DE3515497C2 - - Google Patents

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DE3515497C2 DE19853515497 DE3515497A DE3515497C2 DE 3515497 C2 DE3515497 C2 DE 3515497C2 DE 19853515497 DE19853515497 DE 19853515497 DE 3515497 A DE3515497 A DE 3515497A DE 3515497 C2 DE3515497 C2 DE 3515497C2
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F42B10/32Range-reducing or range-increasing arrangements; Fall-retarding means
    • F42B10/48Range-reducing, destabilising or braking arrangements, e.g. impact-braking arrangements; Fall-retarding means, e.g. balloons, rockets for braking or fall-retarding
    • F42B10/56Range-reducing, destabilising or braking arrangements, e.g. impact-braking arrangements; Fall-retarding means, e.g. balloons, rockets for braking or fall-retarding of parachute or paraglider type

Description

Die Erfindung betrifft eine Panzerabwehr-Mine etwa der Gattung, wie sie in der Zeitschrift WEHRTECHNIK, Heft 6/1981, am Übergang von Seite 78 auf Seite 81 unter der Bezeichnung ERA beschrieben ist. Bei jener Luft/Boden-Waffe zur Panzerabwehr erfassen seismisch/akustische Sensoren der Mine nach dem Auftreffen auf den Boden die in der Umgebung befindlichen Ziele. Ist ein Ziel erkannt und befindet sich dieses in Reichweite, so wird ein Wirkkörper beziehungsweise ein Gefechtskopf senkrecht nach oben ausgestoßen. Der Rückfall wird durch einen Fallschirm gebremst, so daß ein zweites Sensor­ system das Ziel erfassen kann. Der Wirkkörper wird auf das Ziel ausgerichtet und eine Flachkegelhohlladung gezündet. Das dadurch entstehende Projektil schlägt mit großer Geschwindigkeit auf das Ziel auf und durchschlägt dessen Panzerung. Funktionell problema­ tisch bei einer solchen Mine ist allerdings, daß die Zieldetektion und Abstandsbestimmung durch seismisch/akustische Sensoren auch bei erheblichem signalverarbeitungstechnischem Aufwand sehr problema­ tisch ist, denn die mit solchen Schwingungssensoren aufgefaßten Informationen sind zwangsläufig durch nicht von einem Zielobjekt herrührende Umgebungssignale stark verseucht. Von Nachteil bei jener Waffe ist aber insbesondere, daß der in die Höhe verbrachte Wirk­ körper mit einem Sensorsystem ausgestattet sein muß, daß zur Zielab­ lage-Messung - und damit wegen der Relativbewegungen zwischen Wirk­ körper und Ziel zur Zielverfolgung - geeignet sein muß, um nach Maßgabe der momentanen und sich ändernden Relativposition des Zieles die Wirkachse des Wirkkörpers in Richtung auf das Ziel einzuschwen­ ken, ehe der Wirkkörper gezündet wird. Das bedeutet einen ganz erheb­ lichen ortungstechnischen und steuerungstechnischen Aufwand, wie er sich für das Massenprodukt einer Sperrwaffe kaum rechtfertigen läßt.

