Die Erfindung betrifft ein kompaktvariables Photovoltaikkraftwerk, das
mit einem multimodularen Sonnenlichtsensor- und Solarzellensystem und
mit den weiteren, im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten
gattungsbestimmenden Merkmalen, ausgerüstet ist.
Das photovoltaische Prinzip der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in
Elektrizität und ihre technischen Vorteile von der dezentralen An
wendungsmöglichkeit, des einfachen modularen Aufbaus, bis zum auto
matischen und wartungsfreien Betrieb einer Solaranlage, ist durch Fach
literatur und nicht zuletzt durch den Bau zweier Solaranlagen bestens
dokumentiert, so z. B. die drei Baustufen der Solaranlage in Kokern-
Gondorf und das Solar-Wasserstoff-Projekt in Neunburg vorm Wald.
Das durch die Linsenoptik der pyramiden- oder kegelstumpfförmigen Licht
aufnahmesensormodule transmittierende Licht wird durch die Sammellinse
auf eine zweite imaginäre Fläche, die im Zweidrittelbereich der Licht
aufnahmesensoren liegt, verstärkt bzw. fokkusiert. Bedingt durch die
Fokkusierung des Lichtes ist die für die Anbindung der optischen Faser
adern zur Verfügung stehenden Fläche kleiner als die Fläche der Sammel
linse. Die Spezifikation der Anbindungsfläche zeigt folgende Wirkungs
weise auf:
Die von der Dimensionierung der Lichtaufnahmesensormodulkonstruktion ab
hängige und daraus resultierende Anbindungsfläche gibt neben der an
bindungsmögliche optischen Faseradernanzahl, die auch die Anzahl der
Solarzellenmodule im Vakuummodul ergibt, und damit den Energiemaximierungs
faktor bestimmt, auch den Flächenminimierungsfaktor eines kompakt
variablen Photovoltaikkraftwerks an. Da die optische Faseraderanzahl von
der Anbindungsfläche des Lichtaufnahmesensormoduls resultiert und der
Lichttransfer über anbindungsmögliche optische Faseradern erfolgt, ist
der Energiemaximierungsfaktor wie folgt zu verstehen:
Die Anbindungsfläche des Lichtaufnahmesensormoduls ist auch der be
stimmende Faktor für den multimodularen Solarzellenaufbau und deren
Abstrahleinrichtungen innerhalb des Vakuummoduls, das die Solarzellen
module absolut vor Umwelteinfluß schützt.
Dazu Beispiele:
Die angenommene Anbindungsfläche eines Lichtaufnahmesensormoduls be
trägt 5 cm2. Diese Fläche ermöglicht, je nach Querschnittsfläche der
jeweiligen verwendeten optischen Faseradern, eine Anbindung von
ca. 1500 Stück optische Faseradern, die wiederum bei einer Vakuummodul
abmessung von 200 × 100 × 80 cm den Einsatz von ca. 1000 Stück Solarzellen
module mit je 10 cm2 Flächenbedarf und deren Abstrahleinrichtungen
erlauben.
Analog dazu:
Bei 2,5 cm2 Anbindungsfläche reduziert sich die Einsatzmöglichkeit der
Solarzellenmodule auf ca. 500 Stück.
Die Beispiele zeigen, daß neben den allgemein zu beachtenden Vorschriften,
Normen und der Feststellung, daß das interne Verschalten des Solarzellen
module im Vakuummodul erst die Leistungsangaben, wie Strom und Spannung
ermöglichen - die industrielle, konvektionierte Herstellung als Einheit,
- Lichtaufnahmesensormodul/Vakuummodul - die letztlich unter diesen Ge
sichtspunkten jedigliche andere Bauliche- bzw. Leistungsvariante er
möglichen, das Hauptziel ist.
Die bekannte Solaranlagentechnik ist auf Grund ihrer in den technischen
Dokumentationen erläuterten baulichen und funktionellen Eigenschaften mit
zumindestens den folgenden Nachteilen behaftet:
Zunächst jedoch die Zielvorstellungsdaten des Solar-Wasserstoff-Projekts in
Neunburg vorm Wald, für die 1988 die Grundsteinlegung war. Auf einer Boden
fläche von 50 000 m2 wird eine 5000 m2 große Solarzellenanlage mit einer
Leistung von 0,5 MW erstellt. Es wird eine jährliche Stromerzeugung von
500 000 KWh erwartet. Damit sollen rund 100 000 m3 Wasserstoff produziert
werden. Wie aus den Daten (5000 m2) Solarzellenfläche bei 0,5 MW Leistung)
zu erkennen ist, gehört diese photovoltaische Energieerzeugung, auf Grund
ihres enormen Flächenbedarfs, nicht gerade zu den umweltfreundlichen
Energieerzeugern.
