DE3143669A1 - Schaltung zum messen des effektivwertes einer wechselspannung - Google Patents

Schaltung zum messen des effektivwertes einer wechselspannung

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Description

  • Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer
  • Wechselspannung Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung laut Oberbegriff des Hauptanspruches.
  • Zum Messen des Effektivwertes U einer Wechselspannung werden bisher stets Schaltungen benutzt, die zwei getrennte Gleichrichterkreise mit quadratischer Ausgangs-Eingangs-Kennlinie, meist thermische Gleichrichterelemente. , aufweisen, wobei dem einen Gleichrichterkreis eine Referenzwechselspannung zugeführt wird, die durch einen Regelkreis solange geändert wird, bis beide Gleichrichterkreise gleiche Ausgangsspannungen ergeben. Der Effektivwert der Referenzwechselspannung ist dann im Idealfall gleich dem Effektivwert der zu messenden Wechselspannung, die am anderen Gleichrichterkreis anliegt und die unmittelbar an einer linearen Skala zur Anzeige gebracht wird. Diese bisher üblichen Effektivwert-Gleichrichterschaltungen besitzen den Nachteil, dass der Regelkreis relativ langsam einschwingt und die Einschwingzeit von der angelegten Eingangsmeßspannung abhängt, selbst wenn alsGleichrichterelemente jeweils Feldeffekttransistoren benutzt werden, deren Kanal als Gleichrichter geschaltet ist (nach DE-AS 23 29 579). Die erreichbare Genauigkeit ist, bedingt durch die Drift des Gleichspannungsverstärkers und die Abweichung der beiden Gleichrichterkennlinien zueinander, auf etwa 0,3% beschränkt.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schaltung zum Messen des Effektivwerts einer Wechselspannung zu schaffen, die diesen Nachteil vermeidet und in einem breiten Frequenzbereich die schnelle und genaue Effektivwertmessung ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Schaltung laut Oberbegriff des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass für ein Halbleiter-Gleichrichterelement zwischen Eingangsspannung ue und Ausgangs spannung ua folgende allgemeine Beziehung besteht: (1) ua = uao + bue2 + cue4 + due6 + eue8 Für sinusförmige Eingangsspannungen (2) ue = ffi2U sin Qdt bei denen U der Effektivwert ist, gilt für den Mittelwert ua der Ausgangsspannung die Beziehung Der Mittelwert der Ausgangsspannung kann durch bekannte digitale Meßschaltungen als Digitalwert gemessen werden und daraus kann also nach der Formel (3) der Effektivwert U errechnet werden, wenn die Kennlinienwerte uao,b,c,d usw. bekannt sind. Nach der Erfindung werden diese Kennlinienwerte durch eine vorangehende Referenzspannungsmessung über das Halbleiter-Gleichrichterelement wiederum digital gemessen und in einem Mikroprozessor gespeichert, durch den dann anschliessend beim digitalen Messen der angelegten Wechsel- spannung nach obiger Beziehung der Effektivwert errechnet und digital angezeigt wird. Zur Bestimmung der Kennliniendaten ist es nur nötig, entsprechend viele unterschiedliche Referenzspannungen anzulegen, um entsprechend viel unterschiedliche Gleichungen zu erhalten, aus denen dann die Kennliniendaten errechnet werden können.
  • Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, als Halbleiter-Effektivwert-Gleichrichter eine aus Feldeffekttransistoren aufgebaute Schaltung zu verwenden, wie sie in der DE-AS 23 29 579 beschrieben ist. Für diese spezielle Effektivwertgleichrichterschaltung gilt nämlich bei Einhaltung bestimmter Aussteuerungsgrenzen wiederum für sinusförmige Eingangsspannungen für den Mittelwert der Ausgangsspannung die vereinfachte Gleichung: (4) 7 = uao + bU2 + c32U4 Für solche Gleichrichterelemente müssen also nur drei Kennliniendaten uao, b und c durch entsprechende Referenzspannungsmessungen bestimmt werden, wobei der Koeffizient c, der die Abweichung von der quadratischen Kennlinie erfasst, relativ klein ist und für Abschnürspannungen von 1 bis 1,5 Volt und Spannungen kleiner als 0,4 Volt gilt: (5) cU4 < 0,01 bU2 Dieser Koeffizient kann also als konstant vorausgesetzt werden.und es genügt, ihn nur einmalig zu bestimmen. Er kann u.U. auch ganz vernachlässigt werden, so dass nur die beiden Koeffizienten uao und b durch zwei Referenzspannungsmessungen bestimmt werden müssen. uao ist zeitabhängig und temperaturabhängig, b im wesentlichen nur temperaturabhängig. Es ist deshalb zweckmässig, einen diese Koeffizienten oder beide zyklisch wiederholt durch entsprechende Referenzspannungsmessungen zu bestimmen, um die Schaltung möglichst stabil und temperaturunabhängig zu machen.
