DE3507190C2 - - Google Patents

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DE3507190C2
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Heinz 4990 Luebbecke De Wacker
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TONINDUSTRIE HEISTERHOLZ ERNST RAUCH GMBH & CO KG,
Original Assignee
Heinz 4990 Luebbecke De Wacker
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D1/00Roof covering by making use of tiles, slates, shingles, or other small roofing elements
    • E04D1/30Special roof-covering elements, e.g. ridge tiles, gutter tiles, gable tiles, ventilation tiles
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
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    • E04D1/30Special roof-covering elements, e.g. ridge tiles, gutter tiles, gable tiles, ventilation tiles
    • E04D2001/304Special roof-covering elements, e.g. ridge tiles, gutter tiles, gable tiles, ventilation tiles at roof intersections, e.g. valley tiles, ridge tiles

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ziegeldach mit mindestens zwei im Winkel zusammenstoßenden Dachflächen, die eine in einer Neigungslinie des Daches liegende Stoßfuge begrenzen, wobei die Dachziegel als Verschiebeziegel ausgebildet und mittels einer Dachlattung festgelegt sind.
Ziegeldächer dieser Art sind allgemein bekannt. Sie bestehen im wesent­ lichen aus einer aus Holzbalken gebildeten Konstruktion, auf der in horizontaler Richtung verlaufende, parallel und im Abstand zueinander angeordnete die Dachlattung bildende Dach­ latten genagelt sind. Im Bereich der oberen Stirnkante sind an der Unterseite der Dachziegel Vorsprünge vorgesehen, die die Dachlatte hintergreifen. Ein Ziegeldach besteht demzufolge aus einer Vielzahl von entsprechend der Dachneigung in einer Schräglage übereinander angeordneten Reihen von Dachziegeln. Dabei übergreift der der unteren Stirnkante jedes Dachziegels zugeordnete Bereich die Außenseite des oberen Bereiches der jeweiligen Dachziegel der nach unten sich anschließenden Dach­ ziegelreihe. Der untere Endbereich jedes Dachziegels überlappt demnach den oberen Endbereich des unterhalb liegenden Dachziegels. Dieses Maß wird als "Überlappung" bezeichnet. Bei Verschiebe­ ziegeln ist die Überlappung variierbar, wenn eine Mindestüber­ lappung eingehalten wird. Demzufolge ist der Abstand der Dach­ latten variierbar. Dies hat sich als besonders vorteilhaft herausge­ stellt, wenn ein Austausch der Dachziegel erfolgt, da dann keine Er­ neuerung der Dachlatten notwendig ist.
Ein Walmdach besteht in der Grundform aus vier zueinander geneigten Dachflächen, wobei zumeist die einander gegenüberliegenden Dachflächen unter einem gleichen Winkel geneigt sind. Durch zwei im Winkel zuein­ ander stehende Dachflächen entsteht eine Stoßfuge, die in der Neigung der Dachflächen liegt. Diese Stoßfuge wird als "Grat" bezeichnet und zur Erzielung der notwendigen Dichtigkeit ebenfalls mit Ziegeln abge­ deckt. Bei einem Grat liegt demzufolge der kleinere der durch die an­ einanderstoßenden Dachflächen gebildete Winkel im Inneren des Daches.
Im Gegensatz zum Grat können die Dachflächen auch so zueinander stehen, daß der kleinere Winkel außen bzw. außerhalb des durch die Dachflächen gebildeten Raumes liegen. Die gebildete Stoßfuge wird dan als "Kehle" bezeichnet. Eine Kehle wird immer dann gebildet, wenn der Grundriß eines Gebäudes aus einem Haupttrakt und einem dazu winklig, vorzugsweise rechtwinklig, verlaufenden Nebentrakt gebildet ist und demzufolge auch zwei aneinanderstoßende Dächer notwendig sind, deren Firstrichtungen winklig bzw. rechtwinklig zueinander verlaufen.
