DE386991C - Uhrschlagwerk mit gemeinsamem Stunden- und Viertelstundentriebwerk - Google Patents

Uhrschlagwerk mit gemeinsamem Stunden- und Viertelstundentriebwerk

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DE386991C
DE386991C DEB108677D DEB0108677D DE386991C DE 386991 C DE386991 C DE 386991C DE B108677 D DEB108677 D DE B108677D DE B0108677 D DEB0108677 D DE B0108677D DE 386991 C DE386991 C DE 386991C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/022Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour with saw mechanism

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Uhrschlagwerk mit gemeinsamem Stunden- und Viertelstundentriebwerk. Die Erfindung betrifft ein sogenanntes Westminsterwerk mit zwei Aufzügen, eines für das Gehwerk, das andere für den Stunden- und Viertelstundenschlag, einer Stundenstaffel, einer Viertelstundenstaffel und einem gemeinsamen Rechen. _ Solche Werke haben bisher den Nachteil, daß für den einzelnen, eigentlichen Stundenschlag ebenso eine volle Umdrehung des mit einem Rechenhubstift ausgestatteten Schöpfers nötig ist, wie für den einzelnen, üblicher-«-eise aus einer Folge verschiedener Töne zusatnrne:igeset7ten Viertelschlag. Beide Schläge erstrecken sich also, da die Umdrehungsgeschwindigkeit des Schöpfers dieselbe ist, über die gleiche Zeitlänge. Ist dabei der Viertelschlag auf (las richtige, nicht zu rasche Zeitmaß eingestellt, so ertönt der Stundenschlag zu langsam; erfolgt letzterer anderseits nicht zu langsam, so geschieht der Viertelschlag zu rasch. Denn nach dem Vorbild des Schlagwerkes der Westminsterabtei in London ist ein ganz bestimmtes Zeitmaß bei beiden Schlagarten durchaus erwünscht.
  • Zur Vermeidung des erörterten Nachteils wird gemäß der Erfindung die CTl:ersetzung von der Welle des mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Rechenhubstiften ausgestatteten Schöpfers auf die Hamrnerwelle (Viertelstundenschlagwelle) größer gemacht, so daß eine halbe Schöpferumdrehung einerseits einem einzelnen, eigentlichen Stundenschlag entspricht, anderseits aber nur (in an sich bekannter Weise) einem halben Viertelschlag. Entsprechend wird die Viertelstaffel '.-ei den Übergängen zum zweiten, dritten und vierten Viertel doppelt so stark abgestuft als lie Stundenstaffel.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in Vorderansicht auf die Vorderplatine dargestellt. Der Deutlichkeit halber sind dabei eine Reihe bekannter Teile weggelassen.
  • Auf der -2XTinutenwelle a sitzt fest die Viertelstaffel b mit den nacheinander dem ersten bis vierten Viertel entsprechenden Stufen i bis 4.. Von der Minutenwelle aus wird in der ii' liehen Weise mittels nicht gezeichneter Zahnräder die auf ersterer Welle lose sitzende, hohle Stundenwelle c mit der darauf hefestigteil Stundenstaffel e bewegt, deren Stufen i bis 12 der Reihe nach den anzuzeigenden Stunden entsprechen. Die Stufen arbeiten zusamnien finit dem Anschlagstift f des am Rechen g befestigten Einfallhebels h. Mit den Zähnen des letzteren kommen abwechselnd zwei am Schöpfer i einander diametral gegenüberliegend angeordnete Hu'istifte k in Angriff. Entsprechend den Leiden Stiften k trägt der Schöpfer noch zwei einander ebenfalls diametral gegenüberliegende kürzere Hubstifte in zum Anheben der Rechensperrfalle n und zwei einander gegenüberliegende Sperrnasen o, die mit einem Anschlag p der Rechen-s perrfalle zusammenarbeiten.
  • Vop der Schöpferwelle aus wird in bekannter Weise abwechselnd das Viertel- und das Stundenschlagwerk angetrieben, ersteres, nachdem der Stundenschlag vollendet ist, letzteres, nachdem die Viertelvorschläge des Stundenschlages erfolgt sind. Die f``hersetzung von der Schöpferwelle einerseits auf die den Viertelschlag herbeiführende Hammerwelle, anderseits auf die mittels der Hubnägel der Stunde.nschlagscheibe und einer damit zusammenarbeitenden Klinke in schwingende Bewegung versetzten Stundenschlagwelle, die dabei gemeinsam jeweils mehrere Hämmer anhebt, ist so gewählt, daß der Schöpfer für den beispielsweise aus vier Hammerschlägen bestehenden Viertelschlag