DE4135243A1 - Dach aus grossflaechigen betonfertigteilen - Google Patents

Dach aus grossflaechigen betonfertigteilen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Dach aus großflächigen Beton­ fertigteilen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Dächer haben den Vorteil, daß sie keine Dach­ sparren benötigen und eine schnelle Errichtung des Daches an der Baustelle gewährleisten. Das erfindungsgemäße Dach unterscheidet sich dadurch von solchen Dächern, welche auf einer konventionellen Zimmerung Dachplatten als Dacheindeckung verwenden und auch von Dächern, welche auf einer derartigen Zimmerung eine Schalung aus Sperrholz benutzen, auf die eine mehrschichtige Dachhaut aufgetra­ gen wird, in der eine Schicht aus Leichtbeton besteht.
Die Erfindung setzt Dächer aus Betonfertigteilen als be­ kannt voraus, welche großflächige Platten bilden (DE-AS 16 09 523). Diese Fertigteile werden auf dem Gesims abge­ stützt, das einerseits aus Fertigteilen besteht und bil­ den ein Satteldach, in dessen First sie aufeinander abge­ stützt und gegeneinander verzahnt sind.
Bei den bekannten Dächern dieser Art werden die Zugkräfte der Platten mit Zugankern abgetragen, die im Drempelbe­ reich das Gebäude überspannen. Die Platten bestehen aus Schwerbeton. Solche Schwerbetonplatten stehen unter inne­ ren Spannungen, welche eine erhebliche Plattenstärke vor­ aussetzen und deswegen ein erhebliches Gewicht der Fer­ tigteile erzwingen. Das erschwert Transport und Montage derartiger Dächer erheblich und führt außerdem dazu, daß die Mauern oder Fertigteile, aus denen die Wände des Gebäudes bestehen, erhebliche bauliche Aufwände machen.
Es ist bekannt, daß sogenannter Styroporbeton gegenüber Schwerbeton erhebliche bauphysikalische Vorteile bietet und außerdem wesentlich leichter ist. Das beruht im we­ sentlichen auf dem Styroporzuschlag (Styropor ist ein eingetragenes Warenzeichen der BASF) in Form von kleinen Kügelchen. Diese entstehen aus Monostyrol, das mit Treib­ mittel und Wasser versetzt wird und durch eine an­ schließende Suspensionspolimerisation. Styroporbeton kann bei Betonrohdichten zwischen 600 kg/m3 und 1000 kg/m3 einen Anteil von 60% bis 70% an gleichmäßig verteilten elastischen Schaumstoffteilchen enthalten. Mit wachsendem Zement- und/oder Sandanteil nimmt die Rohdichte zu. Betonzusatzmittel erhöhen die Verarbeitbarkeit, während wachsende Zementanteile das Schwundmaß erheblich beein­ flussen (Zeitschrift Betonwerk und Fertigteiltechnik Heft 3/1973, 189/193).
Styroporbeton in seiner bekannten Zusammensetzung ist bisher nicht tragfähig. Gleichwohl wurden Styroporbeton­ fertigteile für die Errichtung von Fertighäusern herge­ stellt und eingesetzt. Geschoßhohe Wände bestehen dabei aus einem umschließenden Rahmen aus Walzstahlprofilen und Traversen in Form von abgekanteten Stahlblechen, die mit den Rahmenprofilen punktverschweißt sind; diese Rahmen tragen die Kräfte ab. Der Polystyrolbeton dient dabei le­ diglich zur Ausfachung der Rahmen. Ähnlich aufgebaut sind die Geschoßdecken. Für solche Bauten aus Fertigteilen verwendet man Flachdächer, welche an Ort und Stelle her­ gestellt werden und den eingangs bezeichneten Schichtauf­ bau aufweisen. Dabei befindet sich Styropor in Form von Platten zwischen einer gesplitteten Dachfolie und einer reflektierenden Aluminiumfolie. Diese Dächer erhalten ihre Tragfähigkeit durch eine konventionelle Zimmerung. Das Gebäude benötigt im übrigen ein tragendes Stahlge­ rüst, in das die Styroporbetonfertigteile eingehängt wer­ den (Zeitschrift "Kunststofftechnik im Bau" Themenheft 22, Verlag Straßenbau-Chemietechnik Verlagsgesellschaft mbH, 6900 Heidelberg).
Die Erfindung geht demgegenüber einen anderen Weg, dessen Grundgedanke im Anspruch 1 wiedergegeben ist. Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprü­ che.