Bei einer gattungsähnlichen Landmine, wie sie aus der DE-PS 25 09 699 bekannt ist, ist ebenfalls eine Beschleunigungseinrichtung für eine Aufwärtsbewegung der Minensprengladung auf ein vorgegebenes Höhen­ niveau vorgesehen. Um dabei korrigierend auf die Bahn des sich auf­ wärts bewegenden Minenkörpers einwirken zu können, nämlich eine verlegungsbedingte Achsschräglage zumindest teilweise kompensieren zu können, ist als Beschleunigungseinrichtung nicht eine am Verle­ gungsort zurückbleibende Kartusche vorgesehen, sondern ein Raketen­ triebwerk mit einer räumlich winkelbeweglichen Verbindung zwischen Trennkammer und Schubdüse, mit Zuordnung einer Schwenkvorrichtung zur Schubdüse in Form eines mechanischen Schwerependels. In einem Ringraum, der sich um das Raketentriebwerk herum erstreckt, sind mehrere Tochterminen gleichmäßig über den Umfang verteilt. Diese werden aus einer während der Verbringung achsparallelen Lage, wenn durch einen Panzer ausgelöste Erschütterungen oder Magnetfeldänderungen das Raketentriebwerk zum Ansprechen brachte, in der Beförderungshöhe von etwa 5 m um obengelegene Aufhängepunkte herum in spitzem Winkel nach außen gekippt, so daß ihre Wirkrichtungen auf einer Kegelmantel­ fläche liegen, von der gehofft wird, daß sie den momentanen Ort des Ziel-Panzers schneidet (weshalb die Aufstiegshöhe weder zu groß noch zu klein in bezug auf den Ausstellwinkel der Tochterminen sein darf). Trotz dieses apparativen Aufwandes ist selbst dann, wenn die genannte Kegelmantelfläche durch ein Ziel verläuft, die Wirkung im Ziel verglichen mit der Summe der Wirkladungen aller gleichzeitig gezündeter Tochterminen gering, da nur der geringste Teil der Tochter­ minen wirklich zufällig auf das Ziel gerichtet ist, die anderen Minen dagegen in andere Richtungen orientiert sind und somit keine Zielwirkungen hervorrufen.

Noch weiter vom Gegenstand vorliegender Erfindung entfernt ist die aus der DE-OS 22 07 557 bekannte Hohlladungsmine für multiplen Ein­ satz, da sie primär als fallschirmgebremst absteigende P-Ladungs-Streu­ bombe mit an einer elastischen Kalotte in Fallrichtung vorverlegtem Näherungssensor eingesetzt wird. Wenn jedoch dieses primäre Sensor­ system nicht durch direkte Trefferlage ausgelöst wird, dann sinkt der Gefechtskopf zu Boden, wo er durch Positionierungselemente auf­ gerichtet wird, die ein sekundäres Sensorsystem in Bereitstellung bringen, welches auf ein überfahrendes, dann von unten zu bekämpfen­ des Ziel ansprechen soll. Da es also reiner Zufall ist, wenn der Gefechtskopf beim fallschirmgebremsten Abstieg zu einer direkten Trefferlage führt, wirkt dieser Hohlladungs-Gefechtskopf in der Regel nur gegen ihn überfahrende Zielobjekte, was aber wegen der undefinierten Streuung im Gelände ebenfalls zufallsbedingt ist. Die Effektivität dieser Mine ist somit trotz erheblichen Sensor­ aufwandes nur gering.

Der Erfindung dagegen liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Mine zur Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge, insbesondere Kettenfahr­ zeuge, dahingehend weiterzubilden, daß sich bei gesteigerter Effekti­ vität (nämlich Trefferwirkung im Ziel) ein größerer Wirkradius und damit eine größere Sperrwirkung trotz geringerer Anzahl einzusetzen­ der Wirkkörper ohne den extremen Aufwand für Zielverfolgungs-Sensoren und -steuerungen realisieren läßt.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die gattungsge­ mäße Mine gemäß den Teilmerkmalen des Patentanspruches 1 ausgelegt ist. Nach dieser Lösung wird für die Minen-Sperrwaffe auf das Konzept und die bewährte Technologie der Suchzünder-Submunition zurückge­ griffen, die über einem Zielgebiet aus einem Träger abgeworfen wird, so daß die taktischen Vorzüge dieses Munitionskonzeptes verbunden werden können mit dem Preisvorteil, der daraus resultiert, daß die für die Submunition entwickelten Komponenten nun in noch größerer Stückzahl, also kostengünstiger gefertigt werden können, wenn sie praktisch unverändert auch in der Minenwaffe eingesetzt werden kön­ nen. Solche Suchzünder-Submunition für die Bekämpfung von hartgepan­ zerten Zielobjekten im indirekten Beschuß ist in der DE-OS 33 26 876, aber auch schon in der DE-OS 23 53 566, beschrieben. Der aus dem Träger über dem Gefechtsfeld freigegebene Gefechtskopf sinkt fall­ schirmgebremst ab, wobei die Wirkrichtung des Gefechtskopfes und die damit übereinstimmende Sensorrichtung eines Zieldetektors eine gegenüber der Horizontalen geneigte Orientierung einnehmen. Da der Gefechtskopf, z.B. infolge Anströmung von Leitflächen, infolge der Reak­ tionskraft einer Drehmoment-Düse oder aufgrund von Drehmoment-Über­ tragung von einem Rotations-Fallschirm her, beim Abstieg rotiert, wird in Wirkrichtung am Grund eine spiralförmig sich einengende Bahn abgetastet. Die Suchzünder-Zielakquisition besagt, daß die Gefechtsladung ausgelöst wird, sobald die Abtastbahn ein zu bekämpfen­ des Zielobjekt schneidet, also ohne Ablageinformationen bezüglich der Momentanposition des Zielobjektes gewinnen und Folgesteuerungen auslösen zu müssen.

