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Heizkessel
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Die Erfindung betrifft einen Heizkessel zum Erhitzen eines in einem
Heizkreislauf umströmenden Heizmediums, insbesondere Warmwasser, mit einem brennerbeheizten
Flammraum, wobei das vom Rücklauf des Heizkreislaufs kommende Heizmedium zu seinem
Erhitzen vom Flammraum abgetrennt durch diesen oder an diesem vorbei zum Vorlauf
des Heizkreislaufs geleitet wird und mit einem rücklaufseitigen zusätzlichen Wärmetauscher,
der vom Heizmedium vom durchströmt und von demFlammraum kommenden Abgas umströmt
wird, bevor dieses zu einer Gasaustrittsöffnung des Heizkessels gelangt.
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Bei derartigen, bei Gebäude-Heizungsanlagen eingesetzten Heizkesseln
wird das durch die Wärmeabgabe an den im Gebäude verteilten Heizkörpern mit Bezug
auf die Vorlauftemperatur kältere Rücklauf-Heizmedium beim Durchströmen des zusätzlichen
Wärmetauschers vorerhitzt, bevor es im Bereich des Flammraums auf die gewünschte
höhere Vorlauftemperatur gebracht wird, so daß vom Brenner weniger Brennstoff (Gas,
Öl, od.dgl.) verbraucht und somit Energie
gespart wird.
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Zum Vorerhitzen des Heizmediums wird die im Abgas, das nach seinem
Austritt aus dem Flammraum eine hohe Temperatur in der Grössenordnung von ca. 1500C
besitzt, enthaltene Energie verwendet.
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Beim Vorbeiströmen an dem Wärmetauscher gibt das Abgas unter Erniedrigung
seiner Temperatur Wärme an den Wärmetauscher und somit an das in ihm enthaltene
Heizmedium ab. Ferner kondensiert bei dieser Temperaturerniedrigung des Abgases
entsprechend der Dampfdruck-/Temperaturkurve der im Abgas enthaltene Wasserdampf,
so daß außerdem Kondensationswärme frei wird, die ebenfalls in das Heizmedium übergeht.
Derartige Heizkessel bezeichnet man auch als Brennwertkessel.
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Bei einem bekannten Heizkessel der eingangs genannten Gattung wird
das Abgas anschließend an den Flammraum bzw. an einen auf diesen folgenden Abgas-Sammelraum
nach unten zu dem seitlich am Heizkessel angeordneten Wärmetauscher geleitet und
sodann nach einer siphonartigen 180 0-Umlenkung, in der sich das Kondenswasser sammelt,
nach oben zur Gasaustrittsöffnung und von hier in den Kamin od.dgl. geführt.
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Nachteilig hierbei ist, daß das heiße Abgas nicht selbsttätig nach
unten zum Wärmetauscher strömt, so daß es mittels Abgasgebläse oder Abgasventilator
zum Wärmetauscher hin gesaugt werden muß. Fällt das Gebläse oder der Ventilator
aus irgendeinem Grunde aus, kann das Abgas nicht mehr abziehen, so daß wegen dieser
fehlenden Selbstentlüftung des Kessels das Abgas über die zum Flammraum
führenden
Frischluftöffnungen des Kessels in den Gebäuderaum eintritt, in dem der Kessel aufgestellt
ist. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Gefahrenquelle
zu beseitigen, d.h. einen Brennwertkessel der oben genannten Art mit Selbstentlüftung
zu schaffen. Dabei sollen die hierfür erforderlichen Maßnahmen möglichst einfach
im Aufbau und niedrig in den Gestehungskosten sein.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß oberhalb des
Flammraums in vertikaler Richtung aufeinanderfolgend eine das Abgas durchlassende
Wasserauffangeinrichtung für das sich am Wärmetauscher bildende Kondenswasser, der
Wärmetauscher und die Gasaustrittsöffnung angeordnet sind, derart, daß das Abgas
rückströmfrei vom Flammraum bis zur Gasaustrittsöffnung strömt.
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Auf diese Weise verläuft der Strömungsweg des Abgases durchgehend
in Richtung der Auftriebskraft des Abgases, so daß dieses selbsttätig abzieht und
eine Selbstentlüftung - auch im Störungsfalle -gegeben ist. Die Wasserauffangeinrichtung
verhindert, daß das am Wärmetauscher sich bildende Kondenswasser in den Flammraum
gelangt, wo es den Verbrennungsprozeß beeinflussen würde.