Gemäß der Erfindung bestehen die großflächigen Betonfer­ tigteile aus einem Styroporbeton mit der erfindungsge­ mäßen Zusammensetzung, welcher einerseits durch die Kombination seines Zuschlages in Form von Altstyropor mit einer inneren Bewehrung durch Stapelfasern trotz gestei­ gerter Festigkeit keine oder nur unwesentliche Schwundrisse zeigt und erstmalig als konstruktiver Beton vorliegt, der Kräfte überträgt. Das Fertigelement ist da­ her bewehrt. Diese Bewehrung weist jedoch nur ein gerin­ ges Gewicht auf, so daß der Gewichtsvorteil des Styropor­ betons nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Das beruht einerseits darauf, daß die Rahmenbewehrung ausschließlich aus leichten Blechprofilen besteht und nur durch wenig­ stens eine Matte ergänzt wird, die lediglich in die Biegezone eingelegt, aber nicht mit dem Rahmen ver­ schweißt wird. Diese Bewehrung wird durch eine entspre­ chend gesteigerte Verarbeitbarkeit des Styroporbetons möglich. Sie wird durch einen Luftschaumzusatz erzielt. Dieser Luftschaum kann aus einem bekannten, bisher in Form eines Granulates zugesetzten Fließmittel erzeugt werden, das z. B. mit dem Handelsnamen Tricosal (Warenzei­ chen der chemischen Fabrik Grünau GmbH, Tricosal S 55) erhältlich ist. Dabei handelt es sich um ein Protein­ schaumbildnerkonzentrat zur mechanischen Herstellung von Luftschäumen auf der Basis eines Proteinhydrolysates. Dieser Schaum wird als solcher dem Beton zugesetzt und bildet dann einen Bestandteil der feuchten Mischung. Die dadurch erzielten Fließfähigkeitkeit ist überraschend und ermöglicht trotz hoher Anteile an granuliertem Altpoly­ styrol eine vollständige Umhüllung der Bewehrung in der Biegezone durch Ausfüllung der Zwischenräume in den Mat­ ten.
Vorzugsweise sieht die Erfindung weitere Maßnahmen zur Vermeidung der Rißbildung im Styroporbeton vor, um den Gewichtsvorteil zu nutzen. Da es sich herausgestellt hat, daß die üblichen Rahmentraversen aus Rücken an Rücken ge­ schweißten Blechprofilen in U-Form einerseits wegen der dadurch erheblich verminderten Betonüberdeckung die Rißbildung fördern und andererseits das Punktverschweißen dieser Traversen einen erheblichen zusätzlichen Aufwand in der Fertigung bedeutet, ist es vorteilhaft, die Erfin­ dung mit dem Merkmal des Anspruches 2 zu verwirklichen. Hierbei ist sowohl die Z-Form als auch die S-Form des Traversenprofils einerseits geeignet, mit den Traversen­ flanschen in die von den Schenkeln der U-Profile gebil­ dete Profilkammer eingeführt und dort zuverlässig mit we­ nigen Schweißpunkten verbunden zu werden. Andererseits lassen sich solche Profile leicht aus einem ebenen Blech­ streifen mit Hilfe von Rollen umformen und deshalb ratio­ nell fertigen. Solche Profile haben auch eine aus­ reichende Formsteifigkeit, um diese Beanspruchungen ab­ tragen zu können.
Je nach Gebäudeart und -ausbildung bietet die Erfindung auch die Möglichkeit, konventionelle Dacheindeckungen mit den neuen Fertigteilen zum Ausdruck zu bringen. Das be­ ruht auf den Fertigungsvorgang der neuen Fertigteile in oben offenen Schalungen auf einer profilierten Unterlage.
Deswegen sind die Merkmale des Anspruches 3 zweckmäßig, wenn konventionelle Dacheindeckungen mit den erfindungs­ gemäßen Fertigteilen simuliert werden sollen.
Aufgrund ihrer Ausbildung sind die neuen Fertigteile für große Spannweiten geeignet. Verwendet man sie für Hallen­ dächer, so lassen sich die Binderabstände erheblich ver­ größern, was zu wesentlichen Einsparungen beim Bau führt. Legt man die neuen Fertigteile auf die Außenwände eines Gebäudes, z. B. eines aus Raumzellen bestehenden Hauses auf, so kann man u. U. mit einem einzigen Betonfertigteil gemäß der Erfindung das Dach verwirklichen. Diese Merk­ male sind im Anspruch 4 wiedergegeben.