Die an die Grat- und Kehllinie angrenzenden Dachziegel müssen entspre­ chend der sich aus den Neigungen der Dachflächen ergebenden Grat- bzw. Kehllinie an der diesen Linien zugewandt liegenden Seite an der Bau­ stelle schräggeschnitten werden. Diese Arbeitsweise ist äußerst um­ ständlich und höchst kostenaufwendig, da zunächst die Dachziegel auf die Dachlattung aufzubringen sind und dann die entsprechenden Schnitt­ linien anzuzeichnen sind. Da nach den Unfallverhütungsvorschriften Schneidarbeiten auf dem Dach verboten sind, müssen dann die dem Grat bzw. der Kehle zugeordneten Dachziegel abgenommen, geschnitten und dann wieder an die gleiche Stelle gesetzt werden. Um den Aufwand an Zeit zu verringern, erfolgt das Schneiden trotz allem oftmals auf dem Dach. An jedem Rand einer Dachfläche, der durch einen Grat oder eine Kehle gebildet wird, müssen soviele Dachziegel an den Grat bzw. die Kehle angepaßt werden, wie Reihe von Dachziegeln in dieser Dachfläche übereinanderliegen.
Ferner ist noch nachteilig, daß oftmals die geschnittenen Dachziegel nur äußerst schwierig, oftmals nur noch durch Nageln oder Binden an der Dachlattung zu befestigen sind. Außerdem kann davon ausgegangen werden, daß die Arbeiten nur von qualifizierten Handwerkern ausgeführt werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, ein Ziegeldach der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß die Formge­ bung der der Stoßfuge von zwei aneinanderstoßenden Dachflächen zugeord­ neten Dachziegel durch Anzeichnen und Zuschneiden bei dem Auflegen der Dachziegel an der Baustelle entfällt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß alle die Stoßfuge begrenzenden Verschiebeziegel für unterschiedliche Dachneigungen an der der Stoßfuge zugewandt liegenden Seite denselben Zuschnitt aufweisen, derart, daß die einander gegenüberliegenden, oberen und unteren Stirnkanten dieser Verschiebeziegel eine unterschiedliche Deckbreite aufweisen, wobei die Deckbreite einer Stirnkante der die Stoßfuge begrenzenden Verschiebeziegel der Deckbreite der überigen in der Dachfläche verlegten Verschiebeziegeln entspricht, daß die Baulän­ gen aller Verschiebeziegel übereinstimmen und daß der Abstand der Dach­ lattung und das sich daraus ergebende Maß der Überlappung der Verschiebe­ ziegel in Abhängigkeit von der Dachneigung festgelegt ist.
Zur Vermeidung des Zuschneidens der den Grat oder die Kehle eines Daches abdeckenden Dachziegel ist es bereits aus der DE-PS 8 55 322 bekannt, die Dachziegel entsprechend der Dachneigung trapez- oder dreieckförmig auszubilden. Wie aus der Patentschrift klar hervorgeht, wird jedoch für alle Dachneigungen ein gleichbleibender Abstand der Dachlattung vorausgesetzt. Der gleichbleibende Abstand ergibt sich schon daraus, daß als Grundlage für den in der genannten PS dargestellten Dachziegel von einem handelsüblichen Dachziegel ausgegangen wird, dessen Länge zur Breite in einem Verhältnis von 5 : 3 steht. Wie ferner aus der Pa­ tentschrift erkennbar, ergibt sich für jede Dachneigung eine ganz be­ stimmte Form des Dachziegels, wobei es bei bestimmten Dachneigungen sogar passieren kann, daß bereits in den dort gezeigten Ausführungsbei­ spielen sogar vier verschiedene Formen notwendig sind.
Bei Anwendung der in der genannten Patentschrift aufgezeigten Lösung entfällt zwar das Zuschneiden der Dachziegel an der Baustelle, doch muß hier der Hersteller derartiger Dachziegel für alle Dachneigungen, die innerhalb der üblichen Grenzen liegen, die zugehörigen Dachziegel liefern. Da für jede Ausführung des Dachziegels eine entsprechende Form zu seiner Herstellung notwendig ist, würde ein Dachziegelherstel­ ler eine Vielzahl von Formen benötigen, wobei es passieren kann, daß ein Großteil nur äußerst selten benötigt wird. Selbst wenn man eine Auswahl dahingehend treffen würde, daß die in Rede stehenden Dachzie­ gel nur für ganz bestimmte Dachneigungen lieferbar sind, wurde daraus noch der Nachteil entstehen, daß an der Baustelle besonders darauf zu achten ist, daß die vorgegebene Dachneigung auch eingehalten wird, was bei den im Bauwesen zulässigen Toleranzen praktisch nicht durchführbar ist.
