DE3902132A1 - Verkehrsmittel mit einem lift fuer einen rollstuhlfahrer und lift fuer ein derartiges verkehrsmittel - Google Patents

Verkehrsmittel mit einem lift fuer einen rollstuhlfahrer und lift fuer ein derartiges verkehrsmittel

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verkehrsmittel, vorzugsweise ein öffentliches Verkehrsmittel, insbesondere einen Bus, mit einem Lift für einen Rollstuhlfahrer, welcher eine Hebevor­ richtung zum Anheben einer Plattform für den Rollstuhl von et­ wa Erdbodenniveau bis auf ein angehobenes Niveau aufweist, wo­ bei der Lift aus seiner Arbeitsposition, in der die Plattform vom Verkehrsmittel vorragt, in eine Ruheposition bringbar ist, in der er bei der Fahrt des Verkehrsmittels nicht stört.
Bei Verkehrsmitteln der obengenannten Gattung, die einen Lift für Rollstuhlfahrer aufweisen, handelt es sich bei den bisher in Betrieb befindlichen Verkehrsmitteln in der Regel um Sonderverkehrsmittel, die allein zum Transport für Behinderte von Organisationen oder Kommunen zur Verfügung gestellt wer­ den. Es handelt sich meist um Kleinbusse, die über Hecktüren verfügen, durch die die Plattform des Liftes nach außen ge­ schwenkt werden kann, wo sie höhenverstellbar ist, um einen Rollstuhl vom Straßenniveau auf das Niveau der Ladefläche des Transporters zu heben.
Diese Sondertransporte von Behinderten verschaffen den Be­ hinderten zwar Mobilität, tragen aber nicht ausreichend dazu bei, die Behinderten in das öffentliche Leben zu integrieren. Hierzu werden aber gerade in letzter Zeit nachdrückliche Forde­ rungen laut.
Eine bessere Integration der Behinderten könnte nur da­ durch erreicht werden, daß auch öffentliche Verkehrsmittel be­ hindertengerecht ausgerüstet werden, indem sie einen Lift auf­ weisen, der es Rollstuhlfahrern ermöglicht, öffentliche Ver­ kehrsmittel zu benutzen.
Bei öffentlichen Schienenverkehrsmitteln gibt es die mei­ sten Probleme, diese Forderung zu verwirklichen, da schon die Zugänge zu den Bahnsteigen zumeist nicht behindertengerecht ausgebildet sind. Dies gilt insbesondere für U-Bahn-, S-Bahn- und Eisenbahnstationen. Die nahezu ebenerdigen Straßenbahnsta­ tionen könnten noch am ehesten behindertengerecht eingerichtet werden.
Zu einer behindertengerechten Ausbildung verbleibt somit vorrangig der öffentliche Bus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein öffentliches Verkehrsmittel zu schaffen, das über einen Lift für Rollstuhl­ fahrer verfügt, welcher vorrangig für einen Bus geeignet ist, aber prinzipiell auch für andere Verkehrsmittel geeignet ist, wobei der am Verkehrsmittel angeordnete Lift den herkömmlichen Betrieb des Verkehrsmittels nicht stören darf.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst worden, daß der Lift im Einstiegsbereich einer Tür unter dem Boden des Ver­ kehrsmittels angebracht ist und daß die höhenverstellbare Plattform in einer Halterung gelagert, aus ihrer Ruheposition unter dem Boden in ihre Arbeitsposition hervorschiebbar ist.
Die Anordnung des Liftes ermöglicht mit Vorteil einen ganz normalen Betrieb des Verkehrsmittels, insbesondere dann, wenn der Lift nicht benötigt wird. Nur wenn der Lift benötigt wird, wird er aus seiner Ruheposition, bei der er sich unter dem Bo­ den des Fahrzeuges befindet, in seine Arbeitsposition verscho­ ben, in der die Plattform des Liftes vor dem Einstiegsbereich der Tür hervorragt. In dieser Arbeitsposition kann die Platt­ form zum Hochheben eines Rollstuhlfahrers vom Straßenbodenni­ veau bis auf das Niveau des inneren Fußbodens des Busses einge­ setzt werden. Danach wird der Lift wieder in seine Ruheposi­ tion gebracht, in der er den Betrieb des Verkehrsmittels nicht behindert, und das Verkehrsmittel fährt wie ein "normales" Ver­ kehrsmittel zur nächsten Haltestelle.
