DE3520945C2 - - Google Patents
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- H10W—GENERIC PACKAGES, INTERCONNECTIONS, CONNECTORS OR OTHER CONSTRUCTIONAL DETAILS OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
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Description
Die Erfindung betrifft ein Trägerelement zur Aufnahme
elektrischer und/oder elektronischer Bauteile und/oder
Schaltungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein solches Trägerelement ist aus dem DE-GM 66 08 942
bekannt. Probleme bei der konstruktiven Gestaltung erge
ben sich insoweit, als wärmeerzeugende elektrische und/
oder elektronische Bauteile und Schaltungen, insbesondere
Halbleiter und beziehungsweise in Form hybride(r) Schal
tungen so angeordnet werden müssen, daß die erzeugte Wärme
abgeführt werden kann, um Zerstörungen der Bauelemente
durch thermische Beanspruchungen zu vermeiden. Dabei muß
die erforderliche Wärmesenke aber elektrisch isoliert
angebracht werden, um Fehlströme und Kurzschlüsse zu ver
meiden. Das bekannte Trägerelement kann diese Bedingungen
nur teilweise und insbesondere bei der Führung hoher Ströme
entlang den Leiterbahnen nicht erfüllen, da diese auf
einer sehr dünnen Emailschicht von etwa 50 µm mittels
Dickfilmtechnik, also einem Aufdruckverfahren, aufgebracht
sind. Dieses Herstellungsverfahren ist zudem mehrstufig
und damit aufwendig.
Ein unter der Bezeichnung GE-Verfahren bekannter Lösungs
vorschlag sieht vor, ein keramisches Substrat, vorzugs
weise auf der Basis von Aluminiumoxid, beidseitig mit
Kupfer zu beschichten, wodurch eine 3-Schicht-Platte
gebildet wird. Die Direktbindung der Kupferbeschichtung
auf das keramische Substrat geschieht dabei wie folgt:
Der Schmelzpunkt von reinem Kupfer liegt bei 1083°C. Infolgedessen kann ein Kupferfilm auf ca. 1065°C aufge heizt werden, wobei sich in Gegenwart von Sauerstoff oberflächlich eine eutektische Schmelzhaut bildet. Diese Schmelzhaut auf der ansonsten festen Kupferfolie benetzt dann die Oberfläche des keramischen Grundkörpers und bildet, nach Abkühlung, einen Cu2O-Cu-Komplex, über den der keramische Grundkörper und die Kupferfolie direkt miteinander verbunden sind.
Der Schmelzpunkt von reinem Kupfer liegt bei 1083°C. Infolgedessen kann ein Kupferfilm auf ca. 1065°C aufge heizt werden, wobei sich in Gegenwart von Sauerstoff oberflächlich eine eutektische Schmelzhaut bildet. Diese Schmelzhaut auf der ansonsten festen Kupferfolie benetzt dann die Oberfläche des keramischen Grundkörpers und bildet, nach Abkühlung, einen Cu2O-Cu-Komplex, über den der keramische Grundkörper und die Kupferfolie direkt miteinander verbunden sind.
Anschließend werden durch Ätzen Bereiche der Kupferfolie
entfernt, unter Ausbildung der gewünschten jeweiligen
Leiterbahnen.
Das Verfahren zur Herstellung derartiger Trägerelemente
erfordert eine sehr aufwendige und komplizierte Verfahrens
führung. Darüber hinaus ist die Schichtdicke der Kupfer
folie auf maximal 0,3 mm begrenzt, so daß insbesondere
für Anwendungsbereiche, in denen größere Ströme von
beispielsweise 50 oder 100 Ampère fließen müssen, derartig
hergestellte Trägerelemente nicht geeignet sind. Ein
weiterer Nachteil der bekannten Anordnung besteht darin,
daß die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
des keramischen Substrates und der Kupferauflage bei
der Weiterverarbeitung zu Problemen durch thermische
Spannungen zwischen den Materialien führen.
