung nach der
Bearbeitung hygienisch gereinigt werden kann. Dies gilt
auch für alle anderen am Verarbeitungsprozeß beteiligten
Bestandteile der Maschine. Diese Feinstzerkleinerer
weisen aber ebenfalls den Nachteil auf, daß bereits
vorzerkleinerte Fleischmassen einstufig weiterzerkleinert
werden, daß aber der Zerkleinerungsgrad nur mit einer
Lochscheibe mit bestimmten Durchgangslöchern bis zu einem
bestimmten Grad erzielbar ist und zur Erzielung einer
noch feineren Masse entweder ein weiterer Durchgang, oder
noch besser ein Durchgang durch eine Maschine oder durch
die gleiche Maschine unter Verwendung einer Lochscheibe
mit feineren Durchgangslöchern notwendig ist. Aber auch
die Durchgangsleistung der Maschinen ist begrenzt. Will
man beispielsweise mit einem Feinstzerkleinerer die
doppelte Menge an Fleischmasse aufarbeiten, so muß man
entweder eine zweite Maschine parallel laufen lassen oder
die entsprechenden Fleischmassen nacheinander über einen
längeren (den doppelten) Zeitraum verarbeiten. Dadurch
wird die Einbindung eines solchen Feinstzerkleinerers in
eine verkettete Anlage für die Wurstherstellung
unwirtschaftlich.
Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art so auszubilden, daß wahlweise die
doppelte Menge an Fleischmasse pro Zeiteinheit
verarbeitbar ist oder nur die Hälfte einer größeren Menge
oder daß die Anlage zweistufig gefahren werden kann, in
der Weise, daß eine Vorzerkleinerung und eine
Nachzerkleinerung der organischen Massen erfolgt, um so
in einem kontinuierlichen Arbeitsgang zerkleinerte
organische Massen, wie Wurstbrät, herstellen zu können.
Die Verwendung von mehreren Einzelmaschinen parallel in
einer verketteten Anlage soll dabei vermieden werden.
Ferner soll eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art so
ausgebildet sein, daß sie als kompakte Anlage einzeln
oder in einer verketteten Anlage zur Herstellung
bestimmter Produkte aus organischen zerkleinerten Massen
dienen kann.
Die Aufgabe löst die Erfindung durch die im Anspruch 1
angegebene technische Lehre.
Die Erfindung bedient sich dabei eines Tandemsystem, bei
dem in zwei völlig getrennten, aber in einem Gehäuse
einer Maschine angeordneten Zerkleinerungsvorrichtungen
eine Vor- und Nachzerkleinerung oder parallel die gleiche
Zerkleinerung von organischen Massen möglich ist, wodurch
einerseits die Durchsatzleistung der Maschine verdoppelt
werden kann und andererseits auf ganz einfache Weise
stufenweise eine weitere Zerkleinerung möglich ist, indem
nämlich die aus der ersten Zerkleinerungsvorrichtung
auslaufende zerkleinerte Masse in den Trichter der
zweiten Zerkleinerungsvorrichtung eingefüllt wird. Soll
nun die doppelte Masse produziert werden oder aber auch
gröbere zerkleinerte Masse mit feiner zerkleinerter Masse
gemischt werden, so braucht lediglich die Trennwand
zwischen den beiden Einführöffnungen aus dem Trichter
herausgezogen zu werden, so daß mit ein und derselben
zugeführten Masse beide Zerkleinerungsvorrichtungen
beschickt werden. Es ist also jede denkbare Kombination
möglich, bis hin zum mehrstufigen Durchlauf zwischen den
beiden Zerkleinerungsvorrichtung, wobei erst im letzten
Durchlauf eine Fördereinrichtung bzw. das Ablaufrohr so
verdreht wird, daß die Masse über den Auslaufkrümmer in
den bereitgestellten Behälter fließt oder in den
Auffangbehälter einer weiteren Bearbeitungsmaschine.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind im
einzelnen in den Unteransprüchen angegeben. Da die
Ausführungen in den Ansprüchen selbsterklärend sind, wird
hierauf verwiesen.