Die Anbringung des Liftes beim erfindungsgemäßen Verkehrs­ mittel hat zudem den Vorteil, daß das Verkehrsmittel als se­ rienmäßiges Verkehrsmittel in einfacher Weise, ohne größere Um­ baumaßnahmen, mit einem Lift für Behinderte nachgerüstet wer­ den kann. Der Lift wird in einfacher Weise mit seiner Halte­ rung unten am Boden des Verkehrsmittels befestigt.
Vorzugsweise verläuft die Verschieberichtung der Plattform quer zur Fahrtrichtung, da die meisten öffentlichen Verkehrs­ mittel über Seitentüren verfügen.
Insbesondere bei einem Bus als Verkehrsmittel ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Lift im Bereich der hinteren Tür des Busses angeordnet ist. In der Re­ gel verfügt ein Linienbus über zwei Türen, eine Tür im Bereich des Fahrers und eine hintere Tür, etwa in der Mitte des Fahr­ gastraumes. Die Anordnung des Liftes im Bereich dieser hinte­ ren Tür ist am effektivsten und am wenigstens störend.
Vorzugsweise sind Antriebsorgane des Liftes mit Betäti­ gungselementen im Fahrerbereich des Verkehrsmittels verbunden, so daß die Plattform des Liftes aus- und eingefahren werden kann und die Plattform höhenverstellt werden kann, ohne daß der Fahrer seinen Fahrersitz verlassen muß. Die Kontrolle des Betriebes des Liftes kann vom Fahrer beispielsweise durch Spie­ gel gewährleistet sein. Alternativ oder zusätzlich können auch Betätigungselemente vorgesehen sein, die einen Rollstuhlfahrer in die Lage versetzen, den Lift selbst zu betätigen, indem bei­ spielsweise zum Ausfahren des Liftes ähnliche Knöpfe vorgese­ hen sind, wie zum Öffnen der pneumatischen Türen, und indem beispielsweise im Bereich der Plattform weitere Steuerelemente vorgesehen sind.
Gerade bei Bussen als Verkehrsmitteln sind die Gegebenhei­ ten im Einstiegsbereich einer Tür so, daß von der unteren Bo­ denkante des Verkehrsmittels aus ins Innere des Verkehrsmit­ tels hinein bis auf die Höhe des inneren Bodens eine Treppe führt, die meist aus zwei bis drei Stufen besteht. Wenn die Plattform des Liftes außerhalb der Karosserie des Busses ange­ hoben wird, bis sie sich auf der Höhe des inneren Fußbodens be­ findet, kann es passieren, daß aufgrund dieser Treppe zwischen dem inneren Fußboden und der Plattform noch eine Lücke klafft, die überbrückt werden muß. Dies kann dadurch erreicht werden, daß beispielsweise tatsächlich eine ausschiebbare oder aus­ klappbare Brücke an der Plattform oder am inneren Fußboden des Verkehrsmittels vorhanden ist. Vorzugsweise kann aber auch die Plattform des Liftes in den Bus durch die Tür hindurch hinein­ bewegt werden. Dies ist mit Vorteil insbesondere deshalb mög­ lich, weil die Plattform zur Einschiebung in ihre Ruhestellung ohnehin unter den Boden verschoben werden kann. Bei angehobe­ ner Plattform ist es daher möglich, die Plattform auch ober­ halb des Bodens mit der gleichen Verschiebebewegung in das In­ ere des Fahrzeuges hineinzuschieben.
Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Lift für Rollstuhlfahrer zu schaffen, der sich insbesondere zur Anbringung an einem öffentlichen Verkehrsmittel eignet.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch einen Lift der im Anspruch 5 genannten Gattung dadurch gelöst worden, daß die Hebevorrichtung zwei zueinander parallele Tragholme umfaßt, an denen die Plattform über Anlenkarme abgehängt ist und zwischen denen die Plattform hindurchhebbar ist, wobei jeder Anlenkarm mit einem Ende am Tragholm angelenkt ist, so daß er um eine waagerechte, quer zum Tragholm verlaufende Achse aus einer hän­ genden Position mit seinem anderen Ende über den Tragholm hin­ aus unter Mitnahme der Plattform hochschwenkbar ist, und sein anderes Ende längs der Plattform in der Schwenkebene des An­ lenkarmes verschiebbar angeordnet ist, und daß ein oder mehre­ re Antriebsorgane zum Schwenken der Anlenkarme vorgesehen sind.