Bei der in der genannten PS aufgezeigten Lösung handelt es sich um eine rein theoretische Lösung, die schon allein aus rein wirtschaftli­ chen Überlegungen heraus nicht zum praktischen Einsatz gelangen konnte.
Demgegenüber werden bei dem erfindungsgemäßen Dach nicht an einen festen Abstand der Dachlattung gebundene Verschiebeziegel verwen­ det, deren der Stoßfuge zugewandt liegenden Seiten sowohl für Grate als auch für Kehlen in gleicher Weise zugeschnitten sind. Die Grundform dieser Verschiebeziegel ist grundsätzlich gleich. Es werden jedoch spiegelbildliche Ausführungen notwendig, da die im Bereich der Kehle bzw. des Grates liegenden Dachziegel der Querschnittsform der übrigen Dachziegel anzupassen sind. Dies ist u. a. schon darauf zurückzuführen, daß bei vielen Dachziegelformen sich die aneinanderliegenden Längsrän­ der ebenfalls überlappen. Diese durch Rippen und Nuten gebildete Über­ lappung wird in der Branche als Falzung bezeichnet. Da aber die Grund­ form gleich ist, lassen sich Varianten mit verhältnismäßig geringen Ko­ sten bei der Auslegung der Form zum Herstellen berücksichtigen. Da auch die zugeschnittene Seite schräg zur Mittellängsachse des Dachzie­ gels verläuft, ist zwar die Deckbreite der einen Stirnkante des Ver­ schiebeziegels geringer als die der anderen Stirnkante, doch es ent­ fallen zur Einhaltung eines bestimmten Schemas Dachziegel mit einer halben Deckbreite oder speziell geformte Teile, da die Deckbreite der einen Stirnkante voll erhalten bleibt. Die Deckbreite eines Ziegels errechnet sich aus der Breite eines Dachziegels unter Berücksichtigung der Überlappung der Längsränder. Da der Abstand der Dachlattung von der Dachneigung abhängig gemacht wird, ergeben sich nur sol­ che Abstände zwischen den einander zugewandt liegenden Kanten der den Grat oder die Kehle bildenden Dachziegel, daß diese mit den bekannten Mitteln, wie z. B. Gratziegel oder Kehlrinnen abgedeckt werden können. Es werden deshalb keine zusätzlichen Gratziegel notwendig. Darüber hinaus ist es noch besonders vorteilhaft, daß das äußere Erscheinungs­ bild erhalten bleibt.
Ein weiterer, wesentlicher Vorteil liegt noch darin, daß bereits bei der Planung der Abstand der Dachlattung in Abhängigkeit von der Dachneigung festlegbar ist, so daß die ge­ naue Anzahl der benötigten Dachziegel einfach festzulegen ist.
Die zwischen den einander zugewandt liegenden Kanten der den Grat bzw. die Kehle bildenden Dachziegel sich ergebenden Abstände liegen inner­ halb eines bestimmten Toleranzfeldes, wenn die Abstände der Dachlat­ tung eine Funktion aus der Deckbreite und der Dachneigung ist. Beson­ ders günstig ist es, wenn die Abstände der Dachlattung gleich dem Quotien­ ten aus dem Verhältnis der Deckbreite der Verschiebeziegel zu der Kosi­ nusfunktion des Dachneigungswinkels sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist vorgeshen, daß die Grundform der die Stoßfu­ ge begrenzenden Verschiebeziegel ein unregelmäßiges Fünfeck mit drei rechten Winkeln ist.
