DE326905C - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Glasroehren mit der Glasblaeserlampe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Glasroehren mit der Glasblaeserlampe

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DE326905C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/11Reshaping by drawing without blowing, in combination with separating, e.g. for making ampoules

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Glasröhren mit der Glasbläserlampe. Zur Bearbeitung von Glasröhren an Gebläselampen oder -brennern gehört eine besondere Geschicklichkeit, da es sich hierbei bekanntlich nur um reine Handarbeit handelt. Angenommen, es sollen Röhren mit Böden hergestellt werden, wie man dieselben z. B. als Tablettengläser benutzt. Es werden in diesem Falle Glasröhren geschnitten, deren Länge zwei dieser Tablettengläser entspricht. Aus diesen Rohrstücken werden zwei Gläser gebildet, indem man diese Rohrstücke in der Mitte durchschmilzt unter gleichzeitigem Drehen innerhalb der Flamme. Der Glasbläser hat also darauf zu achten, daß die Bodenbildung in der Mitte des Rohrstückes vor sich geht, damit die sich bildenden Gläser mit Böden gleiche Länge haben. Wenn nicht vor der Bearbeitung diese Mittelstelle angezeichnet wird, so kommt es häufig vor, daß die beiden Gläser nicht die gleiche Länge haben, also das Rohrende ist nicht in der Mitte durchgeschmolzen. Beim Anformen von Hälsen an die Röhren muß genau auf den Ansatz des Halses zur Fläschchenbildung geachtet werden und auch in diesem Falle muß der Glasbläser sein Meßinstrument ständig zur Hand haben, wodurch das .gleichmäßige Bearbeiten des Werkstücks in der Flamme natürlich beeinträchtigt wird.
  • Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren, durch welches die Bearbeitung der Glasröhren ganz wesentlich erleichtert wird, und zwar ist es nicht -mehr nötig, die Glasröhren an den zu bearbeitenden Stellen irgend= wie anzuzeichnen. Der Glasbläser hat nicht mehr nötig, sie sich an jedem einzelnen zu bearbeitenden Rohre abzumessen, er kann ununterbrochen arbeiten und hat sein Augenmerk nur auf das Werkstück während der Bearbeitung zu richten. Es ist wohl einleuchtend, daß die Leistungsfähigkeit des Arbeiters hierdurch wesentlich erhöht und die Arbeit vereinfacht wird, so daß auch ungelernte Arbeiter leicht die Bearbeitung von Glasröhren erfassen können.
  • Das Verfahren zur Erleichterung der Bearbeitung besteht darin, daß mittels durch den Fuß zu betätigender Anzeigevorrichtungen die zu bearbeitenden Stellen der Glasröhren im Moment der Bearbeitung gekennzeichnet werden, ohne daß hierbei eine Behinderung in der Bearbeitung stattfindet. Dieses Kennzeichnen der zu bearbeitenden Stellen erfolgt durch einfaches Hinweisen der Anzeigevorrichtungen, so daß der Glasbläser unwillkürlich gezwungen ist, auf diese Stelle die Flamme seiner Lampe wirken zu lassen.
  • In der Zeichnung läßt sich das Verfahren an Hand von schematisch dargestellten Einrichtungen genau verfolgen.
  • In der Fig. z ist eine Glasröhre a dargestellt, welche mittels der Flamme b in der Mitte c auseinandergeschmolzen werden soll zwecks Bildung je eines Bodens an den Rohrteilen. Das Glasrohr a soll also 2 Tablettengläser gleicher Länge ergeben. Es gehört ein gutes Augenmaß dazu, um das Rohr a genau in der Mitte auseinander zu schmelzen, wenn nicht ein Anzeichnen vorher erfolgt ist. Durch das vorherige Anzeichnen werden die Gläser verteuert und wenn der Glasbläser im Augenblick der Bearbeitung das Abmessen vornimmt, wird seine Leistungsfähigkeit herabgesetzt.
