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Speicher- und kassierverfahren und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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G07F5/24 Coin-actuated mechanisms; Interlocks with change-giving
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DE3541869A1

Germany

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English
Inventor
Franz Dipl Ing Poeschko
Current Assignee
Alcatel Lucent Deutschland AG

Worldwide applications
1985 DE

Application DE19853541869 events
Withdrawn

Description

Die Erfindung betrifft ein Speicher- und Kassierverfahren für Selbstkassierer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Aus der DE-OS 24 59 417 ist ein Selbstkassierer in Form eines Münzfernsprechers bekannt, bei dem eingeworfene Münzen durch einen Einlaufkanal mit Münzprüfer und Durch­ laufkontrolleinrichtung einem um eine vertikale Achse drehbaren Trommelspeicher (Zylinderkammerspeicher) zuge­ leitet werden, in dem sie einzeln stehend in Kammern ge­ speichert werden, die auf die Achse ausgerichtet sind. Beim Durchlauf einer Münze werden durch die Kontrollein­ richtung Schaltmagnete angesteuert, die Schalthebel be­ wegen, deren einer als Antrieb den Speicher mit Hilfe der Münze um eine Kammer weiterdreht, während der andere den Nachlauf einer weiteren Münze sperrt bis die Speicherung der vorhergehenden abgeschlossen ist. Bei vollem Speicher gibt der zweite Schalthebel den Weg in einen Auslauf und damit in den Rückgabekanal frei. Unter dem Trommel­ speicher ist ein Münzrückgabestern angeordnet, der durch Drehung gegenüber dem Speicher dessen Kammern nach unten öffnet, so daß alle im Speicher befindlichen Münzen in den Rückgabekanal fallen. Die Kassierung erfolgt durch einen Kassierschieber an der Mantelfläche des Trommel­ speichers, wobei die Münzen seitwärts aus dem Speicher in einen Kassierkanal rollen. Die Anordnung ist nur für die Speicherungen einer Münzsorte geeignet.
Ein weiterer Selbstkassierer mit Einlaufkanal, Münz­ prüfer, Trommelspeicher mit Antrieb, Kassier- und Rück­ gabeeinrichtung ist aus der DE-OS 27 52 313 bekannt. Der Trommelspeicher hat die Form eines Fächerkranzes, der um eine horizontale Achse drehbar ist und von einem Elektro­ motor über ein Malteserkreuz schrittweise angetrieben wird. Die Münzen werden einzeln stehend in den Fächern oder Kammern gespeichert. Der Einlaufkanal ist oben an der Außenseite des Kranzgehäuses angesetzt, der Rück­ gabe- und Überlaufkanal um eine bzw. zwei Kammern ver­ setzt gegenüber auf der Innenseite. Durch Drehung des Speichers in die eine Richtung fallen die Münzen aus den Kammern in den Rückgabekanal. Bei Drehung in die andere Richtung können nacheinander alle Kammern gefüllt werden, bis die erste Münze über den Überlaufkanal gelangt, der sie der Kassette zuführt. Für verschiedene Münzsorten werden ebenso viele Speichereinheiten benötigt, die nebeneinander angeordnet werden. Die Sortierung der Münzen muß im Einlaufkanal durch den Münzprüfer veranlaßt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Selbstkassierer der eingangs genannten Art ein Speicher- und Kassierverfahren zu schaffen, das bei geringem Raumbedarf für die Speicher- und Kassiereinrichtung eine möglichst gerechte Abrechnung der gespeicherten Münzen gestattet. Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die im An­ spruch 1 angegebenen Verfahrensschritte gekennzeichnet. Ausgestaltungen der Speicher- und Kassiereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Die Vorteile sind in der folgenden Beschrei­ bung angegeben.
Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen der Speicher- und Kassiereinrichtung näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind. Darin zeigt
Fig. 1 eine Speicher- und Kassiereinrichtung mit Einlaufkanal, Einwurfschleuse, Münzprüfer und Trommelspeicher für unterschiedliche Münzsorten, schematisiert;
