DE3108438C2 - Bohrwerkzeug - Google Patents
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Abstract
Das Bohrwerkzeug weist einen im wesentlichen zylindrischen Schaft und mindestens zwei an dem vorderen Kopfteil (3, 3Δ) des Schaftes auswechselbar angeordnete Schneidplatten (4) auf, an welche sich mindestens zwei zu einem hinteren Einspannteil (2, 2Δ) des Schaftes verlaufende, nach außen zur Mantelfläche des Schaftes hin offene, insbesondere gewendelte Spankanäle (5) anschließen. Der Schaft ist zumindest zweiteilig ausgebildet und das Einspannteil (2, 2Δ) ist lösbar mit dem Kopfteil (3, 3Δ) verbunden. Das Kopfteil (3, 3Δ) liegt an seiner den Schneidplatten (4) abgewandten Rückseite mit einer radial verlaufenden ebenen Endfläche (10) an einer entsprechenden, radial verlaufenden, ebenen Stirnfläche (11) des Einspannteiles (2, 2Δ) an. In der Stirnfläche (11) des Einspannteiles (2, 2Δ) sind mindestens zwei zylindrische Paßbolzen (14, 14Δ) eingelassen und befestigt, die in entsprechende Paßbohrungen (16) in der Endfläche (10) des Kopfteiles (3, 3Δ) eingreifen. Am Kopfteil (3, 3Δ) sind Haltemittel (19, 19Δ) vorgesehen, die an den Paßbolzen (14, 14Δ) angreifen, oder umgekehrt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Bohrwerkzeug mit einem im wesentlichen zylindrischen Schaft, mindestens zwei
an dem vorderen Kopfteil des Schaftes angeordneten Schneiden, an welche sich mindestens zwei zu einem
hinteren Einspannteil des Schaftes verlaufende, nach außen zur Mantelfläche des Schaftes hin offene,
insbesondere gewendelte Spankanäle anschließen.
Derartige bekannte Bohrwerkzeuge (vgl. DE-AS 30 418) setzen sich in der Praxis immer mehr durch.
Trotz sorgfältigster Bearbeitung des Bohrwerkzeuges und der bei diesem Bohrwerkzeug verwendeten
Schneidplatten kann es vorkommen, daß sich Späne verklemmen oder Schneiden ausbrechen. Da dies meist
tief innen in einer Bohrung geschieht, werden derartige Störungen meht nicht sofort bemerkt, so daß manchmal
nicht nur die Schneidplatte selbst, sondern auch das Bohrwerkzeug beschädigt wird. Derartige Beschädigungen
treten in der Regel am Kopfteil des Schaftes auf. Hierbei kann es vorkommen, cJaLJ der Schaft so weit
beschädigt wird, daß er nicht mehr zur einwandfreien Halterung der Schneidplatten geeignet ist. Da bei dem
bekannten Bohrwerkzeug Kopfteil und Einspannteil aus einem Stück bestehen, muß dann das gesamte
Bohrwerkzeug durch ein neues ersetzt werden. Derartige Bohrwerkzeuge mit Arbeitsdurchmessern
von 50 mm und mehr sind jedoch verhältnismäßig teuer und Bohrwerkzeuge mit größeren Arbeitsdurchmessern
sind in der Kegel nicht ab Lager lieferbar. Zu den Wiederbeschaffungskosten kommt also noch eine
längere Lieferzeit hinzu-
Es ist weiterhin ein Schneidwerkzeug bekannt (DE-OS 18 01558), welches als ein im wesentlichen
zweiteiliges Aufbohrwerkzeug ausgebildet ist Bei diesem Aufbohrwerkzeug ist das zum Einspannen in der
Werkzeugmaschinenspindel dienende Einspannteil lösbar mil dem die Schneidan tragenden Kopfteil
verbunden. Zur lösbaren Verbindung weist das Einspannteil an seiner dem Kopfteil zugewandten Vorderseite
einen zur Achse des Einspannteiles koiizentri- ι ο
sehen, zylindrischen Zentrieransatz auf und anschließend an diesen einen im Durchmesser etwas kleineren,
mit dem Einspannteil fest verbundenen Schraubbolzen.