Die Erfindung hat sich insoweit zum Ziel gesetzt, ein
Trägerelement der eingangs genannten Art sowie ein Ver
fahren zu seiner Herstellung zur Verfügung zu stellen,
mit dem wärmeerzeugende elektrische und/oder elektronische
Bauelemente und/oder Schaltungen in unmittelbarer Nähe
einer Wärmesenke elektrisch isolierend, aber mit einem
guten thermischen Kontakt zur Wärmesenke angeordnet
werden können. Dabei soll der konstruktive und material
mäßige Aufbau des Trägerelementes so sein, daß auch
größere Ströme geführt werden können.
Die Erfindung steht unter der Erkenntnis, daß bekannte
Trennschichten zwischen den stromführenden Leiterbahnen
und einer dazu im Abstand angeordneten Wärmesenke entweder
keine ausreichenden elektrischen Isoliereigenschaften
beziehungsweise keine ausreichende thermische Leitfähig
keit aufweisen, oder aber aufgrund ihrer Verbindung
mit den Leiterbahnen beziehungsweise der Wärmesenke
deren konstruktive Gestaltung nur in bestimmten Grenzen
ermöglichen.
Die Erfindung schlägt nunmehr ein Trägerelement zur
Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Bauteile
und/oder Schaltungen mit einer Wärmesenke und mindestens
einer zugeordneten Leiterbahn vor, mit einer zwischen
Wärmesenke und Leiterbahn angeordneten, elektrisch iso
lierenden und thermisch leitenden Emailschicht, wobei
die Leiterbahn als fertiges Bauteil mittels der Email
schicht unmittelbar an der Wärmesenke unter Ausbildung
eines Verbundkörpers festgelegt ist.
In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen,
die Leiterbahn nicht unmittelbar als fertiges Bauteil
mit der Emailschicht zu verbinden, sondern die Leiter
bahn aus einer zuvor mit der Wärmesenke über die Email
schicht verbundene Leiterplatte durch einen nachfolgen
den Trennvorgang auszubilden, was nachstehend noch näher
beschrieben wird.
Aus der DE-AS 17 66 528 ist es bekannt, einen Grundkör
per über eine Zwischenschicht mit einem fertigem Bauteil,
nämlich einem Halbleiterplättchen zu verbinden. Dabei
besteht die Zwischenschicht jedoch aus einem elektrisch
leitenden Cermet-Material und das Halbleiterplättchen
wird unter Zwischenschaltung eines Metallfilms, der
auf dem Email liegt, auf den Metallfilm aufgelötet.
Damit kann das bekannte Trägerelement die geforderte
elektrische Isolierung nicht leisten und ist überdies
kompliziert in seiner Herstellung.
Es hat sich überraschend herausgestellt, daß es eine
Vielzahl anorganischer, vorzugsweise oxidischer Gläser
gibt, die die genannten Eingenschaften erfüllen und ins
besondere leicht zu verarbeiten sind. An erster Stelle
sind hier die verschiedenen Emailqualitäten zu nennen.
Die Aufbringung eines Emails auf einem metallischen
Träger ist seit langem bekannt, Hauptanwendungsgebiete
für Emaillierungen sind jedoch Haushaltsgeräte aus Stahl
blech, sanitäre Einrichtungen aus Gußeisen, Getränkebe
hälter oder dergleichen sowie Kunst- und Kunstgewerbe
gegenstände.
Emails sind Spezialgläser von der Art der chemisch bestän
digen aluminiumhaltigen Borosilikatgläser, deren Zusammen
setzung und Eigenschaften dem jeweiligen Anwendungsgebiet
angepaßt sind. Ihre Struktur leitet sich von einem drei
dimensionalen Raumnetz aus SiO4-Tetraedern ab, in dessen
Hohlräumen sich Alkaliionen oder andere Kationen niedriger
Wertigkeit befinden. Email ist zwar schon bei
Raumtemperatur ein guter elektrischer Isolator, die elek
trischen Isoliereigenschaften können aber noch ver
bessert werden, wenn Emails geringen Alkaligehaltes be
ziehungsweise alkalifreie Emails verwendet werden. Vorzugs
weise wird derartigen Emails dann ein Gehalt von PbO,
BaO, CaO, TiO2 und/oder Al2O3 zugegeben, so daß schwächer
gebundene Kationen durch stärker gebundene Kationen ersetzt
werden, um die Ionenwanderung so gering wie möglich zu
halten. Im übrigen kann die elektrische Leitfähigkeit
ganz allgemein durch erhöhte Anteile an Netzwerkbildnern
optimiert werden.