  • Die Referenzspannungsmessung erfolgt vorzugsweise durch Anlegen von symmetrischen Rechteck-Wechselspannungen (6) ue = + U -wobei U wiederum der Effektivwert ist. Für solche Rechteck-WechseAspannungen gilt für den Mittelwert der Ausgangsspannung des Effektivwertgleichrichters die vereinfachte Formel (7) 7 = u + bU2 + cU4 a ao Für die Referenzspannungsmessung wird deshalb vorzugsweise diese vereinfachte Beziehung berücksichtigt, d.h. durch Verwendung von Rechteck-Referenzspannungen können nach dieser vereinfachten Beziehung (7) auf einfache Weise die Kennlinienkoeffizienten errechnet und gespeichert werden.
  • Da auch für ein Gleichrichterelement mit der vereinfachten Beziehung nach Formel (4) noch drei Koeffizienten zu bestimmen sind, müssen auch drei Referenzspannungsmessungen durchgeführt werden. Die erste Referenzspannungsmessung erfolgt vorzugsweise mit der Referenzspannung Null, da hierdurch sofort der Koeffizient uao erhalten wird, der dann inden Mikroprozessor eingespeichert wird. Bei der zweiten Referenzspannungsmessung wird der Effektivwert U der Rechteckwechselspannung etwa so-gross gewählt wie für Vollausschlag der zu messenden Eingangsspannung nötig ist, d.h. es wird ein möglichst grosser Referenzspannungswert gewählt, um diese Messung möglichst genau zu machen. Für die dritte Referenzspannungsmessung wird der Effektivwert der Rechteckwechselspannung etwas kleiner oder grösser als bei der zweiten Referenzspannungsmessung gewählt, besonders vorteilhaft ist es das Verhältnis der dritten Referenzspannung zur zweiten Referenzspannung auf festzulegen.
  • Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Beziehung zur Berechnung des Koeffizienten c. Da der Koeffizient c die Messung relativ schwach beeinflusst, genügt es, diese Grösse nur einmal zu bestimmen, beispielsweise durch den Aufruf eines speziellen Service-Programms. Die anderen beiden Koeffizienten Uao und b sind hingegen stark temperaturabhängig und werden wie gesagt vorzugsweise zyklisch erfasst, beispielsweise alle 10 Sekunden. Wie aus Gleichung (7) ersichtlich ist, genügen für diese zyklischen Bestimmungen bei bekanntem Koeffizienten c jeweils zwei Messungen, um über zwei Gleichungen die beiden Unbekannten uao und b zu bestimmen. Zweckmässigerweise wird hierzu die erwähnte Nullspannungsmessung und die Messung mit einer Vollausschlag ergebenden Referenzspannung gewählt.
  • Aus Gleichung (4) und (7) ergibt sich, dass über den Koeffizienten c auch für ein mit Feldeffekttransistoren aufgebautes Effektivwertgleichrichterelement für Eingangsspannungen mit gleichem Effektivwert jedoch unterschiedlicher Kurvenform etwas unterschiedliche Ausgangsspannungswerte entstehen. Streng-genommen müsste für jede Kurvenform eine andere Auswertegleichung benutzt werden.
  • Da im allgemeinen jedoch nur für sinusförmige Ausgangsspannungen eine hohe Messgenauigkeit gefordert ist, ist es ausreichend, bei der Rechnung nur nach der Beziehung (4) zu verfahren. Die Referenzspannungsmessung kann nach Gleichung (7) mit symmetrischen Rechteck-Wechselspannungen sehr genau durchgeführt werden.
