DE4329567C2 - Rohrbiegemaschine - Google Patents
RohrbiegemaschineInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D7/00—Bending rods, profiles, or tubes
- B21D7/02—Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrbiegemaschine.
Bekannte Rohrbiegemaschinen besitzen einen komplizierten Aufbau und
hochentwickelte Mechanismen, zu denen auch hydraulische Antriebe pro
portionaler Kraftanwendung unter Berücksichtigung der für den jeweiligen
Biegevorgang der Rohre notwendigen Beanspruchungen gehören.
Es sind auch Maschinen einfacherer Bauart oder in tragbarer Form bekannt,
die mit Zangen arbeiten, aber durch die Besonderheit beschränkt einsatzfä
hig sind, daß sie nur zum Biegen von Rohren kleiner Abmessungen ange
wendet werden können, die dem Biegevorgang nur wenig Widerstand ent
gegensetzen.
In der auf den gleichen Anmelder zurückgehenden spanischen Gebrauchs
musterschrift ES U 9100227 ist eine Rohrbiegemaschine beschrieben, deren Bau
art sich durch eine gleich gute Handlichkeit wie die vorgenannten kleinen
Maschinen auszeichnet, aber mit besonders hoher Biegekraft arbeitet, so daß
sie beim Biegen von Rohren mit kleinerer oder mittlerer Widerstandskraft
eingesetzt werden kann.
Aus der EP 0 445 081 A2 ist eine Rohrbiegemaschine mit einem Hauptrah
men und einer Aufnahmewelle, sowie mit einer Rohr-Spanneinrichtung be
kannt.
Bei diesen Rohrbiegemaschinen wird beispielsweise als nachteilig an
gesehen, daß die Positionierung einer Biegeform auf der Aufnahmewelle in
verschiedenen Winkellagen möglich ist. Hierdurch wird vom Benutzer die
Ermittlung einer geeigneten Winkellage der Biegeform abverlangt, wodurch
der Arbeitsaufwand für den Benutzer erhöht ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rohrbiegemaschine dahin
gehend zu verbessern, daß Biegevorgänge genauer, schneller und in Bezug
auf die Bedienung sicherer und einfacher durchgeführt werden können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Rohrbiegemaschine mit den Merkma
len des Patentanspruches 1. Darüber hinaus eignet sich die erfindungsgemä
ße Rohrbiegemaschine insbesondere zur Durchführung von mehreren Bie
gungen an einem Rohr mit unterschiedlichen Abständen voneinander
und/oder unterschiedlichen Bogenlängen und/oder unterschiedlichen Biege
ebenen bzw. räumlich zueinander verlaufenden Biegungen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnun
gen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht einer Rohrbiegemaschine nach
der Erfindung mit ihren hauptsächlichen Baugruppen in Arbeitsstel
lung sowie mit einem Schaltpult 9 auf einem am Maschinenrahmen
1 befestigten Tragarm 10;
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt durch eine Antriebseinrichtung 2 für die
Aufnahmewelle 3 für Biegeformen oder Matrizen;
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht auf die Biegeformwelle 3 und deren
besondere Umgangsform;
Fig. 4 eine schematische Schnittdarstellung einer servogetriebenen Ver
stellvorrichtung 8 für einen Gegenhalter 6;
Fig. 5 eine schematische Teilansicht einer Rohrbiegemaschine
mit zusätzlichen Verbesserungen des am Hauptrahmen
1 gelagerten Stützarms 10 für ein Steuerpult 9, wobei
Steuerpult und Tragarm Einrichtungen für unabhängige
Schwenkbewegungen in horizontaler Ebene entsprechend
den Pfeilen M1 und M2 aufweisen;
Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf eine Einrichtung 7 zur
Einstellung und gesteuerten Überwachung der Biegebogen
länge.
Entsprechend der Erfindung und der dargestellten Ausführungs
form umfaßt die Rohrbiegemaschine folgende Baugruppen und/oder
Besonderheiten:
- - einen Hauptrahmen 1,
- - Antriebseinrichtungen 2 für die Aufnahmewelle,
- - eine drehbare Aufnahmewelle 3,
- - eine Biegeform 4,
- - einen Mitnehmer- oder Klemmbügel 5,
- - einen Gegenhalter 6,
- - Einstell-/Steuereinrichtungen 7 für die Länge des Biegebogens und seine räumliche Biegeebene,
- - Verstelleinrichtungen 8 für den Gegenhalter 6.