Der erfindungsgemäße Lift ist insbesondere zur Anbringung an einem Linienbus geeignet, da er in besonderer Weise die Plattform vom Straßenniveau auf ein Niveau des inneren Fußbo­ dens des Busses anheben kann. Insbesondere dann, wenn die Trag­ holme etwa auf dem Niveau des Unterbodens des Verkehrsmittels angeordnet sind, muß die Plattform vom Niveau der Straßenober­ fläche zunächst bis auf das Niveau der Tragholme angehoben wer­ den und weiter angehoben werden, bis sich die Plattform auf dem Niveau des inneren Fußbodens des Verkehrsmittels, insbeson­ dere des Busses, befindet. Da gerade bei einem Bus zwischen dem Unterbodenniveau und dem Niveau des inneren Fußbodens zu­ meist eine Treppe mit mehreren Stufen angeordnet ist, ist die Höhendifferenz zwischen dem Unterboden und dem inneren Fußbo­ den etwa noch einmal genauso groß wie die Differenz zwischen dem Unterboden und der Straße. Hierdurch sind bei einem öffent­ lichen Verkehrsmittel andere Verhältnisse gegeben, als bei­ spielsweise bei einem Kleinbus, der als Transporter ausgebil­ det ist, weil bei einem solchen Transporter die Höhendifferenz zwischen dem Unterboden und dem inneren Fußboden nur einige Zentimeter ausmacht.
Der erfindungsgemäße Lift ist aber für diese Überbrückung des größeren Höhenniveaus bei einem öffentlichen Verkehrsmit­ tel besonders gut geeignet, da die Plattform nicht nur wie bei herkömmlichen, auf dem Markt befindlichen Liften bis auf das Niveau der irgendwie gearteten Halterung angehoben werden kann, sondern, dadurch daß die Anlenkarme aus ihrer hängenden Position bis in eine etwa entsprechende hochgestellte Position über die Tragholme geschwenkt werden können, in eine über der Halterung weit angehobene Position gebracht werden kann.
Die Anlenkarme sind an der Plattform mit ihren Enden ver­ schiebbar geführt. Da sich beim Anheben der Plattform die Pro­ jektion der Anlenkarme auf die Ebene der Plattform zunächst vergrößert, bis die Plattform sich auf dem Niveau der Traghol­ me befindet, und sich dann wieder verkleinert, bis sich die Plattform in ihrer höchsten Stellung befindet, müssen wegen dieser Veränderung der Projektion beim Hub der Plattform die Enden der Anlenkarme verschiebbar geführt sein, um dennoch die Plattform vertikal und nicht in einem Kreisbogen anheben zu können.
Für das Wechseln der Plattform von einer Ruheposition, in der sie den normalen Betrieb des Verkehrsmittels nicht stört, in eine Arbeitsposition, sind mehrere Möglichkeiten denkbar. Beispielsweise könnte die Plattform zusammen mit den Traghol­ men an eine Seitenwand des Verkehrsmittels hochgeklappt werden und dort gegebenenfalls noch an der Seitenwand verschoben wer­ den. Die Plattform kann aber beispielsweise auch ins Innere des Verkehrsmittels hineingeschoben oder verschwenkt werden.
Um zu gewährleisten, daß die Plattform beim Anheben ihre waagerechte Ebene beibehält, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Plattform von jedem der Traghol­ me mittels wenigstens eines Paares von Anlenkarmen abgehängt ist, wobei das Paar von Anlenkarmen bezüglich einer Vertikalen axialsymmetrisch angeordnet ist. Vorzugsweise sind die Anlenk­ punkte der Anlenkarme eines Paares am Tragholm einander dich­ ter benachbart, als die verschiebbaren Anlenkpunkte an der Plattform bei ihrem kürzesten Abstand zueinander, so daß die Anlenkarme eines Paares eine Art gleichschenkliges Dreieck mit einem Abschnitt der Plattform bilden.
Als Antriebsorgane für die Anlenkarme sind vorzugsweise Ar­ beitszylinder vorgesehen, von denen jeder mit einem Ende an einem Anlenkarm und mit seinem anderen Ende am zugeordneten Tragholm angreift, wobei der Angriff am Anlenkarm auch indi­ rekt über Laschen oder dergleichen erfolgen kann.
