DE399876C - Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von Kochanlagen, insbesondere zur Herstellung von Zellstoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von Kochanlagen, insbesondere zur Herstellung von Zellstoff

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DE399876C
DE399876C DEM81060D DEM0081060D DE399876C DE 399876 C DE399876 C DE 399876C DE M81060 D DEM81060 D DE M81060D DE M0081060 D DEM0081060 D DE M0081060D DE 399876 C DE399876 C DE 399876C
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DEM81060D
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MAN AG
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MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C1/00—Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
    • D21C1/02—Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with water or steam

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  • Cookers (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

Es ist bekannt, in Kochbetrieben, in welchen dem Kocheii ein Dämpfungsprozeß vorausgeht, wie z. B. bei der Bereitung von Zellstoff den Dämpf dampf einem Großwasserraumspeicher zu entnehmen, in welchem in Zeiten geringer Belastung des Dampfkessels die in dem überschüssigen Kesseldampf oder gegebenenfalls auch in Abdampf enthaltene Wärme aufgespeichert wird, ίο Bei diesem bekannten Verfahren kann es vorkommen, daß, wenn nicht ein sehr großer Speicher zur Verfügung steht, bei längerer Dauer des Dämpfungsprozesses, besonders auch bei kurzer Aufeinanderfolge mehrerer Prozesse, die Leistungsfähigkeit, des Großwasserraumspeichers sich erschöpft, bevor der Dämpfungsprozeß durchgeführt ist und daß der Dampfkessel, wenn er für die Beendigung dieses Prozesses herangezogen wird, allein dieser Spitzenleistung nicht gewachse ι ist.
Die Erfindung hat den Zweck, derartige Vorkommnisse selbst bei sehr kleinen Abmessungen des Speichers zu vermeiden. Sie erreicht diesen Zweck dadurch, daß beim as Dämpfen dem Kocher neben dem Dampf aus dem Großwasserraumspeicher auch Kesseldampf innerhalb der Leistungsfähigkeit eines dem Kessel zugeordneten Gleichdruckspeichers zugeführt wird. Man erzielt dadurch den \'orteil, daß der Gleichdruckspeicher bis zur höchsten Grenze seiner Leistungsfähigkeit , sowohl für den ganzen Dämpfungsvorgang nutzbar gemacht werden kann, wie auch für j die Wiederaufladung des Großwasserraum-Speichers. Der Vorteil besteht also im wesentlichen darin, daß einmal ein kleinerer Großwasserraumspeicher benutzt werden kann, als bisher, und daß ferner die Wieder- ( aufladung des Großwasserraumspeichers mit Hilfe des Gleichdruckspeichers umso schneller zu bewerkstelligen ist, je geringer in die- , ser Zeit die über die mittlere Dampferzeugung j hinausgehende Belastung des Dampfkessels ist. Diese schnelle Aufladungsmöglichkeit des Großwasserraumspeichers ist ganz besonders ; wichtig bei kurzer Aufeinanderfolge der j Dämpf ungsvorgänge.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann entweder | so gewählt sein, daß der Zufluß von Dampf : zum Großwasserraumspeicher und zum | Kocher von Hand geregelt wird oder selbst-1 tätig durch den Dampfdruck. Letztere Rege-I lung-ist vorzuziehen. Zu diesem Zwecke ist nach der Erfindung in die Frischdampfzufüh- : rungsleiumg des Großwasserraumspeichers ein Grenzdruckventil eingebaut, das auf zwei j impulse in der Weise anspricht, daß es einmal auf konstanten Speicherdruck hinarbeitet, also bei Entnahme von Dampf aus dem Speieher und dadurch auf dieser Seite sinkendem Druck öffnet, das andere Mal aber auf Konstanthaltung des Friscbdampfdruckes hinarbeitet, also bestrebt ist, den Dampfdurchfluß so zu begrenzen, daß der Druck in der Frischdampfleitung oder im Dampfkessel nicht wegen zu großer Entnahme von Dampf für den Kocher oder den Großwasserraumspeicher unter den Normaldruck nennenswert sinkt. Dieses A'entil bewirkt also sowohl bei Anstellung des Kochers die Zuführung von Frischdampf in die Dampfleitung des Kochers beim Sinken des Druckes im Großwasserraumspeicher, wie auch die Wiederaufladung des Großwasserraumspeichers bei Anstellung der Dämpfung.
In der Zeichnung ist in
Abb. ι ein Ausführungsbeispiel einer Einr richtung zur Durchführung des neuen Verfahrens schematisch dargestellt.
Abb. 2 zeigt im Diagramm die Mitwirkung , des Gleichdruckspeichers beim Dämpfen oder Iveim Wiederaufladen des Großwasserraumspeichers.
Gemäß Abb. τ bedeutet D den Dampfkessei. dem in an sich bekannter Weise ein Gleichdruckspeicher G zum Ausgleich der Spitzenl>elastungen zugeordnet ist. Anlagen dieser Art und ihr Betrieb sind an sich bekannt, so daß eine weitere Erläuterung dieser Einrichtung sich erübrigt.
An die Frischdampfleitung L des Dampfkessels D ist über die Leitung L1 ein Großwasserraumspeicher S angeschlossen, der mit Dampf in Zeiten geringer Kesselbelastung über die Zweigleitung IJ geladen wird, während er im Bedarfsfalle unter Druckverminderung den aufgespeicherten Dampf über einen Teil der Leitung L1 und die Leitung L4 an einen Kocher K abzugeben hat. Der Kocher A" ist außerdem durch die Leitung L3 mit Druckmindereinrichtung V an die Frisch-