Sowohl bei der Verwendung der Erfindung in Verbindung mit
einem Wolf als auch mit einem Feinstzerkleinerer werden
somit folgende Möglichkeiten der Verarbeitung der
organischen Massen, insbesondere Fleisch, eröffnet.
- 1. Unter Verwendung von Lochscheiben mit gleichem Lochdurchmesser: parallele Verarbeitung, also doppelte Leistung
- 2. Unter Verwendung verschiedener Lochscheiben:
Vorwölfen bzw. Vorzerkleinern und nachträgliches Feinwölfen bzw. Feinzerkleinern in der zweiten Zerkleinerungsvorrichtung - 3. Zuführung zerkleinerter Massen aus der zweiten Zerkleinerungsvorrichtung zu zerkleinerten Masse der ersten Zerkleinerungsvorrichtung, um beispielsweise gröbere Fleischmassen mit feineren in einem Durchgang zu verarbeiten und zu vermengen.
- 4. Einzelzerkleinerung bzw. Verarbeitung der Fleisch- bzw. organischen Massen mit halber Kapazität.
Dabei werden die Transporteinrichtungen bzw. die
Auslaufrohre so verdreht oder eingestellt, daß die
zerkleinerten Massen in gesonderte oder gemeinsame
Behälter abfließen können. Die Abführung in einen der
beiden Teiltrichter ist ebenfalls möglich.
Bei der Verarbeitung von Fleischmassen kommt der
Vorrichtung besondere Bedeutung auch dann zu, wenn
gleichzeitig Fett und Magerfleisch verarbeitet werden
sollen. So kann z. B. mit der einen Vorrichtung die
Fettmasse zerkleinert werden und mit der anderen die
Magerfleischmasse. Die Verwendung der Erfindung in
Verbindung mit Feinstzerkleinerern bietet darüber hinaus
den Vorteil, daß die Fleischmassen nicht unbedingt erst
vorgewölft werden müssen, da die erste
Zerkleinerungsvorrichtung mit einer relativ groben
Lochscheibe die vorgeschnittenen Massen zerkleinern kann
und die vorzerkleinerte Masse in den zweiten Trichter
einfließen kann, so daß aus der zweiten Vorrichtung
bereits ein Brät entnommen werden kann, das einen
Feinheitsgrad aufweist, wie es für die entsprechende
Wurstherstellung benötigt wird. Wie bereits ausgeführt,
ist aber die Erfindung nicht nur auf
Fleischverarbeitungsmaschinen anwendbar, sondern ganz
allgemein auch für Maschinen gleichen Typs, die zur
Zerkleinerung von anderen organischen Massen, z. B.
Brennesseln, Sojaprodukten und aus Algen hergestellten
Produkten, dienen.
Als Fördereinrichtung kann erfindungsgemäß jede
x-beliebige Fördereinrichtung eingesetzt werden,
einschließlich solcher mit einer Förderschnecke. Üblich
ist es jedoch, da die Feinstzerkleinerungsvorrichtung den
Vorschub selbst bewirkt, als Fördereinrichtung nur ein
Auslaufrohr vorzusehen, das am Auslauf der Maschine fest
befestigt ist, um die auslaufende Masse in den anderen
Teiltrichter einlaufen lassen zu können. Zweckmäßig ist
es dabei, an einem Vorsatz am Auslauf ein um die
Drehachse der Messeranordnung verschwenkbares Gehäuse
anzubringen, so daß die Masse entweder nach jeweiliger
Schwenkstellung dieses Vorsatzes in den einen oder
anderen Teiltrichter über das fest angekoppelte Rohr
fließen kann. Zu diesem Zweck muß das Krümmungsende des
Rohres oberhalb oder in der Trichteröffnung des
Teiltrichters münden. Es ist aber auch möglich, das Rohr
drehbeweglich um die Längsachse an einem Auslaufstutzen
zu befestigen, um das Rohr mit dem Krümmungsende so
verdrehen zu können, daß das Krümmungsende nicht mehr in
einen Teiltrichter weist, sondern nach vorn oder seitlich
hervorsteht, um so in einen Auffangbehälter zu münden
bzw. in einen weiteren Trichter einer nachgeschalteten
Verarbeitungsmaschine. Durch das Zwischenschalten eines
Drosselelementes, beispielsweise eines Kugelhahnes, der
von Hand oder maschinell verstellt wird, kann dabei zum
einen die Förderleistung und zum anderen auch, wie
eingangs schon beschrieben, insbesondere bei
Feinstzerkleinerern, auch der Zerkleinerungsgrad
verändert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend ergänzend anhand des in
der einzigen Figur schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert.