  • Eine erfindungsgemässe Effektivwert-Meß schaltung besitzt hohe Messgenauigkeit und vor allem schnelles Einschwingverhalten, da kein Regelkreis mit Referenzspannungsvergleich vorgesehen ist wie bei den eingangs erwähnten bekannten Schaltungen. Die Kennlinienabweichungen des Gleichrichters werden vielmehr durch Messung am gleichen Gleichrichter bestimmt und errechnet und bei der anschliessenden eigentlichen Messung berücksichtigt. Es ist also nur ein Gleichrichter nötig.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
  • Die Figur zeigt das Prinzipschaltbild einer erfindungsgemässen Schaltung zum Messen des Effektivwertes U einer am Eingang E angelegten Wechselspannung us, die über einen Schalter 1 und einen Hochpass 2 sowie einen Gegentaktverstärker 3 einem aus Halbleiterbauelementen aufgebauten Effektivwertgleichrichter 4 zugeführt wird, dessen Ausgangsspannung über einen Differenzverstärker 5 soweit verstärkt wird1 dass sie mit bekannten Messeinrichtungen zum digitalen Messen einer Spannung ausgewertet werden kann. Der Hochpass 2 trennt einen eventuellen Gleichspannungsanteil der Meßspannung. ab. Der Effektivwertgleichrichter 4 wird über die beiden gegenphasigen Ausgänge des Gegentaktverstärkers 3 angesteuert, der Effektivwertgleichrichter 4 ist als Gegentakt-Effektivwertgleichrichterschaltung nach DE-AS 23 29 579 aus Feldeffekttransistoren aufgebaut. Dem Differenzverstärker 5 ist ein Tiefpassfilter 6 nachgeschaltet, das die der gleichgerichteten Ausgangs spannung ua überlagerten Wechselspannungskomponenten unterdrückt. Die Grenzfrequenz dieses Tiefpassfilters 6 ist so bemessen, dass bei der niedrigsten Frequenz der zu messenden Eingangs spannung noch eine ausreichende Unterdrückung solcher Wechselspannungskomponenten vorhanden ist. Da sich dann u.U. sehr lange Einschwingzeiten ergeben, ist die Grenzfrequenz vorzugsweise umschaltbar, so dass für hohe Frequenzen, beispielsweise grösser als 1 KHz, Einschwingzeiten von etwa 25 ms erreicht werden. Ausserdem ist dieses Tiefpassfilter vorzugsweise mehrpolig und auf optimales Einschwingen dimensioniert. Mehrpolige Filter haben gegenüber einpoligen Filtern den Vorteil, dass sie, vereinfacht gesagt, bei gleicher Dämpfung schneller einschwingen. Am Ausgang dieses Tiefpassfilters 6 entsteht der Mit- telwert ua der gleichgerichteten Ausgangsspannung, die über den Schalter 7 an den einen Eingang eines Komparators 8 geführt wird. Dem anderen Eingang des Romparators 8 wird die Ausgangs spannung eines Digital-Analog-Wandlers 9 als Referenzspannung zugeführt. Dieser Digital-Analog-Wandler 9 wird über einen Mikroprozessor 21 gesteuert.
  • Die Schaltungsteile 8,9 und 21 bilden einen bekannten nach dem Prinzip der sukzessiven Approximation arbeitenden Analog-Digital-Wandler, mit dem der Mittelwert 7 dia gital gemessen wird. Diese Messung kann sehr schnell, beispielsweise in 1.ms erfolgen und steht dann zu weiterer Verarbeitung im Mikroprozessor 21 zur Verfügung. Für diese Digitalisierung des Spannungsmittelwertes kann natürlich auch jede andere bekannte Anal«Digital-Wandlerschaltung verwendet werden, beispielsweise ein vom Mikroprozessor triggerbarer Analog-Digital-Wandler.
