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Patronenbehälter mit druckknopfartigem Verschluß. Die Erfindung betrifft
Patronenbehälter mit druckknopfartigem Verschluß und bezweckt die Herstellung einer
Vorrichtung, mittels deren das Öffnen der Klappe nur stattfindet, wenn derselben
eine vorher bestimmte Bewegung erteilt wird. Zu diesem Zweck sind gemäß der Erfindung
die Tasche und ihre Klappe mit einem derartigen Verschlüß versehen, daß die gewöhnliche
Öffnungsbewegung der Klappe durch den Verschluß zwangläufig verhindert wird, während
Bewegung der Klappe in einer bestimmten außergewöhnlichen Richtung Lösung des Verschlusses
veranlaßt und Öffnen der Klappe gestattet. Gemäß der Erfindung ist jede Möglichkeit,
die Klappe durch eine gewöhnliche, zufällige oder absichtliche Öffnungsbewegung
zu öffnen, ausgeschlossen, und sie öffnet sich nur, wenn der Klappe die erwähnte
beabsichtigte außergewöhnliche Bewegung erteilt wird. Die Klappe wird zweckmäßig
mit einer Lasche oder einem Griff versehen, welcher zweckmäßig biegsam ist und durch
welchen der Träger in den Stand gesetzt wird, der Klappe die oben erwähnte regelwidrige
Bewegung in einer bestimmten Richtung zu erteilen, welche Lösung der Verschlußvorrichtung
bewirkt. Zweckmäßig werden hierzu Druckknopfverschlüsse bekannter Art verwendet,
welche aus einem Stift und einer Hülse bestehen, die ineinander greifen können und
darauf nur durch Kippen in. einer vorher bestimmten Richtung gelöst werden können,
deren Trennung durch eine Kippbewegung in irgendeiner anderen Richtung so gut wie
unmöglich ist.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar ist; Abb. i ein Beutel oder eine Tasche in Perspektivansicht ; Abb. 2 und
3 sind Schnittansichten nach den Linien 2-2 bzw. 3-3 der Abb. i ; Abb. 4 ist ein
Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3 ; .
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Abb. 5 ist eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform; Abb.
6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb.5; Abb. 7 ist eine ähnliche Ansicht
einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
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In den Abb. i bis 4 ist die Tasche 13 mit einer Klappe 14 versehen.
Ein Stift 16 ist an der äußeren Seite der Tasche befestigt und ragt von dieser hervor,
und die Klappe 14 ist mit einer Öffnung zur Aufnahme dieses Stiftes und mit einer
Hülse versehen, welche mit dem durch die Klappe hindurchragenden Ende des Stiftes
in Eingriff geraten kann. Der Stift 16 hat eine ringförmige Schulter 17, und die
Hülse ist mit einem aus drei Metallplatten 18, z9, 2o bestehenden Gehäuse versehen,
wobei in der durch die Platten 18 und r9 gebildeten Kammer ein federnder Ring 22
angeordnet ist, dessen beide Enden 21 Klemmfedern
zum Festhalten
des Stiftkopfes bilden.
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Die Klappe 1q. und die weiterhin beschriebene Lasche sind zwischen
die Platten 1,9 und 2o geklemmt, welche für den Durchgang des Stiftkopfes durchlocht
sind.
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Die Klemmfedern 21 sind derart geformt, daß sie an die ringförmige
Schulter 17 des Stiftes 16 angreifen, und jede der Federn hat einen segmentförmigen
Teil, welcher sich dem Umkreise des Stiftes anpaßt, und einen gerade gestreckten
Teil, welcher tangential zu diesem Umkreise liegt. Wenn Druck ausgeübt wird, um
die Hülse in der Richtung des Pfeiles x (Abb. 2 und 3), d. h. in der wirksamen vorher
bestimmten Richtung zu kippen, so wirkt die Schulter 17 als ein Keil, welcher den
tangentialen Teil der Federn 21 nach außen schiebt, bis die Federn außer Eingriff
mit dem Stift gebracht sind.
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Wenn Druck in der entgegengesetzten Richtung ausgeübt wird, welcher
die untere Querkante der Klappe nach außen und oben zu schwingen und die Hülse in
der durch den Pfeil y angedeuteten Richtung zu kippen bestrebt ist, was der üblichen
Schiebebewegung zum Öffnen der Klappe entsprechen würde, so wird diesem Druck durch
den Eingriff der segmentförmigen Teile der Federn mit der ringförmigen Fläche 17
Widerstand geleistet, derart, daß die Klemmfedern nicht außer Eingriff mit dem Stift
kommen.
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Wenn Druck auf eine der beiden senkrechten Kanten der Klappe ausgeübt
wird, welcher bestrebt ist, eine dieser Kanten in horizontaler Richtung nach außen,
d. h. in der durch die Pfeile z, z angedeuteten Richtung von der Tasche fort zu
schwingen, so wird diesem Druck ebenfalls Widerstand geleistet durch den Eingriff
der segmentförmigen Teile der Klemmfedern mit der Ringfläche 17, wobei die Klemmfedern
gleichzeitig unnachgiebig durch die Platten 18 und 1g der Hülse unterstützt werden,
so daß die Klemmfedern nicht außer Eingriff mit dem Stift geraten können.