In der schematischen Darstellung ist ein Maschinengehäuse
1 dargestellt, in dem zwei Zerkleinerungsvorrichtungen 2
und 3 mit horizontalen Achsen angeordnet sind. Am Auslauf
ist in Form eines Vorsatzes 11, 12 ein Stauraum gebildet,
der partiell oder einen umlaufenden schwenkbeweglich
gelagerten Gehäusering 13, 14 aufweist, an dem radial
austretend jeweils ein Auslaufrohr 6 oder 7 befestigt
ist, das zweckmäßigerweise um die Längsachse herum
drehbar ist, um somit den Krümmer 15, 16 in verschiedene
Richtungen drehen zu können. Daß dabei das Auflaufrohr 6
und 7, das als Fördereinrichtung dient, in der jeweiligen
Position feststellbar sein muß, um ein unbeabsichtigtes
Verdrehen zu vermeiden, ist dabei vorausgesetzt. An dem
Gehäuse 1 ist ferner ein Trichter aufgesetzt, der aus
zwei Teiltrichtern 4 und 5 besteht, die durch eine
herausnehmbare Trennwand 8 voneinander getrennt sind bzw.
durch diese gebildet sind. Wird die Trennwand 8
herausgezogen, so ist nur ein einziger Einfülltrichter
für beide Zerkleinerungsvorrichtungen 2 und 3 vorgesehen.
Die organischen Massen fließen dabei in die schematisch
eingezeichneten Zuführöffnungen 17, 18 automatisch nach,
wobei, wie eingangs schon beschrieben, entweder
Schneckenförderer bei der Ausbildung als Wolf oder bei
der Ausbildung als Feinstzerkleinerer die Messeranordnung
als Fördervorrichtung vorgesehen sind. Die beiden
Teiltrichter 4 und 5 weisen im unteren Bereich
Schrägwände 9 und 10 auf, die aufeinanderzulaufen, so daß
die Trichterwirkung der Teiltrichter in jedem Fall
erzielt wird. Diese schrägverlaufenden Wände können
selbstverständlich auch durch gebogene Wände ersetzt
werden. Das gleiche gilt auch für die eckige
Ausführungsform des Gesamttrichters, der
selbstverständlich auch durch einen ovalen oder einen
runden Trichter gebildet sein kann, zu welchem Zweck die
Trennwand 8 entsprechend ausgebildet sein muß. Hier ist
dem Konstrukteur praktisch jede Möglichkeit eröffnet. Die
Darstellung zeigt aber auch, daß das linke Auslaufrohr 6
in der dargestellten Verschwenkstellung, die auch eine
feste Stellung sein kann, mit dem Krümmungsende 15 nach
außen weist, so daß die zerkleinerten organischen Massen
aus dem Ablaufrohr 6 in einen weiteren Behälter oder in
eine andere Maschine fließen können. Das rechte
Ablaufrohr 7, das an dem Auslauf 12 der
Zerkleinerungsvorrichtung 3 vorgesehen ist, ist in eine
solche Position verbracht, und zwar einerseits durch
Verschwenken oder durch feste Anordnung, daß das
Krümmungsende 16 in die Öffnung des Teiltrichters 4
mündet. Wird z. B. die zu zerkleinernde Fleischmasse in
den Teiltrichter 5 eingegeben, so wird sie durch die
Zerkleinerungsvorrichtung 3 zerkleinert und durch das
Ablaufrohr 7 mit dem Krümmungsende 16 in den zweiten
Trichter befördert und kann hier in einer weiteren
Verarbeitungsstufe feinstzerkleinert werden, um sodann
als Masse mit dem gewünschten Feinheitsgrad über das
Auslaufrohr 6 mit dem Krümmungsende 15 ablaufen zu
können.