Die Verwendung von Emails niedrigen Alkaligehaltes hat
darüber hinaus den Vorteil, daß der Schmelzpunkt derartiger
Emails erniedrigt wird, wodurch ihr Einsatzbereich sich
erweitert. Derartige Emails sind dann beispielsweise
auch zur Emaillierung von Körpern aus Aluminium oder
Aluminiumlegierungen geeignet. Die Brenntemperatur sinkt
dann auf bis zu 550°C, liegt also deutlich unterhalb
der Schmelztemperatur des Aluminiums, so daß sich auch
verfahrenstechnisch Vorteile ergeben.
Die relativ geringen Brenntemperaturen machen allerdings
auch eine erhöhte Sauberkeit des Rohstoffes erforderlich,
insbesondere in bezug auf organische Verunreinigungen,
deren Ausbrenntemperaturen nur knapp unter der Brenntempe
ratur liegen.
Das Verfahren zur Herstellung eines
derartigen Trägerelementes ist in einer ersten Ausführungsform dadurch gekennzeichnet,
daß ein Emailschlicker, insbesonders der vorstehend genann
ten Art, auf die der Leiterbahn zugewandten Fläche der
Wärmesenke und/oder die der Wärmesenke zugewandte Fläche
der Leiterbahn aufgebracht, die Leiterbahn beziehungs
weise die Wärmesenke auf den aufgebrachten Emailschlicker
aufgesetzt und Wärmesenke und Leiterbahn mit dazwischen
aufgebrachtem Emailschlicker getrocknet und anschließend
in einem gemeinsamen Pyroprozeß bis zum Schmelzen und
Verlaufen des Emailschlickers gebrannt und anschließend abgekühlt
werden, unter Ausbildung eines festen Verbundes zwischen
Wärmesenke, Emaillierung
und Leiterbahn.
Grundsätzlich kann also in konventioneller Weise emailliert
werden, indem zunächst ein Emailschlicker auf eine me
tallische Unterlage aufgebracht wird. Im Anschluß daran
wird dann allerdings der korrespondierende Bauteil des
Trägerelementes auf den noch flüssigen Emailschlicker
aufgesetzt. Wird also zunächst eine Oberfläche der Wärme
senke mit dem Emailschlicker überzogen, so werden die
Leiterbahnen anschließend einzeln oder in fester Zuordnung
zueinander auf den flüssigen Metallschlicker aufgelegt,
und erst dann wird der Verbund aus Wärmesenke, Email
schlicker und Leiterbahnen gebrannt, wobei sich die je
weilige Brenntemperatur einerseits nach den verwendeten
Metallen, insbesondere aber nach der Schmelztemperatur
des aufgebrachten Emails richtet. Nach dem Schmelzen
und Verlaufen des Emails sowie anschließendem Abkühlen
steht dann ein fester Verbund von Wärmesenke, festem
Email und Leiterbahnen zur Verfügung.
Es wird deutlich, daß dieses Verfahren besonders leicht
durchführbar ist und in praktisch einem Arbeitsgang das
komplette Trägerelement hergestellt werden kann. Bezüglich
der Dicke der Email-Zwischenschicht, aber auch der Dicke
der Leiterbahnen sind die Grenzen sehr viel weiter gezogen,
als im Stand der Technik. So kann ohne weiteres eine
Emailschicht von bis zu 1 mm oder darüber aufgebracht
werden; auch die Leiterbahnen können Dicken von deutlich
über 0,3 mm, wie sie das Maximum für nach dem GE-Verfahren
hergestellte Trägerelemente darstellt, aufweisen, z. B. 1 mm.
Ebenso ist es möglich, anstelle fertiger Leiterbahnen
auch zunächst eine vollflächige Leiterplatte aufzubringen
und die Leiterbahnen erst nachträglich auszubilden, indem
die zwischen ihnen befindlichen Aussparungen durch einen Trennvorgang wie Ätzen oder
Laserschneiden am fertigen Werkstück
gebildet werden (zweite Ausführungsform gemäß Anspruch 20).