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Es ist ersichtlich, daß die genannten Manahmen sehr einfach und billig
zu verwirklichen sind.
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Zweckmäl3igerweise ist der Wärmetauscher ein Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist hierbei vorgesehen, daß der Wärmetauscher
von einem mit Wärmeleitrippen
versehenen Rohr gebildet wird, das
schlangenlinienähnlich mit im wesentlichen parallelen und zum Abgas strom rechtwinkeligen
sowie endseitig miteinander verbundenen Abschnitten verläuft.
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Eine baulich sehr einfache Wasserauffangeinrichtung mit selbsttätiger
Kondensatabfuhr ist dadurch gekennzeichnet, daj sie einen zu einem Kondenswasserasutritt
hin abfallende Auffangschale od.
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dgl. enthält, die einen Durchtritt für das Abgas aufweist, der zum
Wärmetauscher hin mit Abstand von einer E;ondenswasser-Leitblechanordnung übergriffen
wird.
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Da bei dem erfindungsgemäßen Heizkessel keine abgasseitigen Druckwiderstände
vorhanden sind, kann er gebläsefrei arbeiten und atmosphärisch betrieben werden.
Ein solcher Heizkessel unterliegt geringeren Sicherheitsauflagen und außerdem ist
für seinen Betrieb kein teurer überdrucksicherer Kamin erforderlich.
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Um hierbei der Gefahr zu begegnen, daß die Abgastemperatur oberhalb
des Wärmetauschers zu niedrig für einen sicheren Eaminabzug ist, kann des weiteren
vorgesehen sein, daf der Abgasstrom in Höhe des Wärmetauschers in einen diesen durchströmenden
Teilstrom und in einen an diesem vorbeigeführten Teilstrom unterteilt ist, z.B.
indem in Höhe des Wärmetauschers neben diesem ein Abgas-Bypaßkanal vorhanden ist,
wobei die beiden Teilströme anschliessend wieder zusammengeführt werden. In diesem
Falle wird zwar dem Abgas nicht die maximal mögliche Energie entzogen. Dafür besitzt
es nach der Vereinigung der beiden Teilströme wegen seiner gegenüber einem insgesamt
durch den Wärmetauscher geführten Abgasstrom
höheren Temperatur
einen größeren Auftrieb.
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Es versteht sich, daß man auch bei insgesamt durch den Wärmetauscher
geführtem Abgasstrom die für einen gebläsefreien Kaminabzug benötigte Abgastemperatur
erhält, wenn man den Wärmetauscher entsprechend dimensioniert.
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Die Aufteilung des Abgasstroms in die beiden Teilströme gibt äedoch
die Möglichkeit, die Temperatur des austretenden Abgases an die jeweiligen Gegebenheiten
und die Charakteristik der Heizungsanlage anpassen zu können. Zu diesem Zwecke ist
es vorteilhaft, daß das Teilungsverhältnis, mit dem der Abgasstrom auf die beiden
Teilströme verteilt ist, veränderbar ist. Auf diese Weise können Heizkessel mit
identischem Aufbau an der jeweiligen Baustelle auf die gewünschte Abgastemperatur
eingestellt werden.
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Zum Einstellen des Teilungsverhältnisses ist zweckmäßigerweise eine
schwenkbare Steuerklappe oder ein Steuerschieber vorhanden, die bzw. der im Bereich
der Vereinigungsstelle der beiden eilströme angeordnet sein kann. Im Falle einer
Steuerklappe ist diese zweckmäßigerweise an einer den Wärmetauscher und den Abgas-Bypaßkanal
überdeckenden, sich zur Gasaustrittsöffnung hin trichterartig verjüngenden Abgashaube
an einer der Trennwand zwischen Wärmetauscher und Abgas-Bypasskanal gegenüberliegenden
Stelle angelenkt.