Da die Durchsatzgeschwindigkeit abhängig ist von den
Lochdurchmessern der Lochscheibe, sowie der sonstigen,
die Leistung der Maschine bestimmenden Anordnungen, ist
es für eine kontinuierliche Verarbeitung notwendig, daß
die Verarbeitungsgeschwindigkeiten motorisch gesteuert
werden. Es ist deshalb zweckmäßig, für jede
Zerkleinerungsvorrichtung 2 oder 3 einen eigenen Motor
vorzusehen oder aber eine Getriebe bei Verwendung eines
Motors zwischenzuschalten, um die
Verarbeitungsgeschwindigkeiten aufeinander abstimmen zu
können. Die Verwendung einer solchen Vorrichtung in einer
Tandem-Wolf-Anordnung ermöglicht den Einsatz von
Lochscheiben des Wolfes mit Lochdurchmessern z. B. von ca.
6 mm bis 13 mm einerseits auf der einen
Zerkleinerungsvorrichtung und auf der anderen von ca.
2 mm bis 8 mm. Selbstverständlich können auch beide
Lochscheiben Lochdurchmesser gleicher Größe aufweisen,
wenn ein Parallelbetrieb gewünscht ist. Die Verwendung
von unterschiedlichen Lochscheiben ermöglicht
beispielsweise die parallele Verarbeitung von Fett und
Magerfleisch, wobei die größeren Lochdurchmesser für die
Fettzerkleinerung und die kleineren Durchmesser für die
Magerfleischzerkleinerung eingesetzt werden.
In gleicher Weise, jedoch mit Lochscheiben mit wesentlich
kleineren Lochdurchmessern, arbeitet die Erfindung auch
in Verbindung mit Feinstzerkleinerern. So können diese
Lochscheiben mit Lochdurchmesser für die Vorzerkleinerung
von ca. 3 mm bis 1,6 mm aufweisen und für die
Feinstzerkleinerung von ca. 1,6 mm bis 1 mm bzw. ca.
2 mm bis ca. 1 mm. Es hat sich dabei gezeigt, daß
insbesondere bei Verwendung in Verbindung mit
Feinstzerkleinerern, die eine Stundenleistung von 2 t
aufweisen, nur Motoren notwendig sind, die eine
Anschlußleistung von 11 kW aufweisen, so daß eine solche
Maschine als außerordentlich energiesparend einzustufen
ist und die Verlegung von gesonderten Hausanschlüssen
nicht erforderlich macht.
Claims (21)
1. Vorrichtung zur Zerkleinerung von organischen Massen,
mit einer drehfest gehaltenen Lochscheibe, einer vor der
Lochscheibe angeordneten relativ zur Lochscheibe
rotierenden Messeranordnung sowie einer Zuführöffnung mit
einem Trichter zur Zuführung der organischen Massen und
einem Auslauf auf der anderen Seite der Lochscheibe,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem
Gehäuse (1) gemeinsam zwei gleiche
Zerkleinerungsvorrichtungen (2, 3) vorgesehen sind, die
räumlich voneinander getrennt sind, daß für beide
Zuführöffnungen ein gemeinsamer Trichter vorgesehen ist,
daß zwischen den Zuführöffnungen (17/18) in dem Trichter eine
herausnehmbare Trennwand (8) zur Bildung von zwei
Teiltrichtern (4; 5) vorgesehen ist, und daß an mindestens einer
der Zerkleinerungsvorrichtungen (2 oder 3) am Auslauf
eine Fördereinrichtung (7) vorgesehen ist, die mit ihrem
Ende mindestens über der Öffnung des Teiltrichters (4)
der anderen Zerkleinerungsvorrichtung (2) verbringbar ist
oder so angeordnet ist, daß sie in der Öffnung des
Teiltrichters (4) mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (7)
ein Ablaufrohr ist, das schwenkbar vor dem Auslauf der
Zerkleinerungsvorrichtung (3) an diesem angebracht ist
und/oder drehbeweglich um die eigene Längsachse
verstellbar hieran befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Ausläufen beider
Zerkleinerungsvorrichtungen (2, 3) Fördereinrichtungen
(6, 7) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtungen (6, 7)
gegeneinander tiefenversetzt vorgesehen sind und über
Kreuz verlaufend einstellbar sind, derart, daß die
zerkleinerten Massen aus der einen
Zerkleinerungsvorrichtung (2, 3) der anderen zuführbar
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die rotierenden
Messeranordnungen auf parallelen horizontalen Achsen
angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Messeranordnungen auf vertikalen Achsen angeordnet sind