Gemäß einem weiter noch bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die der Stoßfuge zugewandt liegende Kante jedes Verschiebeziegels einen rechtwinklig zur Ebene des Verschiebeziegels verlaufenden Steg aufweist. Der in Form einer Auf- bzw. einer Abkantung verlaufende Steg ermöglicht die Aufbringung der den Grat bzw. die Kehle bildenden Dachziegel ohne Mör­ tel. Darin ist noch eine wesentliche Vereinfachung zu sehen.
Anahnd der beiligenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher er­ läutert.
Es zeigt
Fig. 1 bis 3 Teilansichten eines erfindungsgemäßen Daches mit drei verschiedenen Dachneigungen in perspektivischer Darstel­ lung.
Fig. 4 die Teilansicht eines Daches, bei dem die Grat- bzw. Kehl­ linie mit den schrägverlaufenden Kanten der Dachziegel übereinstimmt,
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, jedoch für eine geringere Dachneigung,
Fig. 6 die Grundform eines Dachziegels für verschiedene Anwen­ dungsfälle.
Die in den Fig. 1 bis 3 aufgezeigten Möglichkeiten beziehen sich auf Dächer mit zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Firsten. Es sind insgesamt immer drei rechtwinklig zueinanderstehende Dachflächen darge­ stellt, die so angeordnet sind, daß ein Grat 1 und eine Kehle 2 gebil­ det werden. Es sind insgesamt jeweils nur sechs übereinanderliegende Reihen von Dachziegeln dargestellt.
Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Dachneigung 38°, bei dem in der Fig. 2 dargestellten 45° und bei dem in der Fig. 3 dargestellten 30°. Die den Grat 1 oder die Kehle 2 bil­ denden Schrägschnitt-Verschiebeziegel 3 verlaufen an den einander zu­ gewandt liegenden Kanten schräg zu ihrer Mittellängsachse. Jeder Grat 1 und jede Kehle 2 weist demnach eine Stoßfuge 4 auf. Die Kontur der Stoßfuge 4 richtet sich nach der Dachneigung.
Bei der gemäß der Fig. 1 gewählten Dachneigung von 38°, die als eine mittlere Neigung anzusehen ist, stoßen die einander zugewandt liegen­ den Kanten der die Stoßfuge 4 begrenzenden Verschiebeziegel 3 bündig aneinander. Dies ist darauf zurückzuführen, daß diese Dachneigung als Ausgang für die Auslegung der die Stoßfuge 4 begrenzenden Schräg­ schnitt-Verschiebeziegel 3 bildet. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ent­ stehen bei diesen Dachneigungen zwischen den Schrägschnitt-Verschiebe­ ziegeln 3 nicht abgedeckte, spitzwinklige Dreiecke 5. Dabei verlaufen die Schenkel der in der Kehle 2 liegenden Dreiecke entgegengesetzt zu den Schenkeln der am Grat 1 liegenden Dreiecke. Außerdem verlaufen die Dreiecke nach dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 2 wiederum entge­ gengesetzt zu den Dreiecken gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Dachneigung einmal größer und einmal kleiner sind als die als Bezug dienende Dachneigung von 38° gemäß der Fig. 1. Die entstehenden Dreiecke haben immer nur ein sol­ ches Ausmaß, daß sie durch die nicht dargestellten Gratziegel übergrif­ fen werden. Zur Abdichtung der Kehle 2 ist in bekannter Weise ein die Dachziegel untergreifendes Kehlblech vorgesehen, welches ebenfalls nicht dargestellt ist, und kastenförmig ausgebildet sein kann.
In der Fig. 4 ist eine Teilansicht einer Walmdachfläche in der Projek­ tion dargestellt, wobei nur die Netto-Deckfläche ohne Überlappung dar­ gestellt ist. Die Schrägschnitt-Verschiebeziegel 3 liegen mit ihrer schräg verlaufenden Kante innerhalb einer mit 1 bezeichneten Gratlinie. Wie die Figur zeigt, entstehen angrenzend an die Gratlinie 1 Dreiecke 5. Wie die Figur ferner zeigt, ist die Deckbreite der unteren Stirnkante jedes Schrägschnittverschiebeziegels 3 genauso groß wie die Deckbreite der restlichen Dachziegel. Die Deckbreite ist in der Fig. 4 mit d be­ zeichnet.