Das Kopfteil ist mit einer passenden Zentrierbohrung und einem Muttergewinde versehen. Diese Art der
Verbindung ist jedoch für Bohrwerkzeuge mit Spankanälen ungeeignet. Tritt nämlich eine Beschädigung des
Bohrwerkzeuges ein, so befindet sich diese Beschädigung meist am vorderen Ende in unmittelbarer Nähe
der Schneiden. Das übrige Kopfteil, welches für die Spanabfuhr ebenfalls Spankanäle aufweist, bleibt aber
unbeschädigt. Bei Kopftcilcn größerer axialer Länge müßte man nun das gesamte Kopfteil wegwerJen, denn
die vorbekannte Verbindung ermöglicht erst einen Anschluß an das Einspannteil in einem Bereich, wo
keine Spankanäle mehr vorgesehen sind. Eine Verbindung im Bereich der Spankanäle ist deshalb nicht
möglich, weil die Spankanäle für eine gute Spanabfuhr einen möglichst großen Querschnitt aufweisen müssen
und sich deshalb fast bis zum Zentrum des Bohrers erstrecken. Im Zentrum des Bohrers ist dann häufig
noch ein Kühlmittelkanal vorgesehen. Der am Einspannteil vorgesehene zylindrische Zentrieransatz und
auch der Schraubbolzen weisen einen Durchmesser auf, der in die Spankanäle hineinragen würde, was zu einem js
Spänestau führen würde.
Die gleichen Nachteile weist ein anderes Aufbohrwerkzeug (DE-GM 75 29 196) auf. bei welchem in
umgekehrter Weise das Kopfteil mit einem zentralen zylindrischen Zentrieransatz verbunden ist, der in eine
zentrale Zent.ierbohrung des Einspannteiles eingreift. Zur Übertragung des Drehmomentes dient bei dieser
Ausführungsform in einer den Zentrieransatz umgebenden radialen Ringfläche ein Paßbolzen bzw. eine
Paßbohrung, wobei der Paßbolzen in eine entsprechen- -n
de Paßbohrung des Einspannteiles eingreift und umgekehrt iii die Paßbohrung des kopfteiles ein am
Einspannteil vorgesehener Paßbolzen. Die axiale Verspannung der beiden Teile erfolgt durch eine vom
Einspannende des Einspannteiles her zugängliche zentrale Schraube.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Bohrweikzeug der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, dessen Kopfteil im Bereich der Spankanäle von dem übrigen Bohrwerkzeug lösbar und gegebenenfalls
gegen ein anderes Kopfteil austauschbar ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Einspannteil des Schaftes im Bereich der
Spankanäle lösbar mit dem Kopfteil verbunden ist, welches an seiner den Schneidplatten abgewandten
Rückseite mit einer radial verlaufenden ebenen Endfläche an einer entsprechenden, radial verlaufenden,
ebenen Stirnfläche des Einspannteiles anliegt, wobei in der Stirnfläche des Einspannteiles mindestens zwei
zylindrische Paßbolzen jeweils in den zwischen den Spankanälen verbliebenen Teilen des Einspannteiles
eingelassen und befestigt sind, die in entsprechende Paßbohrungen in der End'^äche des Kopfteiles eingreifen
und dort festlegbar sind.
Bei irgendwelchen größeren Beschädigungen des Kopfteiles des Bohrwerkzeuges kann das beschädigte
Kopfteil nach Lösen von an dem Paßbolzen angreifenden Haltemitteln von dem Einspannteil entfernt und
durch ein neues Kopfteil ersetzt werden. Das neue Kopfteil ist wesentlich billiger als ein komplettes
Bohrwerkzeug, denn zu seiner Herstellung ist nur ein Bruchteil des zur Herstellung eines kompletten
Bohrwerkzeuges notwendigen Materials erforderlich und außerdem entfallen viele Bearbeitungsvorgänge,
die am hinteren Einspannteil notwendig sind. Das Einspannteil kann jeweils weiterverwendet werden.