  • Im Mikroprozessor -21 wird aus dem digital gemessenen Mittelwert ua nach der Beziehung (4) der gewünschte Effektivwert errechnet und zwar nach der Näherungsgleichung Zu diesem Zweck werdenin einer vorhergehenden Referenzspannungsmessung die Gleichungskoeffizienten uao, b und c gemessen und im Mikroprozessor 21 gespeichert. Dies geschieht mit einer zusätzlichen Referenzspannungsquelle zum Erzeugen von verschiedenen Referenzspannungen. Nachdem drei Koeffizienten zu bestimmen sind, müssen auch drei entsprechende Referenzspannungen zur Verfügung stehen. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Referenzspannungsquelle eine hochstabile Gleichspannungsquelle 10, aus der über einen Spannungsteiler 11 zwei hochstabile Gleichspannungswerte abgeleitet werden, die über einen Wählschalter 14 einem Zerhacker 15 zuführbar sind, der seinerseits über einen Rechteckgenerator 16 gesteuert ist. Der Wählschalter 14 und ein Schalter 22 sind wiederum unmittelbar über den Mikroprozessor 21 gesteuert.Am Ausgang des Zerhackers 15 können so zwei Rechteck-Wechselspannungen U1 und U2 erzeugt werden, deren Amplituds unmittelbar proportional sind den beiden im Spannungsteiler 11 erzeugten stabilen Gleichspannungswerten.
  • Diese Rechteck-Wechselspannungen U1 und U2 können als Referenzspannungen über einen Trennverstärker 17 und einen Spannungsteiler 18 bei geschlossenem Schalter 19 über den Hochpass 20 dem Eingang des Gegentaktverstärkers 3 zugeführt werden. Aus Genauigkeitsgründen ist die zu zerhackende Gleichspannung relativ gross gewählt, damit Linearitätsfehler des Zerhackers möglichst klein gehalten werden. Da im allgemeinen der Nennwert der Eingangsspannung am Gegentaktverstärker 3 bei Gleichrichterschaltungen dieser Art nur einige mV beträgt, ist zur Teilung der Referenzwechselspannung der einstellbare Spannungsteiler 18 vorgesehen.
  • wechsel Als dritter Referenzspannungswert dient eine Referewzspannung UO = Null. Zu diesem Zweck kann der Generator 16 über den vom Mikroprozessor 21 gesteuerten Schalter 22 abgeschaltet werden. Natürlich kann diese Referenzspannung Null auch auf andere Weise erzeugt werden, beispielsweise durch Auftrennen des zum Verstärker 3 führenden Referenzspannungskreises.
  • Mit den drei Referenzspannungswerten UO,U1 und U2 können nach der Gleichung 7 die Koeffizienten uaOr b und c ermittelt werden. Zu diesem Zweck wird über den Mikroprozessor 21 der Schalter 1 geöffnet und der Schalter 19 geschlossen.
  • Zunächst wird die Referenzspannung UO durch öffnen des Schalters 22 angelegt. Der gemessene Mittelwert der Aus- gangsspannung 7 in digitaler Form a entspricht dann unmittelbar dem Koeffizienten uao, der im Mikroprozessor 21 gespeichert wird. Anschliessend wird dann über den Schalter 14 der dem Vollausschlag entsprechende Referenzspannungswert U1 an das Gleichrichterelement 4 angelegt und der daraus resultierende digitale Mittelwert der Ausgangs spannung im Mikroprozessor gemessen und gespeichert. Dann wird durch Umschalten des Wählschalters 14 der zweite Referenzspannungswert U2 angelegt und wiederum der zugehörige digitale Mittelwert der Ausgangsspannung gemessen. Damit stehen für zwei Referenzspannungen zwei Gleichungen nach der Beziehung (7) zur Verfügung, aus denen dann unter Berücksichtigung des bereits ermittelten Koeffizienten uao die beiden restlichen Koeffizienten b und c im Mikroprozessor 21 errechnet und dort abgespeichert werden. Am Ende dieser Referenzspannungsmessung stehen also im Mikroprozessor die Koeffizienten der Gleichung (4) zur Verfügung und können nach Rückschalten der Schalter 1 und 19 zur Bestimmung des Effektivwertes einer angelegten unbekannten Wechselspannung Us berücksichtigt werden die dann über eine Anzeigeeinrichtung 23 unmittelbar digital angezeigt werden kann.
  • Der Koeffizient c beeinflusst die Messung relativ schwach und es genügt deshalb, diese Grösse nur einmal zu bestimmen und im Mikroprozessor 21 abzuspeichern. Die Koeffizienten uao und b sind hingegen stark temperaturabhängig und es ist deshalb zweckmässig, diese zyklisch während des eigentlichen Messvorganges zu überwachen und neu zu erfassen. Aus diesem Grunde werden die Schalter 1 und 19 zyklisch beispielsweise alle 10 Sekunden so geschaltet, dass die Messspannung us kurzzeitig abgetrennt und dafür die Referenzspannungen UO und U1 an das Gleichrichterelement angelegt werden und daraus wie oben beschrieben die Koeffizienten uao und b erneut bestimmt werden..EskaTln dann ein Mittelwert mit den gespeicherten der vorangehenen Messungen im Mikroprozessor 21 errechnet werden, der dann als korrigierter Wert abgespeichert wird.
