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Schließvorrichtung für Fenster, insbesondere für Wohnwagen-,
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Wohnmobil-, Bootsfenster und ähnliche Die Erfindung bezieht sich auf
eine Schließvorrichtung für Fenster, insbesondere solche für Wohnwagen, Wohnmobile,
Boote und ähnliches.
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Schließvorrichtungen speziell für Fenster von Wohnwagen, Wohnmobilenund
ähnlichem müssen das Fenster nicht nur in der Stellung vollständigen Schließens,
sondern auch in der Belüftungsstellung während der Reise dieser Fahrzeuge so sichern,
daß es in dieser Stellung unverrückbar festgehalten wird und nicht zu weit nach
außen vorstehen kann.
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Es sind Vorrichtungen dieser Art bereits bekannt, die beispielsweise
aus einem Bolzen in Form einer Schraube oder eines Griffs bestehen, der am Glas
des Fensters befestigt ist und mit einer Halteplatte in Eingriff gelangen kann,
die an die Wand geschraubt ist, in die das Fenster selbst eingesetzt wird. Der Bolzen
kann einen U-förmigen Ansatz aufweisen, der einen Vorsprung der Halteplatte in der
Belüftungsstellung umfaßt oder in vollkommen geschlossener Stellung des Fensters
hinter den genannten Haltevorsprung zu sitzen kommt. Bei anderen Ausführungsformen
ist der Ansatz des Bolzens in Form eines
einfachen Vorsprungs ausgeführt,
während die Platte einen U-förmigen Ansatz aufweisen kann, in den der Ansatz des
Bolzens in der Belüftungsstellung eingreift und den dieser in vollständig geschlossener
Stellung des Fensters freigibt. Darüber hinaus ist vorgesehen eine Feder zum Freigeben
des Bolzens für das öffnen oder Schließen des Fensters.
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Schließvorrichtungen dieser Art wurden früher aus metallischen Teilen
hergestellt, im allgemeinen aus verchromten, die den Nachteil geringer Zuverlässigkeit,
langer Montagezeiten und hoher Kosten aufwiesen.
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Aus diesen Gründen hat sich die Wohnwagenindustrie wie auch die Automobilindustrie
Vorrichtungen aus Kunststoff zugewandt, die leichter herzustellen und zu montieren
sind und geringere Kosten verursachen. Es blieb aber immer noch das Problem der
metallischen Sperrfeder zu lösen, die infolge Korrosion und Materialermüdung leicht
hemmte und so das Betätigen der Vorrichtung erschwerte.
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Seit kurzem sind im Handel Schließvorrichtungen erhältlich, die ganz
aus Kunststoff hergestellt sind, nicht aber das Festsetzen des Fensters in der Belüftungsstellung
ermöglichen und somit nur zum Schließen des Fensters dienen.
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Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtungen besteht darin, daß der
Hersteller, beispielsweise der Wohnwagenhersteller, die heikle Arbeit des Einsetzens
des Bolzens in die Glasscheibe mit den entsprechenden Dichtungen und der Halteplatte
an der dafür verbindlich vorgeschriebenen Stelle der Karosserie durchführen muß,
wobei er die Befestigungsstellen mit geeigneten Oberflächenbehandlungen vorzubereiten
hat.
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Zudem werden während der Fahrt des Fahrzeugs die Schließvorrichtungen
Vibrationen und leichten Relativbewegungen zwischen ihren Teilen ausgesetzt, die
Abnutzung und Ausweitung speziell der an der Wohnwagenwand befestigten Halteplatten
mit sich bringen, zumal da diese Wand wegen ihrer konstruktiven Beschaffenheit bekanntermaßen
keine massiven Befestigungsstellen bietet, weshalb zwischen die beiden Laminate
der Wand, wo sich aufgeschäumtes Material befindet, hölzerne Einsatzstücke oder
Dübel angebracht werden müssen.
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Ein ähnlicher Effekt ist auch beim Betätigen der Vorrichtung zum öffnen
oder Schließen des Fensters insoweit festzustellen, als der Eingriff oder das Außereingriffbringen
des Griffes auf die Platte eine Hebelwirkung überträgt, wobei sich die Befestigungspunkte
der letzteren an der in Sandwich-Bauweise ausgeführten Wand des Wohnwagens oder
eines ähnlichen Geräts entfernen.
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Ein Teil dieser Nachteile wird durch den Fensterrahmen beseitigt,
der in der I-Pat.-anmeldung Nr. 49063-A/81 der gleichen Anmelderin beschrieben ist.