Arbeitszylinder haben gegenüber anderen Antrieben, die selbstverständlich auch denkbar wären, insbesondere die Vortei­ le, daß ein geringerer Aufwand zur Erzeugung großer Kräfte not­ wendig ist, daß sie stufenlos regelbar sind, daß sie schwin­ gungsfreie und gedämpfte Bewegungen erlauben, elektrisch gut steuerbar sind und eine lange Lebensdauer aufweisen.
Vorzugsweise sind die Arbeitszylinder doppeltwirkende Ar­ beitszylinder. Weiter ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Ar­ beitszylinder jeweils an beiden Enden eine ausfahrbare Kolben­ stange aufweisen.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß je­ weils nur ein Anlenkarm eines Paares von Anlenkarmen zum direk­ ten Antrieb ein Antriebsorgan hat, und daß der zweite Anlenk­ arm eines Paares mit dem ersten Anlenkarm für einen synchronen Antrieb gekoppelt ist. Würde für jeden Anlenkarm ein eigenes Antriebsorgan vorgesehen werden, so könnte es Schwierigkeiten geben, die Antriebsorgane synchron zu steuern, was aber für eine gleichbleibend waagerechte Ausrichtung der Plattform wich­ tig ist. Ein synchroner Lauf kann in einfacherer Weise dadurch erreicht werden, daß nur ein Anlenkarm direkt angetrieben wird, während der andere Anlenkarm mit dem ersten Anlenkarm ge­ koppelt wird.
Zur Koppelung der Anlenkarme sind vorzugsweise Seilzüge vorgesehen, die über Umlenkelemente an der Plattform umgelenkt sind, so daß eine Bewegung eines angetriebenen Anlenkarmes ei­ ne Bewegung des ihm zugeordneten zweiten Anlenkarmes symme­ trisch mit umgekehrter Bewegungsrichtung nach sich zieht.
Wird vorzugsweise davon ausgegangen, daß ein Paar von An­ lenkarmen mit einem Abschnitt der Plattform ein gleichschenk­ liges Dreieck bildet, so wird durch die besondere Koppelung erreicht, daß dann, wenn der angetriebene Anlenkarm hoch­ schwenkt, auch der andere Anlenkarm synchron und mit gleicher Geschwindigkeit mit entgegengesetztem Schwenksinn hoch­ schwenkt, so daß die Anlenkarme durch die Seilzüge beim Hoch­ schwenken eines Anlenkarmes gleichmäßig auseinander gezogen werden, während sie dann, wenn die Plattform das Niveau der Tragholme erreicht, zum weiteren Hochfahren der Plattform wie­ der näher zueinander hingezogen werden.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Tragholme zusammen mit der Plattform, wenn sich diese auf dem­ selben Niveau befindet, schubladenartig in einem an dem Ver­ kehrsmittel anordbaren Halterahmen in die Ruhestellung ein­ schiebbar ist, so daß sie in ihrer Ruhestellung den normalen Betrieb des Verkehrsmittels nicht stört.
Zum Ein- und Ausschieben der Plattform und der Tragholme ist bei einer bevorzugten Ausbildung ein Antrieb, vorzugsweise ein doppeltwirkender Arbeitszylinder, vorgesehen.
Die Einschiebbarkeit der Tragholme kann vorzugsweise bei einer Ausbildung des Halterahmens dadurch erreicht werden, daß der Halterahmen zu den Tragholmen parallele Führungsholme um­ faßt, an denen die Tragholme geführt sind. Vorzugsweise kann der Verschiebewiderstand zwischen Tragholm und Führungsholm je­ weils durch Führungsrollen vermindert sein, wobei der Führungs­ holm oder der Tragholm die Rollen tragen kann.
Ausführungsbeispiele, aus denen sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zei­ gen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Plattform eines erfindungs­ gemäßen Liftes,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Fig. 1 entlang der in Fig. 1 mit II-II bezeichneten strichpunktierten Li­ nien,
Fig. 3 ein Zusammenspiel zwischen einem Führungsholm und einem Tragholm eines erfindungsgemäßen Liftes,
Fig. 4 das Wirkprinzip eines erfindungsgemäßen Liftes zum Anheben der Plattform und
Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Bus mit einem erfindungsge­ mäßen Lift.