  • Bei der theoretischen Behandlung des Effektivwertgleichrichters ist davon ausgegangen worden, dass die Referenzwechselspannungen in ihrer Grösse exakt bekannt sind. Dies ist in der Praxis jedoch nur schwer erreichbar. Es kann lediglich das Verhältnis der Wechselspannungen exakt bestimmt und eingestellt werden, indem beispielsweise das Verhältnis der über den Spannungsteiler 11 erzeugten Gleichspannungen gemessen oder eingestellt wird. Es ist dann allerdings noch ein Absolutwertabgleich erforderlich, der durch den Spannungsteiler 18 durchgeführt werden kann. Natürlich kann eine solche Absolutwertabgleichung auch im eigentlichen Messkreis durchgeführt werden, also beispielsweise zwischen Schalter 1 und Hochpass 2.
  • Das Verhältnis zwischen den beiden Referenzwechselspannungen U1 und U2 kann unmittelbar in der Schaltung selbst durch einfache ZusatZmassnahmen gemessen werden, beispielsweise kurz vor der Bestimmung des Koeffizienten c. Zu diesem Zweck ist ein zusätzlicher Umschalter 13 mit nachgeschaltetem Verstärker 12 vorgesehen, dem die beiden vom Spannungsteiler 11 gelieferten Referenzgleichspannungen geführt werden. Der Ausgang des Verstärkers 12 kann über den vom Mikroprozessor 21 gesteuerten Umschalter 7 anstelle der Ausgangsspannung des Gleichrichterelements 4 dem Komparator 8 zugeführt werden. Auf diese Weise können die beiden Gleichspannungswerte, die den Rechteck-Spannungswerten U1 und U2 entsprechen, nacheinander digital gemessen und dem Mikroprozessor zugeführt werden. In diesem kann dann auf einfache Weise das Verhältnis dieser Spannungen berechnet werden. Da nur zur Bestimmung des Koeffizienten c Referenzspannungsmessungen mit beiden Referenzwechselspannungen U1 und U2 erfoderlich sind, braucht auch nur zur Ermittlung des Koeffizienten c diese erwähnte Verhältnismessung durchgeführt werden, beispielsweise während einer Serviceüberprüfung des Gerätes.
  • Für die zyklische Überprüfung der Koeffizienten u ao und b ist neben der Null-Spannung UO nur die eine Referenzspannung U1 nötig.
  • Für die Erzeugung der genauen Referenzspannungen können natürlich auch andere bekannte Schaltungen verwendet werden, die vorgeschlagene spezielle Schaltung ist jedoch besonders vorteilhaft, da Abgleicharbeiten hierdurch auf ein Minimum beschränkt werden und mit ein und demselben Mikroprozessor sämtliche Messungen und Korrekturen durchgeführt werden können. Die Verwendung eines aus Feldeffekttransistoren aufgebauten Gleichrichterelements ist besonders vorteilhaft, da hierdurch die Bestimmung der Gleichungskoeffizienten am einfachsten ist. Im Prinzip ist die erfindungsgemässe Schaltung jedoch für alle Halbleiter-Gleichrichterschaltelemente geeignet, für welche die allgemeine Gleichung (1) gilt. Die zusätzlichen höherpotenten Fehler können durch einmalige Bestimmung leicht ermittelt und als Festwerte im Mikroprozessor bei der Auswertung berücksichtigt werden ähnlich wie der als konstant angenommene Koeffizient c.
  • Auch für solche Schaltungen genügt es, beispielsweise zyklisch die beiden ersten temperaturabhängigen Koeffizienten zu ermitteln. Im allgemeinen ist es zweckmässig, durch entsprechende Referenzspannungsmessungen mit UO und U1 beide Koeffizienten uao und b zyklisch zu überwachen. In manchen Fällen kann es jedoch genügen, nur einen dieser Faktoren, beispielsweise uao oder b zyklisch zu überwachen und durch andere Schaltungsmassnahmen dafür zu sorgen, dass die anderen Koeffizienten als konstant angenommen werden können.