Durch entsprechende Hilfsmittel, z. B. Bohrschablonen,
kann sichergestellt werden, daß die neu angefertigten Kopfteile zu den bereits vorhandenen und weiterverwendbaren
Einspannteilen passen.
Eine wichtige Funktion haben bei dem erfindungsgemäßen
Bohrwerkzeug die Paßbolzen und die an ihnen angreifenden Haltemittel, mit denen die Paßbolzen in
den Paßbohrungen festgelegt werde". Die Paßbolzen sorgen für eine einwandfreie Kraftübertragung zwischen
dem Kopfteil und dem Einspannteil in Umfangsrichtung und quer zur Bohrerachse. Sie dienen aber auch
dazu, das Kopfteil in vorbestimmte Lage gegenüber dem Einspannteil zu fixieren. Dies ist wichtig, damit die
Wände der Spankanäle des Kopfteiles absatzfrei in die Wände der Spankanäle des Einspannteiies übergehen.
Jeder Absatz könnte nämlich zu einer Störung der Spanabfuhr führen. Außerdem zentrieren, die Paßbolzen
das Kopfteil gegenüber dem Einspannteil. Schließlich dienen die Paßbolzen auch noch zum Angriff der
Haltemittel. Auch dies ist eine wichtige Funktion, denn wegen der Spankanäle und zusätzlichen, im Kopfteil
und im Einspannteil vorhandenen Kühlmittelbohrungen steht nur verhältnismäßig wenig Platz zur Unterbringung
der Haltemittel zur Verfügung.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht darin, daß man innerhalb eines
gewissen Arbeitsdurchmesserbereiches ein Kopfteil gegen ein anderes mit einem etwas größeren oder
kleineren Arbeitsdurchmesser austauschen kann, um unterschiedliche Arbeitsdurchmesser zu erhallen. Auch
können unterschiedlich lange Kopfteile gegeneinander ausgetauscht werden, um damit größere Bohrliefen zu
erreichen.
Es sind zwar Bohrwerkzeuge mit sogenannten Bohrkronen bekannt, bei denen die Bohrkrone auswechselbare
Schneidplatten trägt und auch das vordere Ende eines hohlen Schaftes aufschraubbar ist. Bei diesen
Bohrwerkzeugen ist auch die Bohrkrone als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet. Die Spanabfuhr erfolgt
bei diesen Bohrern durch das Innere der Bohrkrone und das Inner1? des Schaftes. Zur Verbindung von Bohrkrone
und Scnaft weist die Bohrkrone ein Außengewinde auf. Diese Konstruktion ist jedoch für Bohrwerkzeuge, bei
denen nach außen offene Spankanälc im Schaft vorgesehen sind, nicht anwendbar.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen I 'nteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung ist in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. I eine Teildraufsicht und einen Teillängsschnitt
durch ein erstes Ausführungsbeispiel des Bohrwerkzeuges.
Fig.2 die Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles,
F" ig. J einen Teillängsschnitt dieses Ausführungsbeispieles
nach der Linie IMIII der I' i g. 4,
Fig. 4 einen Querschnitt mich der Linie iV-IV der
F i g. 3.
F i g. 5 ein kompleties Bohrwerkzeug, F i g. 6 die Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispieles,
Fig. 7 einen Teillängsschnitt dieses Ausführungsbei-Spieles.