Eine Biegeform 4 ist durch den Drehantrieb 2 betätig
bar, der eine Drehbewegung auf die Aufnahmewelle 3 überträgt. Bei
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Drehantrieb
2 für die Aufnahmewelle 3 in der in Fig. 2 gezeigten
Art und Anordnung vorgesehen. Ein Antriebsmotor 21 ist mit
Traganschlüssen und Schrauben 22 am Hauptrahmen 1 befe
stigt. Ein vom Motor 21 angetriebenes Untersetzungsgetriebe 23
umfaßt Ritzel und Zahnräder, welche die Drehbewegung der Motor
ausgangswelle 24 auf die Arbeitswelle, d. h. auf die
Aufnahmewelle 3 übertragen.
Die Aufnahmewelle 3 besitzt eine in der Draufsicht
gemäß Fig. 3 gezeigte Umrißform mit einer abgeflachten Seiten
fläche 31 und mehreren dazu unregelmäßig über den Umfang
verteilten Vertiefungen 32, um bei Stillstand eine Biegeform 4
aufzunehmen.
Die koaxiale Montage oder das Einbringen der Aufnahmewelle 3 in
ein entsprechend ausgebildetes Bauelement 231 des Unterset
zungsgetriebes erfolgt unter Verwendung von Nut- und Feder-
oder Keilwellenprofilen, wobei die Aufnahmewelle 3 und das Bau
element 231 mittels einer zentralen Schraubspindeleinheit 33
drehfest verbunden werden.
Der gezeigten Biegeform 4 ist ein mit dieser mitdrehender Mit
nehmer- oder Klemmbügel 5 zugeordnet, um die Rohrbiegung einzu
leiten, und sie enthält eine Umfangsnut oder -vertiefung 42,
deren Querschnitt dem des zu biegenden Rohres T angepaßt ist.
Auf dem Maschinenrahmen 1 ist ein Gegenhalter 6 angeordnet mit
der Möglichkeit seiner Linearverstellung, beispielsweise ent
lang von Führungen oder Führungsschienen, so daß er durch ge
eignete Antriebsmittel 8 in Gegenüberstellung zur Biegeform 4
verstellt werden kann.
Die Verstelleinrichtung für den Gegenhalter 6 umfaßt beim ge
zeigten Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. 4 einen Antriebs
motor 81, an dessen Ausgangswelle ein mit Zahnkranz versehenes
stufenloses Untersetzungsgetriebe 82 angeschlossen ist. Ein
Kettengetriebe 83 mit einer über zwei Kettenräder 83a, 83b
geführten Kette setzt den Antriebszug fort, wobei das Kettenrad
83a mit der Ausgangswelle des stufenlosen Untersetzungsgetrie
bes und das andere Kettenrad 83b mit einer Verstellspindel 84
in Verbindung stehen.
Die Verstellspindel 84 trägt ein Spannfutter oder einen Klemm
halter 85, der im Hauptrahmen 1 oder in einem diesem zuge
ordneten Hilfsrahmen geführt ist. Der Gegen
halter 6 ist im Klemmhalter 85 befestigt bzw. gespannt. Diese
Verstelleinrichtung ist durch einen Halteblock 86 (Fig. 1) ver
vollständigt, der den Gegenhalter 6 in seiner an den Rohrumfang
herangebrachten Arbeitsstellung abstützt, um beim Biegevorgang
eine hohe Genauigkeit zu erreichen. Der Gegenhalter 6 besitzt
vorzugsweise eine ebene Form, wobei auch gerundete oder ge
krümmte Formen möglich oder vorteilhaft sein können, und ent
hält ebenfalls eine kehle Vertiefung 61, die dem Umkreis bzw.
Querschnitt des zu biegenden Rohres angepaßt ist, an dem der
Gegenhalter 6 anliegt.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind Einrichtungen 7 zum
Einstellen und Steuern des (jeweils nächsten) Biegebereiches
und des Winkels der Biegeebene des Rohres T entsprechend Fig. 6
vorgesehen. Ein Rohr-Spannkopf 71 ist mittels
einer winkelmäßigen Teilung verstellbar sowie mit zugeordneten
Feststelleinrichtungen 72 versehen, um das Rohr T in der Folge
oder unter Abständen durchzuführender Biegungen in beliebigen
Winkelstellungen festzuhalten, also Biegungen in verschiedenen
Biegeebenen vornehmen zu können. Mehrere Führungen oder
Führungsschienen 73, die auch in Fig. 1 erkennbar und mit Hilfe
von Stützteilen 74 am Maschinenrahmen 1 befestigt sind, dienen
zur Führung des Rohr-Spannkopfes 71 während der Biegeverformung
des Rohres T. Einstellbare Anschläge 75 begrenzen den Hub beim
Vorlauf des zu biegenden Rohres, dienen somit zur Begrenzung
einer Biegelänge des Rohres, für das am Rohr-Spannkopf 71 auf eine
vorbestimmte Winkelstellung bzw. Biegeebene festgelegt ist.
