Die Erfindung betrifft einen Dichtring insbesondere für
Verschraubungen oder Verschlußschrauben od.dgl., mit einem
ringförmigen Dichtkörper.
Derartige Dichtringe werden zur fluiddichten Abdichtung
des Verbindungsbereiches mindestens zweier Bauteile ver
wendet, insbesondere im Zusammenhang mit der Abdichtung
von Verschraubungen wie Rohrverschraubungen, von Verschluß
schrauben bzw. -stopfen od.dgl. Bauteilen. In der hierbei
eingenommenen Gebrauchsposition ist ein jeweiliger Dichtring
axial zwischen den Dichtflächen der gegeneinander abzu
dichtenden Bauteile angeordnet, und um einen guten Dicht
kontakt zu erzielen, werden die Bauteile gegeneinander vorge
spannt, so daß ihre Dichtflächen von beiden Axialseiten
her gegen den Dichtring arbeiten und diesen in gewissem
Umfang zusammendrücken bzw. quetschen. Die bisher bekannten
Dichtringe, wie sie z.B. in der DIN-Norm 7603 beschrieben
sind, bestehen ausschließlich aus einem ringförmigen Dicht
körper, dessen spezielle Form und dessen Werkstoff sich
nach den jeweiligen Gegebenheiten richtet. Nachteilig ist
aber immer, daß die Dichtringe bei zu starkem Zusammendrücken
durch die an ihnen anliegenden Dichtflächen beschädigt
werden können, so daß Undichtigkeiten auftreten. Außerdem
besteht im Falle der Abdichtung zweier miteinander ver
schraubter Bauteile die Gefahr, daß der zwischengefügte
Dichtring durch die Schraubbewegung verdrillt wird, so
daß er die für eine optimale Dichtwirkung erforderliche
Gebrauchsposition nicht mehr einnimmt und unter Umständen
sogar aufbrechen kann.
Es ist deshalb das Ziel der Erfindung, einen durch die
Dichtflächen der abzudichtenden Bauteile insbesondere in
Axialrichtung beaufschlagbaren Dichtring zu schaffen, der
bei der Montage nicht beschädigt oder zerstört werden kann,
unter allen Umständen eine korrekte Positionierung in der
angestrebten Gebrauchsposition ermöglicht und bei alledem
zuverlässig dichtet.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß der Dichtkörper
mit mindestens einem Stützelement verbunden ist, das einen
Anschlag zur Begrenzung des axialen Quetschmaßes des Dicht
körpers bildet. Somit umfaßt der Dichtring außer dem Dicht
körper zusätzlich mindestens ein Stützelement, das dem
Dichtring während der Montage Stabilität und Halt verleiht
und das verhindert, daß der Dichtkörper bei der Montage
zu stark zusammengequetscht bzw. zusammengedrückt wird.
Gleichwohl erlaubt das mindestens eine Stützelement eine
Quetschung des Dichtkörpers in dem für die Gewährleistung
einer zuverlässigen Abdichtung notwendigen Maße.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen aufgeführt.
Zweckmäßigerweise ragt der Dichtkörper an mindestens einer
Axialseite des Dichtringes über die vorhandenen Stützelemente
vor. Werden dann die Dichtflächen der gegeneinander abzu
dichtenden Bauteile axial von beiden Seiten her gegen den
Dichtring gepreßt, läßt sich der Dichtkörper so weit axial
quetschen oder stauchen, bis die Dichtflächen an den als
Anschlag wirkenden Stützelementen zur Anlage kommen. Ein
weiteres Zusammenquetschen des Dichtkörpers ist dann durch
die Stützelemente verhindert, deren entgegengesetzter Wider
stand gleichwohl ein sicheres Verspannen der Bauteile gegen
einander gewährleistet.
Der Dichtkörper kann aus einem anderen Werkstoff bestehen
als das jeweilige Stützelement, wobei letzteres zweckmäßiger
weise aus härterem Material besteht als der Dichtkörper.
Die Anschlagwirkung des Stützelementes wird in diesem Falle
maßgeblich durch die Materialhärte erzeugt.