In F i g. 5 ist das komplette Bohrwerkzeug I
dargestellt, welches einen irn wesentlichen zylindrischen Schaft aufweist. An dem vorderen, vom hinteren
F.inspannteil 2 lösbaren Kopfteil 3 des Schaftes sind mindestens zwei auswechselbare Schneidplatten 4
vorgesehen. Außerdem weist der Schaft zwei an die Schneidplatten 4 anschließende, wendeiförmige Spankanäle
5 auf, die nach außen zur Mantelfläche des Schaftes hin offen sind. Diese Spankaniile 5 verlaufen
von den Schneidplatten 4 zum Einspannteil 2 des Schaftes hin. Am hinteren Ende des Finspanntciies 2
kann dieser ebenfalls zylindrisch ausgebildet sein, oder, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, .mit einem Konus
6 versehen sein, der zur Aufnahme in einer Werkzeugmaschine dient. Das Einspannteil 2 weist ferner noch
eine zentrale Kühlmittelbohrung 7 auf, die an zwei oder mehreren im Kopfteil 3 vorgesehene Kühlmittelkanäle
8 angeschlossen ist. Diese Kühlmittelkanäle 8 münden in der vorderen Stirnseite 3;i des Kopfteiles 3 in der Nähe
der Schneidplatten 4. Die Kühlmittelzufuhr zu der Kühlmittelbohrung 7 crfoigt über einen nicht dargestellten,
das Einspannteil 2 umgebenden Kühlmittelring und eine im Einspannteil vorgesehene Querbohrung 9. Wie
man weiterhin aus F i g. 2 und 5 entnehmen kann, ist das
Kopfteil 3 von dem Einspannteil 2 lösbar. Das Kopfteil 3 ist im Verhältnis zum F.inspannteil 2 kurz ausgebildet
und die Verbindungsstelle beider Teile 2,3 ist im Bereich der Spankanäle 5 angeordnet.
Das Kopfteil 3 ist an seiner, den Schneidplatten 4 abgewandten Rückseite mit einer radial verlaufenden,
ebenen Endfläche IO versehen, die an einer entspre- ;, chenden, radial verlaufenden, ebenen Stirnfläche I ( des
Einspannteiles 2 anliegt. Die Stirnfläche 11 des Einjpannteiles 2 weist zwei diametral gegenüberliegende
Paßbohrungen 12 und daran anschließende koaxiale Gewindebohrungen 13 auf. Es sind ferner zwei :
Paßbolzen 14 vorgesehen, von denen jeder an seinem dem F.inspannteil 2 zugekehrten Ende einen Gewindezapfen
15 aufweist. Mit diesem Gewindezapfen 15 ist der Paßbolzen in die Gewindebohrung 13 eingeschraubt,
wobei er in die Paßbohrung 12 eingreift.
In c'er Endfläche 10 des Kopfteiles 3 sind zwei
Paßbohrungen 16 vorgesehen, die koaxial zu den zylindrischen Paßbolzen 14 verlaufen. In diese Paßbohrungen
16 greifen die über die Stirnfläche U vorstehenden vorderen Enden der Paßbolzen 14 ein. -,-,
Hierdurch wird das Kopfteil 3 gegenüber dem Einspannteil 2 in vorbestimmter Lage fixiert, so daß die
Winde der im Kopfteil 3 vorgesehenen Spankanäie 5, wie aus F i g. 2 ersichtlicht ist. genau mit den Wänden
der im Einspannteil 2 vorgesehenen Spankanäle 5 r,·.
fluchten.
Jeder Paßbolzen 14 weist in seinem vorderen Ende eine radial zur Bohrwerkzeugachse B verlaufende
Querbohrung 17 auf. In dieser Querbohrung 17 ist ein Haltestift 18 verschiebbar geführt. In dem Kopfteil 3 ist -,
ferner eine Hakeschraube 19 angeordnet, deren Achse C ebenfalls radial zur Bohrerachse B verläuft. Die
Halteschraube 19 weist an ihrem radial inneren Ende einen kegelförmigen Ansatz 20 auf. der in cmc
entsprechende kegelförmige Vertiefung 21 des Haltestiftes 18 eingreift. Der llaltcs'.ift 18 ist ferner an seinem
radial inneren Ende mit einem kegelförmigen Ansatz 22 versehen, der in eine entsprechende kegelförmige
Vertiefung 2 J im Kopfteil 3 eingreift. Das Zentrum '/.
dieser kegelförmigen Vertiefung 23 ist koaxial zur Achse C der Haltcschraube 19 angeordnet. Der
Spitzenwinkel der kegelförmigen Ansätze 20, 22 und der kegelförmigen Vertiefungen 21, 23 ist gleich groß
und beträgt vorzugsweise ca. 90°.