Aufgrund der hervorragenden thermischen Leitfähigkeit
und elektrischen Isoliereigenschaften der genannten Mate
rialien für die Zwischenschicht sieht eine Ausführungsform
der Erfindung vor, die Wärmesenke und Leiterbahnen nur
im Bereich der Leiterbahnflächen vollflächig miteinander
zu verbinden.
Der Brennprozeß der Emaillierung kann so geführt werden,
daß beispielsweise die oben auf dem Emailschlicker auf
liegende Leiterbahnen teilweise in die Emailschicht
eindringen, wodurch ein besonders fester Verbund und
günstige Isoliereigenschaften gefördert werden.
Als Materialien für die Wärmesenke und/oder die Leiter
bahnen eignen sich insbesondere metallische Werkstoffe,
wie Stahl, Aluminium, Kupfer, Gold, Silber oder deren
Legierungen.
Die Wärmesenke sowie die Leiterbahnen des erfindungsge
mäßen Trägerelementes können aus dem gleichen metallischen
Werkstoff bestehen, beispielsweise Kupfer.
Ebenso ist es möglich, Wärmesenke und
Leiterbahnen aus unterschiedlichen Werkstoffen herzu
stellen, beispielsweise die Wärmesenke unmittelbar als
Kühlkörper aus Aluminium zu gestalten, während die Leiter
bahnen aus einer Kupferplatte ausgeformt sind. Weiterhin
ist es möglich, die jeweils für die Wärmesenke und/oder
Leiterbahnen verwendeten Metalle oberflächlich mit einem
anderen Metall beziehungsweise einer anderen Metallegie
rung zu beschichten.
Die Auswahl der geeigneten metallischen Materialien rich
ten sich dabei einmal nach den gewünschten physikalischen
Parametern, andererseits wird die Auswahl der geeigneten
Metalle aber auch in Abhängigkeit des jeweils verwendeten
Emails erfolgen, insbesondere um die Wärmeausdehnungs
koeffizienten der Materialien so aufeinander abzustimmen,
daß am fertigen Trägerelement Spannungen der unterschied
lichen Materialschichten vermieden werden. Die Einstellung
kann dabei so erfolgen, daß das Email unter einer leichten
Druckspannung gegenüber den Metallflächen steht, da es
nur schlechte Zugfestigkeits-Eigenschaften aufweist.
Die Qualität und die physikalischen Eigenschaften des
Emails können durch Zusätze unterschiedlichster Art,
wie Fluoride, Sulfide usw. in diesem Sinne beeinflußt
werden.
Es ist jetzt auch möglich, komplizierte hybride
Schaltungen auf einem derartigen Trägerelement anzuord
nen, ohne die Funktionssicherheit zu gefährden. So kön
nen beispielsweise Kombinationen von Transistoren, Dioden
und anderen Halbleiterelementen ohne weiteres auf den
Leiterbahnen des Trägerelementes
auf kleinstem Raum angeordnet werden. Der Anschluß an
weitere Bauelemente erfolgt dann über die nach außen
über den Emaillierungsbereich vorstehenden Leiterfüße.
Durch die aufgrund der beschriebenen Anordnung möglichen
Leiterbahnen großer Dicke, können diese auch mit großen
Strömen von über 100 Ampère beaufschlagt werden.
Besonders vorteilhaft ist es, um die von den einzelnen
elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen und/oder
Schaltungen abgegebene Wärme möglichst schnell und voll
ständig abzuführen, die Leiterbahnen, auf denen die einzel
nen Bauteile angeordnet sind, nicht nur relativ dick
zu gestalten, sondern auch flächenmäßig größer als die
Bauteile selbst auszuführen, wodurch wegen der größeren
Durchtrittsfläche der Wärmewiderstand insgesamt sinkt,
und eine Vergleichmäßigung der abzuführenden Wärme erreicht
werden kann. Der sehr intensive Kontakt zwischen Leiterbahn
und dem darunter liegenden Email ermöglicht ferner auch
die schnelle und weitestgehend vollständige Durchleitung
der Wärme zu der unter dem Email angeordneten Wärmesenke.
Die Wärmesenke kann als einfache Metallplatte ausgebildet
sein, die auf einem darunter angeordneten Kühlkörper
aufgeklebt, gelötet oder sonstwie befestigt wird.