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Zweck der Erfindung ist es deshalb, die weiteren Nachteile zu beseitigen
und zu diesem Zweck eine Schließvorrichtung für Fenster, speziell für Wohnwagen,
Wohnmobile, Boote und ähnliches Gerät zu schaffen, die keine Freigabe feder aufweist
und deshalb frei von metallischen Teilen ist, die keiner Reibung zwischen ihren
Teilen ausgesetzt ist und betätigt werden kann, ohne daß sich dabei Hebelwirkungen
zwischen den Befestigungspunkten zeigen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird mit einem Kniegelenk ausgeführt
und besteht aus einem ersten Teil, der zur Befestigung an der Glasscheibe des Fensters
bestimmt ist, einem als Betätigungsgriff dienenden Teil, der an den festen Teil
mit Hilfe von zwei Plättchen angelenkt ist, von denen eins einen Ansatz aufweist,
der das Fenster in der Belüftungsstellung sowie in vollständiger Schließstellung
festsetzen kann, indem er in eine geeignete Halterung am Rahmen der Platte eingreift.
In der erwähnten 1-Patentanmeldung Nr. 49063-A/81 der gleichen Anmelderin ist ein
Rahmen beschrieben, der mit einem geeigneten Rand versehen ist; dieser dient als
Halterung für die erfindungsgemäße Schließvorrichtung.
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Die erfindungsgemäße Kniegelenkvorrichtung besteht in ihrer mechanischen
Zusammensetzung aus einem angelenkten Viereck, das eine feste Seite und drei gelenkig
befestigte bewegliche Seiten aufweist.
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Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie deren konstruktive
und funktionelle Einzelheiten gehen aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform
hervor, die in den beigehefteten Zeichnungen als Beispiel veranschaulicht ist; in
diesen Zeichnungen ist: Fig. 1 eine Draufsicht der Vorrichtung, die am unteren Rand
der Glasscheibe in vollständiger Schließstellung des Fensters angebracht ist; Fig.
2 . ist eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig. 1 Fig. 3 zeigt das Fenster
in Schließstellung mit geöffneter Vorrichtung; Fig. 4 zeigt das Fenster mit in Belüftungsstellung
festgesetzter Vorrichtung; Fig. 5 ist eine perspektivische Teilansicht der in Belüftungsstellung
festgesetzten und am seitlichen Rand der Scheibe befestigten Vorrichtung; Fig. 6
ist eine perspektivische Ansicht der auseinandergezogenen Teile der Vorrichtung.
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Wie aus Figuren 1 und 2 ersichtlich, besteht die am unteren Rand der
Scheibe angebrachte erfindungsgemäße Kniegelenkvorrichtung aus einem festen Teil
1, der fest mit der Scheibe 2 des Fensters mittels Schrauben, die in der Zeichnung
nicht dargestellt sind und von innen in eine außen liegende Platte 3 geschraubt
werden, fest verbunden ist, und aus einem Griffteil 4, das an den festen Teil 1
mittels zweier seitlichen Teile 5 und 6 angelenkt ist. Der seitliche Teil 5 hat
die Form eines Plättchens mit zwei Paar Gelenkbolzen 7 und 8, die mit dem festen
Teil 1 bzw. dem Griffteil 4 verbolzt sind. Das Seitenteil 6 ist gleichfalls mit
dem festen Teil 1 und mit dem Griffteil 4 verbolzt und hat die Form einer Platte
mit zwei Ansätzen 6' und 6", die nach außen gebogen sind und zwischen ihnen ein
U-förmiges Teil bilden, das mit dem unteren Rand 11 des Innenrahmens 12 des Fensters
in Eingriff gelangen kann; zudem hat die Platte einen ins Innere der Vorrichtung
gebogenen Ansatz 6all, dessen Ende die größte Öffnung des Griffteils 4 der Vorrichtung
bestimmt.
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In Figur 2 ist deutlich zu erkennen, wie der Ansatz 6" zum Schließen
des Griffteils 4 die Scheibe 2 unverrückbar fest gegen die Dichtung 13 hält, die
am Außenrahmen 14 des Fensters vorgesehen ist.
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In Figur 3 ist die Scheibe 2 zu erkennen, die gegen die Dichtung 13
des Außenrahmens 14 angedrückt ist, wäh-
rend die Kniegelenkvorrichtung
sich noch in voll geschlossener Stellung befindet. Tatsächlich ist der Griffteil
4 im Punkte größter Öffnung, bestimmt durch den Anschlag des Endes des Ansatzes
6"' gegen die Innenfläche des festen Teils 1, vollständig geöffnet. Dreht man den
Griff entgegen dem Uhrzeigersinn in Figur 3 um die Gelenkbolzen 10 der U-förmigen
Platte, stützt sich der Ansatz 6" auf den Rand 11 des Innenrahmens 12 und bewirkt,
daß die Scheibe 2 fest gegen die Dichtung 13 zu liegen kommt.