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Hinsichtlich der Montage und der Variabilität des Heizkessels ist
es günstig, daß der Wärmetauscher, gegebenenfalls mit dem Abgas-Bypaßkanal, in einer
baukastenartig aufgesetzten Baueinheit enthalten
ist. Hierbei
kann die Wasserauffangeinrichtung in der den Wärmetauscher und gegebenenfalls den
Abgas-Bypaßkanal enthaltenden Baueinheit oder in einer baukastenartig zwischen diese
und die den Flammraum enthaltende Heizkesselpartie gefügten gesonderten Baueinheit
angeordnet sein. Infolge dieses baukastenartigen Aufbaus können herkömmliche Heizkessel
zu einem erfindungsgemässen Heizkessel gerüstet werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung
beschrieben. Es zeigen jeweils in stark schematisierter Darstellungsweise: Fig.
1 einen erfindungsgemäßen Heizkessel im Vertikalschnitt, Fig. 2 eine andere Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Heizkessels, ebenfalls im Vertikalschnitt, Fig. 3 die Heizkessel
nach den Fig. 1 und 2 im Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 1 und
Fig. 4 die bei beiden Ausführungsbeispielen gleiche Wasserauffangeinrichtung im
rechtwinkelig zu den Schnittebenen der Fig. 1 und 2 verlaufenden Vertikalschnitt
gemäß der Schnittlinie IV-IV in Fig. 1.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Heizkessel werden jeweils für
eine Gebäude-Zentralheizungsanlage verwendet. Das im Heizkessel
erhitzte
Heizmedium, das regelmäßig Wasser ist, gelangt über eine vom Heizkessel abgehende
Vorlaufleitung 1 zu den in den Gebäuderäumen angebrachten Heizkörpern, gibt dort
Wärme ab und wird anschließend über eine Rücklaufleitung 2 wieder zum Heizkessel
zurückgeführt, so daß es in einem Heizkreislauf mit dem Heizkessel als Energiequelle
umströmt.
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Der Heizkessel weist bodenseitig eine einen Flammraum 3 enthaltende
Heizkesselpartie 4 auf, deren Mantel eine Öffnung 5 besitzt, an die ein nicht dargestellter
Brenner, z.B. ein Gas-oder ein Ölbrenner angeflanscht werden kann. In Fig. 1 ist
ein Brennrohr 6 eines Gasbrenners gestrichelt angedeutet, das von der Öffnung 5
in den Flammraum 3 ragt und das A.ustrittsöffnungen aufweist, an denen Gasflammen
brennen. Zusätzlich zu der durch das Brennerrohr 6 vom Gas eingesaugten primären
Verbrennungsluft tritt am Kesselboden über dort vorhandene Frischluftöffnungen 7
sekundäre Verbrennungsluft von dem Umgebungsraum in den Flammraum 3 ein. Der den
Flammraum 3 umgebende Kesselmantel ist doppelwandig ausgeführt, wobei zwischen den
beiden Kesselwänden 8,9 das Heizmedium strömt, bevor es in die Vorlaufleitung 1
eintritt. Auch der Kesselboden 10 sowie die Oberwand 11 der den Flammraum 3 enthaltenden
Heizkesselpartie 4 ist doppelwandig und mit dem Heizmedium gefüllt, so daß insgesamt
eine große Wärmetauschfläche vorliegt, an der die von dem Brenner erzeugte Wärme
an das Heizmedium abgegeben wird. Beim Ausführungsbeispiel geht die Vorlaufleitung
1 von der Oberwand 11 der Heizkesselpartie 4 ab. Oberhalb des eigentlichen Flammraums
3 wird die Heizkesselpartie 4 von ebenfalls das Heizmedium enthaltenden Heizmediumkanälen
12
durchquert, die, wie aus Fig. 3 hervorgeht, mit der Doppelwand des Kesselmantels
in offener Verbindung stehen.
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Zwischen den Heizmediumkanälen 12 sowie zwischen diesen und der jeweils
benachbarten Kesselmantelseite ist jeweils ein sogenannter Abgaszug 13 vorhanden,
wobei diese Abgaszüge 13 die Gestalt vertikaler Kanäle besitzen, die beidenends
offen sind und durch die hindurch das im eigentlichen Flammraum 3 entstehende heiße
Rauch- oder Abgas nach oben in einen Abgas-Sammelraum 14 der Heizkesselpartie 4
strömt. Wenn weiter oben und im folgenden vom Flammraum gesprochen wird, so ist
hiermit der Innenraum der Kesselpartie 4 einschließlich des bei den Ausführungsbeispielen
vorhandenen Abgas-Sammelraumes 14 gemeint, also der Raum, durch den oder an dem
vorbei das Heizmedium zur Vorlaufleitung 1 geleitet wird.