und unterhalb der Lochscheibe ein Stauraum mit einem
Auslauf vorgesehen ist, und daß an dem Auslauf die
Fördereinrichtung (6 oder 7) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Trichter im
Bodenbereich zwischen den beiden Zuführöffnungen über
einen kurzen Bereich nach oben aufeinanderzulaufende
Trichterwände (9, 10) aufweist, an die sich die
herausnehmbare Trennwand (8) anschließt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein Wolf
ist, bei dem zur Zerkleinerung der organischen Masse
diese mittels eines Schneckenförderers in Richtung der
Messeranordnung vorgeschoben wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die eine
Zerkleinerungsvorrichtung (3) eine Lochscheibe mit größeren
Durchgangslöchern und die zweite (2)
Zerkleinerungsvorrichtung eine Scheibe mit kleineren
Durchgangslöchern aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß gleiche
Fördereinrichtungen (6, 7) an den beiden Ausläufen vorgesehen
sind, und daß diese wechselweise mit ihren Auslaufenden
über die jeweilige Trichteröffnung verbringbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Zerkleinerungsvorrichtung ein Fleischfeinstzerkleinerer
zur Herstellung von Wurstbrät ist, und daß die
Messeranordnung gleichzeitig als Fördereinrichtung
ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lochscheibe
federelastisch und mit freier Beweglichkeit in beiden
Axialrichtungen gelagert ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am
Auslauf eine Wechselvorrichtung vorgesehen ist, auf die
eine einsatzangepaßte Fördereinrichtung (6, 7) bzw. ein
Auslaufrohr aufsetzbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der
Fördereinrichtung (6, 7) bzw. dem Auslaufrohr oder in diesem ein
die Fördergeschwindigkeit veränderbares Element
vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Element ein manuell
oder motorgesteuerter Kugelholm ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Fördereinrichtung (6, 7) an einem am Auslauf anmontierbaren
festen oder verschwenkbaren Ansatz vorgesehen ist und
eine radiale Austrittsöffnung - bezogen auf die
Messerachse - aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Antrieb der beiden
Zerkleinerungsvorrichtungen (2, 3) ein gemeinsamer Motor
vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Motor und
den Antriebswellen der Vorrichtungen Getriebe mit festen
oder veränderbaren Unter- oder Übersetzungen vorgesehen
sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß für jede Vorrichtung ein
gesonderter Motor vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Motoren
unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten aufweisen oder daß
deren Drehgeschwindigkeiten einstellbar sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die eine
Fördereinrichtung (6) als Zuführung der Massen in weitere
Verarbeitungsmaschinen oder in einen Behälter vorgesehen
ist.
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Publications (1)
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4421711A1 (de) * | 1994-06-21 | 1996-01-04 | Thueringer Fleischereimaschine | Vorrichtung zum Zerkleinern von organischen Massen |
| DE19603557C2 (de) * | 1996-02-01 | 1999-04-22 | Guenter Krueger | Vorrichtung zum Emulgieren von zerkleinerten organischen Massen, Stoffen und/oder Flüssigkeiten |
| DE102005024641A1 (de) * | 2005-04-18 | 2006-10-26 | Wilhelm Hepperle | Vorrichtung zum Zerkleinern von Gartenabfällen, insbesondere Mehrzweckhäckslervorrichtung |
| CN108579985A (zh) * | 2018-03-30 | 2018-09-28 | 陈华英 | 一种兔子养殖用食物切割装置 |
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| US2841197A (en) * | 1955-04-29 | 1958-07-01 | Otis R Ardrey | Meat grinder having plural cutting means |
| DE3939213C2 (de) * | 1988-11-30 | 1991-02-14 | Hans 8651 Trebgast De Neuner |
-
1993
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