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Beim Befestigen des Hülsenteiles an der Klappe wird derselbe derart
angeordnet, daß seine wirksame Kippbewegung in der Richtung nach unten und außen
vor sich geht, wie in punktierten Linien in Abb. 2 angedeutet ist, und diese Bewegung,drängt
die untere Querkante der Klappe nach innen gegen die Tasche hin, da die normale
Schiebebewegung der Klappe in der Richtung des Pfeiles y (Abb.2) verhindert ist,
wie bereits gesagt. Hieraus folgt, daß jeglicher Druck auf die untere Querkante
oder eine der senkrechten Kanten der Klappe, der geeignet wäre, der Klappe ihre
übliche Schiebbewegung zwecks Öffnens derselben zu erteilen oder eine der senkrechten
Kanten 'nach außen zu schwingen, zwangläufig verhindert ist; es folgt ferner, daß
die Klappe nicht dadurch geöffnet werden kann, daß man ihre untere Kante erfaßt
und dieselbe nach außen und oben zieht; und daß wirksames Kippen. der Hülse ein
Ausbauchen oder eine Biegung der Klappe nach außen verursachen muß, und mithin eine
außergewöhnliche Bewegung der Klappe zwischen dem Teil, wo _ die Hülse eingesetzt
ist und dem gebogenen oberen Teil der Klappe, wie in punktierten Linien' in Abb.
2, gezeigt ist.
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Damit dies Kippen bequem ausgeführt werden kann, ist ein Handgriff
25 vorgesehen, welcher zweckmäßig aus einer biegsamen Lasche besteht, die mit der
Klappe 14 zusammen zwischen die Platten 1g und 2o geklemmt ist und von der Hülse
nach oben ragt, so daß sie bequem mit zwei Fingern erfaßt und in der Richtung des
Pfeiles x gezogen werden kann.
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Wenn die Tasche gefüllt und die Klappe geschlossen ist, wie aus den
Abb. i und 2 ersichtlich ist, ist die Klappe gewöhnlich ziemlich straff, so daß
es schwierig ist, dieselbe mit den Fingern nach außen zu biegen oder auszubauchen
und die Hülse zu kippen, da kein Teil der Klappe bequem mit einem oder mehreren
Fingern zwecks Biegens der Klappe und wirksamen Kippens der Hülse erfaßt werden
kann. Diese Schwierigkeit wird durch den Handgriff oder die Lasche 25 beseitigt.
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Bei dem in Abb. 5 und 6 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird die Hülse an einer Lasche 25a befestigt, die ihrerseits bei 27 biegsam an einer
Klappe 1q.a befestigt ist, so daß Lasche und Hülse mit Bezug auf die Klappe ausschwingen
können, wie in punktierten Linien in Abb. 6 gezeigt ist. Es ist daher nicht notwendig
die Klappe zwischen ihrer oberen Biegung und der Hülse auszubauchen oder zu biegen,
während die Hülse erfolgreich gekippt wird, da eine schwingende Bewegung der Lasche
25a mit der Hülse nach außen und unten genügt. Die Klappe hat eine Öffnung 28 zur
Aufnahme des Stiftkopfes, die mit den Öffnungen in der Hülse Register hält und durch
eine Öse verstärkt ist.
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Bei dem in Abb. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
die Hülse an einer Lasche 25b befestigt, welche ihrerseits bei 29 biegsam an der
Vorderseite der Tasche selbst anstatt an der Klappe 14b befestigt ist. In diesem
Falle hat die Klappe iqb nur eine Öffnung 28 zur Aufnahme des Stiftes und wird beim
Schließen der Tasche zwischen deren Vorderseite und der Lasche 25b eingeschaltet.
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Bei jedem der beschriebenen Ausführungsbeispiele
der
Erfindung wird der Endteil der Klappe zwangläufig gegen Bewegung nach außen in der
Richtung des Pfeiles y gesichert, und in jedem Falle ist die wirksame Kippbewegung
der Hülse eine, Bewegung nach unten und nach außen und wird durch Ziehen an einem
biegsamen Griff oder einer Lasche in einer vorher bestimmten Richtung bewirkt. Die
Biegsamkeit dieser Lasche ist besonders wichtig, denn wenn derselbe steif wäre,
so könnte irgendein Gegenstand mit ihr derart in Eingriff geraten, daß unbeabsichtigt
ein Zug in der Richtung des Pfeiles y ausgeübt würde, welcher stark genug sein könnte,
um die Klappe freizugeben. Wirksames Ziehen an der biegsamen Lasche kann nur ausgeübt
werden, wenn die Lasche zwischen einem Finger und dem Daumen erfaßt wird.
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Bei jedem der beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung ist
die Hülse biegsam mit der Tasche verbunden, und das biegsame Verbindungsmittel besteht
entweder#7aus der Klappe =q. (Abb. i und 2), aus der Lasche 25'
und der Klappe
=4.a (Abb. 5 und 6), oder aus der Lasche 25a.
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Die Erfindung ist nicht auf die Lage des Stiftes mit Bezug auf die
Tasche beschränkt, da, wie leicht begreiflich ist, der Stift an der Klappe und die
Hülse an der Tasche selbst angebracht werden könnten, wobei dann der Stift gekippt
werden müßte an Stelle der Hülse.
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Die Erfindung ist offenbar nicht auf den besonderen, hier dargestellten
und beschriebenen Verschluß beschränkt. Man kann zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses
einen beliebigen geeigneten Verschluß verwenden, welcher aus einem inneren und einem
äußeren Teile besteht.