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Die Heizkesselpartie 4, die somit einen Hauptwärmetauscher darstellt,
ist bei den Ausführungsbeispielen aus vertikal verlaufenden, seitlich aneinander
gefügten Segmenten 15 zusammengesetzt.
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Die Stoßstellen zwischen diesen Segmenten sind eingezeichnet, eine
davon ist mit der Bezugsziffer 16 versehen.
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Bevor das Heizmedium in die Doppelwand 8,9 der den Flammraum 3 enthaltenden
Heizkesselpartie 4 eintritt, durchströmt es einen zusätzlich vorhandenen Wärmetauscher
17. Dieser der Rücklaufleitung 2 zugewandte Wärmetauscher 17 ist oberhalb der Kesselpartle
4 angeordnet und wird von dem vom Flammraum 3 kommenden Abgas umströmt. Die Oberwand
11 des Flammraums 3 bzw. des bei den Ausführungsbeispielen darüber befindlichen
Sammelraums 14 weist Öffnungen
18 auf, durch die hindurch das
Abgas nach oben zum Wärmetauscher 17 strömen kann. Das hier noch heiße Abgas gibt
über den Wärmetauscher 17 Wärme an das durchfließende Heizmedium ab, so da das Abgas
kälter und das Heizmedium vorgewärmt wird. Hierdurch wird die im Abgas enthaltene
Energie, die ohne den Wärmetauscher 17 verloren wäre, zurückgewonnen und dem Heizmedium
zugeführt. Außerdem kondensiert im Wärmetauscher 17 der in dem Abgas enthaltene
Wasserdampf, so daß Kondensationswärme frei wird, die ebenfalls an das Heizmedium
abgegeben wird. Ein weiterer hiermit verbundener Vorteil besteht darin, daß in dem
Kamin od.
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dgl., über den das Abgas abzieht, wegen der niedrigen Abgastemperatur
kaum mehr Kondenswasser gebildet wird.
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Damit das am zusätzlichen Wärmetauscher entstehende Kondenswasser
nicht in den Brennraum 3 gelangen kann, ist unterhalb des zusätzlichen Wärmetauschers
eine Wasserauffangeinrichtung 19 vorhanden, die das von unten nach oben strömende
Abgas durchläßt. Die Wasserauffangrichtung 19 enthält eine zu einem seitlich am
Heizkessel abangeordneten Kondenswasseraustritt 20 hin/fallende Auffangschale 21
od.dgl., die einen Durchtritt 22 für das Abgas aafweist. Aus Fig. 4 geht hervor,
daß die Auffangschale 21 zweigeteilt ist und von zwei dachartig zueinander geneigten
Blechen gebildet wird, die entlang des "Dachfirstes" zur Bildung des Durchtritts
22 mit Abstand zueinander verlaufen. Mit ihrer dem Durchtritt 22 abgewandten Längskante
sind die beiden Bleche jeweils an der zugewandten Kesselseite befestigt. Rechtwinklig
zur Zeichenebene der Fig.
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4 gesehen, d.h. in der Zeichenebene der Fig. 1 und 2, fallen die beiden
Bleche, wie schon erwähnt, zum Kondenswasseraustritt 20
hin ab,
so daß das von oben her auf die Wasserauffangschale 21 gelangende Kondenswasser
von selbst abfließt. In den Fig. 1 und 2 ist dieser abfallende Verlauf der Auffangschale
durch die schräge Linie charakterisiert, zu der die Bezugslinie 21 führt.
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Zum Wärmetauscher 17 hin wird der Durchtritt 22 von einer Kondenswasser-Leitblechanordnung
23 dachartiger Gestalt mit Abstand übergriffen, durch die das herabtropfende Kondenswasser
zu den beiden die Auffangschale bildenden Blechen hin abgelenkt wird, so daß es
nicht durch den Durchtritt 22 hindurch gelangen kann.
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Wegen des Abstandes zwischen der Auffangschale 21 und der Leitblechanordnung
23 ist genügend Platz für das Durchströmen des Abgases (siehe Strömungspfeile 24).