Es ist auch möglich, insbesondere durch Wahl der konstruk
tiven Gestaltung des Stützelementes zu erreichen, daß es
in Axialrichtung des Dichtringes eine höhere Festigkeit
oder Stabilität aufweist als der Dichtkörper.
Zweckmäßigerweise besteht das Stützelement aus Metall oder
weist zumindest metallische Bestandteile auf, so daß eine
hohe Festigkeit gewährleistet ist. Das Stützelement kann
aber auch aus kunststoffhaltigem Material bzw. aus Kunst
stoff wie einem Polymer bestehen.
Vorzugsweise ist mindestens ein Stützelement im Bereich
des Innenumfanges und/oder im Bereich des Außenumfanges
des Dichtkörpers angeordnet, wobei das jeweilige Stütz
element außen an der zugeordneten Innen- bzw. Außenfläche
des ringförmigen Dichtkörpers anliegen kann oder aber bei
spielsweise in den Dichtkörper eingelassen ist, wobei es
in einer Ausnehmung des Dichtkörpers einsitzen kann. Im
letzteren Falle kann es, vor allem wenn das Stützelement
zur Fixierung des Dichtringes beitragen soll, vorteilhaft
sein, wenn es ein Stück weit in Radialrichtung über den
Dichtkörper vorsteht bzw. aus ihm herausragt.
Einen gleichmäßigen Schutz vor zu starkem Quetschen des
Dichtkörpers erzielt man, wenn das Stützelement ein ko
axial zum Dichtkörper angeordneter Stützring ist, der,
vor allem bei größerer Breite des Dichtkörpers, hülsen
förmig ausgebildet sein kann. Durch die Ausbildung als
Stützring wird zusätzlich insbesondere gewährleistet, daß
der Dichtkörper bei axialer Quetschung nicht radial aus
weichen kann, sondern vielmehr in Radialrichtung eine Ab
stützung erfährt. Je nach Einsatzzweck und gewünschter
Stützwirkung kann ein Stützring im Bereich des Innenumfanges
und/oder im Bereich des Außenumfanges des Dichtkörpers
vorgesehen sein.
Es ist zweckmäßig, die in Axialrichtung des Dichtringes
gemessene Breite des Stützringes etwas geringer zu halten
als diejenige des Dichtkörpers, in welchem Falle es von
Vorteil ist, wenn der Dichtkörper den Stützring axial beid
seits überragt und die quer zur Axialrichtung verlaufenden
Längsmittelebenen des Dichtkörpers und des Stützkörpers
insbesondere zusammenfallen.
Vorzugsweise ist das Stützelement fest mit dem Dichtkörper
verbunden, wobei das Stützelement formschlüssig am Dicht
körper fixiert und verankert sein kann und im Falle der
Ausbildung als Stützring vorzugsweise in eine koaxial an
entsprechender Stelle des Dichtkörpers vorgesehene Umfangs
nut eingeknüpft ist. Hier kann es sich um eine lösbar feste
Verbindung handeln, die allerdings auch unlösbar ausgeführt
werden kann. Vor allem wenn das Stützelement lediglich
an der Außenfläche des Dichtkörpers angesetzt ist, ist
es vorteilhaft, wenn das Stützelement durch eine Fügever
bindung oder durch Beschichtung mit dem Dichtkörper ver
bunden ist. Dies kann beispielsweise mittels einer Klebe
verbindung erfolgen oder durch Auf- bzw. Anspritzen des
Dichtkörpers an das Stützelement oder umgekehrt. Es versteht
sich, daß eine formschlüssige und eine stoffschlüssige
Verbindung auch gleichzeitig vorliegen kann.
Mit der Erfindung bleibt die Verformbarkeit des Dichtkörpers
gewährleistet, so daß ein optimaler Dichteffekt erzielbar
ist, gleichzeitig wird ein hochwirksamer Zerstörungsschutz
geboten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine erste Bauform des erfindungsgemäßen Dicht
ringes im Schnitt bei radial und axial verlaufender
Schnittebene gemäß Linie I-I aus Fig. 2,
Fig. 2 den Dichtring aus Fig. 1 in Draufsicht in Axial
richtung gemäß Pfeil II aus Fig. 1,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Dichtringes
in einer Schnittdarstellung analog Fig. 1, im
Ausschnitt,
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Dicht
ringes in einer Fig. 1 entsprechenden Darstellungs
weise,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Dichtringes im Schnitt quer zur Längsachse, ent
sprechend einer Schnittlinie, wie sie in Fig. 3
bei V-V angedeutet ist, und
Fig. 6 eine weitere Bauform des erfindungsgemäßen Dicht
ringes in Draufsicht in einer Fig. 2 entsprechen
den Darstellungsweise.