Zum Einsatz als Mine wird ein solcher Suchzünder-Gefechtskopf nun also gemäß vorliegender Erfindung mit einem (später abwerfbaren) Antriebsaggregat und mit einer (ebenfalls apäter abwerfbaren) Haube zur Förderung einer ballistisch-stabilen Aufstiegs-Flugbahn ausge­ stattet. Der in seiner Starteinrichtung vorgesehene Schwingungssen­ sor braucht lediglich das Vorhandensein eines Kettenfahrzeuges (Zielobjektes) zu signalisieren, um als Wecksensor für den eigent­ lichen Zielsensor zu dienen, der relativ ungestört da gegenüber dem Untergrund nach oben versetzt arbeiten kann und das Antriebs­ aggregat für das Anheben des Suchzünder-Gefechtskopfes erst startet, wenn er das tatsächliche Annähern eines zu bekämpfenden Zielobjek­ tes bestätigen kann. Der Wirkradius einer solchen in den Luftraum oberhalb des sperrenden Gebietes verbrachten Mine, die dann beim fallschirmgebremsten Abstieg mit ihrem Suchzünder das Zielgebiet kreisend abtastet, ist also ersichtlich wesentlich größer, als im Falle der gattungsgemäßen (eingangs erwähnten) Panzerabwehr-Mine, bei der hinsichtlich der seitlichen Ablage des Zielobjektes die Ortungsungenauigkeiten aufgrund der trigonometrischen Gegebenheiten und der beschränkte Richtwinkel des auf das Ziel auszurichtenden Wirkkörpers funktionseinschränkend zu berücksichtigen sind.

Bezüglich des Wirkmechanismus dieses am Fallschirm hängend kreisend in das Zielgebiet absteigenden Suchzünder-Gefechtskopfes wird auf die beiden vorstehend zitierten Veröffentlichungen verwiesen, wobei die jüngere Veröffentlichung auch auf die apparative Auslegung und die signalverarbeitungstechnische Verknüpfung unterschiedlicher aktiver und passiver Suchzünder-Sensorkanäle (die vorzugsweise im Infrarot- und im Mikrowellen-Frequenzspektrum arbeiten) zur Stei­ gerung der Zielakquisitionssicherheit näher eingeht, worauf hier in Zusammenhang mit der Auslegung des Gefechtskopfes als Lauermine, die das sich annähernde Zielobjekt dann wieder von oben angreift, voll-inhaltlich Bezug genommen wird.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und weitere Vorteile der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung eines in der Zeichnung stark abstrahiert skizzierten bevorzugten Ausführungsbeispiels zur erfindungsgemäßen Lösung angegeben.

Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine erfindungsgemäße Panzerabwehr-Mine in Seitenansicht innerhalb einer im Längsschnitt dargestellten Starteinrichtung.