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Figur 4 zeigt die Schließvorrichtung in Belüftungsstellung, in der
das U-förmige Teil 6 mit seinen Ansätzen 6' und 6" den Rand 11 des Innenrahmens
12 umfaßt und dabei das Fenster leicht geöffnet läßt. Die Glasscheibe 2 befindet
sich in einem Abstand zu Dichtung 13, gegen die sie in vollständig geschlossener
Stellung anliegt.
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In Figur 5 ist eine perspektivische Teilansicht des Fensters dargestellt,
in der die Glasscheibe 2 sowie der Innenrahmen 12 und der Außenrahmen 14 miteinander
in Montagestellung an der Wand des Fahrzeugs verbunden sind.
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Die Glasscheibe 2 befindet sich in Belüftungsstellung, in der das
U-förmige Teil den Rand 11 des unteren Rahmens 11 umfaßt. Die Schließvorrichtung
ist am seitlichen Rand der Glasscheibe 2 befestigt. In diesem Fall werden im allgemeinen
zwei Vorrichtungen benötigt, und zwar jeweils eine an der entgegengesetzten Seite,
und bei Fenstern mit
größeren Abmessungen kann außer den beiden
seitlichen Schließvorrichtungen eine dritte Vorrichtung am unteren Rand der Glasscheibe
in Mittelstellung angebracht werden, um ein einwandfreies Schließen des Fensters
sicherzustellen. Wie aus Figur 5 ersichtlich, ist in der Schließvorrichtung ein
Sitz zur Aufnahme eines Endes 16 einer Teleskopstange 15 vorgesehen, die für Anwendungen
dieser Art bekannt ist und deren anderes Ende 17 schwenkbar am oberen inneren Seitenteil
des Innenrahmens 12 befestigt ist, um eine größere Öffnung des Fensters zu ermöglichen
und es in dieser Stellung mit Hilfe einer Sperrmuffe 18 festzusetzen, die die teleskopartig
gleitbare Stange in der Stellung verriegelt, die dem erwünschten Offnungsgrad des
Fensters entspricht.
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Figur 6 zeigt die erfindungsgemäße Kniegelenkvorrichtung in auseinandergezogener
Ansicht. Der feste Teil 1 wird an der Glasscheibe des Fensters mit Hilfe der Schrauben
19 angebracht, die durch Löcher 20 in der Platte 1 und entsprechende Löcher der
Glasscheibe hindurchgehen und in die Sitze 21 der Außenplatte 3 geschraubt werden.
Die Platte 5 weist Gelenkbolzenpaare 7 und 8 auf, die in entsprechende Löcher 7'
des festen Teils 1 und des Griffteils 4 eingreifen, und dementsprechend weist die
U-förmige Platte 6 Gelenkbolzen 9 und 10 auf, die in entsprechende Löcher 9' des
festen Teils 1 und 9" des Griffteils 4 eingreifen. Alle miteinander ver-
bundenen
Teile bilden die Kniegelenkvorrichtung, bestehend aus einem angelenkten Viereck,
das so bemessen ist, daß der U-förmige Teil den Rand 11 des Innenrahmens 12 mit
einer leichten Schnappbewegung umfaßt oder freigibt.
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Zwar ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in ihrer Anwendungsform
in Verbindung mit einem Rahmen gemäß der Patentanmeldung Nr. 49063-A/81 beschrieben
worden, der als Halteteil für den U-förmigen Teil den Rand 11 hat, doch versteht
es sich von selbst, daß sie auch mit herkömmlichen Halteplatten verwendet werden
kann, wie sie bisher für Schließvorrichtungen dieser Art Anwendung gefunden haben.
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Aus den obigen Ausführungen geht deutlich hervor, daß die erfindungsgemäße
Kniegelenkvorrichtung den Vorteil einer leichten Montage, eines bequemen Betätigens
und einer hohen Zuverlässigkeit bietet, insbesondere dann, wenn sie für Fenster
gebraucht wird, die in den Rahmen gemäß Patentanmeldung Nr. 49063-A/81 der gleichen
Anmelderin benutzt wird, da sie dann die Montage des Halteblechs in der dafür verbindlichen
Stellung überflüssig macht und damit gleichzeitig auch die anderen zuvor erwähnten
Nachteile derartiger Platten ausschaltet.
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Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform
beschrieben worden, doch ist es selbstverständlich möglich, daran verschiedene konstruktive
Änderungen vorzunehmen, die vom Schutzumfang dieser Erfindung umfaßt sein sollen.
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