DE344632C - Verfahren zum Geruchlosmachen von Hydrolysationserzeugnissen von Eiweissstoffen, insbesondere leimgebenden - Google Patents

Verfahren zum Geruchlosmachen von Hydrolysationserzeugnissen von Eiweissstoffen, insbesondere leimgebenden

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DE344632C
DE344632C DE1919344632D DE344632DD DE344632C DE 344632 C DE344632 C DE 344632C DE 1919344632 D DE1919344632 D DE 1919344632D DE 344632D D DE344632D D DE 344632DD DE 344632 C DE344632 C DE 344632C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/04Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Geruchlosmachen von Hydrolysationserzeugnissen von Eiweißstoffen, insbesondere leimgebenden. Die Hydrolysationserzeugnisse, insbesondere leimgebender Eiweißstoffe, wie die von Leder, Häuten, Klauen, .Horn u. dgl., besitzen einen äußerst üblen Geruch, den man bisher nicht beseitigen konnte. Das Verwendungsgebiet dieser. als minderwertig zu bezeichnenden Stoffe ist aus diesem Grunde bisher nur beschränkt. Es ist nun gefunden worden, daß es gelingt, .den üblen Geruch der hier in Frage kommenden Stoffe zu beseitigen und sie dadurch für die verschiedenartigsten Verwendungszwecke geeignet und wertvoll zu machen. Das vorliegende Verfahren beruht auf der . Entdekkung, daß sich die übelriechenden Verbindungen mit anderen, leicht Kondensationserzeugnisse gebenden chemischen Stoffen unter bestimmten Bedingungen zu wasserlöslichen, geruchlosen Verbindungen vereinigen lassen. Besonders bewährt haben sich zu diesem Zwecke ein- und mehrwertige Phenole und substituierte Phenole; `wie Chlorkresol u. dgl., bei gleichzeitiger Anwesenheit von Formaldehyd oder Ameisensäure.
  • Bei Ausübung des Verfahrens wird durch die wässerigen Lösungen der geruchlos zu. machenden Hydrolysationserzeugnisse in geeigneter Verdünnung unter gewöhnlichem oder erhöhtem Druck in der Wärme ein Strom von Gasen hindurchgeblasen, wie Sauerstoff, Luft, Schwefeldioxyd, Kohlensäure usw., oder deren Mischungen. Die Temperatur und die Dauer des Blasens können schwanken. Am besten bewährt hat sich dabei eine Temperatur von ioo bis i2o° bei einhalb- bis dreistündigem Blasen. Die Anwesenheit geringer Mengen organischer Lösungsmittel, wie Alkohole, Ketone usw., und von Peroxyden, Persalzen oder anderen, die Entstehung von Sauerstoffverbindungen fördernden Körpern, wie pyrophores Eisen, Zink, Zinn oder deren Salzen, kann vorteilhaft sein. Dann werden zu der Mischung die mit anderen Körpern leicht Kondensationserzeugnisse gebenden Stoffe, wie Phenole oder phenolhaltige Stoffe, insbesondere rohe Karbolsäure oder Resorcin in geeigneter Menge und Formaldehyd oder Ameisensäure hinzugesetzt und durch die Lösung ein kräftiger Luftstrom geblasen, bis der üble Geruch verschwunden ist. Durch Anwendung von Druck läßt sich das Verfahren abkürzen. Die auf diese Weise geruchlos gemachten Erzeugnisse sind gleichzeitig auch weniger hygroskopisch geworden.
  • Nach einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens kann die Geruchlosmachung auch während der Hydrolysierung der leimgebenden und sonstigen Eiweißstoffe erfolgen. Ausführungsbeispiel.
  • iooo kg eines Hydrolysationserzeugnisses aus Lederabfällen werden mit iooo kg Wasser unter Erwärmen gelöst. Durch die Lösung wird bei ioo -bis iio° eine halbe bis drei Stunden Sauerstoff, Luft, Schwefeldioxyd oder Kohlensäure geleitet. Dann werden etwa 5o bis ioo kg rohe -Karbolsäure und etwa 5o bis ioo kg einer 25prozentigen Forrrzaldehydlösung hinzugesetzt und .unter Rühren und Rückflußkühlung eine halbe bis drei Stunden auf ioo bis iio° erhitzt, worauf schließlich ein kräftiger Luftstrom durch die Mischung geblasen wird. Die Masse kann bei gewöhnlichem Druck oder im Vakuum bis zur gewünschten Konzentration eingedampft oder auch auf Trockenwalzen getrocknet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Geruchlosmachen von Hydrolysationserzeugnissen von Eiweißstoffen, insbesondere leimgebenden, dadurch gekennzeichnet, daß ihren Lösunger nach Durchleiten von Gasen Kondensationserzeugnisse gebende Stoffe hinzuge. fügt werden .und durch die Mischung eir kräftiger Luftstrom geblasen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i in dei Ausführungsform, daß nach dem Hindurchleiten von Gasen zu den geruchlos z1 machenden Lösungen ein Zusatz vor Formaldehyd gemacht und durch die Mischung ein kräftiger Luftstrom längere Zeit hindurchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch :2 in der Ausführungsform, daß den Lösungen statt Formaldehyd Ameisensäure hinzugesetzt wird.
  4. 4.. Verfahren nach Anspruch i, 2 und 3 in der Ausführungsform, daß den vorher durch Gase geblasenen, geruchlos zu machenden Lösungen ein Zusatz von Phenolen und phenolhaltigen Stoffen gemacht wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q. in der Ausführungsform, daß die Geruchlosmachung während der Hydrolysierung der leimgebenden und sonstigen Eiweißstoffe erfolgt.
DE1919344632D 1919-09-13 1919-09-13 Verfahren zum Geruchlosmachen von Hydrolysationserzeugnissen von Eiweissstoffen, insbesondere leimgebenden Expired DE344632C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941461C (de) * 1942-12-17 1956-04-12 Richard Brunner Dr Ing Verfahren zur Herstellung von stickstoffreichen Nahrungsmitteln, Naehrboeden u. dgl.
DE1031621B (de) * 1956-09-13 1958-06-04 C H Knorr A G Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von ueberschuessiger Salzsaeure bei der Eiweisshydrolyse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE941461C (de) * 1942-12-17 1956-04-12 Richard Brunner Dr Ing Verfahren zur Herstellung von stickstoffreichen Nahrungsmitteln, Naehrboeden u. dgl.
DE1031621B (de) * 1956-09-13 1958-06-04 C H Knorr A G Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von ueberschuessiger Salzsaeure bei der Eiweisshydrolyse

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