In der Fig. 4 ist die Anordnung im Bereich des Grates für eine Dach­ neigung von 33° dargestellt. Die Anordnung für eine Kehle bei gleicher Dachneigung ist spiegelbildlich, wobei die Spiegelachse die horizontal verlaufenden Stirnkanten der Dachziegel ist. Danach wird aus der Grat­ linie 1 eine Kehllinie. Ferner entspricht dann die Deckbreite der obe­ ren Stirnkante des Schrägschnitt-Verschiebeziegels 3 der Deckbreite d der restlichen Ziegel.
Die in der Fig. 5 dargestellte Anordnung unterscheidet sich von der in der Fig. 4 dargestellten dadurch, daß die Dachneigung 28° beträgt. Auch bei dieser Dachneigung entstehen längs der Gratlinie bzw. Kehl­ linie die Dreiecke 5, die jedoch stumpfwinklig in der Weise ausgebil­ det sind, daß eine Hypotenuse sich über die schräg verlaufende Kante jedes Schrägschnittverschiebeziegels 3 erstreckt. Auch dieses Dreieck wird von den Gratziegeln überdeckt. Die sich aus der Verschiebung er­ gebende Überlappung ist mit e bezeichnet.
In der Fig. 6 sind die Schrägschnitt-Verschiebeziegel schematisch in einer Draufsicht dargestellt. Wie diese Figur zeigt, sind für die Kehlen und Grate eines Daches vier verschiedene Ziegel notwendig. Die Grund­ form jedes Ziegels ist grundsätzlich gleich und ein unregelmäßiges Fünfeck mit drei rechten Winkeln. Von ihrer Grundform her würde ein Dachziegel ausreichen. Die vier verschiedenen Varianten ergeben sich durch die beidseitige Anordnung an der Grat- bzw. Kehllinie. Außerdem findet jeweils eine Überlappung an den einander zugewandt liegenden Längsrändern statt. Ferner sind jeweils im oberen Bereich an der unte­ ren, der Dachkonstruktion zugewandt liegenden Seite Nocken vorgesehen, um die Dachziegel an die zugeordnete Dachlatte anhängen zu können. In der Fig. 6 ist die Baulänge mit h bezeichnet. Gemäß der Fig. 4 und 5 ist die Deckbreite mit d bezeichnet.
Die Deckbreite d liegt normalerweise zwischen 20 und 30 cm, während die Baulänge zwischen 30 und 45 cm liegt. Die schräg­ verlaufende, der Grat- bzw. Kehllinie zugewandt liegende Kante jedes Schrägschnitt-Verschiebeziegels 3 verläuft unter einem Winkel von 135 bis 150° zu der angrenzenden, parallel zur gegenüberliegenden Kante ver­ laufenden Kante. In der Fig. 6 ist mit 6 A ein Gratziegel dargestellt, wie der für die Darstellung gemäß den Fig. 4 und 5 verwendet wird. Für die an diese Dachfläche angrenzende Dachfläche wird demzufolge der Gratziegel gemäß der Darstellung nach 6 B benötigt. Daraus folgend sind die die Kehle bildenden Ziegel mit 6 C und 6 D bezeichnet. Diese Ausfüh­ rung ist bezogen auf die Grundform, wiederum spiegelbildlich zu den in 6 A und 6 B dargestellten Gratziegeln. Die Symmetrieachse bildet dabei die die Deckbreite d bestimmende obere bzw. untere Stirnkante.
In nicht dargestellter Weise kann jeder Schrägschnitt-Verschiebeziegel 3 an der der Grat- bzw. Kehllinie zugewandten, schräg verlaufenden Kan­ te mit einem sich rechtwinklig zur Fläche des Schrägschnitt-Verschiebe­ ziegels 3 erstreckenden Steg versehen sein. Bei den Schrägschnitt-Ver­ schiebeziegeln für einen Grat steht dieser Steg nach außen und wird von den die Stoßfuge abdeckenden Gratziegeln übergriffen. Bei den Schräg­ schnitt-Verschiebeziegeln gemäß 6 C und 6 D für eine Kehle steht dieser Steg nach unten, der Dachkonstruktion zugewandt.