eine volle Umdrehung braucht, für den einzelnen, einfachen, eigentlichen Stundenschlag, wie er z. B. um Uhr neunmal ertönt, dagegen nur eine halbe Umdrehung. Demgemäß muß der Schöpfer beine Viertelschlag den zuvor in Richtung auf die beiden Staffeln zu abgefallenen Rechen uni zwei Zähne zurückholen, beim einzelnen Stundenschlag ater nur uni einen Zahn. Wiederum entsprechend ist der Abstand des Anschlagstiftes f des Einfallhebels h von der jeweils zugehörigen Stufe der Stundenstaffel so gewählt, daß der Rechen, wenn die volle Stunde erreicht wird und zunächst in der üblichen Weise vier Viertelschläge und beispielsweise neun Stundenschläge ertönen sollen, um d. mal 2 plus 9 gleich 17 Zähne abfällt, bis der Stift lt sich auf die zugehörige Stufe 9 der Stundenstaffel auflegt.
  • Auf dein Umfang der Viertelstaffel b reitet ein in einem Zapfen q gelagerter Hebel r, dessen freies Ende drei nacheinanler dem ersten, zweiten und dritten Viertel entsprechende Stufen s1, s2, s° trägt, die 1:estiniiiit sind, mit einem am Rechen angebrachten Anschlag t zusammenzuarbeiten. Die Höhenunterschiede der Stufen gemessen in der Drehrichtung.des Hebels r um den Zapfen q, entsprechen den Abstufungen der Viertelscheibe zwischen den Stufen i bis 4.. In Drehrichtung des Rechenanschlages t gemessen, entsprechen die Höhenunterschiede der Stufen s1, s', s° einem Abfall des Rechens um je zwei Zähne. Während der H5 heilunterschied der Stufen der Stundenstaffel in üblicher .Weise dem Abfall des Rechens uni einen Zahn entspricht, entspricht der Höhenunterschied der Stufen i bis ,4 je einem Rechenabfall um zwei Zähne. Die Viertelstaffel ist also doppelt so stark abgestuft wie die Stundenstaffel.
  • Die Vorrichtung wirkt wie folgt: In der Zeichnung ist angenommen, es sei gerade ein voller Stundenschlag (8 Uhr) erfolgt.
  • Beim Vorrücken der Zeiger auf das erste Viertel zu - Drehung der Viertelstaffel b (und der Stundenstaffel e) ein Sinne des Pfeiles - fällt der Staffelhebel r auf die Stufe i der Viertelstaffel nieder, womit seine Stufe s' in die Drehbahn des Anschlages t des Rechens kommt. Gleichzeitig wird in bekannter Weise der Stundenschlagwerkstrieb aus-und der Viertelschlagverkstrieb eingeschaltet. Kurz vor Erreichen des ersten Viertels erfolgt in bekannter Weise mittels des auf der 'Minutenwelle sitzenden, nicht gezeichneten Viertelrades und des ebenfalls nicht gezeichneten Anrichtehebels das -Anheben der Rechensperrfalle, wodurch deren Anschlag P den Schöpfer freigibt, der al:er vorerst noch in 1-ekannter Weise gehemmt bleibt. Beim weiteren Anheben der Rechensperrfalle gibt deren Sperrzahn is den Rechen frei, der nun mit seinem Anschlag t bis zur Anlage auf die Stufe s' des Staffelhebels r (unter dem Einfluß einer Feder) niederfällt. Der Rechenabfall entspricht dal ei zwei Zähnen (die Länge des Staffelhebels ist entsprechend gewählt). Wenn nun der Schöpfer tatsächlich ausgelöst wird, wobei gleichzeitig das Viertelrad das Wiederniedergehen des Anrichtehebels und der Rechensperrfalle bewirkt, so bewegt der Schöpfer durch einmalige Umdrehung mittels seiner beiden Hubstifte k den Rechen um die zwei abgefallenen Zähne zurück, bis wieder die gezeichnete Lage des Rechens und der Rechensperrfalle erreicht ist. Die eine Umdrehung des Schöpfers führt den Einviertelschlag herbei.
  • Beim Übergang vom ersten zum zweiten Viertel wird der Staffelhebel r, indem er von der Stufe i der Viertelstaffel auf deren Stufe 2 ansteigt, in eine Lage gebracht, bei welcher urinmehr seine Stufe s' in der Bahn des Rechenanschlages t liegt. Bei dem nun -wieder erfolgenden Anheben der Rechensperrfalle fällt jetzt der Rechen entsprechend um vier Zähne ab; der Schöpfer löst also bei zweimaliger Umdrehung zwei Viertelschläge, d. i. der halbe Stundenschlag, aus.
  • Beim ULergang zum dritten Viertel, d. i. nach dem Hub des Viertelstaffelhebels r von der Stufe 2 der Viertelstaffel auf deren-Stufe 3, kommt der Rechenanschlag t zum Anschlag auf die Staffel s3, der Rechen fällt um sechs Zähne ab. Entsprechend erfolgt bei dreimaliger Umdrehung des Schöpfers der Dreiviertelschlag.