Als besonders vorteilhaft gilt jedoch die Ausführungsform,
bei der die Wärmesenke, das heißt der mit dem Email unmit
telbar verbundene Träger selbst Bestandteil des Kühl
körpers und vorzugsweise mit diesem integral ausgebildet
ist, weil dann nicht nur eine besonders günstige Wärme
ableitung erreicht werden kann, sondern auch die zur
Herstellung einer kompletten elektronischen Anlage not
wendigen Bauteile weiter reduziert werden.
Bezüglich der Auswahl der Materialien und deren konstruk
tiver Gestaltung sind unterschiedliche
Ausführungsformen möglich, die von den jeweiligen Anwendungs
bedingungen und insbesondere von den jeweils aufzunehmenden
elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen und/oder
Schaltungen abhängig sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, sofern sie nicht vorstehend
aufgeführt sind, ergeben sich aus den Merkmalen der
Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier Ausführungs
beispiele näher erläutert, dabei zeigt
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines
Trägerelementes mit einem darauf angeordneten diskreten
elektronischen Bauteil.
Fig. 2a Eine Aufsicht auf ein Träger
element mit darauf angeordneter hybrider Schaltung.
Fig. 2b Eine Schnittdarstellung entlang der Linie B-B
gemäß Fig. 2a.
Fig. 1 zeigt ein Trägerelement, be
stehend aus einer Wärmesenke 10, auf deren Oberfläche
zumindest teilweise eine Emaillierung 12 aufgebracht
ist, auf der wiederum eine Leiterbahn 14 angeordnet ist.
Die Leiterbahn 14 selbst dient zur Aufnahme eines dis
kreten elektronischen Bauelementes 16, hier eines Halb
leiters.
Die Wärmesenke 10 ist in Form einer rechteckigen Platte
mit einer planen Oberfläche 18 gestaltet und besteht
aus Kupfer, ebenso kann aber auch jedes andere wärme
leitende Material, insbesondere jedes andere gut wärme
leitende Metall verwendet werden.
Es ist auch möglich, die Wärmesenke 10 beispielsweise
aus Aluminium herzustellen, das oberflächlich mit einer
Kupferbeschichtung versehen ist.
Die Platte der Wärmesenke 10 weist in den Eckbereichen
Durchgangsbohrungen 20 auf, über die weitere Bauteile,
beispielsweise ein gerippter Kühlkörper aus Aluminium
(nicht dargestellt) an der Wärmesenke 10 befestigt werden.
Ein Teilbereich der Oberfläche 18 der Wärmesenke 10 ist
mit der Emaillierung 12 versehen, hier einem alkalifreien
Email.
Die Leiterbahn 14, die im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 1 als flächige Platte ausgebildet ist, besteht
aus Kupfer, jedoch kann anstelle von Kupfer auch jedes
andere elektrisch leitende Material Verwendung finden.
Durch einen gemeinsamen Herstellungsvorgang sind Wärme
senke 10, Emaillierung 12 und Leiterbahn 14 ortsfest
miteinander verbunden.
Zur Herstellung wird die Wärmesenke 10 oberflächlich
nach Vorbehandlung durch Entfetten, gegebenenfalls auch
Beizen oder, insbesondere bei der Verwendung von Aluminium
als Material für die Wärmesenke, durch Vorbehandlung
in chromhaltigen Bädern mit einem viskosen Emailschlicker
beschichtet, beispielsweise durch Besprühen. Die Begrenzung
des zu beschichtenden Teils der Oberfläche 18 der Wärme
senke 10 kann beispielsweise durch eine geeignete Matrize
erfolgen. Auf den noch viskosen Emailschlicker wird dann
die ebenso wie die Wärmesenke 10 vorbehandelte Leiter
bahn 14 aufgelegt. Anschließend wird der Emailschlicker 12
auf bekannte Weise getrocknet und die Anordnung aus Wärme
senke 10, Emailschlicker und Leiterbahn 14 in einen Ofen
geführt, der bis auf eine Temperatur aufgeheizt und solange
auf dieser Temperatur gehalten wird, bis
die Emailbeschichtung schmilzt und einen geschlossenen
Film, die Emaillierung 12, bildet. Wärmesenke 10 und
Leiterbahn 14 sind dann fest mit der Emaillierung 12
und damit auch unmittelbar untereinander verbunden.