Die in der Zeichnung abgebildeten Dichtringe sind insbe
sondere für Verschraubungen oder Verschlußschrauben vorge
sehen, ohne daß der Einsatzzweck hierauf beschränkt ist.
Es handelt sich um Dichtringe, die im Betrieb hauptsächlich
mit ihren beiden an einander entgegengesetzten Axialseiten
angeordneten Flächenbereichen - nachfolgend als dichtring
seitige Dichtflächen 3, 4 bezeichnet -, die ringförmig
gestaltet sind, abdichten. Diese Dichtflächen 3, 4 befinden
sich an einem ringförmigen Dichtkörper 5, dessen Umfang
zweckmäßigerweise sowohl innen als auch außen kreiszylin
drisch konturiert ist. Der Dichtkörper 5 besteht aus Material
mit dichtenden Eigenschaften, das sich unter Druck verformen
läßt, wobei es sich bei den abgebildeten Ausführungsbei
spielen um Kunststoff und hierbei insbesondere um Gummi
handelt. Es versteht sich aber, daß für den Dichtkörper
auch andere Dichtmaterialien gewählt werden können, z.B.
stahl-, aluminium- oder kupferhaltige Materialien. Auch
kann der Dichtkörper im Gegensatz zu den Ausführungsbei
spielen ein Mehrstoffkörper sein.
In Fig. 1 ist angedeutet, wie der erfindungsgemäße Dichtring
in seiner Gebrauchsposition zwischen abzudichtenden Bauteilen
6, 7 anordenbar ist, wobei diese Bauteile lediglich schema
tisch gestrichelt angedeutet sind. Alle Figuren zeigen
den Dichtring übrigens im Ausgangszustand, so wie er sich
unverformt darstellt.
Bei dem in Fig. 1 angedeuteten einen Bauteil 7 handelt
es sich beispielsweise um eine Wand, die über eine Öffnung
8 verfügt, die dichtend verschlossen werden soll. Das Ver
schließen erfolgt mittels des anderen Bauteiles 6, das
hier eine Verschlußschraube ist, die über eine Werkzeug
angriffspartie 9, einen Gewindeansatz 10 und axial dazwi
schenliegend über einen umlaufenden, radial vorstehenden
Ringbund 14 verfügt. Der Gewindeansatz 10 ist in ein Innen
gewinde der Öffnung 8 einschraubbar. An den in Axialrichtung
2 einander zugewandten Seiten des Ringbundes 14 und der
Wand 7 befinden sich bauteilseitige Dichtflächen 15, zwischen
denen der Dichtring in seiner Gebrauchsposition zu liegen
kommt, in der er koaxial zur Öffnung 8 ausgerichtet ist
und jeweils eine seiner Dichtflächen 3, 4 einer der beiden
bauteilseitigen Dichtflächen 15 zugewandt ist.
Um die dichtende Wirkung zwischen den beiden Bauteilen
6, 7 zu erzielen, werden die beiden bauteilseitigen Dicht
flächen 15 einander in Axialrichtung 2 angenähert, was
beim Ausführungsbeispiel durch Vorschrauben der Verschluß
schraube 6 in der Gewindeöffnung 8 erfolgt. Dadurch wird
der Dichtkörper 5 des Dichtringes in Axialrichtung zusammen
geguetscht bzw. zusammengedrückt. Wegen des inneren Wider
standes des Dichtkörpers 5 findet hierbei eine dichtende
Anlage der einander jeweils zugewandten Dichtflächen 3,
15 bzw. 4, 15 statt.
In der Gebrauchsposition ragt der Gewindeansatz 10 beim
Ausführungsbeispiel durch die Ringöffnung 18 hindurch.
Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, daß der Dichtkörper
5 mit mindestens einem Stützelement 16, 16′ verbunden ist, das
einen Anschlag zur Begrenzung des axialen Quetschmaßes
des Dichtkörpers 5 bildet. Dieses Stützelement sorgt dafür,
daß der Dichtkörper 5 nur um ein gewisses axiales Maß durch
die miteinander zu verbindenden Bauteile 6, 7 zusammenge
quetscht werden kann und eine weitergehende axiale Annähe
rung der bauteilseitigen Dichtflächen 15 der beiden Bauteile
6, 7 verhindert ist. Dadurch ist ausgeschlossen, daß der
Dichtkörper 5 durch versehentlich zu starkes Quetschen
beschädigt oder zerstört wird. Gleichzeitig ist aber sicher
gestellt, daß die Quetschung bzw. Stauchung des Dichtkörpers
5 weiterhin in gewissem Rahmen möglich ist, so daß die
einander jeweils zugewandte Dichtflächenpaarung unter Druck
in Dichtkontakt zueinander treten kann.
Bei den in den Fig. 1 bis 4 abgebildeten Ausführungsbei
spielen verfügt der jeweilige Dichtring über ein Stütz
element 16, das als Stützring ausgebildet und koaxial zum
Dichtkörper 5 angeordnet ist. Seine in Axialrichtung 2
gemessene Breite ist geringer als die Breite des Dichtkör
pers 5 an dessen breitester Stelle, so daß es an mindestens
einer Axialseite des Dichtringes - bei den Ausführungs
beispielen an beiden Axialseiten - vom Dichtkörper 5 über
ragt wird.
Das ringförmige Stützelement 16 ist bei den Ausführungs
beispielen gemäß Fig. 1 und 3 im Bereich des Außenumfanges
17 und beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 im Bereich
des Innenumfanges 18 des Dichtkörpers 5 angeordnet. In
Fig. 4 ist gestrichelt bei 19 angedeutet, daß es auch möglich
ist, gleichzeitig sowohl am Innenumfang 18 als auch am
Außenumfang 17 des Dichtkörpers 5 ein Stützelement 16 anzu
bringen.
Die Anschlagfunktion der Stützelemente beruht darauf, daß
sie in Axialrichtung 2 eine höhere Festigkeit und insbe
sondere eine höhere Druckfestigkeit aufweisen als der mit
ihnen verbundene Dichtkörper 5. Eine derartige Eigenschaft
läßt sich beispielsweise durch die Art der gestalterischen
Konstruktion des jeweiligen Stützelementes erzielen, von
besonderem Vorteil ist aber die bei den Ausführungsbei
spielen gewählte Möglichkeit, wonach als Werkstoff für
das Stützelement ein anderer als für den Dichtkörper ge
wählt wird. Durch geeignete Werkstoffauswahl läßt sich
das gewünschte Anschlagverhalten erzielen, wobei es zweck
mäßig ist, das Stützelement 16, 16′ aus härterem Material
auszubilden als den Dichtkörper. In diesem Falle liegt
also praktisch ein Zweistoff-Dichtring vor, dessen Stütz
element aus hartem und dessen Dichtkörper aus weicherem,
z.B. halbhartem Werkstoff besteht.
Vorzugsweise bildet man das Stützelement 16, 16′ aus Metall
aus, z.B. aus Stahl, oder wählt zumindest einen Werkstoff,
der metallische Bestandteile aufweist. Allerdings ist es
auch möglich, das Stützelement aus Kunststoff oder kunst
stoffhaltigem Material herzustellen, das die erforderlichen
Härteeigenschaften besitzt, wobei sich insbesondere Poly
mere anbieten.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist das Stütz
element 16 am radial nach außen weisenden Außenumfang 17
des Dichtkörpers 5 anliegend aufgezogen. Es umgibt den
Dichtkörper 5 mithin koaxial, wobei es zweckmäßig ist,
wenn die quer zur Axialrichtung verlaufenden Längsmittel
ebenen beider Elemente zusammenfallen, wie dies in Fig.