Die Mine 1 weist einen Gefechtskopf 2 mit einer projektilbildenden, also flachkegligen oder kugelkappenförmigen Einlage 3 vor einer Sprengstoffladung 4 auf. Im hohlzylindrischen Minen-Gehäuse 5 ist der mit Sprengstoff 4 gefüllte Raum von einem dahinterliegenden Fallschirmraum 6 durch eine Verdämmungs-Wandung 7 getrennt, hinter der Einrichtungen 8 zur elektrischen Signalverarbeitung, insbesondere zur Gewinnung eines Zündsignales für den Sprengstoff 4, und deren Energieversorgung untergebracht sind.

Unter dem Gehäuse 5 ist koaxial zu diesem ein Raketen-Antriebsaggregat 10 angeordnet, das vorzugsweise mehrere kleine Schubraketen neben­ einander, also über die Querschnittsfläche verteilt, aufweist. Das Antriebsaggregat 10 ist über eine Zündeinrichtung 11 startbar, die von einem Annäherungs-Sensor 12 angesteuert wird. Dieser ist in die Bodenplatte 13 der Starteinrichtung 14 eingesetzt, wenn gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel die Annäherung eines zu bekämpfenden Kettenfahrzeuges über die seismischen Schwingungen des Untergrundes 15 sensiert werden soll. Annäherungs- Sensoren 12′ anderer Wirkungsart, wie etwa auf Basis thermisch oder akustisch arbeitender Detektoren, sind bevorzugt in anderem Bereiche der Mine 1 oder ihrer Starteinrichtung 14 eingebaut, beispielsweise unter einer strömungsgünstig geformten ballistischen Fronthaube 16, die, dem Antriebsaggregat 10 gegenüber, über dem Minen-Gehäuse 5 befestigt ist.

Die Starteinrichtung 14 ist vorzugsweise topfförmig, also mit einer umlaufenden Einfassung 17 auf ihrer Bodenplatte 13, ausgebildet, um nach dem Zünden des Antriebsaggregates 10 die koaxiale Abgangs­ orientierung zu sichern. Um einen Staudruckaufbau der Verbrennungs­ gase hinter dem Antriebsaggregat 10, also eine zu hohe Anfangsbe­ schleunigung, zu vermeiden, können in der Einfassung 17 Abgasöffnungen 18 vorgesehen sein. Die Führung des Gehäuses 5 an der Innenmantel­ fläche der Einfassung 17 ist im übrigen unkritisch, da an der zu startenden Mine 1 wegen vergleichsweise geringer Aufstiegshöhe (in der Größenordnung bis 200 m) und wegen des Raketen-Antriebes kein Stabilisierungs-Drall hervorgerufen werden muß, also keine gasfeste Abdichtung erforderlich ist.

Zur Vereinfachung der Darstellung in der Skizze nicht berücksichtigt sind bei Abwurfminen bekannte fallschirmähnliche und stützbeinähnliche Brems- und Richtvorrichtungen, um im Falle eines Verbringens als Abwurf-Streumine nach aerodynamisch gebremstem Abstieg auf den Unter­ grund 15 die Ausrichtung der Mine 1 mit Startrichtung etwa nach oben, jedenfalls vom Untergrund 15 fort, sicherzustellen. Solche Hilfseinrichtungen sind hier nicht an der Mine 1 selbst angelenkt, sondern an ihrer beim Abschuß zurückbleibenden Starteinrichtung 14 - was die konstruktiven Möglichkeiten zur Anlenkung solcher Hilfs­ einrichtungen verbreitert.