Auf der erfindungsgemäßen Rohrbiegemaschine sind außerdem Ein
richtungen zur Steuerung und Verstellung der Antriebe 2 und 8
für die Biegeform 4 bzw. den Gegenhalter 6 und gegebenenfalls
auch zur Einstellung und Steuerung der Biegelänge sowie des
Winkels der Biegeebene an der Einrichtung 7 angeordnet.
Solche Einrichtungen sind in ein Steuerpult
9 integriert, das auf einem Stützarm 10 angebracht
ist. Steuerpult 9 und Stützarm 10 befinden sich außerhalb des
Hauptrahmens 1 und sind entweder entsprechend Fig. 1 ortsfest
angebracht oder vorzugsweise entsprechend Fig. 5 so eingerich
tet, daß der Stützarm 10 eine Horizontaldrehung bezüglich des
Hauptrahmens in den Richtungen M1 und das Steuerpult 9
bezüglich des Stützarms 10 in den Richtungen M2 ausführen kön
nen. Der Stützarm 10 ist gemäß Fig. 5 an einer Rahmenecke gelagert,
so daß er besonders einfach auf die eine oder andere Seite
verschwenkt werden kann, um das Steuerpult 9 aus dem Bereich
der räumlich gebogenen Rohrlänge herauszubringen.
Claims (3)
1. Rohrbiegemaschine mit folgenden Merkmalen:
- a) einem Hauptrahmen (1),
- b) einer Aufnahmewelle (3), welche an ihrem Umfang eine abgeflachte Sei tenfläche (31) sowie mehrere unregelmäßig verteilte, bogenförmige Vertie fungen (32) zur Aufnahme einer Biegeform (4) aufweist und mittels einer zentralen Schraubspindel (33) drehfest mit einem Aufnahmeteil (231) eines Untersetzungsgetriebes (23) verbindbar ist,
- c) einem um seine Hauptachse bezüglich seiner Winkellage verstellbaren Rohr-Spannkopf (71), welcher mittels Feststelleinrichtungen (72) bezüglich des Hauptrahmens (1) und/oder bezüglich am Hauptrahmen (1) abgestützter Spannkopf-Führungen (73) blockierbar ist,
- d) einem auf dem Hauptrahmen (1) bezüglich der Biegeform (4) einstellbar geführten, eine servogetriebene Verstelleinrichtung (8) aufweisenden Ge genhalter (6), welcher durch Anschlag- und/oder Klemmeinrichtungen (86) in seiner Arbeitsstellung festlegbar ist,
- e) einem Steuerpult (9) mit Einrichtungen zur Betätigung eines Drehantriebs (2) der Biegeform (4) und/oder des Verstellantriebs (8) des Gegenhalters (6) und/oder der Winkellage des Rohr-Spannkopfes (7), wobei das Steuerpult an einem am Hauptrahmen horizontal schwenkbar gelagerten Stützarm (10) drehbar gehalten ist.
2. Rohrbiegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die servogetriebene Verstelleinrichtung (8) für den geführten Gegenhalter (6)
ein Motor-Untersetzungsgetriebe (82) sowie ein Kettengetriebe aufweist,
das eine eine Spanneinrichtung (85) für die den Gegenhalter (6) tragende
Verstellspindel (84) antreibt, wobei die Spanneinrichtung (85) auf einem
Hilfsrahmen oder auf dem Hauptrahmen (1) geführt und in ihrer Arbeitsstel
lung durch Anschlag oder Klemmung feststellbar ist.
3. Rohrbiegemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein horizontaler Abschnitt des Stützarms (10) im Bereich einer Ecke des
Hauptrahmens (1) gelagert ist.
Priority Applications (1)
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- 1993-09-02 DE DE19934329567 patent/DE4329567C2/de not_active Expired - Fee Related
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Bänder Bleche Rohre, 1990, Nr. 10, S. 248 * |
Also Published As
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