  • Nach dem Verfahren soll nun durch eine Anzeigevorrichtung, die den Arbeiter bei der Bearbeitung nicht hindert, im Augenblick der Bearbeitung die Mitte angezeigt werden. Die Gebläselampe oder der Brenner steht unverrückbar vor dem Arbeiter. In einiger Entfernung vor ihm ist die Anzeigevorrichtung aufgestellt, welche im. gezeichneten Ausführungsbeispiel aus drei auf einer Welle d angeordneten Doppel-` hebeln e, f und g besteht. Diese Hebel sind mit Gegengewichten h versehen. Das dem Arbeiter und der Lampe zugerichtete Ende eines jeden Hebels ist spitz ausgezogen und gekrümmt. Die Bewegung der Welle d mit den Hebeln erfolgt durch eine Fußplatte i mit Zugschnur k. Die Hebel sind in ihrem Abstand voneinander auf der Welle d leicht verschiebbar. Es werden zuerst die Hebel e und g entsprechend der Länge des Glasrohres a eingestellt und sodann der Hebel f genau in die Mitte gerückt. Will nun der Arbeiter das Glasrohr a (Fig. i) in der Mitte bei c durchschmelzen, so bringt er es in den Bereich der Flamme b, gleichzeitig hierbei auf den Fußtritt i drückend. Infolgedessen bewegen sich die Hebel nach der Flamme zu auf das Glasrohr und kennzeichnen im Moment genau den Mittelpunkt, an welchem das Durchschmelzen stattzufinden hat. Die Anzeigevorrichtung geht dann durch die Gegengewichte in ihre Ursprungslage wieder zurück. Das Glasrohr muß also genau in der Mitte durchgeschmolzen sein, da die Spitze des Hebels f auf die Mitte hinwies, während die Spitzen der Hebel e und g genau auf die beiden Endpunkte des Glasrohres zeigten.
  • Bei der Einrichtung gemäß Fig. 3 ist keine Anzeigevorrichtung für die Mitte vorgesehen, sondern es wird durch Betätigung des Fuß-. hebels l einewinklig gebogene Anzeigestange m heruntergezogen, welche dem Glasbläser als Anschlag für z. B. das linke Ende des Glasrohres a dient. Da der Brenner feststeht und der Anschlagwinkel m gegenüber der Flamme b derartig eingestellt ist, da.ß sein Abstand von dem Brenner der halben Länge des Glasrohres a entspricht, so muß also auch auf der richtigen Mittelstelle das Durchschmelzen stattfinden. Sowie dieser Arbeitspunkt durch die Schmelzwirkung der Flamme .festgelegt ist, wird der Fußtritt l freigegeben und durch Einwirkung einer Feder n geht der Anschlagwinkel m in die Höhe aus dem Bereich der Hand und der Röhre a. Die Einstellung der Entfernung gegenüber der Flamme b erfolgt durch Links- oder Rechtsschwenkung des Anschlagarmes m mit seinem Halter o.
  • Wie bereits ausgeführt, ist das Anzeigeverfahren bei jeder Bearbeitung von Glasröhren verwendbar, bei welchem die Röhren an bestimmten Stellen, die- durch Messung sonst festgelegt werden müssen, behandelt werden sollen. Natürlich ist dieses Anzeigeverfahren auch für Glasstäbe in gleicher Weise anwendbar.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE, i. Verfahren zur Bearbeitung von Glasröhren mit der Glasbläserlampe, dadurch gekennzeichnet, daß die richtige Lage der Glasröhre zum Brenner und -der zu bearbeitenden Stellen an der Glasröhre im Augenblick des Beginns der Bearbeitung durch eine mit dem Fuß zu betätigende Anzeige- " vorrichtung kenntlich gemacht werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch drei zum Brenner (mit Flamme b) einzustellende Anzeigespitzen (e, f, g), von denen zwei die richtige Stellung der Endpunkte des Werkstückes bezeichnen, während die mittlere auf die zu bearbeitende Stelle hinweist.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch einen Anschlag (m) mit einstellbarem Abstande von dem Brenner, welcher die Lage des einen Glasrohrendes so festlegt, daß die Flamme genau auf die vorgeschriebene Stelle des Glasrohres wirken muß.
DE1919326905D 1919-10-05 1919-10-05 Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Glasroehren mit der Glasblaeserlampe Expired DE326905C (de)

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