Wenn der Annäherungs-Sensor 12 die für die Beanspruchung durch ein schweres Kettenfahrzeug typischen seismischen Schwingungen des Unter­ grundes 15 in einer gewissen Mindest-Intensität (d.h. bei einer gewissen, in ihrem absoluten Betrag nicht kritischen Annäherung des zu bekämpfenden Zielobjektes) aufnimmt, wird das Minen-Antriebs­ aggregat 10 gezündet, um mit der Mine 1 aufzusteigen. Bei einer gewissen Höhe über dem Untergrund 15 (gesteuert beispielsweise über das Ausbrennen des Antriebsaggregates 10 oder elektrisch bzw. pyro­ technisch zeitgesteuert) werden Trenneinrichtungen 19 an der vorderen und an der rückwärtigen Stirn der Mine 1 aktiviert, um - beispielsweise über pyrotechnische Absprengsätze - die ballistische Fronthaube 16 und das Antriebsaggregat 10 abzuwerfen. Damit trennt sich auch der Boden 9 vom Minen-Gehäuse 5, um den Abstiegs-Fallschirm 21 aus seinem Stau-Raum 6 herauszuziehen. Mit dessen Entfaltung, also aufgrund des Fall­ schirm-Bremseffektes, orientiert sich die Mine 1 beim Abstieg mit der Einlage 3 voraus in Richtung auf den Untergrund 15, um gemäß dem SADARM-Submunitionsprinzip kreisend im Zielgebiet den Untergrund 15 mittels seines Suchzünders 20 nach dem zu bekämpfenden Zielobjekt abzusuchen.

Der Suchzünder 20 ist in der Skizze nur symbolisch angedeutet.

Ob die Mine 1 wie beim zeichnerisch dargestellten Aus­ führungsbeispiel mit der Einlage 3 voraus abhebt und nach ihrem Apogäum durch die Wirkung des Fallschirmes 21 umgedreht wird, oder ob sie umgekehrt in der Starteinrichtung 14 ruht und somit stets mit ihrem Suchzünder 20 nach unten weist, ist zunächst grundsätzlich gleichgültig. Eine etwaige Bevorzugung der einen oder der anderen Orientierung kann sich aber aus der Stabilisier-Kinematik beim Ent­ falten des Fallschirmes 21 und insbesondere aus konstruktiven Maß­ nahmen am Gehäuse 5 zur Aufnahme der Beschleunigungskräfte beim Zünden des Antriebsaggregates 10 ergeben.

Claims (5)

1. Panzerabwehrmine (1) mit einer Starteinrichtung (14), die in ihrer Bodenplatte (13) einen Seismik-Sensor (12) aufweist und die mit einem, zu einem Suchzünder (20) konzentrisch ausgerichte­ ten, Gefechtskopf (2) mit Abstiegsfallschirm (21) zwischen einer, den Gefechtskopf (4) überdeckenden, ballistischen Haube (16) und einem Antriebsaggregat (10), das den Gefechtskopf (4) aus der Starteinrichtung (14) abhebt, bestückt ist, welches von einem der Bodenplatte (13) gegenüber angeordneten Annäherungs-Sensor (12′) gezündet wird, um den Gefechtskopf (2) in eine vorbestimmte Höhe zu verbringen, wo die Haube (16) und das Antriebsaggregat (10) abgeworfen und der Schirm (21) entfaltet werden, um im ge­ bremsten kreisenden Abstieg mittels des Suchzünders (20) voraus den Untergrund (15) spiralförmig abzutasten und bei Zielerfassung den Sprengstoff (4) hinter einer projektilbildenden Einlage (3) zu zünden.
2. Mine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsaggregat (10) mehrere kleine Schubraketen nebenein­ ander aufweist.
3 Mine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Starteinrichtung (14) mit, eine umlaufende Einfassung (17) durchquerenden, Abgasöffnungen (18) ausgestattet ist.
4. Mine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Gefechtskopfes (2) zum Abwurf des Antriebs­ aggregates (10) und der Haube (16) Trenneinrichtungen (19) vorge­ sehen sind.
5. Mine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Gehäuse (5) mit einem durch die Trenneinrichtungen (19) lösbaren Boden (9) zum Herausziehen des Abstiegs-Fallschirmes (21) aus seinem Stau-Raum (6) aufweist.
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