  • Beim Anstieg des Viertel.staffelhebels j- von der Stufe 3 der Viertelstaffel auf deren Stufe ¢ wird der Staffelhebel so weit geho'-en, daß nun keine seiner drei Stufen mehr in der Bahn des Rechenanschlages tliegt. Wenn demgemäß beim Erreichen der vollen Stunde der Rechen ausgelöst wird, fällt er, durch den Staffelhebel ungehemmt, so weit nieder, bis der Anschlag f seines Einfallhebels lt sich auf die Stufe 9 der Stundenstaffel auflegt, welch letztere sich seit dem als Ausgangspunkt der Betrachtung gewählten Zeitpunkt um ein Zwölftel ihres Umfanges im Pfeilsinne vorwärts bewegt hat. Wie schon angedeutet wurde, entspricht dieser Abfall des Rechens 4. mal 2 Zähnen plus einer der Stundenzahl entsprechenden Zähnezahl, hier 9, zusammen also 17 Zähnen. Nach Auslösung des Schöpfers holt dieser in vier Umdrehungen zunächst den Rechen, während des Vierviertelschlages um acht Zähne zurück. Dann wird in bekannter Weise das Vierteltriebwerk abgeschaltet und dafür das Stundenschlagwerk eingeschaltet, und der Schöpfer holt nun bei jeder weiteren halben Umdrehung, -während gleichzeitig je ein Stundenschlag ertönt, den Rechen um die -weiteren neun Zähne zurück bis die gezeichnete Stellung in allen Teilen - abgesehen von der Stellung der um ein Zwölftel ihres Umfanges vorgerückten Stundenstaffel -wieder erreicht ist.
  • Wenn der Viertelschlag auf das richtige Zeitmaß eingestellt ist, so also, daß bei einer vollen Umdrehung des Schöpfers die Tonfolge jedes einzelnen Viertelschlages nicht so rasch erfolgt, so ergibt sich durch die vorgehend in Bau und Wirkung erläuterte Gestaltung auch der Stundenschlag im richtigen, nicht zu langsamen Zeitmaß.
  • Der Umstand, daß der Schöpfer bei der neuen Gestaltung für die Stundenschläge aber nur noch halb so viele Umdrehungen zu machen braucht wie für die Viertelstundenschläge, bedingt noch weitere -wesentliche Vorteile. Die geringere Gesamtzahl der Schöpferumdrehungen in der Zeiteinheit ermöglicht nämlich die Wahl eines schwächeren Triebwerkes für den Viertel- und Stundenschlag, die sich, insbesondere bei Federantrieb bzw. den sehr hohen Anschaffungskosten des Federstahls, in wesentlich billigerer Herstellung und kleinerer Abmessung des ganzen Werkes äußert, das so auch in 'kleinere Gehäuse eingebaut -werden kann, ohne daß dabei eine geringere Schlagstärke oder eine kürzere Laufzeit des Werkes in Kauf genommen werden müßte. Bei gleich großer Bemessung des Triebwerkes, wie bei den bekannten Werken derselben Gattung, ergibt sich entsprechend umgekehrt ein kräftigerer Schlag und längere Laufzeit.
  • Der Rechenanschlag t kann durch einen Lesonderen, auf der Rechennabe anzubringenden Einfallhebel ersetzt werden, wobei dann der ViertelstaffelheLel r entfällt und der besondere Einfallhebel unmittelbar mit .der Viertelstaffel zusammenwirkt. Letztere muß dabei aber in umgekehrtem Drehsinne als gezeichnet abgestuft werden, so daß sich also beispielsweise beim Übergang vom ersten zum zweiten Viertel ein größerer Abfall des Rechens ergibt. Die dem Vierviertelschlag entsprechende Stufe der Viertelstaffel muß ferner dabei so tief liegen, daß der Einfallhebel der Stundenstaffel auf die zugehörige Staffelstufe niederfallen kann, ohne durch den Einfallhebel der Viertelstaffel daran gehindert zu werden.

Claims (1)

  1. Pi1TRNT-ANspRUcI3: Uhrschlagwerk mit gemeinsamem Stunden- und Viertelstundentriebwerk, einer Stunden- und einer Viertelstundenstaffel und einem gemeinsamen Rechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzung von der Welle des mit zwei einander diametral gegenüberliegenden Rechenhubstiften (k) ausgestatteten Schöpfers (i) auf die Viertelschlagwelle größer ist -wie die auf die Stundenschlagwelle, so daß eine halbe Schöpferumdrehung einerseits einem einzelnen eigentlichen Stundenschlag, anderseits einem hallen, aus einer Tonfolge bestehenden Viertelschlag entspricht, und daß die Viertelstaffel (b) doppelt so stark abgestuft ist (Stufe i bis 4) wie die Stundenstaffel (Stufen i bis i2).
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