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Es ergibt sich somit eine Anordnung, bei der oberhalb des Blammraums
3 in vertikaler Richtung aufeinanderfolgend die das Abgas durchlassende Wasserauffangeinrichtung
19 für das sich am Wärmetauscher 17 bildende Kondenswasser, der Wärmetauscher 17
und eine Gasaustrittöffnung 25 angeordnet sind, derart, daß das Abgas rückströmfrei
vom Flammraum 3 bis zur Gasaustrittsöffnung 25 strömt, von der es in einen Kamin
od.dgl. gelangt.
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Aus der Zeichnung ergibt sich des weiteren, daß der Wärmetauscher
17 ein Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher ist. Hiermit ist gemeint, daß das Heizmedium
den Wärmetauscher in einer die Ricntung des Abgasstromes kreuzenden Richtung durchströmt,
und zwar zusätzlich von oben nach unten, d.h. entgegen dem Abgasstrom. Hierzu wird
der Wärmetauscher 17 von einem mit Wärmeleitrippen 38 versehenen Rohr 26 gebildet,
das schlangenlinienähnlich mit im wesentlichen parallelen und zum Abgasstrom rechtwinkelig
sowie endseitig
miteinander verbundenen Abschnitten 27 verläuft,
wobei der oberste der Abschnitte 27 an die Rücklaufleitung 2 angeschlossen ist und
von dem untersten der Abschnitte 27 eine Verbindungsleitung 28 abgeht, die auten
am Heizkessel nach unten zum Kesselboden 17 verläuft, wo sie an die Doppelwand 8,9
angeschlossen ist.
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Beide Heizkessel der Zeichnung sind, da der Strömungsweg des Abgases
der Auftriebskraft gleichgerichtet ist, selbstentlüftend und können atmosphärisch
betrieben werden, also ohne Abgasgebläse oder Abgasventilator.
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Während die Heizkessel der Fig. 1 und 2 nach oben hin bis einschlielich
der Wasserauffangeinrichtung 19 identisch ausgebildet sind, unterscheidet sie sich
im darüberliegenden Bereich. Im Falle der Fig. 1 erstreckt sich der Wärmetauscher
17 über den gesamten Querschnitt des Abgasstromes, so daß das Abgas hier insgesamt
abgekühlt wird. Damit sich die Abgastemperatur nicht soweit erniedrigt, daß der
Abgasauftrieb für ein sicheres, selbsttätiges Abziehen des Abgases durch den Kamin
od.dgl. nicht mehr ausreicht, kann man die Wärmetauschfläche des Wärmetauschers
entsprechend klein halten. Da je nach den örtlichen Begebenheiten und der Charakteristik
der Heizungsanlage die für einen atmosphärischen Selbstabzug an der Gasaustrittsöffnung
benötigte Abgastemperatur verschieden sein kann, kann dabei, will man den gleichen
Wärmetauscher verwenden, der Kompromiß eingegangen werden, daß man den Wärmetauscher
so auslegt, daß die Abgastemperatur einen üblicherweise erforderlichen Wert nicht
unterschreitet. Ist diese Temperatur in Sonderfällen zu niedrig, kann man zusätzlich
oberhalb
des Wärmetauschers ein Abgasgebläse, z.B. das gestrichelt angedeutete Injektorgebläse
30 vorsehen. Selbst in diesem Falle wäre aber noch der Vorteil einer Selbstentlüftung
des Heizkessels durch den Kamin od.dgl. gegeben, falls das Gebläse 30 ausfallen
sollte (in eine solchen Störungsfalle würde gleichzeitig mit dem Gebläseausfall
der Brenner geschaltet werden).
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Demgegenüber erstreckt sich beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 der
Wärmetauscher 17 nicht über den gesamten Heizkesselquerschnitt.
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In Höhe des Wärmetauschers 17 ist neben dem Wärmetauscher ein von
diesem durch eine Trennwand 31 abgetrennter Abgas-Bypaßkanal 3L vorhanden, so dal;
der von unten kommende Abgasstrom in Höhe des Wärmetauschers in einen diesen durchströmenden
Teilstrom und in einen an diesem vorbei durch den Bypasskanal 32 geführten Teilstrom
unterteilt ist, wobei die beiden Teilströme anschließend wieder zusammengeführt
werden. Es kühlt sich also nur der den Wärmetauscher durchströmende Teilstrom ab,
so daß man nach der Vereinigung der beiden Teilströme eine oberhalb der Temperatur
des Teilstroms liegende Abgastemperatur erhält.