Charakteristische Nachteile einer Solaranlage sind der enorme Flächenbe
darf der Solarzellenfläche bei relativ kleiner Leistung. Der Flächen
bedarf, der bei steigender Leistungsabgabe ins Gigantische ansteigt, ist aus
ökologischer und marktwirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar.
Es gilt einerseits den großen Flächenbedarf zu minimisieren und andererseits
die relativ kleine Leistung zu maximieren.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein kompaktvariables Photovoltaikkraft
werk der eingangs genannten Art anzugeben, dessen drastischer Flächen
minimisierungs- und Energiemaximierungsfaktor den kurzfristigen äquivalenten
Einsatz zu den nach elektrodynamischen Prinzip arbeitenden Kraftwerk, nach
marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten, in der öffentlichen, privaten Strom
versorgung erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß, durch die im kennzeichnenden Teil der
Patentansprüche 1, 2 und 3 genannten Merkmale, gelöst.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind verschiedener Art und be
stehen insbesondere darin, daß
- - bei der Errichtung von kompaktvariablen Photovoltaikkraftwerken im
größeren Leistungsbereich keine flächenvernichtende Solarzellen
installation mehr nötig ist.
- - bedingt durch die kompakte Bauweise, Großanlagen erstellt werden, die
mit nach dem elektrodynamischen Prinzip arbeitenden Kraftwerken, in
Leistung, Investitions- und Betriebskosten konkurrieren.
- - die konvektionierte Herstellung sämtlicher Anlagenkomponenten möglich
ist.
- - durch die kompakte Installation der Solarzellenmodule im Vakuummodul die
Störanfälligkeit der Solarzellen drastisch reduziert wird, wegen fehlender
klimatischer Belastung. Das gleiche gilt für die Verbindungskabel
problematik.
- - eine drastische Gewichtsreduzierung entsteht, wegen der Unterbringung
der Solarzellenmodule im Vakuummodul und durch das Wegfallen sämtlicher
gegen Umwelteinflüssen schützenden Beschichtungen, Abdeckungen,
elastischer Lagerungen (Glas, Folien usw.) und durch die Verwendung von
geeigneten Kunststoffmaterialien bei der Herstellung von Linsenoptik
und Fokuskörper der Lichtaufnahmesensormodule.
- - da das Vakuummodul die Solarzellenmodule von allen Umwelteinflüssen ab
schirmt, also Laborbedingungen schafft, ist der Einsatz von allen zu
künftigen Neuentwicklungen auf dem Solarzellensektor, wie z. B. mit
höheren Wirkungsgrad (31% bisher nur im Labor erreicht), im Vakuummodul
technisch leichter realisierbar.
- - das kompaktvariable Photovoltaikkraftwerk für die zukünftigen Weltraum
pläne (hinsichtlich Weltraumstationen-Satelitentechnik bzw. Raumgleiter)
als autarke Energieversorgungskomponenten (ohne fußballfeldgroße Solar
zellenpaddel) mehr als nur einen konstruktiven Beitrag leistet. Die hier
beschriebene Erfindung ermöglicht, gerade in der Weltraumtechnik mit all
ihren technischen und finanziellen Problemen, neben der Reduzierung der
technischen Risiken auch eine Transportkostensenkung. Die Transportkosten
in dem geostationären Raum betragen 25 000 Dollar/kg! In diesem Zusammen
hang ist ein Hinweis auf das Versagen des Kommunikationssateliten im
Jahr 1988 angebracht. Dem Dilemma des technischen Versagens kommt ein
Verlust von einigen hundert Millionen DM noch hinzu.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nach
folgenden Beschreibung der Anlagenkomponenten anhand der Zeichnungen.
Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen kompakt
variablen Photovoltaikkraftwerks über das Zusammenwirken von Lichtaufnahme
sensor und Solarzellenmodule,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen kompakt
variablen Photovoltaikkraftwerk, zeigt den schematischen Aufbau der
Vakuummodulkomponente, die den mechanischen Aufbau der Solarzellenmodule
und deren Abstrahleinrichtung beinhaltet,
Fig. 3 ein letztes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen kompakt
variablen Photovoltaikkraftwerk, gibt den multimodularen Aufbau be
züglich des Flächenminimisierungs- und Energiemaximierungsfaktor an.