Die jeweils einzustellende Brenntemperatur und Dauer
hängt von dem verwendeten Email und den eingesetzten
Werkstoffen für die Wärmesenke 10 beziehungsweise die
Leiterbahn 14 ab und kann zwischen ca. 550 und 1100°C
betragen.
Vorzugsweise werden Zusätze dem Emailschlicker zugegeben,
die das elektrische Isoliervermögen fördern, wie PbO,
BaO, CaO, Al2O3 und/oder TiO2, die im übrigen auch eine
Erniedrigung des Schmelzpunktes bedingen.
Auf die Leiterbahn 14 wird dann in bekannter Weise das
jeweilige elektronische Bauelement, hier ein Halbleiter,
beispielsweise durch Kleben oder Löten aufgebracht.
In den Fig. 2a, 2b ist eine weitere Ausführungsform
eines Trägerelementes dargestellt.
Dieses besteht wiederum aus einer Wärmesenke 10 von im
wesentlichen rechteckiger Grundfläche. Auf der Oberfläche
18 der Wärmesenke 10 ist auch hier eine Emaillierung 12
aufgebracht und zwar, wie sich insbesondere aus Fig. 2a
ergibt, von im wesentlichen rechteckiger Grundfläche,
so daß zwischen Emaillierung 12 und dem Randbereich 22
der Wärmesenke 10 ein nichtemaillierter Bereich 24 ver
bleibt.
Auf der Emaillierung 12 sind eine Vielzahl von Leiterbah
nen 14 angeordnet, die die Emaillierung 12 randseitig
unter Ausbildung sogenannter Leiterbeine 27 überragen,
wobei die Leiterbeine 27, wie sich aus Fig. 2b ergibt,
nach oben abgewinkelt sind.
Auf den Leiterbahnen 14 sind im Abstand zueinander ver
schiedene Transistoren 26 unter Ausbildung einer hybriden
Schaltung in bekannter Weise angeordnet.
Die Materialien für die Wärmesenke 10, die Emaillierung
12 beziehungsweise die Leiterbahnen 14 entsprechen denen
gemäß Fig. 1.
Auch die Herstellung des Trägerelementes gemäß Fig.
2a, b entspricht weitestgehend der anhand der Fig. 1
beschriebenen, jedoch sind die einzelnen Leiterbahnen
umlaufend zunächst noch über einen Stützring miteinander
verbunden, so daß die insgesamt und in einem Arbeitsgang
auf den flüssigen Emailschlicker aufgelegt werden können.
Erst nach dem Brand wird dann der umlaufende Stützring
(in den Figuren nicht dargestellt) abgetrennt.
Über die nach oben abgewinkelten Leiterbeine 27 können
die auf dem Trägerelement angeordneten
Bauteile 26 mit weiteren Bauteilen der elektronischen
Anlage verbunden werden (nicht dargestellt).
Durch die Gestaltung des Trägerelementes
und die Verwendung insbesondere eines Emails zur Abführung
der von den verschiedenen Bauelementen 16, 26 abgegebenen
Wärme und zur elektrischen Isolierung der Leiterbahnen 14
gegenüber der Wärmesenke 10 wird nicht nur eine optimale
Anpassung der einzelnen Bauteile aneinander und ein ein
faches Herstellungsverfahren ermöglicht, sondern auch
die Verwendung besonders dicker Leiterbahnen, wodurch
dickere Schichten für höhere Ströme zur Verfügung stehen,
was den Anwendungsbereich des Träger
elementes erheblich erweitert, ohne auf die übrigen Eigen
schaften verzichten zu müssen.
Je nach Anwendungsbereich können dann auch die Materialien
für die Wärmesenke 10, die Leiterbahnen 14 und die
Emaillierung 12 so ausgewählt werden, daß eine möglichst
optimale Abstimmung ihrer Wärmeausdehnungskoeffizienten
erfolgt, was bei den nach dem Stand der Technik bekann
ten Anordnungen nicht oder nur bedingt möglich ist.