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Macht man bei einer solchen Anordnung das Teilungsverhältnis, mit
dem der Abgasstrom auf die beiden Teilströme verteilt wird, veränderbar, lä;St sich
die Abgastemperatur auf den jeweils gewünschten Wert einstellen, so daß man einen
unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der Charakteristik der Heizungsanlage
universell einsetzbaren Heizkessel erhält, bei dem das genannte Teilungsverhältnis
an der Baustelle auf den zutreffenden Wert gebracht wird.
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Das Verhältnis des Teilungsverhältnisses zwischen den Teilströmen
kann beispielsweise mittels eines Steuerschiebers oder wie beim Ausführungsbeispiel
mittels einer schwenkbaren Steuerklappe 33 erfolgen. Diese Steuerklappe 33 - oder
der Steuerschieber -ist im Bereich der Vereinigungsstelle der beiden Teilströme
angeordnet. Bei beiden in der Zeichnung dargestellten Heizkessel ist oberhalb des
den Wärmetauscher 17 enthaltenden Heizkesselbereichs eine sozusagen den Kesseldeckel
bildende Abgashaube 34 vorhanden, die sich zur Gasaustrittsöffnung 25 hin trichterartig
verjüngt. Im Falle der Fig. 2, bei dem diese Abgashaube 34 neben dem Wärmetauscher
auch den Abgas-Bypasskanal 32 überdeckt, ist die genannte Steuerklappe 33 an dieser
Abgashaube 34 an einer der Trennwand 31 zwIschen Wärmetauscher 17 und Bypasskanal
32 gegenüberliegenden Stelle angelenkt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dal bei
einem Verschwenken der Steuerklappe 33 aus der eingezeichneten Lage in Uhrzeigerrichtung
ein größerer Teilstrom durch den Bypasskanal 32 strömt, so daß die Temperatur des
wieder tereinigten Abgases erhöht wird. Verschwenkt man die Steuerklappe 33 entgegen
der Uhrzeigerrichtung, verringert sich der Durchtrittsquerschnitt zwischen ihr und
der Trennwand 31, so daß weniger Abgas durch den Bypasskanal 32 strömt und sich
eine niedrigere Abgastemperatur einstellt.
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Der Wärmetauscher 17 ist - beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 zusammen
mit dem Bypaßkanal 32 - in einer Baueinheit enthalten, die baukastenartig auf die
darunter befindliche Heizkesselpartie aufgesetzt ist. Diese Baueinheit besitzt ein
oben und unten offenes sowie rundum geschlossenes Gehäuse, an dem sich dieAzchEae
für
die Rücklaufleitung und die Verbindungsleitung 28 befinden und das unten und oben
jeweils einen nach radial außen abstehenden Befestigungsflansch zum Verbinden mit
den benachbarten Heizkesselbereichen besitzt.
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Die Wasserauffangeinrichtung 19 kann in die Baueinheit des Wärmetauschers
integriert sein. Sie kann jedoch auch in einer gesonderten Baueinheit angeordnet
sein, die ebenfalls baukastenartig zwischen die den Wärmetauscher enthaltende Baueinheit
und die den Flammraum 3 enthaltende Heizkesselpartie 4 zwischengefügt ist.
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Diese Baueinheit besitzt ein dem Gehäuse der den Wärmetauscher 17
enthaltenden Baueinheit entsprechendes Gehäuse 35, das lediglich weniger hoch ist.
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In Fig. 2 ist außerdem noch eine Strömungssicherung 36 eingezeichnet,
die auf das die Gasaustrittsöffnung 25 bildende Rohrstück 7 unter Belassen eines
Ringspaltes aufgestülpt ist und von einem sich trichterähnlich nach oben hin verjüngenden
Haubenstück gebildet wird. Solche Strömungssicherungen sind an sich bekannt, so
daß sich ihre weitere Beschreibung erübrigt.
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Der Heizkanal ist außen von einem Abdeckgehäuse 39 umgeben und steht
mittels vom Kesselboden 10 abgehenden Füßen 40 auf einer Bodenplatte 41, so dalS
genügend Platz für das Einströmen der Sekundärluft durch die Öffnungen 7 in den
Flammraum 3 vorhanden ist.