Ein besonderes Anwendungsgebiet der Erfindung sind Ge­ bäude mit Satteldächern. In diesen Fällen wird man die neuen Fertigteile so dimensionieren, daß sie möglichst große Dachflächen überspannen. Dann ergibt sich die Länge der Fertigteile aus der Länge der Fallinie einer Dachflä­ che vom Dachfirst bis zur Traufe und einer Abstützung der Fertigteile einer Dachfläche auf den Fertigteilen der ge­ genüberliegenden Dachfläche. Das geringe Gewicht der neuen Betonfertigteile gestattet jedoch weitere Erleich­ terungen, die Gegenstand des Anspruches 5 sind. Hiernach bilden zwei Fertigteile eine Transporteinheit, die zwei in einer Dachfläche benachbarte Fertigteile zusammenfaßt und in der die Außenseiten der Fertigteile aufeinanderge­ klappt sind. Durch ihre gegenseitige Anlenkung hängen die beiden Fertigteile miteinander zusammen, so daß sie sich während des Transportes nicht trennen können. Dieses Paket läßt sich so auseinanderklappen, daß die Außenflä­ chen der Fertigteile zum Vorschein kommen. Das kann ge­ schehen, nachdem das aufgeklappte Transportpaket bereits aufgelegt worden ist, so daß man das ausgeklappte Dach­ element nicht gesondert anzuheben und aufzulegen braucht. Diese Transport- und Montageeinheit läßt sich insbeson­ dere mit den Mitteln des Anspruches 6 rationell fertigen. Da hierbei das die Fertigteile verbindende Drehgelenk le­ diglich aus flexiblen Zugmitteln besteht, die mit ihren Enden einbetoniert sind, kommen hierfür hauptsächlich Kunststoffäden oder -seile in Frage, die wenig Raum ein­ nehmen und dadurch das lückenlose Aneinanderrücken der benachbarten Fertigteile im Dach nicht behindern und er­ leichtern.
Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be­ schreibung einer Ausführungsform der Erfindung anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein Satteldach gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Seite des Fertigteils längs der Linie V-V der Fig. 4,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 in einer um einen Viertelkreis nach rechts gedrehten Stellung,
Fig. 4 ein Fertigteil gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 4 in gegenüber der Fig. 1 vermindertem Maßstab und
Fig. 6 schematisch die Herstellung der dargestell­ ten Fertigteile im Querschnitt.
Das in Fig. 1 dargestellte Satteldach 1 gehört zu einem Einfamilienhaus 2. Das Haus hat ein Obergeschoß 3 aus mehreren großflächigen Deckenhohlplatten 4, welche die Decke des Obergeschosses bilden. Diese trägt je einen Drempel 5 bzw. 6 in Form eines bewehrten Stahlbetonbal­ kens. Auf den Drempeln 5 und 6 stützt sich das Dach 1 ab. Es besteht seinerseits aus einer Dacheindeckung, die von Fertigteilen gebildet wird. Aufgrund der üblichen Abmes­ sungen des Hauses 2 erfolgt die Dacheindeckung mit je zwei plattenförmigen Fertigteilen 7, 8 auf jeder Dachflä­ che. Diese Fertigteile haben einen rechteckigen bis qua­ dratischen Grundriß. Die einander parallelen Kanten 9, 10 weisen eine Länge auf, die der Fallinie vom Dachfirst 11 bis zur Dachtraufe 12 entspricht. Im Dachfirst 11 sind die Fertigteile 7, 8 auf den Fertigteilen der gegenüber­ liegenden Dachfläche abgestützt, von denen nur das Fer­ tigteil 14 der Fig. 1 sichtbar ist. Der Aufbau der Dach­ elemente ist insbesondere aus den Fig. 2 und 3 sowie 5 und 6 ersichtlich. Die Fertigteile sind außen oberflä­ chenvergütet z. B. entsprechend einer bekannten Dachein­ deckung profiliert, sie können auch leichte Dachein­ deckungsplatten, z. B. Ziegelriemchen tragen. Diese Ober­ flächenvergütung wird bei der Herstellung der Fertigteile erzeugt. Zu diesem Zweck wird eine Schalung 15 verwendet, die auf ihrem Boden 16 z. B. eine Patrize mit der Profi­ lierung aufweist, die der von Dachpfannen entspricht. Die Wände 18, 19 der Schaltechnik 15 umgeben den Boden 16 an vier Seiten. Im übrigen ist die Schalung bei 20 oben offen.