Wichtig ist ferner, daß die Achse ("der Halleschraube
19 nicht genau n. ' der Achse D der Querbohrung 17
fluchtet. Die Achse C der Halteschraube 19 weist von der Endfläche 10 des Kopfteiles 3 einen Abstand Λ auf.
der etwas größer ist als der Abstand a der Achse D der
Querbohrung 17 von der Stirnfläche 11 des Einspannteiles
2. Der Unterschied beider Abstände A und α kann
etwa 0,r) mm betragen.
Wird die Halteschraube \1 angezogen, so kommt ihr
kegelförmiger Ansatz 20 an derjenigen Seite der kegelförmigen Vertiefung 21 des Ilaltestiftes 18 /ur
Anlage, die der Stirnfläche 11 abgekehrt ist. Hierdurch
wird der Haltestift 18 in axialer Richtung verschoben, bis sein kegelförmiger Ansatz 22 in der Vertiefung 23
zur Anlage kommt und zwar auf derjenigen Seite, die der Stirnfläche 11 zugekehrt ist Hierdurch wird auf das
Kopfteil 3 eine in Richtung auf das Fmspanntcil 2 gerichioie Kraft ausgeübt, welche die Endfläche 10 fest
an die Stirnfläche Il drückt. Beträgt die Vorspannung
jeder der beiden Halteschrauben beispielsweise 2000 kp, so geht von jeder Halteschraube eine in
Richtung der Bohrerachse gerichtete Kraft von 4000 kp aus. so daß eine Anpreßkraft des Kopfteiles 3 an das
, Einspannteil 2 von insgesamt 8000 kp entsteht. Diese Kraft ist mehr als ausreichend, zumal die Übertragung
des Drehmomentes über die Paßbolzen 14 erfolgt, die durch das Drehmoment auf Abscheren beansprucht
sind.
Falls eine Beschädigung des Kopfteiles 3 eintritt, brauchen lediglich die Halteschrauben 19 herausgeschraubt
zu werden und man kann dann die Haltestifte 18 entfernen. Um dies zu erleichtern, kann jeder der
Haltestifte noch mit einer Gewindebohrung versehen werden, in weiche ein längerer Stift, der an seinem
vorderen Ende ebenfalls ein Gewinde aufweist, einschraubbar ist. Mittels dieses Stiftes kann man dann
jeden der Haltestifte aus der Querbohrung 17 herausziehen. Anschließend kann das Kopfteil 3 von den
Paßbolzen 14 abgezogen werden und gegen ein neues Kopfteil ausgetauscht werden. Es muß also ieweils
immer nur das Kopfteil 3 erneuert werden. Das tür die Herstellung des Kopfteiles benötigte Material ist etwa
nur ein Siebtel desjenigen Materials, welches für ein komplettes Bohrwerkzeug benötigt wird.
Bei den in Fi g. 2 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen
sind Teile gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet worden, so daß obige
Beschreibung sinngemäß zutrifft. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist jedoch der Paßbolzen 14' mit einer
Längsbohrung 24 versehen. Mittels einer durch diese Längsbohrung 24 hindurchtretenden Befestigungsschraube
25, weiche in die Gewindebohrung 13 eingreift, ist der Paßbolzen 14' fest mit dem Einspannteil 2
verbunden. Im Kopfteil 3' ist eine Halteschraube 19 radial zur Achse des Paßbolzens 14' verschraubbar.