In der Fig. 1, auf deren Einzelheiten ausdrücklich hingewiesen sein, wird
im wesentlichen das Prinzip des kompaktvariablen Photovoltaikkraftwerks
dargestellt, das in seinen Hauptbestandteilen aus den Lichtaufnahmesensor
modul 2, den optischen Faseradern 4 und den im Vakuummodul befindlichen 15
Solarzellenmodulen 7 besteht. Der Lichtenergietransfer erfolgt über die
Sammellinse 1, die die Lichtenergie verstärkt an die an der Anbindungs
fläche 3 angeschweißten optischen Faserleitungen 4 fokussiert, welche
die Lichtenergie ohne große Verluste über die Abstrahleinrichtungen 6 an
die Solarzellenmodule 7, die aus je 4 Solarzellen mit insgesamt 10 cm2
Flächen bestehen und deren Installation im Vakuummodul erfolgt, weitergibt.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Aufführungsbeispiel eines kompaktvariablen
Photovoltaikkraftwerks, auf dessen Einzelheiten ausdrücklich Bezug genommen
sei, deren schematische Darstellung des Vakuummoduls 1 mit der vakuum
dichten Einführung 7 des optischen Faseradernkanals 2, dessen Verlauf
6 zu den aus vier Stück Solarzellen 5 bestehenden Solarzellenmodule
4, die je nach Leistungsbilanz des Vakuummoduls zu größeren Solarzellen
modulen 3 integriert werden. Damit ist die multimodulare Struktur des
Vakuummoduls, das in seiner Gesamtheit die Solarzellenmodule gegen Umwelt
einflüsse bestens schützt, deren Stromabnahme 8 selbstverständlich über
eine vakuumdichte Durchführung 9, über Steckeinrichtungen 10, er
folgt, im wesentlichen klar.
Das in der Fig. 3, auf deren Einzelheiten ausdrücklich Bezug genommen sei,
dargestellte weitere Ausführungsbeispiele des kompaktvariablen Photovoltaik
kraftwerks, zeigt den multimodularen Charakter und die Konvektionierung der
Komponenten, der in einer sonnenaufgeführten Parabolschüssel 1 in
tegrierten Lichtaufnahmesensormodule 2, der optischen Faseradernkabel
3 und den Vakuummodule 4 an.
Kompaktvariables Photovoltaikkraftwerk
Die prinzipiellen Nachteile der Photovoltaiktechnologie, nämlich der des
hohen Solarzellenflächenbedarfs und der damit verbundenen ökologischen,
klimatischen, mechanischen, elektrischen Leitungsproblematik und der
relativ kleinen Leistung, haben zusammen den Einsatz dieser Technologie
auf experimentelle Anlagen beschränkt. Eine (Input-Output-Analyse) Flächen
einsatz-Leistungsbilanz-Analyse beider Anwendungstechnologien ergibt sich
aus dem Vergleich des experimentellen Solar-Wasserstoff-Projekts in Neun
burg vorm Wald, das mit einem Flächeneinsatz von 5000 m2 Solarzellen
fläche eine Leistungsbilanz von 0,5 MW Leistung ermöglicht und dem kompakt
variablen Photovoltaikkraftwerk dieser Erfindung, das unter Ausschaltung
sämtlicher, oben erläuterten, prinzipiellen Nachteile, bei einer aus der
Anbindungsfläche der Lichtaufnahmesensormodule resultierenden Flächen
minimierungsfaktor von 500, den Flächeneinsatz (der in der sonnenlaufge
führten Parabolschüssel integrierten Lichtaufnahmesensormodule) bei gleicher
Leistungsbilanz von 0,5 MW, auf 10 m2 reduziert, dessen Multiplikation den
Energiemaximierungsfaktor ergibt.
Angesichts dieser Entwicklung ist die Einschätzung der wissenschaftlichen
Institute, daß das zusätzliche wirtschaftliche ausschöpfbare Potential der
erneuerbaren Energien, mittels der Photorvoltaiktechnologie auch auf ab
sehbare Zeit begrenzt ist, nicht mehr aufrechtzuerhalten. Mit dieser
Erfindung wird in der Photovoltaiktechnologie eine gegenläufige Entwicklung
eingeleitet, in der visionäre, technische Machbarkeit zur Realität wird.