Die Fertigteile bestehen aus Polystyrolbeton, der allge­ mein in Fig. 6 bei 21 dargestellt ist. Dieser Beton kann etwa die nachstehende Zusammensetzung aufweisen:
200 kg Reinsand
800 dm3 Styropor in Form von granuliertem Altstyropor
600 g Stapelfasern
350 kg Zement PZ 55.
Der Beton enthält außerdem zur Verbesserung seiner Verar­ beitbarkeit einen Schaum. Dieser wird aus Tricosal PL- Schaumbildner hergestellt und der beschriebenen Betonmi­ schung in einer Menge von ca. 200 dm3 im Mischungsver­ hältnis 1:40 zugesetzt. Die Trockenmischung wird mit ca. 145 kg Wasser angemacht.
Der daraus gewonnene Styroporbeton hat eine Rohdichte von ca. 700 kg/m3 und ist als konstruktiver Beton anzuspre­ chen.
Der Beton wird von oben in die Schalung 15 eingebracht. Verwendet man auf dem Boden der Schalung eine Patrize 17, so füllt der Beton die Profilierung aus, die das Negativ darstellt. Beim Erhärten bildet sich dann auf der Außen­ seite 7, 8 bzw. 14 das Profil einer mit Dachpfannen aus­ geführten Dacheindeckung aus, wie es beispielsweise an­ hand der Dachpfanne 22 in Fig. 1 dargestellt ist. Zu­ sätzlich können nach Erhärten des Betons diese Profilie­ rungen eingefärbt werden.
Dargestellt ist in Fig. 6 jedoch ein anderes Verfahren, das zu einer echten Dacheindeckung aus im Ausführungsbei­ spiel angenommenen Ziegelriemchen führt, aber auch Dacheindeckungen mit anderem Material, z. B. Schieferplat­ ten zuläßt. Dazu werden die Ziegelriemchen 64, 65 im Ab­ stand ihrer Fugen 66 auf Brettern 67 abgelegt, die auf dem Boden 16 der Schaltechnik verlegt sind. Zwischen den Brettern 67 überbrücken die Riemchen 64, 65 Hohlräume 68, 69. Die Bretter tragen auf ihrer Oberseite Leisten 70, die die Fugen 66 außen offen halten. Wird der Beton von oben eingefüllt, so werden die Riemchen 64, 65 in den Beton eingebettet, der auch die Fugen 66 ausfüllt, bis auf die von den Leisten 70 freigehaltenen Außenfugen. Die Hohlräume nehmen aus dem Beton freiwerdende Zement­ schlempe auf, so daß die Riemchenoberfläche ihren Origi­ nalzustand behält.
Bevor jedoch der Beton 21 eingefüllt wird, legt man die Bewehrung mit Abstandshaltern auf, was nicht dargestellt ist. Die beschriebene Zusammensetzung des Betons vermei­ det das Einbringen durch Stampfen. Es genügt, die Betonoberfläche abzuziehen. Hierdurch wird Entmischungen im feuchten Beton weitgehend entgegengewirkt.
Die Polystyrolbetonfertigteile, die sich aus der Erhär­ tung des Polystyrolbeton 21 in der Schaltechnik 15 erge­ ben, tragen dann die eingebettete Bewehrung. Der Polysty­ rolbeton ist mit der Bewehrung verbunden und überträgt deswegen Druckkräfte. Dazu besteht die Bewehrung zunächst aus einem viereckigen Rahmen, der in Fig. 6 allgemein mit 46a bezeichnet ist. Der Grundriß des Rahmens ist ein Rechteck. Die längeren Rahmenglieder 23, 24 bestehen aus Blechstreifen, die an ihren Enden nach innen umgekantet sind und deswegen ein U-Profil bilden. Die längeren Rah­ menglieder verlaufen im Dach 1 in der Fallinie, während die kürzeren Rahmenglieder, von denen eines in Fig. 5 bei 46 sichtbar ist, aus Blechprofilen bestehen, die ebenso wie die das Rahmengeviert unterteilenden Rahmentraversen 25 profiliert sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 handelt es sich um S-Profile 47 mit parallelen Schenkeln 48 und 49, die mit einem Winkelprofil 50 als Steg eine Baueinheit bilden. In der Ausführungsform nach dem Fig. 2 und 3 sind dagegen die Profile der Traversen und der kür­ zeren Rahmenglieder mit 25 bezeichnet. Diese Profile sind allgemein Z-förmig und ebenso wie die Profile 50 an bei­ den Enden in die von den Schenkeln 55, 56 umschlossenen Profilkammern der Rahmenglieder 23 bzw. 24 eingeschweißt. Das erfolgt in der mit 57 bezeichneten Profilkammer durch Schweißpunkte. Das Z-Profil hat einen geneigten Profil­ steig 28, parallele Profilflansche 29 und 30 sowie abge­ kantete Gurte 31 und 32, die dem Beton daran hindern, sich von dem Stahl abzulösen, sobald das Schwinden des Styroporbetons eintritt.