dampfleitung L angeschlossen. Die Beschickung des Kochers K mit Dampf aus dem Großwasserraumspeicher 51 erfolgt über einen Teil der Leitung L1 und die Leitung L* mit Absperrorgan A. In die Leitung JJ- ist ein auf zwei Impulse ansprechendes Grenzdruckventil V1 eingebaut, das auf der einen Seite durch den Speicherdruck über eine von der Leitung L4 abgezweigte Leitung L5 beeinfiußt wird und bestrebt ist, den Speicherdruck konstant zu halten, während es andererseits über Leitung L" vom Frischdampfdruck beeinflußt wird und auf Konstanthaltung des Dampfkesseldruckes hinarbeitet. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist aus Abb. 2 ersichtlich, worin die strichpunktierte Linie α die mittlere Erzeugung des Dampfkessels, die gestrichelte Linie b die Höchstdampferzeugung mit Heißspeisung aus dem Gleichdruckspeicher bedeutet, während die ausgezogene Linie c den Dampfverbrauch zu verschiedenen Betriebszeiten andeutet.
Gemäß der Darstellung setzt die Dämpfung ein, nachdem beispielsweise auf eine Zeit Z | von über die mittlere Dampferzeugung hinausgehendem Dampf verbrauch dieser während der kurzen Zeit Z1 unter die mittlere Erzeugung gesunken ist. Während der jetzt folgenden Zeit Z2 der Dämpfung sind große Mengen von Dampf erforderlich, die bisher vom Großwasserraumspeicher allein bestritten werden mußten. Gemäß der Erfindung aber sucht das Grenzdruckventil V1 den Druck des Großwasserraumspeichers soweit als möglich aufrecht zu erhalten, öffnet sich .also beim Sinken· dieses Druckes und entnimmt für die Dämpfung so viel Dampf aus dem Kessel D1 als dies ohne nennenswerte Drucksenkung — die ja von dem Grenzdruckventil V1 ebenfalls verhindert wird—,unter restloser Inanspruchnahme des Gleichdruckspeichers abgeben kann. In der Zeit Z2 wird also die in der Zeichnung durch schräge Schraffierung angedeutete Dampfmenge vom Gleichdruckspeicher aufgebracht, während nur der darüber hinausgehende durch wagerechte Schraffierung angedeutete Teil aus dem Großwasserraumspeicher entnommen wird. Wenn jetzt die Dämpfung abgestellt und dem Kocher nur noch Kochdampf über die Leitung L8 vorzugsweise unter indirekter Beheizung zugeführt wird, so sorgt das Grenzdruckventil weiterhin dafür, daß der Großwasserraumspeicher, dessen Druck ! selbstredend infolge der vorhergehenden Entnahme von Dämpfdampf gesunken ist, unter voller Inanspruchnahme der Leistungsfähigkeit des Gleichdruckspeichers wieder aufgeladen wird.
Ist der Dampfkessel selbst dabei weniger belastet, so erfolgt dies in der verhältnismäßig sehr kurzen Zeit Z* (siehe gestrichelt angedeutete Dampf menge). Ist die Belastung des Dampfkessels an sich jedoch größer wie z. B. nach einer rechts im Diagramm angedeuteten zweiten Kochperiode, so dauert das Aufladen des Großwasserraumspeichers entsprechend länger, weil dann die durch gekreuzte Schraffierung angedeutete Dampfmenge vom Gleichdruckspeicher für andere Zwecke aufgebracht werden muß. Immerhin aber geht das Aufladen dank der Mitwirkung des Gleichdruckspeichers beim Wiederaufladen ganz bedeutend schneller vor sich, als wenn die Mitwirkung des Gleichdruckspeichers in dem einen oder anderen Fall fehlen würde.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Betrieb von Kochanlagen, insbesondere zur Herstellung von Zellstoff, bei welchen dem Kochen ein Dämpfungsprozeß vorangeht, zu welchem einem Großwasserraumspeicher entnommener Dampf benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Dämpfen dem Kocher neben dem Dampf des Großwasserraumspeichers auch Kesseldampf innerhalb der Leistungsfähigkeit eines dem Dampfkessel zugeordneten Gleichdruckspeichers zugeführt wird, zum Zwecke, mit einem sehr kleinen Großwasserraumspeicher auskommen zu können.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Dämpfungsperiode Kesseldampf in der Höchstleistung des Gleichdruckspeichers entsprechenden Mengen so lange in den Großwasserraumspeicher geführt wird, bis dessen Normaldruck wieder erreicht ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Frischdampfzuführungsleitung (L1) des Großwasserraumspeichers (S) ein vom Dampfdruck des Dampfkessels (D)' einerseits und vom Dampfdruck des Großwasserraumspeichers (S) andererseits beein- n0 flußtes, also auf zwei Impulse ansprechendes Grenz druckventil (V1) eingebaut ist, das einerseits auf Erhaltung des Druckes im Großwasserraumspeicher, andererseits auf Erhaltung des Druckes im Dampfkessel hinarbeitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM81060D Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von Kochanlagen, insbesondere zur Herstellung von Zellstoff Expired DE399876C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE863449C (de) * 1951-01-18 1953-01-19 Wikmanshytte Bruks Aktiebolag Verfahren zum Vorbehandeln von Holz mit Dampf fuer den Sulfitaufschluss bei der Zellstoffgewinnung
AT398588B (de) * 1992-12-02 1994-12-27 Voest Alpine Ind Anlagen Verfahren zur herstellung von viskosezellstoffen

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DE863449C (de) * 1951-01-18 1953-01-19 Wikmanshytte Bruks Aktiebolag Verfahren zum Vorbehandeln von Holz mit Dampf fuer den Sulfitaufschluss bei der Zellstoffgewinnung
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