Die Fig. 1 zeigt den Teil eines erfindungsgemäßen Liftes für ein Verkehrsmittel, der beim Betrieb des Liftes über die mit einer gestrichelten Linie angedeutete Kante 1 des Bodens des Verkehrsmittels nach außen vorragt.
Erkennbar ist in der Fig. 1 demgemäß in der Draufsicht eine Plattform 2, die höhenverstellbar an zueinander paralle­ len Tragholmen 3 abgehängt ist. Die Tragholme 3 sind entlang von Führungsholmen 4 eines am Boden des Verkehrsmittels ange­ ordneten Halterahmens verschiebbar, so daß die Tragholme 3 mit der Plattform 2 unter dem Boden des Verkehrsmittels verschoben werden können, bis nichts mehr über die Kante 1 vorragt.
Die Plattform 2 ist über paarweise angeordnete Anlenkarme 5 a, 5 b von den Tragholmen 3 abgehängt. Die Anlenkarme sind um quer zu den Tragholmen 3 verlaufende Achsen 6 schwenkbar an den Tragholmen 3 angelenkt, und die anderen Enden 7 der Anlenk­ arme 5 a, 5 b sind entlang der Plattform 2 verschiebbar an der Plattform angeordnet.
Jeweils die Anlenkarme 5 a der Paare von Anlenkarmen sind über Arbeitszylinder 8 zur Schwenkung antreibbar, während die zweiten Anlenkarme 5 b über Seilzüge 9, die über Umlenkelemente 10 verlaufen, mit den ersten Anlenkarmen 5 a antriebsmäßig ge­ koppelt sind.
In der Fig. 1 ist insbesondere erkennbar, daß die Arbeits­ zylinder 8 jeweils über zwei Kolbenstangen 11 verfügen.
In der Darstellung der Fig. 1 wirken beide Arbeitszylinder 8 in derselben Richtung. Zur besseren Stabilität bei der Bewe­ gung können die Arbeitszylinder 8 auch so angeordnet werden, daß sie antiparallel in entgegengesetzte Richtungen wirken.
Fig. 2, in der dieselben Bauelemente mit denselben Bezugs­ zahlen bezeichnet sind, wie in Fig. 1, zeigt die Bauelemente der Fig. 1 in einem Längsschnitt entlang der in Fig. 1 mit II-II bezeichneten strichpunktierten Linie.
In der Fig. 2 ist insbesondere die Führung der Seilzüge 9 zu erkennen, die eine antriebsmäßige Koppelung der Anlenkarme 5 a,b bewirken. Der Übersichtlichkeit halber ist nur einer der Seilzüge 9 mit durchgezogenen Strichen gezeichnet.
Außerdem ist in der Fig. 2 zu erkennen, daß der Arbeitszy­ linder S an dem Anlenkarm 5 a über eine Lasche 12 gelenkig an­ greift, um den durch den Arbeitszylinder S bewirkbaren Schwenk­ weg des Anlenkarmes 5 a zu vergrößern.
In Fig. 3 ist das Zusammenspiel zwischen einem Tragholm 3 und einem Führungsholm 4 gezeigt.
Der Führungsholm 4 ist über ein Halteprofil 13 und Befesti­ gungsmittel 14 von unten am Bodenblech eines Verkehrsmittels anordbar. Der Tragholm 3 ist parallel zum Führungsholm 4 ver­ schiebbar, wobei die bei der Verschiebung auftretenden Wider­ standskräfte durch Führungsrollen 15 vermindert werden.
Die Fig. 4, die in Unterfiguren a) bis c) unterteilt ist, zeigt das Prinzip beim Schwenken der Anlenkarme 5 a,b zum Anhe­ ben der nicht dargestellten Plattform 2.
Bei der Fig. 4 ist zu beachten, daß sie nur sehr prinzi­ piell Bauelemente wiedergibt, nicht maßstabsgerecht ausgeführt ist und nur eine Kolbenstange 11 angedeutet ist.
Der Bewegungsablauf der Anlenkarme 5 a,b beim Verschwenken durch den Arbeitszylinder 8 ist zunächst am besten zu verste­ hen, wenn die Darstellungen in der Reihenfolge c), b), a) be­ trachtet werden.