Auch im Falle der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Biegezone 58 zusätzlich bewehrt und zwar mit einer innen­ liegenden Baustahlmatte 59 und einer außen angeordneten Matte 63 aus den sich kreuzenden und an den Kreuzungs­ stellen miteinander verbundenen Längs- und Querfäden zu 61, 62, deren Zwischenräume ebenfalls mit dem Styroporbe­ ton ausgefüllt sind.
Aus der Darstellung der Fig. 4 und 5 ergibt sich, daß jedes der beiden einer Dachfläche zugeordneten Fertig­ teile 7, 8 mit Konsolen 33, 34 versehen ist. Jede dieser Konsolen ist, wie bei 35 dargestellt; für einen Verbin­ dungsbolzen ausgespart. Kehlbalken 36 können dadurch mit den Konsolen 33, 34 verbunden werden. Dies geschieht in einer Höhe, die ausreichend Kopffreiheit für ein unter dem Dach ausgebautes Dachgeschoß 37 übrig läßt.
Um ausreichende Festigkeiten zu gewährleisten, sind die Konsolen 34, 35 der Dachelemente 8 bzw. 9 mit den Traver­ sen der Bewehrung verbunden.
Außerdem sind die Dachelemente 8 und 9 mit Hilfe eines Gelenks 36 aneinander angelenkt. Das Gelenk befindet sich an den Längskanten 8, 9 und besteht gemäß der Ausfüh­ rungsform nach Fig. 5 aus einer Mehrzahl von einbetonier­ ten Zugmitteln 37, die im gegenseitigen Abstand voneinan­ der angeordnet und einbetoniert sind. Das Gelenk 37 ist so angeordnet, daß die beiden in einer Dachfläche benach­ barten Fertigteile 7, 8 längs der Fallinie 11, 12 derart aneinander angelenkt sind, daß sie für den Transport wie in Fig. 4 dargestellt flach aufeinanderliegend zusammen­ geklappt und nach Auflage im Dach 1 auseinandergeklappt nebeneinander angeordnet sind.
Die Abstützung der Fertigteile 7, 8 erfolgt im First 11. Zu diesem Zweck wird eine Kupplung verwendet, die aus zwei Hälften besteht. Die eine Hälfte besteht aus einer Gelenkpfanne 44, während die andere Hälfte von einer ge­ mäß der Pfanne ausgerundeten Firstkante 45 gebildet wird. Die Gelenkpfanne 44 hat die Form einer längs des Firstes 11 verlaufenden Nut, in die der Gelenkkopf 45 mit seiner abgerundeten Firstkante eingreift. Im Zusammenwirken der Kupplungshälften 44 und 45 mit den Kehlbalken 36 und den Drempeln 5, 6 entsteht eine standfeste Dachkonstruktion, die an Ort und Stelle errichtet wird. Die Verbindung an den Drempeln 5, 6 erfolgt über Aussparungen 46, welche lediglich nach dem Auflegen auf die Drempel 5, 6 eine Schweißung erforderlich machen, für die Ankerplatten in den zu verbindenden Teilen vorgesehen sind.
Das Dach läßt sich an Ort und Stelle errichten, wobei die zusammengeklappten Fertigteile 8, 9 antransportiert und an der Baustelle aufgeklappt werden. Mit Hilfe eines leichten Krans können die Teile wie beschrieben montiert werden, da sie außerordentlich leicht in Folge ihres Be­ stehens aus Polystyrolbeton ausfallen.
Fertigelemente, die nicht dargestellt sind, aber im we­ sentlichen den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen entsprechen, lassen sich auch für Hallendächer verwenden. Dabei werden die Elemente mit ihren kürzeren Rahmenglie­ dern auf Dachbindern aufgelegt und überbrücken die Felder zwischen benachbarten Dachbindern.