Fig. 2 eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 1, je­ doch mit einer Einlaßweiche anstelle der Einwurfschleuse;
Fig. 3 und Fig. 4 andere Ausführungen des Trommel­ speichers.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführung einer Speicher- und Kassiereinrichtung für einen Selbstkassierer, bei­ spielsweise einen Münzfernsprecher, ist hinter dem Ein­ wurfschlitz 1, der Münzen bis zu einer bestimmten, für die Annahme vorgesehenen Größe durchläßt, eine Münz­ schleuse 2 angeordnet, an die sich der Einlaufkanal 3 an­ schließt. Die Münzschleuse 2 verhindert den Durchgriff ins Geräteinnere, sie ist je nach Stellung entweder nur nach außen zum Einwurfschlitz 1 geöffnet und zum Einlauf­ kanal 3 geschlossen oder sie ist nur zum Einlaufkanal ge­ öffnet und der Einwurfschlitz 1 ist durch die Münz­ schleuse 2 geschlossen. In der ersten Stellung kann eine Münze M in die Münzschleuse 2 eingeworfen werden, in der zweiten Stellung rollt sie von der Münzschleuse in den Einlaufkanal 3. Zwischen Einwurfschlitz 1 und Münz­ schleuse 2 wird die Münze von einer Durchlaufkontroll­ einrichtung 4 erkannt und einem Mikroprozessorsystem P gemeldet. Die Münzschleuse 2 kann für manuelle Bedienung gestaltet sein oder aber für elektromechanische Betäti­ gung, die durch das Mikroprozessorsystem P gesteuert wird. Vorteilhafterweise wird das ganze Einwurfsystem nur einmal für den Selbstkassierer benötigt, da die ver­ schiedensten Münzsorten eingeworfen werden können, soweit sie durch den Einwurfschlitz 1 passen.
Der Einlaufkanal 3 endet an einem Trommelspeicher 5, wo die Münze in eine der Kammern 11 eines Speicherrades 10 rollt, die auf dessen Umfang gleichmäßig verteilt sind. Die Kammern 11 sind für die Aufnahme der Münzen mit dem größten Durchmesser bemessen, die der Einwurfschlitz 1 durchläßt. Die Münzen stehen in den Kammern, d. h. sie sind parallel zum Speicherrad 10, dessen Dicke etwas größer ist als die dickste Münze. Von Vorteil ist auch hier, daß nur ein Trommelspeicher benötigt wird, dessen Größe dem gewünschten Speichervolumen und dem zur Ver­ fügung stehenden Raum angepaßt ist.
Das Speicherrad 10 ist allseitig von einer Trommel 12 um­ geben, damit die Münzen M nicht aus den Kammern 11 fal­ len. Lediglich an den Stellen, wo der Einlaufkanal 3, ein Rückgabekanal 6 und ein Kassierkanal 8 angesetzt sind, ist die Trommel 12 am Umfang mit entsprechenden Öffnungen versehen. Der Einlaufkanal 3 mündet zweckmäßig mit einem Knick etwa in der Waagerechten in den Trommelspeicher 5, so daß eine Münze unter Einwirkung der Schwerkraft bis in die Kammer rollt, andererseits aber nicht zurückprallt. Der Rückgabekanal 6 und der Kassierkanal 8 sind in der unteren Hälfte der Trommel 12 angesetzt, so daß die Münzen von der Schwerkraft aus den Kammern 11 befördert werden. Die jeweilige Öffnung in der Trommel 12 ist durch je eine Weiche 7 bzw. 9 verschließbar. Beide Weichen 7 und 9 werden vom Mikroprozessorsystem P gesteuert.
Der Antrieb des Speicherrades 10 erfolgt z. B. durch einen Schrittmotor (nicht dargestellt), der an der Achse 13 an­ greift. Er wird ebenfalls vom Mikroprozessorsystem P über die Leitung 14 gesteuert.
Am Ende des Einlaufkanals 3 ist neben der entsprechenden Kammer des Speicherrades 10 ein Münzprüfer 15 angebracht, der die elektrischen Eigenschaften und damit Zulässigkeit und Wert einer Münze M feststellt und dem Mikroprozes­ sorsystem P meldet. Dieser registriert außerdem auch die Kammer, in der sich diese Münze befindet.
Die Funktionsweise ist folgende:
Die Münzschleuse 2 ist offen und eine Münze M kann durch den Einwurfschlitz 1 eingeworfen werden. An der Durch­ laufkontrolleinrichtung 4 wird die Münze erkannt und der Einwurfschlitz 1 durch die Münzschleuse 2 geschlossen. Die Münze M gelangt zum Münzprüfer 15, wo sie geprüft und vom Mikroprozessorsystem P samt Kammer 11, in der sie sich befindet, registriert wird. Ist die Münze zulässig, so dreht sich das Speicherrad 10, bis die nächste leere Kammer dem Einlaufkanal 3 gegenübersteht. Ist die Münze nicht zulässig, so dreht sich das Speicherrad 10, bis die Münze vor dem Rückgabekanal 6 steht, die Weiche 7 wird geöffnet und die Münze fällt in den Rückgabekanal. Sobald die Münze zurückgegeben oder gespeichert ist, wird der Einwurfschlitz 1 wieder geöffnet. Auf diese Weise ist ge­ währleistet, daß keine Münzen nachgeworfen werden können, solange die vorhergehende noch bearbeitet wird. Bei der Gebührenabrechnung kann das Mikroprozessorsystem eine op­ timale Rückgabe von Münzen veranlassen. Da es die Lage aller gespeicherten Münzen kennt, wählt es für die Kas­ sierung die Münzen aus, deren Summenwert den geringsten Überschuß (im Idealfall Null) über die fällige Gebühr ergibt. Alle anderen Münzen werden zurückgegeben. Damit wird der Vorteil einer möglichst gerechten Kassierung er­ reicht, insbesondere dann, wenn die im Speicher vorhan­ denen Münzen keine ganz genau der Gebühr entsprechende Abrechnung bzw. Rückgabe überschüssiger Münzen zulassen. Bei der Abrechnung dreht sich das Speicherrad 10 um maxi­ mal 360 Grad. Dabei öffnen die Rückgabeweiche 7 und die Kassierweiche 9 jeweils dann, wenn eine zurückzugebende oder eine zu kassierende Münze an der jeweiligen Weiche vorbeikommt.
Die Ausführung nach Fig. 2 ist der zuvor beschriebenen sehr ähnlich. Für gleiche Teile sind die gleichen Bezugs­ zeichen verwendet, das Mikroprozessorsystem und die zu ihm führenden Leitungen sind hier nicht dargestellt. Der Unterschied besteht einmal darin, daß die Münzschleuse 2 (Fig. 1) durch eine Weiche 16 am Einlaß zum Trommel­ speicher 5 ersetzt ist, die den Einlaß sperrt oder öffnet und vom Mikroprozessorsystem gesteuert wird. Damit kann zwar der Einwurfschlitz 1 nicht geschlossen werden, dafür ist jedoch der Einlaufkanal 3 als Vorspeicher benutzbar. Auch eine Kombination von Münzschleuse 2 und Weiche 16 ist möglich.
Als weiterer Unterschied ist anstelle des Münzprüfers 15 (Fig. 1) für Prüfung bei stehender Münze ein Münzprüfer­ system 17 für die Prüfung durchlaufender Münzen im Ein­ laufkanal 3 angebracht. Auch hier ist eine Kombination beider Münzprüfungen 15 und 17 möglich.
Schließlich ist bei dieser Ausführung nach Fig. 2 als An­ trieb ein Außenläufer-Schrittmotor 18 dargestellt, der den Vorteil eines besonders kompakten Aufbaus des Trommelspeichers hat.
Um die Speicherkapazität zu vergrößern, können, wenn es die Raumverhältnisse zulassen oder erfordern, zwei oder mehr Trommelspeicher 5 nebeneinander angeordnet werden (nicht gezeigt). Gegebenenfalls läßt sich dadurch ihr Durchmesser verringern, so daß die gesamte Bauhöhe klei­ ner werden kann. Der Einlaufkanal 3 ist bei dieser Aus­ führung mit einer Weiche ausgerüstet, die die Verteilung der Münzen auf die einzelnen Trommelspeicher in Abhängig­ keit von deren Füllung regelt.
In Fig. 3 ist eine andere Ausführung des Speicherrades gezeigt, das mit 19 bezeichnet ist. Die Kammern 20 sind flach nebeneinander in die Mantelfläche eingelassen, so daß die Kammer- oder Münzebene jeweils senkrecht zum Radius steht. Die Funktionsweise ist die gleiche wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungen, allerdings müssen der Einlaufkanal 3 und, je nach Gestaltung, auch der Rückgabekanal 6 und der Kassierkanal 8 so angeordnet wer­ den, daß eine Münze annähernd tangential das Speicherrad erreicht oder verläßt.
Eine weitere Ausführung des Speicherrades 21 zeigt die Fig. 4, bei dem die Kammern 22 radial ausgerichtet sind, wobei die Kammer- oder Münzebene parallel zur Achse 13 verläuft. Die Funktionsweise ist wiederum wie bei der in Fig. 1 beschriebenen Ausführung, nur daß die Kanäle 3, 6 und 8 so angebracht werden müssen, daß ihr rechteckiger Querschnitt an der Einlaufstelle mit dem der Kammer fluchtet.