In der Fig. 4c sind nur des Verständnisses halber einmal die Umlenkelemente 10 angedeutet.
Die Fig. 4c zeigt den Arbeitszylinder 8 bei eingefahrener Kolbenstange 11, die über die Lasche 12 am Anlenkarm 5 a an­ greift. Zum Hochschwenken des Anlenkarmes 5 a und damit zum An­ heben der Plattform 2 über das Niveau 16 der Tragholme hinaus, wird die Kolbenstange 11 des Arbeitszylinders S ausgefahren. Dabei schwenkt der Anlenkarm 5 a zunächst bis in die Postion der Fig. 4b, in der sich die Plattform 2 etwa in Höhe des Ni­ veaus 16 der Tragholme befindet und kontinuierlich weiter in die Position der Fig. 4a, in der nahezu die angehobene Endposi­ tion der Plattform 2 erreicht ist.
Beim Hochschwenken des Anlenkarmes 5 a wird bis zum Errei­ chen der Position der Fig. 4b über den Seilzug 9′ Zug auf das Ende 7 des Anlenkarmes 5 b ausgeübt, so daß der Anlenkarm 5 b mit gleicher Geschwindigkeit synchron, aber mit umgekehrtem Schwenksinn, ebenfalls hochgeschwenkt wird.
Beim weiteren Hochschwenken des Anlenkarmes 5 a über die Po­ sition der Fig. 4b hinaus, wird der Zug vom Anlenkarm 5 a über den Seilzug 9 auf das Ende 7 des Anlenkarmes 5 b ausgeübt, um zu bewirken, daß sich die beiden Enden 7 wieder aufeinander zu bewegen. Hierbei ist auf dem Seilzug 9′ kein Zug mehr.
Ein Absenken der Plattform erfolgt in umgekehrter Reihen­ folge über die in Fig. 4a bis 4c dargestellten Positionen.
Aus der Fig. 4 wird insbesondere deutlich, daß die Platt­ form 2 soweit über das Niveau 16 der Tragholme angehoben wer­ den kann, wie sie unter das Niveau 16 abgesenkt werden kann.
Fig. 5 zeigt einen Bus 17, in dessen Einstiegsbereich der hinteren Tür 18 ein erfindungsgemäßer Lift 19 unter dem Boden des Busses angedeutet ist. Von dem Lift 18 ist die Stirnan­ sicht zu erkennen. Der Lift 19 befindet sich in seiner Ruhepo­ sition. Um die Plattform 2 des Liftes in ihre Arbeitsposition zu bringen, wird diese unter dem Boden des Busses 17 hervorge­ schoben.
Mit einer gestrichelten Linie 20 ist einmal ungefähr ange­ deutet worden, daß sich das Niveau des inneren Fußbodens des Busses 17 höher befinden kann, als die Kante 1 des Unterbo­ dens. Auch diese Höhendifferenz muß und kann vom erfindungsge­ mäßen Lift 19 bewältigt werden.

Claims (16)

1. Verkehrsmittel, vorzugsweise öffentliches Verkehrsmit­ tel, insbesondere Bus, mit einem Lift für einen Rollstuhlfah­ rer, welcher eine Hebevorrichtung zum Anheben einer Plattform für den Rollstuhl von etwa Erdbodenniveau bis auf ein angeho­ benes Niveau aufweist, wobei der Lift aus seiner Arbeitsposi­ tion, in der die Plattform vom Verkehrsmittel vorragt, in eine Ruheposition bringbar ist, in der er beim Betrieb des Verkehrs­ mittels nicht stört, dadurch gekennzeichnet, daß der Lift (19) im Einstiegsbereich einer Tür (18) unter dem Boden des Verkehrsmittels (17) angebracht ist und daß die hö­ henverstellbare Plattform (2) in einer Halterung gelagert, aus ihrer Ruheposition unter dem Boden in ihre Arbeitsposition her­ vorschiebbar ist.
2. Verkehrsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschieberichtung der Plattform (2) quer zur Fahrt­ richtung verläuft.
3. Verkehrsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Verkehrsmittel ein Bus (17) ist und der Lift (19) im Bereich der hinteren Tür (18) angeordnet ist.
4. Verkehrsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsorgane (8) des Liftes (19) mit Betätigungselementen im Fahrerbereich des Verkehrsmittels (17) verbunden sind.