Diese greift mit ihrem kegelförmigen Ansatz 20 in eine ringförmige Vertiefung 26 ein, deren Querschnitt sich
/ur Paßbolzenachse hin konisch verjüngt. Auch hierbei
ist die Anordnung so getroffen, daß die Achse C der I lalteschraube 19 von der Findfläche 10 des Kopfteiles 3
einen Abstand A aufweist, der etwas größer ist als der Abstand ;) des Zentrums Z der Vertiefung 26 von der
Stirnfläche II. Reim Anziehen der Ilalteschraube 19
kommt deren kegelförmiger Ansatz 20 einseitig in der Vertiefung 26 zur Anlage und drückt das Kopfteil mit
seinti Endfläche 10 gegen die Stirnfläche II. Zum
Auswechseln des Kopfteiles 3 brauchen lediglich die I lalteschrauben 19 etwas herausgedreht zu werden.
Auch bei dem in V i g. 6 und 7 dargestellten Aijsführungsbeispiel sind Teile gleicher Funktion mit
dem gleichen Bezugszeichen bezeichnet und die zum Alisführungsbeispiel gemäß F i g. t und 5 gegebene
Beschreibung trifft ebenfalls sinngemäß zu. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind jedoch der Haltestift 18' und
die I lalteschraube 19' etwas anders ausgebildet. Der llaltcstift ist an seinen beiden Enden mit je einem
kegelförmigen Ansatz 22, 22a versehen. Der Ansät/ 22
greift in eine im Kopfteil 3 vorgesehene kegelförmige Vertiefung 23 ein. Der kegelförmige Ansatz 22a wirkt
mit einer in der Halleschraube 19' vorgesehenen kegelförmigen Vertiefung 27 zusammen. Auch hierbei
weist die Achse C der Haltcschraube 19' von der Endfläche IO einen Abstand A auf. der etwas größer ist
als der Abstand a der Achse Oder Querbohrung 17 von der Stirnfläche II. Wird die Halteschraube 19'
angezogen, so kommt ihre kegelförmige Vertiefung 27 an derjenigen Seite des kegelförmigen Ansatzes 22a zur
Anlage, die der Stirnfläche 11 zugekehrt ist. Hierdurch wirü der Haltcstift 18' in axialer Richtung verschoben,
bis sein kegelförmiger Ansatz 22 in der Vertiefung 23 zur Anlage kommt und zwar auf derjenigen Seite, die
ebenfalls der Stirnfläche 11 zugekehrt ist. Hierdurch
wird auf das Kopfteil 3 eine in Richtung auf das Einspannteil 2 gerichtete Kraft ausgeübt, welche die
Endfläche 10 fest an die Stirnfläche 11 drückt.
Die Länge des Haltestiftes 18' ist zweckmäßig etwas kleiner als der Durchmesser des Paßbolzens 14.
Hierdurch wird erreicht, daß beim Lösen der Halteschraube 19' und beim Verschieben der beiden Teile 3,2
gegeneinander der Hallestift 18' vollständig in die Querbohrung 17 eintreten kann. Durch die kegelförmige
Ausgestaltung seines Ansatzes 22 und die kegelförmige Vertiefung 23 wird der Haltestift 18' in die
Querbohrung 17 hineinverschoben. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel beträgt der Spitzenwinkel der
kegelförmigen Ansätze 22,22a und der Vertiefungen 23, 27 etwa 90°.
Um das Bohrwerkzeug den verschiedenen Bearbeitungsfällen besser anpassen zu können, ist bei dem in
F i g. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen dem Kopfteil 1 und dein lünspannteil 2' ein Zwischenstück 28
einsetzbar, welches an seinem dem Kopfteil 3 zugekehrten vorderen Ende 28a so ausgestaltet ist, wie
das vordere Ende des Einspannteiles 2' und dessen dem Einspannteil 2' zugekehrtes hinteres Ende 28£>
so ausgebildet ist, wie die Rückseite des Kopfteiles 3. Es ist also am vorderen Ende 28a eine radial verlaufende
ebene Stirnfläche 11 mit Paßbolzen 14 vorgesehen und
am hinteren Ende 286 eine ebene Endfläche 10 mit entsprechenden Paßbohrungen 16. Der Durchmesser
der Paßbolzen 14 und der Paßbohrungen 16 sowie ihr radialer Abstand von der Achse des Bohrwerkzeuges
entspricht dem Zwischenstück 28 der entsprechenden Anordnung an dem Kopfteil 3 und dem F.inspanntcil 2',
so daß das Kopfteil 3 gegebenenfalls auch direkt am Einspannteil 2' befestigt werden könnte.