Claims (10)
Hide Dependent

1. Speicher- und Kassierverfahren für Selbstkassierer mit Einwurfschlitz, Einlaufkanal, Durchlaufkontrolleinrich­ tung, Münzprüfer, drehbarem Trommelspeicher mit Antrieb, Kassier- und Rückgabeeinrichtung, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
  • - eine in den Einwurfschlitz (1) eingeworfene Münze (M) durchläuft in dem einen, für verschiedene Münzsorten vorgesehenen Einlaufkanal (3) die Kontrolleinrichtung (4), die ein Signal an ein Prozessorsystem (P) gibt;
  • - das Prozessorsystem (P) sperrt den Einlaufkanal (3);
  • - die vom Münzprüfer (15, 17) festgestellten Daten über elektrische Eigenschaften und Zulässigkeit der Münze (M) werden zusammen mit der aufnehmenden Kammer (11) im Prozessorsystem (P) gespeichert;
  • - das Prozessorsystem (P) steuert den Antrieb (18) des Trommelspeichers (5), bis wieder eine leere Kammer (11) dem Einlaufkanal gegenübersteht.
  • - das Prozessorsystem schaltet das Gerät bei ausreichen­ dem Münzenvorrat betriebsbereit;
  • - beim Abrechnen steuert das Prozessorsystem (P) den An­ trieb (18) des Trommelspeichers (5) und die Weichen (7, 9) des Kassierkanals (8) und des Rückgabekanals (6) so, daß Münzen (M) möglichst gebührengerecht kassiert, alle anderen Münzen zurückgegeben werden.
2. Speicher- und Kassiereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (11, 20, 22) des Speicherrades (10, 19, 21) gleichmäßig auf den Umfang verteilte Vertiefungen zur Aufnahme der größten zur Annahme vorgesehenen Münze (M) sind und daß der Einlaufkanal (3) in der oberen Hälfte, der Rückgabekanal (6) und der Kassierkanal (8) in der un­ teren Hälfte der Trommel (12) angesetzt sind.
3. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß die Ebenen der Kammern (11) und des Ansatzes wenigstens des Einlaufkanals (3) an der Trommel (12) in der Ebene des Speicherrades liegen.
4. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß die Ebenen der Kammern (20) je­ weils senkrecht zum Radius des Speicherrades (19) orien­ tiert sind und der Einlaufkanal (3) annähernd tangential an der Trommel (12) endet.
5. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß die Ebenen der Kammern (22) radial und senkrecht zur Ebene des Speicherrades (21) orientiert sind und der Einlaufkanal (3) radial mit einer Kammer (22) fluchtend an der Trommel (12) endet.
6. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Speicherrades (10, 19, 21) durch einen Schrittmotor erfolgt.
7. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 6, da­ durch gekennzeichnet, daß der Schrittmotor ein Außen­ läuferschrittmotor (18) ist.
8. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Speicherrades (10, 19, 21) durch ein Schrittschaltwerk erfolgt.
9. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß die Sperrung des Einlaufkanals (3) durch eine hinter dem Einwurfschlitz (1) angeordnete Münzschleuse (2) geschieht.
10. Speicher- und Kassiereinrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß die Sperrung des Einlaufkanals (3) durch eine vor dem Einlaß zum Trommelspeicher (5) an­ geordnete Weiche (16) erfolgt.