  • Für ganz genaue Messungen kann es darüber hinaus auch vorteilhaft sein, auch den Koeffizienten c zyklisch während der Messung zu überwachen und entsprechend zu korrigieren.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Schaltung zum Messen des Effektivwertes einer Wechselspannung mit einem aus Halbleiterbauelementen aufgebauten Effektivwertgleichrichter, bei dem zwischen dem Effektivwert U der Eingangs spannung und dem Mittelwert der Ausgangsspannung überwiegend quadratischer Zusammenhang besteht nach der für sinusförmige Eingangsspannungen geltenden Beziehung g e k e n n z e i c h n e t durch eine mit dem Ausgang des Effektivwertgleichrichters (4o5,6) verbundene Einrichtung (8,9) zum digitalen Messen des Mittelwertes (Ua) der Ausgangsspannung, die mit einem Mikroprozessor (21) verbunden ist, eine Referenzspannungsqueile (10 bis 18,22) zum Erzeugen von mindestens zwei Referenzspannungen (UOZ U U1U2), die über eine Steuerschaltung (1,19) anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung abwechselnd an den Eingang des Effektivwertgleichrichters (4,5,6) anschaltbar sind und aus denen im Mikroprozessor (21) aus den hierbei auftretenden Mittelwerten (ua) der Ausgangs spannung die Kennlinienkoeffizienten (uao, b,c,d,e) errechnet und gespeichert werden, und im Mikroprozessor (21) aus dem sich bei angelegter zu messender Eingangswechselspannung (us) ergebenden digitalen Mittelwert (ua) unter Berücksichtigung dieser gespeicherten Kennlinienkoeffizienten nach obiger Beziehung der Effektivwert U berechnet und angezeigt wird.
  2. 2. Schaltung nach Anspruchs1 mit einem Gegentakt-Effektivwertgleichrichter, dessen Gleichrichterelemente durch den als Gleichrichter geschalteten Kanal eines Feldeffekttransistors gebildet sind und bei dem zwischen dem Effektivwert U einer sinusförmigen Eingangs spannung und dem Mittelwert ua seiner Ausgangs spannung die vereinfachte Beziehung Ua =uao + bU2 + 3/2cU4 c2U besteht, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass mit der Referenzspannungsquelle -(10 bis 18, 22) eine erste Referenzwechselspannung Null (UO) sowie eine zweite und dritte unterschiedlich grosse Referenzwechselspannung (U1 ,U2-) erzeugbar sind, und durch Anlegen der ersten Referenzwechselspannung Null (UO) im Mikroprozessor (.21) der erste Kennlinienkoeffizient (uao) bestimmt und gespeichert wird, anschliessend dann durch Anlegen der zweiten und dritten Referenzwechselspannung (U1,U2) die zugehörigen beiden digitalen Mittelwerte der Ausgangs spannung bestimmt und daraus nach obiger Beziehung im Mikroprozessor (21) die beiden anderen Kennlinienkoeffizienten (b und c) errechnet und gespeichert werden.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, dass die Referenzspannungsquelle (10 bis 18,22) über die Steuerschaltung (1,19) zyklisch anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung (us) an den Eingang des Effektivwertgleichrichters (4,5,6) anschaltbar ist.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, dass die erste und zweite Referenzwechselspannung (U0,U1) zyklisch anstelle der zu messenden Eingangswechselspannung angeschaltet werden und daraus fortlaufend die Kennlinienkoeffizienten (uao und b) im Mikroprozessor (21) berechnet und korrigiert gespeichert werden.
  5. 5. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Referenzwechselspannungen (UO,U1,U2) jeweils Rechteck-Wechselspannungen entsprechend vorbestimmter genauer Amplitude sind.
  6. 6. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Referenzwechselspannungen (U0,U1 ,U2) von entsprechenden hochstabilen Referenzgleichspannungen einer hochstabilen Gleichspannungsquelle (10) abgeleitet sind und die der zweiten und dritten Referenzwechselspannung (U1 ,U2) entsprechenden Referenzgleichspannungen über einen weiteren Umschalter (7,13) anstelle der Ausgangsspannung des Effektivwertgleichrichters (4,5, 6) an die Einrichtung (8,9) zum digitalen Messen der Ausgangs spannung anschaltbar sind.
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