Bei der in F i g. 6 dargestellten Ausführungsform des Bohrwerkzeuges ist zunächst das Kopfteil 3 bei
Beschädigung in der gleichen Weise austauschbar wie bei dem vorher gehend ucici'iiicuC-iicii Aüs'ÜMrungäbcispiel.
Zusätzlich kann jedoch auch das Einspannteil 2' ausgetauscht werden. Dies ist z. B. dann notwendig,
wenn das Bohrwerkzeug in einer anderen Maschine eingesetzt werden soll, die in ihrer Spindel eine andere
Aufnahme für den Kegel 6, beispielsweise mit einem anderen Kegelwinkel, aufweist. In diesem Fall wird dann
das Einspannteil 2' gegen ein anderes Einspannteil ausgetauscht, dessen Kegel 6 zu der entsprechenden
Aufnahme paßt. Anstelle eines Kegels könnte das Einspannteil 2' auch einen zylindrischen Schaft oder
einen Befestigungsflansch aufweisen.
Auch durch Verwendung verschiedener Zwischenstücke 28 kann das Bohrwerkzeug den jeweiligen
Bearbeitungsvorgängen sehr gut angepaßt werden. Man kann Zwischenstücke 28 verschiedener Länge
verwenden und beispielsweise auch zwei oder mehr Zwischenstücke. Außerdem ist es auch möglich, an dem
Schaftteil 2' Zwischenstücke zu befestigen, die einen etwas größeren oder kleineren Durchmesser aufweisen
und an die dann Kopfieile mit entsprechenden Durchmessern angesetzt werden.
Das Zwischenstück 28' ist ebenfalls mit Spankanälen 5 versehen, die zweckmäßig gewendelt sind. In F i g. 6
sind jedoch aus Gründen der Übersicht diese Spankanäle 5 geradlinig dargestellt. Die Verbindungsstelle
zwischen dem Zwischenstück 28 und dem Einspannteil 2' erfolgt zweckmäßig dort, wo die Spankanäle 5 noch
nicht begonnen haben.
Es ist beispielsweise auch möglich, an das in F i g. 6 dargestellte Einspannteil 2' ein Kopfteil anzusetzen,
welches nach Art eines Kern- oder Kronenbohrers ausgebildet ist.
Claims (12)
1. Bohrvt-rkzeng mit einem im wesentlichen
zylindrischen Schaft und mindestens zwei an dem vorderen Kopfteil des Schaftes angeordneten
Schneiden, an welche sich mindestens zwei zu einem hinteren Einspannteil des Schaftes verlaufende, nach
außen zur Mantelfläche des Schaftes hin offene, insbesondere gewendelte Spankanäle anschließen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einspannteil (2, 2') des Schaftes im Bereich der
Spankanäle (5) lösbar mit dem Kopfteil (3, 3') verbunden ist, welches an seiner den Schneidplatten
(4) abgewandten Rückseite mit einer radial verlaufenden ebenen Endfläche (10) an einer entsprechenden,
radial verlaufenden, ebenen Stirnfläche (11) des Einspannteiles (2,2') anliegt, wobei in der Stirnfläche
(11) des Einspannteiles (2, 2') mindestens zwei zylindrische Paßbolzen (14, 14') jeweils in den
zwischen den Spankanälen (5) verbliebenen Teilen des Einspatinteiles (2, 2') eingelassen und befestigt
sind, die in entsprechende Paßbohmngen (16) in der
Endfläche (10) des Kopfteiles (3, 3') eingreifen und dort festlegbar sind.