1 verdeutlicht ist. Die Fixierung des Stützelementes 16
gegenüber dem Dichtkörper 5 kann allein auf Grund der radia
len Elastizität des Dichtkörpers 5 gewährleistet sein,
allerdings ist es zweckmäßig, eine zusätzliche feste Ver
bindung vorzusehen. Hierbei kann es sich insbesondere um
eine Fügeverbindung, z.B. eine Klebeverbindung oder eine
Haftverbindung, handeln. Es ist aber auch denkbar, das
Stützelement 16 durch Beschichtung auf dem Dichtkörper
5 anzubringen und insbesondere auf diesen aufzuspritzen
oder an diesen anzuspritzen. In all diesen Fällen würde
eine unlösbar feste Verbindung zwischen Stützelement und
Dichtkörper vorliegen.
Die gleichen Ausführungen gelten auch für das Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 4, mit dem Unterschied, daß dort das
Stützelement 16 an der radial nach innen weisenden Umfangs
fläche 18 des Dichtkörpers 5 vorgesehen ist.
Während also bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1,
2 und 4 das Stützelement 16 an den Außenumfang bzw. Innen
umfang des Dichtkörpers 5 angesetzt ist, ist beim Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 3 vorgesehen, daß das Stützelement
16 in den Dichtkörper 5 eingelassen ist. Zu diesem Zweck
verfügt der Dichtkörper 5 im Bereich des entsprechenden
Umfanges - hier: des Außenumfanges 17 - über eine Ausnehmung
20 in Art einer Ringnut, deren Längsachse mit der Längs
richtung 2 des Dichtkörpers 5 zusammenfällt und in der
das Stützelement 16 einsitzt. Dadurch wird das Stützelement
16 an seinen beiden Axialseiten jeweils durch einen um
laufenden ringförmigen Vorsprung 21 des Dichtkörpers 5
flankiert, was eine unmittelbare Berührung zwischen den
Dichtflächen 15 der abzudichtenden Bauteile und dem Stütz
element 16 verhindert. Die Dichtflächen 15 sind somit vor
Beschädigung geschützt. Außerdem ist es bei einer solchen
Ausführungsform möglich, das Stützelement 16 lediglich
im Rahmen einer formschlüssigen Verbindung am Dichtkörper
5 zu haltern, indem es beispielsweise lösbar in die Aus
nehmung 20 eingeknüpft ist.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 schließt der Außen
umfang 22 des Stützelements 16 bündig mit demjenigen des
Dichtkörpers 5 ab, es ist aber durchaus auch möglich, die
Anordnung so zu treffen, daß das Stützelement ein Stück
weit in Radialrichtung über den Dichtkörper 5 vorsteht,
wie dies in Fig. 3 gestrichelt angedeutet ist.
Es versteht sich, daß auch eine Kombination einer stoff
schlüssigen und einer formschlüssigen Verbindung zwischen
dem Dichtkörper 5 und dem jeweiligen Stützelement 16 vorge
nommen werden kann.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 legt dar, daß anstelle
eines einzigen umlaufenden Stützelementes 16 auch mehrere
einzelne, unzusammenhängende und separate Stützelemente
16′ am zugeordneten Dichtkörper 5 anordenbar sind. Beim
Ausführungsbeispiel sind mehrere Stützelemente 16′ entlang
des Außenumfanges 17 des Dichtkörpers 5 in Umfangsrichtung
beabstandet verteilt angeordnet, wobei sie, der besseren
Fixierung wegen, in taschenförmigen Ausnehmungen 23 des
Dichtkörpers 5 einsitzen.
Wenn das Stützelement 16 als Stützring ausgebildet ist,
stellt sich als weiterer Vorteil eine Abstützung des Dicht
körpers 5 in Radialrichtung ein, indem verhindert ist,
daß er bei axialer Belastung radial ausweicht und aus dem
zwischen den beiden bauteilseitigen Dichtflächen 15 ge
bildeten Dichtringspalt hinausgequetscht wird. An derjenigen
Umfangsseite 17 bzw. 18, an der sich ein Stützring befindet,
ist die radiale Verdrängung des Dichtkörpermaterials be
hindert.
Es versteht sich daß der Querschnitt der Stützelemente
16, 16′, ebenso wie auch der Querschnitt des Dichtkörpers
5, bedarfsgemäß ausgewählt werden kann. Auch wird man die
in Radialrichtung gemessene Dicke der Stützelemente 16,
16′ an die zu erwartende axiale Kraftbeaufschlagung an
passen und bei höherer zu erwartender Kraft größer wählen.