Claims (11)

1. Dach (1) aus großflächigen Betonfertigteilen, die aus freitragenden Platten bestehen, welche im Dach (1) an ihren Kanten unterstützt sind, gekennzeichnet durch ein Polystyrolbeton (21), dessen Polystyrolzuschlag aus granuliertem Altstyropor besteht und der Zusätze aufweist, die von Stapelfasern zur Vermeidung von Ris­ sen und aus einem Luftschaumzusatz zur feuchten Beton­ mischung zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit des Betons bestehen und durch eine Bewehrung (59-63; 46) einerseits aus Leichtprofilen in Form von abgekanteten Blechstreifen, die ein in den Beton eingebetteten viereckigen Rahmen (46) bilden, der aus parallel zu den Plattenkanten verlaufenden und in den Rahmenecken biegesteif verschweißten Rahmengliedern (23, 24; 47) besteht und in seinem Geviert parallel zu den kürzeren Rahmengliedern verlaufende eingeschweißte Traversen (51) aufweist, andererseits aus wenigstens einer min­ destens in der Biegezone (58) eingelegte Matte (59, 63) aus Drähten oder Fäden (61, 62), deren Zwischen­ räume mit dem Styroporbeton der Platte ausgefüllt sind.
2. Dach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kürzeren Rahmenglieder (46) und die Traversen (25) von Z- bzw. S-förmigen und die längeren Rahmenglieder (23, 24) von U-förmig abgekanteten Blechstreifen gebildet werden, in deren Profilkammern die Enden der kürzeren Rahmenglieder und der Traversen eingeschweißt sind.
3. Dach nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Außenflächen der Fertigteile (7, 8) in Form von Dachziegeln (22), Ziegeln oder Schie­ ferplatten profiliert ist.
4. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Fertigteile (7, 8) auf Dachbindern oder auf Außenwänden des Gebäudes (2) aufliegen.
5. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in dem Fertig­ teile (7, 8) ein Satteldach (1) bilden, bei denen jeweils die Länge eines Paares ihrer parallelen Kanten (9, 10) der Länge der Fallinien von dem Dachfirst (11) bis zur Dachtraufe (12) entspricht und die Fertigteile (7, 8) einer geneigten Dachfläche im Dachfirst (11) auf den ihnen benachbarten Fertigteilen (14) der ande­ ren Dachfläche abgestützt sind, dadurch gekennzeich­ net, daß wenigstens zwei in einer Dachfläche benach­ barte Fertigteile (7, 8) längs der Fallinie (11, 12) aneinander derart angelenkt sind, daß sie für den Transport flach aufeinanderliegend zusammengeklappt und nach Auflage im Dach (1) auseinandergeklappt nebeneinander angeordnet sind.
6. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zum Klappen der Fertigteile ein Verbin­ dungsgelenk (36) dient, welches von mehreren flexiblen Zugmittellängen (37) gebildet wird, die über die Länge der benachbarten Kanten (9, 10) verteilt und mit ihren Enden einbetoniert sind.
7. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Fertigteile (7, 8) an ihrer Unter­ seite eine Drempelkonsole (46) aufweisen.
8. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Fertigteile (7, 8) an ihrer Unter­ seite wenigstens eine Anschlußkonsole (33, 34) für einen Kehlbalken (36) tragen.
9. Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß an den einander zugeordneten Firstkanten benachbarter Fertigteile (7, 8) eine Kupplung aus zwei ineinandergreifenden Hälften (44, 45) vorgesehen ist.
10. Dach nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung aus einer Gelenkpfanne (44) in Form einer längs der Firstkante (11) verlaufenden Nut samt Gelenkkopf (45) in Form einer gemäß der Pfanne (44) abgerundeten Firstkante (45) besteht.
11. Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen für ein Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einer oben offenen Schalung (15) die Dacheindeckung (64, 65) auf Abstandshaltern (67) zur Bildung von Hohlräumen (68, 69) zwischen dem Schalungsboden (16) und der Dacheindeckung (64, 65) aufgelegt und nach der Anordnung der Bewehrung (46; 59-63) der Styroporbeton (21) eingebracht wird, der­ art, daß er die außen mit Leisten (70) freigehaltenen Fugen (66) der Dacheindeckung ausfüllt und diese einbettet.
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