2. Bohrwerkzeug nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (3) im Verhältnis
zum Einspannteil (2) kurz ausgebildet ist.
3. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Paßbolzen (14, 14')
mittels einer Verschraubung (13, 15, 25) mit dem jo
Einspannteil (2,2') verbunden ist.
4. Bohrv;erkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Paßbolzen (14) an seinem
dem Einspannteil (2,2) zugekehrten Ende mit einem Gewindezapfen (15) versehen ist, der in eine j5
Gewindebohrung (13) des E,.ispannteiles (2, 2')
eingeschraubt ist.
5. Bohrwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Paßbolzen (14') eine
zentrale Bohrung (24) aufweist, durch welche eine in einer Gewindebohrung (13) des Einspannteiles (2,2')
bzw. des Zwischensiückes (28) verschraubte Befestigungsschraube (25) hindurchgreift.
6. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Paßbolzen (14, 14') in
dem Kopfteil (3, 3') mittels einer radial zur Paßbolzenachse (E) verschraubbaren Halteschraube
(19) festlegbar ist, die mit einem an ihrem radial inneren Ende vorgesehenen Ansatz (20) in eine
Vertiefung(21,26)am Paßbolzen (14')bzw. einem im Paßbolzen (14) angeordneten Teil (18) eingreift.
7. Bohrwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (20) kegelförmig ist
und daß sich die Vertiefung (21, 26) zur Paßbolzenachse
^konisch verjüngt.
8. Bohrwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Halteschraube
(19) von der Endfläche (10) des Kopfteiles (3, 3') einen Abstand (A) aufweist, der etwas größer ist als
der Abstand (a)aes Zentrums (Z)der Vertiefung (23,
26) von der Stirnfläche (11) des Einspannteiles (2).
9. Bohrwerkzeug nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Paßbolzen (14) eine radial
zur Bohrwerkzeugachse (B) verlaufende Querbohrung (17) aufweist, deren Achse (D) von der
Stirnfläche (11) des Einspannteiles (2) einen Abstand
(a) aufweist, der etwas kleiner ist als der Abstand (A) der Achse (C) der Halteschraube (19) von der
Endfläche (10) und daß in der Querbohrung (17) ein Haltestift (18) verschiebbar geführt ist, dessen der
Halteschraube (19) zugekehrtes, radial äußeres Ende eine kegelförmige Vertiefung (21) aufweist, und
dessen radial inneres Ende mit einem kegelförmigen Ansatz (22) in eine im Kopfteil (3) vorgesehene
kegelförmige Vertiefung (23) eingreift, deren Zentrum (Z) koaxial zur Achse (C) der Halteschraube
angeordnet ist
10. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Paßbolzen (14) eine radial
zur Bohrwerkzeugachse (B) verlaufende Querbohrung (17) aufweist, deren Achse (D) von der
Stirnfläche (U) des Schaftes (2') einen Abstand (a) aufweist, der etwas kleiner ist als der Abstand (A)
der Achse (C) einer im Kopfteil (3) radial zur Paßbolzenachse verschraubbaren Halteschraube
(19') von der Endfläche (10) und daß in der Querbohrung (17) ein Haltestift (18') verschiebbar
geführt ist, dessen der Halteschraube (19') zugekehrtes, radial äußeres Ende mit einem kegelförmigen
Ansät? [22a) in eine kegelförmige Vertiefung (27)
der Halteschraube eingreift, und dessen radial inneres Ende mit einem kegelförmigen Ansatz (22) in
eine im Kopfteil (3) vorgesehene kegelförmige Vertiefung (23) eingreift, deren Zentrum (Z) koaxial
zur Achse (Qder Halteschraube (19') angeordnet ist.
11. Bohrwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Länge des Haltestiftes (18') kleiner ist als der Durchmesser des Paßbolzens (14).
12. Bohrwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spitzenwinkel von Ansatz (20, 22, 22a,} und Vertiefung (21, 23, 27) gleich groß ist und etwa 90°
beträgt.
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