5. Lift für einen Rollstuhlfahrer, insbesondere zur Anbrin­ gung an einem Verkehrsmittel, vorzugsweise zur Ausrüstung ei­ nes Verkehrsmittels, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welcher eine Hebevorrichtung zum Anheben einer Plattform für den Rollstuhl von etwa Erdbodenniveau bis auf ein angehobenes Niveau aufweist, wobei der Lift aus seiner Arbeitsposition, in der die Plattform vom Verkehrsmittel vorragt, in eine Ruhepo­ sition bringbar ist, in der er bei der Fahrt des Verkehrsmit­ tels nicht stört, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung zwei zueinander parallele Tragholme (3) umfaßt, an denen die Plattform (2) über Anlenkarme (5 a, b) abgehängt ist und zwischen denen die Plattform (2) hindurch hebbar ist, wobei jeder Anlenkarm (5 a, b) mit einem Ende am Tragholm (3) angelenkt ist, so daß er um eine waagerechte, quer zum Tragholm (3) verlaufende Achse (6) aus einer hän­ genden Position mit seinem anderen Ende (7) über den Tragholm (3) hinaus unter Mitnahme der Plattform (2) hochschwenkbar ist, und sein anderes Ende (7) längs der Plattform (2) in der Schwenkebene des Anlenkarmes (5 a, b) verschiebbar angeordnet ist, und daß ein oder mehrere Antriebsorgane (8) zum Schwenken der Anlenkarme (5 a, b) vorgesehen sind.
6. Lift nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (2) von jedem der Tragholme (3) mittels wenigstens eines Paares von Anlenkarmen (5 a, b) abgehängt ist, wobei das Paar von Anlenkarmen (5 a, b) bezüglich einer Vertikalen axial­ symmetrisch angeordnet ist.
7. Lift nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte der Anlenkarme (5 a, b) eines Paares am Tragholm (3) einander dichter benachbart sind, als die verschiebbaren Anlenkpunkte an der Plattform (2) bei ihrem kürzesten Abstand zueinander.
8. Lift nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Antriebsorgane für die Anlenkarme (5 a, b) Ar­ beitszylinder (8) sind, von denen jeder mit einem Ende an ei­ nem Anlenkarm (5 a) und mit seinem anderen Ende am zugeordneten Tragholm (3) angreift.
9. Lift nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder doppeltwirkende Arbeitszylinder (8) sind.
10. Lift nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitszylinder (8) jeweils an beiden Enden eine ausfahrbare Kolbenstange (11) aufweisen.
11. Lift nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß jeweils nur ein Anlenkarm (5 a) eines Paares von Anlenkarmen (5 a, b) zum direkten Antrieb ein Antriebsorgan (8) hat und daß der zweite Anlenkarm (5 b) des Paares mit dem er­ sten Anlenkarm (5 a) für einen synchronen Antrieb gekoppelt ist.
12. Lift nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Koppelung der Anlenkarme (5 a, b) Seilzüge (9, 9′) vorgesehen sind, die über Umlenkelemente (10) an der Plattform (2) umge­ lenkt sind, so daß eine Bewegung eines angetriebenen Anlenkar­ mes (5 a) eine Bewegung des ihm zugeordneten zweiten Anlenkar­ mes (5 b) symmetrisch mit umgekehrter Bewegungsrichtung nach sich zieht.
13. Lift nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Tragholme (3) zusammen mit der Plattform (2), wenn sich diese auf demselben Niveau befindet, schubladen­ artig in einem an dem Verkehrsmittel (17) anordbaren Halterah­ men in die Ruhestellung einschiebbar ist.
14. Lift nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- und Ausschieben der Plattform (2) und der Tragholme (3) ein Antrieb, vorzugsweise ein doppeltwirkender Arbeitszylin­ der (8), vorgesehen ist.
15. Lift nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen zu den Tragholmen (3) parallele Führungs­ holme (4) umfaßt, an denen die Tragholme (3) geführt sind.
16. Lift nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebungswiderstand zwischen Tragholm (3) und Führungsholm (4) durch Führungsrollen (15) vermindert ist.
DE3902132A 1989-01-25 1989-01-25 Verkehrsmittel mit einem lift fuer einen rollstuhlfahrer und lift fuer ein derartiges verkehrsmittel Withdrawn DE3902132A1 (de)

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