Es versteht sich ferner, daß die in Axialrichtung 2 gemessene
Länge der Stützelemente 16, 16′ so an die Länge des je
weiligen Dichtkörpers 5 angepaßt wird, daß das zur guten
Abdichtung erforderliche Mindestquetschmaß vor dem Auf
laufen der bauteilseitigen Dichtflächen 15 auf das Stütz
element 16, 16′ gewährleistet ist.
Es sei noch nachgetragen, daß die Anordnung der Stützelemen
te im Bereich des Außenumfanges 17 des Dichtkörpers 5 in
der Regel nur dann zweckmäßig ist, wenn die bauteilseitigen
Dichtflächen 15 oder radiale Verlängerungen dieser Flächen
sich über das jeweilige Stützelement erstrecken und es
axialseitig flankieren. Nur dann ist gewährleistet, daß
die Dichtflächen 15 auf das Stützelement zur Begrenzung
des Bewegungsweges auflaufen können. Sollte einer derartige
Anordnung nicht gewährleistet sein, wird eine Anordnung
der Stützelemente im Bereich des Innenumfanges 18 bevorzugt
werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 entspricht hinsichtlich
seines Aufbaues im wesentlichen dem in Fig. 2 gezeigten,
weshalb entsprechende Bauteile mit identischen Bezugszeichen
versehen sind. Ein wesentlicher Unterschied besteht aller
dings im Aufbau des Stützelementes 16, das zwar ebenfalls
einen Stützring bildet der aber im Gegensatz zum Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 2 nicht in sich geschlossen, son
dern an einer Stelle 25 seines Umfanges unterbrochen ist.
Man kann sich den Stützring gemäß Fig. 6 also entstanden
denken aus einem bandförmigen Körper, der zur Ringform
gebogen ist, wobei sich zwischen den beiden in zusammen
gebogenem Zustand einander zugewandten freien Ringenden
26, 26′ die Trennstelle 25 befindet. Zweckmäßigerweise
ist diese Trennstelle als Zwischenraum bzw. Spalt ausge
bildet, dessen Weite den Anfordernissen entsprechend gewählt
werden kann.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß der an einer
Stelle offene Stützring von einem Federring gebildet sein
kann, der unter Aufweitung entgegen einer elastischen Feder
kraft auf den Außenumfang 17 des Dichtkörpers 5 aufgezogen
bzw. im Bereich des Außenumfanges des Dichtkörpers 5 angeord
net ist. Im montierten Zustand des Stützringes 16 umgreift
dieser demnach den Dichtkörper 5 im Klemmgriff, indem er
bestrebt ist, den von ihm umschlossenen Querschnitt zu
verengen, so daß sowohl die Montage erleichtert als auch
ein verbesserter Halt auf dem Dichtkörper 5 erreicht wird.
Bei dem als offener Stützring ausgebildeten Stützelement
16 handelt es sich beispielsweise um ein aus Stahl bestehen
des Element, insbesondere Federelement. Der Dichtkörper
5 kann, wie auch bei den anderen Ausführungsbeispielen,
ein Stanzteil sein.
Es versteht sich, daß ein derart geschlitzter Stützring
16, wie er in Fig. 6 abgebildet ist, zusätzlich oder alter
nativ auch am Innenumfang des Dichtkörpers anordenbar ist,
ebenso ist es natürlich möglich, dieses Stützelement in
das Dichtkörpermaterial einzulassen, wie dies beispielsweise
unter Bezugnahme auf die Fig. 3 näher erläutert ist.
Durch die offene Ausbildung des Stützringes ist zusätzlich
die radiale Ausdehnbarkeit des Dichtkörpers 5 in gewissem
Rahmen möglich, was dessen Verformbarkeit erleichtert und
die erreichbare Dichtqualität erhöhen kann. Trotzdem wird
der Dichtkörper 5 in Radialrichtung stabilisiert, was montage
bedingte Zerstörungen ausschließt. Die Anschlagfunktion
des Stützelements wird durch das Vorsehen der Trennstelle
25 nicht beeinträchtigt.