Unabhängig von den verwendeten Materialien wird
eine Direktemaillierung der zu emaillierenden
Bauteile ermöglicht.
Die beschriebene Anordnung ermöglicht es schließlich
auch, daß die Wärmesenke 10 unmittelbar selbst als Kühl
körper ausgebildet ist, das heißt die Emaillierung 12
unmittelbar auf der Oberfläche des Kühlkörpers aufge
bracht wird. Der Kühlkörper kann ein konventioneller
Kühlkörper, beispielsweise ein geripptes Bauteil aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und - soweit
erforderlich - oberflächlich zusätzlich noch mit einer
Metallplattierung, beispielsweise aus Kupfer, versehen
sein.
Die Zahl der für die gesamte elektronische Anlage benö
tigten Bauteile wird so weiter gemindert, darüber hinaus
wird die Wärmeabfuhr von den Bauteilen 16, 26 über die
Leiterbahnen 14 und die Emaillierung 12 auf den die Wärme
senke 10 bildenden Kühlkörper weiter begünstigt.
Beispielhaft wurden Halbleiter als auf dem
Trägerelement anzuordnende elektrische Bauteile
genannt. Soweit vorstehend von elektrischen und/
oder elektronischen Bauteilen und/oder Schaltungen gespro
chen wird, umfaßt dieser Begriff sämtliche derartige
Bauteile, also beispielsweise auch Widerstände, Dioden
integrierte Halbleiter und komplette LSI-Schaltkreise.
Claims (22)
1. Trägerelement zur Aufnahme elektrischer und/oder elek
tronischer Bauteile und Schaltungen (16, 26) mit einer
Wärmesenke (10) und zumindest einer zugeordneten Lei
terbahn (14) mit einer zwischen Wärmesenke (10) und
Leiterbahn (14) angeordneten, elektrisch isolierenden
und thermisch leitenden Emailschicht (12),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (14) als fertiges Teil mittels der
Emailschicht (12) unmittelbar an der Wärmesenke (10) unter
Ausbildung eines Verbundkörpers festgelegt ist.
2. Trägerelement zur Aufnahme elektrischer und/oder elek
tronischer Bauteile und Schaltungen (16, 26) mit einer
Wärmesenke (10) und zumindest einer zugeordneten Lei
terbahn (14) mit einer zwischen Wärmesenke (10) und
Leiterbahn (14) angeordneten, elektrisch isolierenden
und thermisch leitenden Emailschicht (12),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (14) mittels der Emailschicht (12)
unmittelbar an der Wärmesenke (10) unter Ausbildung
eines Verbundkörpers festgelegt ist, wobei die Leiter
bahn (14) aus einer zuvor mit der Wärmesenke (10) über
die Emailschicht (12) verbundenen Leiterplatte durch
einen nachfolgenden Trennvorgang gebildet worden ist.
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) und die Leiterbahn (14) im
Bereich der Leiterbahnfläche vollflächig über die Email
schicht (12) miteinander verbunden sind.
4. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) flächendeckend mit der elek
trisch isolierenden und thermisch leitenden Emailschicht
(12) versehen ist.
5. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche der Emailschicht (12) im Abstand
unterhalb der Oberfläche der Leiterbahn ( 14) steht.
6. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche der Emailschicht (12) bündig mit
der Oberfläche der Leiterbahn (14) verläuft.
7. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) und die Leiterbahn (14) aus
einem metallischen Werkstoff besteht.
8. Trägerelement nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) und die Leiterbahn (14) aus
dem gleichen metallischen Werkstoff bestehen.
9. Trägerelement nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) und die Leiterbahn (14) aus
Stahl, Aluminium, Kupfer, Gold, Silber oder anderen Le
gierungen besteht.
10. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) mit einem Kühlkörper verbunden ist.
11. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmesenke (10) als Kühlkörper ausgebildet ist.
12. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (14) eine zur Übertragung großer
Ströme bis zu über 100 Ampère ausreichende Dicke aufweist.
13. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (14) gegenüber den darauf angebrach
ten elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen und/
oder Schaltungen (16, 26) eine größere Grundfläche aufweist.
14. Trägerelement nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Email der Schicht (12) alkalifreies Email ist.
15. Trägerelement nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Email einen Gehalt an AL2O3, B2O3, PbO, CaO,
TiO 2 und/oder BaO aufweist.
16. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Material der elektrisch isolierenden
und thermisch leitenden Emailschicht (12) einen
dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Materials
der Wärmesenke (10) und/oder der Leiterbahn (14)
angepaßten Wärmeausdehnungskoeffizienten auf
weist.
17. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrisch isolierende und thermisch
leitende Emailschicht (12) eine Dicke von bis
zu über 1,0 mm und die Leiterbahn (14) eine
Dicke von mehr als 0,3 mm aufweist.
18. Verfahren zur Herstellung eines Trägerelementes
nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß
- 1. ein Emailschlicker auf
- 1.1 die der Leiterbahn (14) zugewandte Fläche der Wärmesenke (10) und/oder
- 1.2 die der Wärmesenke (10) zugewandte Flächen der Leiterbahn (14) aufgebracht,
- 2.1 die Leiterbahn (14) bzw.
- 2.2 die Wärmesenke (10) auf den aufgebrachten Emailschlicker aufgesetzt, und
- 3. Wärmesenke (10) und Leiterbahn (14) mit dazwischen aufgebrachtem Emailschlicker getrocknet und
- 4. anschließend in einem gemeinsamen Pyroprozeß bis zum Schmelzen und Verlaufen des Email schlickers gebrannt und
- 5. anschließend abgekühlt werden,
- 6. unter Ausbildung eines festen Verbundes zwischen Wärmesenke (10), Emaillierung (12) und Leiterbahn (14).
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (14) in Form einer mit einem
Stützrahmen für die Leiterbahn (14) versehenen
Leiterplatte aufgebracht wird, wobei die zwischen
den Leiterbahnen (14) bestehenden Aussparungen
durch ein Trennverfahren wie Ätzen, Stanzen oder
Laserschneiden zuvor gebildet worden sind.
20. Verfahren zur Herstellung eines Trägerelementes
nach einem der Ansprüche 2 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß
- 1. ein Emailschlicker
- 1.1 auf einer Leiterplatte zugewandte Fläche der Wärmesenke (10) und/oder
- 1.2 die der Wärmesenke (10) zugewandte Fläche der Leiterplatte aufgebracht,
- 2.1 die Leiterplatte bzw.
- 2.2 die Wärmesenke (10) auf den aufgebrachten Emailschlicker auf gesetzt und
- 3. Wärmesenke (10) und Leiterplatte mit da zwischen aufgebrachtem Emailschlicker getrocknet und
- 4. in einem gemeinsamen Pyroprozeß bis zum Schmelzen und Verlaufen des Emails gebrannt und
- 5. anschließend gekühlt werden,
- 6. unter Ausbildung eines festen Verbundes zwischen Wärmesenke (10), Emaillierung (12) und Leiterplatte, wobei
- 7. die Leiterplatte anschließend durch einen Trennvorgang wie Ätzen oder Laser schneiden derart behandelt wird, daß
- 8. nur noch die gewünschten Leiterbahnen (14) auf der Emaillierung (12) verbleiben.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Emailschlicker durch Tauchauftrag oder
Spritzen aufgebracht wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Emailschlicker durch elektrophoretischen
Tauchauftrag oder Spritzauftrag mit elektro
statischer Aufladung des Spritznebels aufge
bracht wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853520945 DE3520945A1 (de) | 1985-06-12 | 1985-06-12 | Traegerelement zur aufnahme elektrischer und/oder elektronischer bauteile und/oder schaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853520945 DE3520945A1 (de) | 1985-06-12 | 1985-06-12 | Traegerelement zur aufnahme elektrischer und/oder elektronischer bauteile und/oder schaltungen |
Publications (2)
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| DE3520945A1 DE3520945A1 (de) | 1986-12-18 |
| DE3520945C2 true DE3520945C2 (de) | 1987-09-17 |
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ID=6273001
Family Applications (1)
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| DE19853520945 Granted DE3520945A1 (de) | 1985-06-12 | 1985-06-12 | Traegerelement zur aufnahme elektrischer und/oder elektronischer bauteile und/oder schaltungen |
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|---|---|
| DE3520945A1 (de) | 1986-12-18 |
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