Um die in der Fig. 6 dargestellten, serienmäßig hergestellten Schräg­ schnitt-Verschiebeziegel 3 anwenden zu können, ist die Einhaltung des von der Dachneigung abhängigen Abstandes der Dachlattung als Grundvoraus­ setzung notwendig. Der Abstand der Dachlattung errechnet sich aus dem Verhältnis der Deckbreite der Dachziegel zu dem Kosinus der Dachneigung. Für die nachfolgenden Beispiele wird eine Deckbreite von 25 cm angenommen.
Beispiel

Claims (7)

1. Ziegeldach mit mindestens zwei im Winkel zusammenstoßenden Dachflä­ chen, die eine in der Neigungslinie des Daches liegende Stoßfuge begren­ zen, wobei die Dachziegel als Verschiebeziegel ausgebildet und mittels einer Dachlattung festgelegt sind, dadurch gekenn­ zeichnet, daß alle die Stoßfuge (4) begrenzenden Verschiebe­ ziegel (3) für unterschiedliche Dachneigung an der der Stoßfuge (4) zugewandt liegenden Seite denselben Zuschnitt aufweisen, derart, daß die einander gegenüberliegenden, oberen und unteren Stirnkanten dieser Verschiebeziegel (3) eine unterschiedliche Deckbreite aufweisen, wobei die Deckbreite einer Stirnkante der die Stoßfuge (4) begrenzenden Ver­ schiebeziegel (3) der Deckbreite (d) der übrigen in der Dachfläche ver­ legten Verschiebeziegel entspricht, daß die Baulängen (H) aller Ver­ schiebeziegel übereinstimmen und daß der Abstand der Dachlattung und das sich daraus ergebende Maß der Überlappung (e) der Verschiebeziegel in Abhängigkeit der Dachneigung festgelegt ist.
2. Ziegeldach nach Anspruch 1, bei dem die der Stoßfuge zugeordneten Verschiebeziegel einen Grat bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckbreite der unteren Stirnkante jedes der Stoßfuge zugeordneten Ver­ schiebeziegels der Deckbreite (d) der übrigen in der Dachfläche ver­ legten Verschiebeziegel entspricht.
3. Ziegeldach nach Anspruch 1, bei dem die der Stoßfuge zugeordneten Verschiebeziegel eine Kehle bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckbreite der oberen Stirnkante jedes der Stoßfuge zugeordneten Ver­ schiebeziegels der Deckbreite (d) der übrigen in der Dachfläche verleg­ ten Dachziegel entspricht.
4. Ziegeldach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die Abstände der Dachlattung eine Funktion aus der Deckbreite (d) der Verschiebeziegel und der Dachneigung ist.
5. Ziegeldach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab­ stände der Dachlattung dem Quotienten aus dem Verhältnis der Deckbreite (d) der Verschiebeziegel zu der Kosinusfunktion des Dachneigungswinkels entsprechen.
6. Ziegeldach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundform der die Stoßfuge (4) begrenzenden Verschiebeziegel (3) ein unregelmäßiges Fünfeck mit drei rechten Winkeln ist, welches aus einem rechtwinkligen Dreieck gebildet wird, in dem man rechtwinklig zur einen Kathete, die länger als die Deckbreite (d) ist, im Abstand der Deckbreite (d) zum rechten Winkel des Dreiecks einen Schnitt führt, und in dem man rechtwinklig zu anderen Kathete, die länger als die Bau­ länge (H) ist, im Abstand der Baulänge (H) zum rechten Winkel des Drei­ ecks ebenfalls einen Schnitt führt.
7. Ziegeldach nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die der Stoßfuge (4) zugeordneten Verschiebeziegel (3) an der der Stoßfuge (4) zugeordneten, schräg zur Mittellängsachse des Ziegels ver­ laufenden Kante je einen rechtwinklig zur Ebene des Verschiebeziegels verlaufenden Steg aufweisen.
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